Ausgabe 
16.9.1939
 
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Nr. 21? Erstes Blatt

189. Jahrgang

Samstag, lb./Sonntag, 1?. September 1939

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Göring an der Front in Galizien

Bukarest, 16. September. (DNB.-Funkspruch.)

Das Ministerpräsidium gab folgende amtliche Mit- L stfl - teilung heraus.Im Hinblick auf die E r e r g -

der die

Gange.

Die Luftwaffe vereitelte den Versuch letzten polnischen Transportbewegungen gegen Ostgrenze.

Auf dem Rückflug gesuchte der Generalfeldmar­schall die Verwundeten eines Kriegslazaretts im oberschlesischen Industrie-Revier. Er verweilte volle zwei Stunden im Lazarett und ließ es sich nicht nehmen, jedem einzelnen Verwundeten die ! Hand zu drücken. Mit strahlenden Augen und mit ! bewegten Worten dankten die Männer, die ihr ; Blut für Führer und Vaterland liehen, für diesen > Besuch, der mcf)t nur ihnen, sondern auch dem

Tokio, 16. Sept. (DNB.-Funkspruch.) Militä­rische und politische Kreise Tokios bemerken, daß das Uebereinkommen gerade in dieser Zeit van weittragender Bedeutung und ge­eignet sei, eine weitere friedliche V e r - ständigung auch in den übrigen schwe­benden Fragen zwischen beiden Ländern ins­besondere in den Grenzfragen, herzustellen. Bisher sei der Zwischenfall am Buir-Nor-See ein ernstes Hindernis für die Wiederherstellung von normalen Beziehungen zwischen der Sowjetunion und Japan gewesen. Deshalb und auch wegen anderer verschie­dener Gesichtspunkte sei dos in Moskau getroffene

schieren, 40, 50, 60 Kilometer am Tage. Man merkt ihnen jedoch kaum eine Ermüdung an, als sie am Führer vorbeiziehen. Sie singen die alten deutschen Soldatenlieder und die Lieder, die diese Schlacht in Polen schon gebore» hat. Mit festem Blick mar­schieren sie vorbei. Hell klingt ihr neues Lied zum Führer empor:Wir sind Soldaten und wollen Soldaten bleiben!"

Der Führer grüßt jede einzelne Kompanie, die an ihm vorbeizieht. Er grüßt die marschierenden Infanteristen, die Mannschaften an den Geschützen, an den MGs., die Männer der schweren Artillerie, der Panzer-Abwehrwaffen, der Feldartillerie, der Flugzeug-Abwehrtruppen alle, die im gleichen grauen Ehrenkleid zusammen vor dem Feinde stehen.

In Jaroslaw selbst erwartet uns die Kraft­wagenkolonne des Führers, die in den letzten 24 Stunden nicht zur Ruhe gekommen ist. Sie ist mit­ten durch Polen gefahren, von Lodz bis hierher und steht jetzt zu neuem Einsatz für den Führer bereit. Wir fahren den San hinunter, um einen zweiten Uebergang bei Ubieszyn zu erreichen. Hier liegt eine Fähre. Von den Polen zerstört, liegt sie mitten im Fluß. Nun steht auch hier eine feste Brücke, von unseren Pionieren erbaut. Auch hier marschiert Re­giment um Regiment vorwärts. Wieder schlagen unsere Herzen höher, als die grauen Kolonnen am Führer vorbeiziehen in strammer Haltung, die besten Soldaten der Welt. In wenigen Stunden werden sie wieder am Feind stehen.

Als wir am Nachmittag im Flugzeug zuruckkeh- ren, leuchten im Schein der Nachmittagssonne im Süden die Berghöhen des Beskiden, während im Norden in Wolkenbänken die weite Ebene sich verliert. An diesem Tage haben wir ganz besonders in der Haltung der Truppen die Kraft gespurt, die Deutschland unüberwindlich macht.

Eine ostmärkische Kompanie vom Wiener Hoch- und Deutschmeister-Regimentsang das Lied:

Wir marschieren für Führer und Vaterland, wir schützen das Großdeutsche Reich.

Uns hat der Wille des Führers gesandt und der Wille des Volkes zugleich!"

geführten Jagdgruppe, die im polnischen Luft­raum bis zur russischen Grenze bis gestern allein 78 feindlicheFlugzeuge ver- nicht et hatte. Dank und Anerkennung aus. Mit Stolz tragen zahlreiche Offiziere und Mannschaften dieser Iagdgruppe von gestern ab das Eiserne kreuz.

Hafen Heisternest wurden durcH Bomben ein Minensuchboot und zwei Kanonen­boote versenkt. Ein größeres Boot explodierte,

füktes so bald wie möglich eine Kommission gebildet wird aus zwei Vertretern der sowjetisch- mongolischen Seite und zwei Vertretern der japa­nisch-mandschurischen Seite. Die Kommission wird ihre Arbeit sofort nach ihrer Bildung aufnehmen.

Die gleichzeitig amtlich mitgeteilte Ernennung des bisherigen sowjetrussischen Geschäftsträgers in Tokio, Smetanin, zum Botschafter der Sow­jetunion in Japan wird als weiteres An­zeichen dafür angesehen, daß der sowjetrussisch-japa­nische Ausgleich vom guten Willen beider Seiten getragen ist und daß ihm die Bedeutung einer dauernden Verständigung zukommt. Die Kämpfe an der Grenze zwischen der äußeren Mon­golei und der Mandschurei hatten sich seit Juli d.J. fast ununterbrochen in her Gegend des Buir- No r - S e e s abgespielt und hatten auf beiden Seiten eine große Anzahl von Opfern gefordevt. Von um so größerer Bedeutung ist die jetzt erfolgte Beilegung dieses schweren Konfliktes, die die Bahn freilegen dürfte für eine noch umfassen» dere Verständigung zwischen Moskau und Tokio.

Japan begrüßt das Abkommen.

Berlin, 16. September (DNB.-Funkspruch.) Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt.

Die Südgruppe des deutschen Ostheeres trieb auch am 15. September die versprengten Teile der polnischen Südarrnee vor sich her. Mit ihnen wird vor den Toren Lem­bergs und am Tanew bei Bilgoraj noch gekämpft. P r z e m y s l wurde genommen. Wei- ter ostwärts davon haben motorisierte Truppen Dlodzimierz erreicht.

Unter Einsatz neuer deutscher Kräfte wurde der Ring um die bei Kutno eingeschlossene polnische Armee verstärkt und im Angriff verengt.

Rach Abwehr der feindlichen Durchbruchsversuche südostwärts Warschau brachten unsere Truppen dort 8000Gefangeneundl26Ge- schühe ein und stehen jetzt dicht um praga.

Bialystok wurde genommen. Der Kampf um die Zitadelle von Brest ist noch im

Beilegung des russisch-japanischen Grenzkonflikts.

Oer Weg zu einer dauernden Verständigung zwischen Moskau und Tokio geebnet.

Schwere Verluste der polnischen Kriegsflotte.

DRV. Königsberg, 15. September. (OKW.) Bei einem mit großem Schneid durchgeführten A n- gtif j einax Stuka-Staffel auf den

DNB. Berlin, 15. Sept. (OKW.) Trotz .... günstiger Wetterlage wurde von Kampfverbänden der deutschen Luftwaffe durch weitere wirkungsvolle

Der Führer beim Vormarsch in Galizien

Vom W. B -Sonderberichterstatter des DNS.

Reede in Reval vor Anker gegangen, um dort internieren zu lassen.

Glänzende Erfolge der deutschen Luftwaffe.

Am Freitag 31 polnische Flugzeuge vernichtet.

Führerhauptquartier, _ . . ,

Der Führer begab sich heute von seinem Haupt­quartier zu den deutschen Truppen nach Galizien, die bei der Verfolgung und Zermur- bunq der polnischen Heeresverbande unerhörte Marschleistungen vollbrachten. Der Führer wohnte im Laufe des Tages demUebergang zweier Divisionen über den San bet. Es waren die gleichen Truppen, die bereits in den ersten Tagen des Vormarsches die polnische Bunkerltnte im ostoberschlesischen Industriegebiet im tapferen Ansturm durchbrachen und die nun, in Gewalt- Märschen den Ichnellsten Verbanden folgend, den

zwei weitere Schiffe wurden schwer beschädigt. Das letzte noch vorhandene polnische Unterseeboot ist in der Nacht zum 15. September aus der sich

Nisse an der Grenze der Bukowina hat die Regierung umfassende Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der rumänischen Neutralität getroffen. In diesem Geiste wird man Kindern und Verwundeten, die eventuell ins Land kommen, das von den Gefühlen der Menschheit ge­botene Asyl gewähren. Jede ausländische Truppe oder M i l i t ä r f o r m a t i o n , die die Grenze überschreiten sollte, wird e n t w a ff - n e t werden, und man wird ihr bis zum Ende der Feindseligkeiten ein gewisses Gebiet zum Aufenthalt anweisen. Persönlichkeiten, die politische Stellungen innehatten, werden verpflichtet werden sich in eigens be z e t ch - n e t e n Orten aufzuhalten. Der Eintritt ms Land durch Privatpersonen besonders solche aus den galizischen Gebieten ist streng unter­sagt.

3m Westen feindliche A r t i 11 e r i e t S t i g - feit bei Saarbrücken. Oertliche feindliche v o r st ö ß e wurden unter erheblichen Verlusten für den Gegner abgewiesen.

Luftangriffe auf deutsches Reichsgebiet sanden nicht statt.

polens Regierung bereitet Grenzübertritt vor.

Die letzten diplomatischen Vertreter aus

Polen auf rumänischem Gebiet.

Bukarest, 15. Sept. (DNB.) Die Ereignisse an der rumänisch-polnischen Grenze überstürzen sich. Im Laufe des Freitagvormittags sind die letzten diplomatischen Vertreter, die es noch in Polen ausgehalten hatten, auf rumänisches Gebiet übergetreten, und zwar bei Zaleszczyki nördlich von Czernowitz, wo die Brücke über den Dnjestr von deutschen Bombern nicht an­gegriffen worden ist, da sie zur Hälfte Polen und zur Hälfte Rumänien gehört. Bemerkenswert ist, daß die Kraftwagen der Diplomaten sämtlich zum Schutz gegen Fliegersicht übe r und über mit Lehm beschmiert sind. Die Schwei­zer beschmierten damit sogar die Glasfenster der Kraftwagen.

In Czernowitz wurden ferner einige Kraftwagen gesehen, die einwandfrei als polnische Wehr­machtswagen erkannt wurden. Sie tragen den typ'.schen hellgrünen Anstrich dieser Fahrzeuge. Diese Wagen sind dauernd zwischen der Grenze und Czer­nowitz unterwegs. Man nimmt an, daß sie A r - chive und sonstiges Material nach Rumänien :n Sicherheit bringen. In Crisciatec, dem rumä­nischen Grenzort am rechten Dnjestr-Ufer gegenüber von Zaleszczyki, sind der bereits seit vorigen Sams­tag in der Bukowina weilende Unterstaatssekretar für Polizei, General Marinescu, und der ru­mänische Botschafter bei der polnischen Negierung, Grigorcea, eingetroffen. Dem Vernehmen nach bereiten sie den Uebertritt des polnischen Staatspräsidenten und der polnischen R e - . gierung, die in Zaleszczyki weilt, auf rumä­nisches Gebiet vor.

Rumänien wahrt seine Neutralität.

Unterbrechungen verschiedener Bahnlinien und starke Beschädigungen mehrerer Bahnhöfe der Rückzug der Polen außerordentlich erschwert. Auch vereinzelt auftretende Marsch- und Transport- tolonnen ostwärts der Weichsel wurden mit Bom­ben und MGs. angegriffen und versprengt, Straßen und Straßenkreuzungen erheblich zerstört. I m ukrainischen Raum wurden auf dem Flug­platz Luck elf Flugzeuge am Boden zerstört, zwei in der Luft abgeschossen. Heber Brody sind acht polnische Flugzeuge nach kurzem Kamps brennend zum Absturz gebracht, drei Flugzeuge am Boden vernichtet worden. Weitere sieben polnische Flug­zeuge sind bei den Operationen des Heeres unver­sehrt in unsere Hände gefallen. Damit hat der Geg­ner am Freitag 31 Flugzeuge, und zwar hauptsäch­lich Jäger, verloren. Die an sich schon geringe feind­liche Jagdabwehr ist dadurch weiterhin erheblich geschwächt worden.

Moskau, 16. Sept. (DNB. Funkspruch.) Wie eine amtliche Verlautbarung bestätigt, ist am gestrigen Tage von dem sowjetrussischen Außen­kommissar Molotow und dem japanischen Bot­schafter in Moskau, Togo, ein Abkommen unter­zeichnet worden, das den heftigen und mehrere Mo­nate lang andauernden G r e n z k o n f li k t an der Grenze zwischen der äußeren Mongolei und Mandschukuo ein Ende setzt. Das Ab­kommen hat folgenden Wortlaut:

3n der in den letzten Tagen stattgefundenen Besprechung zwischen dem japanischen Botschafter in Moskau, Togo, und dem Auhenkommissar Molotow find beide Seiten, d. h. die japanisch- mandschurische und die sowjet-mongolische zu folgen­der Vereinbarung gekommen:

1. Die japanisch-mandschurischen Truppen und die sowjetisch-mongolischen Truppen stellen am 16. September um 2 Uhr nach Moskauer Zeit jegliche Kriegshandlungen ein.

2. Die japanisch-mandschurischen Truppen und die sowjetisch-mongolischen Truppen bleiben auf dem von ihnen am 5. September um 13 Uhr nach Moskauer Zeit eingenommenen Linien.

3. Vertreter der Gruppen beider Seiten schreiten an Ort und Stelle unverzüglich zur Ausführung der Punkte 1 und 2 des gegenwärtigen Abkommens.

4. Die Gefangenen und Toten beider Seiten werden ausgetauscht, was die Ver­treter der Gruppen beider Seiten an Ort und Stelle unverzüglich vereinbaren und sofort zur Aus-

15 Sept. (DNB.) Generalfeldmarschall G o ° r i n q begab sich am Freitagvormittag in seinem Flugzeug zu den Frontflugplätzen im Raume der in Galizien kämpfenden Südarmee. Er über­zeugte sich von der durchschlagenden und verheeren­den Wirkung der Bombenangriffe auf die polni­schen Flugplätze und besichtigte eingehend das zum Teil bis zur Unkenntlichkeit zerstörte polnische Flug- zeuqmaterial und die Flugzeughallen. $er®enerab seldmarschall gab an Ort und Stelle Richtlinien für die Wiederinstandsetzung der zerstörten Flug­platzanlagen und erteilte der Luftflotte 4

I für den weiteren Einsatz der ihr unterstellten

Gegen britisches piraientnm.

England hat es bereits in den ersten Tagen des Kriegszustandes deutlich gemacht, daß es beabsichtigt, mit den gleichen völkerrechtswidrigen Mitteln wie im Weltkrieg den Wirtschaftskrieg gegen Deutschland zu führen. Dazu gehören einmal die Fern-Blockade und zum andern die rücksichtslose Ausdehnung des Begriffs der Konterbande auch auf Waren, die nicht unmittelbar der Kriegführung dienen. Die Blockade ist eine Kriegsmaßnahme, die in der Absperrung der feindlichen Küsten besteht. Die Lon­doner Seerechtsdeklaration vom 26. Februar 1909, die zwar nicht ratifiziert worden ist, aber als Norm internationale Geltung erlangt hat, beschränkt die Blockade auf feindliche oder vom Feinde besetzte Häfen und Küsten, erlaubt aber nicht, die Sperre auch über neutrale Häsen und Küsten zu verhängen, auch wenn diese für die Verproviantierung des Gegners von Bedeutung sein sollten. Um rechtlich wirksam zu sein, muß die Blockade tatsächlich wirk­sam sein, die feindliche Kriegsflotte muß also tat­sächlich in der Lage sein, den Zugang zu den Häfen und Küsten des Gegners zu sperren. Ferner setzte die Londoner Seerechtsdeklaration in Uebereinstim- mung mit der Pariser Deklaration von 1856 aus­drücklich fest, daß die Beschlagnahme der Ladung eines Schiffes sich nicht rechtfertigen lasse, wenn sich das Schiff auf der Fahrt nach einem nicht blockier­ten Hafen befand, gleichgültig wohin ober für wen späterhin Schiff ober Labung bestimmt sein mögen. Beide Grundsätze widersprachen strickt der von Eng­land im Weltkrieg gegen das Deutsche Reich ein­geleitetenFern-Blockade", mit der sich England einen Freibrief für seine rücksichtslose Seeräuberei gegen die gesamte neutrale Handelsschiffahrt aus­stellte. Das gleiche will es nun wiederholen, obwohl es heute so wenig wie 1914 in der Lage ist, eine tatsächlich wirksame" Blockade der deutschen Küsten auszuüben, wie es die beiden Seerechtsdeklarationen von 1856 und 1909 als Voraussetzung für eine recht­liche Wirksamkeit bezeichnen, ober den Grundsatz der Lokalisierung der Blockade zu achten gewillt ist.

Auf der gleichen Ebene brutaler Verhöhnung aller Grundsätze des Völkerrechts liegt die soeben von England bekanntgegebene Liste der Waren, die England als Konterbande betrachten wird. Die Londoner Seerechtsdeklaration begreift unter Kon­terbande alle Gegenstände und Stoffe, die für die Kriegführung Verwendung finden können. Sie un­terscheidet zwischen absoluter Konterbande (Waf­fen, Munition, militärische Ausrüstungsgegenstände, Uniformen, Werkzeuge zur Anfertigung von Krieas- materiaO und relativer Konterbande wie b ensmittel, Vieh futter, für militärische Zwecke ge­eignete Kleidungsstücke, Stoffe und Schuhwerk, Gold und Silber, Verkehrs- und Nachrichtenmaterial, Brennstoffe, Schmiermittel u. a. Absolute Konter­bande unterliegt der Beschlagnahme, wenn sie für das feindliche Gebiet beftimmt ist, gleichgültig ob das Schiff für einen neutralen Hafen bestimmt ist und die Ware späterhin auf dem Landweg weiter­befördert werden soll. Relative Konterbande indes­sen unterliegt nur bann der Beschlagnahme, wenn die Ware ausdrücklich für den Gebrauch der feind­lichen Streitmacht bestimmt ist ober die Sendung an Verwaltungsstellen des feindlichen Staates ge­richtet ist, ausgenommen wenn die Ware offensicht­lich nicht für den derzeitigen Krieg benutzt werden kann. Relative Konterbande unterliegt auch nur auf einem Schiff der Beschlagnahme, bas sich auf ber Fahrt nach einem feindlichen Hafen befindet, sie kann also nicht beschlagnahmt werden, wenn sie

przemysl und Bialystok genommen.

Oer Ring bei Kutno verengt. - 8000 Gefangene und 126 Geschütze bei Warschau erbeutet

15. Sept (DNB ) polnischen Widerstand an der ©übfront in unauf- ' haltsarnern Vormarsch zertrümmern.

In ber Nähe von Jaroslaw nördlich von Przmysl landen wir. Nachdem es ein wenig ge­regnet hatte, ist jetzt wieder prächtiges Wetter, und so sind unsere vorrückenden Truppen nicht mehr vom Staub gehindert. Die Stimmung ber Divi­sionen, die hier eingesetzt sind, ist hervorragend. Es sind ost märkische Truppen, die hier mar­schieren. Sie haben ungeheuere Marschleistungen hinter sich- Seit 14 Tagen hatten sie keine Ruhe. Sie lassen dem Feind auch nicht eine Stunde Zeit, sich wieder zu sammeln. Sie marschieren und mar-

führung bringen.

Außerdem wurde in den Besprechungen zwischen Togo und Molotow eine Vereinbarung darüber erzielt, daß zum Zwecke der Festlegung der Grenzen zwischen der äußeren Mongolei ______ _ . , ,

und Mandschukuo im Gebiete des kürzlichen Kon- Uebereinkommen zu begrüßen.

anderen Frontverbänden, deren Korn-

mandeure und Slasselsührer ber Generalseid oer ma)1 UU1 ll;llcu,

marschall im Namen des Führers mit Eisernen (Zeneralfelbmarschall ein tiefes und unvergeßliches kreuzen auszeichnete, sprach der Generatfeld- i Erlebnis war. Anschließend begab sich der Feld- marschall insbesondere den Männern der bis- > marschall zum Dortrag ins Hauptquartier her erfolgreichsten, von Hauptmann Genhen >des Führers.