Ausgabe 
13.5.1939
 
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Das Haus des Deuischen Rechts

Unser Bild zeigt den Neubau des Hauses des Deutschen Rechts. -- (Scherl-Bilderdienst-M.)

Oer Reichsappell der deutschen Beamten

Im Hause des rumänischen Unterstaatssekretariats für Presse und Propaganda wurde eine deutsche Derkehrsausstellung eröffnet, die von der Generalvertretung der Reichsbahn-Zentrale für den deutschen Reiseverkehr organisiert ist. Die Eröffnung

Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Langem Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr.W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für, Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 39: 9530. Druck und Verlag: Brühlsche Universitäts- druckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

NSG. Am Freitag sprach auf der Haupttagung des 2. Deutschen Beamtentages in Frankfurt a. M. Reichsamtsleiter Dr. Knorr vom Rassenpolitischen Amt der NSDAP. Es komme darauf an, natürliche Verhältnisse in Deutschland wieder herzustellen, die darin bestehen, daß immer der T ü ch t i g st e je­weils auch die größte-Kinderzahl habe. Zwischen den hochwertigen Leistungsgruppen pflanze ich das asoziale Element ungehindert fort. Es gehe also darum, einmal den Kinderreichtum des asozialen Elements zu verhindern und andererseits den Kinderreichtum der erbgesunden Familien zu ördern. Hierbei sei besonders wichtig die I u n g - ehe, denn wenn man von dem physiologischen Moment der Spätehe absehe, so müsse doch fest­gestellt werden, daß der alte Junggeselle aus seinem ganzen Wesen heraus für die Ehe untauglich sei. Die Frühehe erfordere einmal eine anständige Besoldung des jungen Nachwuchses und ferner auch die Uebertragung von Ver­antwortung, denn es sei unsinnnig zu behaup­ten. daß die Jugend keine Verantwortung über­nehmen könne. Mit einem Appell, vorbildlich in den rassenpolitischen Fragen voranzugehen, schloß der Redner seine Ausführungen:Die Volksge­nossen draußen warten nicht so sehr auf neue Vor­schriften wie auf Vorbilder".

Reichsamtsleiter, Gesandter D a i tz, bezeichnete die revolutionären Umwälzungen in Deutschland, Italien, Spanien und der Türkei als den Ausdruck der sich anbahnenden Wiedergeburt Europas. Dem obersten Gesetz allen Lebens, sich aus eigener Kraft und auf eigenem Lebensraum zu entfalten, müssen die Kontinente treu bleiben. Sie müssen eine raumpolitische Einheit bilden, wobei sich

Schackstraße als unmittelbaren Flügelanbau an das Haus in der Ludwigstraße in östlicher Richtung.

Die Aufgabe des Hauses des Deutschen Rechts ist der Dienst an der Verwirklichung des national­sozialistischen Rechtsideals. Nicht formales Denken in einer abstrahierten, rein begrifflich konstruierten Gesetzlichkeit ist der Inhalt dieser Rechtsidee, son­dern das Handeln an einer volksgenössisch sich aus­wirkenden Aufgabenerfüllung. Das Lebensrecht un­seres Volkes muß vor dem Formalrecht der juristi­schen Fachlichkeit stehen.

Als erste Schöpfung, die in diesem Hause erstehen wird, soll in Zusammenfassung aller bisher auf die­sem Gebiet geleisteten Arbeiten die N e u g e st a l - tung des volksgenö s s i schen Rechts­te b e n s des bürgerlichen Rechts vorgenom­men werden. In allgemein verständlicher Weise soll ein nationalsozialistisches deutsches Volks- gefetzbuch, das die das Gemeinschaftsleben regelnden Bestimmungen enthält, ausqearbeitet werden. Die auf diesem Gebiet bestehenden Aus­schüsse der Akademie für Deutsches Recht werden vereinigt, um in der neuen-Arbeitsstätte mir dieser Kodifikation für die Gesamtgestaltung des rechtlichen Gemeinschaftslebens unseres Volkes ihre Arbeiten aufzunehmen.

Bei der Verabschiedung des Voranschlags des Ministeriums für Devisenbewirtschaftung wies Mi­nister Guarneri vor der faschistischen Kammer auf die befriedigende Entwicklung der italienischen Handelsbilanz hin. Der von rund 6 auf 3 Milliarden zurückgegangene Fehl­betrag der Handelsbilanz dürfte sich in diesem Jahr um annähernd eine weitere Milliarde verringern. Das Ziel, das sich Italien auf wirtschaftspolitischem Gebiet vor 14 Jahren gesteckt habe, sei damit er­reicht.

Die englische Handelsabordnung traf aus Bukarest unter Führung von Leith-Roß in Athen ein, wo mit den für Wirtschaftsoerhand­lungen zuständigen griechischen Beamten bereits die erste Fühlung genommen wurde.

Das Ehrenkreuz

-er deutschen Mutter.

Das vom Führer Adolf Hitler gestiftete Ehren- kreuz der deutschen Mutter hat überall Dankbarkeit und Freude ausgelöst. Das wird offenbar auch in der Flut von Zuschriften an die Präsi. dialkanzlei des Führers. Voraussetzung für die Verleihung ist immer, daß die Eltern der Kinder deutschblütig und erbtüchtig und daß die Kinder von den zu ehrenden Müttern geboren sind Adoptierte Kinder, Pflegekinder usw. scheiden daher bei der Anrechnung aus. Diese notwendige Begren­zung kann nicht durch Ausnahmen durchbrochen werden. Der Vorrang des Gemeinschaftsinteresses erlaubt auch keine Abweichung vom alljährlichen Derleihungstermin, dem Muttertag. Aus diesen un­erläßlichen Grundsätzen ergab sich bereits die Not­wendigkeit der Ablehnung einiger Son­derwünsche. So hatte eine 102jährige Mutter von sieben Kindern, vielleicht die augenblicklich älteste Mutter, die das Ehrenkreuz bekommt, ge­schrieben, daß sie gern zu ihrem 102. Geburtstag im April die Auszeichnung erhalten würde. Das aber war leider nicht möglich. Ebensowenig konnte die Bitte eines Vaters von zwölf Kindern berücksichtigt werden, ihm selbst ausnahmsweise das Ehrenkreuz zu geben, weil seine Frau schon verstorben ist. Unerfüllbar war auch der Wunsch eines anderen Vaters, dessen erste, inzwischen verstorbene Ehefrau ihm sieben Kinder geboren hatte und der das Ehren­kreuz für seine jetzige zweite Ehefrau beantragte, die zwar persönlich erst zwei Kinder geboren, aber doch neun zu versorgen hat.

Im übrigen sei ausdrücklich darauf hingewlesen, daß alle Anträge und Anfragen bei dem Bürg e r- m eist er einzureichen sind und nicht etwa beim Führer oder bei der Präsidialkanzlei des Führers, die sich schon rein technisch unmöglich um jeden Einzelfall kümmern kann und daher doch alles der zuständigen örtlichen Stelle zuleiten muß. Es ent­steht also nur Doppelarbeit und Zeitverlust. Die Herstellung der etwa fünfeinhalb Millionen Ehren­kreuze für alle in Betracht kommenden Mütter ist in der gegebenen Frist technisch nicht möglich, da die Emaillierarbeit bei der begrenzten Zahl der hierfür zur Verfügung stehenden gelernten Arbeitskräfte in der kurzen Zeit unmöglich zu leisten ist. Es wird ober angestrebt, daß alle in Betracht kommenden Mütter über 60 Jahre am Muttertag das Ehren­kreuz erhalten.

Die Elektrifizierung der Reichsbahn.

Der elektrische Ausbau Nürnberg-Saalfeld

Mit dem Fahrpl.anwechsel am 15. Mai wird a u f der Strecke Nürnberg Saalfeld der elektrische Betrieb aufgenommen. Es handelt sich um eine Teilstrecke der Strecke Nürn­bergHalle/Leipzig, die auf elektrischen Zugbetrieb umgestellt wird. Durch die Elektrisierung dieser 350 Kilometer langen Strecke soll das süd­deutsche elektrische Bahnnetz mit dem mitteldeutschen Netz zu einem einheitlich betriebenen Netz zusammengeschlossen werden, Die Kosten dieses Bauvorhabens sind ohne die Fahrzeuge mit rund 72 Millionen RM, veranschlagt. Die Arbeiten um­fassen die Ausrüstung von 1400 Gleiskilometern mit Fahrleitungen, die Herstellung von 375 Kilometer Bahnstromfernleitungen, die Errichtung der nötigen Werke und Werkstätten. Zur Freimachung des lich­ten Raumes für die Fahrleitungsanlage und für den Durchgang der Stromabnehmer sind 87 Bau­werke zu verändern. Endlich müssen viele Bahn­höfe umgebaut werden. Die Rest strecke von Saalfeld bis Halle/Leipzig wird voraussichtlich im Sommer näch sten Jahres dem Betrieb übergeben werden können. Im Zeichen des Vier- jahresplanes sind auch bei der Fahrleitung nach Möglichkeit Heimstoffe verwendet worden, wodurch der Kupferbedarf wesentlich herabgesetzt werden konnte. Der Stahlknappheit ist dadurch Rechnung getragen worden, daß auch bei den Fahrleitungs- tragroerfen weitgehend Leichtmaste verwendet wer­den Die Inbetriebnahme der Strecke Nürnberg- Saatfeld wirh zunächst noch keine erhebliche Reise- zeitverkürzung zwischen Berlin und München zur Folge haben, sie wird aber schon jetzt im Thü­ringer Wald erhebliche Betriebs­erleichterungen mit sich bringen. Nach Fer­tigstellung der Reststrecke ist beabsichtigt, mit der Elektrisierung bis zur Reichshauptstadt vorzustoßen. Erst auf dieser langen Strecke werden die besonderen Vorzüge des elektrischen Zugbetne- bcs voll zur Auswirkung kommen.

Ausklang der Gaulusturwoche.

Festkonzert in Wiesbaden.

Im Rahmen der Gaukulturwoche war das große Konzert im Wiesbadener Kurhaus einer der festlichen Höhepunkte. An der Spitze des Wies­badener Festorchesters, das für besondere Gelegen­heiten aus dem Orchester des Deutschen Theaters und dem de^ Kurhauses gebildet wird, ließ der Präsident der Reichsmusittammer, Professor Dr. Raabe, die Schönheiten derOberon - Ouoer- türe, der ihm gewidmetenVariation und tfuge von Walter Trent er und insbesondere der 2. Symphonie von Johann Br ah ms m höchstem Glanze erstrahlen und gestaltete das Festkonzert nut dem musizierfreudigen Orchester zu einem nachhal­tigen Erlebnis. Professor Raabe, nach den einzel­nen Werken stürmisch gefeiert, mußte immer wieder den Dank der begeisterten Hörer, unter denen sich auch der stellvertretende Gauleiter Linder und Regierungspräsident von Pfeffer befanden, en gegennehmen Die Kurverwaltung ehrte den Gast durch einen goldenen Lorbeerkranz.

Das Programm

für Samstag und Sountaq.

Frankfurt: Arn Samstag Dolksmusikabend. Werke von Bach, Friedrich dem Großen, Gluck und Bresgen. Ausgeführt von der Fachgruppe I der Fachschaft Volksmusik der in der Reichsmusikkammer vereinigten Liebhaberorchester.

fiolthaufen (Kreis Biedenkopf-Dillenburg): Am S°nn°°° groß-- D°r»°st. F-stUch- W°.h° Dorfes Holzhausen als Musterdorf durch ^nul^ter und Reichsstatthalter Springer. S^Mtaltum Die Gaudienststelle der N«.-GemeinschaftKra ^D^?D°tt "tz°lzhau!°n ist mit d°m Kraftwagen von der Straße BiedenkopfGladenbach aus z - reichen. Für die Anfahrt mit der Bahn empfiehlt sich die Benutzung des- Sonderzuges von der Bayn- station Frankfurt, Friedberg, Bad-Nauheim, Gre-

aeftaltete sich durch die Anwesenheit des rumäni­schen Ministerpräsidenten C o l i n e s c u und an­derer hervorragender rumänischer Persönlichkeiten zu einem politischen Ereignis ersten Ranges.

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Die Niederlegung der deutschen und der ita- lienisck)en Ratifikationsurkunde zum Abkommen über den Eintritt Deutschlands in die Europäische Donaukommission ist erfolgt. Die erste Ta­gung der Kommission unter Mitwirkung Deutsch­lands beginnt am 13. Mai in Galatz. Die Euro- pärsche Donaukommission befaßt sich mit den Donau» mündungen abwärts Braila.

Der rumänische Finanzminister Constanti- nescu hatte in Rom Besprechungen mit Finanz­minister Thao di Revel und dem Minister für Devisenbewirtschaftung, G u a r n e r i, über die ita­lienisch-rumänischen Handelsbeziehungen und den gegenseitigen Zahlungsverkehr. Constantinescu wird auch von Mussolini und dem Außenminister Graf Ciano empfangen werden.

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Der jugoslawische Ministerpräsident Zwetko - witsch erklärte dem deutschen Abg. Hamm, der ihm verschiedene Wünsche und Beschwerden der deutschen Volksgruppe in Jugosla­wien vortrug, daß die seit längerer Zeit bean­tragte Aenderung der Satzungen des seit 1921 bestehenden Schwäbisch-Deutschen Kulturbun­des genehmigt worden ist.

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Der am Donnerstag in Berlin gegründeten I n - ternationalen Forst zentrale ist jetzt auch Finnland beigetreten.

Aus aller Wett.

Riesenbrand in Chikago fordert 12 Todesopfer.

Die großen Getreidehallen von Chikago stehen seit Donnerstag in Hellen Flammen. Das Feuer brach nach Beendigung der Arbeit in einem der fünf großen Getreideschuppen aus und griff mit großer Schnelligkeit um sich. Bevor noch die Feuer­wehr zur Stelle war, ereigneten sich mehrere Ex­plosionen, durch die das Dach eines Schuppens mehrere hundert Meter weit geschleudert wurde. Das Wachpersonal, das- sich im Schuppen befand, tarn in den Flammen um. Bisher zählt man 12 Todesopfer; die Leichen stnd bis zur Un­kenntlichkeit verbrannt. Fünfzehn Personen, in der Mehrzahl Feuerwehrleute, wurden schwer ver­letzt. Der Sachschaden wird auf zweieinhalb Mil­lionen Dollar geschätzt. Fast die gesamte Feuerwehr von Chikago, über tausend Mann, befand sich an der Brandstätte.

Kindesmörderin zum Tode verurteilt.

Das Rostocker Schwurgericht verurteilte die 22 Jahre alte ledige Anna Reuter aus Al­lershagen bei Rostock wegen Mordes zum Tode und dauernden Ehrverlust. Sie hatte am 24. Februar d. I. ihrer 5 Monaten alten Tochter, die in einem Heim gut untergebracht mar, bei vorübergehender Abwesenheit der Schwe­ster aus einer mitgebrachten Flasche Salzsäure zu trinken gegeben, so daß das Kind in der nachfolgenden Nacht trotz aller Hilfe nach grauen­vollen Schmerzen erstickte.

40 Todesopfer eines Schiffsunglücks bei Reuschottland?

Man befürchtet, daß bei einem Zusammen- st o ß von zwei Fischereifahrzeugen im dichten Ne- bei, etwa 150 Meilen nordwestlich Boston, in der Nähe von Neu-Schottland, insgesamt 40 Personen ums Leben kamen. Neun Fischer wurden halb erfroren und völlig erschöpft in einem Rettungsboot bei Yarmouth treibend aufgefunden. Einer der Ge». retteten ist inzwischen geftorbcn. Die lieber» lebenden erzählen, daß sich der Zusammenstoß nachts, als die meisten in ihren Kojen schliefen, ereignete. Beide Segelschiffe sanken sofort. Die Mannschaften mußten, teilweise nur mit dem Hemd bekleidet, in das eiskalte Wasser springen. Die Ka­pitäne beider Fahrzeuge gingen wahrscheinlich mit ihren Schissen in die Tiefe. Mehrere Dampfer und Küstenwachboote suchten die Unfallstelle mit Schein­werfern ab, fanden aber nur ein leeres, treibendes Rettungsboot.

Treffen des Grünen Korps in Koblenz.

Das Treffen des Grünen Korps (26. Res. Korps) das vorn 13. bis 15. Mai in Koblenz zur Feier des 25. Jahrestages der Schlacht von Langemarck stattfinden sollte, mußte auf einen spä­teren Zeitpunkt verlegt werden. Nur die Wieder­sehensfeiern der Reseroeregimenter 238 und 240 werden in einfacher Weise abgehalten. Nach Ka­meradschaftsabenden ehren die Kameraden die Ge­fallenen und ihren Divisionskommandeur Genera! Waldorf an dessen Grab auf dem Koblenzer Friedhof. Nach einer Rheinfahrt beginnt abend- ab Koblenz die Flandernfahrt.

Wetterbericht

Während in den nördlichen Gebieten des Reiches der Einfluß des nordeuropäischen Hochdruckgebietes stärker zur Einwirkung gekommen und vielfach Auf­heiterung eingetreten ist, bedingt das Zusammen­treffen verschiedenartiger Luftmassen bei uns noch leicht unbeständiges Wetter. Auch für die Folge bleibt für unser Gebiet die Grenzlage zwischen Hoch- und Tiefeinfluß noch bestehen, so daß trotz gelegent­licher Aufheiterung noch keine durchgreifende Besse­

rung zu erwarten ist.

Vorhersage für Sonntag: Veränderlich mit gelegentlicher Aufheiterung, doch immer noch unbeständig und zu Regenfällen neigend. Bei leb­haften östlichen Winden nachts etwas frischer, tags­über mäßige Erwärmung.

Vorhersage für Montag: Noch immer unbeständig.

Lufttemperaturen am 12. Mai: mittags 11 Grad Celsius, abends 10,7 Grad; am 13. Mai: morgens 9,7 Grad. Maximum 12,3 Grad; Minimum heute nacht 8,5 Grad." Erdbodentemperaturen in 10 cm Tiefe am 12. Mai: abends 12,3 Grad; am 13. Mai: morgens 10,8 Grad. Niederschläge 4,3 mm.

jedes Volkstum, das der Nationalsozialismus achtet und respektiert, seinen eigenen Leben s st i l formt. Für das deutsche Volk gelte die autoritäre Form des Volks st aates, sein Lebensstil sei die soldatische Haftung. Kontinentaleuropa werde sich aus dem Zwang eigener Notwendigkeit heraus neu orden. England mit seiner Orientierung nach Westen hin, Italien nach Süden und Deutsch­land in Osteuropa seien die Länder, die zusarnmen- stehen müßten,' um die sich anbahnende Wieder­geburt Europas zu fördern und zu vereidigen.

Obergebietsführer Dr. Stellrecht ging davon aus, daß die vergangene Zeit im deutschen Volke drei Jugendbewegungen hervorgebracht habe, die Jugendbewegung der Freiheitskriege, der Vorkriegszeit und der Hitler-Jugend, von denen aber mir die letzte in den Staat hineinge­rn a ch s e n sei. Ihre Aufgabe bestehe darin, den Jungen und das Mädel durch das Erlebnis und nicht durch das Wissen zu erziehen und den Jungen so sein zu lassen, wie er ist. Auf diese Weise ist der Pimpf heute schon ein Typ geworden, der aus dem deutschen Gemeinschaftsleben nicht mehr Hinwegzudenken ist. Auf diese Weise werde in der großen Zahl der Hitlerjungen eine neue Generation herangezogen, die in der späteren Entwicklungs­geschichte ihres Volkes notwendig sein werde. So erzöge sie die kommenden Generationen zu einem neuen Ideal und gebe ihr eine schöne Jugend, wenn sie auch von ihr schon im frühen Alter die Einord­nung verlange. Weil die Jugend dadurch zu den Werten höchster Pflichterfüllung erzogen werde, werde sie auch zu einem Verständnis für das deutsche Beamtentum kommen.

; e n ober Marburg (Lahn), der rechzeitig zur Teil­nahme an der Feier und dem Dorffeft eintrifft.

Frankfurt: Festliche Kulturkundgebung am Sonntagvormittag. Es sprechen *1*1" Oberführer Hinkel, Abteilungsleiter im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda, und Kreis- leiter Schwebe!. Durchgeführt von der Kreisleitung Frankfurt.

Kleine politische Nachrichten.

Unter der Schirmherrschaft des Reichsprotektors findet vom 11. bis 18. Juni in Prag die erste deutsche Kulturwoche statt, deren Aufgabe es ist, den deutschen Anteil am Kulturschaffen in Böhmen und Mähren in einer geschlossenen Schau darzustellen.

In Antwerpen wurde die Deuts ch e KunsthandwerksausstellungHausgerät und Leben in Deutschland" feierlich eröffnet. Die Ausstellung ist von der Gemeindeverwaltung Ant­werpen in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Belgi­schen Gesellschaft und dem Deutschen Kunstdienst unter der Schirmherrschaft des Antwerpener Ober­bürgermeisters, des belgischen Kultusministers, des belgischen Botschafters in Berlin und des deutschen Botschafters in Brüssel eingerichtet worden.

Am Donnerstagmorgen starb der Verleger des Lieanitzer Tageblatts", Kommerzienrat Dr. Heinrich K r u m b haar. Der im 72. Lebensjahr Verstorbene, Sohn einer schlesischen Verleaerfarnilie, Otjeitöem er 1904 in den Vorstand des Vereins deutscher Zei- tungsverleger eingetreten war, jahrzehntelang einer der führenden Männer in der Standesoraanisation der deutschen Derleaer und damit im deutschen Zei- tungsgewerbe gewesen.

Der Gold ström nach den Vereinigten Staaten betrug nach einer Mitteilung der Neu-

yorker Bundes-Reserve-Bank im April von Europa 606 270 000 Dollar. 384 Millionen Dollar stammten allein aus England.

Das Generalsekretariat der Genfer Liga teilt mit, daß die Eröffnung der 105. Ratssitzung auf den 22. Mai festgesetzt worden ist.

Der amerikanische Staatssekretär Hüll verneinte in der Pressekonferenz die Frage, ob General Marshall, der nach Brasilien unterwegs ist. dort militärische Abmachungen treffen wolle. Hüll erklärte, die amerikanische Regierung sei durch­aus in der Lage, sich und ihre Interessen jederzeit selbst zu. verteidigen. Nichts liege ihr ferner, als der Gedanke militärischer Bündnisse.

Berlin, 12. Mai. (DNB.) Entsprechend dem Wunsche des Führers, daß sämtliche Gliederungen, angeschlossenen Verbände der NSDAP, und Jn- titutionen des Dritten Reiches in der Haupt- t a b t der Bewegung ihre Heimstätte und Führung haben sollen, hatte der Präsident der Akademie für Deutsches Recht, Reichsminister Dr. Frank, im Jahre 1936 den Bau des Hau- es des Deutschen Rechts in München mgeortmet. Am 24. Oktober 1936 fand die Grund- teinlegung durch den Reichsminister für Wifsen- chaft, Erziehung und Volksbildung, Bernhard Rust, tatt. Im März 1937 wurde mit den Bauarbeiten begonnen, und nunmehr findet nach zweijähriger Sau arbeit die Einweihung des Haupt­baues des Bauteiles I am 13. Mai statt.

Das Haus des Deutschen Rechts wird in i n s ge - amt vier Bauteilen errichtet. Nachdem jetzt )er Bauteil I in der Ludnügstraße fertiggestellt ist, st mit dem Bauteil II dem ße f e f a a I, der n Zusammenhang mit dem völligen Umbau des bis­herigen Max-Josef-Stiftes erfolgen soll, bereits be­gonnen. Als Bauteil III soll ein Gebäude für einen großen Sitzungssaal als Neubau entstehen. Der Bauteil IV umfaßt die Errichtung des Ge­bäudes der Deutschen Rechtsschule an der