Ausgabe 
17.3.1939
 
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DAS HAUS

DER GUTEN QUA

Gtf61

Der gestern

m/sek. m/sek. m/sek.

und dem

9

36

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30

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25

42

Bremsweg gemäß Faustformel

km/st km/st km/st km/st

Wetterbericht

zwischen Schottland

Geschwin­digkeit

wegen der gegenseitigen Ueberholung der Lastzug- auf 30 km/st herabsetzen, so ist jetzt leicht zu ersehen, welche nicht ganz unbeachtliche Strecke er dazu braucht, d. h. auf welche Entfernung er sich alsa zur Herabsetzung seiner Geschwindigkeit bereits ent­schlossen haben muß. Bremsweg 120 km/st bis zum Stillstand - 144 m etwa, Bremsweg aus 30 km/st bis zum Stillstand = 9 m. Auf 144 9 = 135 m Abstand etwa muß also der schnelle Wagen b e. reite mit d er Bremsung begonnen haben, um noch vor Erreichen der Lastzüge seine Geschwindigkeit genügend herabmindern zu können.

Die hohen Geschwindigkeiten fordern also auch auf gerader freier Strecke ein schnelles Doraussehen der sich möglicherweise entwickelnden Derkehrslage sowie rasche und richtige Beurteilung der Bewegun« gen und Geschwindigkeiten der anderen Verkehrs« teilnehmer. Die dem Kraftfahrzeug innewohnende Wucht steigert sich mit dem Quadrat der Geschwin« digkeit, bei doppelter Geschwindigkeit die vierfache Wucht, bei dreifacher Geschwindigkeit die neunfache Wucht. Bei 120 km/st hat das Fahrzeug die 16fache Wucht in sich aufgespeichert als wie bei 30 km/st, und man kann dann nicht so einfach mit ihm herumhantieren". . .

Die amtliche Verkehrsunfall st ati st lk stellt fest, daß etwa 96 v. H. der Derkehrsunfall- Ursachen auf einVersagendes Menschen" entfallen und nur 4 v. H. etwa auf einVersagen des Kraftfahrzeuges"

Darum also Kraftfahrer,erkenne dich selbst , be­vor du schnell fahren willst.

Beförderungen bei der Wehrmacht.

Berlin, 16. März. (DNB.) Der Führer

In einer Reaktivns- sekunde ungenutzt zurück­gelegte Wegstrecke 8,5 m/sek.

Oer Mensch und die Geschwindigkeit

Was der Kraftfahrer wissen muß.

vom Oberkommando der Kriegsmarine, Fischer (Ernst) Kommandeur der 10. Schisfsstammabterlung. Mit Wirkung vom 1. Februar 1939: Zum Kapitän zur See (Ingenieur) den Fregattenkapitän (Inge­nieur) Schenitzki, Verbandsingenieur beim Befehls­haber der Panzerschiffe.

Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehr­macht hat mit Wirkung vom 1. März 1939 befördert: in der Luftwaffe: zu Obersten die Oberst­leutnante Kreszmann, Luczny, Haenschke, Hantel­mann. Mit Wirkung vom 1. März 1939 erhalt den Charakter als Ober st der charakterisierte Oberstleutnant Würtz. Mit Wirkung vom 1. März 1939 wird befördert zumOberstarztder charak­terisierte Oberstarzt Dr. Matthiaß.

zur Einhaltung hoher Geschwindigkeiten und zur Unterstützung dieser Geschwindigkeit. Hierin liegt eine gewisse Gefahr, deren man sich bewußt sein soll. Allerdings ist Geschwindigkeit an und für sich noch nicht gesahrsetzend, wenigstens nicht so stark, wie ängstliche Gemüter annehmen möchten. Gefahrsetzend aber ist jeder Geschwindigkeitsunter­schied. Wenn auf der Reichsautobahn z. B. sämt­liche Wagen bei trockenem Wetter mit etwa 120 km/st Geschwindigkeit fahren würden, so wäre darin noch keine Gefahr zu sehen. Aber es fahren auch Wagen mit nur 30 bis 50 km/st Geschwindig­keit. Wenn sich nun gerade zwei solcher langsamen Straßenbenutzer, vielleicht lange Lastzüge, gerade überholen, so kommt ein mit etwa 120 km/st fah­render Wagen von hinten recht schnell heran, seine Ueberholung der beiden sich überholenden Lastzüge wird ihm dann durch seine hohe Annäherungsge­schwindigkeit sozusagen aufgezwungen. Fahren beide Lastzüge so weit rechts wie nur möglich, so wird er ungehindert vorbeifahren können; manchmal aber ergibt sich auch eine Situation, die eine Ueberholung nicht ratsam erscheinen läßt. Run muß der nach­folgende Wagen beispielsweise seine hohe Geschwin­digkeit auf etwa 30 km/st herabmindern. Dazu ge­hört aber ein gewisser B r e m s a b st a n d , d. h. der Fahrer muß sich dann dazuauf weite Sicht" rechtzeitig entschließen. Nimmt man aber einmal an, daß, als der nachkommende Wagen noch so weit entfernt war, ein Beginn der gegenseitigen Ueber­holung der beiden Lastzüge noch nicht klar erkenn­bar war, so kann jetzt sehr schnell eine Gefahren­lage entstehen.

Hier ist es gut, sich einige phystatische Zusam­menhänge zwischen Geschwindigkeit und Bremsweg vor Augen zu halten. Eine alte Faustformel" sagt:

Bremsweg (in Metern) Geschwindigkeit X Geschwindigkeit (km/st)

ler, Schelleri, Leister, von Kropff, von der Cheval- lerie, von Scotti, Stumpfs, Herzog; zum General­arzt: den Oberstarzt Dr. Oehlmann.

zu Obersten: die Oberstleutnante: Huffmann, Karst, Koenig, Hasse, von ©enger und Etterlin, von Webern, Sensfuß, Dr. Grobholz, von Daerst, Frei­herr von Roman, Metz (Eduard), Zutavern, Knecht, Winter, Just, von Borries, Braxator, Neidholdt, von Koenig, Dech; zu Oberstärzten: die Oberfeld­ärzte: Dr. Baumeister (Wilh.), Dr. Straub (Ernst),. Dr. Bohrmann (Robert), Popken.

In der Kriegsmarine: Mit Wirkung vom 1. Ja­nuar 1939 zu K a p i t ä n e n zur See: die Fre­gattenkapitäne Machens, Admiralstabsoffizier beim Kommando der Marinestativn der Nordsee, Heye

und Skandi« navien gelegene Wirbel hat sich unter weiterer Der-' tiefung rasch nach Südosten hin verlagert und liegt heute früh mit seinem Kern über dem Rheinland. Die aufgleitenden milden Meeresluftmassen haben im Westen des Reiches bis zum Flachland herab Schneefälle gebracht. Das Tief wird sich weiter nach Südosten hin verlagern, später ist wieder mit wech« selhaftem Wetter und einzelnen meistens schauer-

100

Diese Formel unterstellt stillschweigend eine mitt­lere Bremsoerzögerung von b = etwa 4 m/sek.2 ent­sprechend normal guter Straße und normalen Bremsen. Auch unter den denkbar günstigsten Stra­ßenverhältnissen und bei denkbar besten Bremsen wird die Länge des Bremsweges nicht mehr als um die Hälfte dieses aus der Faustformel sich er­gebenden Wertes herabgesetzt werden können. Bei glitschiger Straßendecke, bei der auch die besten Bremsen nichts nutzen, weil ja die Haft­reibung der Räder auf der Straßendecke hier das letzte Wort spricht, aber werden sich die Werte der Faustformel verdoppeln und bei vereister Straße sogar verdreifachen.

Muß in dem vorher erwähnten Beispiel der mit 120 km/st fahrende Wagen seine Geschwindigkeit

Als früher die erste Eisenbahn geschaffen wurde, da lagen schon Sachverständigen-Gutachten von Kapazitäten vor, welche klipp und klar bewiesen, daß diese neue Erfindung ein Unding sei, da die Menschen solche ungewohnten Geschwindigkeiten nie­mals würden aushalten können. Der Anblick der vorbeisausenden Züge würde z. B. schon genügen, die draußen stehende Bevölkerung wahnsinnig zu machen. Diese Prophezeiungen sind glücklicherweise nicht eingetroffen. Wir haben uns vielmehr ganz gut an Geschwindigkeiten höherer Ordnung gewöhnt. Der Ausdruckschnell wie der Wind" sttmmt schon lange nicht mehr. Die Windstärke 8, ein recht ordentliches Lüftchen, weht nur mit etwa 60 km/st Geschwindigkeit, und der Orkan bläst auch nur etwa eine140", der Weltrekord des Kraftwagens nähert sich aber schon den 450 km/st Geschwindigkeit und der des Flugzeugs den 750 km/st.

Wir haben uns an Geschwindigkeiten eben ge­wöhnt. Wir brauchen nun aber gar nicht an Rekord- geschwind ig ketten zu denken. Ein moderner schneller Kraftwagen fährt heute aus der Reichs­autobahn schon mit annäherndOrkan- geschwindigkeit", ohne daß sich die Insassen immer bewußt sind, welche Massenkräfte jetzt dem Wagen und den Insassen innewohnen.

Der gesteigerte Fahrkomfort, die gute Straßen­lage, die weiche Federung, die Geräuschlosigkeit, die Breite der Straße usw. lassen uns die Geschwindig­keit nicht in der wahren Größe empfinden. Dies ist kein Wunder, denn der Mensch hat keinen ausge­sprochenen Sinn für Empfindung von Geschwindig­keit, wie etwa für rot und grün, süß und sauer oder ähnliches. Er schätzt die Geschwindigkeit unter Zuhilfenahme vieler anderer Faktoren und unterliegt dadurch häufig gewissen Täuschungen. Taucht ein Kraftwagenplötzlich" in unserem Gesichtsfeld auf, so wird seine Geschwindigkeit in der Regel über­schätzt, wie die Zeugenaussagen bei Derkehrsun- fällen stets beweisen. In härter gefederten, womög­lich offenen kleineren Kraftwagen kommt die gefah­rene Geschwindigkeit weitaus höher vor als im weich gepolsterten, gut gefederten, gegen den Luft­zug geschlossenen großen Reisewagen. Auf enger Straße mit dicht am Fahrzeug vorbeihuschenden Straßenbäumen glaubt man schneller zu fahren dis bei gleicher Geschwindigkeit auf breiter, freier baum­loser Strecke.

Bettachtet man die jetzige Entwicklung des Kraft- fahrwesens, breiteste Autostraßen, starke, bequeme, fast erschütterungsfreie Wagen, so darf man sich nicht wundern, wenn man plötzlich Menschen auf freier Strecke eine Geschwindigkeit einhalten sieht, die zu der Fahr fertigten und Reaktions­fähigkeit dieses Menschen in einem beachtlichen Mißverhältnis zu stehen scheint. Unsere so weitaus verbesserten Fahrzeuge und Straßen verleiten leicht

artigen Niederschlägen zu rechnen.

Vorhersage für Samstag: Zunahme noch weiterer Niederschläge, zum Teil noch als Schnee, später wechselhaft, aber immer noch leichte Niederschlagstätigkeit, kühl, nachts leichter Frost, nordwestliche Winde.

Vorhersage für Sonntag: Unbeständig und kühl.

Lufttemperaturen am 16. März: mittags 3,5 Grad Celsius, abends0,2 Grad; am 17. März: morgens 1,2 Grad. Maximum 4,4 Grad, Minimum heute nacht1,5 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 16. März: abends 2 Grad> am 17. März: morgens 2,5 Grad. Niederschläge 1,8 cm Schnee. Sonnenscheindauer 8,7 Stunden.

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteter des Hauptschriftleiters: Emst Blum- schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder! Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II. 39: 10 631. Druck und Verlag: Brühlsche Universitäts- druckerei R. Lange, K-G , sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM 2,05 einschließlich 25 Pf, Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mefc Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis­liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat mit 1. Marz 1939 ernannt: den General der Infanterie Wäger zum Kommandierenden General der Grenz­truppen Oberrhein; den Generalleutnant R a f ch i ck zum Kommandierenden General der Grenzttuppen Eifel; mit Wirkung vom 1. März 1939 befördert: zum Generalleutnant: den Generalmajor Graf von Brockdorff-Ahlefeldt; zum Generalstabsarzt: den Generalarzt Dr. Z i a j a ; zu Generalmajoren: die Obersten Lechner, Zeh-

G r a f Ciano vorstellig geworden. Man fragt sich in London, warum die englische Regierung von Rom weitere Zusicherungen verlange, nachdem erst kürzlich erklärt worden sei, die italienischen Er­läuterungen seien zufriedenstellend aus­gefallen.

Das Fahrzeugbeschaffungs­programm der Reichsbahn.

Berlin, 16. März. (DNB.) Die Reichsbahn gibt ihr Fahrzeugbeschaffungsprogramm für di e Jahre 1940 bis 1 943 bekannt, das sie in die Lage versetzen wird, allen Aufgaben, die ihr künftig geftellt werden, gerecht zu werden. Es sieht den Bau d o n 6 0 0 0 Lokomotiven, 10 000 Per­sonenwagen, 112 000 Güter- und Gepäck­wagen und 17 300 Kraftwagen und An­hänger vor. Die Finanzierung erfordert ins­gesamt 3'/2 Milliarden Mark, jährlich also 875 Mil­lionen Mark.

Die Fahrzeugbauanftalten und die Zubringer­werke haben bereits die verbindliche Mitteilung er­halten, daß das Fahrzeugbauprogramm in dem ge­nannten Umfange ausgefuhrt wird, so daß sie in der Lage sind, durch rechtzeitige Erweiterung der An­lagen oder Bestellung von Werkzeugmaschinen den ab 1940 zu stellenden Anforderungen gerecht zu werden. Für 1 939 ist dieser Industrie bereits ein weiterer Zusatzauftrag zu dem Bauprogramm für 1939 (620 Millionen Mark) erteilt worden, um die volle Kapazitätsausnutzung zu garantieren. Um aus dem Fahrzeugbau die größte Leistung heraus­zuholen, wird der Bau der Lokomotiven und Wagen in Serien erfolgen.

Großdeuischlands Opfergeist.

Berlin, 16. Marz. (DNB.) Die von den Beamten. Handwerkern und den Antts- ttägern des Reichsluftschutzbundes durch­geführte fünfte Reichs ft raßenfammlung erbrachte im Gesamtreich eine Summe von 7 178 044,91 RM., gleich 9,35 Rpf. je Kopf der Be­völkerung. Auf das A l t r e i ch entfallen von dieser Summe 5 536104,98 RM., gleich 8,32 Rpf. je Kopf der Bevölkerung. Die O st m a r t konnte 1 251 939,90 RM. sammeln und damit je Kopf der Bevölkerung 17,66 Rpf. erzielen, während das Sudetenland mit 390 000 RM. je Kopf der Bevölkerung 12,49 Rpf. zu verzeichnen hatte. Gegenüber der gleichen Sammlung des Vorjahres hat das Altreich ein Plus von 1 016 842,47 RM. zu verzeichnen. Dies entspricht einer Steigerung von 22,50 Prozent. Das Ergebnis der 5. Eintopssammlung (Februar) betrug 7 756 519,62 RM., d. h. je Haushalt 3 7,31 Rpf. Davon entfallen auf das Altreich 6 692 477,28 RM., gleich 37,02 Rpf. je Haushalt, auf die Oftmark 806 734,88 RM., gleich 43,20 Rpf., je Haushalt, und auf das Sudetenland 257 307,46 RM., gleich 30,56 Rpf. je Haushalt. Gegenüber der gleichen Sammlung im WHW. 1937/38 ergibt sich für das Altteich eine (Steigerung von 956 586,77 RM., gleich 16,68 Prozent.

Frau Annemarie v. Grolman geb. Schmidthals.

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Am 16. März 1939 verstarb nach längerem Leiden im 76. Lebensjahr meine liebe Frau, unsere gute Mutter, Schwiegermutter und Großmutter

In tiefer Trauer;

Christian v. Grolman, Finanzrat a. D.

Anneliese Koch, geb. v. Grolman

Kurt Koch, Dr. med., Frauenarzt

Hedwig v. Herff, geb. v. Grolman

Max V. Her ff, Oberstleutnant und Adjutant XVII AK.

Ernst Ludwig v. Grolman, Hauptmann u Komp.-Chef im LR. 66 sowie sechs Enkel.

Gießen, Wien, Burg b. Magdeburg, den 17. März 1939.

Von Beileidsbesuchen und Blumenspenden bitten wir Abstand zu nehmen.

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