Ausgabe 
18.3.1939
 
Einzelbild herunterladen

am Donnerstagabend bekanntgewordenen Beschluß des Judentums, den englischen Plan nicht a n 3 u» nehmen, formell bestätigt. Die arabische Haltung hat in London überrascht, da man mit einer vor- behältlichen Annahme gerechnet hatte. Die englische Regierung wird, wie man erfährt,in möglichst kurzer Zeit" in einem Weißbuch einen neuen Vorschlag zur Lösung der Palästina-Frage dem Parlament und der Oeffenttichkeit vorlegen, der nicht unbedingt" dem soeben von den Arabern und Juden abgelehnten Plan zu gleichen braucht. Es ist wahrscheinlich, daß er die arabischen Forderungen weitgehend berücksichtigt, zumal das palästinensische Arabertum inoffiziell mit London in Verbindung bleiben dürste.

Das Programm für den Staats­besuch Lebruns in London.

London, 17. März. (Europapreß.) Das Pro­gramm für den Staatsbesuch des Präsidenten Lebrun und seiner Gattin in London ist nunmehr betanntgegeben. Englische Kriegsschiffe und Kampf- sluazeuge werden den französischen DampferCöte d'Azur', auf dem der Präsident reist, in den Hafen von Dover begleiten. Dort wird am 21. März der He rz 0 g von Gloucester als Vertreter des Königs die französischen Gäste begrüßen. Die Be­grüßung durch das englische Königspaar findet auf dem Londoner Victoria-Bahnhof statt; die englische Regierung wird dabei anwesend sein. Für den Nachmittag sind Besuche des Präsidentenpaares bei Queen Mary und im St. Jamespalast vor­gesehen. Der Bürgermeister von Westminster wird eine Begrüßungsadresse verlesen. Am Nachmittag wird Präsident Lebrun das Institut Fran^ais er­öffnen. Am Abend gibt das englische Königspaar im Buckinghampalast ein Staatsbankett. Für den Vormittag des 22. März sind mehrere Besichtigun­gen vorgesehen. Darauf wird Präsident Lebrun das Diplomatische Korps im Buckinghampalast empfan­gen. Am Nachmittag finden verschiedene Ehrungen durch die Stadt London statt. Am Abend ist ein Diner in der französischen Botschaft vorgesehen, an das sich eine Gala-Dorstellung in der Covent-Gar- den-Oper anschließen wird. Am Vormittag des 23. März geben beide Häuser des Parlaments dem Präsidenten einen Empfang. Das Präsidentenpaar wird an diesem Tage das Mittagessen gemeinsam mit dem englischen Königspaar auf Schloß Windsor einnehmen. Am Abend veranstaltet Lord Halifax im Foreign Office ein Diner. Am Freitag, 24. März, gegey 10 Uhr werden Präsident Lebrun und seine Gattin London wieder verlassen.

Oie Konzentrationsbemühungen in England.

London, 18. März. (DNB. Funkspruch.) News Chronicle erklärt, daß für die Bilduna einerRe­gierungaus allen Parteieneunter Cham­berlain keine Möglichkeit bestehe. Di« Vor­sichtigen der Labourpartei ständen dem Minister­präsidenten besonders feindlich gegenüber. Auch für den Wiedereintritt verschiedener außenstehender Kon­servativer in die Regierung sehe man in Regierungs­kreisen keine unmittelbare Möglichkeit. Auch der Plan der Bildung eines Staatsrates finbe bei allen Parteiführern wenig Unter st ützung. Das Blatt betont, daß kein Druck auf den Minister­präsidenten wegen der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht aus-geübt werde. Gegen eine allgemeine Wehrpflicht seien die Labourpartei, die liberale Par­tei, die Gewerkschaften und ein großer Teil der Kon- seroattven, und auch die Regierung halte die Ein­führung der allgemeinen Wehrpflicht nicht für not­wendig.

Oer japanisch-sowjetrussische Fischereikonflikt.

Tokio, 15. März. (DNB.) Das japanische Außenamt wurde davon unterrichtet, daß am Mitt­woch in Wladiwostock mit der Versteigerung von 2 9 3 Fischereiplätzen begonnen werde. Japan wird sich nicht an der Auktion beteiligen. Die japanische Regierung will chre Bemühungen fortsetzen, um zu einem provisorischen Abkommen auf der Grundlage des Status q u o zu kommen. Das Außenamt wartet' weitere Be­richte über das Ausmaß der Versteigerung ab. Tokio Nitschi Nitschi" meldet, daß die Versteigerung auch 78 sogenannte feste Fischereigründe ein­schließe, die verttagsgemäß Japan überlassen seien. Die Auktion bedeute also einen Verstoß gegen den Verttag von Portsmouth von 1905 und die späteren Zusatzabkommen.

Seit Monaten bemühen sich die Japaner, wegen der Fischgründe an der sowjettussischen Küste klar zu kommen. Japan ist auf den Fisch als Hauptnah­rungsmittel der Bevölkerung angewiesen. Die japa­nischen Gewässer werfen nicht genügend ab, infolge­dessen sind die japanischen Fischer schpn vor etwa 70 Jahren immer weiter nach dem Norden gezogen. Nach der siegreichen Beendigung des japanisch-russi­schen Krieges erhielt Japan das Recht, die russischen Küstengewässer ausbeuten zu dürfen. Bestimmte Fischgründe, die alljährlich in Wladiwostok versteigert werden, sprach der Friedensoertrag den Japanern von vornherein auf 12 Jahre zu. Dieser Teil des Vertrages lief mit dem Sturz der Zarenregierung «ab. Seither hat Sowjetrußland nichts unterlassen, um bei den jeweils im Februar und März stattfinden- iden Auktionen in Wladiwostok die Japaner an die Wand zu drücken. Zunächst gelang das nicht, all- imählich teilten sie obere eigenen Fischereigesell- jschaften ein Revier nach dem anderen zu, außerdem fschikanierten sie die japanischen Fischer, wo es nur »ging, bis sie jetzt durch die Bedingungen, die sie an 8)ie neu zu erteilende Fischereierlaubnis knüpften,

Um Oaladiers Vollmacht.

Zustimmung im Finanzausschuß der Kammer.

Paris, 18. März. (DNB. Funkspruch.) In den späten Abendstunden des Freitag trat der F i - nanzausschuß der Kammer zusammen, um die Ausführungen des Ministerpräsidenten zu den von ihm geforderten Vollmachten anzu­hören. Der Ermächtigungsentwurf hat folgenden Wortlaut:Die Regierung wird ermächtigt, durch Verordnungen, die im Ministerrat beschloßen wer­den, alle Maßnahmen zu bestimmen, die zur Aufrechterhaltung und zur Vermeh­rung der militärischen Stärke Frank- r e i ch s erforderlich sind. Diese Verordnungen müssen von der Kammer vor dem 31. Dez. 1939 ratifiziert werden."

Daladier erklärte, er beabsichtige, aus Frankreich emenungeheueren Arbeitsvlatz" zu machen. Man habe die Münchener Abkommen tritt« |ie rt und behauptet, die Regierung habe ih r Wort gebrochen. Er werde es niemals und auch heute nicht bedauern, daß er alle Anstrengun­gen zur Rettung des Friedens gemacht habe. Diese Bemühungen werde er mit aller Energie s 0 rtsetz e n. Man werfe ihm auch di« d e u t sch- französische Erklärung vor. Es sei sehr leicht, zu friti fieren, aber ex warte noch immer auf einen Aktionsplan. Er selbst habe aber einen solchen Plan in der Tasche.Ich weiß", so erklärte Dala­dier,daß bedeutende Männer des französischen Staates der Aufiassuna sind, daß ich zurücktteten müsse. Dann aber müssen mich die Abgeordneten stürzen, wenn sie es können." Gewissen Intrigen, die sich außerhalb des Parlaments gebildet hätten, setze er nochmals die Antwort entgegen,daß die französische Regierung keineswegs auch nur auf ein einziges der französischen Rechte ober auf den ge­ringsten Gebietsstreifen verzichten würde".

In vorgeschrittener Nachtstunde nahm der Finanz­ausschuß der Kammer den Regierungsantrag auf Zuerkennung von Sondervollmachten mit 26 gegen 17 Stimmen bei einer Stimmenthaltung an, nach­

dem der Ministerpräsident darauf hingewiesen hatte, daß er der Abstimmung über den Regierungsplan eine solche Bedeutung beimesse, daß er nicht die geringste Abänderung an dem Wortlaut des Gesetze? annehmen könne. Weiter verkündete Daladier, daß er die Absicht habe, Maßnahmen zur ^beschleu­nigten Bildung umfangreicher Re­serven an Kriegsmaterial und erforder­lichenfalls zum Ankauf von solchem Mate­rial im A u s l a n d e zu treffen.

In französischen Wirtscha'ftskreisen besteht die ein­hellige Meinung, daß es unmöglich ist, mit der 40-Stunden-Woche, selbst wenn sie schmieg­samer gehandhabt würde, zu einer wesentlichen Steigerung der französischen Produktion zu kommen. Man befürchtet aber, eine Abschaffung der 40-Stun- den-Woche werde sofort wieder zu einer Ver­schärfung der sozialistischen Agita­tion der Linken mit ihren lähmenden Auswir­kungen auf das Wirtschaftsleben führen. Deshalb wurde in den Wandelgängen der Kammer, beson­ders lebhaft aber in den Reihen des Senats, die Forderung erhoben, daß die Tätigkeit der Kom­munisten durch die Regierung eingeengt wer­den müsse. Das wichtigste, was Daladier aber ge­genwärtig verlangt, ist, daß ihm das nötige Geld zur Verfügung gestellt wird. Nach der Aus­sprache im Finanzausschuß der Kammer nimmt man in Paris an, daß das Kammerplenum eben­falls für die Machterweiterung Daladiers stimmen wird. Die Linke befürchtet, daß Daladier Ziele ver­folge, die ihrer eigenen Existenz bedrohlich werden könnten. Die kommunistische ;,Humanite" über­schreibt ihre Ausführungen mit der Schlagzeile: Die Republik ist in Gefahr". Der sozialistischePo- pulaire" erklärt, die Stunde sei gekommen, um er­neutzivilen Mut" zu zeigen. Weiter wird in den Blättern der Marxisten erklärt, sie könnten einer Regierung für acht Monate nicht nahezu unbe­grenzte Vollmachten übertragen.

hinreichend zu verstehen gaben, daß sie keine japa­nischen Fischer mehr in ihren Gewässern sehen wollen. Die neue Auktion steht vor der Tür, sie wird, das steht schon fest, für die Japaner nichts bringen. Im April beginnt die Fangfaison, die die Japaner wegen der Sicherstellung der Volksernährung nicht ungenützt lassen können. In diesem Monat dürften dann die beiderseitigen Interessen aufeinanderprallen. Nach der Haltung des japanischen Reichstags zu urteilen, der die eigene Regierung aufgefordert Hat, den Fang mit allen Mitteln sicherzustellen, ist damit zu rechnen, daß die Fischerflotte eine Kriegsflotte als Begleitung erhält, während nach japanischen In­formationen die Moskauer Regierung ihrerseits alle Vorbereitungen trifft, um durch ihre Kriegsschiffe die Japaner vom Auswerfen der Netze abzuhalten.

Das Iührerkorps der Partei in Sonthofen.

Berlin, 17. März. (DNB.) Vom 19. bis 27. März findet auf der Ordensburg Sortthofen die vierte Tagung sämtlicher Kreisleiter und Gauamtsleiter statt. Erstmals werden bis Kreisleiter und Gauamtsleiter des Gaues Subeten- land und der Ostmarkgaue teilnehmen. Neben Reichsorganisationsleiter Dr. Ley werden u. a. das Wort ergreifen: Stabschef der SA. Lutze, Reichs­führer fjr Himmler, die Reichsleiter Buch, Darr6, Frank, Ritter von Epp, von Schirach, Rosenberg, Hühnlein, bie Gauleiter Bürckel und Henlein, Reichsminister Funk, Reichssportführer von Tscham- mer und Osten, Reichsfrauenführerin Frau Scholtz- Klink, Hauptdienstleiter Dr. Todt, die Hauptamts­leiter Hilgenfeldt und Dr. Groß, der Leiter des Hauptschulungsamtes, stellv. Gauleiter Schmidt, und Reichsamtsleiter Dr. Bartels. Zum ersten Male .wird auch Generaloberst von Brauchitsch zu dem Führerkorps der Partei sprechen.

Steigende Einnahmen aus der Reichsfluchtsteuer.

Nach den gesetzlichen Bestimmungen muß ein Deutscher, der seinen Wohnsitz im Inland a u f g i b t, eine Reichsfluchtsteuer entrichten, die ein Viertel des Vermögens beträgt. Diese einmalige letzte Vermögensabgabe soll einen Aus­gleich dafür schaffen, daß dem Reich die wirtschaft­liche und steuerliche Leistungsfähigkeit des Aus- wandernden endgültig verlorengeht. Dabei werden nur die steuerlich leistungsfähigen Personen erfaßt, und zwar diejenigen, die in einem der letzten Jahre ein Vermögen von mehr als 5 0 0 00 Mark oder ein Einkommen von mehr als 2 0 000 Mark gehabt haben. Wie Regie­rungsrat Mußfeld vom Reichsfinanzminifterium in der Deutschen Steuerzeitung mitteilt, hat sich das Aufkommen an Reichsfluchtsteuer gut entwickelt. Es betrug 1936 rund 70 Millionen und 1937 rund 81 Millionen Mark. In den ersten zehn Monaten des Rechnungsjahres 1938 sind bereits 233 Millionen Mark aufgekommen. Hieran ist das Land Oester­reich schätzungsweise mit 57 Millionen Mark betei­ligt. Für 1939 wird ein Aufkommen etwa in der gleichen Höhe erwartet.

Oie Lohnsteuer für Ehepaare nach fünfjähriger kinderloser Ehe.

DNB. In dem Durchführungserlaß des Reichs- finanzminifters über bie Berichtigung b e r Steuerkarten ist für die Ueberführung der Verheirateten, bei denen nach fünfjähriger Ehe noch

kein Kind vorhanden ist, in die Steuergruppe II als Stichtag der 31. Dezember 1932 festgesetzt worden. Ad 1. April 1939 müssen also bie« jenigen Verheirateten die erhöhte Steuer zah­len, deren Ehe schon am 31. Dezember 1932 bestan­den hat, ohne daß aus der Ehe ein Kind hervor­gegangen ist. Die Festlegung dieses Termins geht darauf zurück, daß für bie Ausschreibung der Steuerkarten jeweils der Personenstand der le-tzten Personen st anbsaufnahme maßgebenb ist, für dieses Jahr also die Personenstanbsaufnahme vom 10. Oktober 1938. An diesem Tage muß die Ehe bereits fünf volle Kalenderjahre b e - standen haben. Da zu den vollen Kalenderjahren infolgedessen das Jahr 1938 nicht mehr mitrechnet, ergeben sich die fünf Jahre von lp33 bis einschließlich 1937 und somit der Stichtag des 31. Dezember 1932. Selbstverständlich entfällt bie erhöhte Steuer in dem Augenblick, wo in einer solchen Ehe e i n Kind geboren ist und der Steuerpflichtige bie Steuerkarte entsprechend berichtigen läßt.

Kleine politische Nachrichten.

Am 1. April läuft auf der Kriegsmarinewerft Wilhelmshaven das Schwesterfchiff des Schlacht­schiffesBismarck", das SchlachtschiffG", vom Stapel.

*

Die ungarische Regierung hat im Zu­sammenhang mit der Umwandlung der un­garischen Gesandtschaft in Prag in ein Generalkonsulat ihren dortigen Gesandten abberufen.

Der bei der nationalfpanifchen Regierung zum Botschafter ernannte Marschall Petain wird vor­erst noch in San Sebastian bleiben und erst später die Weiterreise nach Burgos antreten. Die Überreichung seines Beglaubigungsschreibens an General Franco soll am Mittwoch nächster Woche erfolgen.

Der neu ernannte spanische Botschafter inL 0 nd 0 n , der Herzog von Alba, überreichte am Freitag dem König sein Beglaubigungsschreiben. Der Audienz im Buckingham-Palast wohnte auch Außen­minister Lord Halifax bei.

*

Wie aus gut unterrichteter Quelle verlautet, ist am Freitag in Lissabon ein Freundschafts- und Nichtangriffspakt zwischen der Regie­rung N a t i 0 n a l s p a n i e n s und der por­tugiesischen Republik unterzeichnet worden. Einzelheiten über die Reichweite des Abkommens fehlen noch.

*

Der Herzog v o-n Coburg, der Vorsitzende des Internationalen Frontkämpfer-Verbandes, der einige Tage zu Frontkämpferberatungen in Buka­rest geweilt hatte, verließ am Donnerstagabend die rumänische Hauptstadt, um sich nach Sofia zu begeben.

In Anwesenheit des Reichsfinanzministers lief auf der Werft Nobiskrug AG. in Rendsburg ein neuer Zollkreuzer vom Stapel, der den Namen Freiherr vom Stein" erhielt. Das neue Fahrzeug soll in der Nordsee westlich der nordfrie­sischen Inseln Wächter sein zum Schutze des deut­schen Handels. Der Neubau hat eine Länge von 42 Meter. Eine Maschinenanlage von 3200 PS ver­leiht dem Schiff eine Geschwindigkeit von 21 See­meilen.

Schleusenbau im Panamakanal.

Washington, 17. März. (DNB.) Der ameri­kanische Kriegsminister Woodring sandte dem Senat das dringende Ersuchen um Bewilligung non 27 7 Milli 0 nen Dollar zum Bau weite­rer Schleusen im Panamakanal. Der Kanal müsse gegen feindliche ßuftangriffe und S a - botage gesichert werden. Die Schleusen sollen in einem Abstand von je 1,25 bis 1,50 Meilen von­einander entfernt sein und auch die größten Schlachtschiffe aufnehmen können. Die Schleufen werden also auch die im Bau befindlichen 45 000-Tonnen-Schiffe passieren können.

Kunst und Wissenschaft.

Goethe-Medaille für Professor Robert Beltz.

Der Führer hat dem Gymnafialprofessor a. D. Dr. Dr. h. c. Robert Beltz in Schwerin zur Voll­endung seines 85. Lebensjahres in Anerkennung seiner Verdienste um bre deutsche Vorgeschichtsfor­schung die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.

Robert K. Ludwig Beltz, am 14. März 1854 in Nordhausen geboren, wurde nach philosophischen und archäologischen Studien in Göttingen und Ber­lin 1877 Gymnasiallehrer in Schwerin. Seit 1880 wirkte er als Vorstand der Vorgeschichtlichen Abtei­lung des Landesmuseums in Schwerin. In dieser Eigenschaft hat Professor Beltz eine Reihe sehr ver­dienstvoller Arbeiten zur Vorgeschichte von Meck­lenburg veröffentlicht. Auch auf dem Gebiete des Heimatschutzes hat er segensreich gewirkt.

Verleihung der SchinkelPreise. '

Zum 109. Male verteilte der seit 1845 bestehende Architekten- und Ingenieur-Verein Berlin, wie all­jährlich zum Schinkel-Fest, die Schinkel-Preise. Staatsminister Dr. P 0 p i tz überreichte die Preise an Günther Marschall (Hochbau) und Willy Bräuer (Tiefbau), die Schinkel-Plakette außer­dem an Dieter Oester le. Provinzialkonservator Dr. Grundmann (Breslau) hielt den Festvorttag über Karl Gotthard Langhans, den Erbauer des Brandenburger Tores.

RehbergsKönigin Isabella" am Gießener Stadt­theater.

Unmittelbar nach der Uraufführung im Berliner Staatstheater bringt das Stabttheater Gießen Jntenbant Hermann Schultze-Griesheim die Erstaufführung von Hans R e h b e r g s SchauspielDie Königin Isabella" unter der Spielleitung des Oberspielleiters Dr. Hannes R a z u m.

Meisterkonzert der HI. mit Hermann Abendroth im Reichssender Frankfurt.

Einen Beweis für die enge kulturelle Zusammen­arbeit zwischen HI. und Rundfunk liefern bie zahlreichen Meisterkonzert, die an ben beltt- schen Sendern fürbie junge Hörergemeinschast ber HI. in Derbinbung mit ihrem Veranstaltungsring gegeben werben unb zu deren Durchführung sich bekannt« deutsche Dirigenten zur Verfügung gestellt haben. Ein solches Meisterkonzert mit Werken von

Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!

Schubert findet am Sonntag, 19. März, von 20.10 bis 22 Uhr in Frankfurt a. M. statt. Es spielt das große Orchester des Reichssenders Frankfurt unter Leitung von Generalmusi Direktor Hermann Abendroth. Träger dieses Konzertes sind ber bortij^ Reichssender und der Veranstaltungsring

Wetterbericht

Die gestern über unserem Gebiet gelegene lief-- bruckstörung ist nach ©üben hin abgezogen unb bringt am Alpengebiet weitere Schneefälle. Auf ihrer Rück­seite herrscht in unserem Bezirk aufggbeitertes Wet­ter. Durch bie leichte Schneedecke begünstigt, kam es während der Nacht zu leichten Frösten bis zu etwa 6 Grad. Die lebhafte Störungstätigkeit hält wei­ter an. Eine im Raume zwischen Schottland und Skandinavien gelegene Störung wird sich wieder rasch nach Südosten hin verlagern und unserem Ge­biet erneut Schneefälle bringen.

Vorhersage für Sonntag: Zunächst noch wechselnd bewölkt, am Sonntag Durchzug einer Nie­derschlagsfront mit Schneefällen, kühl, nachts stär­kerer Frost, Winde um Nord.

Vorhersage für Montag: Unbeständig und kühl.

Lufttemperaturen am 17. März, mittags 0,3 Grad Celsius, abends1,4 Grad; am 18. März: morgens 4,4 Grad. Maximum 0,6 Grad, Minimum heute nacht4,6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 17. März: abends 2,4 Grad; am 18. März: morgens 2,4 Grad. Niederschläge 3,8 cm Schnee.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange Stellvertteter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum- schein. Verantwortlich für Politik unb bie Silber: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stabt Gießen. Provinz unb Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Lubwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck Verantwortlich für den Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel D. A. II. 39: 10 631. Druck unb Verlag: Brühlsche Unioerfitäts- bruderet R. Lange, K -G, sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit ber Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. unb Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis­liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

Schnellkur bei Erkältung, Grippegefahr

Versuchen auch Sie einmal bei den ersten Anzeichen einer Erkältung oder eines Grippeanfalls Klosterfrau- Melissengeist! Sie erhalten ihn in der blauen Original-Packuna mit den drei Nonnen bei Ihrem Apotheker oder Drogisten in Flaschen zu RM 2.80, 1.65 und.90. Interessenten verlangen kostenlos ausführliche Druck­schrift No. 281 von der alleinigen Herstellerin, Firma M. C. M. Klosterfrau. Köln a. Rh., tzereons- mühlengasse 5

Erkältungen behandelt man häufig unsachgemäß durch Trinken größerer Mengen Alkohols. Das ist dem geschwächten Organismus nicht zuträglich und strengt namentlich das Herz unnötig an. Unschädlich und doch wirksam ist folgende Schnellkur: Erwachsene trinken kurz vor dem Zubettgehen möglichst heiß zweimal je einen Eßlöffel Klosterfrau-Melissengeist und Zucker mit etwa der doppelten Menge kochenden Wassers gut verrührt.

Zur Nachkur und zur Vermeidung von Rückfällen trinke man noch einige Tage die halbe Menge oder füge dreimal täglich dem Tee jeweils einen Schuß Klosterfrau-Melissengeist zu.

Überraschende Erfolge werden gemeldet! So schreibt beispielsweise Herr Norbert Tuschen (Bild nebenstehend), Vertretungen, Duisburg, Tonhallen­straße 61. am 22. 5. 38:Ich bekam im Januar einen Grippeanfall. Nachdem ich am Abend zwei Klostersrau-Melissengeist-Heißgetränke genommen und mich sofort ins Bett gelegt hatte, war ich am andern Tage wieder so weit, daß ich meiner Beschäftigung nachgehen konnte. Ich kann Klosterfrau-Melissengeist nicht mehr missen.'

Lasiwagen

5 ¥2 Tonnen, mit ober ohne Anhänger frei. 01373 Tel. 3547.

auch ah Dr i x-Ta b le WenDrix-Drage "5

Dr. E R NS TRICHTERS Frühslüdukräuterfee

Schlank bleibt man durch den bewähr«, len Richtertee. Wenn die Zeit daru fehlt, nimmt man Drix-Tabl. oder D»a« gees aus den wirksamen Drogen von

Durchscfareibe-

Haben Sie offene Füße?

Schmerzen? Jacken? Stechen? Brennen? Oder sonst offene Wunden? Dann gebt. Sie die seit Jahrzehnten vorzüglich bewährte, schmerzstillende Heilsalbe fiflntarin11 Erhältlich in all.

ueilldrin . Apotheken. M69V

Mitglied der Elektro-Gemeinschaft

Saus

in Gießen, evtl. Vorort zu kaufen gesucht, gut rentier, als Kapital- Anlage, für 15 00020 000 RM. Schriftliche Angebote unter 01015 an ben Gießener Anzeiger.

Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Mllllmeterze'te veröffentlich:

Buchhaltung mit komplettem Zubehör nur RM. 50.-

Verlang.Sie kosten!.Prospekt

Hied&ihaMeH. & Qr.

Bloßen, Bahnhohtr. 49, Bn! 3941