stark beeinflussen, in letzter Zeit mehr denn je. Ita-
Geteilte Meinung in Paris
160 000 t
Oer ungarische Staatsbesuch in Jtotn
sei unnötii
t t t t t
40—45 000
10 000 8500
1500 2 000
38 Schiffe mit zusammen 207 000 t Die für Japan gültigen Daten, soweit
lien baut augenblicklich:
4 Schlachtschiffe
12 Torpedokreuzer
22 U-Boote
von 35 000 t „ 3 500 t
Weihe der Iungbannfahnen.
Marienburg, 18.April. (DNB.) Im Hof des Ordenshauptschlosses der Marienburg nahm Reichsjugendführer Baldur von Schirach am Dienstagabend die Weihe von 142 Iungbannfahnen vor, von denen 88 aus der Ostmark, 39 aus dem Sudetenlande und 15 aus dem Altreich flammten. In seiner Weihe rede wies der Reichsjugendführer darauf hin, daß ein Volk soviel wert sei, wie es seine Fahne achte. Die deutsche Not sei so groß gewesen, weil das deutsche Volk keine Fahne besaß. Mögen die neuen Fahnen, so schloß der Reichsjugendführer, immer einer tapferen, treu, en Jugend v o r a n s ch w e b e n, die der Sinngebung des Zeitalters Adolf Hitlers eingedenk bleibt: Ein Volk, ein Reich, ein Führer!,
Gauleiter Sprenger verabschiedet Adolf-Hitler-Schüler. NSG. Nach dreiwöchigem Osterurlaub traten die vierzehn Pimpfe aus dem Gau Hessen-Nassau, die im Vorjahr auf die Adolf- Hitler-Schule berufen worden sind, ihre Rückreise nach Sonthofen im Allgäu an. Zu ihrer Verabschiedung auf dem Hauptbahnhof in Frankfurt hatte sich auch Gauleiter und Reichsstatthalter Spren* ger eingefunden, um. sich nach der einjährigen nationalsozialistischen Erziehung auf der Schule des Führers von der geistigen und körperlichen Weiterentwicklung der Jungen ein Bild zu machen. Der Gauleiter ließ sich eingehend über ihre Erlebnisse erzählen. Alle Jungen konnten dem Gauleiter versichern, daß es ihnen ausgezeichnet gefällt.
, 8 U-Bootskreuzer , etwa 25 Kriegsschiffe I. Ord nung mit etwa
Erfassung der Wehrpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1919 und 1920
Der Reichsinnenminister gibt bekannt, daß im Einvernehmen mit dem Oberkommando der Wehrmacht vom 24. April bis 10. Juni für den aktiven Wehrdienst und Reichsarbeitsdienst im Jahre 1939 erfaßt werden: im Altreich und im Lande Oesterreich für den Reichsarbeitsdienst und den Wehrdienst alle Wehrpflichtigen des Geburtsjahr g a n g e s 1 9 19 , die in der Zeit vom 1. September bis 31. Dezember geboren sind, ferner alle Wehrpflichtigen des Geburtsjahrganges 192 0. Ferner sind in dem gleichen Zeitraum im Altreich und im Lande Oesterreich die Wehrpflichtigen der Geburtsjahrgänge 1906, 1907, 1913 bis 1918 und im Altreich auch 1910 noch zu erfassen, die aus irgendeinem Grunde bisher nicht erfaßt werden konnten. Hierfür werden besonders diejenigen Wehrpflichtigen in Frage kommen, die im letzten Jahre ihren dauernden Aufenthalt gewechselt haben.
diesen Gebieten ansässigen über 25 Jahre alten freut* schen Volksgenossen. Der Reichstag wird ferner entsprechend der Zahl der im Memellanfr ansässigen über 20 Jahre alten Angehörigen deutschen Volkstums um zwei Mitglieder vermehrt, die ebenfalls frer Führer beftimmt.
Der Spanienbesuch
der deutschen Flottenstreiikräfte.
Berlin, 18. April. (DNB.) Die deutschen Flottenstreitkräste, die am Dienstag ihre Auslandsausbildungsreise angetreten haben, werden im Verlauf ihrer Reise folgende Häfen anlaufen: In frer Zeit vom 27.April bis 1. Mai in Südspanien Cadiz, Algeciras und Malaga, in Spanisch- Marokko Ceuta, ferner Tanger. Vom 6. bis 10. Mai die Häfen an der spanischen Norfrwestküste El Ferrol, Arosa-Bucht, Pontevefrra und Vigo unfr die portugiesische Hauptstadt Lissabon.
in fräs Stadium seiner Sanierung eingetreten ist. Treu der Politik frer Achse können wir nicht zulassen, daß irgendeine Macht unsere nationale Politik in falsches Licht zu stellen sucht. Welchen besseren Beweis kann es für die Klugheit der Politik von Rom, Berlin unfr Budapest geben als die wachsende Entwicklung der Beziehungen gegenseitiger Achtung zwischen Budapest unfr Belgrad, sowohl auf ungarischer wie auf jugoslawischer Seite?"
Die Fragen, die bei frer Zusammenkunft frer ungarischen unfr italienischen Staatsmänner zur Erörterung stehen, deutet „Giornale d'Jtalia" an. Gay da schreibt, die Lösung des tschechischen Problems, die engere Verbindung zwischen Italien und Albanien mit ihren Rückwirkungen auf den Balkan, vor allem aber frie Bemühungen Großbritanniens, Frankreichs unfr der Vereinigten Staaten um die „offensive Einkreisung frer Achsenmächte" gäben Veranlassung zu einer Nachprüfung und neuerlichen Festlegung der ungarischen Politik im Sinne einer weiteren Gleichrichtung mit der Achsen- Politik. Es sei kein Zweifel, daß auch in der durch das Verhalten Großbritanniens unfr Frankreichs entstandenen neuen europäischen Entwicklung fr i e Rolle Ungarns klar, entschlossen unfr aktiv sein werde. Italien, fräs stets seine Ratschläge unfr feine freundschaftliche Mitarbeit eingesetzt habe, um die Aussöhnung unfr Ve r - ftänbigung Ungarns mit seinen Nachbarn, besonders mit Jugoslawien unfr Rumänien zu fördern, verstehe heute die Haltung Ungarns gegenüber Rumänien. Das letztere solle, wie durch die Aufzwingung der in ihrer Bedeutung nicht zweifelhaften einseitigen Garantie bewiesen worden sei, von EnglandundFrank- r e i ch zum Werkzeug, ihrer Pläne gemacht werden. Die italienisch-ungarische Aussprache in Rom würde diese Fragen, die die Begehungen der beiden befreundeten Völker im Rahmen der grundlegenden Politik der Achse angingen, in frer gewohnten herzlichen Atmosphäre klären.
schen Presse. „Es ist nicht nur der politische Schriftleiter, der das Gesicht der deutschen Presse formt; auch der deutsche Kunstschristleiter hat in ihr einen ebenso befrutenden Raum." Dr. Dietrich sprach dann von den befreutfamen Wandlungen, die der deutsche Journalismus in den letzten Jahren durchgemacht habe, und für die die neue Stellung des politischen Schnifteiters der deutlichste Ausdruck fei. Vom Stiefkind von einst fei er zu einem der wichtigsten Faktoren der deutschen Poli- t i k geworden. „Allerdings, aus der Presse von einst ist auch etwas ganz anders geworden! Wenn sie früher nur der Kritik am Ganzen diente, dient sie heute der Arbeit für das Ganze. Dieser Weg muß auch der des Kunstschriftleiters sein. Wir haben einen anderen Begriff der Kultur und der Kunst geprägt. Und deshalb ist auch die Arbeit des Kulturschriftleiters heute eine andere als früher. Nur wenn er diese Umstellung des Denkens vom Ich zum Wir, vom Individualismus zum Gemeinschaftssinn, von der Marotte des einzelnen zur Harmonie des Ganzen, vom Edelspleen des Individuums zum Schönheitsideal der Gemeinschaft in sich selbst vollzogen hat — dann wird sich in seiner Arbeit auch alle Problematik lösen und er wird mit selbstverständlicher Sicherheit den richtigen Weg gehen."
Schweiz diplomatische Beziehungen unterhalt, darauf verzichten würde, sich in inner- politische Angelegenheiten e in zu - mischen. Der 18. Kongreß der Kommunistischen Partei, frer einmal mehr die Identität der Regierung der Sowjetunion mi t de r Komintern erwiesen hat, tut deutlich bar, daß bamit nicht z u rechnen ist.
Kriegswirtschaftliche Maßnahmen in Frankreich.
Paris, 18.April (Europapreß). Der Minister- rat verabschiedete Gesetzverordnungen, die kriegs-
Berlin, 18. April. (DNB.) Auf Einladung des Reichspressechefs Dr. Dietrich traten 400 Kul - turschriftleiter der grohdeutschen Presse zu einer Arbeitstagung im Propaganda- Ministerium zusammen. Der Leiter der Abteilung „Deutsche Presse", Ministerialrat Fritzsche, wies darauf hin, fraß eine Tagung der Kulturschriftleiter gerade in dem Augenblick der besonderen politischen Spannung, die die Welt beherrsche, ihren tiefen Sinn habe. Während sonst in Zeiten politischer Hochspannung die schönen Künste zu schweigen hatten, sei dies im neuen Deutschland grundsätzlich anders. Wenn ehedem in der Geschichte Völker und Reiche erstarkten, bann übernahmen sie fast immer frie Kultur und frie Formen der Kultur alternder unfr absterbender Völker. Die deutsche Erneuerung dagegen sei von innen heraus g e - wachse n. Sie habe ihren Kampf im G e i sti g e n begonnen und ihre Kräfte aus frer Seele und dem Geiste, nicht aus frer Materie, bezogen. Das solle und müsse auch in Zukunft so bleiben.
Die Arbeitstagung begann dann mit einem Referat des Leiters der Abteilung „Kulturpresse", Oberregierungsrat Bade über „Kunstkritik und Kunstbetrachtung". Dann behandelte Dr. Owen an Stelle des erkrankten Staatsrates Hinkel Fragen praktischer Kulturpolitik, vornehmlich die Entjudung des deutschen Kulturlebens und die Arbeit der neu- geschaffenen jüdischen Kulturorganisattonen. Reichs- bramaturg Ministerialdirigent Dr. Schlösser sprach über Gegenwartsfragen des deutschen Theaters, Präsident K r i e g l e r über frie Wechselbeziehungen zwischen Rundfunk und Presse und für Generalintendant Dr. Drewes Dr. R 0^ e n über die Gestaltung der jungen Musikkultur.
Kutturaufgaben der großdeutschen presse
Arbeitstagung der Kulturschristleiter Großdeutschlands in Berlin.
wirtschaftlichen Charakter tragen. Darunter eine Verordnung über die Lieferung von Kriegsmaterial, Waffen und Munition, Maßnahmen über die Lieferung von Flugzeugmaterial, weiter Maßnahmen zur Regelung des Telegraphenverkehrs und der Rundfunksendungen sowie zur Verstärkung des Rundfunksenders Tunis, eine Verordnung über die Regelung der Erdöleinfuhr, sowie Verordnungen zugunsten der gegenwärtig zu Reserveubungen Einberufenen. In dem amtlichen Bericht wird unter- strichen, daß Ministerpräsident D al ab ter an die Minister einen Appell zur Wachsamkeit in Anbetracht der gegenwärtigen Lage gerichtet habe.
lische Regierung halte mit diesen Ländern in militärischer und anderer Hinsicht die nötige Fühlung aufrecht.
Der sowjetrussische Botschafter M a i s k i hat London auf dem Luftwege zu einer Reise nach , Moskau verlassen, um seiner Regierung Bericht zu 1 erstatten. Der bulgarische Gesandte hat London ebenfalls verlassen, um feiner Regierung über feine mit der englischen Regierung geführten Gespräche Bericht zu erstatten. Am Nachmittag sprachen im Außenamt der amerikanische und der portugiesische Botschafter sowie der sowjetrussische Geschäftsträger vor.
Das irische Problem.
London, 18. April. (DNB.) Der Jrland-Kom- missar D u I a n t i überreichte dem Ministerpräsidenten einen Protest der irischen Regierung wegen der Aeußerung eines englischen Richters in dem Verfahren gegen ein Mitglied der irischen republikanischen Armee. Der Richter hatte den Angeklagten als „ein Mitglied jener Bande, frie bis 1922 britische Offiziere und andere Persönlichkeiten ermordete", bezeichnet. Diese Aeußerung rief in Irland einen Sturm der Entrüstung hervor. „News Ehronicle" will erfahren haben, Chamberlain und Dulanti hätten die Möglichkeiten einer Beseitigung der Schwierigkeiten zwischen Süd- und Nordirland besprochen. Es sei nicht ausgeschlossen, daß die südirische Regierung die Einiguügsfrage jetzt erneut aufroerfe. Welche Zurückhaltung die britische Regierung im Augenblick gegenüber Irland für geboten hält, geht aus einer Bekanntmachung hervor, in der es heißt, der Gouverneur von Nordirland, der Herzog von Abercorne, habe dem Herzog von Kent, einem Bruder des Königs, mitgeteilt, es sei vorzuziehen, wenn sein geplanter Besuch in Belfast in diesem Jahre nicht mehr stattfinde. Der Besuch mußte bereits schon einmal aufgeschoben werden, da man Bombenanschläge befürchtete.
Eine Lehre für England.
Die Schweiz lehnt diplomatische Beziehungen zu Moskau ab.
Bern, 18. April. (DNB.) Aus eine kommunistische Anfrage im Nationalrat über die Wiederaufnahme normaler Beziehungen mit Sowjetrußland antwortete der Bundesrat: Die Erwartung, daß bei einer Aufnahme der diplomatischen Beziehungen mit Sowjetrußland für unfern Export neue Absatzmöglichkeiten von größerer Bedeutung geschaffen würben, kann ber Bundesrat n i ch t t e i l e n, er ist auch nicht ber Auffassung, baß für frie Lösung bieses Problems wirtschaftliche Erwägungen ausschlaggebend seien. Der Bundesrat kann nur wiederholen, baß er sich glücklich schätzen würde, wenn die Umstände es ihm gestatteten, normale Beziehungen zu der Regierung eines großen Landes herzustellen, sofern die Gewißheit bestünde, daß die Regierung ber Sowjetunion wie alle anderen Regierungen, mit denen die
vollkommener Uebereinftimmung mit den Zielen der italienischen Politik, die von Wirklichkeitssinn, Gerechtigkeit unfr Friedenswillen geleitet sei wie die ber Achse Rom—Berlin und die Verständigungspolitik mit Jugoslawien. In seiner Erwiderung dankte Ministerpräsident T e l e k i in italienischer Sprache für die herzlichen Begrüßungsworte. „Nichts trennt Ungarn von den grundlegenden Zielen der italienischen Politik, deren wohltätige Auswirkungen im Balkanraum zu spüren sind, ber infolge ber realistisch maßvollen, weitschauenden unb klugen Aktion frer Achse Rom—Berlin nach zwei Jahrzehnten der Unsicherheit unb Erschütterungen
Reichstagsvertretung für die Protektorats- und Memetdeutschen. Berlin, 18. April. (DNB.) Um* ben im Protektorat Böhmen unb Mähren ansässigen deutschen Volksgenossen eine Vertretung im Großdeutschen Reichstag zu eröffnen, hat frie Reichsreaierung ein Gesetz beschlossen, wonach ber Großbeutsche Reichstag um s o viele Abgeordnete vermehrt wird, als frie Zahl 60 000 in frer Gesamtzahl ber am 16. März 1939 im Protektorat Bohrn e n unb Mähren ansässigen über 20 Jahre alten deutschen Volksgenossen enthalten ist. Die danach 'n den Reichstag eintretenben Abgeordneten bestimmt der Führer aus frer Zahl der in
E.F. Paris, 19. April.
Obwohl man in französischen diplomatischen Kreien auf Grund der letzten Meldungen aus Berlin unb Rom gewisse Möglichkeiten für eine positive Entwicklung ber Lage im Anschluß an die Erklärung des Führers im Reichstag sieht, werben frie Derhanblungen mit Moskau über die verschiedenen in ber Schwebe befindlichen Bündnispläne im europäischen Südosten auch von franzö- ischer Seite aus fortgesetzt. Der Sowjetbotschafter S u r i tz ist von Außenminister Bonnet am Dienstagnachmittag zu einer neuen Besprechung empfangen worden. Es herrschen in Paris sehr abweichende Auffassungen im Hinblick auf diese Be- prechungen mit Sowjetrußland. Während in ver- chiedenen Kreisen die Behauptung auftaucht, fraß die Verhandlungen zur Einschaltung Sowjetrußlands in ein Garantiesystem zugunsten Polens, Rumäniens unb ber Türkei selbst unter Einbeziehung einer aktiven Waffenhilfe zugunsten ber genannten Staaten schon ziemlich weit fortge- ch r i 11 e n seien, äußert man sich am Quai d'Orsay dbft wesentlich zurückhaltender. Danach habe man noch keine Lösung frer Schwierigkeiten finden können, die in erster Linie darin beständen, daß Rumänien und Polen selbst die vorgeschlagene sowjetrussische Waffenhilfe im Ernstfall nicht erwünscht sei.
Uebrigens wird in einer rechtsstehenden Zeitung, |
dem Journal", ganz offen frie Auffassung vertreten, daß die Rücksicht auf die erwartete deutsche und italienische Antwort auf friß Roosevelt-Botschaft Paris und London zur Vorsicht in den Verhandlungen mit Sowjetrußland und ber Türkei mahne. Vielen Kreisen ber französischen Rechten ist sowieso die beabsichtigte stärkere Einschaltung Sow- jetrußlands nicht ganz angenehm.
Es ist also wohl zu unterscheiben, was an den von ber französischen Diplomatie ausgegebenen Parolen der Stimmungsmache ober bem Versuch bient, Tatbestände zu verschleiern. Immerhin scheint man sich davon überzeugt zu haben, daß das Spiel mit dem Feuer, das man in ben letzten Tagen betrieben hat, sich auf bis Dauer nicht fortführen läßt. So konnte man am Dienstagabend auch Stimmen hören, die sich gegen das nervöse Getue wandten, mit bem man vor einigen Tagen frie An- fünbigung ber deutschen Frühlings-Flottenmanöver an ben spanischen Küsten ausgenommen hatte. Man hat sich davon überzeugen müssen, daß die meisten Verdächtigungen Spaniens in Zusammenhang mit allen möglichen Alarmmeldungen über spanische Truppenkonzentrationen im Süden des Landes schon jetzt nach den vom spanischen Botschafter in Paris, ßequerica, ber französischen Regierung gegebenen Aufklärungen in sich zusammengebro- । cf) e n find.
8. 0. Rom, 19. April.
Der ungarische Ministerpräsibent Graf T e l e k i unb Außenminister Graf Csasky finb zu einem Staatsbesuch in Rom eingetroffen, wo sie auf bem festlich geschmückten Bahnhof von Mussolini unb Außenminister Graf Ciano empfangen würben. Am Mittag würben die ungarischen (Staatsmänner nach ber Kranznieberlegung an ben Königsgräbern im Pantheon, am Grabe bes Unbekannten Solbaten unb am Ehrenmal ber Gefallenen ber Revolution vom König unb Kaiser im Quirinal zu einem Essen empfangen. Nachmittags begannen im Palazzo Venezia bis Besprechungen mit Mussolini unb Graf Ciano.
Bei einem Bankett im Palazzo Venezia entbot ber Duce in seinem Trinkspruch ben ungarischen Staatsmännern herzlichen Willkomm. Während frer letzten Monate seien zugunsten Ungarns bie Grunb- sätze frer Gerechtigkeit wiederhergestellt worden, Ungarn habe Gebiete unfr Bevölkerung zurückerhalten, die ihm gegen jedes Recht weggenommen worden waren. Den Beziehungen beider Staaten lägen ae» meinsame Interessen unfr frer feste Wille zugrunde, die eigenen Kräfte zur Verteidigung ber Ordnung unb des Friedens zusammenzuschließen. Einen neuen Beweis dieses Willens habe Ungarn mit seinem Beitritt zum Antikominternpakt gegeben. Ungarn habe" damit für die Ruhe unb die politische unb soziale Stabilität in Mitteleuropa im Donauraum einen wertvollen Beitrag gegeben, in
verfügbar sind, lauten:
2 Schlachtschiffe von
2 Flugzeugträger „
2 Leichte Kreuzer „
Franz von papen Botschafter in Ankara
Berlin, 18. April. (DNB.) Der Führer hat auf Vorschlag bes Reichsministers bes Auswärtigen, von Ribbentrop, ben Botschafter zur besonderen Verwenbung Franz von Papen zum Bo t schafter in Ankara ernannt. Der Führer empfing gestern nachmittag ben neuernannten Botschafter von Papen zur Verabschiedung und sprach Herrn von Papen die besten Wunsche» für seine zukünftige Arbeit in der Türkei aus.
Damit erreicht ber Bestand an Neubautonnage der oben aufgeführten sechs großen Seemächte 2 Millionen Tonnen, das ist die Hälfte ber Gesamttonnage dieser Mächte an fertigen Schiffen im Jahre 1935. Die Neubautätigkeit hat sich gegenüber 1935 verdreifacht.
Belgiens neue ^Regierung.
Pierlot bildet ein Zwei-Parteien-Kabinett
Brüssel, 18.April. (Europapreß.) Am Dienstagnachmittag gab Ministerpräsident Pierlot die neue Minister liste bekannt. Die bisher 16 Mitglieder umfassende Regierung ist nach dem Austritt der Sozialisten auf 13 vermindert worben. Darunter finb sechs Katholiken, fünf Liberale und zwei parteilose Fachminister. Pierlot hat an Stelle bes hierfür vorgesehenen Sozialdemokraten Spaak bas Außenministerium selbst übernommen. An Stelle bes ausgeschiebenen Soudan ist der ehemalige liberale Ministerpräsident Janson, der Onkel von Spaak, J u st i z m i n i st e r geworden. Arbeitsminister ist Delfosse, ber Vizepräsident ber Union ber christlichen Arbeiter unb Abgeorbneter von Lüttich. Gesundhsitsminister ist der liberale I a s p a r ; er hatte im Kabinett oan Zeeland bas Ministerium für öffentliche Arbeiten inne. Das Ministerium für Behebung ber Arbeitslosigkeit ist weggefallen. — Die übrige Ministerliste umfaßt folgenbe Namen: Wirtschaft: Sap (Kath.), Verkehr: Märck (Kath.), Kolonien: de Vleeschauwer (Kath.), Landwirtschaft: d As- premont-Lynden (Kath.), Inneres: D e v e z e (Lib.), Unterricht: Duesberg (Lib.), Finanzen: Gült (pari!.), Verteidigung: General Denis (partL). Die neue Regierung Pierlot fetzt sich aus fünf Wallonen, vier Flamen und vier Brüsselern zusammen. Ministerpräsident Pierlot will der Kammer ein Projekt für die Erteilung von Sondervollmachten an bas Kabinett vor- legen. Das neue katholisch-liberale Kabinett Pierlot wirb von ber Oeffentlichkeit unb Presse kühl ausgenommen. Mehrere Blätter vertreten bie Auffassung, baß bie neue Regierung, bie über eine Mehrheit von nur zehn Stimmen in ber Kammer verfüge, keine lange Lebensdauer haben werde.
Sine Erklärung Chamberlains.
London, 18. April. (Europapreß.) Minister
präsident Chamberlain erklärte im Unterhaus, baß Englanb durch keinerlei besondere Abmachungen gegenüber Holland, Dänemark ober ber Schweiz gebunden ist. Es sei unnötig, zu betonen, welch starkes Interesse die englische Regierung an ber Unabhängigkeit dieser
englische Regierung an ber Unabhängigkeit dieser Länder habe. Die Beratungen mit anderen interessierten Regierungen, darunter auch ber Sowjetregierung, würden fortgesetzt. Er könne aber darüber hinaus noch keine Erklärungen abgeben. Auf eine Anfrage über General st ab s- besprechungen mit den von England garantierten Ländern antwortete Chamberlain, frie eng-
Das Vermögen der Akademiker-Verbände.
Jrn awtlichen Pressedienst des Reichsstudenten- führers nimmt ^--Sturmbannführer Dr. Sand« b e r g e r (Stuttgart) zur Frage der Vermögenswerte ber Altherren - Vereine unb Hausoereine Stellung, frie bei ber Selbstauflösung und Liquidation ber Vereine wie- berholt aufgeworfen würbe. Unabhängig von ber Frage, welcher Richtung und welchem Verband der Verein früher angehört hat, muß ber Reichsstuden- tenführer ben Stanbpunkt vertreten, baß bie Gelber biefer Vereinigung für ibeeHe Zwecke der Erziehung deutscher Studenten gesammelt wurden und daß es angesichts frer Tatsache, daß bie stubentische Erziehung heute von ber Partei unb in ihr vom NS D. -Studenten b u n d übernommen ist, eine Selbstverständlichkeit bedeutet, daß alle diese Vermögenswerte den großen und wichtigen Aufgaben frer Erziehung des deutschen Studententums und damit eines wichtigen Teils bes gesamten Führernachwuchses überhaupt erhalten bleiben. Angesichts ber überaus geringen Mittel, bie bem Stubentenbunb von der Gesamtpartei zur Verfügung gestellt werden könnten, sei es eine selbstverständliche Pflicht aller Altherrenvereine unb Hausoereine, im Sinne ihres alten Gemeinschaftsgeistes unb ihrer alten Solidari- tät ihre Vermögenswerte heute im Rahmen ber Kamerabschaftserziehung, bes neuen Aufbaues ber Altherrenschaften ober für besondere Zwecke des Reichs st uden- tenführers im Rahmen des Reichsstudenten- werks zu erhalten. Der Beauftragte bes Reicks- stubentenführers weift barauf hin, fraß frie alte Lebensgemeinschaft in ben neuen Kameradschaften und Altherrenschaften fortlebt. Es wäre Verrat an der wahren Tradition des Akademikertums der Korporationen und ein Mißbrauch ber Großzügigkeit des Reichsstudentenführers, wollte man zwar organisatorisch dem NS.-Altherrenbund zustimmen, die Vermögenswerte aber gleichzeitig anderen Zwecken zuführen ober gar unter sich verteilen unb frer nationalsozialistischen Aufbauarbeit entziehen.
Am Dienstagabend gab Reichspressechef Dr. Dietrich ben kulturpolitischen Schriftleitern einen Empfang in ben Festräumen bes Reichsministeriums für Dvlksaufklärung unb Propaganba. Der Reichspressechef kennzeichnete ben Sinn bieses Abends dahin, baß er nicht nur bie enge Zugehörigkeit ber deutschen Kunstschriftleiter zum großen deutschen Schriftleiterkorps betonen wolle, sondern auch ihre tiefe Verbundenheit mit bem Herzschlag ber beut-1


