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19.8.1939
 
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Hauptstadt, die bis nach Berlin 640 km betrage, fertiggestellt seien.

Gauleiter und Reichsstatthalter Sauckel dankte dem Generalinspektor für die Fetrigstellung der Strecke. Für Thüringen, so betonte er, wo noch vor Jahrzehnten das Prinzip der kleinendeutschen Staaten herrschte, hätte die Reichsautobahn größte Bedeutung. Der Kleinstaaterei, die einst zu einem wesentlichen Faktor der Politik gegen Deutsch­land wurde, habe der Führer ein für allemal e i n Ende bereitet. Die Reichsautobahn lege für alle Zukunft Zeugnis von der Unteilbarkeit aller deutschen Lande ab. Sie verbinde aber nicht allein die Gaue, sondern sie habe auch für den deut­schen Soldaten große Bedeutung und stelle ein Mittel in der Hand des Führers dar, auf schnellstem Wege Verteidiger des Vaterlandes dort aufmarschieren zu lassen» wo er es für notwendig halte.

gewaltigem Ausmaß feinen kulturellen Aufbau durch. Im Laufe dieses Jahres

werde der 40 0 0. Kilometer der Reichsauto­bahnen programmgemäß dem Verkehr übergeben werden. Die Straßen des Führers seien Ausdruck der unbedingten Sicherheit und des Vertrauens des deutschen Volkes in Adolf Hitler. Heber den Anschluß Weimars an das Autobahnnetz habe die neue Strecke auch insofern Bedeutung, als nunmehr 500 km der Verbindung vorn Südwesten des Reiches zur Reichs-

Die 750 Meter lange Steinbrücke, die in 20 Meter Höhe das malerische Saaletal überkreuzt.

Die 17 Oeffnungen der Brücke haben Spannweiten von 26 bis 32 Meter. (Scherl-M.)

Jena, 18. August. (DNB.) Die 26 km lange Reichsautobahn st raße Jena Weimar und mit ihr die gewaltige Saalebrücke bei Göschwitz, die das Tal in einer Länge von 750 m überquert, wurde durch den Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt, dem Verkehr übergeben. Während rings um Deutschland, so sagte er, tiefste politische Aufregung herrsche, führe das Reich nach der endgültigen Sicherung seiner

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fr olgt um 17.30 Uhr auf dem Flughafen Königs trg.

Oer Internationale Weinbaukongreß

Dom 21.-30. August in Bad Kreuznach.

Von Landesbauernführer Dr. Wagner.

Wie die Deutsche Zeppelin-Reederei mitteilt, wird Luftschiff LZ 130Graf Zeppelin" am Samstag, 2.. August, unter Führung von Kapitän Albert ||iammt eine Ostpreußenfahrt durchführen. Ins Luftschiff wird um 11.30 Uhr über dem !n»eichsehrenmalTannenberg kreuzen. Im eiteren Kurs wird um 12.45 Uhr Allenftein, um IH.15 Uhr Insterburg und um 15 Uhr Tilsit be= W- Das Memelland sieht denGraf Zeppelin" ? Ilm 16 Uhr über der Stadt Memel. Die Landung

Weinproduktion;

in der Erzeugung von Qual itätsw ein en; in der Aufrechterhaltung angemessener Preise für den Erzeuger ;

in einer umfassenden Propaganda für den Absatz von Wein, Süßmost und in einer wissenschaftlichen und medizinischen Aufklärung und Propaganda gegen die bestehenden Ansichten der schädigenden Emwir- kunaen des Weingenusses auf den menschlichen Organismus. Diese Propaganda muß in die breitesten Bevölkerungsschicht^n getragen wer­den und über die bekömmliche und wohltuende Wirkung des mäßigen Weingenusses Aufkla-

Dann folgen Argentinien, Griechenland, Bulgarien, die Schweiz, Brasilien, die Türkei, ferner die eng­lische Weinproduktion in Australien und in den süd­afrikanischen Ländern. Wenn auch die Umweltbedin- gungen, tierische und pflanzliche Schädigungen jähr­liche Schwankungen der Weinerträge in den einzel­nen Ländern verursachen, so beweisen immerhin die statistischen Erhebungen der letzten Jahrzehnte, daß dank der Fortschritte der Weinbauwissenschaft und ihrer praktischen Betriebszweige die Weltweinerzeu­gung gewaltig zugenommen hat und noch im Steigen begriffen ist.

Für den Internationalen Weinbaukongreß 1939 in Bad Kreuznach arbeiten schon seit Monaten die bedeutendsten Fachleute und Wissenschaftler aus allen Ländern an der Abfassung der Kongreßbe­richte, die besonders aktuelle Fragen des Wein­baus, der Kellerwirtschaft und des Weinabsatzes in neun verschiedenen Sektionssitzungen zum Vor­trag bringen. In weiteren acht Sondervortägen mit anschließenden Aussprachen werden Referate über den gegenwärtigen Stand und die neuesten Probleme der Weinbauwissenschaft, der Weinbau­technik, der Kellerwirtschaft, des Winzergenossen­schaftswesens und der Weinwirtschaft von führenden Männern und Spezialisten dieser Betriebszweige gehalten.

In einer dieser Sektionssitzungen werden die Probleme der R e b z ü ch t u n g von international anerkannten Fachleuten behandelt. Ihre Vorträge dürften, besonders für die deutschen Rebenzüch­ter nach dem Zusammenschluß sämtlicher Reben­zuchtbetriebe zur Reichsrebenzüchtung, von beson­derem Interesse sein. Während die Europäerreben­züchtung die Verbesserung der wirtschaftlichen Eigen­schaften sowie die Widerstandsfähigkeiten gegen pilzliche als auch tierische Schädlinge zum Ziele hat, ferner ertragsreiche, ertragssichere und qualitativ hoch stehende Sorten auf dem Wege der Kombi­nationszüchtung hervorzubringen verfolgt, strebt die Unterlagenzüchtung nach einer Adaption an die schwierigsten Weinbergsbvden, an eine gute Affinität von Edelreis und an volle Widerstandsfähigkeit vor allem gegen die Reblaus. Beide Zuchtziele kombiniert erstreben die Ideal- re b e, die die besten Eigenschaften der Europäer­rebe in sich vereinigt.

Weitere Vorträge der Sektionssitzung 3 geben Aufschluß über den heutigen Stand der Schäd­lingsbekämpfung und zeigen neue Wege erfahrener Spezialisten auf diesem Gebiet, die be­strebt sind, die Schädlingsbekämpfungsarbeiten ein­facher, wirtschaftlicher und erfolgreicher zu gestalten. Besonders der Vortrag von Professor Stell­waag, (Deutschland), überDie Bekämpfung der Traubenwickler" dürfte die Weinbaugebiete, die un­ter starkem H^u- und Sauerwurmbefall zu leiden haben, sehr interessant und lehrreich sein. Ein um­fassendes Gebiet des Weinbaues nimmt schon seit über 50 Jahren die Reblausbekämpfung ein. Hierzu werden in der Sektionssitzung vier, Dr. Börner (Deutschland) und ein Vertreter von Griechenland sprechen. Wenn sich auch der prak­tische Winzer weniger um die bahnbrechenden Ar­beiten Börners kümmert, so bilden sie doch für den gesamten Pfropfrebenbau die Grundlage, auf der äufgebaut werden muß. Von den Ausführungen des Referenten von Griechenland sind aufschluß­reiche aus der Praxis vorliegende Erfahrungen zu erwarten, die sicherlich auch Antwort geben auf die deutschen Fragen über die Ursachen des Zurück­gehens älterer und jüngerer Pfropfrebenbestände in den verschiedenen Weinbaugebieten.

Auch die Kellerwirtschaft faßt ihre Sve- 'zialisten in einer Sektionssitzung zusammen. Die

Seit faft 50 Jahre» ist die Weltweinerzeugimg ständig im Steigen b-grist-rn Wahrend die Erneugunq um das Jahr 1910 147 Millionen -ekto- fiter betrug, stieg sie bis zum Jahre 1930 im Jahresdurchschnitt auf 172 Millionen und vermehrte sich im Durchschnitt der folgenden Jahre bis 1938 auf 190 Millionen Hektoliter. AmJahr.e 1938 wurden 200 Millionen Hektoliter Wem m den wem- bautreibenden Ländern erzeugt. Daran sind vornehm- lich folgende Staaten bele,1,9t:6rtrag5f[äd)?

Frankreich mit Algier rund 4 000 000 ha Jt°st°.n " 3 400 000

Ungarn 377 000 Katastralfoch

W 350 000 ha

Rumänien " UMO

Kalifornien " *00 000

Jugoslawien 1A 000

Deutschland 125 000

Chile 102 000

Meine politische Nachrichten.

Ministerpräsident Generalfeldmarschall Göring Drille in München und hat dort die Große deutsche Kunstausstellung 1939 ein- -chend besichtigt. Er hat sich dann wieder in sein Lcmdhaus auf dem Obersalzberg zurückbegeben.

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Meichsminister Dr. Goebbels sandte dem rteigenossen Graf Ernst zu Reventlow |U." Vollendung seines 70. Lebensjahres ein in herz­ig en Worten gehaltenes Telegramm. Mit dem Wunsche für das persönliche Wohlergehen verbindet !):- Goebbels die Hoffnung, daß dem Grafen Re- xntloro,einem der ältesten politischen Journalisten irr> verdienten nationalsozialistischen Vorkämpfer ir eine planvolle Außenpolitik", noch viele Jahre ir'rechten Kämpfertumes beschieden sein mögen.

orzügliche Arbeit des italienischen Luftabwehr- :erbandes.

Vor einer neuerlichen Abwertung des englischen Pfundes?

N. T. ß o n b o n, 18. August.

In City-Kreisen verlautet, bei dem bevorstehenden Zesuch des amerikanischen Schatzsekretärs Mor­ien t h a u in London werde zwischen ihm und der inglischen Regierung die Frage einer Abwer­tung des Pfundes gegenüber dem Dollar irortert werden.

Die Stützung des Pfundkurses bei dem gegen- DÖrtigen Stand von etwa 4,68 Dollar nimmt er- tebliche Mittel des englischen Währungsausgleichs, bnbs in Anspruch. In maßgebenden Kreisen wird is nur als eine Frage der Zeit betrachtet, wann Üe englische Währungskontrolle ihre Stüt- ungsaktion aufaeben und das Pfund einen niedrigeren Kursstand suchen lassen wird. Wenn die inglische Regierung, bevor sie sich hierzu entschließt, üe Gelegenheit zu einem Meinungsaustausch mit :em amerikanischen Schatzsekretär wahrnehmen will, 3 geschieht dies aus politischen Gründen. Ils das Pfund unter vielfachen Schwankungen im Laufe des letzten Winters zeitweise den Tiefstand :on 4,62 gegenüber dem Dollar erreichte, wurden :cm amerikanischen Schatzamt schwere Vorwürfe legen die englische Regierung erhoben, weil man In Wajhington in der englischen Haltung einen l» erstoß gegen das englisch-französisch-amerika- -ische Währungsabkommen erblickte. Da- Inals ließ sich die englische Regierung durch die imerikamschen Kritiken nicht beeinflussen. Als das l.fund im Laufe der Entwicklung wieder steigende Tendenz zeigte, hielt die englische Währungskon- rvlle die Aufwärtsbewegung bei dem gegenwärtigen fürs von 4,68 an. Mit Rücksicht auf die gespännte iiternationale Lage nimmt man aber jetzt in City- jreifen an, daß die englische Regierung eine neue ! erstimmung der Vereinigten Staaten wegen !?r Währungsfrage nach Möglichkeit vermeiden vill. Jedenfalls wird in den Besprechungen mit llorgenthau versucht werden, den amerikanischen öchatzsekretär von den zwingenden wirtschaftlichen Bünden zu überzeugen, die es England auf die i auer unmöglich machen, einer weiteren Pfundab- r ertung durch amtliche Stützungskäufe entgegenzu- teten.

Nur noch Tage trennen uns von dem großen Treffen der Weinfachleute aus aller Welt in der tausendjährigen Stadt an der Nahe. Eine große Anzahl ausländischer Vertreter aus den weinbau­treibenden Ländern Italien, Spanien, USA., Por­tugal, Jugoslawien, Japan, Frankreich, Rumänien, ^Bulgarien, Ungarn, Griechenland, Chile u. a. haben ihr Erscheinen zugesagt. Die früheren Kongresse, der 14. Internationale Weinbaukongreß in Bukarest, die dann folgenden Kongresse in Barcelona, Rom, Paris, Lausanne, der letztjährige in Lissabon haben bewiesen, daß auf dem Gebiet des Weinbaues und der Weinwirtschaft die internationale Z u - ammenarbeit unbedingt notwendig ist, um den Schwierigkeiten auf den verschiedensten Gebieten, sei es in der Weinbauwissenschaft, der Weinbautechnik, der Kellerwirtschaft, der Wein­chemie und nicht zuletzt auf dem Gebiet der Heil- und Ernährungskunde wirksam und erfolgreich ent­gegentreten zu können. Nur eine einheitliche Ausrichtung aller weinbautreibenden Länder und eine strikte Befolgung der getroffenen Verein­barungen und Entschließungen kann den schwer um seine Existenz ringenden Weltweinbau und dabei dem schwierig st en und intensivsten Betriebszweig der Landwirtschaft zum Erfolg verhelfen.

Die Ausführungen des Präsidenten des Inter­nationalen Weinamtes, Eduard B a r t h e, auf dem 18. Internationalen Landwirtschaftskongreß in Dresden gaben zu erkennen, daß sich der inter­nationale Weinbau gegenwärtig in einer ern­sten Krise befindet, deren Lösung nicht nur im Interesse der Produktionsländer, sondern auch der Verbrauchsländer erforderlich erscheint. Die wesent­lichen Probleme, die sich aus der internationalen Lage des Weltweinbaues ergeben, bestehen:

1. in der Sicherung eines Ausgleiches in der

Die Mchsautobchn Zena-Weimar eröffnet.

Vor einer serbo-kroatischen Einigung.

London, 19. August. (DNB. Funkspruch.) Der ngoslawifche Ministerpräsident Z w e t k o w i t s ch rflarte einem englischen Pressevertreter, er glaube, Infi er mit dem Kroatenführer Dr. Matschet ime Basis für die Regelung der serbisch-kroatischen /ragen gefunden habe, die für die Kroaten, für

Serben und für Prinzregent Paul annehmbar ii. Die Sachverständigen müßten nur noch die (nzelheiten der Regelung ausarbeiten, die dann i m Prinzregenten ' vorgelegt und veröffentlicht terben könnten. Beide Seiten hätten Zugeständnisse cmacht, so daß die Schwierigkeiten auf ein jrringfügiges Maß verringert worden |i en. Er zweifle nicht daran, daß man jetzt zu her völligen Einigung gelange. Das ^kommen werde ziemlich bedeutsame A ende- langen in der Organisation des Staates mit sich bringen; obschon es bei der p genroartigen internationalen Lage schwierig wäre, Neuwahlen abzuhalten, habe man eine Lösung für bas Problem gefunben, bas sich aus ber Weige- jng Matscheks. mit bem augenblicklichen Senat nb Parlament zusammenzuarbeiten, ergeben habe. FmGrenzzwischenfall bei ©oorlaufern.

Berlin, 18. August. (DNB.) Am 16. August, mijchen 16 unb 17 Uhr ereignete sich bei Lei- liingen, westlich Saarlautern, zwischen zwei Heeresbeamten, bie versehentlich die deutsch- nanzösische Grenze überschritten hatten, mnb einem französischen Zollbeamten ein Drenzzwifchenfall. Eine amtliche Untersuchung ist so- A>rt eingeleitet worben.

Strenge Bestrafung zweier Wirtschastsparasiten.

Berlin, 18. August. (DNB.) Der Reichskom- inissar für Preisbilbung hat am 15. August 1939 : egen zwei Personen in Saarbrücken, üe sich in unzulässiger Weise in ben H a n b e l m i t ia b r i tn euen Kraftfahrzeugen einge- thaltet haben, eine Orbnungsstrafe von je I 0 0 0 00 Reichsmark verhängt unb ihnen zu­gleich für bauernb jebe Tätigkeit auf bem Gebiet bes rianbels untersagt. Die Bestraften haben unter Aus- riutzung ber außergewöhnlichen Nachfrage nach Kraftfahrzeugen im Zusammenhang mit ben Ar- IZeiten am Westwall bie Preise unter Verletzung $r Preisvorschristen fortgesetzt wesentlich erhöht.

Ostpreußenfahri desGrafen Zeppelin".

Gesetze unb Verordnung zur Durchführung der Marktordnung in den einzelnen weinbau­treibenden Ländern werden in einer Sektionssitzung mit einem umfassenden Referat von dem Geschäfts- ührer des Internationalen Weinamtes Douarche, (Paris), vorgetragen. Douarche gehört zu den großen Kennern der Weltweinwirtschaft, so daß von ihm besonders wissenswerte Ausführungen zu er­warten sind. Deutschland darf hierzu mit Stolz be­tonen, daß seine Marktordnung nicht allein auf dem Gebiet der Weinbauerzeugnisse, sondern auch auf anderen Gebieten, bahnbrechend ist und ich auch praktisch bestens bewährt hat.

Um den Kongreßteilnehmern Gelegenheit zu geben, die Weine aller weinbautreibenden Länder kennen zu lernen, werden die typischen Produkte dieser Staaten in einer besonders dazu veranstal­teten Weinprobe aufgestellt und probiert. Be» richte aus den verschiedensten Ländern, die in den Sektionssitzungen vorgetragen werben, bie Sonber- vorträge unb bie sich baran anschließenben Aus­sprachen werben ben internationalen Gebankenaus- tausch, ber auf früheren Kongressen ausgegriffen würbe, noch vertiefen unb Richtung gebenb sein, um Schwierigkeiten aus bem Wege zu räumen unb bie gemeinsamen Probleme ber Lösung nähei zu bringen.

Aus aller Wett.

Hermann Slehrs Gattin gestorben.

Frau Hebwig Stehr, bie Gattin bes Dichters Hermann Stehr, ist in ihrem Hause in Ober- Schreiberhau im 60. Lebensjahre g e ft o r b e n.

Zirkusbireklor Albert Schumann f.

In Neuenhagen bei Berlin starb, 82 Jahre alt, Albert Schumann, ber Senior ber beut- chen Zirkusbirektoren. Schumann war ein Meister ber Pserbebressur. Zu seinen Vorführungen kamen Zirkusbirektoren aus ber ganzen Welt. Nach bem Kriege zog sich Schumann in ben Ruhestanb zurück, hielt sich aber noch einen Rennstall unb hatte mit seinen Pferben manchen Erfolg. In bem Gebäube bes einstigen Zirkus Schumann in Berlin befinbet sich heute bas Große Schauspielhaus.

Flüchtiger TNörber geslelll unb erschossen.

Der flüchUge Schwerverbrecher Kurt Reese, ber, wie gemeldet, im Gau Oberdonau drei Polizeibe­amte in Ausübung ihres Dienstes niedergeschossen und tödlich verletzt hatte, ist in der Nacht zum Samstag in Niederwaldkirchen gestellt und e r - schossen worden. Der Verbrecher hatte vermutlich auch den Mord an einem Bankbeamten in Gckrmisch- Partenkirchen auf dem Gewissen.

Sieben Menschen ertrunken.

Am Strande der Normandie in Jsigny-sur- Mer und in Gouville-sur-Mer ereigneten sich zwei bedauerliche Unglücksfälle, die sieben Menschenleben forderten. In Jsigny wurden drei dreizehnjährige Kinder beim Ballspiel am Strande von einer plötzlichen Sturzwelle erfaßt und i n s Meer gerissen. Ein 19jähriges Mädchen ver­suchte die drei zu retten, die sich jedoch an ihm fest­klammerten, so daß alle vier ertranken. In Gouville wurden drei Brüder, als sie in der Nacht heimkehrten, von der Flut überrascht und ertran­ken ebenfalls.

Kraftradfahrer verschuldet ein Eisenbahnunglück.

Bei Barndeis an der Elbe stieß an der Bahn­überfahrt über die Straße P r a g - M e l i k ein Kraftradfahrer so heftig auf die geschlossene Schranke auf, daß diese sich quer über das Gleis stellte. In diesem Augenblick passierte der Motor­zug die Stelle und fuhr in vollem Tempo auf die in das Gleis ragende Schranke auf, von der die Seitenwand eines Wagens durchstoßen wurde. Hier­bei wurden zwei Personen, darunter der Zugführer, getötet und neun Reisende ver­letzt. Von den Schwerverletzten ist ein 18jähriges Mädchen gestorben. Der Kraftradfahrer und sein Mitfahrer, die das Unglück verschuldeten, aber unverletzt blieben, wurden verhaftet.

Der Pariser GemäldediebstahL

Die Entwendung des Watteau-BildesLIn- different" aus dem Louvre durch den Maler Bogusflaosky scheint sich immer mehr zu einer rein kriminellen Angelegenheit zu entwickeln. Der Täter, der aus künstlerischen Beweggründen gehandelt haben will, wird nun von der Pariser Presse offen als Dieb bezeichnet. Die Untersuchun­gen ergaben, daß eine Reihe von Personen um den Diebstahl gewußt haben. So der Schauspieler Despres, der die Rückgabe des Gemäldes in­szenierte, die frühere Frau Bogusslavskys, jetzige Frau Desprss, und eine Pariser Schauspielerin, die den Maler bei der Tat unterstützt zu haben scheint. Le Soir" spricht die Vermutung aus, Bogus- slavsky und seine Kumpane hätten ursprünglich beabsichtigt, das Bild zu verkaufen. Erst als sich das als ' unmöglich erwiesen habe, sei man auf den Gedanken gekommen, das Werk zurückzuerstat­ten und aus der damit verbundenen Reklame Nutzen zu ziehen. Die Sachverständigen der Louvre- Direktion wollen übrigens die Uebermalung Bogus- slavsfkys, die sie als äußerst schlecht bezeichnen, wieder beseitigen.

Wetterbericht

Die Luftdruckoerteilung über Europa hat sich nur wenig geändert. Die in den unteren Lustschichten in den letzten Tagen eingetretene Wärmezunahme, die gleichzeitig Luftdruckverflachung über Mitteleuropa begünstigt, bewirkt auch weiterhin die Ausbildung gewittriger Störungen. Im Grunde bleibt jedoch der Schönwettercharakter erhalten.

Vorhersage für Sonntag: Stellenweise Frühnebel, sonst vielfach heiter, doch Neigung zur Ausbildung örtlicher gewittriger Störungen, tags­über recht warm, Winde meist um Ost.

Lufttemperaturen am 18. August: mittags 26 Grad Celsius, abends 19,2 Grad; am 19. August: morgens 15,9 Grad. Maximum 26,5 Grad, Minimum heute nacht 9 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. August: abends 23,6 Grad; am 19. August: morgens 18,4 Grad. Sonnenscheindauer 11,7 Stunden.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VII. 1939: 8855. Druck und Verlag: Brühlfche Universitäts­druckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Mo­natsbezugspreis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zu­stellgebühr, mit der Illustrierten 15 Ps. mehr. Einzel. Verkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

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