Ausgabe 
17.7.1939
 
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Gau-Kurzstrecken-Kanu-Regatta 1939 in Gießen

überreicht.

Die Ergebnisse

gerurkunden Reichsbundes Wanderpreise

r kleine, drahtige Italiener Beviaqua hatte sich eine - Chance ausgerechnet, kam aber zum Schluß mit dem i Wittenberger nicht mehr mit.

> Auch über 400 Meter Harbig vorLanzi.

Der erste Leichtathletik-Länderkampf zwischen Deutschland und Italien endete am Sonntagabend im Mailänder Mussolini-Stadion mit dem erwarte, ten überlegenen deutschen Siege. Genau wie am ersten Tage kamen die Italiener auch am zweiten wieder nur zu einem Erfolge, diesmal durch den ' Weitspringer Maffei, der mit 7,58 Meter den deut- schen Meister Luz Lang mit 7,45 Meter auf den zweiten Platz verwies. Im übrigen gab es neun deutsche Siege. 3n der Gesamtwertung schlug Deutschland, das schon am ersten Tage mit 56%: 33% Punkten in Führung gelegen hatte, die Jta> liener mit 110%:67% Punkten. Wieder gab es einige Rekorde, und zwar für beide Nationen im 1 4OO-Meter-Lauf und in der 4X1OO-Meter-Staffel. In den Rahmen-Wettbewerben bildete der 80- Meter-Hürdenlauf der Frauen den Höhepunkt. Die 45 000 Zuschauer wurden begeistert durch den neuen Weltrekord von Claudia T e st o n i mit 11,5 Sekun­den; die alte Bestleistung hielt unsere Ruch Engel­hardt mit 11,6 Sekunden.

Mit dem W e i t s p r u n g wurde der zweite Tag nach dem Einmarsch beider Mannschaften eröffnet. Italiens Meister Maffei schaffte hier den zweiten und auch letzten Erfolg für sein Land. Maffeis bester Sprung betrug 7,58 Meter.

Eine ganz große Leistung vollbrachte der Wie- ner Diskuswerfer Karl Wotapek, der diesen Wettbewerb mit einer Weite von 51,53 Meter ge- wann. Außer ihm kam niemand über die 50-Meter- Marke.

So wie die 800 Meter am ersten Tage, bildeten die 400 Meter am Sonntag den Höhepunkt der Er­eignisse. Mit ungeheurer Spannung wurde das zweite Zusammentreffen der beiden Meisterläufer Rudolf H a r b i g und Mario L a n z i erwartet; hofften doch die Italiener, daß es ihrem ßandsmann gelingen würde, die Niederlage des Vortages wett­zumachen. Beim ersten Startschuß war Lanzi zu schnell aus den Löchern, so daß das Feld zurück­geholt werden mußte. Dann klappte es. Wieder war der prächtige Italiener wie der Blitz vom Start weg und hatte bald einige Meter Vorsprung. Harbig hatte es nicht leicht, das mörderische An- fangstempo mitzumachen. Ueberrafchend stark lief auch der zweite Italiener Missoni, der sogar nach der Hälfte der Strecke vorübergehend an die Spitze kam. Dann ging Lanzi wieder nach vorn, und im Zielbogen setzte Harbig zum Endspurt an. Wenige Meter vor dem Ziel hatte er Lanzi erreicht. Brust an Brust kämpften beide verbissen um den Sieg, den schließlich der Deutsche mit Brustbreite errang. Für beide Läufer- wurden 46,7 Sekunden gestoppt; damit waren zwei neue Landesrekorde aufgestellt. Harbigs Bestleistung vom Vorjahre betrug 46,8 Sekunden. Mit der Zeit von 46,7 wurde auch der Europarekord des Engländers Brown eingestellt.

Den erwarteten deutschen Doppelerfolg gab es im Kugelstoßen. Trippe und Stöck übertrafen wie­der die 16-Meter-Grenze mit ihren besten Stößen von 16,22 bzw. 16,11 Meter.

Kaum ist die Begeisterung über den prachtvollen 400-Meter-Lauf verrauscht, da werden die Zehn­tausende durch die 1 0 0 - M e t e r - L ä u f e r er­neut gefangen genommen. Daelli, Neckermann, Ma- riani und S ch e u r i n g stellten sich nebeneinander zum Kampf. Gleich der erste Start glückte, und das Feld blieb dicht zusammen bis zum Ziel; nur Daelli fiel etwas zurück. Mariani, der lediglich auf Necker­mann achtete, wurde am Band knapp von Scheu- ring abgefangen, der nach langer Beratung vom Zielgericht zum Sieger erklärt wurde. 10,4 Sekum den wurden für Scheuring und Mariani gestoppt.

Auf der kurzen Hürden st recke stand Mei- ster Kumpmann nicht zur Verfügung. So wurde Glaw zum zweitenmal eingesetzt, der auch in 14,8 Sekunden siegreich blieb vor Altmeister Wegner..

Im Stabhochsprung kam lediglich der Wie- ner H a u n z w i ck e l über die 4-Meter-Grenze. Mit 4,07 Meter hatte er den Sieg sicher, da die beiden Italiener Romeo und Boscutti nur auf 3,90 Meter bzw. 3,80 Meter kamen.

Einer-Kajak, H.-I.-Klasse B (400 Me­ter): 1. R Heil PS Kassel, 2:29,0 Min.; 2. H Bley, 2:35,5 Min.; 3. K. Ochs, Marburger KC., 2:46,1 Minuten. E. Kuhl gekentert.

Einer-Faltboot, Leistungsklasse II: 1 H. Jakob, KVH Kassel, 5:35,1 Min.; 2. Fr. Kling, KC. Wetzlar, 5:39,1 Min.; 3. R. Nix, PG. Hanau, 5:46,8'Min.; 4. K. Esser, PG. Gießen, 5:51,1 Minuten.

Zweier - Kajak, Leistungsklasse II: 1. H. Strippe!-K. Kittner, PS. Kassel, 4:42,8 Min.; 2 A. Barthel-W Snahm, PG. Hanau, 4:48,3 Min.; 3 R. Klubescheidt - W. Storch, PS. Kassel, 4:55,2 Minuten.

Einer-Kajak, Frauen, Anfängerklasse: 1. Elfriede Ferber, PG. Hanau, 4:47,9 Min.; 2. K. Bereska, PG. Hanau, 4:40.0 Minuten. Leistungs­klasse II: 1. H. Romeis, PG. Hanau, 3:37,6 Min.; 2 Ph. Storm, PG. Hanau, 3:50,4 Minuten.

Harbig laust 8üv-Meter-WeIlrekord in 1:46,6 Leichtathletik-Länderkampf DeutschlandItalien.

Hedwig Ger st meyer landete für die Gießener Paddler-Gilde einen schönen Sieg. (Aufnahmen s3j: Neuner, Gießener Anzeiger.)

Die Paddler-Gilde Gießen hat sich in den ver­gangenen Fahren durch die Ausrichtung verschiede­ner gauoffener Rennen der Kanufahrer im Gau Hessen im besten Sinne bekanntaemacht. Das Gau­fachamt hatte deshalb auch für das Fahr 1939 der Paddlergilde Gießen den Auftrag gegeben, die Gau-Kurzstrecken-Kanu-Regatta vorzubereiten. Das geschah mit aller Sorgfalt, und damit war der Re­gatta auch der reibungslose Verlauf gesichert. Das Programm umfaßt nicht weniger als 25 Rennen und nahm viel Zeit in Anspruch.

Festlicher Rahmen.

Die Wettkämpfe spielten sich in schönstem äußeren Rahmen ab. Der Zielplatz (Bootsplatz der Gießener Paddlergilde) bot sich im festlichen Schmuck vieler Fahnen und Wimpel dar. Die vielen Boote der Wettkampfteilnehmer nahmen sich prächtig bunt auf der grünen Wiese aus. Die Kanuten im Sportdreß belebten das Bild. Viele Zuschauer waren in som­merlicher Kleidung erschienen und säumten das Ufer. Die Wettkampfleitung arbeitete unter einem bunten Sonnenschirm. Die Hitler-Jugend (Nachrich­tenschar) und die Paddler selbst hatten mehrere schneeweiße Zelte aufgeschlagen. Ein Lautsprecher sorgte während der Ansagepausen dafür, daß auch das Ohr auf seine Rechnung kam. Die Ufer der Lahn waren von vielen Paddelbooten belebt. Von allen den schönen Wochenendhäuschen, entlang der Lahn, wurden die Rennen aufmerksam verfolgt. Die Nachrichtenschar der Hitler-Jugend des Bannes 116 hatte es mit Geschick unternommen, für die Verstän­digung zwischen Start und Ziel, zwischen Strecke und Ziel durch die Legung eines 1000 Meter langen Fernsprechkabels zu sorgen. In kurzen Abständen wurden die Zuschauer am Zielplatz über den Ver­lauf der Nennen unterrichtet. Die gesamte Fern­sprecher- und Lautsprecheranlage funktionierte aus­gezeichnet.

tleber 20 Rennen ...

Das Rennprogramm wurde fast ohne Stteichung durchgeführt. Die Nennungen der Vereine aus Kas­sel, Marburg, Wetzlar, Hanau und Gießen wurden mit ganz wenigen Ausnahmen erfüllt. Die Regatta brachte eine Fülle spannender Rennen und manchen Bord-an-Bordkampf. Besonders hartnäckig wurde um die Gaumeisterschaften gekämpft. Gleichzeitig trua auch die Hitler-Jugend der Gebiete 13 und 14 mehrere Rennen aus, die in starken Besetzungen «gestartet werden konnten. In den Rennen lagen viele bewährte Kämpen des Gaugebiets im Wett­bewerb, die sich auch durchzusetzen vermochten. Unter den Paddlern sah man auch diesmal wieder Joachim K a p h i n g st (Marburg), früher Gießen, der, trotz­dem er schon bald in der Altersklasse starten kann, noch immer unermüdlich an den Rennen der Lei­stungsklasse I teilnimmt. Wenn ihm auch gestern kein erster Sieg vergönnt war, so verdient doch sein Ein­satz alle Hochachtung.

Mit der Regatta waren auch zwei Gaumeister­schaftswettbewerbe verbunden. Im Zweier-Ka­jak der Leistungsklasse I kamen Hans Rudolf Grotegut und Wilhelm Wagner (PS. Kassel) zum Sieg. Grotegut sicherte sich auch die Gau­meisterschaft im E i n e r - K a j a k in vorzüglicher Zeit. Er gewann damit auch den Wanderpreis des Gaufachamts Kanusport und zusammen mit Wag­ner den Wanderpreis der Deutschen Kanufahrer- Bereinigung. Im Zweier-Wanderfaltboot errangen H. Ruckes/A. Trechsler vom W i e - jeder Kanuklub den Wanderpreis der Paddlergilde Gießen in einem schönen Rennen.

Auch die Frauen lieferten sich etliche Rennen, bei denen allerdings sehr unterschiedliche Leistungen fest- zustellen waren. Einen schönen Sieg errang die junge Gießener Hedwig Gerstrneier.

Siegerehrung.

Den Abschluß der Regatta bildete die feierliche Siegerehrung. Kreisdietwart Dr. Römer sprach im Auftrag des Reichsbund-Kreisfuhrers Dr. Schä­fer über die Arbeit im Nationalsozialistischen Reichsbund für Leibesübungen, über den Sinn der Leibesübungen überhaupt und den eng damit ver-

Inzwischen traten Schaumburg, Eberlein, Beviacqua und Mastroieni zum 5000-Meter-Lauf an. Bis zur letzten Runde blieb der kleine Bevi- aequo mit den beiden Deutschen zusammen, während ^ec zweite Italiener das Tempo nicht mehr mit- palten konnte. Im Spurt setzten sich die Deutsch?« dann allein an die Spitze und gingen nach 14:43,8 JJanuten gemeinsam durchs Ziel.

In der 4 X 100-Meter-Staffel starteten Aa^ann und Missoni für die beiden Mannschaften. Beide Läufer wechselten gleichzeitig. Dann holte Holling den entscheidenden Vorsprung gegen Don- 'in1*115 unb "bergab Scheurinq den'Stab 8 bis 10 Meter vor dem Italiener. Von Scheuring erhielt Harbig den Stab mit 20 Meter Vorsprung" so daß der deutsche Siea schon sicher stand Der Welttekord- mann schonte sich etwas, so daß Lansi Boden gut­machen konnte Vollkommen frisch zerriß Harbig das Band Mit 3:10.4 Minuten war em neuer deut­scher Rekord aufgestellt Die alte Bestleistung stammte von unserer Olympia-Staffel 1936 mit 3:11.8 Aber auch die Italiener liefen mit 3 12,4 Rekord.

Mit der 4 X 1 00-Meter-Sta ffeI wurde der Landerkampf beendet. In der Besetzung Kersch. Hornberger, Neckermann, Boenecke siegten die Deut­schen ^klar in 40,6 Sekunden vor den Italienern, die SMM meljr. benötigte

Zehner-Kanadier: 1. PG. Hanau, 2:11,ß Min.; 2. Kombination Kassel - Gießen, 2:52,4 Miu, Die Hanauer, die Gebietsmeister sind, brachten die Strecke von 400 Meter in vorzüglicher Zeit und in blendender Technik hinter sich. Die Kombination hatte nichts zu melden.

Zweier-Kajak, Leistungsklasse I: 1. und Gaumeister, H. R. Grotegut ° W. Wagner, PF. Kassel, 4:32,0 Min.; 2. I. Steltemeyer - K. Hasel, meyer, PG. Hanau, 4:33,9 Min.; 3. I. Kaphingst. I Kobe, 4:57,8 Minuten. Zwischen den Kasselern und den Hanauern entwickelte sich ein harter Kampf auf der Strecke, bei dem die Kasseler immer etwas in Führung lagen. Die Kasseler hielten aber auch im Endspurt tadellos durch und errangen einen knap. pen Sieg.

Zweier-Kajak, Anfänger-klaffe: t H. Strippe! - K. Kittner, PS. Kassel, 4:13,5 Min.; 2. R. Klubescheidt - W. Storch, PS. Kassel, 4:52,2 Min.; 3. Fehlhauer - H. Fröb, PG. Hanau, 4:55,4 Minuten.

Zehner-Kanadier C X: Kampflos für PG. Hanau.

bundenen selbstverständlichen Dienst an Volk und Vaterland. Gaufachwart Gutacker dankte der Paddlergilde Gießen für die vorzügliche Ausrichtung der Regatta, dankte den Wettkampfteilnehmern für ihren Einsatz und gab bekannt, daß die Gau-Kurz- strecken-Regatta alljährlich in Gießen abgehalten werden soll. Im Anschluß daran wurden die Sie- mit dem goldenen Eichenblatt des an die Sieger ausgegeben und die

Einer-Kajak, HJ.-Klasse 400 Meter: 1. Fritz Bertermann, PS. Kassel, 2:16,09 Min.; 2. Karl Rohrweger, PG. Hanau, 2:29,3 Min.; 3. W. Büttener, PG. Gießen; 4. H. Schmidt. Marburger Kajak-Club.

Zweier-Faltboot, Leistungsklassen: 1. HR. Grotegut / W. Wagner, PS. Kassel 4:49,1 Min.; 2. Fritz Kling / G Stein, KC. Wetzlar, 4:55,7 Min.; Grotegut / Wagner siegten ziemlich ein­deutig.

Einer-Kajak, Anfängerklasse: 1. Karl Haselmeyer, PG. Hanau, 5:09,0 Min.; 2. Fw. Fehlauer, SPG. Hanau, 5:15,5 Min. Haselmeyer siegt eindeutig vor seinem Vereinskameraden.

Zweier Wanderfaltboot, Anfänger­klasse: 1. H. Ruckes / A. Trechsler, Wiesecker KC., 5:29,8 Min.; 2. H. Koch / W. Grete, PS. Kassel, 5:33,3 Min.; 3. E. Deibel / W. Weller, Wiesecker KC.; 4. E. Koblitz / K. Friedrich, KC. Wetzlar. Die Wiesecker sicherten sich in feiner Manier am Wan­derpreis der Paddlergilde Gießen, eine prächtige Adlerplastik vor ihren harten Kasseler Konkurren­ten Die Gießener Paddlergilde konnte den Preis leider nicht verteidigen, da zwei Studenten, die den Preis zu verteidigen hatten, nach Osten zum Ernte­einsatz abreisten.

Zweier-Faltboot, Leistungsklasse II: 1. H. Strippet / K. Kittner, PS. Kassel, 5:21,2 Mjn.; 2. H. Brück / Heinz Zanger 5:28,4 Min.

Einer-Kajak, Leistungsklasse II: 1. R. Nix, KV. Hanau, 5:00,1; 2. H. Jakob, KVH. Kassel, 5:04,1 Min.

Einer-Faltboot, Frauen, Anfänger­klasse: 1. Hedwig Gerstmeyer, PG. Gießen, 4:14,6 Min.; 2. M. Neidhardt, PG. Hanau, 4:42,6 Min.; 3. M. Henrich, KC. Wetzlar. Die junge talen­tierte Gießenerin, die erst seit wenigen Wochen im Boot sitzt, feierte einen sicheren Sieg und kam nach 600-Meter-Strecke erstaunlich frisch durch das Ziel. Die Leistung war für die Paddlergilde Gießen eine angenehme Ueberraschung.

Zweier-Kajak, HJ.-Klasse A (600m): 1. P. Zündel / W. Schütz, PG. Hanau, 3:03,7 Min.; 2. H. Winter / Fr. Bertermann, PS. Kassel, 3:08,9 Min.; 3. S. Böttner / R. Krippel, Kasseler KC., 3:09,0 Min. Die Hanauer distanzierten ihre Gegner ziemlich klar. Um den zweiten Platz gab es fast ein totes Rennen

Einer-Faltboot, Anfängerklasse: 1. A. Barthel, PG. Hanau, 5:30,6 Min.; 2. Fr. Spröer, KC. Wetzlar, 5:57,4 Min. Eine glatte Sache ür den Hanauer!

Einer-Kajak, Leistungsklasse I: 1. H. R. Grotegut, PS Kassel, 5:06,0 Min.; 2. I. Steltemeyer, PG. Hanau, 5:06,4 Min.; 3. I. Kap­hingst, Marburger KC. Ein Kampf um die Gau­rn e i st e r s ch a f t. Ein Höhepunkt der Regatta! Gleichzeitig ging es um den Wanderpreis des Gau- facharnts! Grotegut schaffte sich bald einen Vor- prung, den er aber gegen Steltemeyer zu ver­teidigen hatte. Im scharfen Endspurt erft verwies er ihn klar auf den zweiten Platz. Kaphingst machte noch immer gute Figur und hielt tadellos mit, ob­wohl er nicht mehr zu den Jüngsten zählt. Grote­gut imponierte durch seinen kraftvollen Endspurt.

Zweier-Faltboot, HJ.-Klasse B (400 m): 1. R. Heil / Fr. Bertermann, PS. Kassel, 2:12,4 Min.; 2. H. Bley / Rohnsege, PG. Hanau, 2:18,2 Min.; 3. E. Kuhl / R. Schmidt, Marburger KC., 2:25,0 Min.

ZweierFaltboot, Anfänger-Klasse? 1. H. Strippe! / K. Kittner, PS. Kassel, 5:05,7 Min.; 2 Fr. Spröer / R. Koblitz, KC Wetzlar, 5:34,1 Min.

Einer-Kajak, HI. - Klasse A (600 m): 1. K. Nuppel, PG. Hanau, 3:43 Min.; 2. Fr. Kuhl, Marburger KC. 3:45 Min.; 3. H. Riemann, Kasse­ler KC., 4:00,2 Min. Ein schönes Rennen, bei dem ich der Hanauer durch den Endspurt den Sieg icherte.

Einer-Wanderfaltboot, Leistungs- klasse I: 1. Obergefreiter Esser (Fliegerhorst Gie­ßen), PG. Gießen, 5:53,8 Min.; 2. Alfred Trechsler, Wiesecker KC., 5:58,1 Min.; 3. W. Brück, KC. Wetz­lar, 6:14,5 Min. Ein scharfes Rennen der lokalen Konkurrenten, das sich der Flieger sicherte.

Zweker-Kajak, Frauen, Anfänger- Klasse: 1. K. Bereska / M. Neidhardt,' PG. Hanau, 4:26,4 Min.; 2. P. Storm / H Romeis, PG. Hanau, aufgegeben.

Einer-Faltboot, Leistungsklasse 1: 1. H. N. Grotegut, PS. Kassel, 5:32,4 Min.; 2 I. Steltemeyer, PG. Hanau, 5:36,0 Min.; 3. G Stein, KC. Wetzlar, 5:36,1 Minuten. Ein scharfes Rennen bis in das Ziel. Die Teilnehmer folgten dicht auf. Grotegut entschied es durch feine etwas reifere Technik.

Einer-Wanderfaltboot, Anfänger: 1. Ernst Spröer, Wetzlarer RC., 6:19,4 Min. 2. E. Deibel, Wiesecker KC., 6:33,2 Min.; 3. E. Noll, PG. Gießen, 7:39,9 Minuten.

Der erste offizielle Leichtathletik-Länderkampf zwischen Deutschland und Italien wurde am Sams­tag im Mailänder Mussolini-Stadion mit den ersten neun Wettbewerben begonnen. Die deutsche Mann­schaft eroberte nach überaus spannenden Kämpfen mit 56/2:33V2 Punkten eine klare Führung. Leider wirkte sich die drückende Hitze, die über Mailand lag, ungünstig auf den Besuch aus. Nur 8000 Zu­schauer wohnten den Kämpfen bei.

Das wichtigste Ereignis des Samstags bildete das erste Zusammentreffen der beiden stärksten Mittelstreckler der Welt: Rudolf Harbig und Mario Lanzi über 800 Meter. Der Deutsche be­fand sich in bestechender Form und gewann das Rennen in der neuen Weltrekordzeit von 1:46,6 (!) Minuten.

Die Hammerwerfer eröffneten den Länder-- kampf. Selbstverständlich, daß die Deutschen hier nie gefährdet waren. Meister Erwin B l a s k siegte mit 56,32 Meter vor dem wieder sehr beständigen Storch mit 53,19 Meter. Die beiden Italiener blieben un­ter der 50-Meter-Marke.

Einen neuen deutschen Doppelsieg gab es an­schließend über 1500 Meter. Lediglich Vitale konnte mit den beiden deutschen Vertretern Mehlhose und Jacob einigermaßen mithalten.

Der Weltrekord-Lauf.

Unter ungeheurer Spannung der Tausende mach- tten sich bann die vier Läufer für den Start der 800 Meter fertig. Mit dem Startschuß übernahm Italiens Meister Mario Lanzi die Führung, ge­folgt von-Rudolf Harbig, seinem Kameraden B r a n d s ch e i t und dem Italiener Bellini. Lanzi wußte, daß seine einzige Chance darin be­stand, ein möglichst scharfes Anfangstempo einzu­schlagen, um dadurch den deutschen Rekordmann vielleicht abzuschütteln. Aber es gelang nicht! Trotz des fabelhaften Tempos der ersten Runde blieb Harbig immer zwei bis drei Meter hinter dem Ita­liener. An der genannten Reihenfolge änderte sich nichts bis zum Zielbogen.

hier hielt harbig seine Zeit für gekommen.

Mühelos ging er an Lanz! vorbei. Immer langer unb federnder wurden die Schritte des Dresdners, der trotz des vorgeleglen Tempos nichts von feinem phänomalen Endspurt einge- büht hatte und bis zum Ziel seinem großen Rivalen noch mehrere Meter abnehmen konnte. Mit der phantastischen Zeit von 1:46,6 Minuten hatte harbig einen neuen Weltrekord aufgestellt. Aber auch Lanzi kam mit 1:49,0 noch zu einem Landesrekord. Bemerkenswert auch die 1:50,3 des zweiten Deutschen Brandscheit.

Den erwartet spannenden Kampf gab es auch auf der langen Sprintstrecke über 200 Meter. Italiens Meister Mariani befand sich in hervorragender Verfassung. Er hielt bas von den Deutschen Scheu­ring und Neckermann vorgelegte Tempo gut mit unb Zerriß nach großartigem Endspurt das Band mit Brustbreite von Scheuring in 21,2 Sekunden.

Mit dem Hochsprung wurden die Wett­bewerbe fortgesetzt. Drei Springer bewältigten die Höhe von 1,90 Meter. Da der' Rostocker Lang- hoff beim ersten Versuch über die Latte gekommen war, fiel ihm der Sieg zu vor Gehmert und dem Italiener Campagner, die sich in den zweiten Platz teilten.

Leicht hatten es unjere Speerwerfer, um zum Siege zu kommen. Keiner der beiden Italiener kam an die 60-Meter-Grenze heran. Meiste: Berg siegte schließlich mit 63,81 Meter.

Der neue Europarekordmann im 4 00° Meter. Hürdenlauf, Lt. Hölling (Berslau), hatte den Sieg auf der langen Hürdenstrecke immer sicher. Er gewann in 52,6 Sekunden vor feinem Lands­mann Glaw in 54,4 unb Russo.

Auch im Dreisprung riß die Siegesserie der Deutschen nicht ab. Der italienische 15-Meter-Sprin° ger Bini kam ebenso wie sein Landsmann Turco nur auf 14,45 Meter. Da der Karlsruher Koch überraschend auf 14,63 Meter kam, fiel ihm der i erste Platz zu. .

Der alte unb neue Meister Max Syring bewies < im 10 000-Meter-Lauf erneut seine große Klasse Der l

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