71 Todesopfer beim Untergang des französischen U-Bootes „phenix". Sie werden das Geheimnis des Unterganges für immer bei sich behalten.^
15 Blutzeugen des Gaues senkten sich die Fahnen zum letzten Gruß, und mit erhobener Hand grüßten die Zurückbleibenden die toten Helden, die nun in der Ehrengruft die Ewige Wache beziehen. Den toten Kameraden sprach Gauleiter Terboven Worte des Abschieds. Nachdem die Lieder der Nation verklungen waren, begaben sich Reichsführer ff Himmler und Gauleiter Terboven m das Ehrenmal und verweilten in stillem Gedenken noch ein« mal vor den Grüften der toten Kameraden.
„Bannerträger
einer großen Zukunst."
Alfred Rosenberg sprach auf der Sonnwendfeier in Stedingsehre.
Bootholzberg, 18.Juni (DNB.) Die niederdeutsche Gedenkstätte Stedingsehre stand in der Nacht zum Sonntag im Zeichen des Festes der Sonnenwende des Gaues Weser-Ems, an dem über 50 000 Volksgenossen aus allen Teilen Nordwestdeutschlands teilnähmen. Alfred Rosenberg entwarf ein packendes Bild von den Kräften, die im Laufe der Geschichte im deutschen Volke wirksam wurden. „Heute leben wir", so schloß er, „in dem entscheidenden Bewußtsein, daß mit den alten Mächten tatsächlich ein altes Zeitalter zu Ende gegangen ist, daß mit Adolf Hitler und seiner Bewegung ein neues Zeitalter begonnen hat nicht nur für die Geschichte Deutschländs, sondern für die Geschichte des gesamten europäischen Kontinents! Wir alle, ganz gleich, wo wir auch stehen mögen, können stolz daraus sein, die Fahne dieser Zulunft in der Hand zu tragen und die Bannerträger einer großen deutschen und europäischen Geschichte zu sein!" Mit der Entzündung des Holzstoßes und einem Riesenfeuerwerk fand die nächtliche Feier, die von Darbietungen von Massenchören und Orchestern sowie gemeinsamen Gesängen umrahmt war, ihren Abschluß.
Die Westfalenfahrt der Alten Garde.
Beim Bergmann unter Tage.
Abschluß in Münster.
Gelsenkirchen, 17. Juni. (DNB.) Am Sams- tagoormittag fuhren die Altgardisten, zu denen inzwischen auch Reichsführer ff Himmler gestoßen ist, in vielen kleinen Gruppen in Schächte des engeren Gelsenkirchener Bezirks. Hier leistet der Bergmann seinen unmittelbaren Beitrag zum Vierjahresplan, wenn er zusätzlich je Schicht 45 Minuten länger werkt. Gauleiter Meier, der selbst aus dem Bergbau hervorgegangen ist, versicherte seinen Arbeitskameraden unter Tage, daß die an der Westfalenfahrt teilnehmenden Altgardisten geschlossen zu ihnen gekommen sind, um die Achtung des Nationalsozialismus vor chrem Beruf und die Verbundenheit mit dem Bergmann zu unterstreichen.
Nach der Triumpffahrt durch die Gaue Westfalen- Süd und Westfalen-Nord trafen die 700 Alten Kämpfer in der Provinzial- und Gauhauptstadt Münster ein. In der Schlußkundaebung aus dem Prinzipalmarkt betonte Stabschef Lutze, daß genau so wie die Alte Garde, das ganze deutsche Volk zusammenstehe, um dem' Führer die Durchführung seiner Aufgabe zu ermöglichen. Dr. Ley bezeichnete abschließend die Westfalenfahrtals neuen Anlaß zum Stolz, zur Freude und zur Gewißheit, daß der Nationalsozialismus das Schicksal des deutschen Volkes fest in den Händen hält. Er habe nur den Wunsch gehabt, daß einige ausländische Staatsmänner Zeugen der Fahrt gewesen wären. Wenn die Einkreiser sie miterlebt hätten, würden sie ihre Einkreisung lassen. Das deutsche Volk gehöre Mols Hitler an.
DernalionalsozialifiischeVeamte
Ilmenau, 17. Juni. (DNB.) Der Staatssekretär im Reichsfinanzministerium Fritz Reinhardt führte auf einer fachwissenschaftlichen Tagung der Zollbeamten in Ilmenau u. a. aus:
Jeder Beamte muß bestrebt sein, auf seinem Arbeitsplatz im Rahmen der ihm zugewiesenen Obliegenheiten stets das Bestmögliche und Größtmögliche zu leisten. Es darf keine Arbeit geleistet oder verlangt werden, die überflüssig ist. Der Beamte muß'allen Volksgenossen ein Vorbild treuester Pflichterfüllung sein, und er muß von wahrem Arbeitskameradschaftsgeist und von wahrem Volksgemeinschaftsgeist durchdrungen •fein. Ein Mensch, der zu Ueberheblichkeit und Dünkel neigt, ist nicht geeignet, im heutigen Staat Beamter zu fein. Eindringlich wies der Staatssekretär darauf hin, daß für jeden Beamten, ganz gleich in welcher । Stellung, das einfache Kleid der nationalfozialisti- : schen Kampfformationen, das ihn mit den Volks- > genossen anderer Stände in einer Front zusammen- ' stehen läßt, die beste Gewähr dafür sei, nicht volks- : fremd und nicht zum Bürokraten zu werden.
Der Volksgenosse, der nicht Beamter ist, muß sich stets bewußt sein, daß der Beamte Hoheits- iträger des Staates ist und das berufliche !Tun und Lassen eines Beamten stets im Inter- «esse des Vplkes gelegen ist. Das Wesen des > Staates bedingt, daß alle Gesetze nach na- ttionalsozialistischer Weltanschauung ,a u s g e l e g t werden und alle vorkommenden Tat- Ibestände nach dieser Weltanschauung beurteilt wer- iden. Es kann demgemäß im nationalsozialistischen Staat Gesetze nur richtig anwenden und Tatbestände inur richtig beurteilen, wer mit den Erkenntnissen iund Leitsätzen unserer Weltanschauung durchaus ivertraut ist und demgemäß ein national- js o z i a l i sti s ch e s Hirn und ein Nationalsozialist isches Herz sein eigen zu nennen ,vermag. Der Beamte muß die Gewähr dafür bieten, 'daß er sich jederzeit rückhaltlos für den national« jsozialistischen Staat und die den Staat tragende ^Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei ein* stetzen wird. „Rückhaltlos" heißt: Ohne jeden Vor- Sbehalt, ohne jedes Wenn und Aber. Nationalfozia- Mttscher Staat und Nationalsozialistische Deutsche ^Arbeiter Partei stellen eine Einheit dar, die -unter einem Hoheitszeichen besteht. Die funda- i mentale Grundlage dieser Einheit ist nicht der Staat, sondern die Partei. Es hat sich nicht die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei unter Idas Hoheitszeichen des Staates, sondern der Staat .'unter das Hoheitszeichen der Nationalsozialistischen ^Deutschen Arbeiterpartei begeben. Es kann dern- z gemäß nicht Beamter in unserem Staat werden -.oder bleiben, wer nicht das Vertrauen der MS DAP. genießt. Für die Beurteilung eines 'Beamten ist auch maßgebend, ob er seine K i n - ib e r nach nationalsozialistischen Grundsätzen erzieht jurtb sie infolgedessen freudigen Herzens den natio- Iralsozialistischen Jugendeinrichtungen anoertraut.
Paris, 17. Juni. (DNB.) Das französische Kriegsministerium gibt heute vormittag eine Mitteilung aus, die besagt: Die Besorgnisse um das U-Boot waren leider gerechtfertigt. Der Befehlshaber der französischen Seestreitk'räfte im Fernen Osten, der die Nachforschungen selbst leitet, hat mitgeteilt, daß das U-Boot als verloren betrach- t e t werden muß. Die Nachforschungen durch sämtliche verfügbaren Flotten- und Luftfahrteinheiten
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Das Kreuz bezeichnet die Cam-Ranh-Bucht vor Jndochina, wo das U-Boot „Phönix" gesunken ist. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
werden fortgesetzt. Eine Untersuchungskommission wurde eingesetzt. — Der Bericht stellt est, daß sich am 15. 6. früh bei schönem Wette die U-Boot-Sektion „Phenix" und „Espoir" auf der Höhe von Camranh bereit hielt, um eine Angriffsübung auf den Kreuzer „Lamotte-Picquet" auszu- ühren. Beide U-Boote hatten am Vortag eine An- ;riffsübung unter normalen Umständen durchge- ührt. In dem Bericht wird schließlich mitgeteilt, daß das U-Boot in einer Diese von 100 Meter liegt und nur ein Oelfleck die Untergangsstelle bezeichnet. Die Besatzung besteht auf 71 Offizieren und Mannschaften.
„Die Toten der ,Phenix^ werden das Geheimnis des Unterganges ihres Schiffes wahrscheinlich für immer für sich behalten." Diese Ansicht wird nunmehr in Paris vertreten. Der französischen
Englisch-französische Fabelmeldungen.
Keine deutschen Truppenzusammenziehungen bei Mährisch-Ostrau.
Berlin, 17. Juni (DNB.) Presse und Rundfunk in Frankreich und England wußten neuerdings ihren Lesern und Hörern zu berichten, daß die 8., 28. und 31. Infanteriedivision, die 4. Panzerdivision und die 118. schwere Artilleriedivision des deutschen Heeres bei Mährisch-Ostrau zusammengezogen wurden. Wie wir von zuständiger Seite erfahren, sind diese Angaben völlig unzutreffend. In der Gegend von Mährisch-Ostrau haben keinerlei Truppen- zusammenziehungen oder auch nur Truppenverschiebungen stattgefunden. Die Haltlosigkeit dieser und ähnlicher Meldungen über angebliche Truppenzusammenziehungen an der deutsch-polnischen Grenze bei Mährisch-Ostrau geht schon daraus hervor, daß z. B. die in den französischen und englischen Meldungen erwähnte 118. schwere Artilleriedivision nur diesen Quellen bekannt sein kann, da das deutsche Heer über eine derartige Arttlleriedivision überhaupt nicht verfügt. Auch die von der „Times" neuerdings verbreitete Meldung über eine angeblich erlassene Verkehrssperre zwischen Jglau und Brünn gehört, wie alle sonstigen Meldungen dieser Art, in das Reich der Fabel.
Oer Führer besichtigt die fahrende Verkehrsschule des NSKK.
Berchtesgaden, 18. Juni. (DNB.) Der Führer ließ sich am Sonntag a u f dem Obersalz- bera die fahrbare Verkehrsschule des N S K K. vorführen, die er dem NSKK. zum Zwecke der öffentlichen praktischen Verkehrserziehung zum Geschenk gemacht hat. Im Auftrage des Korpsführers gab NSKK.-Standartenführer Dr. S ch i f f e r e r Erläuterungen über die Einrichtung des Schulwagens, der auf seinen Fahrten durch Großdeutschland bereits hervorragende Erfolge in der Verkehrsschulung und der anschaulichen Unterrichtuna der Öffentlichkeit übe'r die Verkehrsregeln, vor allem auf dem flachen Lande, aufzuweisen hat.
Ein Volkswagen
für Generalfeldmarschall Göring.
Berlin, 17. Juni. (DNB.) Nachdem Reichsleiter Dr. Ley kürzlich dem Führer einen Volkswagen übergeben hatte, erhielt nunmehr den zweiten Volkswagen Generalfeldmarschall Göring. Gemeinsam mit Professor Porsche und Dr. L a f f e r e n z übergab Reichsleiter Dr. Ley in Karinhall den Wagen — einen offenen Typ der Serienkonstruktion — dem Generalfeldmarschall. Nach einer eingehenden Besichtigung des Wagens und nach einer sich anschließenden Fahrt mit Dr. Ley durch die Schorfheide, bei der Generalfeldmarschall Göring den Wagen selbst steuerte, beglückwünschte der Generalfeldmarschall Dr. Ley und Dr. Porsche zu dieser einzig dastehenden technischen Leistung.
Erschließung des Hochrheins.
Konstanz, 18. Juni. (DNB.) Hn Konstanz fand eine Rheinschiffahrtstagung statt, zu der die zuständigen Behörden des Deutschen Reiches und der angrenzenden schweizerischen Kantone sowie zahlreiche Schiffahrtsoerbände und Wirtschaftsorganisationen ihre Vertreter entsandt hatten. Im Mttelpunkt stand das Projekt der E r s ch l i e ß u n g des Hochrheins von Basel bis zum Bodensee als Kraftquelle und Großfchiffahrts- ft r a ß e. Die Neugestaltung der großdeutschen Verkehrsbedürfnisse drängt d azu, die im Binnenschifffahrtswesen noch vorhandenen großen Reserven aufzuschließen, und hierzu gehört in erster Linie auch die Rhesnschrffahrt. Die deutsche Regierung hat vor
Admiralität ist zwar der ungefähre Untergangsort bekannt: aber selbst wenn es gelingen sollte, den genauen Lageort der „Phenix" ausfindig zu machen, wird es selbst Spezialtauchern nicht möglich sein, zu dem Schiff zu gelangen; die See tiefe ist zu gewaltig- — Frankreich hat seine Flaggen aufHalb- m a ft gesetzt. Ministerpräsident Daladier gedachte am Samstagmittag in einem Aufruf an das Land her 71 Franzosen, die in Erfüllung ihrer Pflicht an der äußersten Grenze des französischen Imperiums für ihr Vaterland gefallen sind.
Ganz allgemein dringt die Ansicht immer mehr durch, daß die „Phenix" auf einMnterwas- serriff gelaufen sei, bei dem Anprall eine Havarie erlitten habe und auf den Meeresgrund ab gesackt sei. Der „Jntransigeant" schreibt, während das amerikanische U-Boot „Squalus" wahrscheinlich durch schlechtes Funktionieren des Wasserballastaus- gleiches untergegangen und die britische „Thetis" infolge eines offen gebliebenen Torpedorohres voll Wasser gelaufen sei, handele es sich bei der „Phönix", die schon seit Jahren im Dienst gewesen sei und ein vollständig aus gebildetes Personal gehabt habe, nicht um derartige Fehler. Für die „Phenix" müsse auf jeden Fall ein nicht vorhergesehe- ner Zwischenfall eingetreten sein, z.B. das Auflaufen auf ein Unterwasserriff.
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Die „Phenix" ist das siebente Unterseeboot, das die französische Marine in Friedenszeiten durch Unfall verloren hat. Die Kette der Unfälle wurde am 6. Juli 1905 durch die „Far- fabet" eröffnet, die auf der Höhe von Bizerta mit siebzehn Mann sank. An der gleichen Stelle ging ein Jahr später, am 16. Oktober 1906, die „Lutim mit sechzehn Mann unter. Am 26. Mai 1910 sank auf der Höhe von Calais die „Pluviose" mit 27. Mann. Arn 8. Juni 1912 folgte ihm am Cap de la Hague die „Vendemiaire" mit 24 Mann. Am 30. Oktober 1928 sank die „Ondine" an der portugiesischen Küste mit 43 Mann, und am 7. Juni 1932 ging auf der Reede von Cherburg die „Promsthee" mit 70 Mann unter, von denen sich nur 7 retten konnten.
Das Beileid des Führers.
Berlin, 17. Juni. (DNB.) Der Führer hat dem Präsidenten Frankreichs telegraphisch seine und des deutschen Volkes Anteilnahme an dem schweren Unglück, das die französische Kriegsmarine durch den Untergang des U-Bootes „Phenix" be- troffen hat, zum Ausdruck gebracht.
kurzem das Ersuchen an die Schweiz gerichtet, Verhandlungen über die Kanalisierung des Hochrheins aufzunehmen. lieber den Stand dieser Pläne sprach Staatssekretär Königs.
Appell der Technischen Nothilfe.
B e r l i n, 19. Juni. (DNB.) Aus Anlaß der geseh- lichen Verankerung der Technischen Nothilfe und ihrer Erhebung zur Körperschaft des öffenllichen Rechts hielt die T.N. in allen Ortsgruppen Großdeutschlands einen allgemeinen Appell ab. Beim Appell der Berliner Landesgruppe im Saalbau Friedrichshain gab der Ehef der T. N., ^-Gruppenführer W e i n r e i ch, einen Ueberblick über die Entwicklung der T. N., ihre heutigen Aufgaben, ihre Stellung zu Staat und Partei sowie über die aus dem Gesetz der T. N. sich ergebenden Anforderungen. Dabei richtete der Chef der T. N. an alle Nothelfer die Mahnung, auch in Zukunft ft e t s einsatz- bereitzu sein und dort zu helfen, wo es nottue.
Freischärlerkämpfe bei Nanking.
S ch a n g l) a i, 17. Juni. (Europapreß.) Aus einem hier vorliegenden Frontbericht aeht hervor, daß noch immerchinesischeFreischärlerin den Gebieten zwischen Nanking und Schanghai in Aktion sind. Bei Kuyuyg, etwa 50 Kilometer östlich von Nanking an der Straße nach Schanghai, soll es zu heftigen Kämpfen mit japanischen Truppen gekommen sein. Das japanische Truppenkommando hat, wie berichtet wird, einen konzentrischen Angriff gegen die Freischärler durchgeführt, die sich zurückziehen mußten. Auf der Flucht wurden ihnen durch die japanische Artillerie erhebliche Verluste Zugefügt.
Kleine politische Nachrichten.
Am Samstagnachmittag wurde der Sondergesandte des Königs Ibn Saud von Arabien, der Kgl. Rat Khalid Al Hud, vom Führer auf dem Berghof in längerer Audienz zum Tee empfangen.*
Der Unterftaatsfefrefär im italienischen Marineministerium, Admiral Cavagnari, wird auf Einladung des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine, Großadmiral Dr. h. c. Raeder, mit diesem am 20. und 21.Juni in Friedrichshafen am Bodensee Zusammentreffen und einige die beiden Kriegsmarinen berührende Fragen besprechen.
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Im Auftrage von Reichsminister Dr. Goebbels hat der Reichsintendant des deutschen Rundfunks, Dr. G l a s m e i e r, den bisherigen Sender Melnik nunmehr als Reichsfender Böhmen in den Schutz, die Führung und Verwaltung der Reichsrundfunkgesellschaft genommen. Zum Intendanten wurde der frühere Leiter der Abteilung Zeitgeschehen am Deutschlandsender und Reichssender Berlin, Hans-Günther Marek, zum Sendeleiter Sedlaschek ernannt. *
Reichspressechef Dr. Dietrich hielt vor einer geladenen Zuhörerschaft im Delegattonssaal des ungarischen Abgeordnetenhauses einen Vortrag über das Thema ^Die Presse im Kampf unserer Zeit". Unter den Zuhörern befand sich auch der ungarische Unterrichtsminister Dr. Homan.
Der Massenmörder Eugen Weidmann, der fünf Morde begangen hat, ist am Samstagfrüh vor dem Justizpalast in Versailles hingerichtet worden.
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In Kingston auf Jamaica führten erneut ausgebrochene Streikunruhen zu einer schweren Straßenschlacht. Erst nach Warnschüssen der Polizei konnten die Unruhen beigelegt werden. Vier Polizeibeamte wurden durch Steinwürfe verletzt. Die Straßenlampen wurden zerschmettert. Vielfach kam cs auch zu Versuchen, die Häuser in Brand zu stecken«
Aus aller Wett.
Schweres Autobusunglück am Großglockner.
heiligenbluk, 19. Juni. (DNB.-Funkspruch.) Auf der Abzweigungsslrahe von heiligenblut auf die Glocknerslrahe stürzte in einer von einer Mauer gesicherten Kurve am Sonntag nach 17 Uhr ein großer Reiseautobus der Wiener Firma Zuklin über die Böschungsmauer 20 Meter tief ab. Das Unglück forderte bisher 10 Tote und 16 Schwerver- e h te. Der Wagen wurde vollständig zertrümmert und blieb mit den Rädern nach oben am Hang liegen.
Höllenmaschine
in einem jüdischen Kaffeehaus in Prag.
In dem jüdischen Kaffeehaus Riva in der Langen Gasse der Prager Altstadt explodierte eine Höllenmaschine. Durch die Explosion ist die Inneneinrichtung des Cafes völlig zerstört worden. Vier Personen wurden schwer verletzt und mußten ins Krankenhaus geschafft werden, 15 erlitten leichtere Verletzungen. Sämtliche Verletzte bis auf zwei sind Juden. Die tschechische Staatspolizei hat, wie es im Polizeibericht heißt, angestrengte Nachforschungen nach den Tatern eingeleitet.
Schwere llnwetterschäden in Böhmen und Mähren.
Die Regengüsse der letzten Tage haben in großen Teilen Böhmens und Mährens lieber schw ein - mungen hervorgerufen. In der Gegend von Kladno wurde ein Drittel der Gemeinde Tuchlowitz überschwemmt. Die Berau führt Hochwasser. In Brünn wurden einige Gassen überschwemmt. Auf dem Lande führten Blitzschläge eine Reihe von Bränden herbei. In der Umgebung von Vschettn ertrank in dem hoch angeschwollenen Bache ein sechsjähriger Knabe. Ein älterer Junge wollte ihn retten, kam aber dabei selbst ums Leben. Der Schaden auf den Feldern und an den Häusern ist groß.
Kunst und Wissenschast.
Gutenberg-Festwoche und Kulturpreis- Verleihung in Mainz.
Arn Sonntag wurde in Mainz die Gutenberg- Festwoche eröffnet. Im Festoortrag behandelte Oberarchivar Dr. Diepenbach „Das Stadtbild von Mainz im Wandel der Zeiten". Oberbürgermeister Dr. Barth erklärte anschließend die Gutenberg-Festwoche für eröffnet mit dem Wunsche, daß sie ein würdiger Auftakt für die nächstjährige Reichsseier werde. Der Oberbürgermeister gab dann bekannt, daß der erstmals zur Verteilung kommende Mainzer Kulturpreis im Einvernehmen mit (Bauleiter Reichsstatthalter Sprenger an Profefi sor Wilhelm Härter in Mainz verliehen wurde. Der Oberbürgermeister würdigte die Verdienste des Preisträgers, der sich durch sein 35jähriges Wirken als hervorragender Brückenbauer in der ganzen Welt einen Namen gemacht hat.
Tagung der Eichendorfs-Stiftung.
Die 1931 gegründete Deutsche Eichendorfs- Stistung hielt ihre Jahresversammlung in Neiße ab. Dank der Unterstützung des Oberpräsidenten und des Landeshauptmanns von Schlesien konnte die Gesellschaft weiter ihre Aufgaben erfüllen und einige einmalige Projekte verwirklichen. Auf der Tagung wurde die Absicht bekundet, die Veranda des Schlosses Sedlnitz im Kuhländchen, in der der Dichter besonders gern weilte, zu einem Erinnerungsraum auszugestalten. Auch der Festsaal des Schlosses Lubvwitz, wo Eichendorfs geboren wurde, soll zu einer Weihestätte für den Sänger des deutschen Waldes hergerichtet werden. Das Eichendorff- Mufeum in Neiße soll einer baulichen Umgestaltung unterzogen werden. Man denkt an die Schaffung eines Zimmers der deutschen Landschaft, in dem die Dinge der Eichendorffschen Umwelt ausgestellt werden, an die Errichtung eines Heidelberger Zimmers, das dem Andenken an den jungen Eichendorff dient und schließlich an ein drittes Zimmer als Gedächtnisraum für andere Dichter, die in Neiße lebten.
Dichlerlreften in Bad Neuenahr.
Am 24. und 25. Juni findet in Bad Neuenahr das diesjährige rheinische Dichtertreffen statt. Es spricht der Träger des Kunstpreises des Westmarkgaues Werner Beumelburg. Ministerialdirigent Berndt wird zu dem Thema „Der deutsche Osten und die deutsche Kultur" das Wort ergreifen. Für den 25. Juni ist die Eröffnung der Heinrich-Lersch-Ausstellung im Kurhaus vorgesehen. Ferner wird eine Heinrich-Lersch-Gedenkstunde veranstaltet; im Mittelpunkt steht eine Rede des Präsidenten der Reichsschrifttumskammer Staatsrat Hanns I o h st.
Wetterbericht
Die Großwetterlage ist gekennzeichnet durch Hochdruckgebiete über Nordvst- und Südwesteuropa und eine sich dazwischen von Nordwest nach Südost erstreckende Tiefdruckrinne. Im Bereich der letzten kommt es vor allem über Nord- und Mitteldeutschland zu Niederschlagstätigkeit, während wir im Grenzgebiet häufig aufgeheitertes Wetter haben. Der Zustrom feuchter Meeresluft von West bis Nordwest bedingt jedoch auch für unser Gebiet eine leichte Unbeständigkeit.
Vorhersage für Dienstag: Veränderlich, mit häufiger Aufheiterung, aber auch Neigung zu einzelnen teilweisen gewittrigen Schauern, bei lebhaften Winden um West nur mäßig warm.
Vorhersage fürMittwoch: Bei Luftzufuhr aus West vielfach heiter und doch nicht beständig.
Lufttemperaturen am 18. Juni: mittags 21,9 Grad Celsius, abends 16,2 Grad; am 19. Juni: morgens 15,8 Grad. Maximum 22,6 Grad, Minimum heute nacht 13 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 18. Juni: abends 24,1 Grad; am 19. Juni: morgens 19,4 Grad. — Sonnenscheindauer 7,9 Stunden.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Dr. Hans Thy- riot. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein (beurlaubt); i. V. Heinrich Ludwig Neuner; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A.V. 1939: 9133. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsdezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.


