Rundfunkprogramm
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bie Ihre bis heute bewahrte Frechett feiern. Rur die Kimbern dürfen Masken tragen. Sie, die noch nichts ober wenig von all bem Leib, bas über bie ganze Welt gekommen ist, verspüren und verstehen, jagen unb tollen burch die Gassen und Straßen ber Stadt, als ob sich nichts geändert habe. Unb es ist recht so! Vielleicht werden sie morgen die Eskalade wieder in all ber Lebenslust und Lebensfreude feiern, wie ihre Vorfahren durch Jahrhunderte zuvor.
träger, Arkebusiere, Bürger und Bürgerinnen von 1602 schreiten ernst und ergreifend im Scheine hell lodernder Fackeln durch die alte Stadt. Die Trompeten stimmen das alte Eskcrlade-Lied an, in das die Klänge ber großen Glocke „Elemente" vom Dom St. Pierre feierlich einstimmen. Ist der Festzug vorüber, dann wälzt sich ein unentwirrbarer Menschenknäuel mit Musik, Klappern, Schellen und buntem Geflitter durch die Straßen. Das kalte und trockene Genf sprüht über vor Lebenslust und Lebensfreude. Troh Calvin und Advent ist diese Maskerade mitten im Winter so fest in den Herzen ber Genfer verwurzelt, daß sie alle Uneinigkeiten im Lande, Verbote und Notzeiten überstanden hat.
Auch der Krieg hat den Genfern dieses ihnen liebste Fest nicht aus dem Herzen zu reißen vermocht. Eine stille Eskalade wird bie alte CitL am Lac Löman erleben — vielleicht aber schöner und inniger denn je zuvor. Maskenbälle und Verkleidungen sind für Erwachsene zwar untersagt, aber der historische Zug, der jedes Jahr durch die Stadt und bis vor die Portale der Kathedrale führte, füllt auch dieses Jahr die engen und steilen Gassen mit seinem bunten Gedränge, den Lichtern der tausend brennenden Fackeln und all den frohen Herzen,
habenden Posten passierten, wurden sie erkannt; aber als der erste Alarmschuß die schlafenden Bürger weckte, waren die Feinde schon in den Straßen und ersten Häusern. In der Rue Corraterie, die von dem Neuen Tor in die Stadt führte unb auch heute noch eine der Hauptverkehrsadern der Stadt ist, kam es zum blutigen Nahkampf. Haus um Haus wurde umkärnpft. Notdürftig bekleidet, einige nur im Hemd, so wie sie aus den Betten gesprungen waren, unb mit irgendeiner Waffe in der Hand, stürzten die Genfer aus ihren Häusern und drängten die Feinde zur Stadt hinaus.
Die Chronik weiß von der „M^re royaume", einem tapferen Mütterlein zu erzählen, die von dem Stadtturm aus den Eindringlingen kochende Suppe auf die Köpfe goß. Nur wenige Stunden dauerte der Kampf. Noch vor Tagesanbruch zog sich der favoyardische Heerführer zurück. Durch ihren Mut hatten sich die Genfer ihre Gewissensfreiheit erhalten.
Die wunderbar« Rettung der Stadt wird jedes Jahr gefeiert. Groß und klein, jung und alt, nehmen an diesem Fest ber „Eskalade , Eskalade bedeutet: „Erstürmung mit Leitern", teil. Während dieses Festes kennt man Genf und die Genfer nicht wieder. Es ist ihr größtes Fest, und doch wurde die Eskalade niemals im Laufe der Jahrhunderte zum aefetzlichen Feiertag. Am Vormittag des 11. Dezember wird überall, selbst in den Schulen, wie gewöhnlich gearbeitet. Aber gegen Abend scheint die Stadt ihre Einwohner gewechselt zu haben. Wilde Savoyardenmasken durchtoben die Straßen, halten
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von innen gesehen. Plauderei. 9: Gläubiges beut- sches Herz. Eine Stunde der Besinnung am Feiertag. „Paul de Lagarde und sein deutsches Bekennt-
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kleine Ratschläge für Küche und Haus. 9.30: Schulfunk (Grundstufe). „Münchhausen, der Lügenbaron". Hörspiel. 10: Frohe Weisen. 10.50: Sportberichte. 11: Musik am Vormittag. 11.50: Stadt und Land — Hand in Hand. 12: Schloßkonzert Hannover. Es spielt das Niedersachsen-Orchester. 12.30: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15: Der fröhliche Lautsprecher. 15.45: Dom Rhein zur Saar. Gedichte und Erzäh- hingen aus der saarpfälzischen Heimat. 16: Nach- mittagskonzert. Das große Orchester des Reichs- senders Hamburg. 17: Nachrichten. 17.10: Musikalische Kurzweil. 17.45: Klingende Liebesgaben. Eine fröhliche Sendung des Reichssenders Frankfurt für die Kameraden am Westwall. 19.10: Zur Unterhaltung. Dazwischen: Berichte. 20: Nachrich- ten. 2)0.15: Übertragung vom Deutschlandsender.
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die Wehrmacht. 17: Nachrichten. 19.10: Bericht 20: Nachrichten. 20.15: Übertragung vom Deutsch- landsender. 22: Nachrichten. 24: Nachrichten.
Montag, 18. Dezember.
6: Morgengruß. 6.10: Weckruf der Arbeit — Morgengymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrich. ten. 8: Landvolk, merk auf! 8.10: Gymnastik. 9.15:
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lung aus dem Jahre 1915. 10: Meisterkonzert für die Jugend. Werke von Wolfgang Amadeus Mozart. 11: Zwei Ouvertüren von Christoph Willibald Gluck. 11.15: Übertragung nach Köln: „Der betrogene Kadi". Komisches Singspiel in einem Akt. 12.15: Mittagskonzert. 12.30: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. 14.45: Für unsere Kinder: Engel, Bergmann, Schornsteinfeger. Ein vorweihnachtliches Märchen mit Kinderliedern. 15.25: Volkstum und Heimat: „Am Rande der Dorfstraße". Höfe und Aecker. 16: Großes Wunschkonzert für
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