Ausgabe 
13.6.1939
 
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ertungssingen des Sängerkreises Ohm-Lumdatal.

75 Jahre Gesangverein ^Liederkranz"

* Weitershain, 12. Juni. Zu den ältesten Gesangvereinen Oberhessens gehört der Gesang­vereinLiederkranz" Weitershain, der in diesem Jahr auf sein 7 5jähriges Bestehen zurückblicken kann. Mit dem Jubelsest des Gesang­vereins verband der Sängerkreis Ohm-Lumdatal ein Wertungs singen. Unser sonst so stilles Dörf­chen prangte im festlichen Gewand.

Den Auftakt zu den Iubiläumsfeierlichkeiten bil­dete am Samstagbend eine Totenehrung am Ehrenmal. Die Gedächtnisansprache hielt der stell­vertretende Sängerkreisführer Ihm (Homberg). Den Kranz, den der Redner niederlegte, widmete er den Toten des Weltkrieges und der Bewegung. Auch Bürgermeister und Ortsgruppenleiter Nau gedachte der Toten des Krieges.

Die Jubiläumsfeier.

Mit Marschmusik ging es dann zum Festplatz. Dereinsführer R. Sann begrüßte die vielen Gäste und entbot den Vertretern des Kreises Ohm-Lumda- tal sowie den beiden Ehrenchormeistern Rektor Jnderthal (Großen-Buseck) und Lehrer Con­rad (Lana-Göns) besonderen Gruß. In kurzen Worten schilderte er die Geschichte des Vereins. Der Mufikoerein Homberg (Leitung E. H i.s s e r i ch) brachte schöne Musikstücke zu Gehör. Auch die Ge­sangsvorträge des GesangvereinsLiederkranz" und des NachbaroereinsKonkordia" Rüddingshausen unter A»ituna ihres Chormeisters Flath fanden reichen Beifall. Chorleiter Flath. sprach sodann über das Leben und Wirken des Komponisten Friedrich Silcher. Der Dereinsführer des Gesangvereins .Konkordia" Rüddingshausen überbrachte die Grüße und Glückwünsche seines Vereins. Ehrenchormeister Jnderthal beglückwünschte ebenfalls den fest­gebenden Verein.

Das Wertungssingen.

Der Kreischormeister D a u p e r t hatte bestimmt, daß jeder Verein zum Wertungssingen, dem der Sonntagvormittag gewidmet war, ein Silcherlied und einen freigewählten Chor oderDer Deutschen Arbeit Feiertag" zu singen hatte. Wertungsrichter war Lehrer Lotz aus Wetzlar. Es sangen die Ver­eine:Liederkranz" Weitershain,Konkordia" Rüd­dingshausen,Liederkranz" Bleidenrod,Eintracht" Reinhardshain,Harmonie" Atzenhain,Eintracht" Deckenbach,Männergesangverein" Beltershain, Eintracht" Lumda,Jugendmut" Geilshausen, Eintracht" Saasen",Jugendtreu" Queckborn,Lie­derkranz" Kesselbach,Teutonia" Nordeck,Sänger- kranz" Grünberg,Silcherchor" Homberg,Män- nergefangverein" Mendorf,Frohsinn" Londorf.

In einer öffentlichen Kritik sprach der Wertungs­richter über die Leistungen der einzelnen Vereine. Zusammenfassend stellte er heraus, daß in allen Vereinen ein sicheres und zielbewußtes Arbeiten festzustellen sei. Zum Schluß wünschte er den Ver­einen weitere gedeihliche Entwicklung in der Pflege des deutschen Liedes. Jedem Verein konnte dann eine Urkunde ausgehändigt werden für Teilnahme am Wertungssingen. Außerdem erhielt jeder Verein den vom Deutschen Sängerbund gestifteten Chor.

Weitershain.

Festzug und Kundgebung.

Nach der Mittagspause stellte sich auf dem Fest­platz ein stattlicher Festzua auf. Reiter bildeten die Spitze des Zuges. In geschmückten Autos wurden verdiente Mitglieder und Chorleiter gefahren. Die Weitershainer Schülerinnen, Mädchen und Jung­frauen marschierten mit schmucken Festkleidern im Zug, der sich durch verschiedene Ortsstraßen nach der Adolf-Hitler-Eiche bewegte. Unter Stabführung von Chormeister Viehmann (Homberg) erklang aus etwa 600 Sängerkehlen unter Musikbegleitung der ChorEs ziehen die Standarten" von Grab- ner.

Ortsgruppenleiter und Bürgermeister Nau ent­bot den Sängern den Wikommensaruß. Sein beson­der Gruß galt dem Vertreter des Kreisleiters Kreis­geschäftsführer Pg. Wag-ner (Gießen) und den Ehrenchormeistern des Ortsvereins. Er dankte den Sängern des GesangvereinsLiederkranz" dafür, daß sie so treu zum deutschen Lied gehalten und da­mit deutsches Volkstum hochgehalten haben.

Als Vertreter des Gaues sprach Sängerkamerad Gengnagel (Grimberg). Er überbrachte die Grüße des Gauführers Ringshausen sowie des Provinzführers Wendl er. In seiner Fest­ansprache ging er davon aus, daß ein Verein, der 75 Jahre bestehe, Recht habe, Rückschau zu halten. Er erinnerte daran, daß der GesangvereinLieder­kranz" Mitbegründer des Ohm-Lumdatal- und des Hessischen Sängerbundes, des jetzigen Gaues 12, gewesen sei, und gedachte des Mannes, der lange Jahre die Geschicke des Vereins geleitet sowie auch im Bund mit an führender Stelle gestanden habe, des jetzt noch aktiven Sangesfreundes Schwöbel.

Als Ehrengabe des Gaues überreichte der Redner dem Jubelverein ein schönes Bild. Auch eine Anzahl verdienter Sänger konnten wieder geehrt werden, und zwar erhielten die Sänger Heinrich Grün, Karl Keller, Wilhelm Theiß VII., Wilhelm Weiß für 50jährige Mitgliedschaft den Ehrenbrief des Deutschen Sängerbundes und die goldene Ehren­nadel. Die Nadel'für 40jährige Mitgliedschaft er­hielten die Sänger Wilhelm Dietz (Liederkranz" Kesselbach), Julius Schaaf (Liederkranz" Bleiden­rod) und Wilhelm Fischer (Silcherchor Homberg). Für 25jährige aktive Sängertätigkeit wurden ge­ehrt: Heinrich D i e tz und Heinrich K l ö ß (Männer­gesangverein Beltershain), Wilhelm Lenz IV., Karl Meß, Heinrich Katz, Wilhelm Müller, Johann See (GesangvereinHarmonie" Atzenhain), Chr. Nicolai, Wilhelm W e i ß e n s e e. Konrad Diehl (Konkordia" Rüddingshausen).

Leider wurde der weitere Verlauf der Kund­gebung durch den einsetzenden heftigen Gewitter­regen erheblich gestört, denn die vielen Teilnehmer suchten Schutz unter den nächsten Häusern und in den Scheunen. Da der Regen ziemlich lange anhielt, wurde die Festfreudigkeit etwas beeinträchtigt, und es wurde allgemein bedauert, daß der vielen auf­gewandten Mühe nicht der Erfolg beschieden war, der ihr zu wünschen gewesen wäre. Am Montag fand das Fest mit dem kameradschaftlichen Bei­sammensein von Einwohnerschaft und Sängern seinen Abschluß.

Wirtschaft.

Mein-Mainische Börse. rNitlagsbörse wenig verändert.

Frankfurt a. M., 12. Juni. Der Auftrags­eingang war zum Wochenbeginn geringer, so daß sich das verhältnismäßig lebhafte Geschäft vom Samstag nicht fortzusetzen vermochte. Da aber anderseits auch kaum Angebot vorlag, konnten sich die erhöhten Kurse am Aktienmarkt unter kleinen Veränderungen ziemlich behaupten. Von den führenden Papieren setzten IG. Farben mit 151,50 (152), AEG. mit 114,50 (114,50), Mannesmann mit 105,75 (106,25), Rheinstahl mit 134 (134,50), Verein. Stahl mit unverändert 102 und Hoesch 0,75 v. H. fester mit 109 ein. Ferner kamen Gesfürel mit 132,50 (133), Schuckert mit 180,13 (180,90), Conti Gummi mit 215,50 (216), Rheinmetall mit 126,50 (127) und von Motorenwerten BMW. und Daimler je 0,25 v. H. höher zur Notiz. AG. für Verkehrs­wesen bei 6,3 v. H. Netto-Dividendenabschlag 0,30 v. H. höher mit 112.

Am Rentenmarkt lag das Hauptgeschäft erneut bei Steuergutscheinen, wobei im Verkehr von Bank zu Dank Serie I wieder stärker schwankten mit 103,25 bis 102,75 bis 102,85. Serie II in beiden Fälligkeiten still und etwa 98,13 bis 98,05. Reichs­altbesitz zogen 0,13 v. H. an auf 132,13. Pfandbriefe lagen sehr ruhig und kaum abweichend. Frankfurter Hyp. Liquid. 100,90 (101,05), Meininger 100,70 (100,90). Industrie-Obligationen wichen bis 0,50 v. H. ab, während Staats- und Stadtanleihen un­verändert lagen, 4,50 v. H. Stadt Mainz 96,25 (96).

Der Frei verkehr war ruhig, Rastatter Wag­gon 1 v. H. höher mit 55 bis 57. Tagesgeld wurde auf 2,50 (2,25) v. H. heraufgesetzt.

Abendbörse still.

Die Abendbörse verlief sehr ruhig. Es mangelte an Aufträgen. Die Gesamthaltung am Aktien­markt war wenig verändert, kleine Abweichungen gegen den Mittagsschluß gingen über 0,25 bis 0,50 v. H. nicht hinaus. Nur Ädlerwerke wurden 1 v. H. höher mit 100,50 umgesetzt. IG. Farben lagen mit 151 unverändert, ebenso u. a. Verein. Stahl mit 102, Rheinstahl mit 134, Scheideanstalt mit 202,25, VDM. mit 169. Von Maschinenaktien lagen MAN. mit 140 und Rheinmetall mit 126,75 0,50 bzw. 0,25 v. H. höher. Bembcrg waren auf die HD.-Ausführungen 0,75 v. H. fester gefragt mit 134,50. Leicht ermäßigt waren Gesfürel auf 132 (132,50) und Daimler auf 123,50 (123,75). Am Rentenmarkt gingen 6 v. H. IG. Farben 0,13 n H. höher mit 124,40 um, Reichsbahn-DA. bröckelten um ebensoviel ab au 122,13. Steucrgutscheine lagen still, Serie I leicht nachgebend auf 102,60, Serie II kaum verändert mit 98,07'/2.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 12. Juni. Es notierten (Ge­treide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 9 213, W 11 215, W 12 216, W 13 217 W 16 220, W 18 222, W 19 224, W 20 226, Roggen R 11 199, R 12 200, R 14 202, R 15 203, R16 205, R17 206, R 18 207, R19 209 Groß­handelspreise der Mühlen der genannten Preis­gebiete. Futtergerste, Fntterhafer. Weizenmehl

Type 812 W 13 30,05, W 16 30,05, W 18 30,05, W 19 30,05, W 20 (Kreis Alzey) 30,05, W 20 (Kreis Worms) 30,40 plus 0,50 RM. Fracht-Ausgleich. Für Weizenmehl Type 812 mit Beimischung von Mais­backmehl liegen die Preise 30 Pfennig unter den Notierungen. Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 16 22,95, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizenfutter­mehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W 18 11,00, W19 11,10, W20 11,20 Mühlenfest­preis ab Mühlenstation. Roggenfuttermehl R19 12,50, Roggenvollkleie R 19 11,00. Roqgenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R 16 10,25, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreis ab Mühlenstation. Treber. Wie- enheu, handelsüblich, alte Ernte 5,40, neue Ernte 4,80, Wiesenheu, gut, gesund, trocken, alte Ernte 6,40, neue Ernte 5,50, Kleeheu, do., alte Ernte 7,40 bis 7,80, neue Ernte 6,00 bis 6,20, Luzerneheu, do., alte Ernte 7,80 bis 8,20, neue Ernte 6,60 bis 6,80, Weizenstroh, bindfadengepreßt oder gebündelt, 2,80, Roggenstroh, do. 3,00, Hafer- und Gerstestroh do. 2,60 bis 2,70 Erzeugerpreis ab Erzeuger-Derlade- tation.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 13.Juni. (Dorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 791 Kälber, 90 Härnrnel, 65 Schafe, 4210 Schweine. Es kosteten.Kälber 35 bis 65 Mark, Härnrnel 35 bis 50, Schafe 28 bis 42, Schweine 50 bis 59 Mark. Markt­verlauf: Kälber und Schweine zugeteilt; Hämmel und Schafe mittel.

Rundfunkprogramm

Mittwoch, 14. Juni.

5 Uhr: Frühmusik. Es spielt das kleine Orchester des Reichsfenders Breslau. 5.50: Bauer, merk auf! 6.30: Gymnastik. Frühkonzert. Es spielt Leo Eysoldt mit seinem Orchester. 7: Nachrichten. 8.10: Gym­nastik. 8.25: Kleine Ratschläge für Küche und Haus. 8.40: Bäderkonzert. Ausführende: das Kurorchester Bad Neuenahr. 9.30: Gaunachrichten. 10: Schulfunk: Freude, schöner Götterfunken. Schilderungen und Szenen aus dem Wien Beethovens. 11.40: Ruf ins Land. 12: Mittagskonzert. Es spielt das große Rund­funkorchester. 13: Nachrichten. 13.15. Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Wer macht unser Herz heut' froh? Lillie Claus. Die Kapelle Geczy und Herbert Ernst Groh. (Jndustrie-Schallplatten.) 16: Nachmit­tagskonzert. Es spielt das Rundfunkorchester. 17 bis 17.10: Das Mikrophon unterwegs. 18: Hier spricht der Jurist: Der Unfallschadenprozeß. 18.15: Auf gut deutsch ... 18.30: Frauen der Vergangenheit: Die Malerin Luise Seidler, ein Schützling Goethes. Hör­folge. 19: Fliegendes Deutschland: Ferdinand Schulz, ein Leben für Deutschland. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der fröhliche Lautsprecher. (Jndustrie-Schall- platten und Eigenaufnahmen.) 20: Nachrichten. 20.15: Aue Richard Wagners ewigem Werk. (Jndu- strie-Schallplatten und Eigenaufnahmen.) 22: Nach­richten. 22.30: Kammermusik. Jugoslawische Lieder für Sopran und Klavier. 23 bis 24: Musik aus Wien«

SJ.-fpor/

Weidig-Bergfest am 6. August.

In einer gestern abend in Butzbach stattgefunde- nen Sitzung des Arbeitsausschusses für das Weidig- Bergfest gab dessen Leiter, NSRL.-Kreisführer SA.- Sturmhauptführer O t t e r b e i n (Friedberg), be­kannt, daß die Durchführung des Weidig-Dergfestes vom 18. Juni auf den 6. August verlegt worden ist. Der NSRL., so führte der Kreisführer aus, erstrebe eine enge Zusammenarbeit mit der Partei und ihren Gliederungen. Die Tatsache, daß der Kreistag der Politischen Leiter des Kreises Wetterau am nächsten Sonntag in Gießen stattfinde, sei ihm Anlaß, an diesem Tage im Kreisgebiet nicht auch eine größere Veranstaltung des NSRL. durchzu- ühren.

Dorst (VfB.-TteichSbahn) läuft 400 Meter in 51,1!

Walter Dorst (VfB.-Reichsbahn) startete am Sonntag in Kassel, wo die hessische Gaumannschaft zusammengezogen war, um dem CT.-Hessen-Preu- zen bei seinem zweiten Versuch um die deutsche Dereinsmeisterschaft Schrittmacherdienste zu leisten. Dorst startete über 400 Meter und erzielte mit 51,1 Sekunden, knapp hinter dem Gaumeister Bott (Kassel) einkommend, der 50,6 Sekunden benötigte, eine erstklassige Zeit. Der DfBer wird in Bälde noch bessere Leistungen erzielen. Am nächsten Sonntag tartet er zusammen mit Dr. Luh und Helmut M ö l l in Erfurt.

Oer Fußboll-Äroßkampf in Lollar.

Lollar Dnnlop Hanau 3:5.

Die Lollarer hatten sich viel vorgenommen und lieferten ein aufopferndes Spiel. Jeder einzelne Mann gab sein Bestes; jedoch durch die gut funk­tionierende Kombinationsmaschine der Gäste hatte jeder einen schweren Stand. Besonders stark war die Läuferreihe in Anspruch genommen und mit ihr die Verteidigung. Der Torhüter befand sich glänzend in Form.

Unter der korrekten Führung von Nessel­dreher (Heuchelheim) standen sich folgende Mann- chaften gegenüber;

Dunlop Hanau: Bergmann, Schlett, Michel, Dornhecker, Roth, Putt Krause, Weigand, Eppenlein, Grüne, Steinmeyer.

Lollar: K. Ziegler, Hörstel, Geißler, Sommer, A. Ziegler, Will, Klein, Hch. Ziegler, Hoffmann, Rudolf, Haas.

In den ersten Minuten hielt sich das Spiel in der Mitte des Spielfeldes. Die Gäste fanden sich nicht gleich. Die Lollarer gingen deshalb zum Angriff über. Jedoch die Fünferreihe war zu schwach, die Gästeabwehr konnte sich behaupten. Zur größten Uebevraschung schoß Lollar das erste Tor. Klein ging mit einer Vorlage ab, flankte zur Mitte zum. Halblinken, wo Rudolf bedrängt nochmals an den freistehenden Hch. Ziegler abgab. Dieser konnte m die untere rechte Ecke einlenken. Die Hanauer legten jetzt mächtig los und die Hintermannschaft von Lol­lar bekam Arbeit. Ab?r erst zehn Minuten später gelang es ihnen durch einen Bombenschuß den Ausgleich zu erzielen. Wenig später war es der ge­fährliche Rechtsaußen, der seine Mannschaft durch einen unhaltbaren Schuß in Führung brachte.

Die Gäste waren nach der Pause vorerst weiterhin tonangebend und ließen ihren Gegner überhaupt nicht aufkommen. Während dieser Zeit konnten sie auch dann zweimal erfolgreich sein. Nun stand die Partie 4:1 und man rechnete allgemein noch mit einem höheren Sieg der Gäste. Lollar lieferte aber weiter einen tapferen Kampf. In die Stürmerreihe kam mehr Schwung. Der rechte Flügel spielte ge­schickt zusammen und Haas konnte die Verteidigung überwinden und abschließend mit einem wuchtigen Schuß den Gästetorhüter schlagen. Wenig später war es wieder Haas, der sich durchzusetzen vermocht« und auf 4:3 verkürzte. Nun konnte man mit dem Ergebnis schon zufrieden sein. Doch kamen die Gäste noch einmal durch unentschlossenen Abschlag in der Hintermannschaft zu einem fünften Treffer.

Schwerste Etappe der Oeutschlandfahrt

Das schwerste Stück auf ihrer 5000-Kilometer- Fahrt durch die deutschen Gaue haben die Deutsch­land-Fahrer bereits hinter sich. Die Salzburger Alpen bildeten am Montag auf der 278 Kilometer langen 10. Etappe GrazSalzburg das Kampfge- biet. Sie Bergstraße mit ihren teilweise 26prozen- tigen Steigungen sowie die noch gefährlicheren Ab­fahrten stellten an die Fahrer die höchsten An­forderungen. Umbenhauer war der Held des Taaes« Der Nürnberger behauptete nun schon am fünften Tage das gelbe Trikot des Spitzenreiters und be» wies auch auf dieser äußerst schwierigen Strecke, daß er der weitaus stärkste Mann des Feldes ist. Am Etappenziel holte sich der Belgier Spießens in 9:03:58 Stunden vor Overbeck (Hagen), C a - nardo (Spanien), Amberg (Schweiz) und Le« v e l (Frankreich) seinen zweiten Etappensieg. Prior (Spanien), W i e r i n ck x (Belgien) und Umben - 1) a uxe r folgten mit IV- Minuten Abstand.

Glä'nzendeErsolgederGleßenerASM.-Männer beim Sruppensportfest in Frankfurt a. M.

Die Motorstandarte 147 hatte zum Gruppensport- eft der Motorgruppe Hessen, das gleichzeitig Aus­scheidung für die NS-Kampfspiele war, eine Streit­macht entsandt, die hervorragend abschnitt. Mit größtem Erfolg beteiligten sich die Gießener Stürme 1, 3 und 4/M 147, die besonders in den leichtathle­tischen und Schwimmwettkämpfen oft die Sieger stellten oder sich gut placierten.

Am erfolgreichsten betätigte sich Rottenführer Otto Luh, 4/M 147 (VfB.-R.), der im Handgranaten­weitwurf, Kugelstoßen und Speerwerfen mit guten Leistungen aufwartete. Hervorragend war sein Handgranatenweitwurf mit 74 Meter und sein Speerwurfsieg. Er startete erstmalig in dieser Diszi­plin und erzielte 49,50 Meter.

Sturmmann Helmuth M ö l l, 4/M 147 (VfB.-R.), war unstreitig der schnellste Läufer der Veranstal­tung. In überzeugender Manier fertigte er in den Vor- und Zwischenläufen des 100-Meter-Laufes, der mit 45 Teilnehmern stark besetzt war, seine Gegner in 11,3 bzw. 11,1 Sekunden ab. Leider kam er durch einen Fehlstart im Endlauf um den verdienten Sieg. In einem fabelhaften Zwischenspurt gelang es ihm zwar, viel Boden gut zu machen, doch langte es in 11,1 Sekunden nur zum 2. Platz. Desto sicherer war sein Sieg in den 200 Meter, die er, verhalten lau­fend, in 23 Sekunden gewann.

Besondere Erwähnung verdient Rottenführer Walter Zerndt, 22/M 147 (VfB.-R.). Bewun­dernswert, wie der fast 40jährige sich einsetzte, vor seinen jüngeren Kameraden Vor- und Zwischenlauf­sieger wurde und im Endlauf hinter Möll den dritten Platz im 100-Meter-Lauf in 11,3 Sekunden belegte.

Große Aussichten waren für die Gießener in der 4X100-Meter-Staffel vorhanden, die in der Beset­zung NSKK.-Mann Rau (Mtv.), Rottenführer Otto Luh (VfB.-R.), Sturmmann Helmuth Möll

(VfB.-R.), alle 4/M 147, und Rottenführer Zerndt, 22/M 147 (VfB.-R.) an den Start ging. Luh als zweiter Mann hatte schon einen Vorsprung von 8 Meter herausgeholt, als die falsche Aufstellung unh Behinderung durch eine andere Staffel die Gießener so weit zurückwarf, daß auch Möll als Schlußmann es nicht mehr schaffen konnte und es mit 46,8 Sekunden nur zum zweiten Platz reichte. NSKK.-Mann Schwan, 4/M 147 wurde Dritter im 100 - Meter - Hindernislauf der Klaffe A und Rottenführer Michels, 3/M 147 (Tv. 1846), im Lauf der Klaffe B ebenfalls Dritter. Sturmmann E. Haas, 4/M 147 (Tv. 1846), belegte im 200- Meter-Hindernislaufen den dritten Platz.

Glänzend besetzt war das Handgranatenweit­werfen. Die Mannschaft: Luh, Möll, Haas, Mohr, Schwan (alle 4/M 147) und Michels (3/M 147) er­zielte eine überragende Durchschnittsleistung von rund 60 Meter. Im Einzelkampf der Klaffe A tarn Luh mit 74 Meter zum ersten Sieg. In der Klaffe B errangen Michels mit 60 Meter und Mohr mit 55 Meter die beiden ersten Plätze.

Auch im Schwimmen waren die Gießener groß in Fahrt. Die jungen NSKK.-Männer des Sturmes 1/M 147 ließen ihren Gegnern keine Chance. Rotten­führer H o r e y f e ck gewann die 100 Meter Brust. Sturmmann Hofmann fertigte im 400 Meter Kraul feine körperlich stärkeren Gegner in 6:08,2 überlegen ab. Im 100 Meter Kraul siegte Sturm­mann Albold in 1:12,2, und die 200 Meter Brust waren eine sichere Sache für Sturmmann Keiner, der 3:34,4 benötigte.

Alles in allem: es wurden schöne Erfolge erzielt, die beweisen, daß das NSKK. großen Wert auf körperliche Durchbildung seiner Männer legt, ohne- die ein erfolgreicher motorischer Einsatz nicht möglich ist.

MSB.Barbara" aus der pokalrunde ausgeschieden.

Trotz ordnungsgemäßer Ansetzung war die Mann­schaft der Barbara nicht zur Stelle. Der TV. Heu­chelheim kam deshalb kampflos eine Runde weiter und tritt nunmehr am kommenden Sonntag auf eigenem Platz gegen den TV. Lützellinden an. Was die Artilleristen veranlaßt hat, in dieser Weise vor­zugehen, ist nicht verständlich. Die inzwischen weiter vorgenommene Verlosung hat ergeben, daß der TV. Hörnsheim kampflos in das Endspiel kommt und daß das Vorschlußrundenspiel die Sieger aus den Treffen

Tuspo W.-Niedergirmes TD. Garbenheim TV. Heuchelheim TV. Lützellinden

bestreiten werden. Sollte dasHüttenberger" Lokal­derby auch zum Pokalendspiel werden? Wer kann es wissen?! Auf jeden Fall kann man mit Be­stimmtheit sagen, daß vorher noch einige interessante Spiele Zustandekommen werden.

Eine vorbereitende Besprechung der verantwort­lichen Männer über die Ausgestaltung des der Werbeveranftaltung des Fachamtes Handball am 25. d. M. (Gaujpiel Hessen Mittelrhein) in Mar­burg hat ergeben, daß die Gaumannschast zunächst in einem nicht unwesentlich veränderten Gesicht auf­gestellt werden wird. Es ist schon darauf hinge- wiesen worden, daß der Kreis VIII., der mit der Ausrichtung beauftragt wurde, eine entsprechende Berücksichtigung erfahren wird. Die Männer, die in den stattgefundenen Auswahlfpielen ihr überragen« des Können unter Beweis stellen konnten, werden

mit von der Partie fein. Zunächst werden sich die beiden Bannauswahlmannschaften der beiden Banns 116 und 88 (Wetzlar) der HI. gegenüberstehen. Dann ist eigens zum Zwecke der Werbung und um einmal mehr den Spielstand des Kreises VIII. unter Beweis zu stellen, das Vorschlußrundenspiel um den Pokal des Kreisführers angesetzt worden. Wie diese Paarung lauten wird, steht im Augenblicks noch nicht fest. Sicher ist aber, daß es zwei würdige Gegner sein werden, die die Gewähr für ein ein­wandfreies Rahmenprogramm bieten.

Die Veranstaltung selbst verspricht ein (Ereignis erster Ordnung zu werden. Der Gau Mittelrhein will natürlich alles aufbieten, um auch diesmal wieder die Oberhand zu behalten, während man im Gau Hessen eifrig dabei ist, eine Einheit zu stellen, die in der Lage ist, die Dorspielniederlage wieder auszugleichen.

TV. Garbenheim TV. Dutenhofen 23:7 (11:4); Tv. Garbenheim 3gb. TV. Dutenhofen 3gb.

10:17 (5:9).

Ein recht torreiches Treffen gab es in Garben­heim. Dutenhofen mußte die Überlegenheit der Einheimischen erneut anerkennen. Ein Maßstab für die tatsächliche Stärke beider Gegner stellt das Er­gebnis allerdings nicht dar, weil sich der zahlreiche Ersatz nur zu einem Teil bewährte. Die Jugend der Gäste hatte vorher einen deutlichen Sieg sicher­stellen können. Um den Nachwuchs braucht es also Dutenhofen nicht bange zu sein.