Ausgabe 
15.4.1939
 
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Watzenborn-Steinberg, 1-1. April.

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«Sonderzug zum Appell der politischen Leiter in Butzbach.

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Nun will der Lenz uns grüßen!

Jungmädel fingen, musizieren und spielen 16. April im neuen Studentenheim.

Wir laden hierzu alle Eltern recht herzlich Unser Elternabend soll ganz unter dem Zeichen

1/10 12 bis 15, Tomaten, kg 45 bis 50, Zwiebeln 15 bis 16, Schwarzwurzeln 40 bis 50, Rhabarber 32 bis 35, Kartoffeln, kg 5 bis 8 Pf-, 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,30 bis 3,90 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Nüsse, Yi kg 40 Pf., Blumenkohl, das Stück 35 bis 50 Pf., Salat 25 bis 40, Salatgurken 50 bis 70 Pf., Lauch 5 bis 15, Rettich, alte 10 bis 15, neue, das Bündel 40, Sellerie, das Stück 25 bis 60, 7i kg 50 bis 55, Radieschen, das Bündel 15 bis 20 Pf.

ergeben sich mancherlei Schwierigkeiten und Ver­wicklungen, von denen selbst ein Liebespaar nicht unberührt bleibt. Diese Disharmonien, die sich aus den verschiedenen Lebensauffassungen ergeben, sind aber nicht so breit ausgesponnen, daß die muntere Fröhlichkeit, die den Ton bestimmt, dadurch gestört, wäre.

Die Wiedergabe der Komödie geschah mit viel Geschick und Liebe. Die Regie führte Willi H a i ° b e l. Tüchtige Darsteller verhalfen dem Stücke aum Erfolg. Will Haibel selbst gab den Manöversepp mit unnachahmlichem bäuerlichem Stil, der durch die Mundart besonders wirklichkeitsnahe wurde. Franz Vogel gab den Kreithofbauern mit dem Herzen auf dem rechten Fleck. Emil Bauer- Dorn hatte als Sohn des Kreithösers eine dank­bare ernstere Rolle. Viktor v. Ianko war sich als Alois Utz auf eine überzeugende Art selbst zuwider. Auch der Berliner Franz Grundl gefiel sehr gut. In den weiblichen Rollen zeichneten sich Jenny D r e- h e r als Bäuerin Rest und Emmy Winkler- Schoch als Frau Utz aus. Das ganze Stück, lebensnah und kraftvoll in feinem Inhalt, wie auch in feiner Wiedergabe, wurde sehr dankbar ausge­nommen.

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ger", Jungen und Mädels, nahmen die vorderen Stuhlreihen ein, während die Eltern hinter diesen Platz nahmen.

Mit dem LiedeAuf, hebt unsere Fahnen in den frischen Morgenwind" wurde die Feierstunde ein­geleitet, dem ein Vorpsruch einer kleinen Schülerin folgte. Sodann wandte sich der Leiter der Schule, Rektor Müller, mit einer Ansprache an die Eltern und die Kinder und wies auf die Bedeutung eines solchen Tages hin. Mit diesem Tage beginne für jedes Kind ein neues Leben. Mit dem Eintritt in die Schule werde das Kind in eine größere Gemeinschaft eingereiht, es müsse sich an eine an­dere Umgebung und Ordnung gewöhnen. Gleich­zeitig werde das Erziehungswerk von den Lehrern und Lehrerinnen mit übernommen und dem Kinde geistig das mit auf den Weg gegeben, was es für sein späteres Leben brauche. Er ermahnte die Eltern, während der gesamten Schulzeit des Kindes stets in engster Fühlung mit der Schule zu bleiben, denn nur durch engste Zusammenarbeit von Schule und Elternhaus und vollstes Vertrauen der Eltern zur Schule und den Erziehern könne die beiderseitige Arbeit von Erfolg gekrönt sein. Durch herzliche Worte an die Kinder nahm der Rektor ihnen voll­ends die etwa noch vorhandene Angst vor der Schule, und er betonte, daß neben der Arbeit auch Lust und Freude zu ihrem Recht kämen.

Diese Freude hielt nun ihren Einzug bei groß und klein durch das Spiel vomKasperl und seine Grethe". Das Spiel, ausgeführt von Mädels des Fröstel-Seminars, zeigte den Kleinen, was die arme Grethe durch Unreinlichkeit der Zähne für Schmer­zen aushalten mußte, und löste die größte Heiter­keit aus, als Doktor Eifenbarch all die Schmerzens-

teufelchen aus ihrem wehen Zahn holte und sie von ihren' Schmerzen'befreite.

In seinen Schlußworten dankte Rektor Müller allen denen, die sich für diese Aufnahmefeierstunde zur Verfügung stellten, und betonte, daß das Fröbel- Seminar mit dem lustigen Kasperlspiel die letzte Arbeit für seine seitherigen Schützlinge, zugleich aber auch die erste für deren Schulanfang geleistet habe.

Die Feierstunde wurde sodann in der üblichen Weise geschlossen.

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* G i e ß e n , 15. April. Auf dem heutigen Wochen, markt kosteten: Markenbutter, kg 1,60 Mark, Matte 25 bis 50 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Eier, Klasse S 11, A 107, B 10, C 9%, D 87i, Weißkraut, % kg 14 bis 15, Rotkraut 18 bis 20, gelbe Rüben 15 bis 16, Spinat 20 bis 25, 1 kg 35, Ünterkohlrabi 8 bis 10, Grünkohl 25, Feldsalat,

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Saale der Volkshalle zu Watzenborn-Steinberg, der bis auf den letzten Platz gefüllt war, die Komödie i Der Manöversepp" von Hans Neumayer zur Auf- führung. Das vollbesetzte Haus war nicht nur ein ' Zeichen der Beliebtheit der Dreherbühne, sondern : auch des Gemeinschaftsgeistes der SA. Dies brachte auch Standartenführer Lutter in seinen Begrü- 1 ßungsworten zum Ausdruck.

Was nun die Aufführung selbst angeht (die durch Militärmärsche des SA.-Musikzuges der Standarte 116 umrahmt war), so handelte es sich um ein Volksstück, das urwüchsigen bayerischen Humor mit einer gesunden, instinktivstcheren Lebenshaltung ver­bindet. Dabei erwächst das Lustspiel aus kraft­vollstem Soldatentum: die drei Frontkameraden, der Paulus Kreitmeier, der Josef Fottner, genannt Manöversepp, und der Franz Grundl bleiben auch im späteren Leben soldatische Menschen und Kame­raden.

Das ist nun der eine Wesenszug dieses Spiels. Der andere ist jene Gegenüberstellung mit den Menschen anderer Gesinnung und Art. Und aus diesen Unterschieden der Gesinnung, aus den Unter­schieden des Wollens und der Lebensauffassungen

Oer Manöversepp."

Gastspiel der Dreherbühne in Watzenborn-Steinberg

werden diesen bei allen Verwandten und Bekannten empfehlen </x r oo , ..

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Frühlings stehen und soll Ausdruck unserer Freude fein, daß nun endlich der Winter dem Lenz weichen mußte. Darum kommt alle und seid mit uns fröhlich!

Professor 0r. med. Koeppe -f.

In Oberschreiberhau (Riesengebirge), wo er im Ruhestand lebte, ist der frühere Direktor der Uni- versitäts-KinderNinik in Gießen, Professor Dr. med. Hans Koeppe, im 73. Lebensjahre nach langer, schwerer Krankheit verstorben.

Professor Dr. Koeppe war am 4. Januar 1867 in Schkeuditz (Provinz Sachsen) geboren. Er stu­dierte von 1885 bis 1890 in Leipzig Naturwissen­schaften und Medizin und promovierte dort am

29. September 1890. Als praktischer Arzt wirkte er dann in Darmstadt. Nack) mehreren längeren Stu­dienreisen ließ er sich am 1. April 1894 als prak­tischer Arzt in Gießen nieder. Hier habilitierte er sich am 25. Juli 1898 für Kinderheilkunde als erster Vertreter dieses Faches an der Universität Gießen. Am 20. Juli 1907 wurde er außerordentlicher Pro­fessor und zugleich Direktor der von ihm begrün­deten Gießener Universitäts-Kinderklinik. Neben seiner Tätigkeit an dieser Klinik bemühte er sich eifrig um die Kinderfürsorge und den Säuglings­und Mutterschutz in Hessen, um die er sich in hohem Maße verdient machte. Im Jahre 1910 wurde er ärztlicher Leiter der Zentrale für Mütter- und Säugkingsfürsorge in Hessen. Im Jahre 1913 wurde er zum ordentlichen Professor ernannt. Zahl­reiche praktische Laboratoriumsarbeiten und eine große Anzahl wissenschaftlicher Arbeiten auf dem Gebiete der Säuglingsfürsorge und der Kinder­heilkunde, auch eine von ihm geschaffene und nach ihm benannte Säuglingsnahrung waren neben seiner Klinikstätigkeit weitere sichtbare Erfolge seiner alle­zeit tatfrohen Arbeit. Am Weltkrieg nahm Pro­fessor Koeppe ebenfalls teil, er erhielt als Aus­zeichnung für seine Kriegsdienste das Eiserne Kreuz, das Hessische Sanitätskreuz am Bande der Tapfer-

keitsmedaille und die Landwehrdienst-Auszeichnung

1. Klasse.

Die Geschichte der Universitäts-Kinderklinik sowie des früheren Säuglingsheims und der damaligen Milchküche der Stadt Gießen kann von großen Ver­diensten Professor Koeppes um diese Einrichtungen berichten. Wenn bereits vor 12 Jahren, anläßlich des 60. Geburtstages Koeppes, darauf hingennesen wurde, daß die Kindersterblichkeit in Gießen und m Hessen stetig, wenn auch langsam sinke, so wur-

Nundfunkprogramm

Sonntag, 16. April.

6 Uhr: Hafenkonzert. 8.10: Römisch-katholische Morgenfeier. 9: Deutsche Meister. Kompositionen von Schubert. Einlage:Heilige Unrast" Manu­skript: Dr. Minster. 9.45: Dichter im Dritten Reich. Wolf Justin Hartmann liest aus seiner neuen Er­zählungDurst". 10: Chorgefang. 10.30: Wie schön ist so ein Feiertag. Frohsinn auf Schallplatten. 11.30: Morgenfeier des Polizei- und ^-Standortes Frankfurt a.M. 12: Musik am Mittag. 13: Das Mikrophon unterwegs. 13.15: Musik am Mittag (Fortsetzung). 14: Für unsere Kinder: Die Prinzes­sin und der Schweinehirt. Ein Märchenspiel von Hans Mahiau. 14.30: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melodien. (Jndustrie-Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 15.15: Volkstum und Heimat. Lausbubenstreiche im Hunsrück uyd in der Eifel." Hörfolge. 16: Musik zur Unterhaltung. 17 bis 17.15: Sportereignisse des Sonntags. Fußball: Schalke 04 gegen Wormatia Worms. 18: Das Bollwerk am Rhein. Hörbild. 19: Schrammelmusik. 19.30: Sport­spiegel des Sonntags. 20: Nachrichten. 20.10: Aus dem Saalbau zu Frankfurt a.M.: Festlicher Musik­abend deutscher und italienischer Jugend. 22: Nach­richten. 22.15: Sportbericht. 22.30 bis 24 Unterhal­tung Lind Tanz.

suchen viele^ denn Kopfschmerzen geboren zu den am häufigsten austretenden Be- schwerden. Meist treten Kovnckmerzen als Begleiterscheinungen anderer Erkran­kungen auf. Oft find die eigentlichen Ursachen: Mangelhafte Verdauung körperliche oder geistige Ueberanftrengungen. Gerade bei diesen Beschwerden hilft Klosterfrau- Melissengeist gut. Dadurch verschwinden Kopfschmerzen und andere Begleiter, scheinungen ost von selbst.

So haben sich schon viele mit Klosterfrau-Melissengeist belKovffckmcrzcn ge- halfen. Frl. Anna Linke, (Bild nebenstehend). o.B.. Leipzig-Mockau. Volbedmg- [trabe 29. berichtet am 17. 2.1939:5d) litt seit vielen Jahren an Koos- und Nervenschmerzen, sodaß ich manchmal nicht wußte, was ich anfangen sollte. Da habe ich Klosterfrau-Melissengeist versucht. Ich fand durch, ihn Linderung und bekam auch wieder Avvetit. Ich kann Klosterfrau-Melissengeist jedem empfehlen.

Frau Berta Gehring. Hausstau. München, Maistr. 22o am 24. 8. 37: ...Bor einigen Monaten kauften wir eine Flasche Klostersrau-Melissengeist. Da mir nun merkten, daß die Wirkung großartig ist, hauptsächlich bei Kopfweh und Schlaf­losigkeit. haben wir uns Klosterfrau-Melissengeist als Hausmittel zugelegt und andten und Bekannten empfehl

den damals schon die besonderen Verdienste Koeppes betont, der durch Belehrung und Beispiel in der Gießener Kinderklinik uüd in medizinischen Gesell­schaften die Grundzüge der richtigen Säuglings­und Kinderbehandlung klarlegte. Unermüdlich war er auch um die gute Aus- und Fortbildung von Säuglings- und Kinderpflegerinnen bemüht, denen er unverdrossen den großen Wissensstoff immer wieder in anderer Form nahezubringen verstand. Im Verkehr mit seinen Keinen Patienten war er allezeit nicht nur Arzt, sondern auch ein liebevoller, warmherziger und väterlich empfindender Mensch, so daß er sich stets rasch die Liebe der Kleinen und das-rückhaltlose Vertrauen der Eltern erwarb. Auch über seinen ärztlichen und klinischen Wirkungskreis hinaus konnte er sich in weiten Bevölkerungs- kreisen ein reiches Maß von Wertschätzung erringen.

'Nach seinem Uebertritt in den Ruhestand ver­legte er wegen seiner Krankheit seinen Wohnort in die stille und kräftigende Berglandschaft des Riesen­gebirges, jedoch fühlte er sich immer mit feiner langjährigen Wirkungsstätte in Gießen eng ver­bunden. Dem Heimgegangenen wird in den Kreisen der Universität, bei seinen früheren Patienten und bei allen, die ihn näher kennenlernen konnten, ein ehrendes Andenken bewahrt werden.

Schüler-Aufnahmen

in der Neuen pestalozzischule.

In der festlich hergerichteten Turnhalle der Neuen Pestalozzischule versammelten sich am gestrigen Frei­tag etwa 50 Abc-Schützen, nachdem bereits am Vortage die schultechnischen Fragen erledigt waren, zu einer eindrucksvollen Feierstunde. DieAnfän-

WM in 276?D Fahrschule Möller Frankfurter Str. 34

Wegen Todesfall ist das

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fannt, daß zu dem Dorappell der Politischen Leiter

in Butzbach am morgigen Sonntag neben dem ö, r.T_.

fahrplanmäßigen Zug um 8.05 Uhr ein Ergän - j Münchener SA.-Bühne brachte gestern im großen zungszug für die Politischen Leiter eingelegt ' '

wird. Dieser Zug nimmt den Anschluß von den Strecken LollarGrünberg, Lich usw. auf.

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