Ausgabe 
17.2.1939
 
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Hochschutzzölle hat sich auch die A us fu h r an Kraft­fahrzeugen günstig entwickelt. Sie dürfte gegenwär­tig bei' 150'Mill. RM. liegen, während der Wert der deutschen Erzeugung im Jahre 1937 rund 1,52 Milliarden betrug. Der Anschluß der Ostmark unddes Sudetenlandes hat uns einen hoch­wertigen Facharbeiterstand zugeführt. Die Werk­stätten in Steyr konnten seit der Zeit des Anschlul- ses ihre Belegschaft von 3000 auf 100000 Mann erhöhen. Im übrigen ist die Zahl der in der Ost­mark vorhandenen Kraftwagen bescheiden zu nen­nen, sie betrug nur wenig über 120 000.

Der Vie rjah resplan, der zur Motorisierung Deutschlands in starkem Umfange beigetragen hat, indet seine Ergänzung durch die neuen Bestimmun­gen zur Typisierung derKraftfahrwirt- ch a f t. Sowohl die breite Schicht der Privatfahrer, wie auch die Ausfuhr wird davon den Vorteil haben, ganz abgesehen von militärischen Notwendigkeiten. Der Führer selbst hat auf der Automobilausstellung 1938 die entscheidende Aufgabe darin bezeichnet, durch Vereinfachung der Erzeugungsoorgänge die­jenige Einsparung an Arbeitskräften und Material zu finden, die ihrerseits wiederum zu zusätzlich neuer Produktion verwendet werden kann. Auch dieses Führerwort wird Tatsache!

Kameradschaft derSchlachtselder

Demokratische Fehlspekulation auf die Undankbarkeit Spaniens.

Rom, 16. Febr. (DNB.) Die offiziöseIn- formazione Diplomatien" veröffentlicht eine Verlautbarung, in der es heißt:

Das Geschrei, mit dem bei den sogenannten großen Demokratien das Problem der Anerkennung oder Nichtanerkennung der Regierung Franco begleitet wird, wird in den verantwortlichen Kreisen Roms mit vollkommener Ruhe ver­folgt. Daß die Franzosen und Engländer sich endlich entscheiden, den Sieger anzuerkennen entspricht vollkommen der logischen Entwicklung der Dinge; aber die Art, wie sie vorgehen von Lock­mitteln bis zu Drohungen, beweist ihre geistige Verwirrung und das vollkommene Unverständnis für die Psychologie des spanischen Volkes. Am 18. November 1936 hat Italien zusammen mit Deutschland die Regierung Francos als Regierung ganz Spaniens anerkannt. Die Franzosen und Eng­länder haben weiterhin 30 Monate lang wie üblich auf das verlierende Pferd gesetzt.

Wenn ein englischer Minister dieser Tage ein Lob­lied auf die Undankbarkeit unter den Völkern anstimmte, so bedeutet dies doch, ab­gesehen von der Solidarität her Inter­essen zwischen Spanien und Italien und der natürlichen Verwandt sch aft zwischen den beiden Ländern, vor allem auch, den loyalen Stolz und ritterlichen Geist zu leugnen, wenn man glaubt, daß die Kameradschaft der Schlacht­felder zu Lande und in der Luft dazu bestimmt sei, sich zu verflüchtigen, ohne Spuren zu hinter­lassen.

In der Auslassung wird dann festgestellt, daß die italienischen Freiwilligen erst dann in ihre Heimat zurückkehren würden, wenn General Franco ihre Aufgabe für beendet erkläre. Es entspreche dem Stil des faschistischen Italien, Seite an Seite mit seinem Freund bis ans Ende zu marschieren, was auch immer eintreterr möge.

Vorbereitung einer neuen Franco-Offensive.

Paris, 17. Febr. (Europapreß.) In National­spanien finden umfangreiche Truppen- und Material- bewegungen statt. Nachdem die letzten versprengten Milizen über die französische Grenze gedrängt wor­den sind, sind die sieben Armeekorps, die an der kata­lanischen Offensive teilgenommen hatten, im An­marsch auf die neuen Ausgangsstellungen für die große nationalspanische Offensive in Zenttalspanien. Die Umgruppierung der nationalen Streitkräfte soll kurz vor dem Abschluß stehen.

Für eine deutsch-englische Zusammenarbeit.

Das kontinentale Deutschland und das maritime Großbritannien ergänzen sich.

Berlin, 16. Febr. (DNB.) Arn Mittwochabend veranstaltete die Deutsch-Englische Gesell- chaft im Haus der Flieger chr Jahresessen. Der Präsident der Gesellschaft, NSKK.-Obergruppensuh- rer, General der Infanterie Herzog von Co­burg, konnte den königlich britischen Botschafter in Berlin, Sir Neville Henderson, den Vize­präsidenten der Anglo-Gerrnan-Fellowshlp, Lord Brocket, sowie weitere namhafte Vertreter von Staat, Partei, Wehrmacht und des wirtschaftlichen und kulturellen Lebens begrüßen. In seiner An- prache erinnerte er an die Worte, die der Führer ür die deutsch-englischen Beziehungen gesunden habe:Es würde ein Glück sein für die ganze Welt, wenn unseren beiden Völker zu einer ver­trauensvollen Zusammenarbeit ge­langen könnten". Allen, denen ein enges Freund- chaftsverhältnis zwischen Deutschland und England am Herzen liege, erhofften von dem persön­lichen Kontakt, in den der Ablauf der großen geschichtlichen Ereignisse des vergangenen Jahres den Leiter der englischen Politik mit dem Führer des Reiches gebracht habe, eine weitere Klärung her internationalen Beziehungen, und seien über­zeugt, daß ein neues fruchtbares Moment in die Zusammenarbeit der beiden Völker hineingetragen worden sei.

In seiner Antwort gab Sir Neville Hender - o n feiner Ueberzeugung von der Notwendigkeit llusdruck, daß das deutsche und das englische Volk rüher ober später, und besser früher als p ä t e r , in ihrem eigenen Interesse, im Interesse des Weltfriedens im allgemeinen und des euro­päischen Friedens im besonderen, zu einer Verständigung gelangten und gute, Freunde würden. Bezugnehmend auf die feier­liche Versicherung des britischen Premierministers,

der sagte:Unser aller Wunsch ist, in Frieden mit unseren Nachbarn zu leben", erklärte der Botschafter, daß trotz aller Mißverständnisse Die Grundlagen des Friedens und einer guten Verstän­digung zwischen Deutschland und Großbritannien in München gelegt worden seien. Auf dieser Grundlage werde das Gebäude letztlich und sicher gebaut werden. Es widerspräche dem'gesunden Men­schenverstand, Deutschland und Großbritannien als politische Widersacher zu betrachten. Deutschland als große Landmacht und England als große Seemacht ergänzten sich beide und seien nicht un­oersohnbar. Dies bedeute nicht, daß Großbritannien keine kontinentalen Interessen oder Deutschlanb keine Interessen in Uebersee hätten. Aber beide Länder lägen geographisch so, daß ihre Lebensinteressen nicht aufeinanderzu prallen brauch­ten. Es sei genügend Raum in der Welt für die volle Betätigung beider Länder auf wirtschaftlichem und zivilisatorischem Gebiet. In dieser Hinsicht mögen Deutschland und England in Wettstreit treten, in einen Wettstreit, der hart sein könne, aber weder feindlich noch friedensstörend fein dürfe und im besten und eigentlichen Sinne eine Wohltat für die Menschheit im allgemeinen uckd für unsere Nachbarn im besonderen bedeuten würde. Man sollte nicht fortfahren, über die Dinge zu streiten, die vergänglich sind und den Gang der Entwick­lung nicht beeinflussen könnten, die letzten Endes zu einer festen Freundschaft zwischen dem kontinentalen Deutschland und dem maritimen Großbritannien sichren müßte. Wenn man sich auch keine Illusionen über die Schwierigkeiten machen dürfe, die überwunden werden müßten, ober über bie Zeit, bie vergehen werbe, bevor biefes Ziel er­reicht sei.

ff und Polizei einheitliches Staatsschutzkorps.

Der Reichsführer jf hat nach seiner Einsetzung als Chef der deutschen Polizei die Absicht ausge- prochen, die Schutz staffel der NSDAP, und die deutsche Polizei zu einem ein­heitlichen Staatsschutzkorps zusammen- zufassen. Wie weit dieses Ziel bereits erreicht ist, legt ^-Oberführer Ministerialdirigent Dr. B e ft in der ZeitschriftDeutsches Recht" bar.

Die Zusammenfassung zweier Einheiten, deren eine dem Schutz der Bewegung und deren andre dem Schutz des Staates zu dienen habe, müße be­ginnen mit der Verschmelzung der Meu­chen, die die Träger dieser Einheiten und ihrer Aufgaben sind. Deshalb sei von Anfang alles getan worden, was diese menschliche Gleichrichtung und korpsmäßige Einheit Herstellen könne. Die jj als Einheit mit der umfassenden Zielsetzung biete hier- ür den Rahmen. Auf Grund der Anordnungen des leichsführers jf würden Angehörige der Polizei in die jj ausgenommen. Der Nach­wuchs des Polizeioffizierkorps werde künftig ausschließlich aus den Jun­kerschulen der ff hervorgehen. Für die Sicherheitspolizei fei bestimmt, daß der gesamte Beamtennachwuchs ff- fähig fein - muffe und mit dem Eintritt in den Dienst der Sicher­heitspolizei zugleich in die ff ausgenom­men werde. Aus diese Weise wachsen die beiden Gliederungen der Polizei, Ordnungspolizei und Sicherheitspolizei, in das von der ff getragene Gesamtkorps hinein. Dr. Best gibt für dieses Gesamtkorps folgenden Ueberblicf:

Dje allgemeine ff bildet als die Zusammenfassung der ^-Angehörigen ohne Sonderausgabe, die als politische Soldaten des Führers wie in der Kampf­zeit allenthalben im Reich für die nationalsoziali­stische Idee und Bewegung die Wacht halten, nicht

nur bie größte Zahl, sondern zugleich die mensch­liche und politische Grundlage des Gesamtkorvs. Die ff-Versügungstrupve ist eine militärisch ausgebildete Truppe der ff, die weder zur Polizei noch zur Wehrmacht Zählt und ausschließlich dem Führer für besondere Ausgaben im Frieden und i m K r i e g e zur Verfügung steht. Die ff- Totenkopfverbände sind ein Teil der bewaffneten ff, denen die Sonderausgaben der Bewachung der Konzentrations­lager und des Einsatzes für bestimmte Zwecke der Staatssicherung gestellt sind. Die Ordnungspolizei und Sicherheitspolizei sind in ihren besonderen Aufgaben und in ihrer Stellung im Gesamtkorps bereits eingehend geschildert. Der Sicherheitsdienst des Reichsführers ff, der mit der Sicherheitspolizei durch den gemeinsamen 'Chef, ff - Gruppenführer Heydrich, verbunden ist, ist nicht nur das politische Erkenntnisorgan des Gesamtkorps, sondern zugleich kraft besonderer An- ordnung des Stellvertreters des Führers der poli­tische Nachrichtendienst der Partei.

Wie in der Entwicklung des Staatsschutzkorps stets die vom Führer angeordnete ober gebilligte Einzelregelung ber Normierung vorausgeht, so sei heute grunbsätzlich geklärt, baß im völkisch-autori­tären Staat bie Vorzugsstellung bes Gesetzes als Rechtsquelle nicht mehr bestehe, so baß nunmehr j e b e im R a h me n ber Führungsorb- nung getroffene Regelung in gleicher Weise wirksames Recht schaffe. Durch bie Neuorbnungen ber letzten Jahre fei bas neue Poli­zeirecht bes Dritten Reiches bereits geschaffen, so baß nur noch bie Aufgabe bleibe, burch Kobifikatio- nen, insbesonbere burch bie in Vorbereitung befinb- liche Deutsche Polizeiverorbnung, bie Trümmer bes l überrounbenen Rechts förmlich zu beseitigen.

Währenb bisher nach jeher Offensive insbesonbere bas Material ber schweren unb mittleren Artillerie überholt werben mußte, ist bies nach ber katalanischen Offensive nur in beschränktem Um­fange notroenbig. Seit bem 10. Januar ist bie schwere nationale Artillerie nicht mehr zu größerem Einsatz gekommen, ba bie Milizen sich seither in stetem Rück­zug befanben. Dafür haben aber bie nationalen Kraftwagenabteilungen bei bem stänbigen Vormarsch in zum Teil schwierigstem Gelänbe stark gelitten unb bebürfen einer grünblichen Erneuerung dzw. Ergänzung.

Deutsche Bücher

als Gescheut für Nationalspanien.

San Sebastian, 16. Febr. (DNB.) Die Presse veröffentlicht die Meldung van einem weiteren Ge­schenk Deutschlands an Natianalspanien, das aus 600 wertvollen Werken der deutschen Literatur besteht. Teilweise liegt bereits bie Übersetzung ins. Spanische vor. Die Werke sind be­stimmt für bie Bibliothek bes Spanischen Instituts ber Wissenschaften in San Sebastian. Die erste Teil- senbung von fünf Kisten mit 600 Bänben ist schon eingetroffen. Die Zeitungen begrüßen bie fortschrei- tenbe Vertiefung ber gegenseitigen geistigen Be­ziehungen.

Argentinien wehrt sich gegen wirt­schaftliche Abwürgung durch LISA.

Buenos Aires, 16. Febr. (DNB.) Die Wirt­schaftsbeziehungen zwischen Argentinien und den Vereinigten Staaten spitzen sich immer mehr zu. Die Zahlungsbilanz 2Irgentinien--USA. ist ein­schließlich der aufzubringenden Summen für USA.» Anleihen im Jahre 1938 mit rund 250 Millionen Pesos f ü r Argentinien passiv gewesen. In den Jahren 1935 bis 1937 betrug der Fehlbetrag der Zahlungsbilanz insgesamt 487 Millionen Pesos. In­folge diese katastrophalen Entwicklung des Wirt- schaftsi unb Zahlungsverkehrs zwischen Argentinien und ben Vereinigten Staaten sah sich Argentinien bereits genötigt, Golbverschiffungen im Betrage von 114 Millionen Pesos vorzuneymen, bie dem Deoisenfonbs entnommen waren. Es ist begreiflich, baß die argentinische Regierung diese selbstmörderische Handelspolitik nicht fortsetzen kann. Die Lügenmeldungen derChicago Daily News", die behauptet hatte, daß Deutschland die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Argentinien und den Vereinigten Staaten störe, sind damit ad absur­dum geführt.

Ungarns neues Kabinett

Graf Teleki übernimmt unverändert die Regierung Jmredy.

Budapest, 16. Febr. (Europapreß.) Graf Paul Teleki hat Donnerstagabend auf einer Konferenz der Regierungspartei fein Kabinett vorgestellt. Sämtliche Minister des zurückgetretenen Kabinetts I m r e d y haben ihre Posten behalten. Als

Graf Teleki. (Scherl-Bilderdienst-M.)

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neuer M i n t ft e r ist nur der frühere Kultus- unb Unterrichtsminister Valentin Homan hinzu- gekommen, ber feinen alten Ministersitz an Stelle bes zum Ministerpräsibenten ernannten Grafen Paul Teleki übernommen hat. Der neue Minister- präfibent würbe von ber Regierungspartei lebhaft empfangen. Auch ber ebenfalls anroefenbe zurück- getretene Ministerpräsibent Jmreby würbe ge­feiert.

Graf Teleki erklärte, er wolle sowohl ben außen­politischen als auch innenpolitischen Kurs ber bis­herigen Regierung unoeränbert beibehal- t e n unb habe deshalb bie bisherige Zusammen­setzung bes Kabinetts nicht geänbert. Seine Regie- rung wolle die beiden großen Re form vor»

lagen des zurückgetretenen Kabinetts Imredy, nämlich den verschärften Judengesetzent- w u r s und die Bodenreformvorlage, u n - verändert übernehmen unb im Parlament vertreten. Graf Teleki wies auch die Kombinationen zurück, wonach seine Regierung nur ein lieber» gangskabinett wäre und er bald amtsmüde fein würde. Er fei darauf vorbereitet, erklärte er, an­gegriffen zu werden. Dies werde ihn aber nicht daran hindern, mit allen Kräften an der Verwirk­lichung feiner Aufgabe zu arbeiten.

98 v. H. deutschen Grundbesitzes in Ostoberschlesien wird enteignet.

K a 11 o w i tz , 16. Febr. (DNB.) Zu der bereits ge­meldeten Veröffentlichung der Namensliste für die im Jahre 1939 beabsichtigte Parzellierung des Grundbesitzes in Ostoberschlesien durch Polen wird von sachverständiger deutscher Seite er­gänzend erklärt, daß von ben 7438 Hektar Boben in Ostoberschlesien, bie für bie Zwangsenteignung vorgesehen finb, nur600Hektarsich innicht- beutfdjen Hänben befinben. Das bebeutet, baß runb 98 v. H., also fast nur beutfdjer G r u n b b e f i tz, ber Enteignung anheimfallen. Diese Feststellung bebarf baher keiner näheren Erläute­rung.

Die Kämpfe in Hunan.

Hongkong, 17. Febr. (Europapreß.) Wie hier bekannt wirb, stehen reguläre chinesische Streitkräfte acht Kilometer vor ber Stabt Avyang, bie von einer 5000 Mann starken ja- panischen Garnison besetzt ist. Die über Wu­chang am Sübufer bes Jangtse vorgestoßenen chine­sischen Abteilungen haben bie Verbinbung zwischen Hcmkau unb Poyang unterbrochen.

Neue Zwischenfälle

in Schanghai und Hankau.

'Schanghai, 17. Febr. (Europapreß.) In Schanghai vergeht kaum ein Tag, an bem sich nicht neue Zwischenfälle ereignen. In ber französischen Niederlassung würben zwei japanfreunb« liche Chinesen, ein Richter unb ein Detektiv, auf offener Straße erschossen. Damit ist bie Zahl ber politischen Morbe feit Ausbruch ber Feinbfeligkeiten auf 51 gestiegen. InHankau ver­weigerten japanische Posten einem Lebensmittel­transport ben Durchgang nach her französischen Konzession Man erblickt hierin ein Druckmittel der Japaner, bie feit geraumer Zeit vergeblich von ben

Gaukuliurwoche

vom 6. bis 14. Mai.

.NSG. Auf Anordnung des Gauleiters findet die Gaukulturwoche hesfen-Raffau 1939 in der Zeit vom 6. bis 14. Mai statt. Die Gaukulturwoche steht un ter dem ThemaRaffe und Kultur" und ist ein Bekenntnis zu dem Grundsatz, daß alle kulturelle Leistung und Reuwerdung unlöslich ver­bunden ist mit der Besinnung auf die Rasse und ihre tragenden Verte. Die Gaukulturwoche wird der Partei, ihren Gliederungen und angeschlossenen Ver­bänden und dem gesamten schaffenden Künstlertum Gelegenheit geben, in einer umfassenden Leistungs­schau ein lebendiges Bild vom kulturellen und kul­turpolitischen Schaffen der rhein-mainischcn 'Kultur­landschaft zu vermitteln. Sie wird durch eine Viel­zahl von Veranstaltungen den kulturpolitischen Auf­trag der nationalsozialistischen Bewegung als eine Kraft aufweisen müssen, die alle Kulturbereiche mit neuem, gesundem Leben erfüllt und sie der Gesamt­heit der Vevölkerung zugänglich macht.

französischen Befehlsstellen die Erlaubnis zum Durchmarsch durch die Niederlassung .gefordert Huden. Wegen dieser neuen Zuspitzung der Lage herrscht in ber internationalen Sichtung von Hankau große Nervosität. Das französische Militär unb bie Polizei Haden ständig Bereitschaftsbienst.

Die Befestigung der 3nfc' Guam.

Washington,16. Februar. (Europapreß.) Der Flottenausschuß des Repräsentantenhauses bewilligte einen weiteren Kredit von 5 Millionen Dollar zum Ausbau der Hafenanlagen unb zur Verstärkung der Luftabwehrbatterien der zu der Inselgruppe der Marianen gehörigen Insel Guam, der heute be­reits ein mächtiger Flotten- unb Luftstützpunkt ber Vereinigten Staaten im Pazifischen Ozean ist. In politischen Kreisen Washingtons wartet man mit großer Aufmerksamkeit auf bas Echo, bas diese ame­rikanische Demonstration i n I a p a n auslösen wird.

Kritik am Noosevelt-KurS.

Washington, 17. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der stellvertretende F i n a n z m i n i st e r der Ver­einigten Staaten, Wayne Taylor, erklärte seinen Rücktritt. Es verlautet, daß Taylor -die Meinung vertritt, die Vereinigten Staaten sollten nicht in der bekannten Weise gegen bie autoritären Staaten Partei ergreifen. Taylor habe weiter bie Förberung bes Verkaufs von Kampfflugzeugen an Frankreich burch das Schatzamt sowie dessen Silberankäufe von China und Rotspanien und das kürzliche Darlehen von 25 Millionen Dollar, das von der Aus- und Einfuhrbank China gewährt wurde, beanstandet.

Niederlage der Negierung in Burma.

Rangun, 16. Febr. (Europapreß.) In Burma, . der britischen Kolonie in Hinterindien, die in ben letzten Monaten Schauplatz schwerer sozialer Un­ruhen war, hat die Regierung am. Donnerstag auch im Unterhaus mit 70:37 Stimmen eine Niederlage erlitten, nachdem ihr bereits am Mitt­woch der Senat mit 20:1 Stimmen das Miß­trauen ausgesprochen hatte. Die Niederlage ist zu- rückzuführen auf die Unzufriedenheft, bie in Burma über bie Sozialpolitik der Regierung herrscht. Man wirst dem Kabinett vor, es habe keinerlei Schritte unternommen, um den Streikunruhen dürft) geeignete Abhilfemaßnahmen den Boden zu ent­ziehen. Bei der Abstimmung erklärten die euro­päischen Mitglieder des Hauses, sie seien deshalb nicht in ber Lage, bie Regierung zu unterstützen.

Auf Grunb bes Mißtrauensantrages ist die Re­gierung, an beren Spitze Dr. Ba Maw steht, z u - rückgetreten. In den Straßen Ranguns wurden Bilder des Ministerpräsidenten verbrannt. Aus den Fenstern vieler Häuser hingen als Protest gegen bie Regierung schwarze Fahnen.

Nequiem für piu« XI.

in der Berliner Hedwiqkathedrale.

Berlin, 16. Febr. (DNB.) Am Donnerstagvor­mittag fanb in ber St.-Hebwig-Kathedrale in Berlin ein feierliches Requiem anläßlich bes Ablebens bes Papstes Pius XI. statt. Als. Vertreter des Führers nahm ber ©taatsminifter und Chef ber Präsidialkanzlei, Dr. Meißner, an der Trauer­feier teil. In Vertretung des Reichsmimfters bes Auswärtigen von Ribbentrop war Staatssekretär Freiherr von Weizsäcker mit dem Chef des Protokolls, Gesandter Freiheer von D-ö r n b e r g , erschienen. Ferner nahm das Divlo- matische Korps an der Feier teil. Unter den Wür» | benträgern der Geistlichkeit bemerkte man u. a, ben Bischof von Berlin, Graf von Preysing, so­wie ben Armeebischof Rarkowski. In ber Mitte ber Kathebrale.war eine mit Blumen geschmückte Tumba aufgeftellt, auf der bie Insignien bes Pap­stes ruhten. Das von bem gemischten Knabenchor ber Hedwigkathebrale gesungene Requiem würbe unter Assistenz bes Domkapitels von Nuntius Dr =" f e n i g o zelebriert.

Das Beileid des Diplomatischen Korps zum Tode sirsXI.

Rom, 16. Febr. (DNB.) Der beutsche Bot­schafter von Bergen hat als Doyen beim heutigen Empfang bes beim Vatikan beglaubigten Diplomatischen Korps in besten Namen dem Kardi­nalskollegium in kurzer italienischer Ansprache das Beileid anläßlich des Hinscheibens bes Papstes zum Ausbruck gebracht. Dabei hat er als wichtig­stes Ereignis bes Pontifikats ben von Papst Pius XL mit Mussolini, bem genialen Staatsmann Italiens, abgeschlossenen Lateranvertrag be­zeichnet. Sobann wies ber Botschafter auf hie Ver­dienste des Papstes als Förberer von Kunst unb Wissenschaft hin. Abschließenb gab er ber Hoffnung Ausbruck, baß sich der Erneuerungs­prozeß, in bem sich bie heutigen Probleme befinden, in ber Bahn frieblicher Evolution vollziehen möge unb baß ber von bem Karbinalskollegium zu wäh- lenbe neue Papst her Menschheit auf bem Wege bes Friedens unb bes Fortschritts ein Dorbilb sein möge. Der Dekan bes Heiligen Kollegiums, Karbi- nal Granito Pignatello bi Belmonte, bat in seiner Antwort, ben beim Vatikan vertretenen Staatsoberhäuptern unb Regierungen ben Dank bes Kollegiums zu übermitteln. Die Angehörigen ber deutschen Botschaft beim Heiligen Stuhl waren an­läßlich des Empfanges durch das Karbinalskolle­gium erstmals in ihrer neuen Diploma­ten u n i f o r m erschienen, was große Beachtung fanb.