Ausgabe 
18.3.1939
 
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lichen Bevölkerung durchgeführt werden.

Mit allen diesen Problemen wird sich die im Auf­bau befindliche slowakische Landwirtschaftskammer beschäftigen müssen. Insbesondere wird dabei aber auch noch eine Förderung der landwirtschaftlichen Bevölkerung in sozialpolitischer 5) i n f i d) t sowie eine Anpassung der l a n d w i r t s ch a st - lichen I n d u st r i e an die neuen Gegebenheiten notwendig sein. Die Slowakei hat z. B. durch die Gebietsabretungen 8000 ha von 10 000 ha Ta­bak a n b a u f l ä ch e verloren und steht sich heute gezwungen, nicht nur neue Tabakanbauflächen im Ausmaß von 4000 ha zu gewinnen, um den eigenen Bedarf zu befriedigen, sondern auch neue Fermentierungs- und Trocknungsanlagen zu schaf­fen. Fast alle derartigen Anlagen wurden mit dem südslowakischen Gebiet an Ungarn abgetreten. Besser steht es um die slowakische Zuckerindu- stri e. Denn hier gingen nur 3 von 10 Fabriken verloren, und die Lel'stungsfähigkait der verbliebe­nen 7 Zuckerfabriken ist zu groß, daß die Befriedi- aunq des Jnlandbedarfes sichergestellt und darüber hinaus noch beträchtliche Mengen Zucker für die Ausfuhr erzeugt werden könnten Man propagiert allerdings eine Steigerung des inländischen Zucker­oerbrauches (der mit 14 kg je Kopf der Bevölkerung im Jahresdurchschnitt sehr gering ist) durch stärkere Verwendung des Zuckers in den Haushalten und durch den Aufbau einer slowakischen Obst- und Marmeladekonservenindustrie. Der der­zeitige Bedarf an Zucker wird gegenwärtig auf etwa

für die Unternehmer ein glanzendes Geschäft, wie aus den Bilanzen der zumeist tschechischen Banken gehörenden Zuckerfabriken eindeutig hervorgeht. Hier kann nach Ansicht slowakischer Volkswirtschast- ler im Interesse der Zuckerwirtschaft und des slowa, tischen Dolksqanzen überhaupt noch sehr viel volks­wirtschaftlich wertvolle Arbeit geleistet werden.

der slowakischen Landwirtschaft dadurch entgegen, daß die Z e r st ü ck e l u n g der Bauerngüter in den letzten Jahrzehnten außerordentliche Fort- chritte gemacht hat und heute 96 v S) aller Bauern­güter kleiner als 20 ha sind. Dazu kommtletzt noch die Notwendigkeit, zahlreichen slowakischen Koloni­sten die nach'1920 im Rahmen der tschecho-slowaki- schen Bodenreform in Oberungarn auf früher unga­rischen Riesengütern, die an die Kolonisten verteilt worden sind, angesiedelt wurden, wieder in der Slo­wakei Platz zu schaffen. Denn eine beträchtliche An­zahl dieser' Kolonisten wandert teils freiwillig, teils gezwungen in die Slowakei zurück und will natür­lich in der Landwirtschaft wieder Arbeits- und Le­bensmöglichkeiten finden.

Nie Gchulvorbildung für die Beamtenlaufbahnen. Durch die Verordnung über die Vorbildung und di§ Laufbahnen der deutichen Beamten ist das für den Eintritt in die verschiedenen Laufbahnen des unmittelbaren und mittelbaren Reichsdienstes (ein­facher, mittlerer, gehobener und höherer Dienst) ge­forderte unterschiedliche Maß der Schulvor­bild.ung verbindlich festgesetzt worden. Die fest­gelegten Anforderungen dürfen nicht überschritten, kein Bewerber darf vor anderen allein deshalb be­vorzugt werden, weil er eine höhere Schul- oder Fachbildung besitzt, als für die Stelle verlangt wird. Mit der Regelung d-r Vorbildungsanforderungen für die gehobenen Laufbahnen ist zugleich die Zu­sage eingelöst worden, die der Reichserziehungs- minister in seinem Erlaß vom 1. Juli 1938 über die Neuordnung des mittleren Schulwesen s ge­geben hat: daß dieses Schulwesenin besonde­rem Maße den Anforderungen für den Einga g in die gehobenen mittleren LZerufslaufbahnen m Wirtschaft und Verwaltung genügen" werde.

Durch die Neuordnung der Vorbildungsanforde­rungen ist die Volksschule nicht benachteiligt worden. Für den Eintritt in den mittleren Dienst (Assistenten, Sekretäre) ist zur Voraus­setzung gemacht, daß die Bewerber eine deutsche Volksschule mit gutem Erfolg besucht haben. Beamte des mittleren Dienstes können aber zum Vorbereitungsdienst für den gehobenen D i e n st vorgeschlagen werden, wenn sie sich im all­gemeinen vier Jahre im Veamtendienst beson­ders bewährt haben. Für die Aufnahme in die Laufbahnen des gehobenen Dienstes (Inspektoren, Oberinspektoren, Amtmänner) wird der Besitz des Abschlußzeugnisses einer voll ausgestalteten Mit­telschule oder auch eines vollausgestalteten Auf­bauzuges an einer Volksschule verlangt. Auch für tüchtige Volksschüler sind also im Nahmen der neuen Richtlinien günstige Möglichkeiten des Fort-, kommens im gesamten Beamtendienst des Reiches, der Länder, Gemeinden und Gemeindeverbände gegeben.

Wien, den 14. März 1939.

Die Slowakei ist ihrer wirtschaftlichen Struktur nach ein ausgesprochenes Agrar- und Waldland. 5 7 o. H. ihrer Bevölkerung find in der Landwirtschaft tätig. Durch die Abtretung des ungarischen Siedlungsgebietes im Süden und Osten ist die A g r a r b a s l s etwas verschmälert worden. Einem Bevölkerungsverlust von 27 v. H. steht ein Ausfall an Ackerboden in Höhe von 32 o. H. gegenüber. Hingegen hat die Waldwirt­schaft in der Slowakei durch die Gebietsabtren­nungen nur sehr geringe Verluste zu verzeichnen gehabt. Von ursprünglich 1,66 Mill, ha Waldfläche 34 v. H. der früheren Bodenfläche sind nur 125 000 ha abgetreten worden. Die Slowakei besitzt heute 1,53 Mill, ha Waldfläche, das heißt 39 v. H. ihrer gesamten Bodenfläche ist Waldland. Es kön­nen jährlich etwa 4V2 Millionen cbm Holz geschla­gen werden, von denen das Inland nur 2 bis 2Vs Millionen cbm aufnehmen kann, während der Rest exportiert werden muß. Die Slowaken rechnen da­mit, daß das Deutsche Reich auch in Zukunft einen Großteil ihrer HolzproduMon abnehmen wird. Ungarn ist der zweitgrößte Abnehmer für slowakisches Holz, doch verlagern sich die ungari­schen Bezüge seit einiger Zeit stärker nach Polen. Es besteht übrigens in verschiedenen Kreisen der Slowakei die Absicht, die. Ackerbodenbläche durch Rodung von Wald zu vergrößern, anderseits aber durch Aufforstung heute unproduktiven Bodens neue Waldflächen zu gewinnen, so daß im wesentlichen das heutige Verhältnis von Waldland zur Gesamtfläche beibehalten werden könnte Im slowakischen Wald, namentlich in den ausgedehnten Buchenholzwäldern, liegen heute noch große Reserven, die durch Verbesserung der Ver- kehrsoerhältnisse und Errichtung von Zufahrtswegen mobilisiert werden könnten, was nach Ansicht slowa­kischer Forstsachverständiger eine Vergrößerung der Holzproduktion um etwa die Hälfte der gegenwärti­gen Produktion bewirken könnte.

Was die Landwirtschaft anlangt, so stehen hier die slowakischen Behörden vor großen Aufga­ben. Wie aus einer Landtagsrcde des slowakischen Abgeordneten Turcek hervorging, ist derzeit der Er­trag der Landwirtschaft geringer als der Verbrauch. Auf Grund der natürlichen Voraussetzungen und mit Hilfe der intensiven Förderungsmaßnahmen würde es aber möglich fein, nicht nur die Erträge an Getreide und anderen pflanzlichen Erzeug­nissen, sondern auch die Menge und Güte der tie- r i s ch e n Produkte zu steigern, daß das slowakische

Oie Slowakei, ein Agrar- und Waldland

Äon unserem Wiener H. G. R -Korrespondenten

Volk aus den Erträgnissen seiner Landwirtschaft nicht nur seine ganze Ernährung sicher-stellen. son­dern überdies auch noch zu einem Ausfuhr­land für zahlreiche landwirtschaftliche Produkte werden könnte. Gegenwärtig ist die Slowakei aller­dings hinsichtlich Bodenbearbeitungsmethoden, ma­schineller Ausrüstung der Bauerngüter, Saatgutver­wendung, fachmännischer Schulung, Kunstdüngerver­brauch usw. in vielen Teilen des Landes noch rück­ständig, wenn man etwa die Verhältnisse im Deut­schen Reich zum Vergleich heranzieht. Aber der Wille zur Leistungssteigerung und der sprichwört­liche Fleiß der slowakischen Bauern konnten aus diesem Gebiet bei Beseitigung der Absatzsorgen und entsprechenden Förderungsmaßnahmen sicherlich geradezu Wunder wirken.

Unter der tschechischen Herrschaft ist für die slo­wakische Landwirtschaft nicht allzu viel getan wor­den, und die slowakische Landwirtschaft ist daher weniger entwickelt und auch finanziell schwächer als die Landwirtschaft in Böhmen und Mähren. In der Slowakei entfallen im Durchschnitt nur 17 Milch­kühe auf 100 ha landwirtschaftliche Fläche, gegen­über 32 Milchkühe in Mähren und 38 Milchkühe in Böhmen. Dabei bestehen namentlich für die Vieh­zucht ausgezeichnete Voraussetzungen in der Slowa­kei Mehr als 900 000 ha Wiesen und Wei­den sind vorhanden die ungleich besser ausgenutzt werden könnten als heute. Die Steigerung der Er­zeugung von Fleisch, Milch, Butter, Käse und an­deren tierischen Produkten, der Aufbau einer Qua­litätsviehzucht, ist durchaus möglich.

Ebenso ist der G e t r e i d e e r t r a g noch steige- rungsfähig. Man schätzt die W e i z e n e r n t e der Slowakei auf dem heutigen Gebiet auf 2,5 Millio­nen dz, die Roggenernte auf etwa 2 Millio­nen dz, während hingegen der Verbrauch rund drei Millionen dz Weizen und 2,3 Millionen dz Roggen erforderlich machte. Auch hier wären einerseits durch Erhöhung der Hektarerträge durch Anwendung von demge »euuri un puuyi neuzeitlichen Bodenbearbeitungsmethoden und Ma-! 380 000 dz geschätzt, wahrend die slowakischen Zucker- schinen sowie Kunstdünger, anderseits durch Neu- fabriken auf dem alten Territorium 1037rund Raffung von Ackerland durch Umbruch von Wies-N 890 000 dz Zucker erzeugten. Es verdient ubngens und Weiden die Voraussetzung für Ertragssteige-erwähnt zu werden, daß die slowakischen.Imker runqen zu schaffen, die es den Slowaken ermög- die Errichtung einer eigenen Zuckerfabrik in Waag- liehen, nicht nur den eigenen Bedarf zu befriedigen, Neustadt planen, um sich für ihre Zwecke mit billl- sondern darüber hinaus Getreide auszufüh- gern Zucker zu versorgen. ..^r ^rllandsprels für r e n. Hier muß allerdings eine planmäßige und Zucker ist sehr hoch und betragt tm ^oßhandel 550 kraftvolle Organisation einsetzen und vor allem auch. Kronen je 100 kg, wozu allerdings die Steuerbela- eme gründliche Aufklärung und Schulung der bäuer-' stung m der Hohe von 209 Kronen le 100 kg viel lichen Bevölkerung durchgeführt werden. beitragt. Anderseits aber ist, ähnlich wie in der Ost-

Große Schwierigkeiten stellen sich dem Aufbau mark vor dem Umbruch, die Herstellung von Mucker

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Viele gute Cigaretten gibt's auf der Welt aber nur eine .Astra"

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Im Hotel6opcpolonio* tnber9tofcn. siadt Pinneberg, das viele Oriainal- Einrichtungen des bekannten Passa­gierschiffes gleichen Namens zu be­sonders reizvoller Wirkung vereint, sprachen wir am 27. 1. 1939 den In­haber, Herrn Otto Olbers persönlich: Als Chefingenieur derCapPolonio" habe ich so ziemlich die ganze Welt kennengelernt", meinte er.Unb ich kann nur sagen, so verwöhnt meine Zunge auf diesen Reisen geworden ist, so viele gute Cigaretten ich auch überall auf der Welt geraucht habe - für mich gibt es heute nur eine Marke: dieAstra"; denn sie schmeckt hervor­ragend gut und ist außerdem leicht.''

Skiläufen ist für mich nicht nur Beruf, sondern Leidenschaft", meinte Herr Heinz Ermel, Skilehrer in Berlin NW 87, Franklinstr. 8, als wir mit ihm am Neujahrstage 1939 in Brückenberg/Schles. sprachen.Und weil ich den geliebten Sport auch im Sommer nicht misien möchte, weil ich immer in Form bleiben wollte, habe ich so lange herumgeknobelt, bis mir die Erfindung der.sogenanntenBürstenbahn" gelang. So brauchen die Skifahrcr jetzt die geliebten Bretter auch im Sommer nicht ruhen zu lasten. Ob ich meinen Skiunterricht aber draußen im Gebirge erteile oder in der Skihalle Berlin nach getaner Arbeit rauche i ch gerne eine Cigarette. Für mich als Sportler heißt es aber, darin Maß halten: Ich wähle eine leichte, wohlschmeckende Cigarette wie dieAstra".

Immer in Form bleiben darauf kommt es an!

Zum Vorteil des Rauchers

Jedes Jahr bringt andere klimatische Verhältniste, und damit wechseln auch die besonderen Eigenarten des Tabaks. Von 100 oder 150 erprobten Provenien­zen sind oft nur 5 oder 10 für dieAstra" geeignet. Auswahl und Mischkunst machen es möglich, der Grundforderung für die Astra" zu entsprechen: Reiches Aroma vereint mit natürlich gewachsener Leichtigkeit. Im Lause Kyriazi tritt zu der Tech­nik der Organisation das familiengebundeneWisten umTabak durchErziehung vonKindesbeinen an.Bei­des gibt die Sicherheit, unabhängig vom wechseln­den Klima aus dem Besten immer das Richtige aus- zuwählen.

Astra",Astra"

und nochmalAstra"!

DieAstra" wird bei mir dauernd »er­langt", erzählte uns Herr Carl Sygulla aus Herten, Friedrichstr. 13, den wir am 27. 1. 1939 als Cigaretten-Boy im Hotel Kaiserhof, Münster / Westfalen kennen- lernten.Ich kann das verstehen, denn diese Cigarette schmeckt ausgezeichnet unbjft wirk­lich leicht. Deshalb rauche ich sie ja auch selbst. Vor allem aber weiß jeder, der sieht, wieviel dieAstra" geraucht wird, daraus auch gleich, daß diese Cigarette stets frisch sein muß. Und wer mag schon alte Cigaretten?"

Sier findet der Wunsch des modernen Rauchers Er­füllung: Reiches Aroma und natürlich gewachsene Leichtigkeit iij einer Cigarette vereint. Darum greifen täg­lich mehr und mehr genießerische und überlegende Raucher zurAstra". Besondere Kenntnis der Mischkunst und der Provenienzen ist das ganhe Geheimnis. Im Lause Kyriazi lebt sie nun, vom Großvater auf den Enkel vererbt, in dritter Gefchlechterfolge als die erste und vornehmste Pflicht des Inhabers.

sie wissen, warum sie dieAstra rauchen!

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