Ausgabe 
12.8.1939
 
Einzelbild herunterladen

. LA

' - «4 W-. >.

. . s

. \ * **.

'/'; ' /

;O,Zuns-

enBemi- rddigllss

j jutet jiit 15"

l<M.y ^.rrr,

telil

: erhalir

oerkauk." »uenw«8

Guts )fen tarke A 10 zu,««' fett b*

itecklW

W 20-30-4

U M ib^

i»< A>

rfouf.i-:' lobet, isburg!

Lader. sank W oer.

»res ' mW Grobe

nzeiss A-B ww- bm. = ^. Seichte -

SWLJ S- ; Lu^ iedB- . zses> ea.9'^ ,.AW-

IM

MW : erhalte

nut S'Z «agenbit, ttlagsttte 2

Rn lEiiti;. ®«beintni; «geföebti MdmL JjWit jeuöeaim ^gen Stj, der üll

I« Sie

undPr°!> f« 3Äfc- öetüoti «tatfotw

9'M

M

leiste, h'sln »en,

HrJ8Z Zweites Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzetger für Oberhessen)

l2./l3. August fyZY

Wandern und weisen Bäder und Sommerfrischen

3m Hinteren Taunus

fciibjungi hm äbi

Schmitten, im Taunus. Blick vom Leistenbachtal, im Hintergründe der Große Feldberg. (Ausnahme: Archiv.)

Weit hinein ins Land ragt der imposante Turm des neuen Fernsehsenders auf dem Feldberg, etwas weiter westlich taucht aus dem dunklen Grün der unendlichen Wälder die Burgruine von Oberreifen­berg auf, vom gegenüberliegenden Judenkopf ober­halb Seelenbergs aus bei wechselnder Beleuchtung immer wieder ein Bild von eigenartiger herber Großartigkeit. Als liebliche Idylle dagegen öffnet sich der Blick von der Höhe der Bismarckeiche am Fuße des Eichwaldkopfes auf das untere Weiltal

wieder über eine Brücke gemächlich die buntblühenden Hänge der lieblichen Ilzstadt hinaufwandert; bald weitet sich vor den erstaunten Augen der wunder­same Ausblick auf die Dreiflüssestadt mit den ita­lienischen Dächern, den wuchtigen Türmen und den spiegelnden Wassern.

In schmalen Windungen muß sich die Donau durch die zusammentretenden Bergmassen hmdurch- zwängen; auf den Höhen ragen noch jetzt die Ruinen der Raubritterburgen, deren Herren hier einst die Kauffahrteischiffe abfingen und plünderten. Ruhiger wird nun der Lauf der Donau, als wolle sie neue Kräfte sammeln für die weite Reise nach dem Osten.

wundervollen Rundschau von der Plattform des Turmes zu erfreuen. Rote Striche weisen uns jetzt den Weg abwärts nach dem lieblich im Tal gelege­nen Fellingshausen, das wir durchschreiten, um am andern Ende, jetzt ohne Zeichen, wieder aufwärts zu steigen und nach Durchquerung des Vetzberger Wäldchens auf Feldwegen nach Vetzberg zu ge­langen. Sehr lohnend ist die Besteigung der Burg­ruine, da sich von dem alten Gemäuer ein ent­zückender Ausblick bietet. Bald ist das nahegelegene Rodheim, unser Endziel erreicht. Marschzeit drei Stunden.

Nidda Salzhaufen Allenberg Reipperls Schotten.

Diese lohnende Dogelsbergwanderung ist durch­gehend mit roten Kreuzen bezeichnet. Don unserem Ausgangspunkt Nidda wandern wir über einen Höhenrücken nach dem idyllischen Bad Salzhausen. Nach Besichtigung der Kur- und Quellenanlagen führt unser Weg über den Rabenstein mit hübschem Dogelsbergblick teils durch herrlichen Laubwald, teils über grüne Waldwiesen zur Haubenmühle. Don hier führt das Zeichen wieder durch Wald zur Höhe, die Platte genannt, wo man eine pracht­volle Aussicht nach dem hohen Vogelsberg, dem Taunus und den Marburger und Gießener Bergen, hat. Abwechselnd durch Feld und Wald, immer schöne Ausblicke genießend, kommen wir über den Altenberg zum Jagdhaus Wolfslauf, vor dem sich wieder eine herrliche Aussicht über die Wetterau und den Taunus erschließt. In wenigen Minuten erreichen wir den Reipperts. Auch hier erfreuen uns prächtige Blicke auf Täler, Höhen und mehrere Dörfer des Vogelsbergs. Auf schönen Waldwegen gelangen wir durch die sog. Spies nach unserem Endziel Schotten. Dauer der Wanderung 5 Stunden.

der großen Beliebtheit, die sich der Taunus als Wanderziel und Som­merfrische -besonders beim Rheinländer erfreut, ver­läuft sich der Menschen­strom sehr schnell im wei­ten Raum, und auf den ausgezeichnet angelegten und vom Taunusklub vorbildlich markierten Wanderwegen trifft man nur selten eine Men- schenseele, wohl aber kann hier auch einmal der simple Wandersmann im großen Schweigen einsa­mer Waldwiesen äsende Rehe beobachten oder gar den Hirsch ohne Scheu seines Wegs ziehen sehen.

Schmitten ist Ausgangs­punkt solcher Wanderun­gen durch den hinteren Taunus wenn man sich einmal den Sprach­gebrauch der Frankfurter zu eigen machen will, die ja Homburgvor der Höhe" nennen aber auch für längeren Auf­enthalt besonders geeig­net. Hier macht das Weil­tal einen deutlichen Ein­schnitt, Leistenbachtal und Lauterbachtal treffen vom Pferdskopf im Norden und vom Sandplacken im Süden her hier zusam­men, zwischen ihnen ein Kranz bewaldeter Höhen, dem der Ort seine wind­geschützte Lage verdankt. Ungeheuer vielseitig sind die Möglichkeiten, die schon die nähere Umge­bung Schmittens an We­gen bietet, die mit gro­ßem Verständnis für die verschiedenen Bedürfnisse des Wanderfreundes und des Ruhe und Ausspan­nung suchenden Kurgastes

Donauufer verschoben und sie mit starken Boll- merfen befestigten; aus dem Namen des zwischen den Flüssen errichteten Kastells Batava wurde im Lause der Zeit Päzzawa und schließlich Passau, das im fünften Jahrhundert zum erstenmal unter bayerische Herrschaft kam.

Krieg und Raub, Seuchen und Ueberfälle, Erd- beben und Ueberschwemmungen und große Feuers­brünste suchten die alte Donaustadt Jahrhunderte hindurch heim, aber tatkräftige Fürstbischöfe und ein zielbewußtes Bürgertum fanden immer wieder den Weg zu neuem Aufbau. Man gewinnt ein redjtes Bild von Passau, wenn man über die Donaubrücke geht, dann durch ein Felsentor, das in waghalsiger Kurve von Autos durchlärmt wird, und

Der Sommer unseres Mißvergnügens neigt sich dem Ende zu. Wenig Sonne, viel Regen undfür die Jahreszeit zu kühl", wie die lakonische Fest­stellung unserer Wetterpropheten lautet, so war es wohl, fast überall. Dunkel wie die Worte der Pythia sind auch ihre Voraussagen für den Rest der Urlaubszeit, die Aussichten auf einen sonnigen, trockenen Nachsommer sind nicht gerade groß. Wir müssen das Wetter halt schlucken, wie Petrus es für uns anrichtet, und das Beste daraus zu machen suchen. Dafür ist in unserer näheren Umgebung, mit dem Wagen in knapp anderthalb Stunden, mit Bahn und Autobus über Frankfurt-Hohe Mark in gut zwei Stunden zu erreichen, das Taunus­dörfchen Schmitten ein geradezu ideales Ver­suchsfeld. Regnen tut es auch hier heuer gut und reichlich, aber die rings um den Schmittener Talkessel ansteigenden wald- und heidebestandenen Schiefer­berge saugen jede Menge Wasser schnell und mühe­los auf, so daß man auch nach dem ärgsten Ge­witterschutt bald wieder trockenen Fußes herum­spazieren kann. Freilich einen andern Vorzug dieses stillen Gebirgsdorfes, die allabendliche starke Ab­kühlung, werden Gäste mehr zu würdigen wissen, die einen wärmeren Sommer erwischten als wir es taten. Aber die würzige, reine Luft, die auch an heißen Tagen von den waldreichen Höhen ins Tal hinabstreicht, ist-ein wahres Labsal für die ver­staubten Lungen des Städters. Erst von einem der vielen Aussichtstürme, die sich mitten im Wald nur wenig über die höchsten Baumkronen erheben etwa auf dem Pferdskopf- oder dem Großen Eich­wald erhält man einen Begriff von der Weite dieser Wälder des hinteren Taunus, die sich wie ein einziges großes, grünes Tuch von dem den Horizont'im Süden begrenzenden Feldbergmassiv bis ins untere Weiltal hinziehen und hier endlich in lieblichen Wiesenhängen und breiten, gelben Bändern wogender Kornfelder verlaufen. Das Her­vortreten der Eiche in den großen Buchen- und Fichtenbeständen gibt dem Taunuswald seine eigenartige Tönung und die lichte Weite, die das Wandern hier auch an trüben Tagen zur Freude macht. Trotz nächster Nähe zweier Großstädte und

Gegen Abend zieht es uns noch einmal wie oft schon in diesen Urlaubstagen, auf bequemem Weg zwischen Ginster und roten Vogelbeeren den Berg­hang hinter Schmitten hinanzugehen. Dort in stei­nigem Oedland am Waldsaum stehen ein paar Wochenendhäuschen. Wir sitzen im Gras, ein kühles Lüstchen weht aus dem Königsteiner Tal, die letzten Sonnenstrahlen fallen auf das Dorf zu unseren Füßen mit dem Kirchlein auf steilem Felsen. Etwas von der Stille dieses schönen Fleckchens Erde geht mit uns heim in die neue Arbeit.

Fr. W. Lange.

Reisewinke.

Gegen Andenkenkitsch.

Das amtliche ReichsorganDer Fremdenverkehr" befaßt sich erneut mit einigen besonders schlimmen Fällen der Feilbietung von Andenkenkitsch im Westen, wo gelegentlich einer Informationsreise u. a. eine Miniaturfigur des Führers mit verstellbarem, rechtem Grußarm angeboten wurde. Auch Wandteller waren zu sehen mit Aufschriften wie:Ohne Wurst und ohne Speck hat das Leben keinen Zweck" oder Hab' Sonne im Herzen / 'ne Zwiebel im Bauch / dann konnst du gut scherzen / und Luft hast du auch"."

Wir könnten, so schreibt das Blatt, noch gar vieles aufzählen, wollen es aber bei den wenigen Beispielen bewenden lassen. Die zuständigen Frem­denverkehrsträger sollten hier mit aller Unerbittlich­keit nach dem Rechten sehen. Wenn neben Tellern mit mehr alskitzlichen" Inschriften Heiligenbilder, Rosenkränze, Kruzifixe und andere Devotionalien stehen, so fehlt es hier an dem allernotwendigsten Fingerspitzengefühl. Es bleibt der üble Eindruck zurück:Geschäft ist Geschäft!"

FOTO-Arbeiten preiswert

7270 FotO-Ruhl, Seltersweg 67

bei aller selbstverständlichen Bequemlichkeit. Ueberall am Wegrain zwischen dem giftigen Grün struppiger Ginsterbüsche, dem leuchtenden Violett der oft auf meterhohem Stil schaukelnden Laternen des Weiden­röschen, dem Gelb des Johanniskrauts und dem zarten Blau der Glockenblumen rankt hier die Him­beere. deren köstliche Frucht mit ihrem satten Rat hier und dort dem Bild des Wegrains kräftige Farbtupfen aufsetzt. Frauen und Kinder der Taunusdörfer vermögen kaum die reiche, täglich nachreifende Ernte zu bergen, und auch der Wan­dersmann labt sich gern an den hier sv freigebig bargebotenen Schätzen einer schon typischen Gebirgs­landschaft, zu der auch die am Waldsaum unter Buchen und Eichen sich breit lagernden Polster der Heidelbeere gehören.

Auf den wenigen vom Wald freigebliebenen Hängen herrschen Kartoffel und Hafer vor. Ueberall durchbricht das nackte Gestein die dünne Erdkrume. So kann die mühsame Bodenbestellung den Be­wohnern der vier Feldbergdörfer Schmitten, Ar- noldshain, Seelenberg und Reifenberg kein hin­reichendes Auskommen bieten. Diele finden in der Waldwirtschaft Beschäftigung, aber früh schon wurde hier Industrie angesiedelt, die freilich nirgends das Landschaftsbild stört. In Schmitten hört man heute nach wie vor 200 Jahren das Hämmern der Nagel- schmiede, in Reifenberg finden sich größere Anlagen für Haarnadel- und Drahtwarenfabrikation, und im Winter ist in allen Dörfern die geschätzte Filet­stickerei weitverbreitete Heimarbeit.

!lln hellen Tagen spiegelt sich die Feste 0 b e r = hu s in der Donau; sie schaut von dem mit Laub- D'lb bestandenen Felsen ins Land hinaus bis zum iftrreichischen Grenzland im Osten, den Steirischen ir« Salzburger Alpen im Süden, dem Bayerischen Nld im Norden. Die von Bischof Ulrich II. im ^Jahrhundert erbaute Feste war in den vielen uferen Kriegszügen ein umstrittener Punkt; von hmm Söller sieht man die Stadt, wie aus einer ftrelzeugschachtel aufgebaut, zwischen Inn, Jlz und ftaau gebettet liegen. Auf dem Hügel der schmalen iaiidzunge zwischen Donau und Inn ragt der hm über das Dächergewirr inmitten der alten

Passau, Tor zur Ostmark.

Von Hans Sturm.

Zwischen dxei Strömen liegt die anmutige Stadt, tinfel wie die dämmerigen Tiefen des Böhmer- tiibes, aus dessen Mooren sie ihren Ausgang n*nmt, kommt die I l z von Norden bedächtig h-ian und verliert sich in der großen Schwester, ds' Donau, die gelassen dahinströmt und die bserhand behält, auch wenn ein* so wilder Lerg- wie der Inn ihre Geruhsamkeit durchschäumt E im ersten Ansturm Mit seinen blauen Wassern t> 5 Uebergewicht zu gewinnen scheint. Wenn man durch die alten Gassen schlendert, die sich oft in nosbewachsene Stufen wandeln, sieht man hinter jesr Häuserzeile unvermutet Wasser, und es sind faDiele Brücken da, daß man jeden Tag darüber- geien kann, und man kennt sie nach nicht alle; doch ö-n jeder schaut Nepomuk, der Heilige Böhmens, 0 unter zu den silbernen Fischen. Eine der Brücken fi:rt zum Hafen, wo immer wieder Güter verladen »irden auf große und kleine Frachtschiffe; diese ktziffe sind die Brücke der Heimat in fremde Leider.

Wanderfahrten.

BieberForsthaus Dünsberg DünsbergHellings- HaufenVetzbergRodheim.

Mit der Biebertalbahn fahren wir nach Bieber (Sonntagskarte) und wandern durch das anmutige Tal an einigen Mühlen vorbei. Bei der letzten, der Obermühle, gehen wir durch eine Pappelallee, kom­men am Forsthaus Dünsberg vorüber und treffen bpld darauf schwarze Punkte, die uns in bequemem Aufstieg über den Kreuzbuchenplatz auf den Düns­berg bringen, wo wir uns erholen können. Wir dürfen natürlich nicht versäumen, uns an der

angelegt sind. Und trotz dieser fürsorglichen Hand doch überall unverfälschte Natur, keinePromenaden"

mit den in Feldern und Wiesen eingebetteten Dör­fern Dorfweil und Brombach.

Schmitten hat als Kurort eine alte Tradition, denn schon vor mehr als einem halben Jahrhundert hat der erste Arzt, der sich damals in Schmitten niederließ, die heilkräftige Wirkung der Höhenluft Schmittens erkannt und alles getan, Schmitten dem Fremdenverkehr zu erschließen. Man hat in Schmitten diese Tradition als Verpflichtung emp­funden und gewußt, daß Name und Kurtaxe allein noch keinen Kurort ausmachen. So kann heute der Fremde, der Schmitten als Wanderziel oder zu längerem Kuraufenthalt aufsucht, mit allen Bequemlichkeiten rechnen in den natürlichen Gren­zen, die nun einmal einem kleinen Gemeinwesen gesetzt sind. Ein schönes Schwimmbad am Ausgang des Lauterbachtals übt große Anziehungskraft aus. Auch Oberreifenberg, das höchstgelegene der Feld- bergdörfer, hat auf idyllischer Waldwiese ein hüb­sches Schwimmbad eingerichtet.

.n neuen Residenzbauten der geistlichen Macht- Mer. Seit 737 war Passau Bischofssitz, und Knem- Mrns Oheim, der Bischof Pilgrim, erwartete hier i^Burgunden auf der Nibelungenfahrt ins Heu- manb. Die neuere Zeit ließ das Fürstbistum m Önern aufgehen, nur die vielen festen Bauten, die Kirchen, der Dom mit der großen Orgel und die IMidjen Verwaltungsgebäude künden von den DT.angenen Tagen.

! Unwillkürlich geht man leise durch die winkligen Eisen, um nicht zu stören, und immer wieder flimt man über die italienische Architektur allent- h'ÜLN, man freut sich an den prächtigen Fassaden tufc malerischen Durchblicken und steht vor den iiritern der alten Häuschen mit der charakte­rlichen hellen Umrahmung. Still schreitet man öe den Residenzplatz mit den herrlichen Biickbaufen, überschattet von dem gotischen Dom Ditiber gewaltigen Orgel (208 Register und 17 000 Reifen), vorüber an einer sehr alten Kirche, bie Beispiel dafür ist, wie Frömmigkeit mit Wett- ty'iüt sich verträgt: unter dem hohen Kirchen- zu dem eine Treppe hinaufführt, befindet Thein Verkaufsladen. Zwischen den zahlreichen T'h-n Bürgerbauten fällt das gotische Rat - 0* s auf; es enthält einen großen, mit Wand- ubi Deckengemälden gezierten Saal, den em küh- 113 Alachkuppelgewölbe überdeckt.

Dnndje alte Bauten und viele alte Höfe mit Ipi geschwungenen Wandelgängen hüten in hei- liDüsen Winkeln frohes und düsteres Erinnern aus iMtiioüenen Tagen. Im Jahre 15 vor der Zeit­lose fiel die Bojerfestung Bojodurum an die R-ir er, die die Grenzen ihres Reiches bis zum

3m Kurpark.

Von Pefer Bauer.

Hell leuchten die gelben Kieswege, die die grüne' Zuflucht aus breitfronigen Bäumen, dichtem Busch­werk, weiten Rasenflächen und farbenfrohen Blu- tienftüden wie ein krauses Adernetz durchziehen, iiiele Bänke bieten angenehme Rastplätze in Sonne mb Schatten, in windstiller Geborgenheit oder mit eiern Ausblick nach allen Seiten. Ueberall vergißt ian die Stadt und den verworrenen Lärm ihres riinten Lebens.

Hierher reichen nicht die Wogenschläge ihrer ner- ofen Unruhe und treibenden Hast. Hier hört man ten Atem der Stille, in den jeder Vogelruf, jede ge- Mscherte Strophe wie eine Offenbarung perlen, als löschte man diesen Tönen zum ersten Mal. Hier rrrsteht man den Wind, der mit den Gräsern an= l-rs redet als mit dem Obigen Laub der Kastanien, hr in der Hainbuchenhecke hinter einer Bank zärt- lch flüstert und mit Ahorn- und Silberpappelblättern söhlich plauzt. Hier hat jede Fontäne ihre eigene Piufit. Das Aufrauschen des armdicken Strahls, las leis verwehende Sprühen her versprengten Irophen, bas harte Trommeln und Plätschern der nederfallenden Wasser verbinden sich zu beglücken- ! :n Symphonien der Freude und überschwenglichen LTbensIuft. Zuweilen spürt man die lockende Kühle 7'ickelnd an Wange und Stirn, als habe einen das Mselnde Gewebe eines zärtlichen Schleiers gestreift.

Auge und Ohr erleben beständig neue' Ueber- i fchungen, und selbst wenn sie unaufmerksam sind, M ihnen vieles ein, was im Herzen lebendig ifci-bt und fortklingt. Die Menschen sind anders ge- hmmt als in den lauten Straßen und engen Hau- j~n ihrer Stadt. Sie lächeln sich an, wenn sie ein- nber wiederholt begegnen, und rasch und zwanglos hnmen sie ins Gespräch. Sie haben Ferien vom Wag, Urlaub von Beruf und Arbeit und wie leicht met der Mensch, der sich einmal von seinen täg- foen Sorgen und Spannungen, seinen Wünschen irib Enttäuschungen losgelöst, frei fühlt. Wie spürt f sich, von tausend Dingen angerufen, in seine Ju- ftrb versetzt, in Träume entführt, die ihm zu schön hntten, um einmal wahr und wirklich zu werden.

Ich habe mir schon immer gewünscht, eine higende Nachtigall in der Nähe zu sehen", ver- f)ert eine junge Dame, die mir einen Platz neben h gestattet und mit geschlossenem Buch, zurückge- ;:ont, dem kleinen unscheinbaren Sänger lauscht, der nn pner Birke neben uns unbekümmert schwatzt ii:b flötet, orgelt und trillert. Jedes Motiv wird rät ungeschwächter Begeisterung norgetragen, jedes hrd) eine kleine Pause von dem folgenden getrennt, ö'staunlich wie voll die Töne aus dieser kleinen sthle strömen!Herrlich!" lobt die junge Dame, ,öe ist doch die Königin unter den singenden- si'n!"

...Ja", pflichte ich bei,und sie bleibt es, so herz­los uns auch jetzt diese fleißige Grasmücke entzückt!"

KI eine Am eigen im Gießener Anzeiger werden von Tauienvdu deacület und aeleiea.

Gute Erholung i. schön. Nheing. Sonn. Zimmer, g. bgl. Küche, 3 9Nahlz., vro Tag 3,50, a. f. Pens., i. ruh. Hause, iBerb. n. a.Richt. Dtrcmdb. i.d.N. Pens.Geschw. Schick Oestrich a Rh., a d. Dampferanlegestelle

fommerbad Braunfels

Schwimmbad mit erwärmtem QueUwasser

Luft-, Licht- u. Sonnenbad am Waldesrand. Auch Sonntags geöffnet.

In nächster Nähe der Obermühle» Schloßbrauerei.

4471D

Erholung und gute Verpflegung

finden Sie nicht nur in der Ferne, sondern auch in den Sommerfrischen und Gaststätten der Heimat

Pausdiol- u.Vergünstigungskuren! Auskft. d. Hessische Badedirektion

Sol-, Lithium-, Schwefel- u. Stahlquellen Herz- u. Gefäßleiden Rheuma Erschöpfungszustände Katarrhe

Bad-Salzhausen5-