Ausgabe 
18.4.1939
 
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S.J.-fpori

Erstes Bahnradrennen 1939 in Gießen.

Der Gießener Radsport, vertreten durch die Gie­ßener Radfahrervereinigung, hat es verstanden durch die Abhaltung größerer Radsportveranstaltun­gen in den letzten Jahren eine führende Rolle im Sportleben unserer Stadt und darüber hinaus im Gau Hessen zu erringen. Auch in diesem Jahre wird es an den größeren Radsportveranstaltunaen in Gießen nicht fehlen. Die Eröffnung der Rädsport- zeit 1939 bedeutet das am Sonntag, 30. April auf dem Waldsportplatz stattfindende Bahnrad­rennen. Obwohl der Meldeschluß erst Ende der Woche ablauft, so sind doch bereits Fahrer für das Rennen verpflichtet worden.

Einige alte Bekannte der Gießener Bahnrennen werden auch beim ersten diesjährigen Bahnrennen vertreten fein. Zu ihnen gehören Franz Gasfen- mener (Offenbach), Hch. Schneider (Köln), Willy Paduschek (Köln) und Matthias Kneller (Bonn). Sämtliche sind den Gießener Radsportfreunden keine Fremden mehr. Insbesondere ist der Bonner Matthias Kneller, der neben dem Kölner Meister Jean Schorn die Sympathien besitzt und im ver­gangenen Jahre gut gefallen konnte. Kneller ist auf Grund seiner Siege im vergangenen Jahre Mitglied der deutschen Nationalmannschaft und Deutschlands bester Amateurmannschastsfahrer.

Außerdem wurden inzwischen verpflichtet: Speck- Hardt (Offenbach), Huppertz (Köln), Kleinsorg (Köln). Ferner die beiden Solinger Hans Matthies und Ernst Schröder, die schon in diesem Jahre zu Erfolgen aus Sommerbahnen kommen konnten.

Olympische Winterspiele mit

Militär-Schipatrouille.

Unter Vorsitz seines Präsidenten Marcel Hen- n i n g e r hielt das Schweizerische Olympische Ko­mitee in Bern eine Sitzung ab, auf der auch die Programmgestaltung der Winterspiele 1940 in St. Moritz besprochen wurde. Im Gegensatz zum Or­ganisationskomitee nahm des SOK. den Standpunkt ein, auf schisportliche Demonstrationen solle ver­zichtet werden. In einer offiziellen Erklärung heißt es, an den Olympischen Winterspielen 1940 in St. Moritz wurden weder Schi-Wettkämpfe noch Schi-

Demonstrationen stattfinden, mit Ausnahme des Militär-Patrouillenlaufes. Es sei denn, es erfolge in den nächsten Monaten noch eine Einigung zwi­schen dem IOK. und der FIS.

Vier große Rundflüge 1939.

2ln Stelle des Deutschland-Rundsluges, der erst 1940 wieder durchgeführt wird, haben die deutschen Sportflieger in ihr Jahresprogramm vier andere Rundfliege ausgenommen. Am 20./21. Mai findet der Ostpreußenflug statt, der Nordostdeutsche Rund­flug am 10./11. Juni führt von Rangsdorf nach Breslau, der Westdeutsche Rundflug am 24.Z25. Juni wird in K o n st a n z gestartet und endet in Köln, den Beschluß bildet am 15./16. Juli der Mittel­deutsche Rundflug mit Start in Dresden und Ziel in Braunschweig. An den einzelnen Wettbe­werben werden bis zu 32 NSFK.-Standarten be­teiligt fein.

Deutsche Tennisspieler in Taormina.

Pech hatten die Deutschen, die beim Tennistur­nier in Taormina bis zur Endrunde gekommen waren, bei den Schlußkämpfen. Nicht ein einziger Sieg glückte hier unseren Vertretern. Frau Hein- Muller unterlag imMixed" mit Taroni 3:6, 4:6 gegen Wheeler (Tanacescu. Die Berliner Beuthner-Göpfert scheiterten im Finale des Mannerdoppels 5:7, 3:6, 1:6 an den Italienern Vi do-Taroni. Im Fraueneinzel wurde die Amerikanerin Gracyn Wheeler überraschend von Frl. Parakowa 4:6, 6:4, 6:2 geschlagen. Bei den Manern triumphierte Quintaoalle 2:6, 8:6, 6:2, 6:2 über Tanacescu.

Mit 7 0 Km.-Std. die Marmolata hinab

Auf der Marmolata, derKönigin der Dolo­miten", fand der klassische Schi-Abfahrtslauf statt, an dem auch einige Deutsche teilnahmen. Der Sie­ger von 1937, Giovanni Sieger (Cortina), ge­wann in 2:39,2 Minuten und erreichte auf der schweren Strecke eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 70 Kilometern. Vittorio Chieronni benötigte sechs Sekunden mehr und wurde Zweiter vor La- cedelli und Mühlbacher (Wien) als besten Deutschen. Beer (Wien) kam auf den sechsten und Lücke (Kuf­stein) auf den achten Rang.

Großer Slraßenpreis des Saarlandes."

Bartoskiewicz-Berlin Spurtsieger.

Der Große Straßenpreis des Saarlandes, der am Sonntag zum zweitenmal im neuen Rennjahr die Nationalmannschaft unserer Amateure mit den tüch­tigsten Fahrern aus dem Reich vereinte, fand beim Publikum wieder starken Anklang. Längs der neuen, 75 km langen Strecke von Saarbrücken über Völk­lingen, Heusweiler, Illingen, St. Jnahert zum Aus­gangspunkt zurück standen die Radsportfreunde in Hellen Scharen, um dem spannenden Kampf zu folgen, einem Kampf, der erst auf den letzten 100 m entschieden wurde. Der Berliner B a r t o s k i e ° w i c z fing den enteilten Chemnitzer Preiskeit am Ziel ab und siegte nach einer Fahrzeit von 4:18,45 Stunden vor Preiskeit, Meurer und Jrrg a n g. Der Frankfurter H. N o ß errang in der G-Klasse den Sieg nach 4:51,00 Stunden.

Die Vorentscheidung des 150 km langen Rennens fiel bereits nach etwa 50 km am Galgenberg bei Illingen. Die ^.-Fahrer Preiskeit (Chemnitz) und Schenk (Tilsit) sowie sechs Fahrer der gerade ein­geholten 8-Klasse Kittsteiner (Nürnberg), Benk- ner, Rehmer (beide Frankfurt), Oberquelle (Biele­feld), Schmidt (Schweinfurt) und Heiler (Kesdick) zogen davon und erkämpften sich bis zum Ende der ersten Runde einen Vorsprung von rund 4 Minuten, der bei der zweiten Ersteigung des Galgenberges auf 2 Minuten zusammengeschmolzen war. Nun machten

sich die großen Anstrengungen bemerkbar. Benkner und Rehmer fielen zurück, Heiler mußte mit einem Sattelbruch die Waffen strecken. Heller (Schweinfurt) und Meier (Chemnitz) mußten gleichfalls die Haupt­gruppe ziehen lassen, während Jrrgang und Bolte (Chemnitz) einen Ansturm auf die führende Fünfer­gruppe unternahmen, ohne allerdings zum Ziel zu kommen.

Immer näher rückte die Hauptgruppe an die Füh­renden heran. Da trat der Chemnitzer Preiskeit an und ließ auch seine letzten Begleiter bei St. Ingbert (10 km vor dem Ziel) hinter sich. Schnell machte er Boden gut, und bald betrug fein Vorsprung 2 km. Während schon alles an einen Sieg des wackeren Chemnitzers glaubte, machte sich der Berliner Bar- toskiewicz 5 km vor dem Ziel von der Hauptgruppe frei und begab sich allein an die Verfolgung. In einem machtvollen Endspurt erreichte er den verdutz­ten Preiskeit 100 m vor dem Band und siegte noch ganz überlegen. Meurer (Köln) führte in 4:19,45 den zweitenSchub" ins Ziel.

Auch in der G-Klasse war der gefürchtete Galgen­berg zur Lösung aller Fragen berufen. Naß (Frank­furt), Götz (Wiesbaden) und Walch (Schweinfurt) traten in der letzten Runde am Galgenberg an. Un­angefochten zogen sie dem Ziel entgegen, wo sich dann N o ß als der spurtschnellste Fahrer erwies.

Handball-Pokalkämpfe im ASM.- Kreis 8.

Tv. Lirchgöns TB. Hörnsheim 9:3 (3:2).

Für vidle mag dieses Ergebnis überraschend kom­men. Es ist auch eine Bombenüberraschung! Hörns­heim ging mit den besten Aussichten in den Kampf, zumal die Platzbesitzer in der letzten Minute noch zwei ihrer besten' Spieler ersetzen mußten. Wenn trotzdem die llchance, die zweifellos vorhanden war, nicht ausgenutzt wurde, so liegt das keineswegs an der Mannschaft als solche. Jeder Mann tat seine Pflicht, der Sturm nur vergaß bei aller Anerken­nung seiner Leistungen, das Schießen. Man muß allerdings auch berücksichtigen, daß die gegnerische Hintermannschaft in Ordnung war. Immerhin hat­ten Tore erzielt werden müssen. Dieser Umstand aber war es, der Kirchgöns so hoch gewinnen ließ. Seine Fünferreihe lief besonders in der zwetten Halbzeit zu einer hervorragenden Form auf und dehnte den ursprünglichen Abstand von ein oder zwei Toren immer mehr aus.

Man darf gespannt sein, ob Hörnsheim die Leh­ren aus der letzten Niederlage zieht. Man sollte annehmen, weil anders ein erfolgreiches Eingreifen in den Aufstiegsspielen nicht möglich wäre.

MSV.Barbara" Gießen Tgde. Hanau 4:11 (3:8)

Die Gäste aus dem Kreis 12 waren zweifellos unterschätzt worden, lieber das Spiel berichteten wir bereits ausführlich.

Die Überraschungen, mit denen man allgemein in der Pokalrunde gerechnet hatte, blieben aus. Die Mannschaften der oberen Klassen konnten sich fast ohne Ausnahme durchsetzen und so den Ein­tritt in die erste Zwischenrunde erreichen. Das ur­sprüngliche Programm ließ sich leider nicht durcy- führen. Verschiedene Absagen in letzter Minute machten Aenderungen notwendig, die dann auch zu einer beschränkten Anzahl von Spielen führten. Es standen sich u. a. gegenüber:

TV. Dutenhofen - TD. Garbenheim 5:9 (3:5);

TV. Hochelheim TV. Lützellinden 2:9 (0:5), TV. Holzheim TV. Grumngen 14:7 (7:1), TV. Lich Spvg. 1900 Gießen 10:6 (5.4), TV. Dillenburg TV. Katzensurt 5:5.

Während Garbenheim trotz reichlichem Ersatz eine hervorragende Gesamtleistung bot, mar Dutenhofen gegenüber feinen sonst gezeigten Leistungen mcht wieder zu erkennen. Die Elf spielte zerfahre kam so in keinem Augenblick ^u einer e.nhettlichen Leistung. Hochelheim mar dem Ansturm oes Altmeisters nicht gewachsen. Lützellinden brach nie um den Sieg zu bangen. Die Leistung verdien ein Gefamtlob, während die Gastgeber diesmal

nicht gefallen konnten. Holzheim sowohl als auch Grüningen hatten reichlich Ersatz in ihren Reihen. Trotzdem entwickelte sich ein flottes Spiel, das die Platzbesitzer verdient für sich entscheiden konnten. Die Spvg. 1900 trat in Lich nur mit 8 Mann an und mar so von vornherein schon im Nachteil. Es kam noch hinzu, daß die Einheimischen ein hervor­ragendes Spiel zeigten und immer etwas im Vor­teil waren. Krofdorf, anscheinend wieder im Kommen, schlug W.-Niedergirmes knapp aber voll­kommen verdient 6:5 (4:2). Wenn auch der amtliche Schiedsrichter nicht zur Stelle war, so dürfte an dem Ergebnis trotzdem nichts mehr zu ändern fein. Die beiderseitigen Juqendmannschaften trennten sich mit einem 4:2 für Krofdorf.

Launsbach 3gb. Heuchelheim 3gb. 19:5.

Nachdem der Turnverein Launsbach fett geraumer Zeit feine Handballabteilung zugunsten der Fuß­ballabteilung aufgelöst hatte, trat am vergangenen Sonntag der Verein mit einer Jugend - Handb alle! f wieder auf den Plan. Gegner war die Jugend des Turnvereins Heuchelheim, die sich nach einem schönen Kampf der körperlich besseren Mannschaft des Platz- besitzers mtt 19:5 Toren beugen mußte. Die Launs- bacher Mannschaft spi-elte in der Aufstellung: E. Bechthold, H. Mandler, E. Lichau, W. Reinhardt, A. Winter, H. Bechthold, Fr. Bechthold, Fr. Mandler, O. Rolshausen, O. Volk und H. Bechthold.

Fußball: HeuchelheimAllenbors (Lahn) 4:1 (2:1).

Heuchelheims 1. Jugend empfing am Sonntag die gleiche von Allendorf zum fälligen Rückspiel. Allen- borf Ijatte den Wind zum Bundesgenosien, aber trotzdem konnte Heuchelheim eine leichte Feldüber­legenheit herausarbeiten und bis zur Pause mit 2:1 führen Nach dem Wechsel wurden die Gäste vollständig in ihre Hälfte zurückgedrängt. Heuchel­heim war noch zweimal erfolgreich und stellte fo das Endresultat von 4:1 her.

3u lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt.

SPD. Frankfurt a. M, 15. April. Die Justizpresseftelle Frankfurt (Main) teilt mit: Der Führer hat die vom Schwurgericht in Wiesbaden zum Tode verurteilte, im Jahre 1879 geborene Johannette Bondorf zu lebenslanger Zuchthaus ft rafe begnadigt. Die Verurteilte hat am 29. August 1938 in Wiesbaden an der 61 Jahre alten Lehrerin i. R. Valerie Fischer einen Mord verübt.

Erste Deutsche Reichslotterie

Zahlreiche große Gewinne:

20000

Besonders viele ansehnlicheMittelgewinne:

Außerdem 3 Prämien

von je KM 500 000

Preise der Lose je Klasse

174 x KM

378 x KM

480 x KM

1OOOO 5000 4000

KM KM KM KM

50 000 40000 30000 35000

34

15

21

12

1020 x KM 3000 1980 x KM 3000 5460 x KM 1 OOO

Lose und den amtlichen Gewinnplan erhalten Sie überall dort, wo Sie bisher Ihr Klasienlos kauften. Außerdem sind alle Staatlichen Lotterie- Einnahmen und Verkaufsstellen der Deutschen Reichslotterie durch ein rundes, grün°weiß°rotes Schild besonders kenntlich gemacht.

500000

300000

300000

1OOOOO

39 x KM

Am 16.Mai 1939 beginnt die Ziehung der ersten Klaffe der 1.Deutschen Reichslotterie. Die Deutsche Reichslotterie vereinigt die bisherige Preußisch-Süddeutsche Staatslotterie, die Sächsische Landeslotterie, die Hamburgische Klaffenlotterie und die Ostmärkische Klaffen­lotterie. Sie bedeutet also eine Konzentration der Mittel und Möglich­keiten, die den Spielern in mannigfacher Form durch den Ausbau des Gewinnplans zugutekommt. Vor allem ist im neuen Gewinnplan ein besonders harmonisches und glückliches Verhältnis zwischen großen, mittleren und kleineren Gewinnen erreicht worden.

3 x KM

3 x KM

3 x KM

18 x KM

GRÖSSTE GEWINNE

im günstigsten Falle. (§2, III deramtlichen Spielbedingungen.)

Die Ziehung der ersten Klaffe der 1. Deutschen Reichslotterie beginnt am 16. Mai 1939. Sichern Sie sich rechtzeitig ein Los!

Auf die 1200000 £ofe, die im Spiel sind, werden in 5 Klaffen insgesamt 480 000 Gewinne und3Pramien ausgespielt. DieGewinne sindeinkommen- steuerfrei. Die Prämien werden in allen ZAbteilungen dem höchsten Gewinn des letzten Ziehungstages der 5. Klasse zugeschlagen, bei mehreren Höchst­gewinnen gleichen Betrages dem zuerst gezogenen. Die Gesamtsumme aller Gewinne beträgt

KM 103.899.760.-

flAivC

Überall, woSie dieses Zeichen am Schaufenstersehen, er­halten Sie die Lose zur ersten Deutschen Reichslotterie.

3 Millionen RM

a u f ein dreifaches Los

1 Million RM

auf ein ganzes Los

Deutsche Neichslotterle

Lose Zr/^rerhälflich

Der Präsident der Deutschefi/Reichslotterie . d. S. b.

2 Millionen RM

auf ein Do p pello s

Es geht um mehr als!«« Millionen!

RM 3.-

RM 6.-

RM 12.-

RM 24.-

RM 48.-

RM 72.-

für 7« Las

für 74 Los

für 7- Los

für

Vi

Los

für

ein Doppel-

Los

für

ein dreifaches

Los