Aus der Stadt Gießen
Steins Garten im Wandel -er Zeiten
Jamilientag Happel 4939.
In Gießen traten am 15./16. Juli 40 Mitglieder des Happel-Verbandes zusammen, um sich von Professor Dr. med. Paul Happel (Hamburg) über den Stand der Happel-Forschung berichten zu lassen. Der Vortragende wies darauf hin, daß Dr. Hans Braun, der bekannte hessische Familienforscher, seit Jahrzehnten an dem Thema Happel arbeitet, weil eine seiner Ahnfrauen den Prof. Wigand Happel (geb. Marburg 1522, t 1572) geheiratet hatte. Happels kommen heute überall im Deutschen Reiche vor, ihre Blutbahn aber führt immer nach Hessen. Es ist festgestellt, daß die Stämme Holzhausen, Kehlnbach, Bellnhausen, Herzhausen nach Diedenshausen führen, um dann in den Hauptstamm Marburg um 1499 einzumünden. Wahrscheinlich gehört auch der Kirchhainer Stamm zu dem Marburger. Aus Kirchhain ist gebürtig der Hamburger Gelehrte Eberhard Werner Happel, der im 17. Jahrhundert unter dem Namen „der Teutsche Karl" bekannt war. Die Forschung soll alle Happel-Stämme umfassen. Professor Dr. Paul Happel (Hamburg) machte besonders auf folgende Ahnengemeinschaften aufmerksam: mit Johann Reuchlin, dem Humanist
Hütte zu einem l es sich mit anderen.............. _ . , „
Plötzlich versank das Mädel hilferufend in den Fluten. Die anderen Kinder riefen sofort nach Hilfe, bis diese aber eintraf, war das Kind schon von der Strömung abgetrieben. Nach etwa zweistündigem Suchen konnte das bedauernswerte Mädchen nur noch als Leiche aus dem Wasser geborgen werden.
rung ausgleichen wollen, können wir sie gut gebrauchen. Es ist auch gar nicht so schwer, Süßmost im eigenen Haushalt herzustellen, und die kleine Mühe wird sich später reichlich lohnen.
In einen großen Topf oder Kessel wird ein gelegt, wenn wir nicht Verfügung haben. Dar-
Die hessische Volkstumsgruppe aus dem Hüttenberg bzw. aus Oberrosbach, die am Samstag — wie von uns berichtet — zu früher Morgenstunde in Omnibussen der Deutschen Arbeitsfront aus ihren Heimatorten durch Gießen in der Richtung nach Hamburg fuhr, ist dort nach zehnstündiger herrlicher Fahrt über Göttingen, Hannover und durch die Lüneburger Heide wohlbehalten eingetroffen. Die Verpflegung unterwegs war durch das Reichsamt „Kraft durch Freude" auf das denkbar beste geregelt.
Die gesamte hessische Volkstumsgruppe (26 Burschen und Mädchen) ist in Hamburg in einer Privatpension untergebracht worden, fühlt sich dort sehr wohl und erhält ihre Verpflegung in einem großen Speisehaus, in dem auch die Volkstumsgruppen aus Ostpreußen, Danzig, Memelland und aus Schlesien einfinden. Eine enge Freundschaft zwischen den Hessen und den Burschen und Mädchen aus dem deutschen Osten hat sich in den wenigen Tagen der schönen Gemeinschaft bereits angebahnt.
Durch die täglich neu ankommenden Trachten-
Reiseleiter, Sangesbruder Betz, sorgte für vortreffliche Unterhaltung, so daß die Stunden nur zu schnell vergingen. Gegen 23 Uhr kam der Verein wohlbehalten in Gießen an. Allen Teilnehmern wird die schöne Fahrt in bester Erinnerung bleiben.
Ein Kind beim Baden in der Lahn ertrunken.
Unsere Hüttenberger Volkstumsgruppe in Hamburg.
Gießener Gchlachtviehmarkt.
,Lum gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt (Schlachtviehverteilungsmarkt) in der Viehverstei- eerüntj5$a^e Rhein - Main in Gießen wurden 5 Ochsen, 4 Bullen, 34 Kühe, 20 Färsen, 129 Kalber 317 Schweine und 7 Schafe aufgetrieben.
Preise: Ochsen 41,5 bis 45,5 Pf., Bullen 41 bis 43,5 Pf., Kühe 19 bis 43,5 Pf., Färsen 41,5 bis 44;o Pf., Kälber 30 bis 65 Pf., Schafe 43 bis 46 Pfennig je Pfund Lebendgewicht. Für Schweine wurden je kg Lebendgewicht folgende Preise bezahlt: Klasse a (150 kg und mehr) 1,22 RM., Klasse bl (135 bis 149,5 kg) 1,20 RM., Klasse b2 (120 bis 134,5 kg) 1,18 RM., Klasse c (100 bis 119,5 kg) 1,10 RM., Klasse d—f (unter 100 kg) t04 RM., Klasse gl (fette Specksauen) 1,20 RM-, Klasse g2 und h (andere Sauen und Eber) 1,08 NM., Klasse i (Altschneider) 1,18 RM.
^Marktverkauf: Großvieh und Schweine zugeteilt, -schafe und Kälber ausverkauft.
gruppen färbt sich das Bild der Straßen von Hamburg immer bunter. Hamburg erwartet über 20 000 angemeldete Gäste und Zuschauer. Große Tage voll der eindrucksvollsten Erlebnisse stehen den Teilnehmern der Reichstagung der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" bevor.
Die Proben, an denen auch unsere hessische Volkstumsgruppe teilnimmt, nahmen am Montag mit kurzer Unterbrechung durch die Mittagspause, den ganzen Tag in Anspruch. Die Proben ließen unsere Hüttenberger Burschen und.Mädchen schon erkennen, welche gewaltigen Volkstumsveranstaltungen für den Samstag und den Sonntag vorgesehen sind. Der Festabend am Samstag soll darüber hinaus eine reiche Schau geben von dem Schatz deutschen tums und Brauchtums, das heute noch lebendig ist. Unter dem Titel „Volk spielt fürs Volk!" wird am Samstag in der Hanseatenhalle ein großes Heimatspiel aufgeführt werden, in dem insbesondere die Gruppen aus der Ostmark, aus dem Sudetenland, von Memel und Danzig hervortreten werden.
An die Ausführungen in Nr. 160 des ,)Gießener Anzeigers" vom 12. 7. 39, die sich mit dem Schicksal von Steins Garten seit dem Kriegsbeginn 1914 befassen, seien hier einige Angaben aus dessen früherer Geschichte angeschlossen.
Als Gießen Festung war (1533—1805), durfte das Gelände vor den Werken nicht bebaut werden: es bestand, soweit es nicht brach lag, aus Ackerland und Gärten: als aber die Feuerwaffen immer besser wurden und damit die Bedeutung der Festung mehr und mehr sank, wurde das alte Verbot nicht mehr streng durchgeführt: es entstanden hier und da Häuser ringsum. So erwarb schon im Jahre 1763 der Stadtkommandant General Christoph von Drechsel am Südabhange des Nahrungsbergers ein größeres Grundstück, auf oem er ein Lundhaus errichtete und dabei einen Park anlegcn hip, der sich, dem Terrain angepaßt, terrassenförmig nach der Stadt zu erstreckte. Drechsel starb schon 1765. Das Haus mit Park wurde von Joseph Philipp Busch erworben, der einem alten Wirte- und Brauergeschlecht angehörte: er gestaltete das Ganze zu einem großen Vergnügungslokal mit Garten um, indem er anliegende Grundstücke hinzukaufte und dem Wohnhaus die erforderlichen Nebenbauten anfügte: in dem ersten Gießener Adreßbuch 1840 tft das Etablissement beim Bezirk II unter „Litera B Vor dem Neuenwegertor Nr. 124" angeführt: es hieß allgemein nur der „Busche Garten": 1864 kam es von der Familie Busch an Adolf Zinßer, doch wollte sich der neue Name „Zinßers Garten" nicht recht einbürgern. Dagegen wurde die Bezeichnung „Wenzels Garten" bald populär, weil fein Besitzer, der den Spitznamen „Aschanti" hatte, selbst es ver- stand, sich populär zu machen, nachdem er, aus Amerika zurückgekehrt, das Grundstück an der Gartenstraße erworben hatte; es lockte ihn aber wieder nach Amerika zurück und so verkaufte er den „Garten" an Kaspar Stein; dieser leitete es unter dem Namen „Steins Garten" mit Geschick und Erfolg weiter. Der nächste Besitzer, Bues, taufte es in „Neuer Saalbau" um. Der Name fand aber keine Aufnahme, es blieb nach wie vor bei „Steins Garten"; von Bues kaufte es 1920 die Stadt.
- Früher ging vom Neuwegertor aus der „Große eteinröeq" nad) Grünberg (also heute etwa Gartenstraße—Kaiserallee; später wurde er verlegt: von öer Moltkestraße aus lief er hinter dem Gaswerk her nach der Oftanlage); hinter der (damals sehr primitiven) Wieseckbrücke bog von dem Steinweg ein Fußweg nach Osten ab, er endete bei dem Tor des „Buschegarten"; wohl mit Bezug auf dielen ^(Barten" erhielt der (später ausgebaute) Weg den Namen Gartenstraße. Als bemerkenswertes Ereignis sei noch folgendes erwähnt: am 31. 7.1846 hielt öer Tanzlehrer Hummel in Buschegarten ein Tanz- kranzchen ab, an dem natürlich auch zahlreiche Studenten beteiligt waren; ein nicht teilnahmeberechtia- tcr Student suchte das Vergnügen zu stören und
Kleines Vogelparadies.
Die emsig betreuten Kulturen der Kleingärtner prangen unter dem warmen Blau des Mittags- Himmels Alle Farben der kleinen Garten schun- mern mit frischem Glanz, als habe sie der Pmsel eines genialen. Malers eben erst hingetupft Das Laub der Bäume und Sträucher zeigt eine vielfache Tönung an überschwenglichem Grün und spielt leicht bewegt und lebendig wie Mädchenhaar im leisesten Windhauch. Wipfel und einzelne überragende Zweige zaubern phantastische Schattenbilder auf Boote und Wege, deren scharf geschnittene Umrisse dem bekannten Braun des Erdreichs eine fast blendende Helle geben.
Eine sanfte Stimmenwirrnis gedampfter Vogel- stimmen erfüllt die idyllische Abgeschiedenheit und Stille, durch die es lautlos huscht und flattert. Auge und Ohr sind reizvoll gefesselt von immer neuen Überraschungen, die an die rasch wechselnden Aufwartungen einer bunten Bühne erinnern. Wie überall zeigen sich auch hier die Sperlinge als Komödianten und Spaßmacher. Sie Hüpfen mit steifen Beinen und dennoch leicht wie Gummibälle hintereinander her oder drücken sich überraschend mit offenen Flügeln und aufgeplustertem Gefieder an den Erdboden und mimen im Sande buddelnd eine lustige Badeszene wasserfroher Schwimmvögel. Ein andermal führen sie mit kreischendem Geschilpe Zweikämpfe und Ueberfälle mit solcher Heftigkeit aus, daß man glauben könnte, es müsse einer wenigstens flügellahm oder sonst hilflos auf dem Platze bleiben. Aber im nächsten Augenblick stieben sie davon wie fortgeblasen. Aus den Zweigen zweier benachbarter Pfiichchbäumchen zwitschern sich zwei Buchfinken ihre kecken Strophen einander zu. Einer nützt die Pause des andern und wiederholt ihn, als könnte er es besser. Aber Sie kommen bei ihrem kleinen Wettstreit nicht aus der Ruhe, sondern schmettern mit bewundernswerter Ausdauer und Unermüdlichkeit. Ein Schwalbenpärchen zeigt in tollkühnen Schleifen und Kurven zwischen Bäumen und Hecken hin erstaunliche Flugkünste. Im flinken Husch streifen sie den Erdboden, gleiten spielerisch leicht und lautlos auf und nieder wie von der geschickten Hand eines Artisten geworfen.
Eine Bachstelze hat den Wasserspiegel eines vollen Brunnenfasses als Jagdbezirk. Ihre schlanke Hochbeinigkeit und das wie ein Trikot eng anliegende schwarzweißgraue Federkleid geben ihr die anmutige Beweglichkeit einer Tänzerin. Einer Tänzerin, die wie auf hohem Drahtseil mit flinken Schrittchen über dem Faßrand trippelt und dabei zierlich mit dem langen Schwänze wippt, als halte sie sich mit einer Balancierstange im Gleichgewicht. Keinen Augenblick gönnt dieses tänzerische Temperament seinem kleinen, schmalen Körper Ruhe, und jede Bewegung ist vollendet schön. Wenn sie erscheint, hat das entzückte Auge nur noch Blicke. für sie.
P. B.
Vornotizen.
Tageskalender für Mittwoch.
Steins Garten (Stadthaus, Bergstraße): 17 Uhr Platzkonzert. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Nächte in Neapel".
Sank und Anerkennung für vorbildliche Arbeit.
Der Reichsbeamtenführer Pg. Hermann N e e f hat dem Leiter des Amtes für Beamte Kreis Wetterau, Pg. Gustav Ulrich, und dessen langjährigen Mitarbeitern zum Abschluß der ersten fünfjährigen Arbeitsperiode der nationalsozialistischen Beamteneinheitsorganisation Urkunden des Dankes und der Anerkennung für die auf dem beamtenpolitischen Kampfabschnitt der Bewegung geleistete Arbeit verliehen.
Kliegeralarmübungen in Gießen.
Im Laufe des morgigen Donnerstag werden in Gießen zwei Fliegeralarmübungen durchgeführt. Die Polizeidirektion unterrichtet heute in einer Bekanntmachung die Bevölkerung noch einmal eingehend über alle Notwendigkeiten und Zweckmäßigkeiten, die beim Verlauf der Uebungen zu beachten find. Jedermann ist auf Grund des Luftschutzgesetzes verpflichtet, der Polizei und den eingesetzten Kräften des Reichsluftschutzbllndes unbedingt Folge zu leisten. Man kann nur hoffen und wünschen, daß die Bevölkerung alle Anordnungen in sorgfältiger Weise durchführt und damit zum vollen Gelingen der Uebung wesentlich beiträgt.
Kinder fahren zur Erholung.
Im Rahmen der Kinderlandoerschickung der NSV. fuhren am gestrigen Dienstagmittag 54 Kinder aus dem Kreise Wetterau nach dem Gau Westfalen-Nord ab, wo sie in Bad Oeynhausen und in den umliegenden Orten bei Familien untergebracht werden. Ueber- morgen, am 21. Juli, werden weitere 36 Kinder aus dem Kreise Wetterau nach Schleswig-Holstein zur Erholung fahren und dort in Schönberg und in Nachbarorten als Gäste von Familien Aufnahme finden; diese Kindergruppe wird am Freitzig um 17.42 Uhr in Richtung Fulda aus Gießen abfahren.
Am morgigen Donnerstag, 20. Juli, werden rund 200 Kinder aus dem Gau Groß-Berlin auf dem Gießener Bahnhof eintreffen, um zum Teil in Gießener Familien, zum Teil in Familien der verschiedensten Orte des Kreises Wetterau untergebracht zu werden. Der Zug mit diesen Kindern wird um 18.44 Uhr auf dem Gießener Bahnhof eintreffen.
Sämtliche Kinder, die von der NSV. von hier aus nach anderen Teilen des Reiches zur Erholung geschickt oder von ihr zu dem gleichen Zwecke in unserem Kreise Wetterau empfangen werden, bleiben für die Dauer von vier Wochen als Gäste der Familien, die sich in dankenswerter Weise zur Aufnahme der kleinen, erholungsbedürftigen Besucher bereiterklärt haben.
Sommerfahrt -er „Bauern".
Am Sonntag unternahm der Bauersche Gesangverein bei zahlreicher Beteiligung seinen diesjährigen Sommerausflug mit vier Omnibussen von KdF. Die Fahrt führte zunächst über die Reichsautobahn bis Ober-Mörlen, von dort über Ziegenberg, Ufingen nach der herrlich gelegenen Saalburg und weiter nach Bad Homburg. Nach Besichtigung der Sehenswürdigkeiten brachte der Verein im Verlaufe des Mittagskonzertes im Kurpark einige Chöre 3U Gehör, die von den Kurgästen mit großem Bei- wll ausgenommen wurden. In Bod Homburg wurde gemeinschaftlich zu Mittag gegessen, bann ging die Vfabri weiter durch den schönen Taunus nach Weil- burg zum Endziel Braunfels Dort wurde in der traueret Wahl eine längere Rast gemacht. Der
umgestülpter tiefer Teller t .
gerade ein Drahtkisten zur Verfügung haben. _ auf stellen wir eine tiefe Schüssel oder einen Topf aus Ton, Porzellan, Email oder Aluminium. Dann nehmen wir ein etwa 1 Quadratmeter großer Tuch, das vorher ausgekocht und durch heißes Wasser gezogen worden ist, und legen es wie einen Beutel in das schwimmende Gefäß hinein. Ein zweites, ebenso großes, nur etwas gröberes Tuch wird darüber gelegt, nur nicht so tief in den Topf hineingedrückt. Wir binden beide Tücher am Rande dös Topfes fest. Dort hinein kommt nun das Obst, selbstverständlich gründlich gewaschen, von faulen Stellen befreit, aber nicht geschält. Aepfel und Birnen werden gut zerkleinert. Dann wird Zucker darauf gestreut, die Menge richtet sich nach dem
Säuregehalt des Obstes. Wir können auch verschiedene Obstsorten mischen, z. B. süße und saure Kirschen, Johannis- und Himbeeren, Johannisbeeren mit Birnen usw., genau wie wir es zu Kompott oder Marmelade mischen. Walderdbeeren und Süßkirschen allein eignen sich nicht für Most.
lieber das Obst wird ein großes Pergamentblatt gedeckt, das über den Topfrand hinausreichen muß, damit das Tropfwaster des Deckels abgefangen wird. Nun kommt der Deckel darüber, die Tücher werden am besten kreuzweise über dem Deckel zusammen- gebunben. Dann wird das ganze aufs Feuer gestellt. Durch den aufsteigenden Dampf werden die Früchte entsaftet, der Saft tropft in das Auffanggefäß durch die Seihtücher hindurch. Weichobst muß eine Stunde dämpfen, Hartobst eineinhalb Stunden. Jetzt kann das „flüssige Obst" in Flaschen gefüllt werden. Dabei muß aber der Reinigung der Flaschen besondere Beachtung geschenkt werden, damit nichts verdirbt. Mit heißem Sodawasser und der Flaschenbürste müssen sie sehr sorgfältig ausgebürstet werden, danach 24 Stunden lang in reinem, kaltem Wasser liegen, und kurz vor dem Gebrauch kommen sie in warmes Wasser, aus dem sie erst zum Einfüllen herausgenommen werden. Zum Verschließen nehmen wir Korken ober noch besser Gummikappen, bie ebenfalls sehr gut gereinigt werden müssen und vor dem Gebrauch in Alkohol getaucht werden, damit sie keimfrei sind. Auch Trichter und Kelle zum Einfüllen müssen ausgekocht fein. Flaschen mit Korken werden zum Ad- kühlen auf den Kopf gestellt, Flaschen mit Gummi- kappen aufrecht. Da sie langsam abkühlen müssen, werden sie mit Tüchern zugedeckt und später stehend aufbewahrt. Die in den Tüchern zurückbleibenden Obstreste sind zu Marmelade, roter Grütze usw. verwendbar. Mit einem gehörigen Vorrat des flüssigen Obstes in der Speisekammer können wir getrost den Winter erwarten. V. A.
Bezepte für sommerliche Nachspeisen.
Johannisbeeren mit Q u a r g. 500 Gramm gesäuberte, von den Stielen befreite Johannisbeeren läßt man dick eingezuckert einige Zeit stehen. 500 Gramm durchgerührten Quarg vermischt man mit V« bis 3/s Liter entrahmter Much, schlägt kräftig mit dem Schaumschläger und gibt zum Schluß die Johannisbeeren hinzu. Man kann noch einige Blatt vorgeweichte, in wenig heißem Wasser gelöste Gelatine unterziehen und die Speise erstarren lassen.
W a r m e K i r s ch s p e i s e. Ein Liter entrahmte Frischmilch läßt man — mit einer Prise Salz, Zucker und Vanillezucker nach Geschmack gewürzt — aufkochen, streut 125 Gramm Sago hinein und läßt klar kochen. 500 Gramm entsteinte Kirschen werden dick eingezuckert einige Zeit stehen gelassen. Nun gibt man in eine vorbereitete Form die Hälfte der Sagomasse, legt die Kirschen darüber, bedeckt mit bem Rest des Breies. — Im Ofen überbaden laffi'h
Äalte Kirschspeise. Ein Liter Buttermilch vermischt man mit bem Saft einer Zitrone, ca. 250 Gramm Zucker und je 8 Blatt weiße und rote Gelatine, die man vorgeweicht und in wenig heißem Wasser gelöst hat. Zum Schluß gibt man 500 Gramm entsteinte Kirschen (man kann auch Süßkir- schen nehmen) hinzu. Die Speise läßt man portionsweise in Gläsern ober passenden Förmchen erstarren. Man kann sie auch in einer Glasschale erstarren lassen. Verfeinerung: mit gesüßtem, schaumig gerührtem Quarg bespritzen.
N o t e Grütze a u f Hamburger Art. xan braucht entweder 750 Gramm Johannisbeeren ober 500 Gramm Johannisbeeren und 250 Gramm Kirschen. Die Beeren werden von den Stielen be= freit, bie Kirschen entsteint, in Wasser weichgekocht unb durch em Sieb gerührt. Nun mißt man den Saft, fugt noch so viel Wasser hinzu, baß man einen Liter Flüssigkeit erhält, gibt Zucker unb Vanillezucker nach Geschmack hinzu unb läßt nochmals aufkochen Dann quirlt man 125 Gramm in wenig Vesser Slattgeruhrtes Kartoffelmehl hinein, läßt einige Male aufkochen und gibt dann die Masse in eine Glasschale zum Steifwerben. Einige Früchte kann man zur Garnitur zurückbehalten'
Ob st pastete: 125 Gramm Zucker, 50 Gramm Butter, 1 Ei, schaumig rühren, 250 Gramm Mehl Gewürz, eine halbe Tasse Milch, ein halbes Päckchen Backpulver, schnell und kalt zu einem Teig zusammenrühren, eine Stunde kühl stehen lassen Dann rollt man ihn aus unb legt eine Auflauf- form gut mit bem Teig aus, gibt ein Kilogramm gemischtes, gezuckertes Obst hinein, deckt bie Form mit einem dünnen Teigdeckel zu, durchlöchert ihn, damit der Dampf entweichen kann, unb bäckt die Pastete ungefähr 1 Stunbe im Backofen.
Am gestrigen Dienstagnachmittag ereignete sich in der Nähe der Margarethenhütte ein tragischer Unglücksfall, bem leiber ein Kind zum Opfer fiel. Em 13 Jahre altes Mädchen einer Familie im Slnneröber Weg hielt sich bei Verwandten an der Margarethen- Nachmittagsbesuch auf. Dabei begab ren Kindern an die Lahn zum Baden.
mit Philipp Melanchthon, unb mit Horst Wessel, dessen väterliche Ahnen auch im Hessenlanbe hoben- ständig waren.
Hitler-Jugend zum Erholungsurlaub in der Derdun-Kaserne.
Mit einem ausgezeichneten Gedanken bereitete der Kommandeur des II. Bataillons unseres Infanterie- Regimentes 116, Oberstleutnant Cäsar, der Hitler- Jugend eine große Freude. Durch ihn unb das Offi- zierkorps wurden zwanzig Hitlerjungen, die einer Erholung bedürfen, in die Kaserne eingeladen, um dort zwölf Tage bei gutem Essen, bei viel Bewe- gung in freier Luft, bei Sport usw. zu verbringen. Die wirtschaftliche Sicherung dieser Aktion übernahm das Offizierkorps. Die Hitlerjungen nahmen während dieses Urlaubs die Gelegenheit wahr, die Prüfungen für das HI.-Leistungsabzeichen abzu- legen. Im Rahmen des Urlaubs wurde auch eine interessante Nachtwanderung unternommen, ein weiterer Ausflug fand nach Kloster Arnsburg statt, am heutigen Mittwoch soll den Gästen der Soldaten die Freude zuteil werden, eine Vorstellung der Marburger Festspiele besuchen zu dürfen.
Gestern abend fand auf bem hinteren Trieb eine befonbers reizvolle Veranstaltung statt. In Ge- meinschaft mit der Hitler-Jugend (soweit sie sich nicht auf Hessen-Nassau-Fahrt befinden) wurde Biwak gehalten. Zwei Feuer wurden entzündet, Zelte mürben aufgestellt, unb es entwickelte sich bald eine prach. tige Stimmung. Ein Erzähler-Wettstreit, bei dem auch Preise verteilt wurden, trug sehr zur Unterhaltung bei. Manches schöne Lieb wurde gemeinsam gesungen. Im ernsteren Teil des Abends sprach Leutnant Ebers über die soldatischen Tugenden, während Oberscharführer Emrich für bie Hiller- Jugend sprach, den Kameraden der Wehrmacht herzlichen Dank sagte unb bavon sprach, daß das Beispiel des II. Bataillons Nachahmung finden möchte. Gegen 23 Uhr rückte die Hitler-Jugend unter bem Gesang froher Marschlieder wieder in die Stadt bzw. in die Kaserne ein.
* *
** Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 7. bis 13. Juli ein: Gegen Kraftfahrzeugführer mit 11 Anzeigen und 3 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gegen sonstige Fahrzeuge mit 2 Anzeigen; gegen Radfahrer mit 2 Anzeigen und 25 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gegen Fußgänger mit 1 Anzeige und 4 gebührenpflichtigen Verwarnungen.
kam mit der Polizei in Konflikt; btfbei erhielt er auf Befehl des Polizeirats Zulehner von bem Polizei- Sergeanten Keßler einen Säbelhieb, der fein Gesicht traf; das erweckte den Protest der Studenten, es kam zu Unruhen, so baß Militär aus Butzbach herbeigeholt wurde; daraufhin zog die Studentenschaft am 7. August nach dem Staufenberg aus; am 9. August erfolgte auf Grund von Verhandlungen die Rückkehr; Unioerfitätsfenat und Polizei hatten nachgeben müssen, da die Bürgerschaft auf Seiten der Studenten stand und mit diesen sogar einen Kommers auf dem Staufenberg gefeiert hatte.
Sehr beliebt waren bie Abonnementskonzerte, bie vor bem Kriege bie Regimentsmusik 116 unter ihrem Dirigenten Krause während der Sommerzeit an sechs Donnerstagabenden in Steins Garten veranstaltete; sie fanden ein dankbares Publikum nicht nur in bem Garten, sondern auch außerhalb desselben; dort wandelten nämlich immer bie Zaun» gäfte in sehr großer Zahl in der Gartenstraße auf unb ab ober auch um das ganze Gelände herum. Besonderen Anklang fanden die Solovorträge; bei einigen wurde das Echo ober ein Teil des Ganzen nicht im Garten, sondern vom Nahrungsberg her vorgetragen; das hörte sich sehr hübsch an unb veranlaßte sogar die Zaungäste, die größte Stille zu wahren; zum Schluß gab es bann kräftigen Beifall. Manchmal spielte bei diesen Konzerten der bekannte Pistonbläser Kümmel (Solist) als Gast mit; im übrigen Ijatte bie Kapelle selbst verschiedene gute Kräfte, bie sich als Solisten hören ließen.
_ Atzt also finb diese ehemaligen Abendkonzerte in iSeltalt der Mittwochnachmittagkonzerte wieder zum Leben erwacht, nur kostet ihr Besuch auch im Garten nichts. phg
noch viel mehr Liebe und Dankbarkeit zu ihr empfinden, als wenn ihr an das gute, alte törichte Storchenmärchen noch glauben solltet?"
Die Kinder nickten mit roten Köpfen. ♦
Dies in unserer Wiedergabe etwas gekürzte Kapitel aus dem Heft „Die wundersamen Geschichten des Sanitätsrat Weise" ist nur eines unter 35 anderen, die es sich zur Ausgabe machen, der Jugend die Funktionen des Körpers unb bie dazu nötiae Gesundheitspflege auf unterhaltsame Art verständlich zu machen. Zahlreiche Bilder beleben den Text. Das Büchlein es ebenso ausgezeichnet für Eltern und Erzieher wie für die Jugend selbst geeignet. Es ist das dreizehnte in der Schriftenreihe „Hilf mit!", die von der Reichswaltung des NS.- Lehrer- bundes herausgegeben wird. E. Schauwecker.
Flüssiges Obst.
Es ist noch viel zu wenig bekannt, wieviel verschiedenartige, wohlschmeckende Getränke man a u s S ü ß m o st Herstellen kann: Punsche, Fruchtmilch, Kalte Enten usw. Gerade in den heißen Sommermonaten können wir unsere Gäste damit erfreuen. Gerade jetzt ist die Zeit gekommen, an die Herstellung der Fruchtsäfte zu denken. Und nicht nur für frohe Geselligkeit, sondern auch für die Wintermonate, in denen wir den Vitaminmangel der Nah-
5r naud) Wte i Oberer !F:
D-ge Äir- * Wch ! >
MM
KRütf
Iß jiinb ü hab ? $ei I ioi i dcu l fff I W'
ürbf
$ etzten
ünaö
e* jjpnefl
ß
:iFe Bfe
K?
Ter
Ijeit«
6
i:
IM
n
hii
Lu flefl fom flen ni für De tlc
bi, Pa
€
A
bi
Ü- Ok wc
@a
bi
T
Sri «int Pie
I Bo &ei Uir Übe
fta ein vor.
i ®etj i bem ! fjau ■ uni)
eine ^ao er'
BK lot


