Ausgabe 
17.5.1939
 
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ihm unterstellten Arbeitern Len Lohn auszuzahlen, hierbei hat er die Lohndüten geöffnet, Beträge ab­geändert und die Differenzbeträge tms den Düten genommen und sich angeeignet. Der Angeklagte war geständig. Soweit sich die Geschädigten gemeldet haben, ist ihnen der Schaden ersetzt worden.

Der Vertreter der Staatsanwaltschaft führte aus, daß der Angeklagte das in ihn gesetzte Vertrauen schwer mißbraucht und seine Tat, da es sich um Lohngelder von Arbeitskameraden gehandelt habe, besonders verwerflich fei. Strafmildernd komme in Betracht, daß der Angeklagte geständig und nicht vorbestraft sei und die unterschlagenen Beträge er­setzt seien. Er beantragte eine Gefängnisstrafe von fünf Monaten.

Der Angeklagte wurde unter Annahme mildernder Umstände wegen fortgesetzter Unterschlagung und

fortgesetzter Urkundenfälschung zu einer Gesamt- gefängnisstrafe vonfünfMonaten ver­urteilt. Bei der Urteilsbegründung wurde besonders betont, daß die Tat dem Kameradendiebstahl gleich­zuachten sei.

Th. R. in Gießen hatte sich wegen Urkundenfäl­schung zu verantworten. Um einen Strafaufschub zu erreichen, hatte er in einer Bescheinigung eines hie­sigen Krankenhauses einen Zusatz gemacht. Der An­geklagte war geständig.

Der Vertreter der Staatsanwaltschaft beantragte, mit Rücksicht aus die einschlägigen Vorstrafen, wenn auch niemand geschädigt sei, eine Gefängnisstrafe von drei Monaten.

Der Angeklagte wurde zu einer Gefängnis- strafe von einem Monat verurteilt.

Iugend-Handbatt.

Rieder-Deisel Ebersgöns 20:9 (8:7).

Nachdem in Ebersgöns der Spielbetrieb lange Zeit geruht hatte, trat der dortige Turnverein am vergangenen Sonntag mit einer Zugendmannschaft wieder aus den Plan. Daß die Mannschaft selbst­verständlich vorerst noch des nötigen Trainings und Zusammenfindens bedarf, ist klar; trotzdem war chon am ersten Spieltag die Leistung der jungen Mannschaft besonders in der ersten Halbzeit recht gut. Sie lieferte bis dahin dem Gegner eine gleich­wertige Partie, mußte aber dann die Ueberlegen- heit des Gastgebers anerkennen. Hoffentlich unter­hält die Mannschaft in nächster Zeit eifrigen Spiel­verkehr, um dann an den Rundenspielen in der kommenden Saison mit Erfolg teilzunehmen.

Rahnstaffeltag der Leichtathleten.

Wie wir kürzlich schon mitteilten, führen morgen die NSRL.-Kreise Gießen und Friedberg auf der v.-Tschammer-und-Osten - Kampfbahn in Bad-Rau- heim gemeinsam ihren Bahnstaffeltag durch. Das vorläufige Meldeergebnis:

Männer: 4X1OO-Meter: Tgm. Friedberg (zwei Mannschaften), VfB.-R. Gießen, Tgm. Bad-Rau- heim; 4X400-Meter: Tgm. Friedberg (2), VfB.-R. Gießen; 3X1OOO Meter: Tgm. Friedberg (3), VfB.-R. Gießen.

Äugend: 4X1OO-Meter: Tgm. Friedberg, 1900 Gießen; 3X1OO0-Mtter: Tgm. Friedberg, 1900 Gießen.

Frauen: 4X1OO-Meter: Tgm. Friedberg, Mtv. Gießen; Tgm. Bad-Rauheim (2 Mannschaften).

9J.-fporl

Wasserwandern

Lin Werbeabend des kreisfachamles für Kanusport.

Das Kreisfachamt für Kanusport 8/XII. (Gießen) veranstaltete am Sonntag auf derPulvermühle" einen Werbeabend für das Wasserwandern. Än Vertretung des Kreisfachwartes Franz Ludwig Senner begrüßte der Vereinsführer der Paddler­gilde Gießen, Dr. E. Schwarzmaier, die zahl­reichen Erschienenen und erklärte ihnen kurz den Sinn und Zweck der Werbeoeranstaltung. Sodann nahm er nochmals eine Ehrung der Sieger der nachmittags durchgeführten Kreis-Kurzstrecken-Re- gatta vor und überreichte den Siegern der im vorigen Herbst erstmals ausgefahrenen Gießener Stadtmeisterschaft im Einer- und Zweier-Wander- faltboot (Esser, Weimar; Lohr, Baurat Mangold und Sohn) nachträglich die Urkunden für ihre Leistung. Ferner wurden die unter den Mitgliedern der Paddlergilde Gießen im Jahre 1938 erzielten besten registrierten Kilometerleistungen be» kanntgegeben: der Obergefreite der Luftwaffe Karl Esser (1145 Kilometer) erhielt die Wanderplakette für Männer, Fräulein Lotte Franz diejenige für Frauen zuerkannt.

Rach einleitenden Worten des Dietwartes der Paddlergilde Gießen, Dr. Karl Loew, eröffnete ein FilmNibelungen auf Fahrt" den eigentlichen Teil des Abends. Der aufnahmetechnisch hervor­ragende Streifen vermittelte einen lebhaften und besonders von der Jugend begeistert aufgenom­menen Eindruck von der letzten Reichsjugendfahrt über die Donau nach Wien. Herrliche Landschafts- bikder, interessante Einblicke in das Lagerleben, flotte Aufnahmen von Boot zu Boot, alles saftig durchwürzt von jugendlichem Frohsinn und Ueber- mut, das zusammen mußte das richttge Endurteil geben: bei den Jungen:Das wär' was für uns!" und bei den Alten: ,^Hier möchte man nochmals ganz jung und mit von der Partie sein!"

Erich Lohr (Paddlergilde Gießen) zeigte an­schließend in einer Folge von Leicaaufnahmen das Leben und Treiben der Gießener Paddler auf Wanderfahrt, wobei auch der winterliche Schilauf als Ausgleichssport nicht vergessen wurde. Die größtenteils farbigen Bilder lösten viel Frettde aus, zumal sich dieser oder jener plötzlich in einem heim­lichen Schnappschuß wiederfand, und weckten man­cherlei Erinnerungen an Fulda, Weser und Edersee,

an Ohm und Lahn, und besonders an die Lahn, deren Schönheit jedesmal aufs neue entzückt.

Der zweite Film,Havelland", führte in einem trefflichen Querschnitt durch die manigfaltigen Er­lebnisse des Paddlers zu Wasser und zu Land. Kein Wasser ist zu wild und kein Hindernis zu schwer, der Paddler kommt durch. Ob er sich mühsam mit seinem Boot durchs mannshohe Schics stochert, oder flach im Boote liegend' unter einer ganz niedrigen Brücke sich durchwindet: er kommt hin, wohin er will. So lernt er Land und Leute kennen, die Arbeit auf dem Felde, das Werk des Schiffers und das Tun des Fischers; Pflanzen und Tiere sind feine Freunde. Dazu kommt noch der körperliche und gesundheitliche Nutzen des Paddelsportes. Worte können das nicht ausdrücken: man muß selbst im Boot gesessen und muß selbst im Boot gewandert haben.

Flotte Musik auf der Quetschkommode und heitere Lieder umrahmten den Abend, den Dr. Loew chloß mit einem Auftuf an alle, mehr und mehr ich dem Wasserwandern zuzuwenden. Mit dem Be- itz eines Faltbootes ist man noch kein Fattboot- ahrer, denn der nimmt seinen Sport ernst und will nicht viel wissen von denSonntagspaddlern", die über did Bannmeile der Stadt nicht hinauskommen und ihr Boot nur als Transportmittel bis zu einem nahegelegenen -ruhigen Plätzchen brauchen. Fatt- bootfahren und Wasserwandern gehören zusammen; und wer's noch nicht ausprobiert hat, derversuche es einmal. Die Ueberzeugung und die Freude am Wasserwandern kommt dann von selbst!

Iaustball im Turnverein 1846.

Der Gießener Turnverein eröffnet die diesjährige Wettspielzeit mit der Teilnahme am Himmelfahrts­turnier der Turn- und Spielvereinigung Bad Ems. Da bereits am Sonntag darauf die Pflichtspiele der Gauklasse beginnen, bietet das Emser Turnier eine günstige Gelegenheit, die Mannschaftsaufttellung zu überprüfen und im Wettkampf zu erproben. Mit neun Mannschaften hat das Turnier der Badestadt eine für den Anfang recht gute Besetzung gefunden. Die schärfsten Gegner erwachsen den Gießenern in den Frankfurter und Koblenzer Mannschaften. Da der Turnverein seine Mannschaft, die im vergange­nen Jahre zum 4. Male Gaumeister wurde, noch ver­stärken konnte, im übrigen seine besten Kräfte wie­derum zur Verfügung hat, sind alle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Abschneiden gegeben.

Wormatia Worms bei den Teutonen.

Oer dreimalige Güdwest-Meister morgen in Watzenborn-Steinberg.

Der Sportplatz an der Neumühle zu Watzenborn- Steinberg dürfte morgen wohl seinen größten Tag erleben. Waren in der Vergangenheit schon mehr­mals Gauliga^Mannschaften bei den Teutonen und mußten immer eindeutige Niederlagen mitnehmen, so dürfte das Endresultat morgen wohl umgekehrt lauten; denn Worms verfügt über eine erstklassige Mannschaft, von der die Teutonen nur lernen kön­nen. Und gerade dies dürfte wohl der Hauptgrund sein, warum die eifrige Steinberger Vereinsleitung diesen Großtarups aufzieht. Eine nochmalige Be­sprechung der einzelnen Spieler dürfte sich er­übrigen, zumal die Mannen wie Eckert, Kiefer, Fath und Schwindt für ein erstklassiges Mann­schaftsspiel bürgen.

Die Teutonen gehen unbeschwert in dieses Tref­fen. Für sie gilt es, möglichst viel zu lernen und dies in den folgenden Aufstiegspielen zu verwerten. An einer Niederlage zweifelt ja wohl auch nicht der fanatischste Anhänger der Steinberger, aber es wird die Ausgabe der wackeren Teutonen-Spieler sein, durch Ehrgeiz den spielerischen Unterschied

etwas auszugleichen, damit die Niederlage ehren­voll ausfällt. Gingen die Teutonen im vorigen Spiel leer aus, so nimmt man jetzt allgemein an, daß diesmal doch wenigstens das Ehrentor zustande kommt. Angesichts der Formverbesserung der Stein­berger im letzten Jahr dürfte dies auch unbedingt im Berreich der McMchkett liegen. Auf alle Fälle wird es ein interessantes und anständiges Spiel werden, das hoffentlich die Erwartungen der Zu­schauer restlos erfüllt.

Folgende Mannschaften stehen sich gegenüber:

Worms: Schwindt; Hartmann, Kern; Zim­mermann, Kiefer, Herbert; Stahl, Lehr, Eckert, Busam, Fath.

Steinberg: Happel; Fett, Buß; Naumann, Hederich, Schmandt; Haas, Lang, Schmidt, Däublin, Heinzemann.

Steinberg Jugend Leihgestern Jugend.

Vorher treffen sich die beiden Jugendmannschaften zu einem Freundschaftskampf, den die Platzbesitzer wohl für sich entscheiden sollten.

Handball an Hlmmelsahrl.

Pokalspiele.

Es bleibt nichts weiter übrig, als diesmal auch Himmelfahrt zu belegen, weil durch eine ganze Reihe anderer Veranstaltungen eine gewisse Ter­minnot Platz gegriffen hat, die sich m Anbetracht der noch zur Verfügung stehenden Zett ungünstig auswirken kann. Das war auch der Grund, weshalb die restlichen Vorrunden- und die ersten Spiele der Zwischenrunde ganz kurzfristta angesetzt wurden. Wenn nicht erneut unvorhergesehene Umstande La- zwischentreten, werden wir auf diese Weise bis zu dem vorgesehenen Zeitpunkt fertig sein.

Vorrunde:

To. Dutenhofen To. Garbenheim,

To. Katzenfurt MSV. Barbara Gießen.

Dutenhofen und Garbenheim haben sich schon einmal aegenübergestanden. Damals blieb aber der anaesetzte Schiri aus, so daß eine Wertung nicht er­folgen konnte. Gemessen an dem eindeutigen Sieg im Vorspiel sollte Garbenheim auch diesmal die Oberhand behalten, zumal die Platzbesitzer reichlich ersatzgeschwächt antreten müssen.

Gespannt darf man sein, wie die Barbara in Katzenfurt spielen roirb. D,- Pl°tzbchtz°r werben alles barans-tzen, um di- G°st° auszuschalten Ob bas gelingt, bleibt abzuwarten. All- Anzeichen spre- chen zwar für eine Ueberraschung; auf der anderen Sette wird die Barbara allerdings wissen, worum es geht, und nichts unversucht lasten, eine Runde weiterzukommen.

1. Zwischenrunde:

Tuspo. Wetzlar-Niedergirmes Mtv. Gießen, Tv. Hörnsheim Tv. Lich, Tv. Lützellinden Tv. Holzheim.

Wenn auch die Männerturner nicht in spielstärk- ster Aufstellung antreten können, so ist immerhin mit einem günstiges Abschneiden zu rechnen. Aller­dings dürfen die Platzbesitzer nicht unterschätzt wer­den, zumal es ihnen möglich war, ihre Mannschaft in letzter Zeit starkaufzufrischen" und verschiedene Posten zu ihrem eigenen Vorteil neu zu besetzen.

Hörnsheim wird es sicherlich nicht schwer fallen, die junge, aber aufstrebende Mannschaft der Gäste auf Distanz zu halten. Immerhin darf auch hier eine gewisse Vorsicht nicht außer acht gelassen werden, weil es sonst sehr leicht zu einer peinlichen Ueber­raschung kommen kann.

Zu einem interessanten Ringen wird es in Lützel­linden kommen. Die Gäste haben nichts zu ver­lieren, aber alles zu gewinnen, und werden sich des­halb mit aller Macht vor einer Niederlage zu weh­ren wissen. Ob es allerdings gelingt, dem Ansturm der Platzherren standzuhalten, ist ungewiß. Fest steht, daß Lützellinden die Oberhand behalten wird, auch wenn der eine oder andere Posten umbesetzt werden muß.

Der Kreisfachwart hat für den 2. Pfingstfeiertag ein neues Kreisspiel abgeschlossen, und zwar gegen den spielstarken Kreis Marburg. Mit welcher Be­setzung angetreten wird und auf welchem Platz, ist zunächst noch nicht festgelegt. Wahrscheinlich fin­det das Treffen in Allendorf (Lahn) statt. In An­betracht der Wichtigkeit eines derartigen Kampfes besteht für die gesamte Umgebung für den zweiten Pfinastfeiertag ab 12 Uhr Spieloerbot. Etwa be­reits abgeschlossene Freundschaftsspiele müssen vor- mittags ausgetragen werden.

Fußball her heimischen Mimschasten.

von dem Gegner nichts wissen. Eine Vorhersage dürfte daher für dieses Spiel nicht angebracht sein.

Beginn der Endrunde um die Bannmeisterschast ily Fußball.

In Grünberg:

Spvgg. 1900 1. Jgd. Homberg 1. Jgd.

Da die Endrundenspiele um die Bannmeisterschaft auf neutralen Plätzen ausgetragen werden müssen, wurde dieses Spiel nach Grünberg gelegt, denn die­ser Ort ist für beide Mannschaften der günsttgste.

lieber die Spielstärke der Blau-Weißen braucht man nicht mehr viel zu schreiben, denn diese Mann­schaft hat im letzten halben Jahr kein Spiel ver­loren, selbst gegen Vereine wie VsB.-R., 5fm.- Fechenheim und Wetzlar 05. In dem letzten Spiel gaben sie ihre letzte Kraftprobe und den Beweis ihres technischen Könnens.

Homberg dagegen ist eine Mannschaft, die den Blau-Weißen in körperlicher Hiniicht stark überlegen ist und einen ungeheuren Kampfgeist hat.

Man rechnet mit einem eindeutigen Sieg von 1900 Gießen, den sie dank ihrer technischen lleber- legenheit und der längeren Spielerfahrung ver­dienen.

Die Blau-Weißen beftreiten das Spiel in nach­stehender Aufstellung:

Dinges (Flieger-HI.); Weniger (Nachr.-Gef.), Neuling (Gef. 4); Launspach (Marine-Gef.), Kraft (Motor-Ges.), Bötz (Motor-Gef.); Schmück (Ges. 2), Kraft II (Motor-Gef.), Schäfer (Ges. Gleiberg), Heeg (Motor-Gef.), Bonarius (Gef. 2),

Ersatz: Fiedler (Gef. 2), Stork (Nachr.-Gef.).

VfB.-Reichsbahn Gießen.

VfV.-Reichsbahn I Vad-Rauheim I.

Auf dem Waldsportplatz treffen sich morgen beide Mannschaften zu einem Freundschaftsspiel. Die Nau­heimer weilten schon öfter hier und sind ein gern gesehener Gast in Gießen. Die Mannschaft spielte in der Gruppe Friedberg immer eine große Rolle, doch im letzten Spieljahr reichte es für die Meister­schaft nicht. In der Elf ragen besonders Mühlhäu­ser, Schnautz und Eyrisch hervor, aber auch sonst ist die Mannschaft gut besetzt. Die Grün-Weißen, die ihre Schwächeperiode glücklich überstanden haben, sind auf eignem Platze sehr gefürchtet, und man darf daher ein spannendes Spiel erwarten, dessen Ausgang völlig ungewiß ist.

VfV.-Reichsbahn II Vad-Rauheim II.

Vor dem Spiel der ersten Mannschaften messen die Reserven beider Vereine ihre Kräfte. Die Elf der Grün-Weißen ist als stark bekannt, während wir

VfB.-R. 1. u. 2. Jgd. komb. Rodheim 1. Jgd. 1:7.

Die VfB.-R.-Jugend hatte die Rodheimer zu Gast. Das Spiel wurde von beiden Mannschaften flink begonnen. In der 5. Minute konnten die VfBer durch einen Eckball in Führung gehen. In der 6. Minute wurde von den Rodheimern ein Hand­elfmeter zum 1:1 eingeschossen. Dann schossen die schnellen Rodheimer Stürmer ein Tor nach dem anderen ein, und konnten bis zur Pause ein 5:1 für Rodheim Herstellen. Dann wechselten die Gießener zwei neue Leute aus, aber der kleine Rodheimer Torhüter meisterte alles. Die Rodheimer erhöhten mit zwei prachtvollen Toren auf 7:1, womit das Schlußergebnis hergestellt war.

Gpielvereinigung 1926 Leihgestern.

FL. 04 Oberursel Liga Spvgg. 1926 Leihgestern I. FL. 04 Oberursel II Spvgg. 1926 Leihgestern II.

Mit zwei Mannschaften fährt die Spieloereini­gung an Himmelfahrt nach Oberursel, um dort gegen die Liga- bzw. Reservemannschaft Gesellschaftsspiele auszutragen.

Die 1. Mannschaft, die sich zur Zeit in guter Form befindet, wird auf einen Gegner stoßen, dessen Können weit über den Bezirk der Bezirksklasse Gruppe Friedberg bekannt ist. Konnten sie doch in der vorigen Saison mit Abstand den Meistertitel erringen und um den Aufstieg in die Gauliga kämp­fen. Nur ganz knapp blieben sie hinter dem Dun- lop-Sportverein Hanau zurück. Daß unter diesen Umständen die Aussichten alles andere als rosig sind, ist für jeden Kenner klar. Trotzdem sollen die Blau-Weißen den Mut nicht sinken lassen, denn mit dem Können des Gegners wächst auch ihre, eigene Leistung, was sie bis jetzt schon zur Genüge erfah­ren konnten. Die Spielvereinigung fährt mit Krick; Brückel, Velten; Faber, Brunotte, Funk; Martini, Väth," Schäfer, Funk und Laux.

Eine fast unlösbare Aufgabe steht der 2. Mann­schaft bevor. Denn vor dem Spiel der 1. Mann­schaften spielt sie gegen die Reserve des FC. 04 Oberursel. Daß hier die Aussichten der Leihgesterner aufNull" stehen, dürfte wohl keinem Zweifel unterliegen. Auch die Jugendmannschaft ist an Him­melfahrt nicht untätig; sie spielt in Steinberg, uni vor dem Spiel Wormatta Worms FC. Teuto­nia Steinberg gegen die Jugend der Teutonen zu spielen. Wer hier das bessere Ende für sich behält, ist nicht vorherzusagen. Vielleicht ist der Vorteil des eigenen Platzes ausschlaggebend.

Wirtschaft.

Hundert Millionen Reichsmark neue Spareinlagen der Sparkassen im April

FWD. Wie die soeben veröffentlichten Monctts- ausroeife der deutschen Sparkassen, Girokassen und Kommunalbanken des Altreichs für Ende April 1939 erkennen lassen, hat sich die günsttge Entwick­lung der Spareinlagen bei den Sparkassen auch im Berichtsmonat fortgesetzt. Nur das Tempo der Spareinlagenzunahme hat sich etwas vermindert. Mit 93,4 Millionen RM. lag der Einzahlungsüber­schuß diesmal nicht mehr über dem Ergebnis im Vergleichsmonat des Vorjahres (+ 123,2 Millionen RM.), während bisher die Spartätigkeit der ein­zelnen Monate seit Anfang 1937 fast ununterbrochen Die vorjährige überboten hatte. Den Spareinlagen sind im Berichtsmonat noch 2,0 Millionen RM. Zinsgutschriften zugewachsen. Außerdem haben sie sich durch sonstige Veränderungen noch um 7,6 Mil­lionen RM. erhöht, so daß die Gesamtsteigerung im Berichtsmonat 103,0 Millionen RM. beträgt. Bei den sonstigen Gläubigern brachte der April eine Zunahme von 70,0 Millionen RM., im gleichen Monat des Vorjahres waren die Einlagen sogar etwas zurückgegangen. Durch den Zuwachs im Be­richtsmonat wurde der saisonmäßige Abgang im März (89,5 Millionen RM.) nahezu roieoer aus­geglichen, während i. V. der übliche Frühjahrsrück- a dieser Einlagen erst im Mai wieder aufgeholt en war. Die gesamten Einlagen der Sparkas­sen des Altreichs sind im April 1939 um 173,0 Millionen RM. auf 18 668,1 Millionen RM. ge­stiegen. Die Einlagenbewegung gestaltete sich also weit günstiger als im gleichen Monat des Vor­jahres (+ 132,6 Millionen RM.).

Gießener Echlachtviehmarkt.

Zürn gestrigen Gießener Schlachtviehmarkt Schlachtoiehverteilungsmarkt in der Viehoer­steigerungshalle Rhein-Main in Gießen wurden 7 Ochsen, 3 Bullen, 34 Kühe, 28 Färsen, 101 Kälber, 318 Schweine, 2 Schafe aufgetrieben.

Preise: Ochsen 32 bis 45,5 Pf., Bullen 40 bis 43,5 Pf., Kühe 22 bis 43,5 Pf., Färsen 40 bis 44,5 Pf., Kälber 40 bis 65 Pf., Schafe 30 bis 42 Pf. je Pfund Lebendgewicht. Für Schweine wurden je Kilogramm Lebendgewicht folgende Preise be­zahlt: Klasse a (150 Kilogramm und mehr) 1,15 RM., bl (135 bis 149,5 Kilogramm) 1,13 RM., b 2 (120 bis 134,5 Kilogramm) 1,11 RM., c (100 bis 119,5 Kilogramm) 1,03 RM., d bis f (unter 100 Kilogramm) 0,97 RM., g 1 (fette Svecksauen) 1,13 RM., i (Altschneider) 1,11 RM., g 2 (andere Sauen) und h (Eber) 1,01 RM.

Marktverlauf: Großvieh und Schweine zugeteilt; Kälber und Schafe ausverkauft.

Mein-Mäinische Börse.

ZHitfagsbörfe knapp behauptet.

Frankfurt a. M., 16. Mai. Die Börse brachte keine Aenderuna in der bisher stillen Geschäftslage, da die Zurückhaltung in vollem Umfange fort» dauerte. Am Aktienmarkt ergaben sich rote» herum meist nur belanglose Abweichungen; soweit sie über 0,25 bis 0,50 v. H. hinausgingen, hatten

sie zufälligen Charakter. Die führenden Papiere blieben weiterhin behauptet, JG.-Farben 150,13 (150,25), Hoesch 109,25 (109,50), Mannesmann 106,65 (106,75), AEG. 114 (114,25), nur Verein. Stahl 0,65 v. H. rückläufig auf 102. Von Autoaktien verloren BMW. 0,65 v. H. auf 145,40 und Daimler 0,75 v. H. auf 138,25. Sonst kamen vorläufig nur noch Rheinmetall mit 126,50 Geld (126,25), Scherbe- anstatt mit 202,50 (201,50), Reichsbank mit unv. 178,50 und Salzdetfurth Kali 1,50 höher mit 138,50 zur Notiz.

Arn Rentenmarkt setzte sich die Nachfrage nach Reichsschatzanweisungen fort. Von den variab­len Papieren bewegten sich Reichsaltbesitz bei etwa 131,90 bis 132, Reichsbahn-VA. bei netto 3,50 v. H. Dividendenabgang 0,13 v. H. ermäßigt auf 121,65 (125,25). Im Freiverkehr waren NF.-Steuergut- scheine II weiter etwas angeboten mit zunächst unv. 99, für die erste Serie hörte man einen Kurs von 102,50 (102,30).

Abendbörse ruhig.

Auch die Abendbörse war dhne Anregung und nahm einen sehr ruhigen Verlauf. Weiter rück­läufig waren Rheinstahl auf 134 (134,90), auch Hoesch gingen 0,50 v. H. zurück auf 108,75, während Verein. mit 102 und Mannesmann mit 106 (106,13) sowie Deutsche Erdöl mit 123,50 behauptet waren. Von Chemiewerten notierten IG.-Farben unv. 150, Metallgesellschaft unv. 114, Scheide anstatt weiter etwas erhöht auf 204 (203,50). Am Elektro» markt bröckelten Gesfürel auf 132,50 (133) ab, Licht & Kraft mit 132 und Schuckert mit 179 blieben gut gehalten. Von Maschinenwerten ließen Demag 0,50 v. H. nach auf 142,75, auch Daimler 0,25 v. H. ermäßigt auf 138, dagegen BMW. 146 (145,75), Adlerwerke unv. 102, ebenso MAN. mit 142 und Moenus mit 125. Von sonstigen Papieren stellten sich Bemberg auf 136,50 (136,75), Deutsche Linoleum auf 159,50 (159), Allianz Verein auf 248 (249) und Westdeutsche Kaufhof auf unv. 105,25.

Frankfurter Schlachtviehmorkt.

Frankfurt a. M., 16. Mai. Auftrieb: Kälber 1053 (gegen 801 am 9.5.), Hämmel und Schafe 53 (90), Schweine 6117 (4519). Notiert wurden je 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kälber a) 61 bis 65 (61 bis 65), b) 53 bis 59. (53 bis 59), c) 45 bis 50 (43 bis 50), d) 30 bis 40 (35 bis 40). Häm­mel bl) 49 bis 50 (49 bis 50), b2) 44 (43 bis 44). fc) 42 (38 bis 42). Schafe a) 42 (42), b) 35 bis 39 (39), c) 31 bis 32 (30 bis 32). Schweine a) 58,50 (58,50), bl) 57,-50 (57,50), b2) 56,50 (56,50), c) 52,50 (52,50), d) 49,50 (49,50). Sauen gl) 57,50 (57,50). Marktverlauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel.

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Frankfurt a. M., 17. Mai. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 1139 Rinder (198 Ochsen, 184 Bullen, 544 Kühe, 213 Färsen), 383 Kälber, 21 Schafe, 807 Schweine. Es kosteten:Ochsen 37,50 bis 46,50 Mark, Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 36,50 bis 45,50, Kälber 30 bis 65, Schafe 30 bis 42, Schweine 49,50 bis 58,50 Mark. Marktverlauf: Kälber, Rinder und Schweine zugeteilt; Schafe mittel.