Ausgabe 
16.10.1939
 
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Stimmung im englischen Volk nicht sinken lassen. Darum griff der Erste Lord der britischen Admira­lität seiner Natur, seinem Charakter und seinen bis- hingen politischen Gepflogenheiten gemäß wiederum zu dem alten Mittel der dreisten Lüge. Wie lange mrd die Weltöffentlichkeit sich die Schwindeleien dieses famosen Marineministers noch gefallen lassen, md wann endlich wird das englische Volk selbst diesen zweifelhaften Herrn, dessen Lügen nun welt­bekannt und sozusagen sprichwörtlich sind, in die Aüste schicken?

Ql Sollte aber Mr. Churchill nach der im Weltkriege Xl h 6<T «°ubten Praxis, die damals ein

his kchwesterfchiff so heute einen Flugzeugträger als nth^H das versenkte Schiff tarnen wollen, so sei ihm heute shon in aller Deutlichkeit erklärt, daß die Welt- jsfentlichkeit ein zweites Mal auf ein so plumpes tzchwindelmanover nicht mehr hereinfällt. Im übri­gen soll der Erste Lord der britischen Admiralität fM Antwort auf die Frage geben, wo sich die Itad) seiner Aussage vom 27. September vor dem Unterhaus gefangengenommenen vier Mann her Besatzung des deutschen angeblich bei rinern Angriff vom 26. September in die See ge­stürzten deutschen Flugzeuges befinden? Eine Antwort auf diese Frage kann Mr. Churchill uns -rach unter Inanspruchnahme feines ganzen Lüqen- arfenals nicht gehen.

Es ist dem englischen Volk stets vorgeschwindelt norden, daß seine Flotte unversehrbar fti; deshalb bemühte sich auch Herr Churchill, nach der Versenkung derC o u r a g e o u s" durch ein deutsches U-Boot zunächst den Schwindel auszu­streuen, daß der Angriff nur geglückt sei, weil eine ganze Anzahl deutscher U-Boote gemeinsam operiert hätten. Auch der Verlust des schweren SchlachtschiffesRoyal Oak" wurde am 14. Ok- tober nur deshalb zugegeben, weil bereits her ame­rikanische Rundfunk und amerikanische Nachrichten- aßenturen von der Versenkung dieses Schiffes be­richteten, das zu den stärksten Einheiten gehört die die britische Flotte Überhaupt oufzuweisen hat. Wird nun dem englischen Volk klar, was ihm nach den nieten Lügen des Herrn Churchill allmählich wohl dämmern wird, daß nämlich die britische Flotte nicht nur von See, sondern auch aus der Luft verwund­bar ist, dann dürfte dadurch die Bereitschaft der Engländer, im Interesse einiger Kriegshetzer, an btren Spitze her Lügner Churchill höchst persönlich stht, in den Kampf einzutreten, erheblich beeinträch- tißt werden.

Der Zweck der Ableugnung hes hiermit erwiese- nm Verlustes des Flugzeugträgers ist also klar. In bm Tagen vor der Ablehnung des deutschen Frie- dtnsvorschlages durch Chamberläin durfte man die

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Oie Partei rief zum Appell.

Hessen-Nassau

eine einzige Kampfkarneradschaft.

Wie der Nationalsozialistische Gaudienst Hessen- Nassau mitteilt, hatte sich zum zweitenmal nach 3tginn des Kriegszustandes hie Parteigenofsen- staft hes Gaues Hessen-Nassau am vergangenen Samstag und Sonntag zu den auf Anordnung der Gaupropaganhaleitung in den Ortsgruppen durch- «führten Mitglieoerappellen um hie Ho- pitsträger der Partei versammelt. Hier wurde, wie bereits auf hem ersten Kriegsappell, ein anwei - sender Aufruf hes Gauleiters zur Kenntnis gebracht, her sich mit jenen politischen Themen befaßte, die in der Praxis her vergange­nen Wochen besondere Aufgabenstellungen erkennen liefen. Diese Aufgaben erfuhren in dem Appell ihre eingehende Behandlung und das Versprechen ter Parteigenossenschaft, sie in Vorbild und Beispiel zu erfüllen.

In den rund 1300 Ortsgruppen unseres Gaues schloffen diese Appelle mit dem Gelöbnis her Einheit und verschworenen Gemein- sch a f t, die durch nichts zu stören ist. Als entschlos­sene und unbeugsame Kampfkameradschaft ini gläu­bigen Vertrauen auf den Führer, in unbedingter Hingabe an feine Idee und in unerschütterlichem Virtrauen auf hie Zukunft ihres Volkes ging die Perteigen osten schäft wieder an ihre Arbeit, um die in den Apellen gewiesene und geforderte Haltung in dir Tat umzusetzen.

Oer Auftakt zum Kriegs- winterhilsswerk in Berlin.

lauft. Auch Dr. Ley, der in den Mittagsstunden wüchsen schwingend erschien, nahm, von der gebe- sreudigen Menge herzlich begrüßt, an diesem Ge- Huinschastsessen teil. Gegenüber der stark umlager» len Freiluftausstellung polnisch er B ? u t e ft ü cf e hatten sich auf hem Platz des Hand- virks Schrniehe- und Schlofferwerk- Rotten niehergelaffen. Vor den staunenden Augen ter Zuschauer entftanhen unter anderem glückbrin- {hbe Hufeisen, die zum Selbstkostenpreis verkauft Burhen unb reißenden Ab fotz fanden. Am Witten- tergplatz sammelte her deutsche Handel, hier sam­melte aber auch hie vom Zoo auf Stippvisite her- üblrspazierte Tiergruppe. Aus her Tauentzienstraße l'Jfmanhelten Vertreter aller Hanh w e rks- Innungen in Berufskleidung, unb überall |pen« tei-2n die Berliner mit offenen Händen.

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Or Goebbels beim Wehrmachtwunschkonzert

r°r Minister stiftete 1500 Volksempfänger für die Wehrmacht

Berlin, 16. Okt. (DNB.) Im Verlaufe des ! Wehrmachtswunschkonzertes des

fos am Sonntagnachmittag erschien Relchsmimster Bauleiter Dr. Goebbels im Großen Sendesaal tes Rundfunkhauses vom Reichsintendanten Dr. ^smeier als Chef hes großdeutschen Rundfunks tem u. a. die Durchführung dieser letzt Zweimal wöchentlich stattfindenden Konzertfolgen zu danken t herzlich willkommen geheißen. Lebhaften Bestall Ws es aus, daß Dr. Goebbels aus Anlaß feines Ruches 1500 Volksempfänger gelt mei k °°n denen je 500 für di- Soldaten der W st­ill'. der Ostfront und je 250 für die Kriegsmarine Mie für hie Luftwaffe bestimmt sind.

Wahllos waren wieder die Wunsche unserer F

Berlin, 15. Okt. (DNB.) Die erste Straßen- !ch!acht für das Kriegswinterhilfswerk 1939/40 ist schlagen. Sämtliche Stadtteile standen im Zeichen ter Sammelaktion. Hochbetrieb herrschte insbeson- tere an .der historischen Kranzlerecke Unter den üinben. Hier waren, während Musikzüge konzer- üerten, fünf dampfendeGulaschka nonen «ngerückt. Für 50 Pfennige konnte jeher einen ge­hörigen Schlag aus her Feldküche erhalten. Die 1D0 Portionen waren in kürzester Zeit ausoer- laift. Auch Dr. Ley, der in den Mittagsstunden

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Royal Oak" undAthenia".

Znkeresiante Vergleiche amerikanischer Marinefachleute. Churchill im eigenen Lügenneh gefangen.

Washington, 15. Okt. (DNB.) Amerikanische Marinefachleute beschäftigen sich mit den Einzel­heiten her Versenkung herRoyal Oak" unh ziehen gemifte interessante Vergleiche mit anderen Schiffsversenkungen her letzten Zeit. Ins­besondere macht man daraus aufmerksam, daß nach dem Eingeständnis her britischen Admiralität e i n deutsches Torpedo genügte, um eines her größten Schlachtschiffe her britischen Flotte in weni­gen Minuten mit dem größten Teil seiner Besatzung versinken zu lassen. Man hebt hervor, haß hie bri­tische Admiralität hier ungewollt eine Wirkung eines deutschen Torpedos zugegeben hat, hie in aus­fallendem Wiherspruch mit her Wirkung angeblich Q n b e r e r deutscher Torpehoschüsse, hie hie britische Ahmiralität behauptete, steht. Man erwähnt hier vor allem b e n FallAtheni a". Dieser Dampfer, der nach Behauptung her britischen Admiralität auch von einem deutschen Torpedo getroffen wurde, konnte sich noch stundenlang schwimmend erhalten.

Dieses Urteil amerikanischer Marinesachverstän­diger beweist, daß Herr Winston Churchill sich immer tiefer in fein Lügengewebe verstrickt. Nach­dem er ein Argument auf bas andere getürmt und so ein sehr wenig stabiles Lügengebäude aufgerich- tet hatte, brechen nun seine eigenen Lügen über ihm zusammen. Herr Winston Churchill hatte be­hauptet, daß her DampferAthenia" von einem beutfdjen Torpedo getroffen worden fei. Er hielt an dieser Behauptung fest, obwohl von amtlicher deutscher Seite mitgeteilt wurde, daß in dem fraglichen Gebiet überhaupt keine deutschen Seestreitkräfte vorhanden gewesen feien und daß die den deustchen Seestreit­kräften gegebenen Befehle eine solche Torpedierung ausschlossen. Dieser angeblich deutsche Torpedo, der dieAthenia" nach her Behauptung des Herrn Churchill Mittschiffs getroffen haben soll, hat die­sen Handelsdampfer nur so beschädigt, daß er noch

einige Stunden über Wasser gehalten und daß die Mehrzahl der Passagiere und her Besatzung geret­tet werden konnte. Derselbe Herr Winston Chur­chill gibt nun zu, baß eines her stärksten Schlacht- schisse her britischen Kriegsmarine, dieRoyal Oak", von einem deutschen Torpedo so schnell vernichtet wurde, daß her größte Teil der Besatzung mit ihr in den Fluten versank. Dabei ist dieRoyal Oak" noch vor kurzer Zeit mit erheblichem Kostenauf­wand mit Schutzvorrichtungen gerade gegen die Wirkung von Torpedoangrisfen ausgerüstet worden.

Hier hat sich, bas kann nunmehr festgestellt wer­ben, ber ehrenwerte Erste Lorb ber britischen Ad­miralität in feinem eigenen Lügennetz gefangen. Er hat ungewollt schließlich das z u - gegeben, was wir Deutschen längst wußten, unh was das neutrale Ausland ebenfalls bereits als Wahrheit anerkannt hat, daß es nämlich keines­falls ein deutscher Torpedo gewesen fein kann, der dieAthenia" traf.

Nun bleibt zu klären, Herr Winston Churchill, wer die Katastrophe berAthenia" inszenierte unh mit welchen Mitteln sie herauf beschworen würbe; war es ein englischer Torpedo? Fand ber ErsteLorb ber britischen Ahmiralität einen eng­lischen U-Boot-Kommqndanten, ber sich bazu hergab, aus politischen Grünben auf ein eigenes Schiff zu schießen unb bas Leben von anbert» halbtausenb Menschen in Gefahr zu bringen? Wir glauben es nicht! Wir finb ber Ueberzeugung, baß bezahlte bunkle Hilfskräfte des Herrn Winston Churchill eine Höllenmaschine an Borb berAthen! a" anbrachten. Nur so erklärt sich auch ber eigenartige Umftanb, baß am Ort ber Katastrophe berAthenia" unb im Augen­blick ihrer Versenkung genügenb Hilfsschiffe zur Hanb waren, um wenigstens hie Mehrzahl ber Menschenleben zu retten.

grauen an den Deutschlanbsenber. Die steigende Be­liebtheit dieser Veranstaltung äußert sich in dem un­geheueren Eingang an Gelb- und Sachspen- b e n. Man verzeichnet u. a. viele Erholungsaufent­halte in Kurorten unb Freiplatzspenden. Für jebes Zwillingspärchen unb barüber hinaus für 25 wei­tere Kinder wurden vom NS.-Reichskriegerbund ein Sparbuch auf je 100 Reichsmark gespendet. Eine Deutsch-Schweizerin will für die Kinder von zwei gefallenen Soldaten lebenslänglich sorgen.

<fin irriaer ^lofalorm

Berlin, 15. Okt. (DNB.) Samstagabend hat ein von seinem Flugwege abgekommener deut­scher Flieger u. a. bas Sperrgebiet Berlin berührt. Das Flugzeug, das die Orientierung verloren hatte, konnte in­folge dunstiger Wolkenschichten nicht mit Si­cherheit identifiziert werden. Es wurde daher unter Flakfeuer genommen und zum Absturz gebracht. Dem Flieger selbst gelang es, unversehrt im Fallschirm abzusprin- gen.

Teuerung in der Schweiz.

Genf, 14. Okt. Nach den amtlichen Statistiken j des Bundesamtes für Industrie, Gewerbe und Han-, del haben sich feit Kriegsbeginn in ber Schweiz | bie Lebensmittelpreife empfindlich erhöht. Allein feit Ende August verzeichnet ber gesamte Inbex eine Zunahme von 8,8 v. H., im Vergleich zu bem letzten Vorabwertungsmonat sogar eine Erhöhung um 25 v. H. Die auffallend­sten Preissteigerungen betreffen vor allem von ber Einfuhr abhängige Warengruvpen, wie Tex­tilien, Metalle, Betriebsstoff ufw. Am namhgftesten ist bie Erhöhung des Preisniveaus bei den Nah­rungsmitteln und Rohstoffen.

Kleine politische Nachrichten.

Generaloberftabsveterinär ProfessorDr. Schulze, der sich um bas tierärztliche Gesundheitswesen, ins- besondere innerhalb ber Wehrmacht, große Ver­dienste erworben hat, hat zu seinem 40jähriaen Militärdienstjubiläum vom Führer unb Obersten Be­fehlshaber ein in herzlichen Worten gehaltenes Glückwunschtelegramm erhalten.

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In der Ordensburg Sonchofen waren bie ersten drei Jahrgänge der A d o l f - H i t l e r f ch u l e n zur Eröffnung ihrer Winterarbeit angetreten. Reichs­jugendführer von Schirach sprach zu den 1000 Pimpfen, bereu Erziehung auch in den Kriegs­zeiten uneingeschränkt ihren Fortgang nimmt. Die Adolf-Hitler-Schüler haben in heu vergangenen Wochen bei her Erntearbeit den Bauern geholfen.

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Der Generalbevollmächtigte für bie Reichsverwal- tuug Dr Frick, hat eine Verordnung erlassen, nach'her bie Amtszeit der Zeitbeamten in den Ge­meinden und Gemeindeverbänden, die nach dem 14. Oktober abläuft, bis auf weiteres verlän­gert wird.

nach Der-

Aus aller Welt.

Schwerer Ilnglücksfall Paul Lovens.

Zwischen Kutno und Lodz ereignete sich einer Meldung derFrkst. ein schweres kebrsuuglück, bei dem der bekannte Rundfunk- svrecher Dr. Paul Laven schwer verletzt wurde. Laven befand sich in einem Kraftwagen, der sich beim plötzlichen Ausweichen vor emem polmfchen Fahrzeug überschlug. Er wurde »n bedenk- {ich em Zustande mit einem doppelten Bruch der Schädelbasis und inneren Verletzungen in em kleines polnisches Krankenhaus gebracht.

Schweres Vronbunglück in Aschaffenburg.

In her Wohnung des Arbeiters Paul Murschel im ersten Stock eines Hintergebäudes m der Wurz- burger Straße brach ein Brand aus, bem das zweijährige Kind der Familie z um Opfer fiel Während her Vater, der von der Rachtschich heimgekehrt war, schlief unb die Mutter auf Arbeit roeq war, blieben sich bie vier Kinber selbst uber- teften Sie fanden ein Feuerzeug unb m a ch t e n Feuer. Unglücklicherwei e geriet fo- deief) bas papierbespannte Lattengestell, bas den Wohnraum unterteilte, in Rranb unb im Nu loderten Flammen auf. Das Geschrei der Kinder weckte den Vater. Er spraeg vom Lager, öffnete

eiligst die Fenster unb konnte unter Einsatz feines eigenen Lebens drei feiner Kinder retten. Er reichte zwei Kinder einem im Hof stehenden Manne zu, während er selbst mit bem dritten Kind auf bem Arm in den Hof vom ersten Stock heruntersprang unb hab ei sich und bas Kinb verletzte. Das vierte Kinb, ein zweijähriges Mädchen konnte trotz aller Anstrengungen des Vaters unb ber Nachbarn nicht mehr gerettet werden, weil die Flammen an allen Ecken unb Enden herausschlugen. Ein Feuerwehr­mann fand das Kinb erstickt unb von den Flam­men unversehrt in ber Wohnung auf.

Kraftwagen zerstört dreistöckiges Wohnhaus.

In Würzburg kam ein Fernlastzug in einem für bie Verdunkelung viel zu schnellen Tempo bie Leistenstraße herab. Ein Polizeiposten versuchte ben Wagen noch burch ein grünes Lichtzeichen zur Verminderung hes Tempos zu veranlassen, ver­mochte sich aber selbst nur durch rasches Zurseite- fpringen in Sicherheit zu bringen. Das Fahrzeug fuhr in voller Geschwindigkeit auf bie rechte Front eines Anwesens, dessen Fassade durch den Anprall sofort bis zum dritten Stockwerk voll­ständig aufgerissen wurde. Die Bewohner wurden aus den Betten geschleudert und unter Schutt und Trümmer begraben, erlitten aber nur leichte Verletzungen. Der im Fahrerhaus des Lastwagens sitzende Beifahrer wurde g e - tötet, ein weiterer Mitfahrer und ber Beisitzer hes Lastzuges würben erheblich verletzt, während der Fahrer nur leichte Verletzungen erlitt.

Langgefuchter Raubmörder verhaftet.

In bem Postautobus von Bab Schlangen- b a b n.a ch Wiesbaben wurde in der Nähe ber Haltestelle Klarental durch Wiesbadener Kriminal­beamte der Raubmörder Waldemar Böhler nach heftigem Widerstand festgenommen. In seinen Ta­schen hatte der Verbrecher drei geladene unb ent­sicherte Selbstlahepistolen. Böhler, der in Berlin einen Kassenboten erschossen und beraubt hatte, hatte sich in Mitteldeutschland und anderen Gebieten umhergetrieben. Fahndungsmaßnahmen der Wiesbadener Kriminalpolizei in Zusammen­arbeit mit her Genbarmerie ermöglichten die Fest­nahme dank der Mitarbeit der Bevölkerung unb des Fahrpersonals des Postomnibus.

Riefenmeteor über Schweden.

Montagabend kurz nach 23 Uhr wurde in Stock­holm ein sehr großes Meteor gesichtet, das unge­fähr 15 Sekunden am Himmel zu sehen war. Das Licht hes Meteors war hrei» bis viermal so stark rote das der stärksten Sterne.

Scharfer Rordsturm über Trieft.

Seit Mittwoch nacht zieht eine eisige Bora über ben Hasen von Triest. Die Schiffe mußten ihre Verankerung verstärken, um nicht losgeriffen zu werben. Eine Fischerbarke aus Chioggia wurde vom Sturm erfaßt unb abgetrieben. Einem aus Cap Jstria ausgelaufenen Schlepper gelang es, die Barke in Sicherheit zu bringen.

Vom Feuer ins wasser.

Auf ber Landstraße in der Nähe von Termondo (Belgien) hatte ber Chauffeur eines Lastkraftwagens eine Panne. Der Mann versuchte den Schaden selbst zu reparieren und hantierte zu diesem Zweck an dem Motor. Aus bisher nicht geklärten Grün­den kam es zu einer Explosion. Die Stich­flamme ergriff die Kleider des Lastwagenführers. Da keine andere Möglichkeit zur Rettung bestand, stürzte sich der Mann geiftesgegenroärtig in einen neben ber Landstraße herfließenden Kanal. Passanten, welche ben Unglücksfall aus ber Ent­fernung beobachtet hatten, liefen herbei, um den Mann, der eben noch vom Feuertod bedroht war, jetzt aber als Nichtschwimmer vom Wasfertod zu retten.

Räuberische Diebesbande gestellt.

Bisher 19 Zigeuner festgenommen.

Lpd. Dillenburg, 15. Okt. Im Wester - roalb konnte zwischen den Ortschaften Ritters- Hausen unb Hainchen eine Diebesbanbe ge­stellt werden, die in der näheren unb weiteren Um­gebung eine ganze Reihe von Einbruchsdiebstählen begangen hatte. Die Bande besteht aus Zigeunern, von denen bisher 19 fest genommen finb, hoch nimmt man an, daß mindestens 50 Zigeuner an ben Diebereien beteiligt finb. Ein Teil der gestohlenen Gegenstände konnte in einem Versteck her Bande in ben Wäldern nahe ber Siegquelle gefunben werden.

Demaskiert.

Aus bem neutralen Ausland ist Chamberlain sehr nachdrücklich bestätigt worden, daß bie Gründe, bie angeblich England veranlaßt haben sollen, nicht nur den Kriegszustand gegen Deutschland zu erklären, sondern auch den Krieg^ wirklich fortzusetzen, nicht überzeugen. So zeigtPopolo d'Italia", daß Frankreich und England in Kriegsgrunb und Kriegsziel nicht überein stimmen, denn in Paris stellen französische Zeitungen als Kriegsziel bie völlige Zerstückelung Deutschlands auf, während in London als Kriegsziel die B e - feitigung des Hitlerismus angegeben wird. Was ber wirkliche Kriegsgrunb ist, das um­reißt mefferfchaftRelazioni Internazionali", näm­lich bie Absicht der Westmächte, die in Jahrhunder­ten ununterbrochener Kriege ihre Kolonialreiche aufgebaut hätten, sich nicht mit den neuen Nationen Europas in der Führung der Zivilisation xu teilen. Es ist nackter, unverhüllter Machtanspruch, der bie englische Regierung dazu veranlaßt hat, England unb Frankreich in den Kriegszustand hin­einzumanövrieren, um, nachdem die Einkreisung Deutschlands fehlgeschlagen ist, wenigstens burch die Verlängerung des Krieges sich selbst Chancen zu schassen. So klingt es nicht nur aus der italienischen Presse, so urteilen auch skandinavische Zeitungen, so kommt auch eine japanische Zeitung zu bem Schluß, daß es Chamberlain nicht gelungen ist, bie englischen Kriegsziele zu begründen.

In ber Tat: bie Vernichtung des Hitlerismus wäre nichts anderes als die Zerstörung all dessen, was in den sieben Jahren seit ber Machtergreifung geschaffen worden ist. Also die nationale Einheit unb Geschlossenheit bes beutschen Volkes in Mittel­europa, eine Tatsache, um die das deutsche Volk seit einem Jahrtausend vergeblich gekämpft und geblutet hat. Die westlichen Demokratien hatten in Versailles ihre unbedingte Herrschaft über Europa aufgerichtet, eine Herrschaft, bie ihnen schon seit Jahren verloren gegangen ist. Die Demokratien mußten das feststel­len, als Italien unbekümmert um das Geschrei unb um die Drohungen englischer Minister unb Zeitun­gen daran ging, seine kolonialen Gebiete in Nord- afrika abzurunden. Hätten sich damals für England Völker gefunden, um bie Kastanien aus dem Feuer zu holen, so wäre es 1936 im Mittelmeer zu einer gewaltsamen Auseinandersetzung gekommen.

Der wahre Kriegsgrund ist, daß die Demokratien um ihr machtpolitisches Prestige fürchten, zumal nach dem Zusammenbruch der Genfer Liga sowie nach her Neuorbnung Mitteleuropas unter aus- brücklicher Ausschaltung Englands unb Frankreichs. Wer glaubt ben Engländern noch, daß das innere Regime Deutschlands der eigentliche Kriegsgrunb sei? In einer türkischen Zeitung von Rang,Güm- huryet", schre-ibt das Mitglied des türkischen Par­laments Punus Nadi, daß der eigentliche Kriegs­grunb die allgemeine Unsicherheit unb ber gegen­seitige Mangel an Vertrauen sei. Aber bas eine rote bas andere ist ein Ergebnis der Versail­ler Politik, so daß, roenn für Europa eine Neuordnung geschaffen werden muß, dies Daraus- setzt, Versailles und seine böse Hinterlassenschaft auf­zuheben.

In ben neutralen Ländern herrscht auch kein Zweifel darüber, baß wenn ein Krieg über Jahre hinaus ausgedehnt werden soll, dies nicht nur zum Zusammenbruch ber internationalen Wirtschaft und des internationalen Handels führen muß, sondern auch zum Zusammenbruch Englands selbst. Wenn England ttotzdem die Neutralen vor ben Kopf stößt, wenn es ihre Handelsschiffahrt lahmlegt, so gilt bas selbst in den davon betroffenen Ländern nicht als ein Beweis ber Stärke und her Kraft. Eher stecht es wie Verzweiflung aus, wie ein Ver­such, Neutrale in bie Kriegsfront der westlichen Demokratien chineinzumanövrieren, was vor 25 Jahren durch einen niederträchtigen Derleumdungs- fekdzug sowie durch schamlose diplomatische Winkel­züge zum Teil gelang. Allein mit dem Hitlerismus als Kriegsgrunb ist bas nicht zu machen, was nicht nur in Europa verstanden wird, als vielmehr auch im Fernen Osten. So haben japanische Zeitungen Chamberlain bestätigt, daß seine Rede nichts Neues enthalte, also auch für England keinen Sukkurs schaffen könne. Das ist bitter für Chamberlain, zu­mal gerade die öffentliche Meinung in Japan auch bestimmend ist für die öffentliche Meinung im Fer­nen Osten überhaupt. Chamberlain und seine Kriegsziele sind demaskiert, sind überall als das er­kannt worden, was sie von Beginn an gewesen sind: ein Versuch, unter Verlagerung her macht­politischen Fronten ben englischen Grundsatz vom Gleichgewicht her Kräfte auf dem Kontinent noch einmal zur Behauptung der englischen Vorherr­schaft aufrecht zu erhalten. D. S.

Oie Ltmstettunq auf Treiboas.

Grundsätzlich sollen alle noch zugelassenen Kraft­wagen auf Antrieb mit Flüssiggas umgestellt wer­den. In erster Linie trifft bas auf größere Luft­fahrzeuge zu, die die Stahlflaschen leicht unterbrin­gen können, wie man an ben Autobussen sieht, bie in zahlreichen Stählen schon auf Treibgas umge­stellt sind. Die Neuerung ist bei Vergasermotoren leichter durchzuführen als bei Dieselantrieb. In ber ZeitschriftDierjahresplan" werden bie Umstel­lungskosten bei einem Fahrzeug von 1 bis IVz Tonnen Nutzlast auf 430 RM., bei einer Fahr- weite von 25 000 Kilometer jährlich angegeben, wogegen eine Treibstoffersparnis von 427 RM. und eine Steuerersparnis von 142 RM. entsteht. Es ergibt sich also ein Ueberschuß hn ersten Jahr von etwa 170 RM. Bei einem Dreitonnenwagen wird diese Ersparnis sogar auf 586 RM. errechnet. , Die Verbuche, Treibgas als heimischen Treibstoff zu verwenden, haben schon eine Geschichte von mehr als einem Jahrzehnt unb wurden besonders deshalb energisch weiterbetrieben, um bie Edel­gase, die bei den zahlreichen neuen Hydrieranlagen als Nebenprodukt reichtlich anfallen, zweckmäßig unb wirtschaftlich zu verwerten. 1935 würben Stahl- flaschen auf ben Markt gebracht, bie durch wesent­lich leichteres Gewicht bei ausreichender Sicherung gegenüber dem hohen Betriebsdruck die tote Last wesenttich verringern. In diesem Zusammenhang mag es auch interessieren, baß bis Ende 1937 schon 11000 von damals insgesamt 114 000 im Betrieb befindlichen Nutztraftfahrzeugen auf Treibgasantrieb umgestellt waren. Das sind etwa 10 v. H. her Ge­samtzahl- Eine vertrauenswürdige Schätzung nimmt an, baß bie Zahl her Nutzkrastfahrzeuge mit Treib­gasantrieb seither verboppelt wurde. Die bis­herige Genehmigungspflicht ist feit bem 1. August 1939 weggefallen. Eine Zukunfts-Perspektive läßt vermuten, baß künftighin auch alle Wohnungen und kleiner Werkstätten in Orten ohne Gas­anschluß mit Flaschengasen beliefert werden, ha eben bie neuen großen Hydrieranlag-en ungemein viel Edelgas erzeugen. Selbstverständlich ist dieser