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Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger
lS. Fortsetzung.
(Nachdruck verboten.)
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Ihre Kinder-Photos mit einer Kamera von Photo-Geller, am Bahnhof,
stellt hat, bereit und willens, alles zu tun, der Führer von chnen verlangt, Damit er fein ßes und gewaltiges Werk vollende.
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Amtseinführung des neuen Rektors der Ltniversität
Am -1.Januar 1940 voraussichtlich Wiedereröffnung unserer Hochschule.
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müssen, damit das Riele immer zu essen hat. Auch Kleider braucht das Riele oder kann man es jo Herumlaufen lassen?" scherzt sie und guckt ihn fpiß» bübisch von der Seite an. Sie klappt ihr Zigarettenetui auf und hält es ihm hin. „Was ist denn das da auf deinem Schenkel? Ist das vom Krieg?"
„Ja. Eine Erinnerung an Maubeuge. Granatsplitter, schlecht geheilt."
„Du vist so stark! Franz! Weißt du noch, wie du mich damals getragen hast?"
Später gehen sie ins nahe Restaurant. Man kann dicht am See unter Sonnenschirmen sitzen, dem Anschlag der Wellen zuschauen und gute Sachen bestellen. Riele hat sich für Micky-Maus entschieden, eine kunstvoll getürmte, sehr kalte Angelegenheit. Bewundernde Herrenblicke zählen ihr jeden Bissen in den Mund. Severin zieht seine Weste stramm und ist voll Stolz.
Sie langen kurz vor Beginn des ersten Rennens in Riem an. Auf der Fahrt hat Severin flüchtig an Eschelbrunn gedacht und an die Kinder. Aber die sind ja gut aufgehoben bei dem vertrauenswürdigen Fräulein Ferber. Er wird ihnen eine Ansichtskarte schicken oder noch besser eine Bonbonniere.
„Nimm Loge", sagt die Fabri. Das taubengraue dezente Kostüm steht ihr blendend. Sie winkt mit ihren weißen Stulphandschuhen nach der Tribüne, die schon ziemlich gefüllt ist. „Das ist Großmama. Hab' ich dir nicht oorausgesagt? Man trifft sie totsicher in Riem. Was die schon verwettet hat, geht ins Aschgraue. Und mich hält sie knapp wie ein Waisenmädchen. Du mußt wissen, sie ist böse, weil ich zum Film bin. Sie ist eben altmodisch. Der Herr neben ihr ist der Hofrat Lepsius. Wir gehen nachher mal rüber."
Die Plätze sind gut, aber teuer, findet Severin. Fünf Mark für so ein bißchen Dasitzen ist viel Geld. Was hat er in Eschelbrunn um fünf Mark nicht alles machen müssen! Er sucht sich zu orientieren. Da ist ein grünes Rasenoval, von Hecken und Hin- dernisien unterbrochen, da sind weiße, rote und blaue Fähnchen, deren Bedeutung unklar ist, und da ist ein Turm, an dem soeben ein roter Korb in die Höhe gezogen wird. „Plötzlich erscheinen Pferde mit bunten Reitern.
„Geht's schon los, Riele?"
„Nein. Sie kontern erst. Gib mal das Programm. Katarakt ist gut, auch Niobe. Die anderen kenne ich nicht. Man müßte Leinfelder da haben, der kann dir alle Pferde sagen", rutscht es ihr heraus, und sie könnte sich oyrfeigen.
,Zst Herr Leinfelder denn hier?"
,^Habe keine Ahnung"« erwidert sie kurz. „Letzt.
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lenkte dann zu Beginn seiner Rede die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf die großen militärischen und politischen Ereignisse der jüngsten Äe'it hin und verband damit einen weitreichenden Uebepblick über die Stellung unseres Reiches in der Welt nach den gewaltigen Erfolgen der letzten Wochen. Bor allem Mies er auf die Unvergleichlich leit unseres Feldzuges in Polen hin, der mit der völligen Vernichtung des Feindes in der überraschend kurzen Zeit von 18 Tagen ohne jedes Beispiel in der Geschichte aller Völker und aller Kriege Dastehe. Dieser siegreiche Feldzug in der unvergleichlich kurzen Zeit sei der stärkste Beweis dafür, wie erfolgreich der Wiederaufbau unserer Wehrmacht durch den Führer sich vollzogen habe. Mit dieser Feststellung verknüpfte der Gauleiter den Dank an b i e Männer, die die Kunst der Kriegführung über die Zeit des deutschen Niedergangs hinweg in unseren Wieder- aufitieg herübergerettet haben. Die Zeit von Versailles halbe wohl beim deutschen Volke die äußere Form zerstören können, aber nicht vermocht, den soldatischen Geist in unserem Volke und das deutsche Führertum auszulöschen. Daher empfinde es unser Volk auch Mit Freude und Genugtuung, Mit welcher Bewunderung die Wett heute wieder auf die deutsche Wehrmacht blicke.
Der Gauleiter erinnerte sodann an die wiederholten Friedensbemühungen, die der Führer sogar nach dem siegreichen Feldzug in Polen wieder unternommen habe, dabei im Besitz des hundertprozentigen Vertrauens seines ganzen Volkes dem Gegner ehrenvolle Bedingungen stellte und hiermit
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die Plattform für einen wirklichen Frieden in der Welt schuf. Der staatsmännischen Weisheit und dem gewaltigen Weitblick des Führers stellte der Gau- leiter die Engstirnigkeit und verbohrte Kleinlichkeit gegenüber, mit der die Leiter der westlichen Demokratien das großherzige Angebot des Führers ausgenommen und durch fadenscheinige Ausflüchte und armselige Mittel sabotiert haben. Er wies auch Mit Worten des Dankes auf die Friedensbemühungen Mussolinis hin, dessen Vorschläge zur Sicherung des Friedens der Führer und auch Frankreich angenommen hatten, während England diese Friedensarbeit gewissenlos zerschlug.
Hieraus bejdjäftigte sich der Gauleiter mit England, dessen Methoden von Lüge, Raub und Gewalt im Dienst der englischen Politik er unter starker Zustimmung der Zuhörer aufzeigte und mit scharfen Worten geißelte. Er erinnerte daran, daß England bisher immer nur andere Völker für sich kämpfen und sterben ließ, um selbst durch Lug und Trug zu Erfolg und Sieg zu gelangen. Diesem England mit seiner Anmaßung und Tyrannei stehe aber jetzt ein Deutschland gegenüber, das mit allem Nachdruck den Standpunkt geltend mache, daß es seine Angelegenheiten und die Interessen in seinem Lebensraum allein, ausschließlich nur allein regele und sich in keiner Weise von England bereinreden lasse. Das deutsche Volk wisse, daß es dabei seinem Führer Adolf Hitler und der von ihm geschaffenen Wehrmacht in stärkstem Vertrauen folgen könne. Dabei erinnerte der Gau
Vornotizen.
Tageskalender für Mittwoch.
Stadttheater 19.30 bis 22.15 Uhr „Agnes Peruaner". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Heimatlich". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Flucht in; Dunkel". — „Burghof": 20 Uhr Treffen der Uksgenossen aus den Grenzgebieten.
Sladlhealer Gießen.
heute um 19.30 Uhr findet die erste Wiederholung des Schauspiels „Agnes Bernauer" von Fredrich Hebbel statt. Die Aufführung holt die cm 4. Oktober infolge von Erkrankung durch „Be- berndes Fräulein" ersetzte Vorstellung nach.
Aus »er Stad« Gießen
Oer Bruöer draußen'
Von,außen betrachtet tst er ein rauher Bursche rem Jüngerer Bruder. Briefe haben wir uns k-Ichneben. Ich ruhe vom Schreiben außerberufli» ,-me aus. und be chm ist schriftliches Mitteilen — v,besondere Rechtschreibung — nicht die stärkste teile- Wenn er doch einmal etwas Unvermeidliches p schreiben hatte, dann mußte das ich für ihn tn. Sogar -in paar unumgängliche Liebesbriefe hibe ich für chn verfaßt. 1
Mn aber geschah das Außergewöhnliche, daß ich öon ihm einen langen und sehr bedeutsamen Brief Schielt. Einen Brief, wie ich ihn in meinem Leben lisch von niemanden bekommen habe — einen Brief aus dem Kriege.
Mein Bruder hat als Soldat beim Ostheer vom ersten Tage an mitgekämpst. Viele Tage blieben »ir ohne Nachricht; wir bangten um ihn! Da — Mich finde ich unter meiner Post einen schlichten «rauen Brief, ohne Marke, nur mit einem einfachen Tempel darauf: „Feldpost"! Die Adresse ist mit SBleiftift geschrieben, jn etwas schwerfälligen Zügen, nitin Vorname in Kurzform, wie man mich zu hiuse rief. Und der Absender hintendrauf: Soldat, jjime, Feldpostnummer.
Schwer wiegt- dieser Brief, — in meiner Hand Md in meinem Herzen. Ich setze mich in ein stilles Immer und öffne mit Bedacht den Umschlag. Mehrere dicht beschriebene Blätter sind darin. Mein- Bruder muß viel erlebt haben, daß er auf einmal so viel schreiben kann!
Oben über der ersten Seite steht: „Polen, den ?" - und schon dieses Fragezeichen an Stelle des Datums sagt mir viel. Dann fängt es an, in müh- jmn geschriebenen Worten, schlicht und ungeheuer dringlich.
Wohlvertrautes, das ihm schon als kleinem Jun- «n eigen war, finde ich wieder, neu beleuchtet vom Geschehen des Krieges. Seine Liebe zu Tieren, fein empfindlicher Geruchsinn („...die toten Pferde, bog ist ein ganz besonderes Kapitel!" — schreibt er), feine trockene, lakonische Art. 'Er meidet jegliches Pathos, und das gibt fqinem Bericht etwas befind er s Wirksames, Packendes: „Du muht wissen, bog man einen Brief im Kriege nicht auf einmal Meiden kann, und so ist inzwischen einige Zeit verengen, in der ich wohl nicht Angenehmes ge- (den, habe..." Aber mit keinem Wort klagt er.
Am Schluß mahnt er noch: „Fahr' mal zu Mutter Md schau' nach ihrer Stimmung" — und dann kvmnt die Bitte nach einem Brief, es ist fein dringendster Wunsch. Recht realistisch sagt er es: „tzlaub' mir, wenn ich einen Brief von Dir bekomme, so ist mir das mehr wert, als Dir taufend Mirk zu Hause!"
:5o bleibt man also gleich sitzen und schreibt einen Aries ins Feld. Ein gewöhnlicher Brief darf es miht fein, das fühlt man sofort. Man hat plötz- lidl eine geschärfte Abneigung gegen alles Unechte, men das belanglose Drum und Dran alltäglicher Mitteilung. Klar spürt man den Wert geschriener Worte, die unmittelbar aus dem Herzen loimnen. Nur in einem überlegt man sehr genau: MS man dem Soldaten draußen an überflüssiger berge, an unsinniger gedanklicher Belastung er- Heren kann.
Dann schreibt man noch die Anschrift, an den Sclbaten mit der Nummer, und gibt ihn zur Post, heu ungewöhnlichen Brief ohne Marke. Er enthält mehrere Blätter, sie sind dicht beschrieben. Und em stiller aber starker Wunsch begleitet ihn hinaus m Feld. J. B.
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neuen Wirkungsort Halle a. d. S. übergesiedelten früheren Rektors Professor Dr. Seiler den Geschäftsbericht über die Amtsperiode des früheren Rektors, die eingespannt lag in die beiden welthistorischen Ereignisse: die Gründung des Groß- deutschen Reiches durch den Führer im Frühjahr 1938 und den Beginn dieses Krieges zur Verteidigung unseres nationalsozialistischen Reiches, den uns eine feindlich und mißgünstige Welt aufgezwungen hat. Jn dem Geschäftsbericht gedachte der Prorektor zunächst der Toten der Uniocrfität, denen die übliche Ehrung erwiesen wurde. Dann berichtete er eingehend über die Veränderung im Lehrkörper während der verflossenen Rektoratsperiode, um schließlich am Ende seiner Ansprache folgendes hervorzuheben:
Wenn infolge des Krieges die Universität Gießen auch nicht wie manche andere Hochschule ihre Hör- säle hat öffnen können, um die jungen Studenten auszubilden, so bedeutet das doch nicht, daß das Leben an unserer Universität ruht dber gar erlöschen ist. Professoren und Dozenten halben sich, soweit sie nicht zur Front erngezogen sind, mit ihrer ganzen Kraft der Forschung Angewandt, um auf dem ihnen eigenen Gebiete in wichtigen Fragen der wissenschaftlichen Forschung dem Vater- lande zu dienen und so zur Vermehrung seiner Stärke beizutragen. In den meiften unserer Institute steht die Forschung im Dienste der wissenschaftlichen Lösung kriegs- und lebenswichtiger Aufgaben. In unseren Kliniken sind Reservel'azarette eingerichtet, und unsere medizinischen Professoren und Dozenten stellen ihre ärzliche Kunst in den Dienst der Heilung unserer tapferen Soldaten, wie der Gesunderhaltung der gesamten Bevölkerung. Die Deterinärkkiniken stehen der tierärztlichen Versorgung der Landbevölkerung offen und helfen so zu ihrem Teil mit, dem Ziele einer Aushungerung Deutschlands einen Riegel vorzuschieben.
Wie jeder im weiten Deutschen Reich, so stehen auch die Universität Gießen und alle ihre Angehörigen auf dem Platz, auf den sie der Führer ge«
• ^r*0c'n Dienstagmittag versammelten sich
der Neuen Aula der Ludwigs-Universität zahlreiche Angehörige unserer alma mater Ludoviciana mit den Vertretern der Partei, an ihrer Spitze Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger, der Wehrmacht, der Behörden und vieler roeuerer Gäste zu Der feierlichen Amtseinführung des neuen ,.eJ.tors Prof. Dr. med. Kranz. Den gegenwärtigen Kriegsverhältnissen entsprechend war die l# rülac^ Zahlreich vertreten, dabei auch eine An- Ml Angehöriger des Lehrkörpers im feldgrauen Ehrenkleid des Soldaten. Neben dem Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger waren u. a. noch erschienen der stellv. Gauleiter Linder, stellv. Gauleiter e. h. Staatssekretär Reiner, Ministerial» rat Ringshausen; aus Gießen Kreisleiter Backhaus, Oberbürgermeister Ritter, Landrat Dr. Lotz, der Vertreter des Standortältesten der Wehrmacht und viele Vertreter von Behörden.
(Bauleiter Reichsstatthalter Sprenger wurde bei seiner Ankunft in der Aula von der großen Festoersammlung herzlich begrüßt. Der Einzug der Fahnen und eine musikalische Darbietung des collegium musicum unter Leitung von Universi- tats-Musikdirektor Prof. Dr. Temesväry bilde- ten den Auftakt der Feier. Anschließend sprach der
Prorektor Prof. Dr. Dietz.
Er entbot zunächst den Gruß der Ludwigs-Universität in besonderer Verehrung, wie immer so auch heute, dem Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger als dem ersten Vertreter von Partei und Staat, und er dankte ihm namens der Universität, daß er trotz seiner starken Inanspruchnahme in der jetzigen Zeit gekommen war, um die Einführung des neuen Rektors in feierlicher Form persönlich vorzunehmen und damit seine Fürsorge und sein besonderes Interesse für unsere Universität erneut eindringlich zum Ausdruck zu bringen. Weiter begrüßte der Prorektor den Vertreter des Stand- ortättesten der Wehrmacht, die Vertreter der Behörden und Schulen, sowie die Freunde und Angehörigen der Universität.
Dann gab er an Stelle des bereits nach seinem
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„Untersteh dich, du Wilder. Am Nachmittag darfit du. Wir fahren nach Starnberg, ja?"
Sie schaut ihn aus halbgeschlossenen Augen ver- heißungsvoll an.
Er ist Feuer und Flamme für ihren Vorschlag. Er ist berauscht von diesem neuen und ganz anderen Leben hier in der Stadt, er kommt sich vor wie aus einem sibirischen Bergwerk entflohen.
Arn Nachmittag liegen sie auf den heißen Planken des Bades und starren faul auf den See. Der Badezug, eine wohlfeile Einrichtung, hat sie nach Starnberg gebracht. Man ist hier wie auf dem Land und braucht dennod) nichts zu entbehren. Das Riele liegt auf dem Bauch und fagt schläfrig: „Du, schmier' mich nochmal ein, sonst kriege ich Sonnen- brand." Severin salbt folgsam die Helle Haut ihres schmalen Rückens, die Schultern, den Nacken. Riele ist sparsam gewandet, ein rotes Höschen, ein rotes Tuch um die Brust und rote Badeschuhe. Auch die Gummihaube ist rot.
Du bist die Schönste von allen , erklärte Seve- rin ernsthaft und hält plötzlich mit dem Massieren inne Bei der einen sind Die Beine nichts, bet Der anderen das Gesicht, aber du bist vollkommen, Riele!"
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'„Manchmal bin ich eifersüchtig, daß dich alle |o fehen dürfen. Kannst du das verstehen? Manchmal möchte ich dich in eine Vitrine sperren und den Schlüssel abziehen. Komm schwimmen letzt.
Er hilft ihr in die chöhe und schreitet voraus zum Trampolin. Er hat eine famose Figur, obschon er keiner von den Jüngsten mehr ist. Sie sind। em rotes Paar, und die Leute sehen chnen nach Riele Sroimmt mäßig und nicht aus V-ranuyen. Seoenn mit und mit Ausdauer. Rtele wtll wieder IN die Änne uL er mochte noch im Waffer blöden - das ergibt lustigen Streit und mächtiges Gespntze. Die Fabri hat einen wunderfchonen gelosten Gang. Wie sie jetzt die Treppe erklimmt und m ihrem kttltschnassen Zeug über die Bretter schrecket, tst vorbildlich und ein kleines Fest sür die Manner. Sie läßt sich in der dicksten Sonne nieder und kramt in hr«m Lackkosf-rch-n nach dem Spiege. S,e windet ein ^aar noj - Löckchen aus und schiebt st- unter bfe Faube Sie fragt: „Magst du Obst?" .
Bitte" sagt Severin und greift nach einem Pf,r° sich Du, pfundig ist das hier. Kem M-nfch kenn 'mich"k^ner will was von mir. Niemand verpatzt ^?'d 7,°n Nachmittag. In Efchelbrunn waren late drösche im Weiher, und man hat ch-^ichtig gewußt, wo man sich -usziehen jott. Eigentlich bin ich ein gewaltiger Faulpelz hier.
.Das ändert sich schon. Franz wird vtel arbeiten
„Wie ab geschnitten, Santes?" erkundigt sich Rtele. fSla, hör mal, du liest wohl keine Zeitung! Mgerlartb war mächtig in Form, vier zu null , Htwortet er leicht gekränkt.
,Mt den Zeitungen halt du recht, Lankes. Dazu wen wir bisher wirklich keine Zeit, nicht wahr, Mnz. Uebrigens darfit du uns gratulieren, gib W Pfötchen, Lankes. Danke. Franz wird sich W niederlassen. Was gibt es sonst Neues im Me?"
»Morgen gibt es Moderennen in Riem." »Da gehen wir hin. Liebst du Rennen, Franz? Seoenn muß beschämt zugeben, daß er noch ft auf einem Rennen war, was Lankes für einen Itten Witz hält. Wo denn auch? Seine karge Ju- IMzeit in Landshut taucht vor ihm auf, feine Audentenjahre, mit bpnen nicht viel los war, außer *üifeln und Sparen, dann Eschelbrunn ... wo ßll da ein Rennen gewesen sein?
.»Vielleicht sehen wir uns in Riern", verabschiedet ti Lankes, „prima siehst du aus, Ria- War doch große Schweinerei in ... wie heißt Das Kass tzeich? Mr haben eine Menge Angst um dich aus- fanden, Ria. Servus, die Herrschaften! Weg t ?r.
Revolverschnauze denkt Severin und nimmt Ji<es Arm. Sie schlendern durch die Theattner Kraße, Benzindämpfe, Hupenlärm und Geschäftig, fot hängen in der Luft. Die vielen Autos sind ihm heimlich, und er muß sich erst an sie gewöhnen. V den Läden riecht es nad) frischem Gebäck, nach Darren, nach Leder und Kaffee. In einem Juwe- hiefchäft ist ein haselnußgroßer Diamant A be- •Mern. In einer anderen Auslage sind Wurste ! d Delikatessen zur Schau gestellt. Jeder erdenk- Luxus liegt hinter den Scheiben Keramiken, Spichs, Damenmoden, Kunstgegenstande aller Art. ..Sin bissel anders als in Eschelbrunn? neck siele.
^®ott, Eschelbrunn ...", es klingt sehr verächt- ...3d) bin schrecklich glücklich, Riele", jagt er unter in Arkaden und preßt ihren Arm. „Ich muß d ch Wn, du, hier vor allen Menschen,
starten sie, paß auf. Oh, Katarakt liegt vorne. Bravo, Katarakt!"
Das erste Rennen ist zu Ende. Hochbeinige Mannequins stolzieren in kostbaren Pelzen über die Bahn. Manche werden beklatscht, manche nicht. Die beiden suchen Rieles Großmutter auf, und Riele stellt vor. Die alte Dame lächelt Severin förmlich 3U, ein wenig ungehalten über die Storung. Sie sieht gebrechlich, aber rechthaberisch aus. ©ie hat die Gewohnheit, die Sätze nicht zu beenden.
„Du brauchst nicht so zu schreien, mein Kind. Ich höre noch ganz ... also nicht mehr beim Film? Das ist gut. Hab' ich schon immer gesagt. Ihr könntet mal zum Essen ... es würde mich freuen."
„Dich trifft man ja nie, Großmama!"
„Ricktig. Ich bin viel fort. Ihr glaubt gar nicht, wieviel ich den ganzen Tag ... ihr müßt mir halt eine Karte schreiben. Dein Verlobter ist Arzt. Das ist Hofrat Lepsius. Wachen Sie auf, Lepsius; hier ist ein Kollege von Ihnen. Lepsius studiert noch immer das Programm; er weiß nicht recht, was er wetten ... Sie kommen vom ßanD? Land finde ich reizend, was ist in der Stadt schon los?"
Der Hofrat wendet sich an Severin: „Sehr erfreut!" Er ist ein Dünnes Männchen mit einem Assyrerbart und vorstehendem Adamsapfel. Er trägt einen adretten Gehrock und einen hohen, steifen Kragen.
„Franz will sich in München niederlassen. Können Sie ihm nicht einen Rat geben?" mischt sich Riele in die Unterhaltung. Dann erzählt sie ihrer Großmutter von den Schrecken der Blinddarmaperation.
„Sie waren also auf dem Land, Kollege? Wie konnten Sie da nur weg! Land stelle ich mir prachtvoll vor. Ruhe, Frieden, keine Autos. Bei jedem Straßenübergang muß ich alter Mann um mein Leben rennen."
„Ich weiß, Herr Hoftat, das sind so die üblichen Ansichten von der Tätigkeit eines Landarztes. Aber mit der berühmten Ruhe ist es nicht weit her. Und an der Gegend sieht man sich auch ab. Aber ick will Ihnen nichts vorlamentieren. Ich sage bloß soviel: wer 12 Jahre auf dem Lande war, hat ein Anrecht auf die Stadt."
„Schon, schon, lieber Kollege. Aber die Stadt ist auch kein Honiglecken für Aerzte. Na ja, ich ziehe mich ja bald zurück. Zu anstrengend für mich alten Mann. Das wäre gleich eine Gelegenheit für Sie. Uebernehmen Sie meine Praxis. Besuchen Sie mich einmal und sehen Sie sich den Betrieb an. Jh, da beginnt schon das zweite Rennen. Sie müssen sich beeilen, wenn Sie auf Ihre Plätze kommen wollen.
(Fortsetzung folgt.)
[eiter auch an den heldenhaften Einsatz und die bisherigen großen Erfolge unserer Flieger und unserer U-Bootkämpfer, zugleich an den starken Schutz und Schirm durch unser Heer, sowie an die gewaltige Leistungsfähigkeit unserer Waffenschmiede, welche den Waffenträgern der Nation in immer mehr ansteigender Leistungsfähigkeit die Waffen liefere, die von den Soldaten mit größtem Geschick geführt werden. Mit dem Blick auf den Führer und gestützt auf unsere Wehrmacht sehe das deutsche Volk mit größter Ruhe der weiteren Entwicklung entgegen. Der Gauleiter betonte die gün- ftiae Position, die unser Volk in diesem Krieae auf allen Gebieten, auch in wirtschaftlicher Hinsicht, habe und die uns allen Grund gebe, mit unerschütterlichem Glauben an die Führung Adolf Hitlers unseren Pflichten nachzugehen.
In dieser Zuversicht fönn« sich unser Volk im Schutze der Front seinen inneren Aufgaben zürn end en und das Leben im Innern des Reiches in Gang halten. Bei Dem weiteren Aufbau im Inneren werde, so betonte Der Gauleiter, auch das gesamte geistige und kulturelle Leben weiterhin alle Pflege erfahren.
Mil Genugtuung und unter starkem Beifall der Festversammlung machte der Gauleiter die Mitteilung, daß unsere Gießener Universität, wenn nicht ganz unvorhergesehene Ereignisse eintreten, am 1. 3anuar 1940 wieder eröffnet wird, um auch in Gießen durch die Wiederaufnahme des Lehrbetriebs an der Ausbildung des akademischen Nachwuchses mitzuarbeiten. Sodann kennzeichnete Der Gauleiter Die wesentlichsten Aufgaben der Hochschulen im nationalsozialistischen Staat, wobei er betonte, daß der Nationalsozialismus nicht Gegenstand eines Lehrstuhls fein könne, aber der Geist des Nationalsozialismus durch alle Disziplinen gehen und die Dominante für jeden Lehrstuhl sein müsse. In diesem Geiste habe Die Forscher- und Lehrtätigkeit seit Dir Machtübernahme einen Aufschwung genommen, wie er in Jahrzehnten vorher nicht zu verzeichnen war. So solle es auck weiterhin bleiben. Der Nationalsozialismus wolle den freien schöpferischen Kräften den Weg freimachen, er wolle, wie Den freien Bauer auf freiem Grund und den freien Arbeiter in freiem Schaffen, auch Den freien Forscher auf feinem Lehrstuhl, denn nur ein solcher freier und schöpferischer Mann habe seinem Volke etwas zu geben und könne Damit stets Vorbild für die kommenden Generationen sein.
Hierauf sprach Der (Bauleiter Dem früheren Rektor Professor Dr. ©eifer Dank aus für Die ersprießliche Arbeit, Die er im Dienste Der Universität Gießen geleistet habe. Weiter gab er seiner Freude Darüber Ausdruck, daß er im Namen des Reichs- erziehungsministers Das Amt Des Rektors einem Manne übertragen könne, Den er als seinen Mitarbeiter im Gau, als Leiter Des Rassenpolitischen Amtes Der (Bauleitung und als wackeren Kämpfer des Führers kennen und schätzen gelernt habe. Der neue Rektor Professor Dr. Kranz sei schon int Weltkrieg Soldat gewesen, er habe sich beim Wiederaufbau Der Wehrmacht sofort wieder zur Verfügung gestellt, und auch in diesem Kriege habe er als einer Der ersten die braune Uniform mit dem feldgrauen Ehrenkleid Des Soldaten vertauscht. Zu dem neuen Rektor Professor Dr. Kranz gewandt, sagte der (Bauleiter: „Ich weiß, daß Sie bas Amt Des Rektors im Geiste unseres Führers und im


