Winke zur Volkszählung.
In diesen Tagen wurden den Haushaltungen die Zähllisten für die Volks-, Berufs- und Betriebszählung zugestellt. Für Gießen und seine Vororte Wieseck und Klein-Linden ist der Modus gewählt worden, jedem Häushaltungsoorstand die Zählliste direkt zuzustellen, also nicht, wie in anderen Orten, den Weg über den Hausbesitzer zu wählen. Dieses Verfahren hat den Vorzug, daß der Zähler mit dem Haushaltungsvorstand direkt in Beziehungen tritt. Nunmehr ist es Sache des Haushaltungsoörstandes, die Zähllisten mit größter Sorgfalt auszufüllen. Aber nicht nur die Haushaltungsliste muß alle erforderlichen Eintragungen erhalten, sondern auch die beigefügte Ergänzungskarte ist genau auszufüllen und in den Umschlag zu stecken, den der Hausyaltungsvor- stand selbst verschließt. Niemand darf diesen Umschlag unbefugt öffnen, wenn er sich nicht einer Strafverfolgung aussetzen will. Für gewerbliche Betriebe und für land- und forstwirtschaftliche Betriebsstätten sind besondere Listen auszufüllen, eben» so für die Grundstücke. Es sei besonders betont, daß die Zähler und Oberzähler zur strengsten Geheimhaltung aller im Verlause der Zählung zu ihrer Kenntnis kommenden Dinge und Eintragungen oer- pslichtei sind, die Fragebogen auch nur für amtliche statistische Zwecke Verwendung finden, aber in keiner Hinsicht etwas mit Steuersachen zu tun haben. Allen Haushaltungsvorständen sei dringend angeraten, die Fragen der Zählbogen genau anzusehen und zu überlegen, im Zweifelsfalle lieber den Zähler um Auskunft zu bitten, ehe etwa falsche Eintragungen gemacht werden.
Auszeichnungen bei der Reichsbank.
Dem Reichsbankrat Paul R e m a n e und dem Reichsbankoberzählmeister Adolf Schwarzlose wurde vom Führer das silberne Treudienst-Ehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit verliehen. Die lieber- reichung sand in würdiger Form durch den Behördenleiter statt.
Platzkonzert des GA.-Musikzuges.
Am morgigen Sonntag, von 11 bis 12 Uhr, findet anläßlich des Großstoffellaufes „Rund um die Anlagen" ein Platzkonzert des Musikzuges der SA.- Standarte 116 vor dem Stadttheater statt.
Sitzungen des Schwurgerichts.
Das Schwurgericht am Landgericht Gießen hält am Mittwoch, 24., Donnerstag, 25., und Freitag, 26. Mai, Sitzungen ab. Am ersten Derhandlungstage steht eine Anklage gegen ein junges Mädchen wegen Kindestötung auf der Tagesordnung, der zweite Derhandlun^tag wird eine Anklage gegen einen Mann aus Frankfurt a. M. wegen gewerbsmäßiger Abtreibung bringen, der letzte Sitzungstag ist einer Anklage gegen einen Mann aus Gießen wegen Meinewes gewidmet. Die beiden erstbezeichneten Angeklagten befinden sich in Haft, der letztere ist aus freiem Fuße.
Gießener Schlachthof als Ausbildungsstätte.
Nach dem vom Re ich Sinnenminister veröffentlichten Verzeichnis der zur Annahme von Veterinär« Praktikanten für die Ausbildung in der Schlachtvieh
Erinnerungen an Süd- und Älamerifa.
Vortrag im NG.-Rechtswahrerbund in Gießen.
Am gestrigen Freitagabend bot die Kreisgruppe „Wetterau" des NS.-Rechtswahrerbundes ihren Gästen und Mitgliedern im Hvfaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts einen interessanten Vortrag, der die Hörer im Geiste durch Mittel- und Südamerika führte.
Kreisgruppenführer, Oberstaatsanwalt K n a u ß konnte als Vortragenden den Oberarzt Dr. Weiß- w a n g e r aus Frankfurt a. M. begrüßen, der an Stelle des in letzter Stunde dienstlich nach Berlin berufenen, ursprünglich als Vortragenden angekündigten Professors Dr. med. Hans Holfelder gekommen war.
Dr. Weißwan ger hat ein Jahr später als Professor Holfelder die gleiche Reise unternommen und sich vor allem längere Zeit in Mittel- und Südamerika aufgehalten. Der Vortragende führte seine Hörer in fesselnder Schilderung den weiten Weg nach Neuyork über Ehikago und dann hinunter nach den mittel- und südamerikanischen Staaten. Er erzählte dabei von den wunderbaren landschaftlichen Schönheiten, den Menschen und ihren Lebensbedingungen, dem Werden und Wachsen jener Staaten und vor allem auch von den politischen Strömungen, die zur Zeit seiner Reise festzustellen waren und leider unter dem Einfluß der Juden und Kommunisten in zunehmendem Maße deutschfeindlich
wurden. Daß unter diesen Umständen unsere deutschen Volksgenossen in jenen Ländern einen schweren Stand haben, liegt ohne weiteres klar zutage. Hinzu kommt, daß auch der nordamerikanische Wirtschaftsimperialismus und starke soziale Gegensätze die Lebensbedingungen in allen diesen Ländern viel mehr verschärfen als an sich aus den wirtschaftlichen und sozialen Bedingtheiten heraus verständlich wäre.
Dr. Weißwanger verstand es, seinen Hörern alle diese Beobachtungen und Eindrücke in anschaulicher Weise nahezubringen. Dabei ließ er auch die Landschaft mit ihrefi Schönheiten durch viele Buntaufnahmen in farbigen Lichtbildern vor den Augen der interessiert folgenden Hörer erscheinen. Man lernte dadurch viele herrliche Teile jener Länder kennen, sah auf der anderen Seite aber auch die gewaltige Zusammenballung der Menschen in den Großstrürten mit ihren Wolkenkratzern.
In etwa eindreiviertelstündigem Dortrage gab der Redner eine fesselnde Schilderung seiner Reise- erinnerungen, die von den Besuchern verdientermaßen mit lebhaftem Beifall bedankt wurde. Oberstaatsanwalt K n a u ß brachte den Dank in herzlichen Worten zum Ausdruck und schloß dann den Abend in üblicher Weise.
und Fleischbeschau zugelassenen Schlachthöfe ist auch der Städtische Schlachthof in Gießen als Ausbildungsstätte für diesen Zweck zugelassen.
Echulungslehrgang für die Feuerwehrführer des Canbfreifes Gießen in Lollar.
Am Sonntag, 21. Mai, findet in Lollar ein Schulungslehrgang für die Feuerwehrführer des Landkreises Gießen statt. Der Kurzlehrgang, der auf Anordnung des Landrates des Landkreises Gießen stattfindet, weist folgende Tagesordnung auf: Vortrag über die Ausbildunasvorschrift; Dortryg über die Erfahrungen bei der Ausbildung. Dann werden noch praktische Vorführungen an den Geräten gezeigt. Zur Teilnahme an dem Lehrgang sind sämtliche Leiter der Freiwilligen Feuerwehren sowie ihre Stellvertreter, ferner die Leiter der Pflichtfeuerwehren ober deren Stellvertreter verpflichtet.
Ein schlechter Schafhirt.
In der Nähe der Militärschwimmanstalt bei Annerod wurde von Straßenpasfanten schon einige Tage lang ein Schaf liegend bemerkt, das sich bei näherem Zuschauen als wegunfähig wegen eines Beinbruches erwies. Die Finder gaben dem Tier zunächst zu fressen und setzten sofort die Gendarmerie in Kenntnis, die für die Sicherstellung und zweckmäßige Unterbringung des armen Tieres sorgte. Nach Lage der Dinge hat der Schäfer der Herde das verletzte Schaf offensichtlich einfach liegen lassen und ist weitergezogen, ohne sich Gewissens-
bisse über das Schicksal des verlassenen Tieres zu machen. Die Ermittlungen nach dem herzlosen Menschen wurden sofort in die Wege geleitet. Ein gehöriger Denkzettel auf Grund des Tierschutzgesetzes dürfte ihm sicher sein.
Gießener wochenmarkipreife.
* Gießen, 13. Mai. Aus dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Markenbutter, VA kg 1,60 Mark, Matte 25 bis 50 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Eier, Klasse S 11, A 10%, B 10, C 9%, D 8%, Enteneier 9% bis 10%, Wirsing, % kg 20 bis 30, Weißkraut 15, Karotten 15 bis 16, Spinat 10 bis 25, Spargel, 1. Sorte 90 Pf. bis 1 Mark, 2 Sorte 90 Pf., 3. Sorte 70, 4. Sorte 40 bis 44, Erbsen 25 Pf., Tomaten 45 bis 50, Zwiebeln 15 bis 18, Meerrettich 40, Schwarzwurzeln 45 bis 50, Rhabarber 20 bis 25, Kartoffeln, neue, % kg 24 Pf., alte, % kg 5 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,40 bis 4 Mark, Aepfel, % kg 35 Pf., junge Hähne 80 Pf. bis 1 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Tauben, das Stück 50 bis 60 Pf., Blumenkohl 30 bis 50, Salat 20 bis 30, Salatgurken 52 bis 60, Oberkohlrabi 25 bis 30, Lauch 5 bis 15, Sellerie 10 bis 50, Rettich 10 bis 20, das Bündel 20 bis 30, Radieschen 5 bis 15 Pf.
** Eine Achtzigjährige. Am heuttgen Samstag, 13. Mai, kann Frau Witwe Susanne Zeidter, Sandgasse 43 wohnhaft, in bester Rüstigkeit ihren 80. Geburtstag begehen. Der Jubilarin, einer langjährigen treuen Bezieherin des Gießener
Anzeigers, unseren herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.
** Amtstag des Hessischen Hochbauamt e s. Wegen der angespannten Lage im Baufach hat das Hessische Hochbauamt einen wöchentlichen Amtstag, jeweils am Samstag, bis auf weiteres für den Besuch des Publikums bestimmt.
** Verkehrssünder. Die Polizei schritt in der Zeit vom 28. April bis 4. Mai ein: Gegen Kraftfahrzeugführer mit 4 Anzeigen und 4 gebührenpflichtigen Verwarnungen: gegen Radfahrer mit 1 Anzeige und 4 gebührenpflichtigen Verwarnungen: gegen Fußgänger mit 2 gebührenpflichtigen Verwarnungen.
** Waldwege und Schneisen sind nicht zum Spazierfahren da. Der Oberbürgermeister weist heute darauf hin, daß das Fahren auf den Wegen und Schneisen im Stadt-
RUHL Seilersweg Nr. 67
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wald mit Autos und Fahrrädern strafbar ist. Nur die 1. und die 5. Schneise sind bis auf weiteres für den Radfahrerverkehr freigegeben.
** Dom Wochenmarkt. In der nächsten Woche wird wegen des Himmelfahrstages der Wochenmarkt vom Donnerstag auf Mittwoch, den 17. Mai, vorverlegt.
** Maienblasen. Am heutigen Samstag von 19 Uhr ab findet das Maienblasen vom Turm der Johanneskirche statt. Es werden gespielt: 1. „Sei Lob und Ehr': 2. „Die Kapelle"; 3. „Goldne Abendsonne".
Nundfunkprogramm
Das Rundfunkprogramm für Sonntag sieht im vierten Blatt, Seite 2.
Montag, 15. Mai.
5 Uhr: Don Breslau: Frühmustk. 5.50: Bauer, merk auf: Anschließend Nachrichten. 6: Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.25: Kleine Ratschläge für den Garten. 8.40: Von Breslau: Froher Klang zur Werkpause. 10: Dom Deutschlandsender: Schulfunk. 11.40: Ruf, ins Land. 12: Don Hamburg (aus Hannover): Schloßkonzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Don Hamburg (aus Hannover): Schloßkonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Das Stündchen nach Tisch ... 16: Nachmittagskonzert. 17 bis 17.10: Neues für den Bücherfreund. 18: Der Hof ruft! Bauern an der Grenze. 18.30: Männer und Motoren. In der Motorsportschule Diez a. d. Lahn. 19.15: Tagesspiegel. 19.25: Don Breslau: Meine Flucht aus der roten Hölle. Es spricht die ehemalige kommunistische Reichstagsabgeordnete Maria Reese. 19.45: Der fröhliche Lautsprecher. 20: Nachrichten. 20.15: Von Breslau: „Der blaue Montag". Don der Oper bis zum Tonfilm. 22: Nachrichten. 22.15: Kamerad, wo bist du? 22.30 bis 24: Don Königsberg: Unterhal- tungs- unb Tanzmusik.
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Verlobte
Nürnberg Seuchelheim-Gießen
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Wir geben unsere Verlobung bekannt
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Pfarrassistent
Gretel Momeweg, geb. Neuß
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Kirchliche Trauung: Samstag, den 13. Mai 1939, um 14% Uhr, in der Gtadtkirche zu Friedberg
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