Ausgabe 
16.9.1939
 
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16./1Z. September 1939

Giessener Anzeiger (General-Anzeiger für Overhessen)

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Hr. 2(1 Zweites Blatt

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land,

polen erweitert unsere Rohstoffbasis

Wir werden die

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3 lasetßruBianu d ß. Das änderte sich na am 12. Oktober I

gestorben sind.

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Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!

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NlNgS- g, den Gller- 5986C

Dorette verrät sich

Don Peter Bauer.

die Ausbeutung der Lager plant. Wettere For- schunqs- und Untersuchungsapbeiten nach Eisen­erzen sollen von der gleichen Gesellschaft im Ge-

1920 und durch den Handstreich auf Wilna am 18. April 1922. Die Sowjetunion mutzte Wol­hynien und einen großen Teil von Weißrußland (Rowno, Pinsk, Baranowitschi) an Polen ab­treten. . ,, , .

Auch das Wilna-Gebiet ist ungeachtet der litauischen Ansprüche zu einem sehr kleinen Teil von Litauern, in der Hauptsache vielmehr v o n Weißrussenbewohnt. Selbst die Stadt Wilna und ihre unmittelbare Umgebung sind schon seit ge­raumer Zeit weißrussischunterwandert". Dasselbe gilt von G^r o d n o und B j e l o st o k, die von den Polen zu Unrecht zu ihrem eigenen Volksboden ge­rechnet werden. Die Grenze zwischen Weiß­russen und Ukrainern innerhalb des heu-

das Schloß seines Freundes, wo sie heute noch von den leckeren Enten essen, falls sie nicht inzwischen

(Brün- mberg [Rotor- 5963C

Was uns die Polen vor 17 Jahren raubten, haben wir wieder zurückgeholt und mehr als- dies gewonnen. Die gesamten polnischen Kohlenschatze sind fast völlig in unserer Hand. Das ist ein ent­scheidender Schlag für die polnische Rüstung. Stein­kohle, Erdöl, Erdgas und Kalisalze das sind die wichtigsten Bodenschätze Polens. Die Kohle reichte zur Deckung des polnischen Bedarfs aus und wurde in großen Mengen exportiert. Im Vordergrund steht die Steinkohle. Polnische Braunkohlenforde­rung spielte praktisch keine Rolle. In den Gruben­bezirken Oberschlesiens, Krakaus, Dombrowas so­wie in dem Olsagebiet, das die Polen 1938 den Tschechen genommen haben, liegen die wichtigsten

den 9essi- irejse Zeit rger. Seich.

Jfcen. 'graf- Mer- sicher jitler. miet- kirsch? n.

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sichtiqten Sabotageakten nur hier und da und nur in kleinem Umfang gekommen. Wir werden die Stärkung unserer Kriegskraft durch diepolnische Kohle bald zu spüren bekommen. *

Kohle und Eisen so sagte der General­feldmarschall Göring braucht man vor allem, um einen Krieg zu gewinnen. Durch die Eroberung der oberschlesischen Gebiete, des Olsagebietes, des Dombrawagebietcks und anderer wurde unsere Eisen- und Stahlerzeugung wesentlich erhöht. Auf der einen Seite ging diese Kraftquelle für die Kriegswirtschaft den Polen verloren. Wir werden sie ausbauen und mehr daraus machen. Insgesamt betrug die Roheisen- und Rohstahlpro­duktion, konzentriert in Oberschlesien, in den Ge­bieten um Kieloe-Radom, in dem Gebiet um Ostrau- Karvin, im Olsagebiet, im Jahre 1938 an Roheisen 1 358 000 Tonnen, an Rohstahl 2 001 000 Tonnen und 1 366 000 Tonnen an Walzwerkprodukten.

ixeign 6 an die ung bet Heimat! kleinan« die Hei­nz, beit Inzeigii

hinter dem Jungschwein einen mächtigen Keiler, i Der hatte des Frischlings Ringelschwanzchen im Maul und der Frischling führte so den Alten den anscheinend völlig blinden Keiler durch den Wald. Und da der Jäger nur noch einen Schutz m der Büchse hatte und sowohl den zarten Frischlings- braten wie die Trophäe der starken Hauer des Kei­lers nicht missen wollte, legte er auf den Frischling an und streckte ihn zu Boden. Verwundert blieb der alte Keiler stehen. Der Jäger schnitt schnell dem Frischling das Schwanzerl ab, nahm es in die Hand, auf der anderen Seite bitz der Keiler wieder an und ließ sich so zu des Jägers Hütte fuhren. Und wenn er nicht gestorben ist, lebt er heute noch dort.

AurücfjuE) ölten. .

Warum hat er mir nicht Lebewohl gesagt? klagte sie.

'Wir wollten dich nicht wecken, es war zu früh? versuchte sich Leander für Christian herauszureden und fügte plötzlich kühn werdend hinzu: ,Zch denke, er ist dir gleichgültig wie ich, wo doch das Gerede mit dem Erbhofbauern geht!"

Ich habe immer auf Christian gewartet^, schluchzte sie,und werd5 auf ihn warten. eie gab Leander die Hand und schloß das Fenster.

Verloren!" murmelte er und machte sich unge- sehen wieder auf das Feld hinaus. Mit wuchtigen Sensenschwüngen - er mähte Christians Wieft fertig arbeitete er sich das Herz frei, rang er sich zur Ueberwindung durch, und aus der leisen Weh­mut blühte die Freude über das Gluck des Freun­des. Er konnte kaum den Tag erwarten, bis er seine Anschrift wußte.

Ich weiß es dir nicht schöner zu sagen , schrieb er ihm,als mit Dorettes eigenen Worten: Ich habe immer auf Christian gewartet und werde auf ihn warten."

das Schloß feines Freundes,

ihrer Erde nicht zu nützen. Das wird durch deutsche Energie und Sachkenntnis nun anders werden.

In den nördlichen und nordösllichen Ausläufern der Karpathen, in Wolhynien, und Polesien, m Pom- merellen und Kujawien, im Gebiete von Kielce und Opatow und am Nordrande der Beskiden in den Kreisen Neu-Sandec und Grybow gibt es Erdöl. Der Umfang der polnischen Erdölvorkommen ist nach einer Schätzung aus dem Jahre 1932 mit 1 6 0 Mil - lionenTonnen anzugeben. Ausgebeutet werden die karpathischen Reviere Drohobyz, Jaslo und tota» nislau. In den dortigen Revieren befinden sich auch die zur Zeit ausgebeuteten Erdgasvo r f o m ° m e n. In der Erdölgewinnung und in der Erdgas- qewinnung steht das Revier Drohobyz an der Spitze. Dort und 'm Stanislau wird außerdem Erdwachs gewonnen. Im Jahre 1937 betrug der Umfang der polni chen Erdölförderung 502 000 Tonnen Das waren 6 vH. der europäischen Gesamtforderung von 8,24 Millionen Tonnen. Im Jahre 1936 wurden 483 Millionen Kubikmeter Erdgas gewonnen. Das find rund 18 v. H. der e u r o p ä i s ch e n G e f a m t.

in polnischem Besitz. ,

Die e r st e T e i l u n g, 1772, brachte gegen Ruß­land nur verhältnismäßig unbedeutende Grenzver­änderungen. Auch mit der z w e i t en und dritten Teilung, 1793 und 1795, rückte Rußland noch nicht bis auf polnischen Volksboden vor, sondern okkupierte nur von Ukrainern, Weißrussen und Li­tauern bewohntes Land. Den Begriff "Russisch' Polen" gab es erst seit dem Wiener Kongreß, 181p, auf dem es dem Kaiser Alexander l- gelang, die Hauvtmasse des sogenannten ethnographischen Polen an Rußland zu bringen. Reichlich zwei Drittel des (' polnischen Volkes wurden für ein Jahrhundert poli­tisch mit Rußland verbunden

Durch das V e r s a i l l e r D i k t a t erhielt Polen eine politische dstgrenze, die in Galizien> zwar meh­rere Millionen Ukrainer mit embegrtff, dagegen das ukrainische Wolhynien und ganz Weißrußland xmla der Sowjetunion beließ durch den Frieden von Riga am

Licht denn auf den Äcker?"

Und sie setzen sich im Kreis herum i - nachdenklich in das Licht. Von diesem unentwegten Starren gehen ihnen bald die Augen über, die Tränen ttopfen auf den Boden'hinab ui^ frieren dort fest. Wenn jetzt die Hasen auf diese Weise am gefroren sind, kommen die Jager aus dem Bu|ch und brechen sich die Hafen einfach ab. So fangt man in Nordamerika die Hasen.

20 v. H. erweitert. _

Meldungen der letzten Tage besagen, daß Eng­land seine Kohlenausfuhr nachdennordls chen Ländern einstellt. Sie betrug immerhin 1938 8,97 Millionen Tonnen. Aus Polen kamen bisher nach den nordischen Ländern 3,4-5 Millionen Ton­nen Wir können damit rechnen, daß nunmehr mir diesen Export nach dem Norden in die Hand nehmen. Wir haben weit mehr Grund als 1914, mit einer gesicherten nordischen Neutralität zu rech­nen. Der non unserer Luftwaffe und Kriegsmarine aeidj-üM'? Ostseeraum ist ein Lungenflügel für das Reich, durch den es ungestört atmen kann. In den meisten Kohlengebieten wurde die Arbeit teilweise anoene ,ny oder vollkommen wieder ausgenommen. Durch den 12. Oktober I übereilten Rückzug der Polen ist es zu. den beab-

tiqen polnischen Staatsgebiets liegt ungefähr b e i B r e st - L i t o w f k. Ukrainischer Boden reicht b t s naheanLjublin heran, wohin sich die polnische Regierung geflüchtet hatte.

Es gehört zur ständigen nationalen Taktik des Polentums, das weite Auseinanderfallen der völ­kischen und der politischen Grenzen Polens, das im Osten, wo geschlossene Volkskörper aneinander grenzen, am augenfälligsten ist, zu verwischen. Daher rührt auch das Bestreben der polnischen Statistik, die Zahl der fremdnationalen Minderheiten, die in Wahrheit 40 v. H. ausmachen, künstlich bis nahe an 20 vH. zu verkleinern. Wo es sich aber um reale Widerstandskräfte handelt, verfangen keine pseudo- statistischen Künste.

gewinnung.

Die Haupterdölvorkommen im Gebiete Drohobyz liegen in der Gegend von BoryslawTustanowice Mraznica, die Haupterdgasquellen des Gebietes Drohobyz liegen, in der Gegend von Daf^awa RvztokiStrachnvcina. Die Erdgasquellen stnS durch Rohrleitungen mit den Derarbeitern und Verbrauchern verbunden. Besonders ausfällig ist der

biete RadomKielce, Rybnik und Tat. nowitz eingeleitet bzw. durchgeführt worden sein In der Presse wurde weiterhin -bekanntgegeben, datz Eisenerzlager in der Nähe von Sambor, in den Heilige-Kreuz-Bergen, nördlich von Supm-Nova, im Kreise Siedlce, bei Budzyn im Kreise Chodzuz in Westgalizien bei Pilzno und Dembia, im Bezirk Lodz (insbesondere im Kreise Wielun) entdeckt bzw. untersucht worden sind.

Vergleichsweise am größten aber ist die Erwei­terung unserer Zinkerzeu g u n g. [Oie bis- herige polnische Zinkerzeugung wachte Mit über 100 000 t, die zum großen Teck nach Deutschland ausgeführt wurde, immerhin mehr als oie Hälfte der deutschen Produktion aus. Die wertvollen Vorkommen und Anlagen können umso schneller für unsere Kriegskraft ausgenutzt werden, als die Polen feine Zeit hatten, nennens- werte Zerstörungen vorzunehmen. Auch haben wir ja aus der Zeit vor der Lostrennung Ostoberschle­siens noch eine gute Kenntnis über die Betnebs- verhältnisse in den besetzten Revieren.

Wenn diese Zeilen gelesen werden, werden unsere Truppen auch die w i ch t i g st e n p o l n l s ch e n Erdölvorkommen besetzt haben. Es ist nicht allgemein bekannt, daß wir in Deutschland nach den erfolgreichen und intensiven Bohrungen rm Jahre 1938 rund 620 000 Tonnen Rohol fordern konnten. Zur selben Zeit belief sich die Erdolpro- duktion i n P o l e n auf etwa 500 000 Tonnen. Sw betrug aber im Jahre 1909 schon 2 Millionen Ton- nen Der Anteil der polnischen Erdölförderung be­trug damals 5 v. H. der W e l t r o h ö l f o r d e. rung Die Polen verstanden die wertvollen Schatze

KL- stöhnend liegen blieb. Er glaube, er habe das Bein gebrochen, klagte er Christian, dem der Sprung geglückt war. Er ließ sich von dem Freund m die Hand versprechen, Dorette nicht zu verraten wes­halb sie gesprungen waren. Mit Hilfe des herbei- geeilten Hirten, der eine Knieverletzung feftjtellte und einen Verband aus zerquetschten Krauter- blättern anlegte, brachte ihn Christian nach Haus

Dorette erfuhr erst spater von dem Unfall und verurteilte ebenso wie die übrigen Dörfler den törichten Mutwillen der beiden Burschen. Es ver­gingen Wochen, ehe Leander wieder gehen konnte, aber das Knie war darum noch nicht ausgeheilt, und die nächste Musterung stellte ihn vorerst vom Militärdienst zurück, während Christian als Kano­nier in eine ferne Garnisonstadt zog^ Bald danach verbreitete sich das Gerücht, Dorette sei einem jungen Erbhosbauern in der Nachbarschaft verspro- chen, und die beiden Freunde trösteten einander, erst recht als Christian wieder daheim war, über ihre enttäuschten Hoffnungen hinweg. Im stillen aber blieb trotzalledem das Mädchen die Heilige ihres Herzens, und keine andere Dorfschone konnte neben ihr bestehen.

Da brach unerwartet der Krieg aus. Eines Mor­gens, um vier Uhr früh, wurde Christian, der schon in der Dämmerung mit Grasmähen begonnen hatte, aus dem Felde geholt und mußte mit noch einigen jungen Leuten zum nächsten Bahnhof..marschieren. Als Leander, der sie begleitet hatte, zuruckkam, stieß Dorette die Fensterläden auf.

Ob es wahr sei mit dem Krieg m Polen und datz Christian fortgemußt? '

Ja!" nickte Leander. Und am liebsten wäre auch er mitgegangen. Er erschrak über das krampfhafte Bemühen ihres zuckenden Gesichtes, die Tranen

Auf eine sehr sonderbare Art betreibt man die Hasenjagd in Nordamerika. Wahrend der kalen Wintermonate stellt man eine Laterne mit einem brennenden Licht auf den Acker Durch das Licht angelockt, laufen die Hasen von allen Seiten herzw

Kohlenfelder.

Don den 67 o b e r s ch l e s i s ch e n Gruben­schächten mußten wir 53 an Polen abtreten.1913 stammten 17 v. H. der gesamten deutschen Stem- kohlenförderung aus diesen Gruben. Und von den 38 10 Millionen Tonnen, die Polen 1938 förderte, stammten 28,73 Millionen Tonnen aus den ober- schlesischen Gruden. Weiterhin wurden dort 2,29 Millionen Tonnen Koks erzeugt. Im O l s a - Gebiet, das 1938 an Polen fiel, wurden 1937 in 16 Gruben etwa 20 v. H. der polnischen Kohlen­produktion gefördert. Und in 5 Kokereien mürben dort 1,15 Millionen Tonnen Koks das find' 50 v. H. der gesamten polnischen Koksherstellung er­zeugt. Alles zusammen genommen kann bie pol­nische Kohlenförderung wenn man in der Sta­tistik die Erzeugung aus dem Olsa-Gebiet aus dem ganzen Jahre 1938 mitrechnet auf 42 bis 45 Millionen Tonnen jährlich beziffert werden. Es muß dabei natürlich berücksichtigt werden, daß Die Leistungsfähigkeit des Bergbaues durch deutsche Technik und Arbeitskraft wesentlich gehoben werdens kann. Insgesamt werden die in einst polnischer Erde lagernden Kohlenvorkommen auf 70 Milliarden Tonnen Steinkohle und auf 5 Milliarden Tonnen Braunkohle in Posen und Pommerellen geschätzt. Die Braunkohlenoorkommen sind bssher so gut wie nicht erschlossen. Durch die Eroberung der polnischen Kohle haben wir unsere Kohlenbasis wohl um über

Im letzten Schuljahr waren Leander und Chn- stian Freunde geworden. Sie lagen, sofern sie nicyl Pferde in die Schwemme ritten oder aus elterlichen Fluren Feldarbeit verrichteten, im Ufergras neben­einander und l.asen Geschichten von fernen Zonen, während die Sonne auf ihre nackten Körper prallte, die braun waren wie gebeiztes Holz. Wurde ihnen zu heiß, sprangen sie mit weiten Sätzen m Die Flut und schwammen, bis sie die Kuhle prickelnd auf der Haut spürten.

Die folgenden Sommer ließen ihnen zu diesen bescheidenen Strandfreuden kaum noch Zeit, Da beide jetzt in Der Landarbeit als volle Kraft rech­neten. Zudem verliebten sie sich in em hübsches Mädchen und warben um sie mit dem ganzen Feuer ihrer jungen Herzen. Jeder versuchte Dorette für sich xu gewinnen, ohne den andern darum verdrängen ru wollen. Das Mädchen allein sollte entscheiden. Aber Dorette verschenkte ihre dunklen Blicke und ihr strahlendes Lächeln mit so entzückender Freigebig­keit daß sich keiner besonders begünstigt suhlen konnte Es wurden vielmehr Zweifel bei beiden wach, ob sie es überhaupt ernst meine oder nur ein loses Spiel mit ihnen treibe. Schließlich ver­abredeten sie, einer nach Dem andern solle dem Mädchen einen regelrechten Heiratsantrag machen und wählten einen Tag, wo sie Dorette allem aus dem Feld wußten. Sie fühlten, es ließe sich m Der freien Natur leichter über Herzensangelegenheiten reden, als in einer engen Stube.

Dorette war schon von weitem sichtbar, Da Der Acker auf Dem sie arbeitete, fast auf Dem Gipfel Der Anhöhe lag, zu Der Leander und Christian auf einem schmalen Feldweg emporklommen. Obschon ihnen sonst ein Anstieg nichts ausmachte, bekamen sie heute Herzklopfen und machten öfter halt, wo­bei sie sich noch immer nicht einig waren, wer Dorettes Herz zuerst bestürmen sollte. Das Mädchen erschien von der Sonne beleuchtet, im leicht um Die Glieder flatternden Kleid begehrenswerter denn \e, aber keiner hatte den Mut, der erste Freierzu sein, obschon jeder dem andern zuredete und Gluck dazu wünschte. Bei der Viehweide, Die mit einer dichten Weißdornhecke an den Weg stieß, machte Leander den Vorschlag, darüberzusetzen. Wer zuerst drüben sei solle auch Erster bei Dorette fern. Er nahm einen kurzen Anlauf, blieb aber mit dem rechten Fuß im Gezweig hängen und schlug so unglücklich hm, daß

Bei all diesen Zahlen ist zu betonten, daß die polnische Hüttenkapazität nicht völlig aus- genutzt ist. Das war sie im Jahre 1936 nur zu etwa 50 v. H. und im Jahre 1937 nur zu etwa 70 v. H. Im ganzen wird sich Die deutsche Gesamt­erzeugung nach Eingliederung der bisher polnischen Produktion beim Roheisen um 11,2 v. H. und beim Rohstahl um 12,7 v. H. heben.

Wir haben auch wertvolle E l s e n e r z g e b i et e besetzt und damit unsere Rohstoffbasis um beträcht­liche Vorkommen an Erzen erweitert. Die großen Eisenerzvorkommen, die zur Zeit ausgebeutet wer­den liefen bei Olkusz und Tarnowitz, im Berqbau- distrikt Oberschlesien, bei Kielce, Radom und Tschen- stochau An verschiedenen Stellen des Landes find außerdem noch kleinere Vorkommen, vor allem an Raseneisenerzen vorhanden. Es betrug Die Eisenerzförderung in Polen 1937 792 000 Donnen unD 1938 873 000 Tonnen mit einem re-Gehalt von 250 000 Tonnen im Jahre 1937 und 280 000 Tonnen im Jahre 1938. Nach polnischen Berech­nungen und Untersuchungen besteht kein Zweifel, daß 'aus Dem eroberten Gebiet durch Ausbau und Entwicklung Der FörderungsmethvDen weit mehr herauszuholen ist als bisher.

In den letzten Jahren Haden sich der polnische Staat und Die großen Unternehmen, insbesondere die Kattowitzer Interessengemeinschaft, um d'ie Aus- sinDung, Untersuchung und Aufschließung von Elsen- erzvorkommen in verschiedenen Teilen Polens be­müht. Nach Pressemeldungen wurde tm Bezirk Kielce in drei neuen Gruben Die Förderung An-

Fasanen zu fangen ist em besonderes Kunststück Der NieDerbayern. Sie nähern sich vorsichtig dem Baum, auf Dem ein Fasan sitzt. Sind fie auf 3el)n Schritte herangekommen, beginnen sie plötzlich zu pfeifen. Der Fasan äugt neugierig auf den Men- schen In Dieser Minute nun, wo Der Vogel Den Menschen erblickt, setzt sich Der NieDerbayer in Trab und läuft immer schneller um Den Baurn herum. Der Fasan läßt ihn nicht aus Dem Auge unD muß bei Dem raschen RunDlauf fortwährend seinen Kopf drehen. Bis er ihn sich schließlich ganz ab- gedreht hat und er tot vom Stengel fallt.

Um Enten zu erlegen, läßt man im Spätherbst auf einer Stelle, wo Die Enten emzufallen pflegen große Kürbisse auf Dem Wasser schwimmen. Mit der Zeit gewöhnen sich Die Enten an Die Fruchte, und eines AbenDs steigen nun Die Jager kurz vor Dem Einfallen in Das Wasser und bedecken ihren Kops mit Den ausgehöhlten Kürbissen. Die Enten fallen in Der Dämmerung ein und schwimmen sorg­los zwischen den gelben Kürbissen einher. Leicht prrrpift iefot Der Jäger eine nach Der anDeren, zieht si/schnellster bas Wasser, dreht ihr den Kragen um ohne dah die anderen Enten danan etwas mttken Aus diese Weise soll die Strecke ost hundert

Dieser Rückgang wirD ähnlich wie m Rumänien auf die Erschöpfung der alteren Bor- ko m m e n , insbesondere in dem Revier Borys- .

Fröhliche Birsch. !

Von 3o Hanns Rösler

Vor Jahren lebte in Tirol ein Jäger, der schon getroffen hatte, bevor er überhaupt geschossen hatte UnD das kam so: Der Tiroler hieß Gruberfepp und war wegen seiner sicheren Hand überall unter Dem Namen Treffsepp bekannt. Eines Tages nun birschte er durch Den Wald. Plötzlich tat sich vor ihm em mächtiger Auerhahn aus und fiel auf < Baume ein. Treffsepp nahm seine Buchse und legte an. In Diesem Augenblick eräugte ihn Der Hahn uno rief erschrocken vom hohen Ast herunter:

Ja mei, seid ihr gar Der Treffsepp?

Freilich", ermiDerte Der Jager.

Da läßt sich fei nix machen brauchst net erst schießen, Treffsepp - ich komm gleich von elber runter und bin tot", sprach der Vogel unD fiel von so großer Treffsicherheit überwältigt tot vom Ast.

Zu Den Neigungen der Hasen gehört bekanntlich ihre große Vorliebe für Schnupftabak. Das hatte sich nun ein Jäger in Schwaben zunutze gemacht und er streute auf jeden Kilometerstein eine krafttge Prise Schneeberger Schnupftabak. In der Dämme­rung tarnen die Hasen und schnupperten.

Das scheint ja ein gar köstlicher Tabak 3U fein. , sprachen sie. Und jeder Hase nahm einen tüchtigen Schnupfer, fing Dann erschrecklich an zu niesen und zerschlug sich Dabei den Kopf «m Kilometerstem. Am nächsten Morgen erschien Dann Der kluge Jager au- Schwaben und sammelte die Deute em. Leider ade hatte sich diese sonderbare Jagdmethode bald herum, gesprochen und so wurde der Schneeberger Schnupf­tabak berühmt und die Hasen selten m Schwaben.

IM uttei Giekeo' Hesses ; ,nat* eyMgA bis f I res -M'

Polen und Großrussen sind Feine nationalen Nachbarn, sind es auch nie gewesen. Unmittelbar an Polen grenzt nördlich weißrussischer, süd­lich ukrainischer Volksboden. Politisch hat Po- - en infolge seiner Union mit Litauen bis zur ersten Teilung im Jahre 1772 fast das ganze iveißrussische und einen großen Teil ukrainischen Lan­des, ja zeitweilig sogar ein Stück großrussischen Bo­dens, beherrscht. Ueberhaupt hat kein Volk im Ver­lauf der mittelalterlichen und neueren Geschichte Europas feine politischen Herrschastsansprüche so weit aber sein eigenes nationales Wohn­gebiet hinaus ausgedehnt, wie die Polen.

Am weitesten nach Osten gerückt war die Grenze Des polnischen Staatsgebiets gegen das damalige partum Moskaus am Anfang des 17. Jahr­hunderts. Damals war Moskau durch innere Wirren nach dem Aussterben der Dynastie Ruriks schwer erschüttert. Ein Usurpator, der falsche Deme­trius, behauptete, er sei der vor Jahren angeblich ermordete jüngste Sohn Iwans des Schrecklichen: seine Mutter habe ihn gerettet, er sei nach Polen entkommen und dort in die Dienste eines Wojewoden Mniszech getreten. Mniszech hatte ihm seine Tochter Marina vermählt und stellte ihn Dem polnischen König Sigismund III. als den berechtigten Anwärter auf den Thron von Moskau vor. Daraufhin erhielt \er falsche Demetrius polnischeWaffenhilfe, konnte in Moskau einziehen und sich zum Zaren krönen lassen. Der Uebermut der ihn begleitenden Polen brachte aber die Russen so auf, daß sie ihn und sein polnisches Gefolge ermordeten. Sigis­mund schickte ein neues Heer nach Moskau und ließ die Stadt für feinen Sohn Wladyslaw in Besitz nehmen. Wladyslaw selbst sollte, gestützt auf pol­nische Waffen, Zar werden. Nun aber erhob sich das aanze moskowitische Rußland zu einem Befreiungs­krieg, aus Dem Der erste Romanow, Michael, als 3ar hervorging. Um Ruhe vor Polen zu haben, mußte er Das großrussische Smolensk mit einem beDeutenDen Gebiet abtreten. Die polnisch-russische ' Grenze lag Damit faum 200 Kilometer ron

Moskau entfernt.

So blieben Die Dinge vom Waffenstillstand zwi­schen Moskau und Polen im Jahre 1618 ein halbes Jahrhundert lang. Der Aufstand der ukrainischen Kosaken gegen Polen und ihr Anschluß an Moskau führte zu einem neuen Kriege zwischen den beiden Ostmächten, diesmal mit besserem Erfolge für Moskau. Die Polen mußten die großrufsifchen Gebiete, Die sie sich angeeignet hatten, zuruck- qe b en und verloren außerdem Kiew und die Ukraine an ton Zaren, 1667. Ganz W e i ß ru ß - l a n d und der westliche Teil der U k r a i n e blieben

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Ein Jäger in Ostpreußen birschte auf Wl d schweine und hatte nur noch eine Kugel tm Sauf, als er plötzlich aus dem Unterholz einen F^schlmg hervorbrechen sah. Dabei fiel dem Zager auf, ß -*« Das Tier sich besonDers langsam fortbewegte. Und

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Sie erblicken Das Licht und denken:Da bra uns Tiere ^len.. einer ein vierblättriges Kleeblatt, wie kommt oas Enten zu fangen, erzählt uns

öS r* s ää® Iona war An das eine Ende gab er em Stuck Speck w°rf es in Den See und ließ es schw'M'nen Bald' schwamm auch eine Ente heran, verschluckte Den KöDer und verdaute ihn im Handumdrehen Sofort kam eine zweite Ente geschwommen und schluckte Den Speck nun ihrerseits hinunter. Auch diese verdaute ihn in dem bekannten Ententempo und eine dritte Ente verschluckte ihn von neuere Münchhausen ließ immer mehr Bindfaden nach, bis : schließlich tausend Enten aufgereiht hatte. Dann

Sie Misch-polnische Grenze.

Von Or. Paul Rohrbach.