Ausgabe 
19.1.1939
 
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Beförderungen in der Wehrmacht

werden soll. Cs wurde enge Verbundenheit des garn in gleicher Weise italienischen Veziehngen

auch Am

Die Bombenanschläge in England.

Die ersten Verhaftungen. - Neue umfangreiche Schutzmaßnahmen.

kommen werde, wie sie Syrien in d,en Jahren 192.5 und 1926 und zuletzt noch im Frühjahr 1936 erlebt hatte. Der frühere sozialistische Unter- staatssekretär Pierre V i e n o t, der im Herbst 1936 den Unabhängigkeitsvertrag mit Syrien abgeschlos­sen hatte, hat sich jetzt mit einer Aufsatzreihe im Populaire' zu rechtfertigen gesucht und dabei u. a. darauf hingewiesen, daß verschiedene rechts­stehende Politiker, als sie seinerzeit an der Macht waren, wie Tardieu und Flandin, eben­falls sich mit dem Gedanken getragen hätten, Syrien die Unabhängigkeit zu verleihen.

Berlin, 18.San. (DNB.) Der Führer hat den Korpsführer des NSFK. Friedrich Christiansen mit Wirkung vom 1. Januar 1939 zum General b c r Flieger befördert. Mit dieser Beförderung zeichnete der Führer einen alten Pour-le-merite* Flieger aus, der sich in gleicher Weise im Einsatz für die neu erstandene Luftwaffe als auch durch die Gründung und den Ausbau des Nationalsozialisti­schen Fliegerkorps außerordentliche Verdienste er­worben hat. General der Flieger Christiansen voll­endete am 12. Dezember 1938 das 59. Lebensjahr.

zu öffnen, der unter genialer Ausnutzung aller Gegebenheiten ins Freie geführt hat Der Wuner Schiedsspruch, der unleidlich gewordene Verhältnisse und Zustände neu geregelt tot ist ein Beweis^ da- sür, daß die Völker und Staaten Mittel- und -süd- osteuropas sich aus ihre eigenen L e b eue­re chte 'besonnen haben Ungarn ist entschlossen, sich in diesem Sinne zu betätigen, was auch durch die Reise des Außenministers Gras Csaky noch Berlin unterstrichen wird

Zwischen Deutschland und Ungarn gibt es weder Reibungsflächen noch Möglichkeiten, die irgend­welche 'Mißverständnisse zulassen, was ausdrücklich deshalb gesagt werden muß, weil es immer noch Leute gibt, die es für möglich halten, aus Mittel-

non bedroht werde und unter ihr leide. Auch für die Landwirtschaft habe das Wort Geltung, daß in zehn oder zwanzig Jahren diejenigen Betriebe die beste Bewertung erfahren, die für das Durch­stehen der deutschen Volkswirtschaft am meisten ge­tan haben.

dieners betreten werden.

Auf dem Römisch-katholischen Kirchhof der nord­irischen Hauptstadt B e l f a st ist in der Nacht auf Donnerstag eine Bombe explodiert, durch die ein dort in Form eines keltischen Kreuzes ausgestelltes Denkmal beschädigt wurde. Die das Kreuz umgebenden Eisengitter wurden völlig zerstört. Obschon Polizeibeamte den Fried­hof die ganze Nacht bewachten, konnten die Täter unerkannt entkommen. Das Denkmal ist erst vor kurzem fertiggestellt worden. Mit seinem Bau hotte man im vergangenen Oktober begonnen, und zwar unter ständiger polizeilicher Aufsicht, da die an der gleichen Stelle errichteten früheren Denk­mäler durch Bombenanschläge z e r st ö r t worden waren. Die Polizei, die zunächst der Auffassung war, daß diese Tat als eine Fortsetzung der An­schläge der letzten Tage zu werten sei, steht in diesem Falle vor einem Rätsel, weil es sich bei dem Gedenkstein um ein (Erinnerungsmai für d i e Irische Republikanische Ar­mee handelt. Es ist also kaum anzunehmen, daß der Anschlag aus Kreisen verübt wurde, die der in Nordirland verbotenen Irischen Republikanischen Armee nahestehen.

Berlin, 18. 3an. (DKB.) Der ungarische Minister des Aeuheren, Graf Csaky, lral am Mittwochvormittag mik den Herren seiner Beglei­tung die Rückreise nach Budapest an. Zur Verab­schiedung waren u. a. der Reichsminister des Aus­wärtigen, von Ribbentrop, mit dem Staats­sekretär Freiherr von Weizsäcker, der ungarische Gesandte S z t o j a y , der italienische Botschafter Attolico und der japanische Bot- schafler Oshima erschienen.

Der Führer hat den ungarischen Staatsmann am 16. d. Al. empfangen. Ferner hatte Graf Csaky mehrere eingehende Aussprachen mit dem Reichs- Minister des Auswärtigen von Ribbentrop. Er hatte Gelegenheit, führende Männer von Partei und Staat und bei den verschiedenen zu seinen Ehren gegebenen Veranstaltungen zu sprechen. Am gestrigen Tage stattete er Generalfeldmarschall Göring einen Besuch ab. Ferner besuchte Graf Csaky den Stellvertreter des Führers, Rudolf Heß, und besprach mit ihm Fragen der deutschen Volks­gruppe in Ungarn. Die Unterhaltungen mit dem Reichsminister des Auswärtigen gaben dem unga­rischen Gast Gelegenheit, sich über alle das deutsch- ungarische Verhältnis berührenden Fragen ein­gehend auszusprechen. Die Unterhaltungen wurden

ger, Dr. Gärtner.

In der Kriegsmarine: zum Vizeadmiral: den Konteradmiral Marschall, Befehlshaber der Pan­zerschiffe. Den Charakter als Vizeadmiral Hot er­halten der Konteradmiral Wolf, Admiral der Kriegs- morinedienftstelle Hamburg. Weiter sind befördert: zum Konteradmiral: der Kapitän z. S. Warzecba, Chef des Morinewebramts im Oberkom­mando der Kriegsmarine: zu Kapitänen z. S.: die Fregattenkapitäne Iorf.z, von Friedeburg, Roll­mann (Heinrich), Flies.

In der Luftwaffe: zu Generalen der Flie­ger: die Generalleutnante: Volkmanry Klepke, Christiansen; z u Generalmajoren: die cha­rakterisierten Generalmajore: Schwub, von Stuben- rouch, von Kotze: die Obersten: Schubert. Carlsen, Dipl.-Volksw. 'Weigand, Cranz, Ritter, Siburg, Muszhoff, Mahncke, Ritter von Mann Edler von Tiechler, Lech, Bruch, Krocker, Kolb, Vierling, Schulz, Doerstling, Koeler, Pflugbeil, Süszmann, Koch, Somme, Ritter von Pohl, Deszloch, Fischer, Haehnelt, Dr. Weißmann, Witting: z u Ober st en: die Oberstleutnante: Schulze, Franz, Behrends, Boettge, Krahmer. Freiherr von Boenick, von Stut- terheim. Fischer, Funcke, Dipl.-Ino. Mälzer, Dr. Fis- ser, Müller-Kohle, Divl.-Jng. Riesch, Tschoeltsch, Scywold, Müller (Gottlob), Bülowius, Kommhuber, Köchy, Czech, von Chamier-Glisczinski, Fütterer, von Hevking, Pfeiifer, Abernetty, Sattler, Stapel­berg, Buchholz, Piftorius, von Gerlach, Dauber, Deünert, Wolff, Roesch, Cbristenn, Weyert, Carga- nico, Bernhardt, Nowok, Müller (Fritz), Freiherr von Wangenheim: zu O b e r st ä r z t e n : die Ober­feldärzte Dr. Knörr, Dr. Gebler, Dr. Sabersky- Mußigbrodt.

Oer jüngste Offtziersiohraang der Wehrmacht bei seinem Obersten

Befehlshaber.

Berlin, 18. Ian. (DRB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht empfing am Mittwochnachmittag in Anwesenheit der drei Ober­befehlshaber der Wehrmachtsteile und des Chefs des Oberkommandos der Wehrmacht die Leut­nante des Off i z i ersjahrganqes 19 3 8 von Heer, Kriegsmarine und Luftwaffe. In län­geren Ausführungen sprach der Führer in der

Nach Beendigung seiner Berliner Besprechungen erklärte Graf Csaky dem DNB.: Mein Berliner Aufenthalt die erste Auslandsreise, die ich als Außenminister unternommen habe verschaffte mir viel Freude und Befriedigung. Freude, weil ich mich auf deutschem Boden befand und wieder einmal Zeuge des pulsierenden Lebens des mächtigen Dritten Reiches und der ganz außer­ordentlichen Entwicklung seiner wunderschönen Hauptstadt sein konnte. Befriedigung, weil meine Unterredungen in Berlin sich in einer äußerst herzlichen und ganz wolkenlosen At­mosphäre bewegten. Daher konnte ihr Resultat natürlicherweise auch nichts anderes fein, als die Feststellung einer der engen Verbundenheit unserer beiden Länder angemessenen harmonischen Zusam­menarbeit. Diese auf. gegenseitiges Vertrauen auf- gebaute Zusammenarbeit, die nicht getrübt werden soll, Hot bereits in der nahen Vergangenheit ihre Früchte getragen, sie wird Früchte tragen auch in der Zukunft zur weiteren Befriedung der Völker Europas.

Bei dieser Gelegenheit möchte ich darauf Hin­weisen, daß wie ich mit Bedauern sehe eine gewisse Presse in Westeuropa, so wie es bei fqst jeder Auslandsreise ungarischer Minister geschah, ' wieder einmal den Versuch gemacht hat, meinem jetzigen Besuch in Deutschland eine Bedeu­tung zu unterschieben, die den sichtbaren Zweck ver­folgt, das Verhältnis zwischen Ungarn und seinen Nachbarn z u trüben. Diese Störungsversuche sind um so auffallender, als diese Presse wissen müßte, daß das Ziel Ungarns ebenso wie das Deutschlands die Erhaltung des Friedens und die Anbahnung guter b;w. nor­malnachbarlicher Beziehungen mit den angrenzenden Staaten ist. Und es ist auch nicht anzunehmen, daß die Politik der westlichen Großmächte, die selten eine Gelegenheit versäumen, um ihrem Wunsche zur Be­friedung Europas Ausdruck zu verleihen, bem Welt­frieden gegenüber anders eingestellt märe.

europa ein Trümmerfeld zu machen. Diese haben die Entwicklung gründlich verschlafen, zumal es gerade in dem Verhältnis zwischen Deutschland und seinen Nachbarn im Donauraum, also Ungarn an erster Stelle, nur reale Tatsachen gibt, die sich gegenseitig ergänzen und unterstützen. Das gewähr- leytet ein tiefes Verständnis, damit ober auch eine starke Freundschaft die sich bisher schon in allen Gefahren und Nöten erprobt hat. Sie wird das in Zukunft erst recht tun, zumal die junge Gene­ration von Staatsmännern und Politikern, tue in Ungarn in den Vordergrund getreten ist, die Ueber- zeugung in sich trägt, daß Mitteleuropa zusam- m e n b a 11 e n muß unter der Führung der Achse Berlin Rom. O. o.

Zum General der Flieger ernannte der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht den Ge­neralleutnant Klepke, der vom 1. Dezember 1930 bis zum 1. Oktober 1932 Kommandeur des I. Ba» taillons des Infanterie-Regiments Nr. 15 in G i e h e n war. Klepke trat 1903 als Leutnant beim Jn- fanterieRegiment 67 in Metz ein, war 1912 bis 1914 zur Kriegsakademie kommandiert und genoß im Frühjahr 1914 seine Ausbildung bei der Flieger­truppe Döberitz. Den Krieg hat der damalige Ober­leutnant Klepke an der Oft- und Westfront bei der Fliegertruppe mitgemacht. Er war der letzte Korn« manbeur des Reichswehrfliegerhorstes Königsberg. Bei Errichtung der neuen Wehrmacht trat er wie­der zur Luftwaffe über. (Scherl-Bilderbienst M.)

Korpsführer Christiansen zum General der Flieger befördert.

Deutschlands Rahrunasteiheii

Tagung des Reichsfachamtes Nahrung und Genuh".

Innsbruck, 18. Jan. (DNB.) Am Mittwoch- vormittag mürbe die Arbeitstagung des Reich s - fachamtesNahrung und Genuß" mit einem Vortrog des Staatssekretärs im Reichsernäh­rungsministerium Willikens über die Lage und Leistungsiähigleit der' deutschen Landwirtschaft er­öffnet. Für die gewaltige Leistung der deutschen Landwirtschaft seit der Machtübernahme spreche nichts deutlicher als nüchterne Zahlen. Während beispielsweise in dem alsJahr der Hochkonjunktur" aeltcnden Jahr 1927 die Ernährung des deutschen Volkes auf dem eigenen Ernährungsraum nur 6 5 v. H. betrug, mar fiß im Jahre 1938 schon 3u 82 v. H. aus eigenem Boden g e- deckt, obwohl der Ernährungsroum um 650 000 Hektar' Anbaufläche verringert war. Für diese außerordentliche Leistungssteigeruna seien vor ollem ansschlogebend: Erzeugungsschlacht und Marktordnung. Die Getreideernte des Jahres 1938 brachte trotz verringerter Anbaufläche mn rund vier Millionen Tonnen mehr als die des Jahres 1933, die damals aleidsialls als Rekord­ernte bezeichnet werden konnte. Die Getreiberzeu- mma 'n Deutschland erhöhte sich mengenmäßig um 17 v. H., während ganz Europa eine Steigerung um mir 8 v. H. aufzuweisen hat. Deutschland hat nun einen Vorrat ,von einigen Millio - neu Tonnen Getreide und kann auf magere "Zähre oder unvorhergesehene ernstere Zeiten mit

Mosaikhalle der neuen Reichskanzlei zu feinen Leutnanten über pflichten und Aufgaben des beut- chen Offiziers in der großdeutfchen Wehrmacht. Im Anschluß an die Ansprache des Führers waren alle Leutnante Gaste des Führers in den Räumen der neuen Reichskanzlei.

General her Flieger Klepke.

Kaiserslautern hie neue Gauhauptstaht her Saarpfalz.

Äaif er 6 lautern, 19. Jan. (DNB.) In einer Kundgebung der Partei in Kaiserslautern.mochte Gauleiter B ü r ck e l die Mitteilung, daß Kaiser s- lautern zur Gauhaupt st adt der Soarpfalz erhoben morden fei. Die neue Gau Hauptstadt mit über 63 000 Einrnohnern ist die zweitgrößte Stadt der Pfalz und liegt im Herzen des Pfälzer Waldes. Sie besitzt eine hochentwickelte Industrie, namentlich Textil, Eisen und Holz. Zur Begründung der Ver­legung der Gauhouptstadt von Neustadt nach Kai­serslautern sagte Gauleiter Bürckel: Es müsse Rück­sicht genommen werden auf die Parteigenossen an der Saar, denen nicht immer die weite Reise nach Neustadt zugemutet werden könne, zumal Kaisers­lautern oerkehrspolitisch am günstigsten im Gau liege. Kaiserslautern sei ferner der Sitz zentraler Behörden und hoher militärischer Stellen.

Sieben neue Srenrlondschulen des 71SLB.

Bayreuth, 18. Ian. (DNB.) Der Reichswalter des NS.-Lehrerbundes, Gauleiter W ä ch t l e r, gab den Auftrag zur Errichtung von sieben neuen Grenz- londschulen des NSLB. Von diesen Schulen, mit denen der NSLB. den Typ des neuen deut­schen Schulhouses der Zukunft herausstellt, und von denen schon eine Anzahl in den Grenz- aauen des Reiches fertiggestellt oder im Entstehen begriffen ist, soll eine im Hultschiner Länd­chen, eine im Böhmer Wald und fünf weitere an der Südgrenze der Ostmark ihren Platz finden. Eine dieser Schulen wird in einem Tat der Karawanken, nabe der jugoslawischen Grenze bei Bad Villach, erbaut und damit die südlich ste Schule des Großbeutschen Reiches werden.

Oie Dorbereiiuna des näcbsten Weli-^reizeii-KonqresteS.

London, 18. Ion. (Europapreß.) Der Inter» nationale Vorbereitungsausschuß für den nächsten Weltkongreß für Erholung und Freizeitge- staltung wird vom 6. bis 8. Februar in London zusammentreten. Auf der Tagesordnung steht die Festsetzung des Tagungsortes für den werten Weltkongreß im Jahre 1940. Die bisherigen Tagun- gen hatten in San Franzisko, Hamburg und

Deutschen Reiches mit Un- wie die engen ungarifch- die beste Gewähr für die des europäischen

Oie deuisch-ungarische Freundschaft

Der ungarische Außenminister hat Berlin wieher verlassen.

Fortentwicklung Defriedigungswerkes darstellen.

in freundschaftlichem, offenen Geist geführt und er­gaben, baß die Ansichten über die zu füh­rende Außenpolitik völlig überein stimmen und daß die altbewährte Freundschaft zwischen beiden Ländern weiterhin vertieft erneut festgestellt, daß die

Schwierige Stellung Frankreichs in Syrien Um hie Durchführung hes Unabhängigkeitsvertrages.

Eigener Bericht des Gießener Anzeigers

Rübe blicken.

Um die Versorgung an Fett und Fleisch zu verbessern, werbe durch den Zwi­lch e n f r u d) t a n b o u die Erzeugung gesteigert Die Steigerung der Fetterzeuaung habe eine Sen­kung der F^tleinfubr im Vergleich zum Jahre 1933 um etwa 10'bis 15 v. H. ermöglicht. Während in den fahren 1928'32 die Buttererzeugung 387 000 Tonnen betrug, stieg sie im Iobre 1938 auf 496 000 Tonnen, also um 25 v. H. Hier liege allerdings eine weitere mengenmäßige Steigerung ohne gründliche Aenberung der arbeitstechnilcsien Voraussetzungen nicht mehr im Bereich des Mög­lichen. Die Hochseefischerei bat im abgelau­fenen Jahre 5,5 Millionen Dovvelzentner Fische ein­gebracht gegenüber 4.21 Millionen Doppelzentner im Jahre 1936. Mit dieser Entwicklung habe der Verbrauch bedauerlicherweise bei w e i.t e m nicht Schritt gehalten.

Staatssekretär Willikens ermähnte den um 260 v. H. erhöhten Verhauch an Düngemitteln sowie den bedeutend vermehrten Einsatz an landwirtschaft- lich-n Maschinen und Geräten. Die größte Schwie­rigkeit bilde die Landflucht, und auch hier sei es wieder der Kleinbauer, der am meisten da-

Berlin, 18. Jan. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat befördert: Mit Wirkung vom 1 Dezember 1938: Z u Ober« t e n : den Oberstleutnant des Generalstabes Frer- herrn von Funck, die Oberstleutnante Diplominge­nieur Castorf und Bülowius. Mit Wirkung vom 1. Januar 1939: z u Generalleutnanten: d'.e Generalmajore: Geib, Olbricht, Reinhardt: zu Ge­neralmajoren : die Obersten: Satorn, Engel­brecht, Mehnert, Kempf, Jahn, Buschmann, v. Böck- mann, Reinecke, Paulus, Neuling, v. Knobelsdorff: zum Generalarzt: den Oberstarzt Dr. Meinar- dus; zum Generalveterinär: den Oberst- veterinär Dr. Rathswann; zu Obersten: die Oberstleutnante: Neumann-Silkow, Buhle, Becker (Franz), Diplomwirtsch. Hauger, von Blücher, von Groddeck, Riedel, Freytag, Scholz, Hoszfeld, Pflug- beit, Höcker, von Arnim (Harry-Bernd), Diplom­ingenieur Hartmann (Wilhelm), Faulenbach, Hen- rici (Rudolf), Souchay, von Einsiedel, Diplominge­nieur Werner (Günther), Röhricht, Schopper, Lu­cius, Eisenstuck, Hesselbarth, Holzhausen, Müller (Vinzenz), Deckmann, Breith, Peter (Emil), Kame- nicky, Pawel, Lancelle, Stephan, Perl-Mückenber- gcr, Iungermann, Geiger, Klemm: zum Oberst (W.): den Oberstleutnant (W.) Rudolph: zu Oberst- ärzten: die Oberfeldärzte Dr. Löschte, Dr. Rich­ter (Helmuth), Dr. Apel, Dr. Graeter , z uOberst - veterinären: d>e Oberfeldveterinäre: Dr. Hart­mann (Hans), Dr. Wehrwein. Dr. Maus, Dr. Lan-

L ss. Paris, 18 Januar.

Der Austritt des Finanzministers Lutfi Haf- f a r au« der syrischen Regierung, bem sich auch der Transportminister angeschlossen haben soll, beleuch­tet die Zuspitzung der politischen Lage in dem von Frankreich verwalteten syrischen Mandatsgebiet.

Der neue von Frankreich entsandte Oberkommis- sar von Syrien, P u a u r, findet keine reine Freude an seinem Amt. Er ist vor drei Wochen wohl m dem christlichen Libanon-Gebiet, das ja von dem eigentlich syrischen Gebiet ausdrücklich abge­trennt morden ist, herzlich begrüßt morden, um so unfreundlicher war dagegen der Empfang, den er in Damaskus, der Hauptstadt von Syrien, ge­funden hat. Die syrischen Nationalisten fordern, daß der im Jahre 1936 abgeschlossene und durch Zusatz­abkommen aus den Jahren 1937 und 1938 erwei­terte Vertrag mit Frankreich, der Syrien die Unabhängigkeit bringen soll, jetzt unter allen Umständen in Kraft gesetzt werden soll. Die Parteien des französischen Parlaments, vor allem die Parteien der Rechten, sind hierfür jedoch offenbar ebensowenig wie früher zu haben, da sie die Stellung Frankreichs im Nahen Osten nicht preisgeben wollen. Sie lehnen den Vertrag als eine Erbschaft der Volksfrontregierung Blum ab.

Wie die Dinge in Syrien sich weiter entwickeln sollen, weiß in Frankreich niemand. Man hält es in manchen Kreisen nicht für ausgeschlossen, daß es zu einer Wiederholung der Unruhen

r abs. London, 18. Januar.

Nachdem die Polizei von Manchester in der Nacht zum Mittwoch sieben Iren im Alter von 21 bis 33 Jahren verhaftet hatte, kam es bereits wenige Stun­den später vor einem Polizeigericht zu den ersten mehrstündigen Vernehmungen. Die Verhafteten waren wegen unerlaubten Besitzes größerer Mengen von Sprengstoffen angeklagt. Sie sollen mit den Attentaten in Verbindung stehen, die sich am Mon­tag und Dienstag in Manchester ereigneten und die neben größerem Sachschaden ein Todesopfer ge­fordert hatten. Die Verhöre wurden überaus stür­misch, als sich einer der Angeklagten längere Zeit weigerte, seine Personalien anzugeben. Nach ihrer Vernehmung wurden die Verhafteten in ein Unter­suchungsgefängnis abgeführt. Dabei protestierten die Iren in lauten Rufen gegen die Besetzung Irlands durch England. Scotland Pard erklärte, man habe Beweise dafür in Händen, daß sie zu einemRing von Attentätern" gehörten.

Die Polizei führte dem Polizeirichter in der Bow- ftreet am Mittwochnachmittag sieben weitere Männer vor, die sie in verschiedenen Stadtteilen Londons verhaftet hatte. Es handelt sich allem An­schein nach durchweg um Iren. Nach Angabe der Polizei wurden bei der Durchsuchung der Wohnun- gen der Verhafteten mehrere Revolver und Muni- tion, sowie Säcke mit Sprengstoff gefunden. Scot- -land Yard wird überschwemmt mit anonymen Brie­fen, in den Warnungen vor angeblichen weiteren Bombenanschlägen ausgesprochen werden. Die poli­zeilichen Schutz'vorkehrungen find daraufhin weiter

ausgdehnt morden. Anscheinend befürchtet man Anschläge auf die W e st m i n st e r - A b t e i. Mittwoch waren nur zwei Zugänge zu der Kirche geöffnet, die von Polizisten bewacht wurden. Per­sonen, die Pakete tragen, wurden beim Betreten der Kirche untersucht. Die Kapelle mit den Konigs- gräbern darf nur in Begleitung eines Kirchen-

Auf jeden Fall ist es eine Tatsache, daß jetzt Puaux die unangenehme Aufgabe hat, die. alte Stellung Frankreichs als Mandatsherr in Syrien auch gegenüber den Nationalisten von Damaskus w i e d e r h e r z u st e 11 e n. Das syrische Parlament hat darauf am 31. Dezember bereits mit einer Ta­gesordnung geantwortet, in der es die Durchführung des Unabhängigkeitsoertrages mit Frankreich ver­langt, der spätestens im Jahre 1940 in Kraft treten soll. Der Finanzminister und der Transportminifter wollten sich aber mit diesem platonischen Beschluß nicht zufriedengeben und sind aus der Regierung ausgeschieden, nad^cm sie den Rücktritt der gesam­ten Regierung als Zeichen des Protestes gegen die Verschleppung des Vertrages nicht hatten erreichen können. Eine Spaltung bei den syrischen Nationali­sten kann also die weitere Folge der Entwicklung sein.