Ausgabe 
18.7.1939
 
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Kassel, 17. Juli. Der Kommandie- General des IX. Armeekorps und

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Lager Godendorf im Juli.

Nach der Besichtigung des Lagers Godendorf dessen blitzsaubere. Helle, freundliche Baracken die übliche Zahl von 216 Westwall-Arbeitern beher­bergen, sitzen wir noch ein wenig mit unserem Füh­rer, dem Gaubeauftragten der Deutschen Arbeits- ront, Ki r e s , zusammen. In dem sonnenverbrann- en, festen Gesicht sitzen ein paar gescheite Augen, die ebenso vergnügt wie energisch blicken können. Dieser Mann ist nicht nur ein außergewöhnliches Organisationstalent, er ist auch, wie man ihn hier so zwanglos plaudern hört, ein wandelndes Lexikon ür alles, was unter den riesenhaft ausgespannten Begriff der Betreuung der Westwall­arbeiter fällt. In der Tat, man muß schon etwas können, wenn man, wie Pg. Kires fast über Nacht vor die Aufgabe gestellt wird, aus allen Him­melsrichtungen herbeiströmende 50 000 Arbeiter hier im Gau Koblenz-Trier ordentlich unterzubringen, zu verpflegen, die Verteilung so zu organisieren, daß niemand mehr als 10 Kilometer höchstens zur Ar­beitsstätte zurückzulegen hat, die geeigneten Kräfte für die gesamte Lagerverwaltung zu schulen und anzusetzen, die komplizierten Probleme der Entloh­nung und sozialpolitischen Versorgung zu bewälti­gen, Freizeit- und Urlaubsftagen in ein System zu

darüber nachzudenken, was es heißt, für jeden ein­zelnen einer solchen riesigen Gefolgschaft außer sei­nem Tariflohn auch noch die unter verschiedensten Voraussetzungen gewährten Zuschläge auszurechnen wie Nachtarbeits-, Mehrarbeits-, Erschwernis- Zuschlag, Entfernungszulage, Wegezeitenschädigung, Mehraufwandsentschädigung, Verpflegungszuschlag, zeitweise Zeltzulage, tarifliche Trennungszulage, Wochenendheimfahrten, Schlechtwetterreglung, Harte-

bringen usw.

Wie eine Sturmflut von Menschen muß es seiner­zeit hier hereingebrochen sein, als die Arbeiten am Westwall im größten Stil ausgenommen wurden. Aber dieser Ansturm wurde zu einer glänzenden Bewährungsprobe der Zusammenarbeit zwischen Partei und Deutscher Arbeitsfront bei der Versor­gung dieser Massen. Eins der hervorstechendsten Merkmale des Nationalsozialismus, die K u n st der Massenorganisation und des Mas­se n e i n s a tz e s in kürzester Frist, zeigte und zeigt sich hier an einem Beispiel, dessen anfängliche Schwierigkeiten gleichwohl niemand unterschätzt hat. Aber längst, bevor di? Arbeitermassen hier die Transportzüge auf den Bahnhöfen des Gaues ver­ließen, hatte der Apparat b-:f Partei und ihrer Gliederung auf Hochtouren gearbeitet. Privatquar­tiere, Barackenlager, Massenquartiere und zum Teil damals auch Zeltlager wurden in unvorstellbar kur­zer Zeit listenmäßig erfaßt und bereitgestellt. Tau­sende von Postomnibussen waren nebst zahlreichen Privatomnibussen herangezogen, die vor allem den täglichen An- und Nücktransport der Arbeiter zu und von den Arbeitsstätten durchführten, bis die Organisation der Lagerverteilung so eingespielt war, daß keine größeren Strecken mehr bis zum Arbeits­platz zurückgelegt zu werden brauchten.

Macht man sich wohl eine Vorstellung von der ungeheuren Organisationsarbeit und von der Ver- kehrsvevdichtung, wenn eine plötzliche Zusatzbevolke- rung von 50 000 Mann in Tag und Nacht lausenden Wechseltransporten mit Lebensmitteln versorgt werden müssen, wenn der Wareneinkauf für diese Massen über 16 Lebensmittelfirmen, 14 Getranke- sirmen 12 Tabakgroßhandlungen läuft, wenn wah­rend des größten Einsatzes im Gau täglich rund 800 Rechnungen bei der Zentrale des Gaubeauftrag­ten der DAF. einliefen? Es lohnt sich auch einmal

Anschließend fuhr General Dollmann mit den Offizieren durch ein Svalier fackeltragender Sol­daten zum Aufmarschplatz des großen Zapfenstreiches. Es war ein phantastisches Bild, als die Fackelträger sich im Halbkreis formier­ten und die Ehrenbatterie und das Trompeterkorps des Artillerie-Regiments 9 einmarschierten, während gleichzeitig mehrere Flakscheinwerferbatterien kriegs­mäßige Hebungen ab hielten und sich die Strahlen­bündel über dem Aufmarschplatz hoch am Himmel kreuzten. Artilleriemärsche leiteten über zum gro­ßen Zapfenstreich.

Am Sonntagmorgen überbrachten Offiziere des Stabes und die Gefolgschaftsmitglieder im Wehr­kreisdienstgebäude ihre Glückwünsche. An­schließend war Empfang der Gratulanten von Par­tei, ihrer Gliederungen, Staat, Behörden, Polizei und Industrie. Die zur Zeit abwesenden Gau­leiter hatten ihre Stellvertreter entsandt, die General Dollmann Ehrengeschenke überreichten. Don Kurhessen war Gauleiter-Stellvertreter S o l b r i g anwesend und vom Gau Hessen-Nassau Gauamts­leiter Dr. Hildebrand. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht übersandte das folgende Glückwunschtelegramm:Anläßlich Ihres 40jährigen Dienstjubiläums übermittele ich Ihnen meine besten Glückwünsche. Adolf Hitler." Weitere Glückwunschtelegramme gingen ein von Ge­neralfeldmarschall Göring, Großadmiral Rae- d e r und den Generalobersten von Brauchitsch und Keitel. Auch beim Besuch des 5. Korps-Reit- und Fahrtturniers in Bad-Nauheim mar General Dollmann Gegenstand besonderer Ehrungen.

Das Militär-Dienfijubiläum General Dollmanns.

Massenorganisation im Wefiwall-Gebiet

Von unserem re.-Sonderberichierstatier.

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goldenes Armband beigegeben waren. Das Arm­band ist ein Wunderwerk der Goldschrmedekunst. Besonders bemerkenswert ist der Verschluß, der aus hauchdünnen Goldplättchen besteht Das Gewicht des goldenen Armbandes betragt 11,25 Gramm. E- ist anzunehmen, daß es sich um das Grab eines Königs handelt.

Altrömifche Ladenkaffe in Pompeji ausgegraben.

Bei den Ausgrabungen in der Via delllAbbon- danza, einer Geschäftsstraße des zerstörten Pompep, ist in einem altrömischen Geschaftsladen e i n st a t t - licher Münzschatz ausgefunden worden. Es han­delt sich um insgesamt 1600, teilweise sehr gut er­haltene B r o n z e m ü n z e n aus Regierungszett der Claudier und der Flavier, zum größten Teil aus der Zeit des Kaisers V e s p a s i a n. Der Munzschatz zählt zu den bedeutendsten der bisher gehobenen. Bei Grabungen im Tempel der Ceres in Paestum sind Münzen aus der ersten Hälfte des 6. Jahrhunderts aufgefunden worden.

Die deutschen Geologen tagen im Sudetengau.

DieDeutscheGeologischeGes e ll s ch a f t hält ihre Hauptversammlung vom 20. bis 28. August in Reichenberg im Sudetengau ab. Der Su detengau ist eines der geologisch ?PleTre^arl und vielseitigsten Gebiete Großdeutschlands und birgt eine nicht geringe Anzahl von für ^e deutsche Wirtschaft wertvollen Bodenschätzen. Erst nach der Heimkehr des Sudetenlandes war die Voraussetzung

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Jnamometrie, wobei die Druckkraft der Hand onl .irr Skala abgelesen wird. Das Ergebnis bei ^aerende war im Gesamtdurchschnitt eine Erhöhung

Dynamometerwertes um 1,3 Kilogramm. Da sich töt wahre Erholung immer erst nach der Urlaubs»

Lagerzeit ganz offenbart, wurden die Unter- jycungen über die Lagerzeit ausgedehnt und dabei «ich'die Eltern von 170 Jungen ausführlich gefragt über Kräftezustand, Appetit, geistige Regsamkeit ihres Sohnes ufw. Nur 12 Eltern hatten 'Bemängelungen, sämtliche übrigen waren restlos befriedigt und dankten der HI. In einem Ll!?rnschreiben heißt es:Der Junge weiß sich vor Leenslust nicht zu lassen".

$ie das Vegablensörderungs- werk arbeiten wird.

iBei Ausgrabungsarbeiten im Hallstädter kralzdergtal stieß man, wie der Hallstädter Irscher Dr. Morton mitteilt, auf ein nach seiner Schätzung zweieinhalbtausend Jahre altes Grab.

-im Ausstechen eines Rascnviereckes kam zunächst eiin großer Bronzeeimer zu Tage, ihm benach- bart lagen noch ein zweiter und ein noch prächti- zvrer dritter Eimer. Der letztere zeigte an seiner )inenseite das ukgermanifche Sonnensinnbilb. Un- v it dieser drei Gefäße, die höchstes Können der knaligen Metallarbeiter verraten, lag ein Skelett, km zwei Schmuckstücke, ein Bronzedolch und ein

für eine intensive Bodenforschung gegeben. Die durch die Tagung ermöglichte Fühlungnahme der Geologen des Altreichs, der Ostmark und des Su­detengaues wird die Grundlage für eine gesteigerte geologische Forschungstätigkeit schaffen, die im Rah­men des Vierjahresplanes besondere Bedeutung hat.

Ibero-Amerikanische Aerzte in Vad-Nauheim.

Nach der kürzlichen Verabschiedung einer Gruppe brasilianischer und portugiesischer Professoren und Aerzte traf am 9. Juli eine größere Anzahl von Renten aus Chile, Argentinien und Peru tn Bad- Naüheim ein. Diese Äerztegruppe wurde Mit der wissenschaftlichen Arbeit der Bad-Nauheimer Insti­tute bekannt gemacht, außerdem fanden Führungen durch die Bade- und Kuranlagen und durch Kran- kenanstalten statt. Vorträge hielten: Professor Dr. Arthur Weber, der Direktor des Balneologychen Universitäts-Institutes, und der Chefarzt der Städ­tischen Krankenanstalten, Professor Dr. Werner Lueg. Don Bad-Nauheim aus wurde Darmstadt besucht, wo die Fabrikationsanlagen des Hauses Merck besichtigt wurden. Bei einem Empfang im Kurhaus begrüßte Kurdirektor Freiherr von Wech­mar feine Gäste. Für die Südamerikaner danktt in herzlichen Worten Professor Dmz Munos. Auch der Präsident der Deutsch ° Jbero - Amerikanischen Aerzte-Akademie, Botschafter a. D. General Faupel, und Professor Dr. Volhard richteten Worte der Be- qrüßung an ihre südamerikanischen Freunde. .Die Äerztegruppe, die von Hamburg über Köln nach

ausgleich ufw. . r . ;

Aber jedem wird auf Heller und Pfennig sein Recht. Das zeigt auch ein Blick in die Derpfle - ; gungsmaschinerie etwa dieses Lagers hier. Der Speisezettel, immer für 14 Tage vorher zusam- mengeftetlt und vom Lagerführer, vom Arzt und von zwei Männern der Gefolgschaft bann hinsichtlich der Qualität des Essens überprüft, liefert bei einem Verpflegungssatz von 1,20 RM. täglich pro Mann Kaffee, 750 Gramm Brot, 63 Gramm gute Butter, 90 Gramm Marmelade, 125 Gramm Wurstwaren und ein komplettes, abwechslungsreiches Mittagessen aus Suppe, Fleisch, Kartoffeln und Gemüse. Einmal in der Woche gibt es Eintopf- ober Fischgericht.

Die Lager, die unter ständiger Aufsicht von In­spektoren und Rechnungskontrolleuren stehen, haben für je 216 Mann als Personal einen Lagerfuhrer, Rechnungsführer, Kantinenverwalter, Küchenchef, zweiten Koch, drei Kartoffelschälfrauen und einen Barackenwärter. Wie nützlich und angenehm Ord­nung, Sauberkeit und Disziplin sind, das bekommen die Lagerinsassen sehr schnell weg. Man sieht nur zufriedene und fröhliche Gesichter, und sie müssen sich wohl wirklich sehr wohl fühlen, wenn sie außerhalb ihrer anstrengenden Arbeit noch so viel Initiative und Ehrgeiz haben, daß sie utzter- einanber ober Lager gegen Lager sehr beachtliche Sportwettkämpfe ausfechten. Und wenn man hört, daß an einpm Lohnzahlungstag etwa 1830 000 Mark nach Hausean Muttern" geschickt werden, dann läßt bas höchst erfreuliche Rückschlüsse auch auf die geistige und seelische Betreuung der Westwall­arbeiter zu.

Auf diesem Gebiet leistet, wie nicht anders zu erwarten, die NS.-GemeinschaftKraft durch Freude" auch hier Vorbildliches. Men­schen, die größtenteils von ihrer Familie getrennt und hier im Lager in einem vorübergehend frem­den Lebensraum sich aufhalten, finden eine liebe­voll durchdachte F r e i z e i t g e st a l t u n g vor. Tonfilm- und Variete-Vorstellungen, Zeitungen und Zeitschriften, Sportgeräte, Spiele, Büchereien, Rund­funkgerät, Ausflugsfahrten zu besonderen Veran­staltungen wie etwa zum Rennen auf dem Nürburg­ring, zur Ordensburg Vogelsang usw. Wir machen uns den Spaß, nach Reibereien, Zwischenfällen, Ar- : beitsflucht usw. zu fragen. Das vergnügte Schmun- : zeln um die Augen des Pg. Kires,als Antwort be- sagt mehr als jedes ablehnende Wort. Was er aus - seiner langen Erfahrung über den deutschen Arbei- - ter über seine Einsicht, seine Disziplin und seinen : Leistungswillen sagt, heißt kurz: über allem Lob erhaben wenn er richtig geführt wird. : Und wie richtig er geführt wird, bffs bestaunen wir [ hier im Westwallgebiet wieder einmal!

Befehlshaber im Wehrkreis IX, General der Artil- leie Dollmann, war anläßlich seines 40jähri- gen Dienstjubiläums Gegenstand zahlreicher Ehrun­gen. Die Feier begann am Freitag auf dem Trup­penübungsplatz Ohrdruf mit Einzelübun- gen der B. Ä. 9. Am Abend fand im Kasino ein ge­meinsames Essen mit den Dioisions- und Truppen­

kommandeuren und dem Stab vom Generalkom­mando IX statt. Bei dieser Gelegenheit sprach der Kommandeur der 9. Division, Generalleutnant von A p e l l, dem Kommandierenden General die Glück­wünsche des gesamten Offizierskorps und der Trup­pen aus und überreichte ein Gemälde des Komman­dierenden Generals von Kunstmaler Pforr (Hann.- Münden). General von Apell hob hervor, daß es ihm eine besondere Freude sei, an dieser Stelle dem Kommandierenden General Anhänglichkeit, Liebe und Verehrung zum Ausdruck bringen zu können. Er gab einen Heberblick über den Werdegang des Generals Dollmann und betonte die ungeheure Arbeitsleistung, die im Wehrkreis IX vollbracht werden mußte, der von Hamburg bis Aschaffenburg reichte. Diese gewaltige Vorarbeit des Kommandie­renden Generals habe später den neuaufgestellten Korps die reibungslose Zusammenar­beit mit Partei undBehörden ermöglicht. General D o l l m a n n dankte in bewegten Worten, insbesondere auch seinen früheren Mitarbeitern. Nichts sei für ihn ehrenvoller, als in einer weltge­schichtlichen Epoche unter dem Führer Adolf Hitler an der Spitze einer Truppe zu stehen. Dabei sei seine größte Freude, daß nie einer seiner Mitarbei­ter und Kameraden ihn enttäuscht habe.

Valentin Zeileis f.

Der Begründer des Kurorts Gallspach im Gau Oberdonau, Valentin Zeileis, ftarb an der Stätte 27jährigen Wirkens an den Folgen einer Verletzung, die er sich beim Experimentieren zuzog. Zeileis verwandte Hochfrequenzströme zur Be­handlung seiner Patienten. Durch seine zeitweise stark umstrittenen Kuren zog er Patienten aus allen Teilen der Welt nach Gallspach.

Verkehrsbefchränkungen für Omnibusse auf der Grohglocknerstraße.

Die folgenschweren Unfälle auf der Groß- glockner-Hochalpenstraße erfordern für einige besonders verkehrsreiche und gefährliche Hochalpenstraßen Verkehrsbeschränkungen für Omnibusse und Fahrzeuge von bestimmten Aus­maßen. Die Großglockner-Hochalpensttaße, den Rad- staedter Tauernpaß, den Katschbergpaß und die Turracher Höhe dürfen vom 1. August 1939 an nicht befahren werden von Fahrzeugen über 2,35 Meter Breite und 12 Meter Länge, Lastwagen bei Beförderung von mehr als acht Personen auf der Ladefläche und von Anhängern zur Personen­beförderung. Kraftomnibuffe dürfen auf diesen Stra­ßen nur verkehren, wenn die Fahrer eine beson­dere Bescheinigung der Verkehrspolizeibehörde des Standortes mitführen. Die Bescheinigung wird er­teilt, wenn Fahrzeug und Fahrer gewissen Anforde­rungen entsprechen.

Omnibus vom Triebwagen erfaßt. 13 Verletzte.

Am 17. Juli wurde hinter dem Bahnhof Rothe n- burg ob der Tauber ein besetzter Omnibus, dem mehrere Wagen folgten, von einem Trieb­wagen erfaßt und stark beschädigt. Von den Insassen des Omnibusses wurde ein Mann schwer und 12 Personen leicht verletzt. Der Fahr­zeuglenker wollte wegen der nachfolgenden Omni­busse trotz der vom Triebwagenführer rechtzeitig gegebenen Warnsignale, die unbeschrankte mit Warnzeichen gesicherte Heberfahrt noch vor dem Triebwagen überqueren.

Geblendet in den Tod gerannt.

Der Möbelhändler E. Schneider aus Baumholder bei Oberstein-Jdar wurde auf der Landstraße bei Reitscheid von einem entgegenkommenden Auto, das sein Licht nicht abgestellt hatte, geblendet. Schneider verlor die Gewalt über feinen Wagen und rannte gegen einen Baum. Mit Knochenbrüchen und schweren inneren Verletzungen kam er ins Kranken- . haus, wo er bald darauf den Folgen des Hnfalles ' erlag.

Erstbesteigung der Thurwieser-Ostwond.

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3as unter der Schirmherrschaft von Generalfeld- ' Nicrschall Göring soeben begründeteBegabtenför- i deungswerk des deutschen Volkes" gehört zu den Einrichtungen des nationalsozialistischen Staates, die 1 fnrlft ohne Beispiel in der Welt sind. Der beim Lei­te, des Berufswettkampfes aller Schaffenden zu bil­de de Z e n t r a l f o n d s des Begabtenförderungs- mirks, der erhebliche Millionenbeträge aus Mitteln de DAF., des Staates, der Gemeinden und der ge­weblichen Wirtschaft enthalten wird, ist der un­erläßliche Ausgleichs- und Ergänzungs- fccktor für alle Fälle, in denen öffentliche oder piDate Quellen gar nicht oder nicht ausreichend schlossen werden können. Zugleich wird eine zen- tr:Ie Bearbeitung der ganzen Begabtenforderung on neutraler und objektiver Stelle ermöglicht, wie fh im Volksinteresse liegt. Man kann sogar hoffen, der Stiftungen, die heute wegen langst überholter Zi.eckbestimmungen nicht mehr recht zum Zuge kom- rnn können, auf das große Begabtenförderungs- to-rf umgeschaltet werden. Das Antragsrecht auf N-iernahme in die Begabtenförderung soll jedem o js e n st e h e n, auch denen, die aus irgendwelchen (Väinben nicht am Berufswettkampf teilnehmen ki nen. In der Regel aber werden, abgesehen vom Brufswettkampf als großer Auslesebafis, die An- trge von der Partei und den Formationen oder rri den Betrieben ausgehen. Jeder Volksgenosse, Citi) der ärmste, wird nun die Chance Haden, feinen Fl ügkeiten entsprechend für den Lebenskampf aus- genutet zu werden. Allerdings müssen der Förde- rir g würdige Anlagen auch gegeben sein. Deshalb m b am Anfang eine strenge Auslese stehen. Dr Antragsteller wird seine Ausbildungswünsche öigern, und es wird dann durch eine fachliche Ar- beisgerneinschaft, gegebenenfalls in einem etwa ccitagigen Ausleselager, gewissenhaft geprüft, ob t)( Einsatz öffentlicher Mittel für diesen Förde- nigswunsch berechtigt ist oder ob eine andere För- Lmmgsrichtung den Anlagen des Antragstellers 1PD damit dem Nutzen der Gemeinschaft mehr ent- ßjjcht. Wer aber einmal als förderungswürdig asgelesen ist, der soll wirtschaftlich ausreichend bis

Grenze seiner Eignung oder dem Abschluß der Abbildung gefördert werden. Dabei wird dafür g.vrgt werden, daß der bloße Berufsstreber, dem e- an der unerläßlichen charakterlichen Grundlage sillt, nicht mit durchschlüpfen kann. Unverschuldete m erbbiologisch nicht ausschließende körperliche Be­tz derungen werden den Tüchtigen nicht im Wege fpen. Bisher waren 69 v. H. der Berufskampf- f:ger ohne eigene oder fremde Mittel für die Be- risfortbildung. Danach kann man ermessen, welch enrme Leistungsreserve noch in den wenig» -Mitteilen Schichten unseres Volkes schlummert, flicht zuletzt aber liegt ein wichtiger Gesichtspunkt fr . neuen Werks auch auf bevölkerungspolitischem Miet. Wenn gerade die t ü ch t i a e n Familien in der Vergangenheit eine Beschränkung der K nderzahl erstrebten, um lieber wenigen Kin- brn den erwünschten Berufsweg ermöglichen zu linnen, so fällt dieser Beschränkungsgrund jetzt

Bad-Nauheim kam, fuhr «ffber Frmilfurk ö. M. und Heidelberg nach München, Wien, Nürnberg und Berlin, wo am 24. Juli die Verabschiedung dec Teilnehmer an dieser ©tubienretf« vorgesehen ist.

Aus aller Wett.

Meister auf der Schreibmaschine.

Den Abschluß des R e i ch s l e i st u n g s s ch r e i. bens 1939 auf der Schreibmaschine als Mann- chaftsveranstaltung der DAF., Amt für Berufs­erziehung und Betriebsführung, Berlin, und der Deutschen Stenografenschaft, Bayreuth, bildete der Reichsentscheid und die Austragung der deutschen Meisterschaften auf der Schreibmaschine in Bay­reuth. An dem Reichsleistungsschreiben auf der Schreibmaschine beteiligten sich 84 000 Teilnehmer, das sind über 20 Prozent mehr als im Vorjahr. Reichsbeste ist, wie auch im Vorjahre, Frau Hedwig P r ö tz l (Nürnberg). Die elf weiteren Reichssieger lauten: Ilse Send (Berlin), Olga Fischer (Berlin), Linny Kappertz (Berlin), Walter Behrens (Hannover), Lena Lohse (Chemnitz), Anni Günzler (Suhl), Lisbeth Schiffmann (Chemnitz), Hildegard Holzbrecher (Zella-Mehlis), Hedwig Bucher (Freiburg/Breisgau), Christine Krauß (Dresden) und Ella Tag (Berlin). Die Reichsbeste erhielt als Preis eine KdF.-Reise nach Italien. Im deutsch-ungarischen Kurzs chriftwett- tampf siegte die deutsche Mannschaft mit 14 800 Punkten gegen 14 064 Punkten der Ungarn. Die Mitglieder der deutschen Mannschaft sind: Gerhard Hergesell, Oskar Kämmer und Hans Fischer.

Zahreslreffen der Vorkriegsflieger in Frankfurt a. 21L

Die Dorkriegsflieger halten anläßlich des II. I n- ternationalen Luftrennens de s NS.- Fliegerkorps am 29. und 30. Juli 1939 in Frankfurt a. M. ihr Jahrestreffen ab. Denalten Adler n", wie die Dorkriegsflieger sich auch nennen, die aus dem ganzen Reick) nach Frankfurt kommen, wird Gelegenheit geboten, das LuftschiffGraf Zep­pelin" auf dem Flug- und Luftschiffhafen Rhein- Main und die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu be­sichtigen sowie am Flugtag auf dem alten Flughafen Rebstock teilzunehmen. Männer mit bekannten Na­men, die mit der Entwicklung der Luftfahrt aufs engste verbunden sind, werden im Kreise ihrer Kame­raden weilen. Zum Gedenken der gefallenen Flieger­kameraden werden Abordnungen Kränze niederlegen. Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Krebs gibt den Gästen am Mittag des 29. Juli im Bürgersaal des 1 Rathauses einen Empfang. Am Abend findet eine ' Wiedersehensfeier imFrankfurter Hof" statt.

Der deutsche Bergsteiger Raimund Bucher hat gemeinsam mit dem Italiener Giuseppe Pirovano die Ostwand des 3648 Meter hohen Thurwieser m mehrstündiger schwieriger Kletterarbeit erstiegen. Da­mit wurde die erste Besteigung dieser Wand voll­bracht. Der Thurwieser liegt in der Drtler« Gruppe.

Ein Wiesbadener in den Bergen abgestürzk.

Der 38 Jahre alte Kammermusiker Günter Eberle aus Wiesbaden, der zur Erholung in Mittenwald weilte und seit mehreren Tagen von einer Bergtour nicht mehr zurückgekehrt war, wurde von Bergwachtmännern im Karwendel t o t aufgefunden. Der Bergsteiger, der die Tour allein ausgeführt hatte, mar beim Abstieg von der westlichen Karwendelspitze vom Weg abgekommen und in die sogenannten Steilhänge geraten. Eberle stürzte in eine Felsspalte und blieb zerschmettert liegen. Die Bergung der Leiche gestaltete sich außer­ordentlich schwierig.

Tropische Hitze in Jugoslawien.

Seit mehreren Tagen herrscht in gan3 Jugofla^ Wien eine tropische Hitze, die ihren Höhepunkt m Tusla in Bosnien mit 4 0 Grad Eelsius lm Schatten erreichte. In Belgrad betrug Die Tem­peratur 36,5 Grad. Die Belgrader Wasserleitu7ig war am Montag längere Zeit wegen Wassermangel gesperrt.

Neun Todesopfer des Zugunglücks bei Warschau.

Das Eisenbahnunglück bei Warschau hat bisher neun Todesopfer gefordert. 70 Personen befinden sich noch mit schweren Verletzungen m den Kran­kenhäusern. In einem amtlichen Bericht heißt es, daß das Zugunglück durch die Fahrlässigkeit der überlasteten Beamten heroorgerusen

jnt.

Meine politische Nachrichten.

Der Führer hat an Generalissimus Franco «'läßlich des Jahrestages der Nationa- Inn Erhebung in Spanien nachstehendes Tele- znmm gesandt:Ew. Exzellenz spreche ich anlaß- Ibo des Jahrestages der Nationalen Erhebung tn Srnnien meine und des deutschen Volkes herzliche i'iiickwünsche aus in der festen Heberzeugung, daß bi ruhmvolle Sieg der spanischen nationalen Be­rgung bas Unterpfanb einer stolzen Zukunft Ihres Lrnbes fein wirb."

Zn diesen Tagen weilen Vertreter der itcklieni - sly en Flugzeug- und Motorenindustrie i Deutschland. Die Italiener erwidern einen Besuch l.utscher Persönlichkeiten der Luftfahrt, die im April i Italien waren. Die italienische. Abordnung war (oft der Junkers-Flugzeug- und Motorenwerke. Ihr (üereffe galt besonders der mustergültig ausge- bmten Groß-Serienfertigung.

53m Gästehaus der R e i ch s f r a u e n f ü h r u n g hiaf die bulgarische Frauenführerin Frau D i m i - I ana Iwanowa ein. Frau Iwanowa beabsich­tigt vor allem Erfahrungen auf dem Gebiete der legalen Betriebsarbeit und des Mutterschutzes zu jcrnmeln.

Der jugoslawische Prinzregent Paul und s -inzessin Olga trafen am Montagnachmittag i n 2d n b o n ein. Auf dem Bahnhof wurden sie von b.m Herzogspaar von Kent empfangen. Am Man- a^abenb gab das englische Königspaar im Z-ckingham-Palast ein Festessen. An zuständiger eng- ü'cher Stelle betonte man, daß es sich um einen n n privaten Besuch handele und keinerlei Dor- lenrungen für Besprechungen mit Staatsmännern raffen worden seien. *

Wie die britische Admiralität mitteilt, wird das SchlachtschiffR a rn i 11 i e s", das zur Zeit zum bri- tiHen Mittelmeergeschwader gehört, wäh­lend der Sommermonate zur Heimatflotte kommandiert werden und an deren Manövern teil- «chmen. Das Schlachtschiff trifft am 20. Juli in ; Portsmouth ein.

Kunst und Wissenschaft

Königsgrab in Hallstadt aufgefunden.