Nr. 88 Drittes Blatt
Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
(5./lb.April 1959
Neue Aufbaumaßnahmen unserer Stadtverwaltung
a n f> > V f
S tad t
i 1
i. M. 6 d * 3ooö
~ Hl
I
H.
feier bekundeten.
Markwardt und Joachim Popelka. 9 Dem Rufe seiner Vaterstadt folgend, schied August
28. Vorstellung. _ . 1Q 1Ihr Gnbc nach Vramm in seinem 45. Lebensjahre als Landrichter Sonntag, 23. April, Anfang 19 Uhr J b juristischen Berufe aus und übernahm am
21.30 Uhr: „Der Vetter aus Dingsda , Operette von aus ^' 18'75' Jal5 Bürgermeister die Leitung und l Am,sg°,chäft° der Stadt Sieben. Mit feinem Dienst.
Wenn Augen versagen Magnus-Brillen tragen!
4 H
Oberbürgermeister Vramm f. — (Aufn.: Privat.)
Am 17. April 1939 sind fünfzig Jahre verflossen seit dem Tage, an welchem der erste Berufs-Bürger- und Oberbürgermeister der Stadt Gießen, August B r a m m, durch ein heimtückisches Leiden mitten ans seinem arbeitsreichen und schaffensfreudigen Leben gerissen und die Stadt Gießen in allgemeine Trauer versetzt wurde, an der damals alle Kreise der Bürgerschaft und die Garnison aufrichtigen Anteil nahmen und dies durch eine erhebende Trauer
antritt erfolgte auch die Einführung der neuen Städteordnung, derzufolge aus dem bisherigen Gemeinderat die Stadtverordneten - Versammlung und aus den Gemeinderatsmitgliedern Stadtverordnete wurden. Letztere — achtzehn an der Zahl, aus welchen einer als Kontrolleur gewählt wurde — und zwei unbesoldete Beigeordnete verteilten sich auf zehn ständige Deputationen oder Kommissionen,»welchen mindestens drei von ihnen zwecks Sonderbearbeitung angehörten. Die bisher von einem Gemeinderatsmitglied erfolgte Führung des Sitzungsprotokolls wurde von Anfang Januar 1875 ab einem besoldeten Schriftführer übertragen. Die Sitzungsprotokolle der Stadtverordneten-Der- sammlung wurden nunmehr auch von dem Bürgermeister, als mitverantwortlichem Leiter der Sitzung, in erster Linie mitunterzeichnet, was in den Vorjahren von dem Vorgänger nie geschehen war. Auch von dem Bürgermeister nunmehr alljährlich aufae- stellte Voranschläge, aus welchen sich die Richtlinien und der Umfang für die von der Stadtverwaltung zu lösenden Aufgaben ergaben, und von ihm selbst bis ins Einzelste mit großem Fleiße und höchster Gewissenhaftigkeit ausgearbeitete Verwaltungsberichte nach Ablauf jeden Jahres, aus welchen man ein übersichtliches Bild von der Gesamtlage der Stadt gewann, gab es vor 1875 nicht. Mit dieser Neueinführung bzw. Reform in der inneren Verwaltung ging Hand in Hand das Streben des Bürgermeisters, seiner Vaterstadt ein anderes, besseres Aeußere zu geben, sie nach und nach von dem ihr noch in vielfacher Hinsicht anhaftenden „dörflichen Charakter" zu befreien und aus ihr, dem fortschreitenden Zeitgeschehen und den steigenden Anforderungen entsprechend, eine Stadt zu machen. So trat er sofort an die schon in den Vorjahren vereinzelt gegebenen Anregungen und aufgestellten, auch teils ausgearbeiteten Projekte heran, welche, um die Bürgerschaft nicht mehr als herkömmlich mit steuerlichen Erhebungen zu belasten, von dem Gemeinderat immer Mieder zurück-
• Halte - v. Umstehe stellen.
© Hafte stellen.
Die Linienführung für die Omnibusse zur Verkehrserschließung des Südviertels. (Reproduktion nach einem Plan des Städtischen Elektrizitätswerkes.)
Vorbildlicher Dienst zum Wohle der Siadi Gießen
Zum Gedächtnis an Gießens ersten Berufs-Bürger- und Oberbürgermeister.
Spielplan des Sladllhealers vom 16. bis 23. April.
9rm Sonntag 16. April, findet im Stadttheater die 13. Morgenveranstaltung statt. Sie bringt Kammermusik, und zwar Dvorak, Streichquartett Ls-ckur ^^end^^das^Gi^ene?S"treichquari^
SÄ SÄ« S2 MM» Die Hrstellunasindet außer Miete statt. Anfang 19 Uhr, Ende 22 Uhr^
Dienstag 18. April, Anfang 20 Uhr, Ende nach 22^Ubr- 'Einen Sommer lang", Lustspiel von Katharina Stoll. Spielleitung Gunter Winkel. Dienstag-Miete 28. Vorstellung.
Freitag 21. April, Anfang 20 Uhr, Ende nach e>e)nc\ nhr- tkrstauftührunq „Meine Schwester und kck" mufUaMchls Lustspiel aon Ralph Benatzky. Spielleitung Gert Buchhelm An zwe, MuAn Amz Markwardt und Joachim Popelka. Freitag -utiere
und um so rascher erledigen.
Es fällt uns auch keine Perle aus der Krone, wenn wir einmal mit unseren Kindern ein Frühlingsspiel im Hof oder auf der Straße spielen. Das ist eine Freude für die Kleinen, und wir selber erleben den Frühlung viel tiefer und reiner, als wenn wir nur vom Fenster aus zuschauen. H.
gestellt worden waren, und schritt zur Ausführung, welche sich aber über seine Amtsdauer hinaus ausdehnte. In erster Linie erfolgte der Durchbruch der Bahnhofstraße, die als Parallelstraße zu dem für den gesteigerten Verkehr schon längst nicht mehr genügenden Seltersweg dringend notwendig war. Hierbei hatte der Bürgermeister, dem die undankbare Aufgabe auferlegt war, mit den Grundbesitzern der für den Ab- und Durchbruch in Frage kommenden Gebäude persönlich zu verhandeln, mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen. Nur in seltenen Fällen kam es zu einer friedlichen Einigung über die Hergabe und den Kaufpreis, meist mußte im Wege des Enteignungsverfahrens in langwierigen Prozessen die Entscheidung herbeigeführt werden. Gleichzeitig erfolgte die Umwandlung der das Stadtinnere in großen Windungen, die nur noch im Hitlerwall ('Ostanlage) zu erkennen sind, umziehenden vier Schooren in gerade, fahrbare Straßen mit schönen, für die Spaziergänger bestimmten, von Lindenbäumen eingefaßten und teils von gärtnerischen Anlagen begleiteten Nebenstraßen, und deren Benennung als Anlagen nach den vier Himmelsrichtungen. Der neben den vier Schooren herlaufende Stadtringgraben, meist Flutgraben, wurde teils mit einer Steinsohle belegt und eingefaßt, teils durch Kanalisierung beseitigt.
Sein Hauptaugenmerk richtete der Bürgermeister auf den Ausbau und die Verbesserung der städtischen Straßen bzw. Gassen, deren unwürdiger Zustand nicht länger duldbar erschien, und, im Zusammenhang damit, auf die sanitären Verhältnisse der Stadt. So wurden zunächst die verkehrsreichen und weiterhin alle neuen Straßen, soweit dies durchführbar war, mit erhöhten gepflasterten Bürgersteigen versehen, die bisher überhaupt gefehlt hatten ober doch wenig zweckmäßig, wie auf dem Seltersweg, mit der Fahrstraße gleich hoch und von ihr durch eine Wasserrinne getrennt waren. Zugleich wurden dis bisherigen, den Abwässern dienenden Straßenrinnen
das Schulgebäude nunmehr zum ersten Male nach zehn Jahren in vollem Ausmaß für den ihm ursprünglich zugedachten Zweck zur Verfügung.
HJ.-Heim wird Anfang 2Hai begonnen.
Nachdem am gestrigen Freitag die Submission für die ganzen Rohbau-Arbeiten zur Errichtung des H I. - H e i m e s am Wartweg, auf der Schönen Aussicht, stattgefunden hat, werden- nun die einge- reichten Angebote geprüft. Voraussichtlich werden die Bauarbeiten für das HJ.-Heim Anfang Mai begonnen werden. Etwa bis zur Jahresmitte hofft man, soweit gekommen zu sein, daß das Richtfest gefeiert werden kann. Den Innenausbau hofft man bis zum Jahresschluß zu vollenden, so daß das HJ.- Heim etwa um die Jahreswende seiner Bestimmung übergeben werden kann.
Zweiter Stall für das EHW.
Anfang dieser Woche ist mit dem Bau zur Errichtung eines zweiten Stalles für die Schweinemästerei des Ernährungs- Hilfswerkes begonnen worden. Das Stallgebäude, das zur Unterbringung von weiteren 180 Schweinen des EHW. dienen soll, wird voraussichtlich bis Ende Juli fertig fein. Unmittelbar anschließend sollen dann alle Nebenarbeiten zur Vollendung der gesamten Schweinemastanlage des EHW. durchgeführt werden, damit diese Einrichtung ihr endgültiges Bild erhält. Nach Fertigstellung des zwei- ten Stalles wird das EHW. in Gießen ständig rund 400Schweine zur Ma st aufstellen können. B.
Aus der Stadt Gießen.
Kinderspiel.
Welche Kraft liegt doch in der Frühlingssonne! Vergessen sind die kalten Tage der letzten Wochen. Der Frühling ist Sieger geblieben. Niemand weiß das sicherer als die Kinder, die nun den ganzen Tag auf der Straße spielen wollen. Niemand soll ihnen ihre Freude nehmen.
Betrachten wir nur einmal die kleinen Kinder am Sandhaufen! Mit welcher Hingabe und Andacht sind sie beim Spiel! Ganz ernste Gesichter machen sie und sind wie versunken in eine andere Welt. Auch die meisten andern Spiele sind ganz unabhängig von der Umwelt, sie sind ohne Ziel und Zweck, nur eben ein Spiel. Es sind Betätigungen unserer Kinder, die nicht gerne stillesitzen mögen. Da drüben laufen zwei Buben auf hohen Stelzen. Von ihrem erhöhten Gesichtspunkt schauen sie stolz selbst auf die Erwachsenen herab. Am Dorfbach aber, da beginnt erst der Hauptreiz des Stelzengehens. Wie schon und abenteuerlich ist es, durch ganz tiefe Stellen zu waten! Und dann kann man so fein durch die Fenster den Leuten in die Stube schauen und die kleinen Mädchen erschrecken!
Und welcher Bub hat eben keine „Klicker" in der Tasche? Ueberall auf den stillen Seitenstraßen, vor den Häusern, in Vorgärten und auf den Spielplätzen werden kleine Löcher mit einem Hölzchen ober einfach mit dem Stiefelabsatz gemacht, unb nun rollen die kleinen Kugeln. Mit welchem Ernst wirb ihr Lauf verfolgt! Und welchen Anteil nehmen bie Zuschauer! Fast bei jedem Spieler paar stehen mehrere Stinber und geben ihren fachmännischen Rat. Selten ist es, baß ein Erwachsener mitreden kann. Er wirb einfach nicht als voll genommen.
Jedes Spiel wirkt belehrend und erziehend. Wir sollen deshalb nicht eingreifen und womöglich Ratschläge geben. Die Kinder wissen das viel besser. Ge- raöe bei den Gemeinschastsspielen entwickelt sich der Sinn für Geschicklichkeit, aber auch für Kamerab- schaft und Unterordnung. Alle Kinder haben ein großes Gefühl für Gerechtigkeit und Wahrheit. Sie schließen jeden aus, der unehrlich spielt.
Was die Kinder aber kaum wissen und auch nicht zu wissen brauchen, das ist die große Bedeutung des Spieles für den kindlichen Körper, der — jetzt nach dem langen Stubensitzen — eine starke Umstellung durchwacht. Durch die vielen Bewegungen bei Lauf unb Spiel wirb der Körper zu erhöhtem Stoffumsatz angeregt. Das Blut kreist schneller, und die Atmung wirb tiefer. Schon aus diesem Grunde sollten wir unsere Kinder in diesen ersten Frühlingstagen recht oft und recht lange auf der Straße lassen, oa- mit sie ihren Spielen nachgehen können.
Schwächliche Kinder aber dürfen diese ersten Früh- Ungsspiele nicht im lieber maß genießen. Sie werben sonst gar zu leicht mübe und auch empfänglich für Erkältungskrankheiten. So weit es also geht, müssen wir hier die Zügel in die Hand nehmen und — ohne daß es die Kinder merken — bei Zeiten etwas bremsen.
Gesunde Kinder aber sollen wir beim Spiel nur abrufen, wenn es unbedingt nötig ist, und auch dann noch müssen mir Rücksicht darauf nehmen, ob bas Spiel beendet ist oder nicht. Einer oft gehörten Bitte der Kinder, nur noch einige Minuten zu warten, bis das Spiel fertig ist, sollen wir — wenn es möglich ist — recht weitherzig entgegen kommen. Das frohe Leuchten der Kinderaugen wirb dann nicht verschwinden, und sie werben die kleinen Dienstleistungen, für die wir sie brauchen, um so lieber
Lin neuer Abschnitt im Wohnungsbau.
Trotz der regen Wohnungsbautätigkeit in den letzten Jahren, die namentlich unter der starken Initiative der Stadtverwaltung entfaltet wurde, besteht in unserer Stadt.immer noch ein Mangel von rund 1000 Drei- unb Vier-Zimmer-Wohnungen. Um dieser Knappheit an Wohnraum mittlerer Größe weiter entgegenzuwirken, hat Oberbürgermeister Ritter die Inangriffnahme eines neuen Woh- nungsbauabschnitts vorbereitet. Die neuen Wohnungsbauten sollen von der Gemeinnützigen Wohnungsbau G. m. b. H. durchgeführt werden. Einzelheiten übr das neue Bauprogramm sind heute noch nicht festgelegt, aber in Kürze zu erwarten.
Fröbelseminar unb Aliceschule von der Stabt übernommen.
Mit Wirkung vom 1. April 1939 ab sind die Aliceschule und das F r ö b e l s e m i n a r aus der Verwaltung des Aliceschulvereins in die ausschließliche Verwaltung durch die Stadt übergegangen. Beide Schulen werden nunmehr als städtische Einrichtung fortgeführt und den Er- forberniffen entsprechenb gestaltet werden. Als künftige Wirkungsstätte beider Einrichtungen ist die Alte Pestalozzischule am Werner-Wall bestimmt worben, wohin der Unterrichtsbetrieb nach Vornahme einiger Jnnen-Umbauten in der Alten Pestalozzischule verlegt werden wird. Die Haus- haltsschule des bisherigen Aliceschulvereins wird fernerhin in dem jetzigen Haufe in der Stein- straße bleiben, da sie ja auch bei dieser Unterbringung in engem räumlichen Zusammenhang, nur durch einen kurzen Weg quer über den Werner- wall hinweg, mit den übrigen Schuleinrichtungen bleibt. Ferner wird die jetzt im ßiebigbau (Alte Klinik) untergebrachte Berufsschule in das Gebäude der Alten Pestalozzischule verlegt werben, dagegen wirb die Maschinenbauschule vorerst noch weiter im Liebigbau verbleiben.
Umbauten in bet Heuen pestalozzischule.
Nachdem bas Gebäube der Alten Pestalozzischule eine anbere Bestimmung erhalten hat, mußte ber Schulbetrieb von bort teilweise mit nach ber Neuen Pestalozzischule verlegt werden. Um in diesem Schulhaus im Eichgärtengelänbe alle erforberlidjen Raummöglichkeiten zu schaffen, sinb im Verlaufe der letzten Wochen durch Jnnenumbau
bie vor einigen Jahren wegen anbermeitiger Benutzung bes Gebäubes geschaffenen Einbauten wieher beseitigt worben. Damit wurde ber ursprüngliche bauliche Zustand wieder hergestellt, b. h. durch Versetzen von Zwischenwänden mürben neue unb größere Schulräume geschaffen, ba sich bie Ansprüche hinsichtlich der Raumgröße gegenüber der Zeit der Erbauung der Schule (1929/30) wesentlich geändert haben. Nach Abschluß dieser Jnnen-Umbauten steht
Dornotizen.
Tageskalenber für Samstag.
Stadttheater: 20 bis nach 22 Uhr „Flitterwochen". — Gloria-Palast (Seltersweg): „Hotel Sacher" — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Heidi ;. ©Jwj’öor- stellung 23 Uhr „Rasputin". — Oberhesstscher Kunstverein: 17 bis 18 Uhr Ausstellung hiesiger Künstler im Turmhaus am Brand. — Kameradschaft ehern. 116er: 20.15 Uhr, „Zum Auerhahn , Kamerad- schafts-Appell.
Tageskalenber für Sonntag.
Stabttheater: 11.30 bis 12.30 Uhr Mvrgen-Deran- ftaltung .Kammermusik"; 19 bis 22 Uhr „Fanny Elßler^ — Gloria - Palast (Seltersweg): „Hotel Sacker". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „$eibt ; Spat-Vorstellung 23 Uhr „Rasputin — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr ^^Uun9 hiesiger Künstler im Turmhaus am Brand — Schutzenverein Gießen: 9 Uhr Fernwettkarnpf im Kleinkaliberschießen. — Burg Gleiberg: nachmittags unb abends Luftwaffen-Konzert.
Zum lehleu Male„Alittermochen" im Sladllhealer. freute abend zum letzten Male tms. Lustspiel Mttermochen" von Paul Öelmig. Spielleitung: ®lnt« Winkel, Bühnenbild: S arf fe
stellung findet gleichzeitig als den KdF.-Feierabendrmg statt. Anfang zu ugr, Ende nach 22 Uhr.
In dem Bestreben, bem südlichen Stadtteil eine weitere Förderung zuteil werden zu lassen, hat der Leiter unserer Stadtverwaltung, Oberbürgermeister Ritter, die Schäftung einer
Verkehrsverbinbung burch bas Sübviertel mit Anschluß an bie Straßenbahn unb barnit an alle übrigen Stabtteile
ungeordnet. Die neue Verkehrslinie wird voraussichtlich von Ende April ab in Betrieb genommen werden. Zunächst wird der neue Verkehrsdienst von zwei städtischen Omnibussen in einem 10-Minuten-Verkehr im laufenden Gegendienst in beiden Richtungen werktags und Sonntags von 7 bis 20 Uhr durchgeführt werden. Der neue Omnibusverkehr wird den Benutzern die Möglichkeit bieten, am Bahnhof (Nähe Hotel Hopfeld) und am Ludwigsplatz auf die Straßenbahn umzusteigen, ferner an ber Ecke Friedlich st raße/Wartw eg (beim Physiologischen Institut) von einem Omnibus auf den anderen überzusteigen. Die Omnibuslinie wirb in Form eines Kreises burch bas Sübviertel und durch den eigentlichen Wvbtkern betrieben werden. Der Preis siir die Omnibusfahrt ist auf 10 Pf. festgesetzt, beim Umsteigen auf bie Straßenbahn ist ber entsprechende Mehrbetrag für die Benutzung ber Elektrischen nachzuzahlen.
Von Ende April ab wird die Omnibuslinie zunächst versuchsweise in Betrieb gesetzt werben, um vorerst die Frequenz unb damit bas Interesse der Bevölkerung an dieser Linie festzustellen. Falls sich eine ausreichende Benutzung ergibt, soll späterhin, etwa vom Herbst ober vom Winter ab, diese Verkehrslinie durch den Einsatz von weiteren Omnibussen ausgebaut werben unb bamit zugleich für den Stadtteil Klein-Linden eine gute Der- kehrsmöglichkeit bieten. Es liegt also im Interesse aller Volksgenossen im südlichen Stadtteil und in Klein-Linden, von der neuen Derkehrsinöglichkeit fegen Gebrauch zu machen, um deren Fortbestand unb weiteren Ausbau zu erreichen. Die Wünsche nach Schaffung einer guten Fahrverbindung für den südlichen Stadtteil sind schon seit Jahren immer wieder vorgebracht worben, so daß man nunmehr, ba diesen Wünschen in dankenswerter Weise entsprochen wird, von der Bevölkerung aus die Notwendigkeit einer solchen Einrichtung beweisen sollte.
n
e
<-


