Deutsche Kriegsgefangene in England.
Ihre Siegeszuversicht und Treue zum Führer machen selbst auf die Wachmannschaft großen Eindruck.
für eine Vermittlung zur Verfügung zu stellen, ab» gelehnt haben. Es ift für ihren ganzen Charakter kennzeichnend, daß in beiden Noten ebenso wenig wie übrigens auch in den Reden der britischen Minister oder in den Kommentaren der englischen und französischen Presse auch nur ein einziges Wort verloren wird über den auch in der gesamten neutralen Welt als von großen konstruktiven Gedanken erfüllten, beispiellos großzügig und unvoreingenommen anerkannten Friedensplan des Führers. Statt dessen findet man in dem Brief des englischen Königs neben den abgegriffenen Propagandalügen, daß England erst zu den Waffen gegriffen habe, als jede' mögliche Bemühung für eine Rettung des Friedens unternommen war, und England kämpfe, um Europa von der ewig wiederholten Angst vor einem deutschen Angriff zu befreien, die lächerliche Forderung nach „Garantien" für ein deutsches Wohlverhalten. Wie solche Garantien in den Gehirnen britischer Staatsmänner sich ausmalen, hat das deutsche Volk vor zwanzig Jahren in Versailles an seinem eigenen Leibe erfahren, und es ist eisern entschlossen, diesen britischen Weltverbesserern nicht n'och einmal Gelegenheit zu geben, ihre famosen Garantierezepte für einen ewigen Frieden und eitel Wonne auf Erden auf Kosten des deutschen Dolkskörpers und der deutschen Lebensnotwendig- feiten in die Tat umzusetzen
Wenn sich der englische König mit allgemeinen Andeutungen begnügt, um für eine Friedensaktion, die seine Minister bereits torpediert hatten, als sie kaum erst bekannt geworden war, nun auch sozusagen offiziell den Grabgesang anzustimmen, so ist sein französischer Kollege, der Präsident Lebrun, diesmal abweichend von der bisherigen Gepflogenheit der französischen Politik, sich im Schatten der britischen Initiative zu halten, mehr aus sich herausgegangen. Er hat tatsächlich die Katze aus oem Sack gelassen, wenn er in seiner Antwort an die Königin der Niederlande und den König der Belgier als Vorbedingung für irgendwelche Friedensverhandlungen von der „territorialen Wiederherstellung" nicht nur Polens und der Tschecho-Slowakei des Herrn Benesch, sondern auch — man höre und staune — von der Oesterreichs zu sprechen wagte. Otto, der Sohn der intriganten Bourbonin Zita, die in Paris jetzt alle Minen springen läßt, um sich den Alliierten in empfehlende Erinnerung zu bringen, ist anscheinend dazu ausersehen, das deutsche Volk der Ostmark mit seiner Herrschaft zu de- alücken. Diese selbstsüchtigen, korrupten und vaterlandslosen Ränkeschmiede meinen schon, ihren Weizen blühen zu sehen. Von dem Sieg der alliierten Waffen, auf den sie, wie sich zeigen wird, etwas voreilig ihre Karten gesetzt haben, versprechen sie sich nicht nur die „Restauration der Habsburger" sondern die endliche Durchführung des alten Plans der Errichtung des „größeren Oesterreich", das alles Land südlich des Mains unter Ottos Zepter ver- einigen soll. Womit die in ihrem Deutschenhaß und Verfolgungswahn ganz hemmungslosen und folae- richtigen Dernichtungspolitiker des französischen Lagers einst in Versailles nicht durchgedrungen sind, der Aufteilung des westlichen und südlichen Deutschlands in eine Reihe kleiner Pufferstaaten, das soll jetzt endlich nach der Niederwerfung des nationalsozialistischen Deutschlands Wirklichkeit werden.
Mit brutalem Zynismus und größter Schamlosigkeit enthüllen hier die geistigen Nachfahren eines Richelieu ihre wahnwitzigen Pläne, die auf nichts anderes hinauslaufen, als auf die blutige Zersetzung des lebendigen deutschen Volkskörpers. Durchaus ebenbürtig stellen sich die französischen Imperialisten, die solchen Plänen ihre Unterstützung leihen, weil sie noch immer im Traum der europäischen Vorherrschaft Frankreichs befangen sind, ihren britischen Kollegen zur Seite, die an einem starken selbstbewußten Großdeutschen Reich die unumschränkte britische Weltherrschaft alten Stils zerbrechen sehen. Was in diesen Hirnen gefährlicher politischer Narren spukt, ist keine „Wiederherstellung", sondern der verbrecherische Versuch, das Rad der Weltgeschichte auf den Stand des Dreißigjährigen Krieges zurückzudrehen, nach dem Deutschland ausgeblutet und ohnmächtig am Boden lag und bis zur Bismarck- scheu Reichsgründung eine quantitg ndgligeable in der großen Politik, der Kriegsschauplatz für die Streitigkeiten der anderen Völker blieb. Deutschland über den Stand von.Versailles hinaus in unvorstellbare politische Erniedrigung und wirtschaftliche Sklaverei zurückzuwerfen, das ist dos wahre Kriegsziel der westlichen Demokratien, wie es sich aus der Debatte über den holländisch-belgischen Friedensschritt scharf herausschält. Es hat daher auch nirgendwo überrascht, daß nach den Reden von Halifax und Churchill, die offensichtlich neuen bewußten Provokationen Deutschlands gleichkompien, und nach den offiziellen Antworten der Staatsoberhäupter Englands und Frankreichs, die den unverminderten Kriegswillen der Westmächte mit dem Ziel der Vernichtung Deutschlands nicht zu verschleiern vermögen, die deutsche Reichsregierung die Friedensaktion der beiden neutralen Souveräne ebenfalls als erledigt betrachtet. Eine andere Stellungnahme war nach der brüsken Ablehnung der Vermittlungsvorschläge durch die andere Seite gar nicht möglich.
Daran vermögen alle Verdrehungsmanöver der Pariser und Londoner Presse nichts zu ändern, so sehr man auch dort bemüht ist, durch willkürliche Vertauschung von Ursache und Wirkung die Schuld an dem Fehlschlag der Friedensaktion Deutschland in die Schuhe zu schieben. Wie man seinerzeit in den gleichen (Baretten den Friedensplan des Führers behandelt hat, sagt genug für die wirkliche Ueberzeugung dieser Schreiberlinge, die unter Frieden Unterwerfung, unter Gerechtigkeit Demütigung und Ohnmacht, unter Freiheit Fronarbeit und Helotentum verstehen. Das deutsche Volk hat den ihm in frevelhafter Ueberheblichkeit hingeworfenen Fehdehandschuh aufgenommen. Es beantwortet die jetzt mit zynischer Offenheit enthüllten Absichten feiner Feinde auf erneute Zerstückelung und Versklavung Deutschlands mit dem gleichen unerschütterlichen Dernichtungswillen. Die Welt muß von der anmaßenden Vormundschaft der Briten für immer befreit werden, wenn die Völker wieder atmen wollen und ihre natürlichen Lebensrechte das neue Weltbild formen sollen. An die Stelle der britischen Plutokratie, die 500 Millionen, fast ein Viertel der ganzen Menschheit, in ihre Fron gezwungen hat, wird Deutschland die aufrichtige Zusammenarbeit freier Völker setzen. Das ist seine Mission in diesem Kriege und das deutsche Volk fühlt die unbezwingbare Kraft in sich, seinen Willen burchzu- setzen. Das deutsche Schwert hat sich schon in diesen ersten Wochen des Kampfes als die scharfe Waffe erwiesen, die Deutschlands Feinde auf die Knie zwingen kann. Der Brite selbst hat schon auf den Meeren, die er bislang als feine eigenste Domäne betrachtet hat, einen schweren Stoß nach dem andern Hinehmen müssen, ohne daß Herr Churchill darauf anders als mit verlegenem Gestammel und keifenden Beschimpfungen zu antworten wußte. Britannien wird nun am eigenen Leibe zu spüren bekommen, was eine im Glauben an ihren Führer
Madrid, 17. Nov. (DNB.) Die englischen Behörden haben anscheinend den Berichterstattern der neutralen Länder die Erlaubnis erteilt, einige deutsche Kriegsgefangene zu besuchen, um auf biefe Weise, wie man wohl meint, die Welt über die humane Behandlung der Kriegsgefangenen zu unterrichten. Ein Bericht des Korrespondenten der spanischen Zeitung „ABC." erzählt, daß die deutschen Kriegsgefangenen gut untergebracht seien, anständig zu essen bekämen, mit Deutschem" Lesestoff versorgt würden, ihre Freizeit mit Sport und allen möglichen Zerstreuungen verbringen, alles Dinge also, die bei der Behandlung von Kriegsgefangenen unter zivilisierten Völkern eine Selbstverständlichkeit bedeuten. Sehr aufschlußreich sind die Angaben des neutralen Chronisten über die Moral und Siegeszuversicht der gefangenen Deutschen, die sogar auf die englische Wachmannschaft großen Eindruck mache. In den Räumen des Lagers hingen Bilder von Hitler und Göring. Die Kriegsgefangenen hätten sich anfangs immer mit dem Deutschen
Genf, 17. Nov. (Europapreß.) Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes hat sofort nach Kriegsausbruch feine Tätigkeit wieder aufgenommen und hiervon die Regierungen und Rote-Kreuz-Orga- nifationen der kriegführenden und neutralen Staaten verständigt. Wie im Weltkrieg ist auch diesmal eine Auskunftsstelle für Kriegsgefangene gegründet worden, deren Büros sich im Genfer Palais du Conseil G6n6ral, befinden. Bereits heute laufen 3000 bis 6000 Briefsendungen pro Tag ein. Deffnen und Dorsortieren werden von Pfadfindern durchgeführt. Die weitere Behandlung der Post- endungen verlangt aber umfassende Kenntnisse, da neben Anfragen aller Art, Berichte der Delegierten und die zum Austausch bestimmten Listen der Ge- angenen und Internierten eingehen. Die mit diesen Arbeiten betrauten Angestellten müssen also über umfassende Sprachkenntnisse verfügen. Bis jetzt sind mehrere hundert Personen in der Auskunftsstelle beschäftigt. Die meisten haben ihre Arbeitskraft unentgeltlich zur Verfügung gestellt.
Die Sektion „P ölen" hat bis jetzt die meisten Anfragen, ungefähr 50 000, zu verzeichnen. Es werden Auskünfte über in Deutschland kriegsgefangene aber in neutralen Staaten internierte Polen gewünscht. In der französischen Sektion liegen bereits von ber beutschen Regierung eingefanbte Listen über gefallene, verwundete oder verstorbene Flieger vor, so daß man auf Grund dieses Materials Anfragen noch am selben Tage beantworten konnte. Die britische Sektion hat auch schon umfangreiches Listenmaterial von
Oie Antikriegspropaganda in Frankreich.
Rom, 18. November. (Europapreß.) In den Berichten ihrer Pariser Korrespondenten befassen sich die römischen Abendblätter eingehend mit der Offensive gegen den Krieg in Frankreich. Diese Offensive lasse sich immer bedrohlicher an. Unmassen von Propagandamaterial seien zwar aufgefunden worden, doch dieses Material scheine un- erschöpftick zu sein. Der Pariser Korrespondent der „Dribumr berichtet, in ganz Frankreich würden täglich Tausende von pazifistischen Flugblättern verteilt, die in geheimen Drucke- reien gedruckt würden. Den Nachforschungen der Polizei gelinge es nicht, diese Druckereien aufzu- püren. Auch die „Humani16", das Blatt der ranzösischen Kommunisten, werde sogar in einer tarf verkleinerten Ausgabe täglich in den wichtig- ten Großbetrieben verteilt. Auf dem offenen Lande eien Agenten in voller Tätigkeit und in den öffentlichen Lokalen mehrten sich geheime Ser« fammlungen. Wie bedrohlich sich diese Propaganda für die Festigkeit der inneren Front Frankreichs erweise, geht aus einem Bericht des Pariser Korrespondenten des „Giornale d'Jtalia" hervor. Um wenigstens die Fronttruppen vor den Einwirkungen dieser Propaganda zu bewahren, seien von der Regierung besonders strenge Maßnah. men im engeren Kriegsgebiet getroffen worden.
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Das Pariser Militärgericht hat am Donnerstag wieder drei Defaitisten" — also Franzo- sen, die sich bewußt sind, daß ihr Land nur für britische Geldsackinteressen kämpft — zu Gefängnisstrafen bis z u vier Jahren ver- urteilt. Zwei von ihnen sollen „defaitistische Aeuße- rungen" getan haben, während der Dritte Flug- schriften verteilt hatte.
Fliegeralarm in Ostfrankreich und Mitlelenqland. /
Pari s, 18. Nov. (DNB.) An verschiedenen Stellen in Frankreich wurde am Freitag Fliegeralarm gegeben, so von 12.30 bis 13.25 Uhr in der Gegend von Poitiers; im Gebiet von Clermont-Ferrand von 9.45 bis 10.30 Uhr und von 13.30 bis 14.25 Uhr, in der Gegend von Cha- tolerautt von 12.40 bis 13.25 Uhr und in der Gegend von Dünkirchen um 10.10 Uhr. In Nines (Südfrankreich) wurde Freitag um 11 Uhr Fliegeralarm gegeben, der bis 12.20 Uhr dauerte. Ein zweiter Fliegeralarm wurde um 14.15 Uhr in derGegendvon Lyon gegeben. Schon bei Beginn des Alarms konte man das Feuer der Abwehrgeschütze hören.
Auch in der Gegend von Marseille erging um 11.30 Uhr Fliegeralarm, der um 12.15 Uhr wieder aufgehoben wurde. In der Gegend von Annecy (Savoyen) wurde ebenfalls zweimal Fliegeralarm gegebefi und die Luftabwehr alarmiert. Die Sirenen wurden bis nach Genf hinein gehört. Schließlich wurde morgens im Südwesten von Lancashire Fliegeralarm gegeben.
Gruß gegrüßt, was der Lagerkommandant aber später verboten habe.
Man könne eine gewisse Niedergeschlagenheit bei den Deutschen darüber feststellen, daß sie nutzlos umhersitzen müßten, während draußen der Krieg weitergehe, von dessen glücklichem Ausgang für Deutschland sie überzeugt seien. Es sei bezeichnend für die Gesinnung der deutschen Kriegsgefangenen, daß sie kürzlich die Sendung einer englischen Dame mit deutschen Büchern und Zigaretten abgelehnt hätten, weil im Begleitbrief davon gesprochen worden sei, daß „das englische Volk keine Feindschaft gegen das deutsche Volk, sondern nur gegen die deutsche nationalsozialistische Führung hege'. „Wir wollen keine Gefälligkeiten annehmen von einem Volk, das so falsche &>een über Deutschland hegt , hätten die Gefangenen geantwortet. Der Lagerkommandant selbst fei zu dem Schluß gekommen, daß alle Deutschen hundertprozentige Nationalsozialisten seien.
Deutschland zur Verfügung gestellt bekommen, wobei es sich hauptsächlich um Flieger, die auf deutschem Gebiet gefallen find oder in Lazaretten verpflegt werden und um Kriegsgefangene in deutschen Sammellagern handelt.
In der deutschen Sektion gehen, da außer den in England und Frankreich selbst lebenden Deutschen, die nicht rechtzeitig ^urückgekehrt sind, auch die in den französischen und englischen Kolonien und Dominien ansässigen interniert wurden, Briefsendungen aus den entferntesten Erdteilen ein. Daneben werden auch, soweit dies möglich ift, alle Auskünfte über Kriegsgefangene, Gefallene usw. erteilt.
Sehr viel Arbeit und Zeit bedingen die von Zivilpersonen einlaufenden Korrespondenzen. Eine direkte Korrespondenz zwischen den kriegführenden Ländern ist natürlich nicht gestattet. Erlaubt ist nur Korrespondenz durch Vermittlung des Internationalen Komitees, und auch diese muß sich lediglich auf Nachrichten über den Gesundheitszustand beschränken. Für finanzielle Hilfeleistung an Kriegsgefangene, Internierte, Evakuierte usw. besteht ebenfalls eine besondere Abteilung, die Weiter-' leitung eingehender Geldbeträge wird durchgeführt, soweit dies die internationalen Clearing-Abkommen erlauben. Auch an Kriegsgefangene bestimmte Postpakete werden prompt befördert; solche an Zivi- listen müssen jedoch den gewöhnlichen Postweg unter Berücksichtigung der üblichen Zollvorschriften gehen.
fä(igfeit
Britische Neutralitätsverlehnng mit Bruchlandung in Belgien.
Brüssel, 17. Nov. (DNB.) Ein zweimotoriges britisches Jagdflugzeug, das wieder einmal das neutrale Belgien überflog, mußte am Donnerstag nicht weit von Gent n o t l a n d e n und ging hierbei zu Bruch. Die Maschine wurde beschlagnahmt und die dreiköpfige Besatzung interniert Die Engländer nehmen immer mehr die Gewohnheit an, bei ihren Flügen nach ober von Frankreich ihren Weg über Belgien zu nehmen. Um die belgische Neutralität scheint man sich in England kaum noch zu kümmern. Bekanntlich haben e r ft d o r zwei Tagen drei englische Apparate Belgien überflogen unb mußten auf neutralem Boden landen.
Das Erdölgebiet am San. - Bereits 901>. H. derFriedensproduktionerreicht
Wie die „Warschauer Zeitung" meldet, nahm der Generalgouverneur für die befetzten polnischen Gebiete, Reichsminister Dr. Frank, eine Besichtigung des Erdölgebietes im Bogen von Neu-San- dez bis zum San vor. Aus dem Gebiet wurden vor dem Krieg jährlich 150 000 Tonnen Erdöl gefördert. Eine Menge, die etwa 25 v. H. der gesamten Jahresgewinnung des Reiches darstellt. Die Auswertungsmöglichkeit liegt jedoch um etwa 30 v. H. höher als bei dem deutschen Erdöl und ergibt ein Drittel Benzin, ein Drittel Dieselöle und ein Drittel technische Oele. Schon nach knapp sechs Wochen deutscher Bewirtschaftung sind trotz der Kriegsschäden jetzt wieder 90 v. H. der Friedensproduktion erreicht worden. Diese Produktion wird in kurzer Zeit bedeutend gesteigert werden können, da die vorhandenen polnischen Anlagen äußerst primitiv find und ein bedeutender Teil des Grbölgebietes überhaupt noch nicht erschlossen ist. Es ift bamit zu rechnen, baß mit beut- scher Tatkraft bie gegenwärtig vorhandenen 5 00 Bohrlöcher in einigen Monaten bas Doppelte erreicht haben werden. Diefe Tatsache bringt eine weitere Stärkung auf diesem Gebiete der deutschen Kriegswirtschaft mit sich.
Verstärkte Schießausbildung in der Hitler-Jugend.
Nach ber neuen Ausbildungsvorschrift der Hitler- Jugend für die Leibeserziehung in der Kriegszeit wird neben dem Gelänbedienst auch bie Schießausbilbung ber letzten brei HJ.-Jahr- gänge in verstärktem Maße begonnen. 20 000 Schießwarte stehen zur Verfügung. Monatlich werden etwa 4000 HJ.-Schießauszeichnungen verliehen, insgesamt sind es schon über 50 000. Darüber hinaus wurde im vorigen Jahre die besondere Auszeichnung für Scharfschützen geschaffen, die schon von 5000 Hitlerjungen erworben worden ift. Als die neue Ausbildungsvorfchritt ber HI. erlassen mürbe, stauben bereits weit über eine Million Hitlerjungen im Schießbienst. Jetzt gilt es. besonders auch die 16- und 18jährigen zu erfassen. Auch die Reichsschießwettkämpf- dec
Hitler-Jugend werden während des Kneges fortgesetzt. Neben der Grundausbildung läuft auch der Leistungssport im Kleinkaliberschießen weiter.
Oes Führers Oank an das Landvolk.
Berlin, 18. Nov. (DNB. - Funkspruch.) Der Führer hatfolgendekundgebung an bas deutsche Landvolk erlassen:
Die Erntearbeil dieses Jahres ift nunmehr beendet. Die Saat für das kommende Jahr befindet sich trotz schlechten Detters und des Mangels an Arbeitskräften bereits wieder in der Erde.
Das deutsche Volk dankt seinen Bauern für die große Arbeit, die in dem uns aufgezwungenen Kampf von entscheidender Bedeutung ist. Mit Hilfe des Allmächtigen wird d l e d e u t s ch e V o l k s er n ä h r u n g aus eigener Scholle damit auch für das kommende Jahr fichergestellt fein.
gez.: Adolf Hitler.
Knegsfürforge für Mutier und Kind
Die Leiterin der Hauptstelle Mütter-, Säuglings- und Kleinkinberfürforge im Hauptamt für Volkswohlfahrt, Bertha Finck, sagt im „NS.-Volks- bienst": Eine der wichtigsten Aufgaben ber Gegen- wart ist bie Hilfe für bie werde nben Mütter u n b Wöchnerinnen. Trotz ber nohnenbigen Kontingentierung von Lebensrnitteln geht bie Ernährungshilfe für Mutter und Kind weiter, allerbings unter Anpassung an bie gegenwärtigen Verhältnisse. Die Weitergewährung von Ernährungsbeihilfen für Obst und Gemüse ist babei eine Selbstverständlichkeit. Dazu kommt die Sorge, baß die werb enden und stillen- ben Mütter sowie die Mütter mit Säuglingen und Kleinkindern die Möglichkeit erhalten, bie zusätzlich bewilligten bezugscheinpflichtigen Lebensrnittel, wie Milch und Nährmittel, auf jeden Fall zu beziehen. Das Kriegs-WHW. hat bie Finanzierung übernommen. Bezugfcheinfreie Säug- lingswäfche wird weiterhin aus gegeben ober in Form von Wertgutscheinen des Kriegs-WHW. zur Verfügung gestellt. Auch ein verstärkter Einsatz von Haushalthelfertnnen zur Entlastung der erwerbstätigen, kinderreichen Mutter und ber Mutter mit Säuglingen unb Kleinkindern erfolgt zusammen mit der Nachbarschaftshilfe ber NS.'Frauenfchast, den Jugenb- g nippen des Deutschen Frauenwerks und dem weiblichen Arbeitsdienst. Auch Mitglieder des BDM. unb die vorzeitig entlassenen Abiturientinnen können zu leichten Haushaltsarbeiten herangezogen werden. Die Hebammen sind verpflichtet, alle werdenden Mütter, die der Betrriiung durch bie NSV. bedürfen, rechtzeitig der Hilfsstelle zuzuführen unb eine dreimalige kostenlose Untersuchung vorzunehmen. Mit Entschiedenheit wirb auch ber Kampf gegen bie Säuglingssterblichkeit wei-tergeführi. Im Rahmen der Mütter- erholungspslege werden in erster Linie er« holungsbebürftige Soldatenfrauen, knegshinterblie- bene und erwerbstätige Mütter verschickt und Landfrauen betreut werden.
Weibliche Amtsbezeichnungen für weibliche Beamte.
Wie der Reichsarbeitsminifter erklärt, erscheint eine gleichmäßige Handhabung der Form der Amtsbezeichnungen für weibliche Beamte in allen Verwaltungszweigen geboten. Bisher sind erst einige Verwaltungen dazu übergegangen, die weibliche Form, z. B. Postsekretärin, Studienrätin ober Lehrerin, zu gebrauchen. Die Verwendung der männlichen Form der Amtsbezeichnung für weibliche Beamte widerspreche dem gesunden Sprachempfinden. Künftig sind Amtsbezeich- nun gen, die in den Besoldungsordnungen in der männlichen Form vorgesehen sind, für weibliche Beamte nur in ber weiblichen Form an- zuwenden. Wir roetben danach also künftig z. B. neben der Studienrätin auch bie Regierungsrätin und neben dem Inspektor die Inspektorin haben.
Erweiterte Oisziplinarstrasgewalt beim Heer.
Der Oberbefehlshaber des Heeres hat m Erweiterung der Difziplinarftrafgewalt die Disziplinär- vorgesetzten bis auf weiteres ermächtigt, auch Straftaten von Unteroffizieren und Mannschaften — mit gewissen Ausnahmen — im Rahmen ihrer Disziplinarstrafgewalt im Disziplinarweg zu ahnden, wenn dies für ausreichend gehalten wird. Der Oberbefehlshaber erwartet, daß diese erweiterten Machtbefugnisse in voller Gerechtigkeit gehandhabt werden mit dem einen Ziel, die Manns- zücht und damit bie moralische Schlagkraft der Truppe auf voller Höhe zu halten.
Drei Landesverräter hingerichtet.
Die Justizpresfestelle beim volksge- richkshof teilt mit: Der 29jährige Ewald L a ko- ta und der 26jährige Johann Sroka, beide aus Beuthen, die vom Volksgerichtshof wegen Landesverrates zum Tode und zum dauernden Ehrverlust verurteilt worden find, sowie der vom Volksgerichtshof am 9. 10. 39 ebenfalls wegen Landesverrates zum Tode und zum dauernden Ehrverlust verurteilte 33 jährige Robert Schimpf aus kehl am Rhein find heute h i n g e r i ch l e t worden. Lakota und Sroka traten aus Geldgier mit dem Rachrichtendien st einer fremden Macht in Verbindung und belieferten ihn anfänglich mit gefälschten Rachrichten. Später gingen sie dazu über, ihrem Auftraggeber auch zutreffende Berichte zu übermitteln, bie im Inkerefse der Sicherheit des Reiches geheim zu halten gewesen wären. Ein von Sroka gedungener Helfershelfer hat feinen verrat bereits mit dem Tode gebüßt. Um sich Geldmittel zur Befriedigung seiner wettleiden- schäft zu verschaffen, ist der mehrfach vorbestrafte Schimpf durch Vermittlung eines aus Deutschland geflüchteten Juden mit dem Rachrichtendienst einer fremden Macht in Verbindung getreten. In dessen Austrag hat er bis Rovember 1938 zahlreiche Ansspähvngsfahrten lm Reichsgebiet unternommen und über die Ergebnisse dieser Reifen seinem Auftraggeber geheim zu Hal- lende Mitteilungen gemacht,
So arbeitet das Internationale Rote Kreuz in Gens.
geeinte Nation, zum äußersten entschlossen, mit I Der WehrMacktSbencht VVM Freitag Zähigkeit unb Mut zu vollbringen vermag, wenn
es um Ehre, Leben unb Zukunft gebt. Berlin, 17. Rovember. (DRB.-Funkfprnch.)
Dr. Fr. W. Lange. Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt:
Im Westen bei schwachem örtlichen Artillerie-
Stürungsfeuer keine nennenswerte Kampf-


