Ausgabe 
13.7.1939
 
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Verletzung.

Aus -er engeren Heimat

Der Mörder Franke zum Tode verurteilt

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Furcht befallen, entdeckt zu werden, habe er be­schlossen, Frankfurt zu verlassen und habe bei einer Fahrt nach Mainz gelesen, daß der von ihm er­mordete Engelhardt als vermißt von der Polizei gemeldete worden war. Von einem inneren Drange befallen, nach Dörnigheim zurückzukehren und nach­zusehen, was sich mit der Leiche Engelhardts ereig­net habe, sei er am 28. Juni nach der Fundstelle der Leiche zurückgekehrt und dort in die Hände der Po­

lizei gefallen.

lieber die Persönlichkeit des Angeklagten wurde festgestellt, daß er seine Jugend in der Fürsorge­erziehungsanstalt in Wabern verbrachte und öfters straffällig geworden war. Als er im März 1939 aus dem Gefängnis entlassen wurde, trieb er sich in der Umgebung von Frankfurt umher und fristete sein Dasein aus den Erlösen für Diebesgut einer von ihm geführten Aukoräuberbande und von dem (Selbe, das ihm sein strafbarer Verkehr mit Männern ein­brachte.

Der Sachverständige Professor Dr. Hey (Frank­furt a. M.) hat festgestellt, daß der Tod Engelhardts als Folge der ihm zugefügten Schläge eingetreten sei. Daß Engelhardt beim Niederlegen in das Klee­feld noch gestöhnt habe, könne als Tatsache ange­nommen werden. Der Angeklagte sei der Typ einer asozialen Persönlichkeit. Keine Spur einer geistigen Minderwertigkeit sei festzustellen, Franke sei daher für seine Tat voll verantwortlich.

Der Vertreter der Anklage, Staatsanwalt Cor­dier, erklärte in seinen Ausführungen, daß eine Straftat zur Aburteilung stehe, wie eine solche weder vor dem Oberlandesgericht in Kassel, noch vor dem in Frankfurt a. M. bisher zur Aburteilung ge­kommen sei. Es handele sich um ein Verbrechen, des­sen Aburteilung unter das Autofallengesetz vom Juli 1938 falle.

Das Sondergericht kam nach dreiviertelstündiger Beratung zu folgendem Urteilsspruch. Der Ange­klagte Kurt Franke wird wegen räuberischen Stellens einer Autofalle m Tateinheit mit Mord , und schwerem Raub zum Tode verurteilt. Die bürgerlichen Ehrenrechte werden ihm auf Lebenszeit aberkannt. Die Mordwaffe wird eingezogen.

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,'mfriedenheit mit den gezeigten Leistungen zum Ausdruck. Er hob besonders den großen Elfer, die Schlagfertigkeit und Disziplin sowie den Kamerad- ichastsgeist der Wehr hervor und wünschte, daß die ! reiwilliae Feuerwehr Großen-Linden unter der be- ährten Führung des Hauptbrandmeisters Velten euch in Zukunft allen Anforderungen so gewachsen Än möge, wie es diese Hebung gezeigt habe. Bür- aermeifter Michel dankte den Kameraden für Dte tatkräftig geleistete Arbeit.

Gröhes Bauvorhaben in Niddü.

LPD. Nidda, 12. Juli. In Nidda ist ein grö- eresBauvorhaben geplant, das sich auf die Erstellung von zunächst 15 0 Wohnungen für icu nach Nidda ziehende Einwohner erstreckt. Als Bauplatz kommt ein Gelände zwischen der Bahnstrecke ach Gießen und der Landstraße nach Hungen in Frage; es werden überwiegend Reihenhäuser mit mehreren Wohnungen errichtet. Die Arbeiten sollen b beschleunigt werden, daß ein Teil der Bauten noch ii or Winter unter Dach kommt.

getragen.

Gute Versorgung mit Frühkartoffeln.

Fwd. Nachdem nunmehr deutsche Frühkartoffeln in allen Teilen des Reiches die Hauptversorgung bilden, konnten die ausländischen Zufuhren wesent-

L. W., H. A. und W. M., alle drei in Gießen, ten sich wegen Körperverletzung und Beleidi-

Frankfurt o. M, 12. Juli. Es notierten ((Be­treibe je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W 9 213, W 11 215, W 12 216, W 13 217, W 16 220, W 18 222, W 19 224, W 20 226, Rog­gen R 11 179, R 12 180, R 14 182, R 15 183, R 16 185 R17 186, R18 187, R19 189 Großhandels­preise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futterqerste und Futterhafer. Weizenmehl Type 812 W 13 bis W 20 einschl. Kreis Alzey 30,15, W 20 Kreis Worms 30,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Maisbackmehl liegen die Preise 30 Pf. unter den Notierungen. Ro'ggenmehl Type 997 R12 22,45, R15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W 13 10,75, W 16 10,90, W 18 11,00, W 19 11,10, W 20 11,20, Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R 19 12,50, Rog- genvollkleie R19 11,00. Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R 16 10,25, R18 10,40, R19 10,50 Mühlensestpreis ab Mühlenstation. Treber, getr.. Wiesenheu, handelsüblich, alte Ernte 5,40, neue Ernte 4,90, Wiesenheu, gut, gesund, trocken, alt 6,40, neu 5,60. Kleeheu, do. alt 7,40 bis 7,80, neu 6,00 bis 6,30, Luzerneheu, do, alt 7,80 bis 8,20, neu 6,60 bis 7,00; Weizenstroh, bindfadengepreßt oder ge­bündelt 2,80, Nogqenstroh, do. 3,00, Hafer- und Gerstestroh, do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreise ab Erzeuger-Verladestation. Tendenz: ruhig.

Wochen. ) Mort, bis 10, b % kg ) bis 23, M, da; bis 15, ) bis 25, 1 bis 15,

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Einheitliche Verkaufstermine in der Bekleidungsindustrie.

Beim Anhängen an ein Fahrzeug ums Leben gekommen.

Lpd. Mainz, 11. Juli. Der Unfug deL A n - hängens an Fahrzeuge hat wieder em Todesopfer gefordert. Um schneller Heimzukom­men, hängte sich Montagnachmittag in Mainz-Kastel ein jugendlicher .Radfahrer aus Wies­baden-Igstadt rechts an den Motorwagen eines in Richtung Erbenheim fahrenden Lastzuges. Auf dem engen Raum zwischen dem Fahrzeug und dem Geh­steig kam der 14jährige Junge zu Fall und geriet vor den schwerbeladenen Anhänger, der über ihn hinwegging. An den schweren Verletzungen starb der Verunglückte wenige Stunden nach der Einliefe­rung ins Krankenhaus.

HJ Groß-Rechtenboch, 12. Juli. In jüngsten Gemein deratssihung wurde Stelle des von Groß-Rechtenbach verzogenen Neumann der Polizeihauptwachtmeister a. D. Anton Langsdorf als neues Gemeinderatsmit­glied eingefuhrt. Bürgermeister Langsdorf überreichte ihm die Ernennungsurkunde des Beauf­tragten der NSDAP, und verpflichtete ihn. Zur Beratung des Haushaltsplans teilte der Bürger­meister mit, daß die Vorlage des Haushaltsplans für 1939 jetzt erfolgen könnte, da durch die Heran­ziehung der Gemeinden zur Körperschaftssteuer für ihre Eigenbetriebe umfangreiche Vorarbeiten gelei­stet werden mußten. Im ordentlichen Haushaltsplan sind in Einnahme und Ausgabe mit 66 060, RM. festgestellt, im außerordentlichen Haushaltsplan mit 17 000, RM. Die Steuersätze (Hebesätze) für die Gemeindesteuern wurden wie folgt festgesetzt: Grundsteuer für die land- und forstwirtschaftlichen Betriebe 210 v. H., für die Grundstücke 260 v. H Gewerbesteuer nach dem Gewerbeertrag und nach Gewerbekapital 125 v. H., die Bürgersteuer 350 v. H. Für die Fertigstellung der Wasserleitung wur­den 17 000, RM. bereitgestellt, für den Gemeinde- roegebau 2000, RM. Für ein Schwimmbad, das 1940 gebaut werden soll, will man in diesem Jahr eine neue Rücklage von 2000, NM. bilden.

Lpd. H a n a u, 17. Juli. Das Sondergericht ! am Oberlandesgericht in Kassel, das am 12. Juli | unter dem Vorsitz von Landgerichtsdirektor Dr. ! Hassencamp aus Kassel im Schwurgerichtssaal i des Landgerichts Hanau tagte, hatte sich mit der Sühne des die weite Oeffentlichkeit in der letzten ! Zeit beschäftigenden Mordes an dem 52 Jahre , alten Reiseoertreter Engelhardt aus Mühl­hausen in Thüringen zu befassen. Unter der An­klage, in räuberischer Absicht eine Auto­falle gestellt und in Tateinheit damit einen Men­schen vorsätzlich und mit Heberlegung getötet und einen schweren Raub verübt zu haben, stand der am 24. Mai 1919 in Fulda ge­borene Kurt Franke vor den Richtern.

Die Frage des Vorsitzenden, ob er sich schuldig fühle, beantwortete er mit3 a" und versicherte, die Wahrheit bekennen zu wollen. Erinnerlich dürfte sein, daß Franke bereits drei Geständnisse abgelegt hat, von denen die beiden ersten Geständ­nisse nicht der Wahrheit entsprachen, das zweite sogar einen Freund fälschlicherweise der Mitschuld bezichtigte. Heber den Hergang des Verbrechens gab der Angeklagte folgendes an:

In den frühen Morgenstunden des 13. Juni 1939 sei er in einer Straße der Altstadt Frankfurts mit dem Reisevertreter Engelhardt in ein Gespräch verwickelt worden. Gemeinsam habe man eine Gast­stätte besucht und sei dann mit dem Auto Engel­hardts in den Wald bei Neu-Isenburg gefahren. Er, Franke, habe dem Engelhardt nur vorgetäuscht, ihm gefällig zu sein, von vornherein habe bei ihm der Plan festgestanden, Engelhard in eine Falle zu locken, auszuplündern und selbst vor einer Ge­walttat nicht zurückzuschrecken. Der Angeklagte schilderte dann die Einzelheiten des Verlaufs der Xat. In der Geldbörse des E. habe er nur 4 Mark gefunden, weshalb er sich entschlossen habe, die ge­samte Habe des E. an sich zu nehmen. Dann sei er mit dem Auto des E., den er tödlich verlebte, bis zu einem Kleefeld in der Gemarkung Därnig- heim gefahren und dort niedergelegt hatte, nach Hanau gefahren, habe es dort herrenlos stehen laf- ' und fei nach Frankfurt zurückgekehrt. Von der

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lichen Nachruf. Unser Friedhof hat durch die Anpflanzung junger Fichten und Trauerweiden eine Verschönerung erfahren.

Kreis Büdingen.

(DRudingshain,13. Juli. Am heutigen Don­nerstag, 13. Juli, kann der Landwirt und Metzger- meister Karl Frankl, feinen 8 0. Geburtstag feiern. Er erfreut sich noch aller körperlichen und geistigen Rüstigkeit und vermag noch bei mancher landwirtschaftlichen Arbeit tätig zu fein. Unferen Glückwunsch zum Geburtstag!

Kreis Wetzlar.

Rundfunkproaramm

Freilag, 14. Juli.

5 Hhr: Frühmusik. Ausführung: Musikzug der SA.-Gruppe Westmark. 5.50: Bauer, merk' auf! 6: Hebertragung nach Saarbrücken: Prelude Nr. 7, von Ernest Walker Morgenspruch Nachrichten Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. Es spielt das Musikkorps der Flak-Abt. 71. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Mutter turnt und spielt mit dem Kind: Ei, ei, ei ihr Hühnerchen! 8.40: Froher Klang 3ur Werkpause. Es spielt das große Orchester des Reichssenders Köln. 10: Schulfunk. Aus Meer wird Land. Fünf Jahre NS.-Bauernsiedlung in Neu- Westeel. 10.30: Heim aufs Land! Landdienst der HI. Rundfunkberichte. 11.40: Ruf ins Land. 12: M'ttaaskonzert I. Es spielt das große Orchester des Reichssenders Saarbrücken. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Heitere Welt der Bühne. Szenen aus der OverDie ver­kaufte Braut" von Fr. Smetana. 16: Zwei Stunden im Rhythmus der Freude. Einlage 17 bis 17.10: Wühlmäuse im Saison-Ausverkaui. Heitere Plau­derei. 18: Zwischen Enkel und Ahn. 18.15: Sport der Woche und für den Sonntag. 18.30: Ja, ja, die Alten! Svorttypen um die Jahrhundertwende. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautspre­cher.Wenn der alte Major die Parade sieht! Heitere Soldatenlieder unserer Zeit. 20: Nachrich­ten des drahtlosen Dienstes. Anschließend: Hier spricht die Reichsgartenschau. 20.15: ..So was nennt man Capriolen!" meinen die beiden ,,Un - Verantwortlichen Helmut Andrea» unh Horst »^er. 22: Nachrichten. 22.15: Sportnachrichten in Kürze. 22.20: Bilderbuch der Woche. 22.35 bis 24: Urrter- baltunas- und Volksmusik. Einlage 22.40: Von Kiel: Internationale Segelwettkämpfe.

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Zrankfnrter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 13. Juli. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb 998 Rinder (127 Ochsen, 173 Bullen, 458 Kühe, 240 Färsen), 680 Kälber, 110 Hümmel, 70 Schafe, 688 Schweine. Es kosteten: Ochsen 37,50 bis 46,50 Ttark, Bullen 35,50 bis 44,50, Kühe 20 bis 44,50, Färsen 36,50 bis 45,50, Kälber 35 bis 65, Härnrnel 38 bis 50, Schafe 20 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mark. Marktverlauf: Großvieh, Kälber und Schweine zu- geteilt; Härnrnel und Schafe mittel.

Schweinemarkt in Cid).

T) Lich, 12. Juli. Zum heutigen Schweine- markt waren 215 Ferkel aufgetrieben. Die Preise hatten stark angezogen. Es wurden für Ferkel bis 6 Wochen alt 22 Mark, bis 8 Wochen alt 28 Mark und über 10 Wochen alt 30 bis 35 Mark bezahlt. Die Anzahl der Tiere war gegenüber den beiten vorangegangenen Märkten bedeutend größer. Da sich aber die Zahl der Käufer nicht entsprechend er- bäht hatte, war derHandel schleppend, so daß Heber- stand verblieb.

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Möglichkeit zu geben, Auslandsaufträge vordring­lich zu behandeln, und sie davor zu schützen, daß sie im Jnlandsgeschäst durch die nicht exportierenden Firmen bei der Vorlegung der neuen Muster benach­teiligt werden. Außerdem wird den Produzenten durch diese Bestimmung Gelegenheit gegeben An­gebote der Vorlieferanten nur nach ihrer qualitati­ven und preislichen Beschaffenheit zu prüfen. Schließlich ist durch die Festsetzung eines einheit­lichen Derkausstermins den langjährigen Wünschen der mittleren und kleineren Einzelhändler Rechnung

nur geringe Abweichungen. Don den zunächst nur wenig festgestellten Erstkursen gaben IG. Farben auf 144,13 (144,75), Scheideanstalt etwas starker auf 207,75 (209), Verein. Stahl auf 99,25 (99,65), Hoesch auf 105,50 (106), Reichsbank auf 179,75 (180,25) und AG. für Verkehr auf 109 (110) nach. Etwas fester fetzten Rhein. Braunkohlen mit 213,13 (212), Rheinmetall mit 114 (113,50) und Salzdet­furth Kali mit 143,25 (142,50) ein. Gut behauptet waren u. a. BMW., Geffürel, Bekula und DDM.

Am R e n t e n m a r f t erfuhr das Geschäft eben­falls keine Ausdehnung. Ebenso wiesen die Kurse weiterhin nur wenig Abweichung auf. Reichsalt- besitz unverändert 131,65. Liquidationspfandbriefe etwas uneinheitlich, 0,40 v. H. höher Hess. Landes­bank mit 101, Meininger 101,30 (101). Industrie- Obligationen bröckelten vorwiegend 0,13 bis 0,25 o. H. ab, während Staatspapiere. Pfandbriefe und Stadtanleihen unverändert blieben. Steuergutscheine bei leicht anziehenden Kursen etwas reger, Serie I 99,25 (99,13), Serie II Juni 95 (94,75), Juli 94,70 (94,50), August 94,65 (94,50).

Im Verlaufe ließ das Geschäft noch mehr nach, auch hörte man überwiegend leicht ermäßigte Kurse, wie auch die erst später festgesetzten Notierungen meist etwas abbröckelten.

Der Freiverkehr war ohne Geschäft. Tages­geld unverändert 2,25 v. H.

Abendbörse lustlos.

Die Abendbörse war gleich dem Mittagsoerkehr lustlos und zurückhaltend. Am Aktienmarkt erfolgten nur vereinzelt mäßige Hmsätze, die Kurse bröckelten jedoch vielfach weiter ab. Mannesmann gingen dabei noch 0,65 v. H. unter Berlin auf 103 (104) zurück, ferner AEG. auf 110 (110,75), Verein. Stahl auf 99 (99,25), Bemberg auf 126,50 (127), Rheinmetall auf 113,50 (114) und Demag auf 137,75 (138). IG. Farben konnten sich mit 144 halten, ebenso u. a. Adlerwerke mit 99, Metallgesellschaft mit 112,25, VDM. mit 165,25, BMW. mit 130 und Rhemstahl mit 134. Von Renten wurden Reichsbahn-VA. mit unverändert 121,90 umgesetzt, 4,50 o. H. Krupp waren zu unverändert 98,13 gefragt. Steuergut­scheine lagen ruhig und behauptet. Serie I 99,20 bis 99,25, Serie II Juni 95, Juli 94,75 bis 94,85, August 94,65 bis 94,75.

Frankfurter Getreidebörse.

ch Großen-Linden, 12. Juli. Die Frei­willige Feuerwehr Großen-Linden tnr dieser Tage zu einer Hauptübung angetreten. Auch einer kurzen Begrüßung gab Kreisfeuerwehr- flhrer Bouffier den Zweck und die Richtlinien irr Hebung bekannt. Es wurde der Freiwilligen fsuerwehr zur Aufgabe gemacht, ein baufcil- 1 g e s Gebäude auszubrennen und liederzulegen. Die Verantwortung und die (icjamtleihmg dieser Hebung lag in den Händen i s Kreisfeuerwehrsührers. Durch ein Trompeten- fgnal wurde alarmiert. Die Mannschaften waren Alt ihren Geräten sehr schnell an der Brandstelle Md erfüllten mit größtem Eifer und Disziplin ihre Aufgaben. Zur Bekämpfung des Brandes trat auch be Motorspritze in Tätigkeit. Zum Schutz der Nach- birgebäude und Ablöschen des Brandes wurden schs Schlauchleitungen gelegt. Schwierig gestaltete sich das Zusammenlegen der immer noch aufrecht- f-hevden Balken und Wände. Unter großen An- frengungen konnte auch diese Aufgabe gemeistert r erden. Nach drei Stunden war die Arbeit getan. Üie Brandwache wurde von zwei Kameraden srei- r illig übernommen. In der folgenden Kritik brachte Lreisfeuerwehrführer Bouffier seine größte

Frankfurt a. TI., 12. Juli. Infolge der .... haltend geringen Kundschaftsbeteiligung hat sich an der stillen Gesamthaltung der Börse nichts geändert. Die Mehrzahl der Umsätze resultierte aus kleinen Beträgen und waren überdies recht zufällig, so daß die Entwicklung am Aktienmarkt weiter uneinheitlich war. Indessen ergaben sich wiederum

90 Jahre Main-Weserbahn.

LPD. Frankfurt a. TL, 12. Juli Vor 9 0 fahren, im Sommer 1849, näherte sich der erste Abschnitt der Main-Weserbahn von Kassel t ach Frankfurt a. TL, die Teilstrecke Kassel©en» i fangen, seiner Vollendung. Der erste Zug auf die- \»r neuen Strecke konnte am 3. September 1849 vnter Dampf gestellt werden. Marburg wurde rn Frühjahr 1850 von der Bahn erreicht. Am 15. Mai 1850 war endlich die ganze Strecke bis Frank- sart a. M. befahrbar. Dammschwierigkeiten bei »utzbach hatten die Ferttgstellung der Bahn i Üinausgezögert, deren Bau auf Grund eines Staats- rertrages zwischen Kurhessen, derFreien Stadt Frankfurt" und dem Großherzdgtum Hessen erfolgte.

Landkreis Gießen.

Saubringen, 12. Juli. Der Gesang- t ereinSängerin st" Daubringen machte die- =r Tage einen Ausflug nach Trohe und brachte : ort einem jungen Sangesbruder anläßlich feiner Hochzeit ein Ständchen. Daß man auch in Trohe em Männergesang reges Interesse entgegenbringt, bewies das zahlreiche Erscheinen von jung und alt. Nach einigen gemütlichen Stunden, während der Verein sein Können unter Beweis stellte, trat man >oie Heimfahrt an in dem Bewußtsein, dem deutschen Männergesang neue Freunde zugeführt zu haben.

# Alle n'do r f (Lahn), 12. Juli. Am Sonntag >and hier unter Leitung von Oberlandwirtschafts- "at Dr. Lung (Gießen) ein Gemarkungs- runbgang statt, an dem sich zahlreiche Land­wirte beteiligten. Der Leiter des Rundganges er- iäutete die verschiedenen Kartoffel- und Runkel- übenfort^n. Außerdem wurden Fragen der Pflege

Gefährliches Werkzeug?

Die Gabel, mit der man das Getreide auf den Erntewagen stakt, ist ein Werkzeug, rote jeoes andere (Uri). Sie sieht nur gefährlich aus, weil sie im wesent­lichen aus zwei oder drei langen, spitzen Zinken be- fH)t.' Die muß sie aber haben, sonst wäre sie ja ftTie Getreidegabel. Wenn nun alljährlich eine ganze Nihe schwerer Verletzungen durch diese Gabel her- Biiaerufen werden, könnte man schon dahinkommen, « für ein besonders gefährliches Werkzeug zu L|ten. Das ist aber nicht wahr. Sie tut von selber fi nem Menschen etwas, sondern bleibt friedlich da Men wo man sie hinstellt. Sie wird erst gefährlich, trnn'fie ein Mensch in die Hand nimmt, der nicht n r ihr umzugehen versteht. In der Hand eines 2ilpels wird sie zu einer Waffe, die leicht tödlich nrfen kann. Wenn man sieht, wie leichtfertig n auch mal sogar in der Landwirtschaft erfahrene dünner mit ihr umgehen, könnte man sich beinahe Ländern, daß nicht noch mehr Ernteunfälle durch x Setzungen mit der Getreidegabel entstehen. Sie is nicht dazu da, daß man mit ihr Wurfübungen NTcht, weder auf den Wagen hinauf, noch vom legen herunter. Auch zum blinden Hmherstochern erfbem vollbeladenen Wagen ist sie nicht erfunden mrben, erst recht nicht dazu, lange im Wege zu Ii gen und die Zinken drohend in die Luft zu recken. S cht die Gabel ist gefährlich, sondern der Mensch, bir sie leichtfertig handhabt.

Sreitviilige Feuerwehr Großen-Linden schlagbereit.

Fwd. Mit Genehmigung des Reichswirtschafts­ministeriums hat der Leiter der Fachgruppe Herren­oberbekleidungsindustrie der Wirtschaftsgruppe Be­kleidungsindustrie für die Hersteller von Herren- und Knaben-, Berufs- und Sportleder- und Gummi- bekleidung eine Weisung erlassen, wonach Verkaufe für bis Frühjahrs- und Sommersaison 1940 frühe­stens am 18. September 1939 vorgenommen werden dürfen. Die Festsetzung dieser Bestimmung erfolgt, um den exportierenden Firmen der Bekleidungs- '' die genannten Waren Herstellen, die

und Düngung besprochen und der Getreideanbau behandelt. Der Rundgangleiter forderte zum ver­mehrten Anbau von Gerste, Raps, sowie zum Ge­meinschaftsanbau des Flachses auf. Bürgermeister und Ortsbauernführer Karl Faber dankte dem Leiter des Rundganges für feine wertvollen An­regungen.

«-^Holzheim, 12. Juli. Am heutigen Mttwoch konnten der Landwirt Wilhelm Engel I. und seine Ehefrau Margarethe, geb. Wächter, das Fest der Silbernen Hochzeit feiern. Wir gratulieren.

A Villingen, 12. Juli. Am Sonntag ver­sammelte sich die neue Ortsgruppe der NSDAP. Nachdem der Ortsgruppenleiter die Versammlung eröffnet hatte, richtete er einen besonderen Gruß an fünf alte Mütterchen, die erschienen waren, um das Ehrenkreuz der Mütter zu empfangen. Nach einer kurzen Ansprache überreichte er das Ehren­kreuz an die Frauen Katharina Kreisler, geb. Schäfer, Elisabethe Ziegler, geb. Funk, Juliane Keiber, geb. Nürnberger, Elisabethe Dietz, geb. Zimmer und Luise Wilhelm, geb. Schäfer. Zum Schlüsse gab der Ortsgruppenleiter die Namen der neuen Politischen Leiter, Blockleiter usw. bekannt.

c&> Weickartshain, 12. Juli. Dieser Tage wurde das älteste Mitglied und Ehrenmit­glied der hiesigen Kriegerkameradschaft, Karl Botz, im Alter von 8 0 I a h r e n zur letzten Ruhe bestattet. Kameradschaftsführer Wilhelm Tr üller legte am Grabe einen Kranz nieder und widmete dem verstorbenen Kameraden einen herz­

lich eingeschränkt werden. Die Meldungen über den Ernteausfall lauten fast allgemein günstig, auch die Beschaffenheit stellt zufrieden. Die kurz vor der Ernte eingetretenen Niederschläge haben die Entwick­lung nochmals gefordert, so baß Nachwirkungen ber vorangegangenen Trockenheitsperiode kaum festzu­stellen sind. Die Hmsätze in alterntigen Kartoffeln halten sich in engen Grenzen, als Abnehmer kom­men weiterhin nur Großverbraucher in Frage. Futterkartoffeln hatten bei nachlassendem Bedarf wenig Hmsatz. Am Pflanzkartoffelmarkt beginnen sich die Verteiler bereits für den Einkauf von Hoch­zuchten zu interessieren.

In Hessen-Nassau hat die Frühkartoffelernte in­zwischen eingesetzt und bringt gute Ergebnisse. Zur vollen Bedarfsdeckung werden noch Zuschüsse aus der Saarpfalz benötigt .Kurhessen erhielt noch kleine Mengen an Winterkartoffeln aus Westfalen. Früh­kartoffeln kamen aus Hannover und Thüringen, während die Eigenerzeugung zunächst noch gering bleibt.

Mein-Mainische Börse.

Millagsbörse still und uneinheillich.

Ien sich wegen xorperoenegung unu öcuiup g, begangen am 19. Februar, morgens gegen hr, in Gießen, zu verantworten. Die Angeklag- die ohne jede Veranlassung über einige junge nner hergesallen waren und eine ordentliche erei begonnen hatten, 'waren nur teilweise ge- big, sie würben aber burch bie Beweisaufnahme rführt. Jnsbesonbere würbe durch den Sachoer- ibigen festgeste'llt, daß bie Verletzung des Zeu- G. mittels gefährlichen Werkzeugs erfolgt ist. übrigen hanbelt es sich um einfache Körper-

Der Vertreter ber Anklage beantragte gegen W., ber einschlägig vorbestraft ist unb sich der einfachen unb gefährlichen Körperverletzung und Beleidigung schulbig gemacht hatte, eine Gesamtgefänanisstrafe von drei Monaten unb einer Woche, gegen A. wegen einfacher Körperverletzung eine Gefängnisstrafe von 14 Tagen unb gegen M. wegen einfacher Körper­verletzung eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten.

Der 23ert(?ibiger bes Angeklagten TL war ber An­sicht, baß biefem die Teilnahme an ber Körperver­letzung nicht nachgewiesen sei und beantragte in er­ster Linie Freisprechung, falls bas Gericht zu, einer Verurteilung kommen sollte, bie nicht einschlägigen Vorstrafen des Angeklagten nicht strafverschärs7.id zu berücksichttgen.

Das Gericht verurteilte W. zu einer Gesamtge­fängnisstrafe von zwei Monaten und einer Woche, A. unter Annahme mildernder Umftänbe zu einer Geldstrafe von 50 Mark, M. unter Annahme mil­dernder Umftänbe zu einer Gefängnisstrafe von einer Woche.

fh rzeugsührer mit 12 Anzügen unb 7 gebuhren- vfichtigen Verwarnungen; gegen sonstige Fahrzeug- Brer mit 1 Anzeige; gegen Radfahrer mit 12 An- Lgen unb 43 gebührenpflichtigen Verwarnungen; gejen Fußgänger mit 1 Anzeige.

Amtsgericht Gießen.

Fpred'istrncvc'n i)" Etion.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach­mittag geschlossen.