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lV15.3anuar 1959

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)

M.12 vierter Blatt

Schöne Gemeinschafisräume

Waschanlage in

guten Wasch- und Bade-

Wandmalereien als Schmuck des Gemeinschaftsraumes.

Gemeinschaftsraum mit Bücherschrank und Radio.

dann.

(Fortsetzung folgt!)

schen der Arbeit wirkt. Gute Rundfunk - lieber»

Hausfrauen müssen für Hauswirt- fcbastlicken Nachwuchs foraen.

NSG Die Ausdehnung des weiblichen Pflichte jahres auf alle Mädel unter 25 Jahren, die ooe dem 1. März 1938 noch nicht als Arbeiterinnen oder Angestellte tätig waren und eine solche Be- schäftiffung annehmen wollen, ist von großeck volkswirtschaftlicher Bedeutung und wird sich 'N kurzer Zeit segensreich auswirken Durch die ®r< Weiterung des Pflichtjahres auf Anordnung deÄ Generalfeldmarschalls Göring loll vor allem deck überlasteten Bauersfrau und den kinderreichen Familien in Stadt und Land wirksame Hilfe zue Seite gestellt werden. Jetzt liegt es an den Haus­frauen, sich diese Hilfe zu erwerben, sie anzuleiten und vielleicht für den hauswirtschaftlichen Beruf zu | begeistern.

künstlerische Anlagen ge­ben dem Gesicht des Werksgartens einen be° sonders freundlichen Zug. Teilweise findet man im Rahmen solcher Anlagen auch Plätze zu fröhlichem Gesellschaftsspiel, oder kleine Springbrunnen, deren lustiges Geplätscher entspannend auf die er­holungsbedürftigen Men-

die gleiche Sympathie, wie sie den Berschönerungs- arbeiten entgegengebracht^wlrd.

ftir neue und große Zielsetzungen aufgeschlos- sene Menschen, die vom rechten Geiste der Kame­radschaft auch bei der Ar­beit erfüllt sind, die sich

Ruhepause im schonen Werksgarten. - (Aufn. |5|: Neuner, Gieß. Anz.s

Betriebsgärten, die man in früheren fahren nicht gekannt hat, zum Aufent­halt ein An diesen Ruhe­plätzen finden sie gewis­sermaßen ein Stück ihres Zuhause vor. Gedeckte Tische, zumindest blitz­sauber gescheuerte oder polierte Möbel, schöner Wandschmuck, helle Vor­hänge, Rundfunkapparare usw. lassen einen solchen Gemeinschaftsraum zu einer Stätte der guten Erholung und des Wohl­behagens werden. Man­cherorts wurde auch der Künstler für die Herrich­tung solcher Räume in Anspruch genommen, der entweder in schönen Bil­dern Teile der heimischen

stündlich. Neben der Schönheit wird aber auch der Hygiene bei der Ar­beit und darüber hinaus der Volksgesundheit mit o----- - , ,

einrichtungen und anderen neuzeitlichen sanitären Anlagen gedient, die in steigendem Maße nicht nur in industriellen und öffentlichen Betrieben, sondern auch in Gewerbe- und Handwerksunternehmungen Eingang gefunden haben. Diese Entwicklung verdient

tragungen von Musik oder Vorträgen, teil­weise auch Konzerte im Werksgarten unter dem erquickenden Schatten der Bäume sind Annehmlich­keiten, die das Gemein­schaftsleben an der Stätte der Arbeit mit Schönheit und Freude erfüllen.

Kein Wunder, daß man bei einer derartigen Be­treuung der schaffenden Volksgenossen frohe Ge­sichter und dankbare Ge­sinnung antrisft. Daß sich dies auch auf das Aus­maß ihrer Arbeitsleistung und auf die Qualität ihrer Arbeit förderlich auswirkt, ist selbstver-

keit zum Ausdruck kom- , men zu lgssen. In zahl­reichen Betrieben ist denn , auch die Initiative des AmtesSchönheit der Arbeit" der DAF. nicht nur bereitwillig begrüßt worden, sondern die Be­triebsführer haben '.n I richtiger Erkenntnis der | elementarsten Grundla- j gen des Gemeinschafts­gedankens vielfach aus eigenem Antrieb dafür gesorgt, daß die schaffen­den Volksgenossen auch an den Stätten der Ar­beit einen Abglanz der Schönheit und der Freude des Lebens genießen können.

Wenn in solchen Be­trieben die Männer und Frauen den Kreislauf der Arbeit zur Werk-

einem Lokomotivschuppen der Reichsbahn.

zu vermerken, datz der Kreis di-jer Betriebe und dieser im deutschen Sozialismus handelnden Men­schen immer mehr anwächst, daß Schönheit der Ar­beit jetzt so zum schaffenden deutschen Menschen ge­hört, wie das tägliche Brot zur Nahrung. Weber* diese Entwicklung und die daraus für unsere Volks­gemeinschaft kommenden Segnungen als eines uf die deutsche Zukunft wichtigen und bedeutungsvollen Teiles der nationalsozialistischen Erneuerung können wir uns nur freuen in dem Bewußtsein, daß auch in dieser Hinsicht wertvoller Aufbau zum Besten unserer Nation geleistet wird. B

es geahnt und gefühlt. Du bist immer mein Sor- ! gen?ind gewesen, 2ago! Und jetzt tn ver deutschen Heimat waren meine Gedanken und Sorgen und Wünsche immer um dich herum: laß ihn ^ Deutsch­land die wahre Liebe stnden! Sieh dir meine Enkelkinder an, so lieb ich ste habe; du stehst in ihnen allein das andere Blut Warum? Habe" wir Deutsche nicht im fremden Land unsere Aufgabe aufs beste erfüllt? Dein Vater war ja auch schon in Spanien geboren und hat ttotzdem mich aus Köln hierhergeholt. Je deutscher wir bleiben, um so glücklicher und stärker werden mir sein!

Ich danke dir, Mutter!"

Also ich bin froh, daß es eine Deutsche ist. W.e in deinen Briefen immer wieder U s.aentilch 4er Name kam, der schone Name .Elisabeth Hell- sabr' da stieg ein Ahnen tn mir auf. Und letzt bin ich froh, zu 'wissen, daß diese Ahnung mich nicht betrogen hat, daß sie Gewißheit wurde. Hast du Bilder von ihr da?" , ,

Der Weihnachtsbaum war langst verloschen, als diese Unterredung zu Ende ging.

Und nun brachte der Weihnachtsbaum richtig und wirklich von Elisabeth dasJa" Es war ein so ganz echter weiblicher Brief, geformt und geschenkt aus der Fülle eines Herzens, das nach mancherlei Irrung und Wirrung sich selbst langsam, aber

1 wirklich erkannt hatte. ....

Jago überliefen die klaren, guten, leben Worte wie heiße beglückende Wellen nie gefühlter Seligkeit. Immer war er der Werbende und Gebende gewesen er war ja so herrlich unverwöhnt, und die zu ) tiefst erfühlte erstmalige Gewißheit des Gellebtwer­dens war ihm, dem Liebenden, fast fremd. Er fühlte l sich reicher beschenkt, als er es verdient zu haben

Trebbin!

Selbstverständlich! *

Ja die Weihnachtstage in Madrid waren ool* ler Lärm und Lachen und echter Freude gewesen.

In der ersten Januarwoche sollte der Abschied sein. Aber vorher galt es noch einen Jugendjreuna 3U Don^Tonio Mura ist im Land", sagte Alfonso.

5Zhm zu Ehren veranstalten seine Freunde eirt Stiergefecht mit jungen Stieren seiner Züchtung. Wenn es auch keine große Sache wird, unterhalt­sam wird es auf jeden Fall!"

Wo?" fragte Jago. Mit einem Schlag st an» seine Jugend wieder vor ihm. Lange Ritte durch die endlosen Weiden der Züchtereien, oft von den jungem Stieren, den Novillos, durch weite Strecken gejagt und verfolgt!

Ein Novilloda, ein Kampf der Neulinge* großartig! Und wo?"

In der kleinsten Arena, unten am Manza- nQrcs

Ich bin dabei", sagte Jago,es soll ein Ad- schied sein von Spanien und meiner spanischen:

§er Neujahrstag stieg hell und leuchtend und blankqeputzt aus einer Silvesternacht, die dick Madrider gewohnheitsmäßig mit Trommellarm und Trompetenschmettern verbracht hatten. In den frü­hen Morgenstunden hatten die Stiertreiber die jun» gen Tiere in die finsteren Stallungen der kleinen Arena gebracht ...

Als Jago kommt, schiebt der grauhaarige Erst^ knecht den breitrandigen Hut in den Nacken und hebt die Hand über die alten Augen, als ob ihn die Sonne der Pampas blende:Don Jago! schreit er

Schönheit der Arbeit ist eines der dankens- werten Ziele, dem die Deutsche Arbeitsfront die Tätigkeit eines besonderen Amtes widmet. Mannig­fach sind die Anregungen und Pläne, die 'von die- em Amt zur Erreichung des Schönheitsideals an den Arbeitsstätten der schaffenden deutschen Men­schen bisher gemacht wurden. Schon mit einfachen Mitteln ist auf diesem Gebiete vieles möglich. Zu­nächst gilt es, in allen Teilen für unbedingte Sauberkeit zu sorgen, Gerümpelecken zu beseitigen und künftig zu vermeiden, durch.freundlichen An­strich der Wände dem Raume ein schöneres Gesicht ,u geben, an den Fenstern oder auf geeigneten Stellplätzen innerhalb des RaumesBlumen spre­chen zu lassen", für reichlich Licht und Sonne Zu­gang zu schaffen, ständige Frischluftzufuhr sicher­zustellen, hübsche und zweckmäßige Beleuchtungs­körper in günstiger Stellung zum Arbeitsplatz an­zubringen, für die sonnenreiche Sommerzeit ge­fällige und wirksame Abschirmungen gegen grelles Sonnenlicht einzurichten, auf dem Gebiete der Hygiene alle selbstverständlichen Gesundheitseinrich­tungen zu schaffen und mancherlei anderes mehr

Wo die Raummöglichkeiten vorhanden sind und die Mittel des Betriebes es gestatten, ist der im Ziel weiter gesteckten Arbeit zur Verschönerung des Aufenthalts im Bereiche des täglichen Schaffens freie Bahn zu geben. Wer mit dieser Zielsetzung ans Verbessern herangeht, der dürfte wohl das Be­streben haben, etwas Neues zu schaffen bei dessen Entstehung auch einmal vor größeren Auswendun- aen nicht Halt gemacht wird, um den Geist unserer Aeit auch im Reiche der Arbeit nach bester Mogüch-

Darf ich noch kommen, Mutter?

Der Weihnachtsbaum brannte, deutsche Stim­mung lag im Raum. Die beiden Damen hatten sich von der Heimat erzählt.-Aber eben fuhr der Wagen vor und brachte die tfreunbm nach Hause.

Ich konnte nicht allein sein in dieser Nacht. Komm, Jago. erzähl du mir weiter von Deutsch- land! Leiden sie sehr, die Deutschen?

Jago bemühte sich um Gerechtigkeit. Er genoß nach dem wirbelnden Durcheinander des wechseln­den Geschehens in Berlin die Ruhe der spanischen Heimat und des elterlichen Hauses.

Doch sie leiden, und, Mutter, sie werden leiden. Diele wissen noch nicht, daß diese erregenden Fie- ber zu stunde Ausdruck einer jchweren inneren Er­krankung sind. Am meisten leiden bu Alten. Die ^wend allerdings Er machte eine Pause und sah in die tiefer brennenden Kerzen des Baumes.

" Die Jugend, Jago?" fragte seine Mutter.Ja, erxäbl mir von den jungen Menschen, von der Juaend am Rhein und in Münchens em lunger Ln -nie -,u mutz doch in erster Lime d,e Jugend

Früher als die ordern ^dchleichen.^aber LW im Patio.

zugleich innerlich ver­pflichtetfühlen, ihren Bei­trag zur Schaffung zu­friedener und froher Menschen an der Stätte der Arbeit zu leisten, ha­ben gern die auf dieses Ziel 'ausgerichtete Tätig­keit des AmtesSchönheit der Arbeit" der DAF. ge­fördert, sie sind zum Teil auch aus eigenem Ent­schluß diese Wege gegan­gen schon zu einer Zeit, da es noch nicht so selbst­verständlich war wie heute, derartige Einrichtungen im Rahmen der Betriebe dem schaffenden Men­schen diestbar zu machen.

> Mit Anerkennung ist auch

Landschaft an die Wand feiner Bildhauerkunst zur brachte, oder durch Werke gediegenen Ausgestaltung des Raumes beisteuerte.

fen«L"! sagte Jago und eine leise sungenhaste Röt- stieg in sein männliches W Er suchte na* eine® Möglichkeit der Beichte, aber er emp- s.:< . trsvs

bett) mit der Frühpost des morgigen Tages

Da neigte sich feine Mutter zu ihm herüber und ^ÄHÄeV die Mutter an °st den? Wundervollen teilnehmen zu lassen, was dem dich^ die^L-^be Og/pa^/'hat?^"Wer "rei Söhne zum

'S SM»«««'.

-SKr S.Ä Ä

9 Elisabeth schrieb ihm, daß sie ihren Berus auf- geben wolle.Was solltest Du mit einer Schauspie­lerin machen, und zwei Herren kann man nicht die­nen! Seit ich weiß, daß ich Dich heb habe, weiß ich auch, daß ich den Mut haben werde. Dir zu beich­ten warum ich wieder zur Bühne zuruckging. Es ist keine böse Beichte, aber eine Beichte, die meinem Stolz nicht leicht fallen wird. Du kennst d.e Sor­gen die uns Deutsche alle tn diesen Zeiten bedrän­gen' und bedrücken. Ich will ihnen, diesen Sorgen und Nöten, durch eine Heirat nicht entfliehen. Und

darum laß mich zu meinemJa tue Litte aus­sprechen, daß Du in Deutschland bleiben mögest, daß

$ßSe?r weißt du denn, Mutter?" Ein glückliches Staunen trat in bte Mutter schüttelte

lächMd d-n schneeweitzen Kops -°b°r ich habe

Copyright by Albert Langen/Georg Müller, München.

31. Fortsetzung. (Nachdruck v-rbot°nl.

In b$n Klubgebäuden an der Calle d- ^Al^ hallte em fröhlicher Lärm durch die f , e(baltonö teten Säle. Die Tür des großen Mitttlvai stand auf. Die Damen zogen d fröblid) den

Schulter und schauten froftelnb, jQrmenö die

vielen Menschen zu, die singend und lärmen Hauptstraße auf und nieder ^en- b Mut- Oliva - die Frau Alfonsoi Iranern |d)n)ard ter von vier Kindern- Oliva, a) Andalusien, und braunhäutig, als stamme sie aus 2ino schob ihren Arm unter h h,n au3 dir

Schon wieder gefühlvoll? &e Wn wahrhaftig einen ganzen D-uIlch n S finde

Nicht ganz, Oliva, dich und oeme

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mit euch auch in dieser N ch .-teQen die ein

"Ä l.»...;

frühen ^ohrhunderte o 9 dem hohen Adel, Ä»* - "

ÄÄVSSVä und nun denke an deine nett (uftiaen

und komm und laß uns 4 in diesem

Nesellschast!" Wceme, Kmdl'ches ,^te

Ä ^h^e^sL'deutschen Empfinden^

Deine Geschäfte Dir es möglich machen, mit mir tn Deutschland und für Deutschland zu arbeiten. Ist das zuviel verlangt, Liebster?"

Ob das zuviel verlangt war?

Ach Gott, Elisabeth! Am liebsten hatte Jago so­fort mit der Mutter und Alfonso eine große geschäft­liche Besprechung abgehalten. ^Idstverstandlich mußte ihr Wunsch erfüllt werden, ftlbstverstandltch würden sie einen Teil des Jahres m Plohne woh­nen, und er würde seine junge schöne Frau über den Schweriner See rudern, höchsteigenhandig nach

MWMM.AWE

Roman von Hubert Rauffe.

pause oder zur Feier­stunde unterbrechen, so werden sie sich vor­kommen wie ein Mensch, der zu festlich-frohem Tun schreitet. Da laben Gemeinschaftsräume oder

;9 Guter Lesestoff in Ge­

stalt "von Büchern ober Zeitschriften steht ben werktätigen Männern und Frauen zur Lektüre ä in ber Ruhezeit greifbar

im Bücherschrank ober im Zeitschriftenfach zur Ver­fügung. Daneben bietet der Werksgarten Gele­genheit zum Ausruhen unb zu erquickenbem Spaziergang in der fri­schen Luft inmitten von Blumen und Bäumen, nachdem man vorher manche Stunde bei an­gestrengter Sitzarbeit zu­gebracht hat. Prächtige Blumenbeete und garten-

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