ht der Zukunst allein geeignet fein konnten, diesen Verkehr zu bewältigen. Was das Reich auf diesem Gebiet geleistet hat, übertrifft alles Gewesene der Vergangenheit und Vorhandene der Gegenwart. Ehe noch ein Jahr vergangen sein wird, stehen dem deut- schen Kraftwagenverkehr schon 4000 Kilometer Autobahn zur Verfügung und Zehntausend- Kilometer verbesserter und in Ordnung gebrachter sonstiger Straßen. Gerade dieses Straßen- netz wird aber auch, nationalpolitisch gesehen, mit- helfen, das Gefühl der deutschen Volks- und Reichseinheit zu verstärken. Es sind dies nicht nur Wege des Verkehrs der Gegenwart, son- dern im wahrsten Sinne Straßen in die große deutsche Zukunft.
5. Um diese Motorisierung von außerhalb Deutschlands gelegenen Faktoren unabhängig zu machen, wurde imRahmendesDierjahresplanes darangegangen, eine eigene, vom Ausland u n • abhängige Rohstoffbasis zu schaffen. Die Ergebnisse dieser Arbeit sind schon heute nach wenigen Jahren wahrhaft gewaltige. Sie führten zum Teil auch zu umwälzenden neuen Erfindung e n , deren überlegener Wert eine weitere Verwendung früherer Rohstoffe selbst dann ausschließen werde, wenn sie uns in Zukunft wieder unbegrenzt zur Verfügung stünden.
Beim Ueberbtlrfen dieser Tatsachen, die eben- so große Erfolge einhatten, finden wir als schlagendste Bestätigung die gewaltig gestiegene produktionsziffer, den außerordentlich gehobenen Export, die Verbilligung zahlreicher wagen und Motorräder und ihre ausgezeichnete technische Durcharbeitung. Die Ausstellung, die ich heute eröffne, wird Ihnen eine glanzende Bestätigung des Vorgebrachten erbringen. Dennoch bleiben uns neben vielen kleineren oder miNaufenden Aufgaben einige große noch zu erfüllen. •
Es ist verständlich, daß in der Zeit des schweren Ringens um den Absatz die einzelnen Fabriken in einer mehr oder weniger nervösen Unruhe den Markt und seine Bedürfnisse abzutasten versuchten und sich — wie ich es schon in meiner letzten Rede erwähnte — auf jedes erfolgversprechende Modell stürzten, ohne Rücksicht auf die Zahl der mit der gleichen Type beschäftigten Fabriken und damit ohne Beachtung der dadurch letzten Endes für die einzelne Fabrik noch möglichen Größe der Serien. So wurde die an sich in bestimmten Typen liegende denkbare Verbilligung durch die gegenseitige Konkurrenz wieder aufgehoben. Es war unter diesen Umständen weiter begreiflich, wenn in dem rücksichtslosen Kampf um den Kunden eine fortgesetzte Ueberspitzung der konstruk- tiven Entwicklung stattfand, die nur zu oft selbst den unwesentlichsten Neuerungen nachgab, einfach unter dem Druck des vermeintlichen Zwanges, durch ein solches besonderes Entgegenkommen sich den wählerischen Kunden empfehlen zu müssen.
Die Bedingungen, die nun zu dieser technisch und kaufmännisch unerwünschten Zeiterscheinung führten, gibt es heute nicht mehr. D'e Aufgabe der deutschen Automobilindustrie ist es heute weniger Kunden zu suchen, als vielmehr die vorhandenen Käufer zu befriedigen. Der Bedarf an Kraftwagen ist ungeheuer. Die Befriedigung dieses Bedarfs erfordert aber:
a) eine billige Preisgestaltung. Man kann dieser Bedingung auf die Dauer aber in er- forderlichem Ausmaß nur dann genügen, wenn d i e Typenproduktion geordnet wird, d. h. wenn die einzelnen Firmen sich auf ganz wenige Typen einigen und beschranken, ja, wenn im Gesamten überhaupt eine Vereinfachung unseres Typenprogramms vorgenommen wird. Es ist wichtiger, die Gesamtzahl unserer Kraftwagenproduktion zu erhöhen, als das Typenprogramm im einzelnen bis ins Unbegrenzte aufzusplittern und damit zwangsläufig die Gesamtproduktion zu erschweren ober gar zu senken:
b) man wird diesem Erfordernis einer erträglichen Preisgestaltung aber weiter auch nur dann gerecht werden können, wenn die Gewichte der einzelnen, besonders in Massenserien herzustellenden Wagen wesentliche Senkungen erfahren Jedes Kilogramm Stahl, das unnotwendigerweise an einem Automobil mitgeschleppt wird, verteu- e r t nicht nur die Entstehung und damit A n - s ch a f f u n g s k o st e n des Wagens, sondern auch die Kosten seiner Erhaltung. Es führt zum vermehrten Benzinverbrauch, zur verstärkten Ab- -Nutzung der Reifen und zur erhöhten Inanspruchnahme der Straßen. Darüber hinaus b e l a st e t ein Kraftwagen, der 3000 Kilogramm wiegt und nur Das schafft, was mit 2000 Kilogramm ebenfalls ge- Leistet werden könnte, unsere Rohstoffbasis Zwei solche Wagen nehmen einem möglichen dritten Die materielle Voraussetzung einfach weg.
Ich habe Verständnis dafür, daß am Ende die Industrie aus Eigenem zu einer solchen Ordnung ihrer Produktion nicht kommen konnte. Ich habe mich deshalb entschlossen, für die Durchführung dieser Gesamtausgaben in Oberst von Schell einen cGeneralbeauftragten einzusetzen, der nunmehr im Rahmen des Dierjahresplanes die für alle Stellen bindenden Anordnungen gibt. Seine Tätigkeit hat schon jetzt zu außerordentlichen und erfolgversprechenden Ergebnissen geführt. Die daraus zwangsläufig kommende weitere Verbilligung unserer Kraftwagenproduktion wird sich auch im Auslandsgeschäft nur günstig auswirken.
2. Als gewaltigstes reales Bekenntnis zu diesen Auffassungen hat der neue Volkswagen zu gelten. Den Bau seines Werkes mit höchster Energie vorwärts zu treiben, ist die Aufgabe der Berufenen. Es ist für mich nunmehr aber eine aufrichtige Freude, in dieser Ausstellung zum erstenmal den Wagen selbst zeigen zu können. Sein genialer Chefkonstrukteur hat mit ihm dem deutschen Volk und auch der deutschen Wirtschaft einen außerordentlichen Wert geschenkt. Es wird runmehr unsere Sorge fein, olle Bemühungen zu jördern, um in kürzester Zeit in die Massenproduktion eintreten zu können.
3. Die nunmehr, und gerade durch den Volks- vagen und die kommenden billigen Last- l r a f t w a g e n eintretende außerordentliche Der- Achtung unseres motoristischen Verkehrs zwingt zu len umfassendsten Vorkehrungen gegen die Äerkehrsunsicherheit.
Das deutsche Volk bringt zur Zeit in je 6 Jahren $ enau so viel Tote dem Verkehr als f er wie der deutsch-französische Krieg 1870/71 in gesamten an Gefallenen gefordert hat. Dies> ist ein unerträglicher Zu st and. So sehr schon lüsher gewisse wohltuende Wirkungen aus der Zu- fnmmenarbeit von staatlichen, Parteibehörden und tem Einsatz der Verkehrspolizei und NSKK-Pa« oulllen feststellbar sind» so wenig können die Re- jEate füs die Zukunft ÄS befriedigend odLx such ‘
nur als tragbar angesehen werden. Es sind vor allem einige grundsätzliche Erkenntnisse und Pflich- ten dem gesamten deutschen Verkehr einzuprägen:
Denn heute, sei es durch einen Lokomotivführer ober einen Weichensteller der Eisenbahn ein Anglück verschuldet worden ist. dann wird der verantwortliche als gewissenloser, das Leben seiner Mitmenschen mißachtender Verbrecher angesehen und bestraft, wer im Kraftwagen fährt, tragt die gleiche Verantwortung nicht nur für sein eigenes Leben, denn bas kann ihm vielleicht gleichgültig oder wert- los sein, sondern vor allem für das Leben seiner Mitmenschen, wer damit aber leichtfertig umgeht, handelt verbreche- !L”b gewissenlos. Die Menschen, «e die Twton jährlich um rund 7000 Tote, um 30—40 000 verletzte bringen, sind Schäd- Hnge am Volk. Ihre Handlungsweise ist eine verantwortungslose, ihre Be- ffrafung ist daher eine selbstverständliche, soweit He nicht durch ihren eigenen Tob ber Vergel- fung durch die Volksgemeinschaft entzogen worben finb.
ist überhaupt keine Kunst, schnell 3U lehren und dabei auch noch das Leben ande- rer Menschen zu bedrohen, sondern es ist eine Kunst, N ch e r, d. h. vorsichtig zu fahren. Unvorsichtig- keit und zu große Schnelligkeit sind meist identische Ursachen von Verkehrsunfällen. Es ist dabei nur traurig zu wissen, daß ein großer Teil all derer, ?Le Kraftwagen benutzen, ohne weiteres die 10, 20 oder 30 Minuten Zeit zugeben könnten, die durch ihre Wahnsinnsraserei im glücklichsten Falle selbst auf weiten Strecken einzusparen vermögen.
Es ist hier eine Aufgabe gestellt für die sämtlichen mit der Erziehung des Kraftfahrers beauftragten Faktoren. Es ist darauf hinzuweisen, daß die neuen deutschen Straßen, und besonders die Reichsautobahnen ihren Wert gerade darin besitzen, daß sie es dem Autofahrer ermöglichen, selbst bei geringen Spit- zenschnelliqkeiten einen hohen Durchschnitt zu erzielen. Die Reichsautobahnen sind nicht, wie viele zu denken glauben, für 120 oder 140 Kilometer Spitzenschnelligkeit' gebaut, sondern für — sagen wir — 80 Kilometer Durchschnitt. Dieser wird aber schon möglich beim Einhalten von fast der gleichen Spitzenschnelligkeit. Das Ergebnis liegt dann auf groften Strecken heute noch immer wesentlich über der Fahrzeit unserer allerschnellsten Züge.
Grundsätzlich aber ist es überhaupt un- nationalsozialistisch, seinen anderen Volks- genossen gegenüber rücksichtslos zu sein. Ich
will daher heute an dieser Stelle die Erwartung aussprechen, daß besonders die Vertreter nationalsozialistischer Institutionen auch auf diesem Gebiet das sonst bloße Lippenbekenntnis zur Volksgemeinschaft in eine selbstverständliche Handlungsweise umsetzen.
Davon aber abgesehen ist es auch v o m S t a n d- punkt unserer nationalen Roh st off- wirtschaft sinnlos, mit einem Tempo zu fahren, das zum doppelten, ja drei, und vierfachen Reifenkonsum führt, und selbstverständlich auch den Brennstoff nur ungenügend ausnützen läßt.
Vie Höchstleistungen und Schnelligkeiten unserer wagen werden im allgemeinen ohnehin durch unsere Rennwagen und ihre Fahrer und durch die für die Motorisierung Berufenen nachgewiesen und benötigen nicht der Bestätigung durch mehr ober wenioer dilettantische Fahr- künstler. Für biefe unb überhaupt alle übrigen Straßenbenuher hat ber Grundsatz ber Rücksichtnah rne auf bie Mitmenschen bestimmend zu sein, andernfalls die Volksgemeinschaft und ber Staat auch ihnen gegenüber keinerlei Rücksicht kennen wird. Es muß unser aller Ziel sein, unser Land nicht nur zu einem Land des dichtesten, sondern vor allem auch des sichersten Verkehrs zu machen» 3m Sinne der Erhaltung dieser Verkehrssicherheit ist der Staat auch entschlossen, verbrecherische Elemente, Autofallen st eller, Droschkenräuber und Mörder, unbarmherzig zu vernichten und auszurotten.
Ich möchte nun den heutigen Tag wieder wahrnehmen, um all denen zu danken, die, sei es durch ihre Tüchtigkeit als Kaufleute, sei es durch ihre Genialität als Erfinder, Ingenieure und Techniker oder durch ihre hervorragenden Leistungen als Mei st er und Arbeiter beigetragen hoben, unserer deutschen Automobil- und Mo- torradindustrie nicht nur die innere Bedeutung, sondern auch ihren Weltruf zu erringen. Das deutsche Volk kann heute wahrhaft stolz sein auf die Wunderwerke einer Industrie, die in diesem Lande einst ihre ersten praktischen Versuche unternahm. Mit diesen gleichen Gefühlen erkläre ich die Internatio- nole Automobil- und Motorrad-Ausstellung 1939 in Berlin für eröffnet.
Korpsführer Hühnlein gab dem Danke aller Ausdruck. Machtvoll hallte der Gesang der Nationalhymnen durch die Halle. Nach dem Fahnenausmarsch trat der Führer mit seiner Begleitung einen längeren Rundgang durch die Ausstellung an.
Ein erster Rnndgam des Führers.
Auf einem fast dreistündigen Rund-gang durch die Autoschau begrüßte der Führer an jedem von ihm besuchten Stand den Betriebsführer und ließ sich über die Sonderleistungen feiner Fabrikation berichten. Er versäumte es auch nicht, sich die Stände der ausländischen Firmen an- zuschen, wo er von dem jeweiligen Missionschef begrüßt wurde. Nach über einstündiger Besichtigung der Halle der Personenwagen und Personenwagen- farofferien ließ sich ber Führer die Motorräder und anschließend in der Halle II die Nutzlastfahr- zeuge zeigen. In der Halle VIII wurde er vom Leiter der Fachgruppe Nutzwagenaufbauten und Anhänger, Direktor Rahm, begrüßt. In der Maurenhalle besichtigte der Führer eingehend im Oft- kugel die Sonderfahrzeuge für das Deutsche Rote Kreuz. Im hohen Ehrenraum der Halle IX wurde der Führer von Reichsleiter Dr. L e y begrüßt. Der Konstrukteur des KdF.-Wagens, Dr. Porsche, zeigte dem Führer das Gestell des Volkswagens. Korpsfüherer Hühnlein übernahm die Führung durch den Teil der Halle, der die Rekordmotorräder, die Rennwagen und die Weltrekordmaschinen birgt. Der Rennfahrer Carac - c i o l a , der Europameister 1938, gab einige Schilderungen über seine Rekordfahrt auf der Dessauer Rekordstrecke der Reichsautobahn.
Im Westflügel der Masurenhalle wurde der Führer im Stand des NSKK von Obergruppenführer Kraus begrüßt, der ihm einen Werkstatt- Lehrwasten, eine Derkehrserziehungsfchule mit einer Klasse Hitlerjungen unb verschiedene Prüfstände und Modelle vorführte. Ein Hitlerjunge, ber an einem Prüfstand besonders gut feine Reaktionsprüfung ablegen konnte, wurde vom Führer gelobt. Am Stand des Deutschen Automobil-Clubs (DDAC.) gab Präsident Iunghans Erklärungen über den technischen Dienst des DDAC. Die interessanten Objekte der Deutschen Reichsbahn auf Schienen und Straßen erklärten Reichsver- kehrsminister Dorpmüller und Staatssekretär Dr. Kleinmann. Hier erregten Spezialmaschinen und der Dieselmotor eines modernen Schnelltriebwagens das besondere Interesse des Führers. Am Stand der Wehrmacht meldete Oberstleutnant Fichtner, Chef ber Abteilung Prüfwesen VI des Heereswaffenamtes, dem Führer die ausge- teilten Fahrzeuge. Der Oberste Befehlshaber der Wehrmacht ließ sich bie neuesten Modelle, darunter
szwei der Ostmark, erklären. Auf dem Stand der Reichspost gab Reichspostminister NSKK.-Ober- | gruppenfuhrer Ohnesorge die Erklärungen. Don den Ständen der deutschen Kraftfahrforschung, die vom Reichsverkehrsministerium geführt werden unb bei denen Ministerialdirektor Brandenburg und
Zwischen krank und gesund
gibt es einen Zustand ber Schwäche und Erschöpfung, ber keine rechte Lebensfreude aufkommen läßt. Appetitlosigkeit, blasies Aussehen unb Ermübbarkeit finb bie deutlichen Merkmale.
Erwachsene und Kinder sollten bei diesen Erscheinungen Bioferrin nehmen, welches eine vorzügliche Wirkung auf den Allgemeinzustand hat.
Bioferrin enthält sämtliche Nährstoffe des Blutes.
< A ) BAYER
Professor Kamm (Stuttgart) bie Führung hatten, begab sich ber Führer zu dem Stand des Kraft- fahrzeughandwerks, wo er vom Reichs- innungsmeiftcr, NSKK.-Obersturmführer Stupp, die Meldung entgegennahm. Jubelnde Heilrufe begleiteten den Führer, als er um 15.15 Uhr das Aus- stellungsgelände verläßt.
Für den Nachmittag hatte Reichsminister Dr. Goebbels im Namen des Führers 400 Arbeiter der A u t o m o b i l i n d u st ri e, der Reichsautobahnen, Männer des NSKK. und der motorisierten Teile der deutschen Wehrmacht sowie eine kleine Zahl von Betriebs- f ü h r e r n zu einem Empfang in den Kaiserhof geladen. Mit den Abordnungen nahmen Reichsleiter NSKK.-Führer Hühnlein und der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen, Dr. Todt, an dem Empfang teil. Den Höhepunkt dieses kameradschaftlichen Beisammenseins der Stabsführung und der Arbeitsmänner der Front der Motorisierung brachte das Erscheinen des Führers, der längere Zeit unter seinen Gästen weilte unb zu ihrer großen Freude auch das Wort an sie richtete.
Englische Beirachlungen zur Lage im Fernen Osten.
London, 17. Febr. (Europapreß). „Daily Telegraph" unb „Times" befassen sich in ausführlichen Artikeln mit der gegenwärtigen Lage im Fernen Osten unb den Möglichkeiten der künfttgen politischen unb wirtschaftlichen Entwicklung in China. Ein Mitarbeiter des „Daily Telegraph", ber aus eigener Anschauung bie Derhältnisie in Japan und China kennt, stellt fest, in Japan sei man sich herüber klar, daß die Voraussetzung für den Frieden in China b e r <51 e g aufberganjenßinie sei. Nach ben wiederholten japanischen Erklärungen, baß Japan mit Tschiangkaischek nicht verhandeln könne, müsse der Krieg schon aus diesem Grunde weitergehen. Die bisher auf ben chinesischen Kriegsschauplatz abgegangenen japanischen Streitkräfte schätzt der englische Korrespondent auf über eine Million Mann.
Der Korrespondent wendet sich gegen die in be» timmten ausländischen Kreisen vertretene Auffas- ung, daß Japan moralisch und wirtschaftlich seine Bestrebungen in China yjcht werde durchhalten können. Die Währung Japans stehe auf gesunder Grundlage Es müsse festgestellt werden, daß Japan den Krieg ganz aus eigenen Kräften heraus finanziere. Die von Japan ange- l iebte Ordnung ür gerssC Ä üoch LnM
des Korrespondenten so auszulegen, daß Japan zwar die „offene Tür" nicht zuschlagen, sich aber eine gewisse v o r b e r e ch t i g t e Einflußnahme in China vorbehalten wolle.
Der Tokioter Korrespondent der „Time s". ber sich ebenfalls ausführlich mit ber Rolle Japans im Fernen Osten befaßt, sucht den japanischen Bestrebungen nach größerer wirtschaftlicher Bewegungsfreiheit gerecht zu werden. Gleichzeitig stellt der De- richt jedoch fest, die „demokratischen Mächte" hielten die wirtschaftlichen und finanziellen Trümpfe bei ber gegenwärtigen Wirtschaftslage Japans noch in der Hand. Ohne Auslandswährung könne Japan keine Rohstoffe einkaufen. Japan müsse sein Programm der „neuen Ordnung" so gestalten, daß China seine Selbständigkeit behalte.
Die Zufuhr durch Tongking.
Tokio, 17. Febr. (DNB.) Nach japanischen Pressemeldungen aus Hanoi wird bie Durchfuhr von Lastkraftwagen durch ben Hafen von Hai- v h o n g (Franz.-Tongking) nach China noch immer in starkem Maße fortgesetzt. 7 00 Lastkraftwagen wurden im Januar durch Hunderte von Kulis, die Tag und Nacht arbeiteten, aus ben ankommenden LswLftrü gelöM Am 1L gdixuoi ging ein Jw
port von 104 Lastwagen von Haiphong nach China ab. Die chinesische Staatsbank hat in Haiphona eine Filiale errichtet, bie bie Rechnungen für die chinesischen Ankäufe von Waffen und Munition, die vom Ausland her durch Haiphong kommen, verrechnen soll.
Ein amerikanischer Schritt in Tokio.
Tokio, 17. Febr. (DNB.) Der amerikanische Bot- schafter besuchte ben Außenminister, um im Auftrage Washingtons dieselben Fragen bezüglich der Besetzung derJnsel Hainan zu stellen, wie sie bereits England und Frankreich schon gestellt haben. Der Botschafter wies auf die „b e sonderen Interessen Amerikas" mit Rücksicht auf die in Hainan ansässigen Amerikaner und ihre Missionsschulen hin.
Außenminister Arita erklärte ebenso wie früher den Vertretern Englands und Frankreichs, daß die Besetzung militärisch begründet sei und lediglich militärischen Zwecken diene. In japanischen Kreisen wird auf die besonders auffallend dürftige Begründung des amerikanischen Schrittes hinge- wiesen, weil sich auf der Insel Hainan nur 39 Amerikaner aufhalten, die dort drei Missionsschulen leiten.
Mrd Trinidad amerikanischer Flottenff iihvnntt?
London, 17. Febr. (Europapreß.) Die An- Wesenheit mehrerer amerikanischer Kriegsschiffe und Militärflugzeuge im Hasen von Port o f Spain, der Hauptstadt der britischen Kronkolonie Trinidad, einer feit 1802 englischen Insel im Karibischen Meer, hat die Frage nach der ungenügenden Befestigung der britischen Inseln in Westindien erneut aufgeworfen. In gut unterrichteten Kreisen wird angenommen, daß die amerikanischen Flottenübungen im Karibischen Raum ein Anzeichen für ein bevorstehendes englisch- amerikanisches Abkommen über den Ausbau Trinidads zu einem amerikanischen Militärstützpunkt seien Dadurch würden die Vereinigten Staaten 5 0 0 Weilen näher an bas s übamerikanische Festland heranrücken. Die territorialen Erwerbungen der Vereinigten Staaten in dem Raum des Karibischen Meeres seit dem Kriege mit Spanien (1889 bis 1899), vor allem die Insel Porto Rico, sowie das neue Luftverkehrsnetz der Pan- American Airways in Westindien und Mittelamerika zeigten deutlich die Tendenz Amerikas, dieses Meer zu umklammern und in ein „amerikanisches Mi11elmeer " zu verwandeln.
Fronzösich« Kriegsschiffe vor Hainan.
Paris, 17. Februar. (Europapreß.) Die Pariser Blätter veröffentlichen eine Meldung aus Hongkong, wonach drei französische Kriegsschiffe vor dem Hafen von Hoihau auf derJnsel Hainan ein« getroffen sind. Die französischen Kriegsschiffe sollen nicht in ben Hafen selbst eingelaufen sein. Es ist nicht bekannt, welchen Auftrag sie haben. In der Umgebung des Quai d'Orsay ist vor einigen Tagen anläßlich der japanischen Truppenlandungen auf der Insel Hainan erklärt worden, eine Entsendung französischer Kriegsschiffe solle nicht bedeuten, daß Frankreich die japanischen Truppenlandungen gewaltsam verhindern wolle.
falsche Gerüchte über ein angebliches Attentat auf Mussolini.
Rom, 17. Febr. (DNB.) Die Gerüchte über ein angebliches. Attentat, das in den letzten Tagen auf Mussolini versucht worden fein soll, werden von zuständiger italienischer Seite als völlig falsch zurückgewiesen. Die Gerüchte gehen, wie hinzugefügt wird, auf einen Zwischenfall zurück, bei dem ein von der Polizei sofort in Gewahrlam genommener Geisteskranker in der Dia Nomentana, an der auch der italienische Regierungschef wohnt, einige Schüsse abgegeben hat. Mussolini befand sich zur Zeit dieses Zwischenfalls n i ch t in der Via Nomentana. Der 38jährige Täter, nach einer amtlichen Mittteilung ein gewisser Bruno Scironi, von Beruf Mechaniker, wurde sofort verhaftet. Er war bereits zweimal im Irrenhaus untergebracht, zuerst in Neapel und bann tn Rom, von wo er im vergangenen Jahr wieder entlassen worben war.
Wetterbericht
Die das Wetter Europas beherrschende West- ftrömung hat eine erhebliche Verstärkung erfahren, so daß nach ben anhaltenden Niederschlägen am Freitag bereits ein neues Niederschlagsgebiet Westdeutschland erreicht hat. Bei Temperaturen über dem Gefrierpunkt kommt es dabei teilweise auch in Niederungen zu Schneefall. Anschließend werden sich unter auffrischenden Winden schnell wechselnde Schauer einstellen, im ganzen bleibt noch vorübergehende Aufheiterung und unbeständiges Wetter erhalten.
Vorhersage für Sonntag: Wechselnd bewölkt mit einzelen Schauern, im Gebirge Schnee, Temperaturen wenig geändert, lebhafte westliche Winde.
Vorhersage für Montag: Im ganzen Fortdauer der unbeständigen Witterung mit» Niederschlägen unb Temperaturen um Null Grad.
Lufttemperaturen am 17. Februar, mittags 3,5 Grab Celsius, abends 0,5 Grad: am 18. Februar: morgens 0 Grad. Maximum 4,3 Grad, Minimum heute nacht —1,4 Grab. — Erdtemperaturen in 10 cm Tief am 17. Februar: abends 3,9 Grad: am 18. Februar: morgens 3,0 Grab. — Nieberschläge 0,1 mm.
Wlnlersporf-Vekterberichl.
Vogelsberg, Hoherodskopf: Schneefall, —2 Grad, Gesamtschneehöhe 5 cm, Neuschnee 2 cm, -usy-rj un inu pqo^ qun ichZ '»au^jidajn^ weise.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Länge Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein Verantwortlich für Politik unb für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt ber Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. 1.39: 10 896. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R Lange, K -G., sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr 4 vom 1. September 1937 güUiö-


