Ausgabe 
14.8.1939
 
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WeZreundschastskämpse derSpielzeit1939/46

Badestädter ausgeglichen. 2:1 und als das Ergebnis

Aus her engeren Heimat

Geschlossenheit auf Strecke ging, des Bild. 30 Runden 45 Ki

ilometer galt es zu

fahren. Lange blieb das Feld beisammen. Bis zur

Wirtschaft

Die Blau-Weißen kamen gestern in Bad-Nauheim zu einem ansprechenden Ergebnis. Die Spielstärke der Kurstädter ist zur Genüge bekannt. Umsomehr verdient das Unentschieden der Blau-Weißen Be­achtung, da sie gegenüber den Gastgebern auch noch mit mehrfachem Ersatz antreten mußten.

Abwechslungsreiche Angriffe brachten bald dem einen, bald dem andern, gewisse Feldvorteile. Etwa 15 Minuten nach Beginn stand das Spiel 1:0 für 1900 durch einen Strafstoß durch Rensing. Lange dauerte dieser Zustand aber nicht, da hatten die

Wenig später hieß es

dem Platzwechsel jedoch bald wieder die Oberhand und verhalf Kassel mit dem Ergebnis 31:22 zum Sieg und damit zur Gaumeisterschaft.

Das Entscheidungsspiel um den zweiten und drit­ten Platz gewann Tv. 1846 Gießen 51:29 (31:14) überlegen gegen Tv. Wasenberg, der ganz unsicher spielte und merklich schlechter war als im ersten Spiel.

____Ergebnis bei der Pause 3:1 lautete, gab es nicht wenige, die erneut auf einen hohen Sieg tippten. Eine Umstellung bei den Blau-Weißen brachte jedoch eine schnelle Wendung. Bei einem guten Angriff war es Koch, der die Differenz auf 3:2 verkürzte und Krämer blieb es vorbehalten, durch einen plazierten Kopfball, dem schönsten Tor des Tages, den Ausgleich zu erzielen, an dem selbst die größten Anstrengungen nichts mehr ändern

Abe Jenkins fährt neue Weltrekorde.

Sechs neue Auto-Weltrekorde stellte Abe Jen, fins am Ufer des Salzsees bei Bonneville (USA.) auf, und zwar über 50 und 1000 Meilen, 2000 uni 3000 km sowie 6 und 12 Stunden. Jenkins rash 16 Stunden lang mit einer mittleren Geschwindigkejj von rund 270 km/st über die Strecke.

traten in folgender Aufstellung an: Gotischs Möhl, Kramer, Kraft, Leutheufer III, Lehrmunr, Schlitz, Godglück, Koch, Heß, Mattern. Sofort nct) Spielbeginn griffen die Gießener an und könnt?, das Spiel leicht überlegen gestalten. Es machte fij aber sofort bemerkbar, daß der Sturm der ®riin weißen zu langsam war. Auch das Zusammenspir- ließ zu wünschen übrig. Die Läuferreihe schaff was sie konnte. Nach kurzer Spieldauer machte sich die Gäste frei, und die Gießener Hintermann- schäft hatte harte Arbeit zu verrichten. Sie fti^ aber auf eine Verteidigung, die kaum zu überspiel^ war. Besonders war Kramer wieder in befte; Form. Im Tor stand wieder Gottschalk, wie i} seinen alten Tagen. Mitte der ersten Halbzeit bekan, Gießen an der Strafraumgrenze einen Sttafstoß gesprochen, den Kramer mit unglaublicher Wutz zum Führungstor einschießt. So blieb es bis jun, Wechsel. Nach Halbzeit hatten die Gießener in Jnnenstiirm umgestellt. Heß ging in die Mitte, Godglück auf halblinks, und Koch auf halbrechi-^ Diese Umstellung bewährte sich. Sofort nach An. stoß wurde Heß mit Steilvorlage nach vorn geschickt, die das zweite Tor ergab. Die Grünweißen began­nen, das Spiel überlegen zu gestalten. Nach zel,-, Minuten war es wieder Kramer, der einen roeiterq Strafstoß zum dritten Tor verwandelte. Die Cs ßener spielten von jetzt ab ein sehr gutes Spiel, dadurch mußten Tore fallen. Drei weitere Ion von Heß, Koch und Leutheufer waren die Erfolg recht guter Zusammenarbeit. Kurz vor Spielschlujs errangen die Gäste das verdiente Ehrentor.

L-Klasse-Fahrer das Rennen auf. 27 Mann stellten sich dem Starter. Das starke Feld, das in schönster - |, bot ein begeistern-

Sporfgemänbe Steinbach I Leihgestern I 0:5.

Bei diesem Spiel mußte die Mannschaft bei Sportgemeinde eine schwere Niederlage hinnehme^ Das Spiel begann in flottem Tempo der Gäsle., dem die neu aufgestellte Mannschaft der Sports meinbe nicht gewachsen war. Bis zur Halbzeit kos­ten die Gäste zweimal erfolgreich sein. Nach V Pause stellte Steinbach die Mannschaft um, tonn« aber trotzdem nicht verhindern, daß die Gäste nofo dreimal einsandten. Die Mannschaft der Spottg«- meinde spielte zu unsicher und muß noch fernem wenn sie bei den kommenden Meisterschaftsspielen! eine Rolle spielen will.

ncs Gauspieltages auch die Meisterschaft im Korbball der Frauen durch. Deii Meistertitel er-

Wes Gießener Rundffrelken-Äennen.

Wieder ein schöner Erfolg der Gießener Uadfahrer-Vereinigung.

Bai>-Nauheim-Spielvereinigung4S00 3:3 (31).

konnten.

Bad-Nauheim hat durch Einstellung von Jugend­lichen wieder an Durchschlagskraft gewonnen, die die alten Kämpen Eyrich, Mühlhäuser, Steuler usw. entsprechend einzuteilen wissen.

Bei 1900 in der Aufstellung: Herbst, Jäger, Schäfer, Krämer (Günther), Rensing, Bischoff, Theiß, Gun­ther (Krämer), Kraft, Koch, Heuser kam es erst nach der Umstellung zu einer befriedigenden Leistung.

VfB.-NeichSbahn schlägt DfL. 1860 Marburg 6:1 (1:0).

Die Zuschauer, die am ersten Spielsonntag nach der Sperre auf den Waldsportplatz tarnen, wurden Zeugen eines schönen und schnellen Spieles. Die Gäste aus Marburg stellten eine junge Mannschaft ins Feld, die in dieser Besetzung auch die Ver­bandsspiele bestreiten soll. Besonders ihr Eifer ver­dient hervorgehoben zu werden. Die Gießener, die auf die Spieler der Luftwaffe verzichten müssen,

Männer der NSV. als Erntehelfer.

} Lich, 13. Aug. Heute nachmittag traf Gau­amtsleiter Haug mit rund 50 Mitarbeitern in unserer Stadt ein, um in echt nationalsozialistischer Hilfsbereitschaft den hiesigen Bauern und Land­wirten bei ihren Erntearbeiten zu helfen. Unter Vorantritt der Feuerwehrkapelle marschierten die Helfer zu ihrem Quartier, dem früheren Hey- landschen Anwesen in der Amtsgerichtsstraße, wo sie von Ortsgruppenleiter Kuhn im Namen der Partei und der Stadt begrüßt wurden. Der Redner dankte dem Gauamtsleiter für seine Hilfsbereit­schaft, die ein Zeichen der Verbundenheit von Stadt und Land sei und bestimmt auch von unseren Bauern gewürdigt werde. Die Arbeit beim Bauern ei nicht nur Hilfe für den einzelnen, sondern Dienst am deutschen Volke. Gauamtsleiter Haug dankte und sagte, daß an dieser Stelle für viele Worte kein Platz sei, denn sie seien nach Lich gekommen, um zu arbeiten. Abends wurden die Helfer den jeweiligen Bauern vorgestellt.

Günstiger Finanz- und Vermögensstand des Kreises Alsfeld.

Lpd. Alsfeld, 13.Aug. In einer Beratung des Kreisausschusses des Kreises Alsfeld unter dem Vor­sitz des Landrats Dr. S ch ö n h a l s wurde der Haushaltsplan des K r e i f e s A l s f e l d für das Rechnungsjahr 1939 feftgeftellt. Der Haushalts­plan schließt mit 798 697 RM. ab. Davon entfallen auf die Betriebsrechnung 793 697 RM., auf die

zehnten Runde ereignete sich nichts besonderes. Dann aber zog Noll (Frankfurt a.M.) los, Linnemann (Frankfurt a.M.) schloß )lch an, aber er fiel wieder dem Fell) anheim, wahrend Noll in unermüdlicher, zäher Fahrt allein vor dem Felde blieb, diesen Vorsprung hielt, ihn auf nahezu 400 Meter ausbaute, über nahezu 20 Runden allem den Widerstand auf sich nahm und unangefochten ins Ziel kam. Für die Zuschauer war es eine jrofje Ueberraschung, daß Noll so unangefochten Sieger werden konnte, daß das Feld nicht ernstlich den Versuch machte, ihn einzuholen, daß so gute tfabrer wie Gassenmeyer, Julius Eichhorst, Schramm usw. sich ohne weiteres für geschlagen hielten und kaum den Versuch zu einem Zwischenspurt machten. Immer wieder war es unter den Zuschauern die Frage:Was unternimmt das Feld?" Und es war eine kleine Enttäuschung, als das Feld nichts unternahm! Um das Rennen in den letzten Runden zu beleben, wurde für die fünf letzten Runden eine Punktwertung eingeführt und dadurch etwas Leben in das Rudel gebracht. Nun gab es in der Wil- helmstraße einige Spurts, wenngleich Noll unan­gefochten die Spitze hielt und jeweils als Erster die fünf Punkte kassierte.

50 Runden der A= und 8-Klasse.

Die A- und 8-Klasse-Fahrer, die 50 Runden - 75 Kilometer fuhren, erledigten das Pensum mit Technik und Routine. Runde um Runde wurde von dem zwölf Mann starken Feld zurückgelegt, das eifern zusammenhielt und keinen Ausreitz- versuch, wenn er ernsthaft unternommen worden wäre, zullest. Interessant wurde es tatsächlich erst in den Schlußrunden. Don der drittletzten Runde ab wurde schärfer gefahren, und das Feld zog sich auseinander, ohne daß schon zu sagen gewesen wäre, welcher der Fahrer mit Aussichten in die letzten Runden ging. Die Entscheidung fiel erst auf den 300 Metern der Endspurtstrecke in der Wil- helmstraße. Breuer war es, der einen begei­sternden Spurt antrat, hart verfolgt von Brum- m e r (Darmstadt), und sich mit zwei Längen Vor­sprung ins Ziel brachte. In dichter Gruppe folgten die nächsten fünf Mann. Der scharfe Spurt, der das Rennen entschied, brachte Bewegung in die Zuschauer, und die beiden ersten Fahrer wurden lebhaft gefeiert.

Die Ergebnisse:

Jugendliche auf Tourenrädern (sechs Runden): 1. Gustav Geisse jun., 18 Min.; 2. Hel­mut Ulrich (40 Meter zurück); 3. K. Rugge; 4. G. Herdt; 5. H. Brandel.

Geschäftsradfahrer auf Rädern mit kleinem Vorderrad (fünf Runden): 1. Her­mann Becker, 15,30 Min.; 2. Walter Mellinger, 15,45 Min.; 3. Karl Fiedler, 16,10 Min.; 4. Georg Mais, 5. R. Burger.

E-Klasse (30 Runden): 1. Heinrich Noll, 1883 Frankfurt, 30 Punkte; 2. Hans Neubold, Frankfurt- Sossenheim, 18 Punkte; 3. Heinz Wilhelm, 1883 Frankfurt, 15 Punkte; 4. Hans Reissing, Offenbach- Bürgel, 8 Punkte; 5. Ernst Linnemann, 1883 Frank­furt,' 8 Punkte; 6. Karl Klenz, Offenbach-Bürgel, 5 Punkte; 7. Franz Gassenmeyer, Offenbach- Bürgel; 8. Theo Renz, Offenbach-Bürgel; 9. Karl Gärtner, Frankfurt-Sossenheim; 10. Rudolf Kaiser, 1883 Frankfurt; 11. Hans Lützeler, Bonn; 13. Edu­ard Benedikt, Frankfurt.

A = und 8-Klasse (50 Runden): 1. August Breuer, Köln, 2:07,0 Stunden; 2. W. Brummer, Darmstadt (zwei Längen zurück); 3. Gerhard Bart­kowski, Schweinfurt; 4. Fritz Eichhorst, 1883 Frank­furt a. M.; Karl Hofmann, Braunschweig.

Den Abschluß der erfolgreichen Radsportveranstal­tung bildete die Siegerehrung imBurghof". Den erfolgreichen Fahrern wurden schöne Ehrenpreise zuteil, u. a. wurden auch die Prämien vergeben, die für die verschiedenen Rennen gestiftet worden waren.

Vermögensrechnung 5 000 RM. Zum Ausgleich tat Haushaltsplanes wurde ein Ueberfchuß von 50 M RM. aus dem Rechnungsjahr 1937 mit verwand Infolge Vergrößerung des Kreises Alsfeld imrffi eine Anzahl Gemeinden des aufgelösten Kreis.-! Schotten hat sich die Kreisumlage um rund 64 00) RM. auf 457 000 RM. erhöht- Bei der erheblich gw besserten Wirtschaftslage im Kreise konnten die vor*1- jährigen Umlagesätze beibehalten werden. Der Ii» nanz- und Vermögensstand des Kreises ist günstig.

3um Schutze der LandschoL gegen Rodungswut.

Alsfeld, 13. Aug. Um der Rodungswut im manchen Gegenden und der damit verbundenen Be-- einträchtigung der Landschaft entgegenzuwirken, halt der Landrat des Landkreises Alsfeld mit sofortigen Wirkung eine Polizeiverordnung über dau Verbot der Beseitigung von Bäumen und Hecken in den Gemarkungen des KreisesAl^ seid erlassen. Danach ist es aus Gründen der Lan­deskultur verboten, ohne vorherige Zustimmung bei! Laydrates Bäume und Hecken im freien Feld, b.ty auf Grundstücken, die außerhalb des geschloffenen Ortsbereiches liegen und nicht zum Wald gehören zu beseitigen, insbesondere zu roden, auf den Stöh! zu setzen oder zu beschädigen. Als Beschädigungen gelten auch das Abbrechen von Zweigen, das Veio letzen des Wurzelwerks und jede andere Maßnahm,: die das Wachstum der Bäume oder Hecken noto teilig beeinflußt. Zuwiderhandlungen find untoi Strafe gestellt.

Spreckstunvcn Der wttion- 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. mittag geschloffen. >

auch den Gaumeister im Frauen-Fallstball stellt und nach langen Jahren erstmals wieder den Gau- meister im Faustball der Mäyner, mithin mit drei Mannschaften an den Vorrundenspielen um die Deutschen Meisterschaften teilnehmen wird.

Der Nachmittag brachte-als Abschluß und Höhe­punkt des Gauspieltages die Spiele der Gauklasse um die Gaumeisterschaft der Männer. Es trafen sich die Mannschaften von Tv. 18 4 6 Gießen, E. T. Hessen-Preußen Kassel und Tv. Wasenberg. Das erste Spiel, Tv. 1846 Gießen gegen Tv. Wasenberg, war gleich eine unerwartete Ueberraschung, Tv. 1846 Gießen übernahm erwar­tungsgemäß die Führung. Nach Halbzeit (19:13 für Gießen) entwickelte Wasenberg aber einen außer­ordentlichen Eifer und kämpfte zäh und hart, Punkt für Punkt aufholend, bis zum Gleichstand 36:36 beim Schlußpfiff. Besonders Wasenbergs Schlag­mannschaft hatte sich ins Zeug gelegt und mit einer Reihe gefährlicher Bälle seinen Leinenpartner auf der Gießener Seite wiederholt außer Gefecht ge­setzt. Bei Gießen hätten übrigens einige Fehlan­gaben gut vermieden werden können. Daß der Aus­gang des Spiels keineswegs dem wirklichen Kön­nen der Wasenberger entsprochen hat, das bewie­sen die Ergebnisse des weiteren Spielverlaufs, der Tv. Wasenberg mit Kassel und dann auch nochmals mit Gießen zusammenführte.

Das Treffen E. T. Hessen-Preußen Kassel gegen Wasenberg gewannen die Hessen-Preußen ohne be­sondere Anstrengung in einem Spiel, das span­nende Höhepunkte nicht aufwies 39:25 (20:15). Die Begegnung E. T. Hessen-Preußen mit Tv. 1 8 4 6 Gieß.en mußte die Entscheidung des Tages bringen. Kassel stand mit einer spielerfahre- nen Mannschaft im Felde, die in der Ballaufnahme und im Stellungsspiel wie auch in der taktischen Spielweise dem bisherigen Gaumeister bestimmt überlegen war. lleberragenb in der Mannschaft der Gauhauptstadt ist Siebjer als Mittelspieler, der glänzend die meisten Kampfhandlungen einleitete. Gießens Fünf (Rudi Riexinger, Dr. Karl Pfeffer, Dr. Karl Hofmann, Werner Trapp, Karl Michels) hatte neben guten Mo­menten auch schwache Augenblicke. Das Zuspiel ließ manchmal zu wünschen übrig. Kassel übernahm zu­nächst die Führung, aber Gießen schaffte den Aus-

$inon$« und Zollkassen nehmen Steuergulschetne als Sicherheiten.

Der Reichsfinanzminister hat eine weitere wich­tige Verwertbarkeit der Steuergutscheine eröffnet. Durch Erlaß bestimmt er, daß Steuergutscheine I und II bei den Finanz- und den Zollkassen zum Nennwert zur Leistung von Sicherheiten anzuneh­men sind. Die Oberfinanzpräsidenten werden er­mächtigt, für die Hinterlegung die Gebühren auf den Betrag zu ermäßigen, der von den Depot- stellen für die Aufbewahrung der Steuergutscheine erhoben wird. Der Lauf der Fristen, die für die Inanspruchnahme der Bewertungsfreiheit nach dem neuen Finanzplan vorgeschrieben sind, wird nicht unterbrochen, wenn Steuergutscheine I zur Siche­rung von Steueransprüchen bei einer Finanz- oder Zollkasse oder Depotstelle verwahrt werden.

Neue Frühkartoffel-Erzeugerpreise.

FWD. Nach einer im neuen Verkündungsblatt des Reichsnährstandes erscheinenden Anordnung werden für Speisefrühkartoffeln folgende Erzeugerfestpreise je 50 kg netto ausschließlich Verpackung frachtfrei Empfangsstation festgesetzt: Vom 14. bis 16. August: weiße, rote, blaue Sorten 3,25 RM., runde gelbe Sorten 3,75 RM, lange gelbe Sorten 3,75 RM.; vom 17. bis 19. August: für weiße, rote und blaue Sorten 3, RM., für runde gelbe 3,50 RM., für lange gelbe Sorten 3,50 RM.

Rhein-Mainische Börse.

Uneinheitlich.

Frankfurt a. M., 12. Aug. Die herrschende Zurückhaltung der Kundschaft wies noch keine Locke­rung auf, so daß die Börse am Wochenende noch stiller als an den Vortagen verkehrte, zumal da be­sondere Anregungen nicht vorlagen. Der geringe Ordereingang betraf wieder beide Seiten, wodurch die Kursentwicklung am Aktienmarkt weiter­hin uneinheitlich war, jedoch leichte Rückgänge in

Gauspieltag in Marburg.

Tv. 1846 Gießen verliert den Gaumeistertitel an Kassel.

Das erste Gießener Rundstreckenrennen, das an Stelle eines Bahnradrenneys abgehalten wurde, wurde nicht nur zu einem schönen sportlichen Er­folg, sondern auch zu einem Publikumserfolg. Fast während des ganzen gestrigen Sonntagvormittags fäumten viele hundert Zuschauer die Rundstrecke, die der Schauplatz des Rennens war. Das Rennen war einmal etwas ganz anderes als das, was man bisher in Gießen an Radspartveranstaltungen zu fehen gewohnt war. Da die Strecke nur etwa ein­einhalb Kilometer lang war, verging immer nur eine gute Minute, bis die Fahrer wieder in das Blickfeld des Zuschauers tarnen. Sv bot sich das rassige sportliche und farbenfreudige Bild der Fah­rer immer wieder in kurzen Abständen. Das herr­liche Wetter trug außerdem dazu bei, daß dem Rennen der Erfolg beschieden wurde.

Die Strecke: WilhelmstraßeAulwegRiegelpfad Ludwigstraße stellte erhebliche Anforderungen. Es kam auf gute Kurventechnik an. Schwierig war be­sonders die Kurve AulwegRiegepfad zu ,nehmen, da sich dort die Straße nicht gerade in bester Ver­fassung befand. Auch die Kurve RiegelpftidLud­wigstraße war nicht leicht zu fahren. Dort mußte die Fahrt abgestoppt werden, und dann war immer wieder der steile Berg zu nehmen. Die Wilhelm­straße, wie auch der Riegelpfad gestatteten Tempo. In den Kurven stauten sich die Zuschauer in dichten Massen und folgten dem Rennen mit großer Auf­merksamkeit.

Die Rennen waren wieder gut vorbereitet. Die Radfahrervereinigung hatte alle bewährten Kräfte aufgeboten, die sich auf die Organisation von Rad­rennen verstehen und denen nichts und keine Arbeit zu Diel ist, der Sache des Radsports zu dienen. Kein Wunder, daß es wieder tadellos klappte.

Zuerst: 6 Runden auf Tourenrädern.

Ein Rennen für jugendliche Radfahrer? Es ge­staltete sich sehr unterhaltsam. 8 Mann waren am Start. In forschem Tempo wurde losgezogen, und wenn dann auch in den nächsten Runden etwas weniger wild getreten wurde, so wurde doch ein beachtliches Tempo gehalten, lieber drei Runden blieben die Wettkampfteilnehmer einigermaßen bei­einander. Die Führung wechselte, aber zum Schluß gab es doch einen eindeutigen Sieg. Gustav G e i ß e jr. bekam den bunten Sommerblumenstrauß und fuhr eine Ehrenrunde.

Dann 5 Runden

auf schweren Geschäftsrädern.

Die Ausschreibung des Rennens auf Geschäfts­rädern hatte den Ehrgeiz zahlreicher junger Rad­fahrer herausgefordert. Aber sicherlich haben sie es sich nicht so schwer voraestellt, als es war. Die fünf Runden hatten es in sich. Der Berg Ludwigstraße kostete manchen Schweißtropfen. Die schweren Kästen über dem kleinen Vorderrad, die Ballon­reifen und der schwere Rahmenbau drückten das Tempo herab und forderten doppelten Einsatz der Fahrer. Einige der Teilnehmer standen das Ren­nen nicht durch, sondernstiegen aus". Das Feld fiel auch bald auseinander, nachdem es schon in drei Gruppen gestartet werden mußte. Die Zu­schauer widmeten den jungen Fahrern alle Sym­pathien, und mancher ermunternde Zuruf klang den Fahrern entgegen. Hier war es Hermann Becker, der die fünf Runden (7/2 Kilometer) in 15:30 Mi­nuten zurücklegte und Erster wurde.

Nott (Frankfurt a. M.) Sieger in der L-Klasse.

Kaum waren die Geschäftsräder zur Seite gestellt und den Siegern die Blumensträuße überreicht, bann nahm auch schon die staatliche Schar der

der Mehrzahl waren. Im allgemeinen hielten si-7! die Veränderungen wieder bei Prozentbruchteilc'r. Stärker rückläufig waren aber AEG. auf ü*- (112,50), Zellstoff Waldhof auf 107,25 (108,50) ujit! AG. für Verkehr auf 107,25 (109,75). IG. 5«« ließen nach 75 o. H. höherem Beginn auf etwa UJ (147,75) nach. Montanwerte wurden stark vernaqt- lässigt, konnten sich aber verhältnismäßig behaM ten, Hoesch 105,50 (105,40), Verein. Stahl 9bM (96,75). Außer den schon erwähnten AEG.-AkN^ gaben von Elektropapieren RWE. auf 112,» (113,50), ©esfürel auf 125,50 (126), Felten 138,50 1(139) nach, Thüringer Lieferung 25 v. $)t,,r höht auf 115. Im einzelnen stellten sich u. Reichsbank auf 179,75 (179,40), Daimler auf1,1. (118,75), Westdeutsche Kaufhof auf 95,25 und Heidelberger Zement auf unv. 143.

Das Schlußgeschäft kam früh zum Erliegen, daß dabei noch nennenswerte Veränderungen traten. IG. Farben schloßen fester mit W J 148,25. Bei den erst im Verlaus festgestellten J sen überwogen 0,51-v. H. Rückgänge, werte lagen eine Tönung freundlicher, Nordd. U 47 (46,75). Auch der Einheitsmarkt war unemy lich, 2 v. H. fester lagen Siemens Reiniger nut und Ada-Ada-Schtth gewannen 1 v. H. auf 1*°-

Der Rentenmarkt blieb auf allen äußerst still und war ohne besondere AbweichuiM - Reichsaltbesitz 132,13 (132,10), Reichsbobn-^--

122,90 (122,65), Dekosama I 137 (136,75). W; briefe und Stadtanleihe.n notierten unoerano - ebenso wiesen Industrie-Obligationen nur Abweichungen auf, 5 v. H. Eisenbahn-Renten - jedoch 0,50 v. H. niedriger mit 96. Im Freiverkehr schwankten Steuergutscheine I nacy börslich 98,1598,20 zwischen 9898,10.

Der Freiverkehr blieb still. Tagesg^ weiter erhöht auf 2,75 (2,50). _____.

Ohne Frage ist es der unermüdlichen und ein­satzbereiten Arbeit des hessischen Gauobmanns für die Sommerspiele, Dr. Karl Pfeffer (Gießen) in den letzten Jahren gelungen, das Interesse für die Sommerspiele voranzutreiben und die Leistun­gen erheblich zu steigern. Das erwiesen in aller Deutlichkeit schon die Spiele in den Kreisen und Kreisgruppen und mit noch stärkerem Nachdruck der gestern in Marburg durchgeführte und sehr ein­drucksvoll unter der Leitung des Gauobmanns ver­laufene Gauspieltag des Gaufachamtes Turnen. Da­bei war die Gauführung durch Gaufachwart Her­mann Schäfer (Kassel)' und Universität und Stadt Marburg durch den Direktor des Hochschulinstituts für Leibesübungen, Oberregierungsrat Dr. M ö ck e l- monn vertreten.

Zur ganz besonderen Freude der Spieler war als Vertreter des Neichsfachamtes Turnen auch Reichsfachamtsspielwart Hein (Bremen) erschienen, der. die Tatsache des Aufstiegs der Sommerspiel­arbeit in Hessen mit kameradschaftlichem Dank an Dr. Pfeffer in einer Ansprache besonders unterstrich. Das große Ereignis des Tages war, um es gleich voranzustellen, daß Tv. 1846 Gießen, der in den Jahren 1934, 1935, 1937 und 1938 Faustball-Kau- meister des Hessengaues war, seinen stolzen Titel an E. T. Hessen-Preußen Kassel, den langjährigen Rivalen in der Spitzengruppe, abgeben mußte. Bei schönstem Spielwetter bot die für eine Groß­veranstaltung vorzüglich geeignete Platzanlage des Marburger Universitäts-Sportplatzes den ganzen Tag über das abwechslungsreiche und kampfbetonte Bild, wie es auch die Sommerspiele zu vermitteln vermögen. Zunächst gehörten die Spielfelder den Aelteren. Acht Mannschaften der Altersklasje I (32 bis 40 Jahre) kämpften in zwei Gruppen um den Ausstieg. Tgm. Bad Hornburg und Pol.-Spv. Hanau gingen als Gruppensieger aus den spannenden und zum Teil sehr hochwertigen Kämpfen hervor und behaupteten auch in der Zwischenrunde die ersten Plätze. In der Endrunde siegte Tgd. Bad Homburg über Pol.-Spv. Hanau und wurde damit der Sau- fieger, der den Gau Hessen in der Vorrunde der deutschen Sommerspiel-Meisterschaften zu ver­treten hat. Tgm. Bad Homburg wurde auch Gau­sieger in der Altersklasse II.

Erstmals führte der Gau Hessen im Rahmen sei-

gleich und stellte das Spiel bei Halbzeit 13:12 zu u l u u un uti üiuucii uuihj- -uvn vjicinKnuci ei- seinen Gunsten. Das einheitlich ausgerichtete Kön- rc>.pg T. Hessen-Preußen Kajselt die übriger^1 jien der Kasseler Mannschaft verschaffte sich nach