am Donnerstagabend bekanntgewordenen Beschluß des Judentums, den englischen Plan nicht a n 3 u» nehmen, formell bestätigt. Die arabische Haltung hat in London überrascht, da man mit einer vor- behältlichen Annahme gerechnet hatte. Die englische Regierung wird, wie man erfährt, „in möglichst kurzer Zeit" in einem Weißbuch einen neuen Vorschlag zur Lösung der Palästina-Frage dem Parlament und der Oeffenttichkeit vorlegen, der „nicht unbedingt" dem soeben von den Arabern und Juden abgelehnten Plan zu gleichen braucht. Es ist wahrscheinlich, daß er die arabischen Forderungen weitgehend berücksichtigt, zumal das palästinensische Arabertum inoffiziell mit London in Verbindung bleiben dürste.
Das Programm für den Staatsbesuch Lebruns in London.
London, 17. März. (Europapreß.) Das Programm für den Staatsbesuch des Präsidenten Lebrun und seiner Gattin in London ist nunmehr betanntgegeben. Englische Kriegsschiffe und Kampf- sluazeuge werden den französischen Dampfer „Cöte d'Azur', auf dem der Präsident reist, in den Hafen von Dover begleiten. Dort wird am 21. März der He rz 0 g von Gloucester als Vertreter des Königs die französischen Gäste begrüßen. Die Begrüßung durch das englische Königspaar findet auf dem Londoner Victoria-Bahnhof statt; die englische Regierung wird dabei anwesend sein. Für den Nachmittag sind Besuche des Präsidentenpaares bei Queen Mary und im St. Jamespalast vorgesehen. Der Bürgermeister von Westminster wird eine Begrüßungsadresse verlesen. Am Nachmittag wird Präsident Lebrun das Institut Fran^ais eröffnen. Am Abend gibt das englische Königspaar im Buckinghampalast ein Staatsbankett. Für den Vormittag des 22. März sind mehrere Besichtigungen vorgesehen. Darauf wird Präsident Lebrun das Diplomatische Korps im Buckinghampalast empfangen. Am Nachmittag finden verschiedene Ehrungen durch die Stadt London statt. Am Abend ist ein Diner in der französischen Botschaft vorgesehen, an das sich eine Gala-Dorstellung in der Covent-Gar- den-Oper anschließen wird. Am Vormittag des 23. März geben beide Häuser des Parlaments dem Präsidenten einen Empfang. Das Präsidentenpaar wird an diesem Tage das Mittagessen gemeinsam mit dem englischen Königspaar auf Schloß Windsor einnehmen. Am Abend veranstaltet Lord Halifax im Foreign Office ein Diner. Am Freitag, 24. März, gegey 10 Uhr werden Präsident Lebrun und seine Gattin London wieder verlassen.
Oie Konzentrationsbemühungen in England.
London, 18. März. (DNB. Funkspruch.) News Chronicle erklärt, daß für die Bilduna einer „Regierungaus allen Parteieneunter Chamberlain keine Möglichkeit bestehe. Di« Vorsichtigen der Labourpartei ständen dem Ministerpräsidenten besonders feindlich gegenüber. Auch für den Wiedereintritt verschiedener außenstehender Konservativer in die Regierung sehe man in Regierungskreisen keine unmittelbare Möglichkeit. Auch der Plan der Bildung eines Staatsrates finbe bei allen Parteiführern wenig Unter st ützung. Das Blatt betont, daß kein Druck auf den Ministerpräsidenten wegen der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht aus-geübt werde. Gegen eine allgemeine Wehrpflicht seien die Labourpartei, die liberale Partei, die Gewerkschaften und ein großer Teil der Kon- seroattven, und auch die Regierung halte die Einführung der allgemeinen Wehrpflicht nicht für notwendig.
Oer japanisch-sowjetrussische Fischereikonflikt.
Tokio, 15. März. (DNB.) Das japanische Außenamt wurde davon unterrichtet, daß am Mittwoch in Wladiwostock mit der Versteigerung von 2 9 3 Fischereiplätzen begonnen werde. Japan wird sich nicht an der Auktion beteiligen. Die japanische Regierung will chre Bemühungen fortsetzen, um zu einem provisorischen Abkommen auf der Grundlage des Status q u o zu kommen. Das Außenamt wartet' weitere Berichte über das Ausmaß der Versteigerung ab. „Tokio Nitschi Nitschi" meldet, daß die Versteigerung auch 78 sogenannte feste Fischereigründe einschließe, die verttagsgemäß Japan überlassen seien. Die Auktion bedeute also einen Verstoß gegen den Verttag von Portsmouth von 1905 und die späteren Zusatzabkommen.
Seit Monaten bemühen sich die Japaner, wegen der Fischgründe an der sowjettussischen Küste klar zu kommen. Japan ist auf den Fisch als Hauptnahrungsmittel der Bevölkerung angewiesen. Die japanischen Gewässer werfen nicht genügend ab, infolgedessen sind die japanischen Fischer schpn vor etwa 70 Jahren immer weiter nach dem Norden gezogen. Nach der siegreichen Beendigung des japanisch-russischen Krieges erhielt Japan das Recht, die russischen Küstengewässer ausbeuten zu dürfen. Bestimmte Fischgründe, die alljährlich in Wladiwostok versteigert werden, sprach der Friedensoertrag den Japanern von vornherein auf 12 Jahre zu. Dieser Teil des Vertrages lief mit dem Sturz der Zarenregierung «ab. Seither hat Sowjetrußland nichts unterlassen, um bei den jeweils im Februar und März stattfinden- iden Auktionen in Wladiwostok die Japaner an die Wand zu drücken. Zunächst gelang das nicht, all- imählich teilten sie obere eigenen Fischereigesell- jschaften ein Revier nach dem anderen zu, außerdem fschikanierten sie die japanischen Fischer, wo es nur »ging, bis sie jetzt durch die Bedingungen, die sie an 8)ie neu zu erteilende Fischereierlaubnis knüpften,
Um Oaladiers Vollmacht.
Zustimmung im Finanzausschuß der Kammer.
Paris, 18. März. (DNB. Funkspruch.) In den späten Abendstunden des Freitag trat der F i - nanzausschuß der Kammer zusammen, um die Ausführungen des Ministerpräsidenten zu den von ihm geforderten Vollmachten anzuhören. Der Ermächtigungsentwurf hat folgenden Wortlaut: „Die Regierung wird ermächtigt, durch Verordnungen, die im Ministerrat beschloßen werden, alle Maßnahmen zu bestimmen, die zur Aufrechterhaltung und zur Vermehrung der militärischen Stärke Frank- r e i ch s erforderlich sind. Diese Verordnungen müssen von der Kammer vor dem 31. Dez. 1939 ratifiziert werden."
Daladier erklärte, er beabsichtige, aus Frankreich emen „ungeheueren Arbeitsvlatz" zu machen. Man habe die Münchener Abkommen tritt« |ie rt und behauptet, die Regierung habe ih r Wort gebrochen. Er werde es niemals und auch heute nicht bedauern, daß er alle Anstrengungen zur Rettung des Friedens gemacht habe. Diese Bemühungen werde er mit aller Energie s 0 rtsetz e n. Man werfe ihm auch di« d e u t sch- französische Erklärung vor. Es sei sehr leicht, zu friti fieren, aber ex warte noch immer auf einen Aktionsplan. Er selbst habe aber einen solchen Plan in der Tasche. „Ich weiß", so erklärte Daladier, „daß bedeutende Männer des französischen Staates der Aufiassuna sind, daß ich zurücktteten müsse. Dann aber müssen mich die Abgeordneten stürzen, wenn sie es können." Gewissen Intrigen, die sich außerhalb des Parlaments gebildet hätten, setze er nochmals die Antwort entgegen, „daß die französische Regierung keineswegs auch nur auf ein einziges der französischen Rechte ober auf den geringsten Gebietsstreifen verzichten würde".
In vorgeschrittener Nachtstunde nahm der Finanzausschuß der Kammer den Regierungsantrag auf Zuerkennung von Sondervollmachten mit 26 gegen 17 Stimmen bei einer Stimmenthaltung an, nach
dem der Ministerpräsident darauf hingewiesen hatte, daß er der Abstimmung über den Regierungsplan eine solche Bedeutung beimesse, daß er nicht die geringste Abänderung an dem Wortlaut des Gesetze? annehmen könne. Weiter verkündete Daladier, daß er die Absicht habe, Maßnahmen zur ^beschleunigten Bildung umfangreicher Reserven an Kriegsmaterial und erforderlichenfalls zum Ankauf von solchem Material im A u s l a n d e zu treffen.
In französischen Wirtscha'ftskreisen besteht die einhellige Meinung, daß es unmöglich ist, mit der 40-Stunden-Woche, selbst wenn sie schmiegsamer gehandhabt würde, zu einer wesentlichen Steigerung der französischen Produktion zu kommen. Man befürchtet aber, eine Abschaffung der 40-Stun- den-Woche werde sofort wieder zu einer Verschärfung der sozialistischen Agitation der Linken mit ihren lähmenden Auswirkungen auf das Wirtschaftsleben führen. Deshalb wurde in den Wandelgängen der Kammer, besonders lebhaft aber in den Reihen des Senats, die Forderung erhoben, daß die Tätigkeit der Kommunisten durch die Regierung eingeengt werden müsse. Das wichtigste, was Daladier aber gegenwärtig verlangt, ist, daß ihm das nötige Geld zur Verfügung gestellt wird. Nach der Aussprache im Finanzausschuß der Kammer nimmt man in Paris an, daß das Kammerplenum ebenfalls für die Machterweiterung Daladiers stimmen wird. Die Linke befürchtet, daß Daladier Ziele verfolge, die ihrer eigenen Existenz bedrohlich werden könnten. Die kommunistische ;,Humanite" überschreibt ihre Ausführungen mit der Schlagzeile: „Die Republik ist in Gefahr". Der sozialistische „Po- pulaire" erklärt, die Stunde sei gekommen, um erneut „zivilen Mut" zu zeigen. Weiter wird in den Blättern der Marxisten erklärt, sie könnten einer Regierung für acht Monate nicht nahezu unbegrenzte Vollmachten übertragen.
hinreichend zu verstehen gaben, daß sie keine japanischen Fischer mehr in ihren Gewässern sehen wollen. Die neue Auktion steht vor der Tür, sie wird, das steht schon fest, für die Japaner nichts bringen. Im April beginnt die Fangfaison, die die Japaner wegen der Sicherstellung der Volksernährung nicht ungenützt lassen können. In diesem Monat dürften dann die beiderseitigen Interessen aufeinanderprallen. Nach der Haltung des japanischen Reichstags zu urteilen, der die eigene Regierung aufgefordert Hat, den Fang mit allen Mitteln sicherzustellen, ist damit zu rechnen, daß die Fischerflotte eine Kriegsflotte als Begleitung erhält, während nach japanischen Informationen die Moskauer Regierung ihrerseits alle Vorbereitungen trifft, um durch ihre Kriegsschiffe die Japaner vom Auswerfen der Netze abzuhalten.
Das Iührerkorps der Partei in Sonthofen.
Berlin, 17. März. (DNB.) Vom 19. bis 27. März findet auf der Ordensburg Sortthofen die vierte Tagung sämtlicher Kreisleiter und Gauamtsleiter statt. Erstmals werden bis Kreisleiter und Gauamtsleiter des Gaues Subeten- land und der Ostmarkgaue teilnehmen. Neben Reichsorganisationsleiter Dr. Ley werden u. a. das Wort ergreifen: Stabschef der SA. Lutze, Reichsführer fjr Himmler, die Reichsleiter Buch, Darr6, Frank, Ritter von Epp, von Schirach, Rosenberg, Hühnlein, bie Gauleiter Bürckel und Henlein, Reichsminister Funk, Reichssportführer von Tscham- mer und Osten, Reichsfrauenführerin Frau Scholtz- Klink, Hauptdienstleiter Dr. Todt, die Hauptamtsleiter Hilgenfeldt und Dr. Groß, der Leiter des Hauptschulungsamtes, stellv. Gauleiter Schmidt, und Reichsamtsleiter Dr. Bartels. Zum ersten Male .wird auch Generaloberst von Brauchitsch zu dem Führerkorps der Partei sprechen.
Steigende Einnahmen aus der Reichsfluchtsteuer.
Nach den gesetzlichen Bestimmungen muß ein Deutscher, der seinen Wohnsitz im Inland a u f g i b t, eine Reichsfluchtsteuer entrichten, die ein Viertel des Vermögens beträgt. Diese einmalige letzte Vermögensabgabe soll einen Ausgleich dafür schaffen, daß dem Reich die wirtschaftliche und steuerliche Leistungsfähigkeit des Aus- wandernden endgültig verlorengeht. Dabei werden nur die steuerlich leistungsfähigen Personen erfaßt, und zwar diejenigen, die in einem der letzten Jahre ein Vermögen von mehr als 5 0 0 00 Mark oder ein Einkommen von mehr als 2 0 000 Mark gehabt haben. Wie Regierungsrat Mußfeld vom Reichsfinanzminifterium in der Deutschen Steuerzeitung mitteilt, hat sich das Aufkommen an Reichsfluchtsteuer gut entwickelt. Es betrug 1936 rund 70 Millionen und 1937 rund 81 Millionen Mark. In den ersten zehn Monaten des Rechnungsjahres 1938 sind bereits 233 Millionen Mark aufgekommen. Hieran ist das Land Oesterreich schätzungsweise mit 57 Millionen Mark beteiligt. Für 1939 wird ein Aufkommen etwa in der gleichen Höhe erwartet.
Oie Lohnsteuer für Ehepaare nach fünfjähriger kinderloser Ehe.
DNB. In dem Durchführungserlaß des Reichs- finanzminifters über bie Berichtigung b e r Steuerkarten ist für die Ueberführung der Verheirateten, bei denen nach fünfjähriger Ehe noch
kein Kind vorhanden ist, in die Steuergruppe II als Stichtag der 31. Dezember 1932 festgesetzt worden. Ad 1. April 1939 müssen also bie« jenigen Verheirateten die erhöhte Steuer zahlen, deren Ehe schon am 31. Dezember 1932 bestanden hat, ohne daß aus der Ehe ein Kind hervorgegangen ist. Die Festlegung dieses Termins geht darauf zurück, daß für bie Ausschreibung der Steuerkarten jeweils der Personenstand der le-tzten Personen st anbsaufnahme maßgebenb ist, für dieses Jahr also die Personenstanbsaufnahme vom 10. Oktober 1938. An diesem Tage muß die Ehe bereits fünf volle Kalenderjahre b e - standen haben. Da zu den vollen Kalenderjahren infolgedessen das Jahr 1938 nicht mehr mitrechnet, ergeben sich die fünf Jahre von lp33 bis einschließlich 1937 und somit der Stichtag des 31. Dezember 1932. Selbstverständlich entfällt bie erhöhte Steuer in dem Augenblick, wo in einer solchen Ehe e i n Kind geboren ist und der Steuerpflichtige bie Steuerkarte entsprechend berichtigen läßt.
Kleine politische Nachrichten.
Am 1. April läuft auf der Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven das Schwesterfchiff des Schlachtschiffes „Bismarck", das Schlachtschiff „G", vom Stapel.
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Die ungarische Regierung hat im Zusammenhang mit der Umwandlung der ungarischen Gesandtschaft in Prag in ein Generalkonsulat ihren dortigen Gesandten abberufen.
Der bei der nationalfpanifchen Regierung zum Botschafter ernannte Marschall Petain wird vorerst noch in San Sebastian bleiben und erst später die Weiterreise nach Burgos antreten. Die Überreichung seines Beglaubigungsschreibens an General Franco soll am Mittwoch nächster Woche erfolgen.
Der neu ernannte spanische Botschafter inL 0 nd 0 n , der Herzog von Alba, überreichte am Freitag dem König sein Beglaubigungsschreiben. Der Audienz im Buckingham-Palast wohnte auch Außenminister Lord Halifax bei.
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Wie aus gut unterrichteter Quelle verlautet, ist am Freitag in Lissabon ein Freundschafts- und Nichtangriffspakt zwischen der Regierung N a t i 0 n a l s p a n i e n s und der portugiesischen Republik unterzeichnet worden. Einzelheiten über die Reichweite des Abkommens fehlen noch.
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Der Herzog v o-n Coburg, der Vorsitzende des Internationalen Frontkämpfer-Verbandes, der einige Tage zu Frontkämpferberatungen in Bukarest geweilt hatte, verließ am Donnerstagabend die rumänische Hauptstadt, um sich nach Sofia zu begeben.
In Anwesenheit des Reichsfinanzministers lief auf der Werft Nobiskrug AG. in Rendsburg ein neuer Zollkreuzer vom Stapel, der den Namen „Freiherr vom Stein" erhielt. Das neue Fahrzeug soll in der Nordsee westlich der nordfriesischen Inseln Wächter sein zum Schutze des deutschen Handels. Der Neubau hat eine Länge von 42 Meter. Eine Maschinenanlage von 3200 PS verleiht dem Schiff eine Geschwindigkeit von 21 Seemeilen.
Schleusenbau im Panamakanal.
Washington, 17. März. (DNB.) Der amerikanische Kriegsminister Woodring sandte dem Senat das dringende Ersuchen um Bewilligung non 27 7 Milli 0 nen Dollar zum Bau weiterer Schleusen im Panamakanal. Der Kanal müsse gegen feindliche ßuftangriffe und S a - botage gesichert werden. Die Schleusen sollen in einem Abstand von je 1,25 bis 1,50 Meilen voneinander entfernt sein und auch die größten Schlachtschiffe aufnehmen können. Die Schleufen werden also auch die im Bau befindlichen 45 000-Tonnen-Schiffe passieren können.
Kunst und Wissenschaft.
Goethe-Medaille für Professor Robert Beltz.
Der Führer hat dem Gymnafialprofessor a. D. Dr. Dr. h. c. Robert Beltz in Schwerin zur Vollendung seines 85. Lebensjahres in Anerkennung seiner Verdienste um bre deutsche Vorgeschichtsforschung die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.
Robert K. Ludwig Beltz, am 14. März 1854 in Nordhausen geboren, wurde nach philosophischen und archäologischen Studien in Göttingen und Berlin 1877 Gymnasiallehrer in Schwerin. Seit 1880 wirkte er als Vorstand der Vorgeschichtlichen Abteilung des Landesmuseums in Schwerin. In dieser Eigenschaft hat Professor Beltz eine Reihe sehr verdienstvoller Arbeiten zur Vorgeschichte von Mecklenburg veröffentlicht. Auch auf dem Gebiete des Heimatschutzes hat er segensreich gewirkt.
Verleihung der SchinkelPreise. '
Zum 109. Male verteilte der seit 1845 bestehende Architekten- und Ingenieur-Verein Berlin, wie alljährlich zum Schinkel-Fest, die Schinkel-Preise. Staatsminister Dr. P 0 p i tz überreichte die Preise an Günther Marschall (Hochbau) und Willy Bräuer (Tiefbau), die Schinkel-Plakette außerdem an Dieter Oester le. Provinzialkonservator Dr. Grundmann (Breslau) hielt den Festvorttag über Karl Gotthard Langhans, den Erbauer des Brandenburger Tores.
Rehbergs „Königin Isabella" am Gießener Stadttheater.
Unmittelbar nach der Uraufführung im Berliner Staatstheater bringt das Stabttheater Gießen — Jntenbant Hermann Schultze-Griesheim — die Erstaufführung von Hans R e h b e r g s Schauspiel „Die Königin Isabella" unter der Spielleitung des Oberspielleiters Dr. Hannes R a z u m.
Meisterkonzert der HI. mit Hermann Abendroth im Reichssender Frankfurt.
Einen Beweis für die enge kulturelle Zusammenarbeit zwischen HI. und Rundfunk liefern bie zahlreichen Meisterkonzert, die an ben beltt- schen Sendern für ‘bie junge Hörergemeinschast ber HI. in Derbinbung mit ihrem Veranstaltungsring gegeben werben unb zu deren Durchführung sich bekannt« deutsche Dirigenten zur Verfügung gestellt haben. Ein solches Meisterkonzert mit Werken von
Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!
Schubert findet am Sonntag, 19. März, von 20.10 bis 22 Uhr in Frankfurt a. M. statt. Es spielt das große Orchester des Reichssenders Frankfurt unter Leitung von Generalmusi Direktor Hermann Abendroth. Träger dieses Konzertes sind ber bortij^ Reichssender und der Veranstaltungsring
Wetterbericht
Die gestern über unserem Gebiet gelegene lief-- bruckstörung ist nach ©üben hin abgezogen unb bringt am Alpengebiet weitere Schneefälle. Auf ihrer Rückseite herrscht in unserem Bezirk aufggbeitertes Wetter. Durch bie leichte Schneedecke begünstigt, kam es während der Nacht zu leichten Frösten bis zu etwa — 6 Grad. Die lebhafte Störungstätigkeit hält weiter an. Eine im Raume zwischen Schottland und Skandinavien gelegene Störung wird sich wieder rasch nach Südosten hin verlagern und unserem Gebiet erneut Schneefälle bringen.
Vorhersage für Sonntag: Zunächst noch wechselnd bewölkt, am Sonntag Durchzug einer Niederschlagsfront mit Schneefällen, kühl, nachts stärkerer Frost, Winde um Nord.
Vorhersage für Montag: Unbeständig und kühl.
Lufttemperaturen am 17. März, mittags 0,3 Grad Celsius, abends —1,4 Grad; am 18. März: morgens — 4,4 Grad. Maximum 0,6 Grad, Minimum heute nacht —4,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. März: abends 2,4 Grad; am 18. März: morgens 2,4 Grad. — Niederschläge 3,8 cm Schnee.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange Stellvertteter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik unb bie Silber: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stabt Gießen. Provinz unb Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Lubwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel D. A. II. 39: 10 631. Druck unb Verlag: Brühlsche Unioerfitäts- bruderet R. Lange, K -G, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
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