Dienstag, 19.$eptemberl939
M.219 Erstes Blatt
189. Jahrgang
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Berlin, 19. Sept. (DNB.) Der Oberbefehls- eigentliche Kriegsmaterial als unbe- haber der deutschen Kriegsmarine, Großadmiral üingtes Banngut zu behandeln. Dementsprechend ist
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zuwiderlaufen oder dem Geiste und dem Buchstaben des zwischen Deutschland und der Sowjetunion geschlossenen Mchtangriffsvertrages widersprechen. 3m Gegenteil, die Aufgabe dieser Truppen besteht darin, Ordnung und Ruhe in Polen herzu- stellen, die durch den Zerfall des polnischen Staates zerstört sind, und der Bevölkerung Polens zu helfen, die Bedingungen ihres staatlichen Daseins neu zu regeln.
Eine Unterredung mit Großadmiral Raeder
Mosticki und Rydz-Gmigly in Rumänien interniert.
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DRV. Berlin, 18. Sept. (OftlD.) Der rechte Zlügel der in Südpolen vorgehenden Armee Hal heute im Vorgehen von Sambor nach Südosten Drohobycz genommen. Damit ist der wichtigste Ort bes dortigen reichen Erdölgebietes in unserer Hand.
Bei Warschau hat nach dem Ausbleiben des Parlamentärs die vorübergehend eingestellte kamp<-
von der rumänischen Regierung Zwangsaufenthalt zugewiesen bekommen. Marschall Ry d z- S m i g l y, dessen llebertritt auf rumänisches Gebiet sich bestätigte, wird zu dem gleichen Zweck auf seinen Wunsch nach Craiova gebracht werden. Während sich also die Männer, die Polen ins Verderben stürzten, im angenehmen Erholungsaufenthalt ausruhen, wartet die verzweifelte Bevölkerung von Warschau darauf, daß der Wahnsinn, den sie anrichteten, liquidiert wird.
dafür, daß eine feindliche Bestimmung nicht vorliegt, dem Neutralen aufbürden wird, ein Beweis, den der Neutrale nicht wird führen können, es fei denn, daß er im Widerspruch zu seiner Neutralität seine ganze Wirtschaft der englischen Kontrolle unterwirft. Deutschland ist der Ueberzeugung, daß die Stellung der Neutralen in der Dell heute so stark ist, daß sie sich gegen die Ver- lehung ihrer Rechte mit Erfolg zur Wehr setzen können. Dann wäre Deutschland nicht gezwungen, zur Abwehr selbst zu schärferen Maßnahmen überzugehen, die notgedrungen die Neutralen in Mitleidenschaft ziehen müßten.
Die deutsche Regierung hat in Artikel 24 ferner zum Ausdruck gebracht, daß der Grundsatz der fortgesetzten Reise auf das bedingte Banngut nicht anzuwenden ist und daher — unter Voraussetzung gleichartigen Verhaltens des Gegners — bestimmt, daß die Gegenstände des bedingten Banngutes nicht als Banngut angesehen werden, wenn sie in einem neutralen Hafen ausgeliefert werden sollen. Nachdem aber England bereits in den ersten Tagen des Krieges dazu übergegangen ist, das Prinzip der fortgesetzten Reise gegen Deutschland allgemein zur Anwendung zu bringen, sieht sich Deutschland außerstande, seinerseits auf die Anwendung des genannten Prinzips Verzicht zu leisten. .
Frage: „Wie verhalten sich Deutschlands Kriegsschiffe und vor ollem U-Boote g e g e n ü b e r Neutra l e n , insbesondere holländischen und amerikanischen Schiffen? Können niederländische Handels-
Bukarest, 18. Sepl. (DRB.) Der ehemalige polnische Staatspräsident Moscicki und sämtliche Mitglieder der letzten polnischen Regierung sind am Montag um 15 Uhr in einem Londerzug aus Czernowitz abgefahren. Moscicki und seine Familie wurden nach B i c a z, einem Luftkuort in den Ostkarpaten. in dem ein Sommerschlößchen der rumänischen königs- familie liegt, die Mitglieder der früheren Regierung nach dem Badeort Stanic an der Moldau gebracht. Sie sowie Moscicki haben an diesen Orten
deuren wurden Höflichkeitsbezeugungen ausgetauscht.
Zur Vermeidung von irgendwelchen unbegründeten Gerüchten bezüglich der Aufgaben der deutschen und sowjetrussischen Truppen, die in Polen tätig sind, erklären die deutsche Reichsregierung und die Regierung der UdSSR., daß die Handlungen dieser Truppen keinerlei Ziele verfolgen, die den Interessen Deutschlands oder der Sowjetunion
Neuordnung des Ostens
Die Sowjetregierung hat in der Nacht zum Sonntag ihre Soldaten gegen Polen marschieren lassen und in einer Note an die in Moskau akkreditierten Botschafter und Gesandten festgestellt, „daß der polnische Staat und seine Regierung tatsächlich ausgehört haben zu existie- r e n". Um die Weißrussen und Ukrainer gegen polnisches Banditenwesen zu schützen und die durch den Zerfall des polnischen Staates zerstörte Ordnung und Ruhe im Einvernehmen mit Deutschland wiederherzustellen, sah sich Rußland genötigt, einzugreifen, und dieses Eingreifen hat in aller Welt, vornehmlich in England, gewaltiges Aufsehen erregt. Lloyd George hatte noch am Sonntag einen Aufsatz veröffentlicht, in dem er ausmalte, daß Rußland nicht eingreifen werde. Aber schon das russisch-japanische Nomonhan-Abkommen vom 15. September, das die friedliche Entscheidung in ollen mandschurischen Grenzfragen sichert, hätte diesen wie alle anderen britischen Hetzer vorsichtiger machen sollen. Wieder einmal erfahren die englischen Pläne und Hoffnungen eine Enttäuschung, die alles über den Haufen wirft. Und auf den Trümmern sitzen die Chamberlain und Halifax, die Churchill und Eden und jammern...
Daß Rußland nicht tatenlos Zusehen würde, wie der polnische Staat sich in seine Bestandteile auflöste, nachdem das deutsche Schwert zugeschlagen, konnten nur die Haßideologen in Paris und London verkennen. Wenn jetzt der britische Oppositionsführer Greenwood dem Reuterbüro erklärte, die Welt höre „mit tiefer Erschrockenheit" vom Vorrücken Rußlands-, so zeigt das die ganze Hilflosigkeit der englischen Kriegspartei. In diesem Zusammenhang möchten wir daran erinnern, daß schon am 12. Juni 1935 gelegentlich der 15. Jahresfeier der Befreiung des alten Kiew, der heiligen Stadt, die
Ictigteit wieder eingesetzt.
Volles Einvernehmen zwischen Berlin und Moskau. Deutsche und russische Truppe« in Fühlung.
Berlin, 18. Sepl. (DRV.) Deutsche und ruf-
>ische Truppen sind heute erstmals bei Brest »ineinander in Fühlung gckrelen. Zwilchen den deutschen und den russischen fiomman-
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Wie wird unsere Marine den Handelskrieg führen?
Deutschland beachtet alle internationalen Abmachungen, aber Abwehr englischer Völkerrechtsbrüche.
Korischreiiende Kapitulation des polnischen Heeres
Die Schlacht an der Bzura erfolgreich beendet. — Bisher 50000 Gefangene. Lemberg zur Ltebergabe aufgefordert. — Sinnloser polnischer Widerstand in Warschau.
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trachtet Deutschland als Kriegskonterbande?" beantwortet Großadmiral Raeder:
„Deutschland ist bestrebt, den neutralen Handel so weit wie irgend möglich zu schonen. Es war daher gewillt, nur dgs
schiffe, .von Deutschland ungehindert, Rohstoffe aus Niederländisch-Jndien und aus Amerika nach Hause brinaen?" Antwort des Großadmirals: Es ergibt sich schon aus den Antworten zu Frage 1 und 2, daß neutrale Schiffe, die Rohstoffe nach den Niederlanden bringen, ungefährdet sind. Selbstverständlich muß den im Handelskrieg einzusetzenden Ueberwasserstreitkräften und U-Booten das Recht Vorbehalten bleiben, sie anzuhalten, um sie auf Banngut zu untersuchen.
Frage: „Besteht deutscherseits die Absicht, den Wasserweg durch den Sund, der für Holland große Bedeutung hat, schwierig befahrbar zu machen?" Antwort des Großadmirals: Die am Sundausgang gelegten Minensperren sind lediglich zur Abwehr feindlicher mi Vy tärischer Unternehmungen in di e Oft» fee bestimmt. Wie die. Einrichtung eines Lotse n di e n st e s zeigt, wir dalles getan, um die Gefährdung und Erschwerung des neutralen Verkehrs in den Ostsee-Eingängen auszuschließen. Die holländischen Schiffe können damit rechnen, daß sie ungehindert die Ostsee-Eingänge passieren können, wenn sie sich der Lotsen bedienen.
Frage: „Inwieweit werden deutsche Minenfelder für die holländischen Schiffe eine Gefahr bedeuten? Im Weltkriege haben Deutschland und England Holland die Lage der Minenfelder auf Karten angezeigt und nötigenfalls Lotsen zur Verfügung gestellt. Wird das deutscherseits auch heute geschehen?" Antwort des Großadmirals: Die Minenverwendung wird sich, wie bisher, auch in Zukunft streng im Rahmen des VIII. Haager Abkommens von 1907 halten. In Uebereinstim- mung mit diesem Abkommen sind die ausgelegten Minenfelder nicht nur den neutralen R e - gierungen notifiziert worden, sondern auch durch Rundfunk und den Nautischen Warndienst wiederholt bekanntgegeben und in den „Nachrichten für Seefahrer" veröffentlicht worden.
Frage: Sind Strategie und Technik des Seekrieges heute sehr verschieden von 1914/18? Antwort des Großadmirals: Der Seekrieg von heute unterscheidet sich von dem des Weltkrieges insbesondere durch die A u s w i r k u n g der seither erreichten t e ch n i s ch e n F o r t s ch r i t t e der Marine und der Luftwaffe.
Frage: Was ist Ihre Meinung über die russische Flotte? Antwort des Großadmirals: Rußland arbeitet mit außerordentlicher Energie am Aufbau seiner Marine und Seeluftwaffe. Die russische U-Boot-Flotte muß als militärisch voll a k t i o n s f ä h i g und auf hohem Stand und Ausbildung der Technik stehend angesehen werden.
Frage: wird Deutschland auch diesmal versuchen, nach dem Beispiel des Handels-U-Booles „Deutschland" im Weltkriege durchU-Boote VerbindungmitUebersee zu erhalten? Antwort des Großadmirals: Deutschland ist so weitgehend von der Ueberseezu- fuhr unabhängig, daß sich die Entsendung von Handets-U-Booten zum Zwecke, Rohstoffe nach Deutschland zu bringen, erübrigen wird.
„Deutschland führt den U-Boot-Krieg nach Maßgabe der von ihm am 28. August 1939 erlassenen Prisenordnung. Diese hält sich st r e n g i m Rahmen der anerkannten Regeln des S e e k r i e g s r e ch t e s. Die Veftimmungen des Londoner U-Boot-Protokolls sind inhaltlich voll in sie übernommen. Die U-Boote haben strikten Befehl, diese Bestimmungen einzuhalten. Im Einklang mit den Bestimmungen des U-Boot-Protokolls sind sie aber berechtigt, bewaffneten Widerstand mit allen Mitteln zu brechen. Es ist klar, daß Schiffe, die an Kampfhandlungen teil- nchmen oder im Geleit feindlicher Kriegsschiffe fahren, sich s e lb ft in Gefahr b e g e b e n und sich nicht beklagen können, wenn sie im Verlauf entstehender Kampfhandlungen beschädigt oder zerstört werden. Das ist völkerrechtlich anerkannt. Die französischen Instruktionen über die Anwendung des Völkerrechtes im Kriege vom 8 März 1934 bestimmen in Artikel 112, daß Schiffe unter feindlichem Geleit allen Gefahren des Krieges unterworfen sind und ermächtigen in Artikel 2 die französischen Kommandanten ausdrücklich dazu, mit Waffengewalt gegen derartig geleitete Handelsschiffe vorzugehen.
Es ist selbstverständlich, daß bei dem den deutschen U-Booten befohlenen verfahren in feiner weise vom uneingeschränkten U-Boot-Krieg gesprochen wer- den kann. Die gegenteilige Behauptung des englischen Informationsministeriums ist daher als bewußte Irreführung des neutralen Auslandes zurückzuweisen. Es sieht zu befürchten, daß Zwischenfälle dadurch entstehen, daß England seine Handelsschiffe bewaffnet, zumal damit gerechnet werden muh, daß die englischen Handelsschiffe, wie schon im Weltkrieg, den Befehl erhalten, ihre Waffen gegen U-Boote entgegen allem Völkerrecht angriffsweise einzusehen. Sollte sich diese Befürchtung bestätigen, so würde Deutschland zu Gegenmahnahmen gezwun- gen sein, da es nicht zulassen kann, daß das Leben seiner U-Boot-Besatzungen durch völkerrechtswidrige Angriffe gegnerischer Handels- schiffe auf das Spiel gesetzt wird."
Die Frage: „Wie ist Deutschlands Auffassung über die Konterbandefrage und was de
in Artikel 22 der Prisenordnung vom 28.8.1939 bestimmt, daß als unbedingtes Banngut nur Gegenstände und Stoffe anzusehen sind, die u n m i t t e l - bar der Land-, See- oder Luftrüstung dienen. Da aber England bereits am 4.9.1939 eine Banngutliste herausgegeben hat, nach der auch Gegenstände und Stoffe, die für friedliche Z w e cke verwendbar sind, als unbedingtes Banngut behandelt werden, hat sich die Reichsregierung zu ihrem Bedauern gezwungen gesehen, selbst eine erweiterte Liste des unbedingten Bangutes herauszugeben.
Beim bedingten Banngut hatte Deutschland zunächst überhaupt darauf verzichtet, Güter als bedingtes Banngut zu erklären, so daß vor allem Lebensmittel ohne weiteres durchgelassen wurden. Auch hier ist jedoch Deutschland gezwungen, dem englischen Vorgehen zu folgen. Beim bedingten Banngut muß seine Bestimmung für die feindliche Streitmächte oder den feindlichen Staat festgestellt werden. In Ueberein- stimmung mit dem geltenden Völkerrecht ist Deutschland der Auffassung, daß der Aufbringende diese Bestimmung nachweisen muß.
Schon heute jedoch scheint es klar, daß England wie bereits im Weltkriege den Beweis
Dr. h. c. Raeder, gewährte dem Vertreter des Amsterdamer „Algemeen Handelsblaü", Max Blok- zijl, eine Unterredung. Auf die Frage: „Wie führt Deutschland den U-Boot-Krieg? Kann heute schon, um ein Schlagwort des Weltkrieges zu gebrauchen, von einem uneingeschränkten U-Boot-Krieg gesprochen werden und wenn nicht, kann es unter Umständen später dazu kommen?" antwortete der Großadmiral:
Berlin, 19. Sept. (DRB. Funkfpruch.) Das 1 Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Die Auflösung und Kapitulation der versprengten ober eingeschlossenen Reste des polnischen Heeres schreiten rasch vorwärts. Die Schlacht an der Bzura ist zu Ende. Bisher wurden 5 0 00 0 Gefangene und eine unübersehbare Beute eingebracht. Das endgültige Ergebnis läßt sich noch nicht annähernd bestimmen.
Eine kleinere feindliche Kampfgruppe wurde nordwestlich Lemberg vernichtet und dabei 10 000 Gefangene gemacht. Lemberg wurde zur Uebergabe aufgefordert.
Vor Warschau hat nach Ausbleiben des polnischen Parlamentärs diekampftätigkeit wieder begonnen. Die Stadt wird von den Polen ohne Rücksichtaufdie Bevölkerung, die über eine Million Menschen beträgt, verteidigt.
Die Luftwaffe hat gestern nur noch einzelne Angriffsflüge durchgeführt. Im übrigen war ihr Einsatz an der Ostfront nicht mehr nötig.
An der Westfront im Raume von Saarbrücken an einzelnen Stellen schwache Artillerie- und Spähtrupp-Tätigkeit. Beim Gegner wurden vielfach Schanzarbeiten beobachtet. Kampfhandlungen in der Luft fanden nicht statt.
Die von der britischen Admiralität bekanntgegebene Versenkung des Flugzeugträgers „Joutageous“ ist durch die Meldung des angreifenden deutschen U-Bootes bestätigt worden. Polens militärische Niederlage Trotz bester Ausrüstung
int totalen Vernichtungskrieg unterlegen.
Helsinki, 18. Sept. (Europapreß.) Unter der Meberschrift „Finis Poloniae" befaßt sich „Svenska Pressen" in einem Leitartikel mit dem Schicksal Polens. Die ganze Welt, so schreibt das Blatt, stehe mit Ausnahme der deutschen Militärsachverstandigen tm Vanne der Ueberraschungen, die die beiden letzten Wochen in Polen brachten. Jeder Tag iei von bedeutenden deutschen Vormärschen, Flußüberschreitungen, Eroberungen von Städten und Zrontaufrollungen gekennzeichnet gewesen Zu Beginn habe man geglaubt, daß es sich um strategische Rückzüge und taktische Bewegungen bei den Polen handele und daß weitere Stellungen, Linien und Reserven, die die deutsche Offensive aufhalten sollten, weiter zurückliegen würden. Man habe gewußt, daß Polen mit seinen 35 Millionen Einwohnern außerordentlich gut gerüstet gewesen sei. Es habe in manchen Jahren die Halste t»es Staatseinkommens feiner militärischen Bereitschaft geopfert. Die Armee sei groß and mit ausgezeichneten Waffen vergehen gewesen. Neben vielen hundert Tankwagen, einer Respekt einflößenden Luftwaffe und einer vortrefflichen Artillerie habe Polen über eine Kavallerie verfügt, die als der Stolz des Landes gegolten habtz. Das Land habe in keinem Fall unter einem Mangel militärischer Ausrüstung gelitten Polen habe mit anderen Worten alle denkbaren Möglichkeiten und Voraussetzungen gehabt, Monate und Jahre hindurch m einem Einfrontenkrieg Widerstand zu leisten.
Nun habe dieses Schwert nach einem Gebrauch von knapp zwei Wochen seine Schärfe, seine Kraft und Geschmeidigkeit verloren. Der Krieg habe sich ganz anders entwickelt, als । man sich das vorgeftellt habe. Deutschlands mo tarifierte Truppen, feine überlegenen Lust- 'treitträfte, feine wirkungsvolle Tan k - waffe hätten täglich über die polnischen Truppen triumphiert. Gegen die deutschen Panzerverbände lind Angriffsflieger habe der polnische R e t ter nichts vermocht. Alle Berechnungen hatten sich -ils falsch und trügerisch erwiesen. An Stelle eines langfamen Manöverkrieges hätten die Deutschen einen schnellen, wirkungsvollen und so gut wie totalen Vernichtungskrieg geführt. Mehr cils die Hälfte des Landes sei schon verloren, Die Regierung geflüchtet.
Drohobycz genommen.
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