Ausgabe 
12.5.1939
 
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Kleine politische Nachrichten.

Ausnutzung der Rediskont, und Lombardkredite." Die polnische Notenbank pumpte zwar mehr Noten in die Wirtschaft, traf alfo eine inflationistische Maßnahme, aber trotzdem führten die 'ganzen Ver- hältmffe zu einem Kurssturz der Wertpa­piere und zu einer Erhöhung der zu Protest gehenden Wechsel. Der Rückgang der polnischen Kaufkraft, vor allem in der Landbevölkerung, hielt seitdem noch an, und die schlechten Finanz- und Wirtschaftsverhältnisse haben inzwischen geradezu gigantische Formen angenommen. Unter solchen Um­standen war die 14. Internationale Messe in Vosen ein schlechtes Geschäft, das nicht zuletzt durch die wilden Hetzreden gegen Deutschland be­dingt wurde. Sogar der Oberbürgermeister der Messestadt hielt eine wüste Angriffsrede. Das Er­gebnis war, daß die verhetzten polnischen Käufer ausblieben, daß sie Deutschland, den besten Kunden Polens, boykottierten und nunmehr keinen deutschen Abnehmer für ihre Produkte haben. Es ist bezeich­nend, daß die wenigen Firmen, die überhaupt Ver­käufe tätigten, aus Barzahlung bestanden, was ganz offen mit den schlechten Zeiten begründet wurde. Vor allem der jüdische Großhandel, der rund 98 v. H. aller polnischen Großhandelsbetriebe um­faßt, fiel als Käufer vollständig aus. Die fehlende Fi­nanzkraft Polens drückt sich am besten in dem kläg­lichen Ergebnis der polnischen Luftwe h r a n - leihe aus. Trotz aller Propaganda und stärksten Druckes auf die anderen Volksgruppen blieb ihr Ergebnis um volle 60 v. H. hinter dem Zeichnungs­soll zurück, und die polnische Oeffentlichkeit bezwei­felt sogar die Richtigkeit der angeblich znisammen- gekommenen Zahl von 400 Millionen Zloty, gleich 160 Millionen Mark. Diese Summen, die übrigens noch längst nicht bezahlt sind, werden unzweifelhaft von den Kosten der völlig sinnlosen polnischen Mo­bilisierung aufgeftessen. *

Auf den internationalen Rohstoff­märkten ist endlich, hervorgerufen durch eng­lische Käufe, eine lebhaftere Preisbewe­gung nach oben eingetreten, so vor allem für jene Waren, die den verstärkten Rüstungen dienen. Dagegen bewegten sich alle anderen Waren, die von diesen Momenten weniger beeinflußt sind, auf dem alten Kursstand, der zumeist noch unter dem Kursstand vom Beginn des Jahres liegt. Für Nichteisenmetalle war also die Steigerung gegeben, wenn auch der Kupfermarkt durch die nicht unwesentlichen Preisherabsetzungen in Neuyork und London beeinflußt wurde. Auf dem Weizen­markt kaufte vor allem England australischen Weizen und amerikanischen Manitoba. Baum­wolle konnte sich etwas erholen, Gummi bes­serte sich, nachdem in der letzten Aprilwoche eine Senkung der Preise eingetreten war, aber in diesen Tagen lag Gummi in London wieder schwach, da man eine Störung der Rohstoffmärkte durch ameri­kanisch-englische Tauschgeschäfte befürchtet.

Bor Ende des Kohlenstreiks in LIGA.

Roosevelt drückt Alleinherrschaft der Lewis-Gewerkschaften durch.

Neuyork, 12. Mai. (DNB. Funkspruch.) Eine große Zahl von Braunkohlengrubenbesitzern in Pen- sylvanien, Kentucky und Ohio erklärten sich bereit, dem von Präsident Roosevelt durch den Leiter der Schlichtungsbehörde, Steelman, auf sie aus- geübten Druck nachzugeben und die Arbeits­kontrakte mit dem Gewerbsanführer Lewis zu unterzeichnen. Die Arbeitskontrakte gewähren den CIO--Gewerkfchaften das alleinige Recht zu Lohnverhandlun gen. Lewis ist es also ge-

Der Führer hat den seit längerer .Reit beurlaub­ten Staatssekretär im Reichswirtschaftsministerium Rudolf Brinkmann in den Warte st and versetzt und als Mitglied des Reichsbankdirek­toriums abberufen, da fein Gesundheitszustand in absehbarer Zeit die Wiederdufnahme seiner Diensttätigkeit ausschließt.

Der Führer hat Kronprinz Michael von Rumänien das Großkreuz des Ordens vom Deutschen Adler verliehen.

Auf seiner Rückreise nach Deutschland hielt sich Generaloberst von Brauchitsch mit seiner Gat­tin und seiner Tochter am Donnerstag in V e - nedig auf. Am Abend setzte er die Heimfahrt fort.

Das deutsche Flottenaeschwader, unter Führung des Flottenchefs Admiral Boebm, hat Lissabon verlassen und die Heimreise ange- treten. Zum Abschied hatten sich der deutsche Ge­sandte, der Landesgruppenleiter der NSDAP, sowie die gesamte deutsche Kolonie eingefunden.

Der Generalgouverneur von Libyen, Marschall B a l b o, ist nach einer Audienz bei König Faruk

glückt, die rivalisierenden Gewerkschaften des ameri­kanischen Gewerkschaftsverbandes aus einem großen Teil der Kohlenbezirke zu verdrängen. Wie bereits bei früheren großen Aussperrungen und Streiks, zum Beispiel bei Generalmotors und im Stahlstreik 1937, hat Roosevelt jetzt wiederum Partei zugunsten der radikalen, kommunistisch verseuchten CIO - Ge­werkschaften ergriffen. Interessant ist in diesem Zu­sammenhang, daß die Bergbau-Sektion der CIO-GewerkschaftUnited Mine Werkers" im Jahre 1936 eine halbe Million Dollar f ü r R o o s e- velts demokratischen Wahlfonds stiftete. Die Grubenbesitzer der Südstaaten, wo die Cio-Gewerkschaften noch nicht so stark sind, erklärten jedoch die Bedingungen Lewis' für unannehm­bar. Sie seien entschlossen, die Diktatur von Lewis zu bekämpfen. Man nimmt an, daß auf Grund der heute unterzeichneten Kontrakte 75 o. H. der gesam­ten Braunkohlenförderung am Montag wieder ausgenommen werden.

Heraus mit unseren Kolonien!"

Ein Aufruf General von Epps zur Reichskolonialtagung in Wien.

Berlin, 11. Mai. (DNB.) Zur Reichskolonial­tagung, die vom 16. bis 18. Mai in Wien ab geh al­ten wird, erläßt der Bundesführer des Reichskolo­nialbundes, General Ritter von Epp folgenden Aufruf:

Die jährliche Tagung des Reichskolonialbundes hat die Aufgabe einer Rückschau auf die geleistete Arbeit und einer erneuten Zusammenfassung aller Kräfte für das kommende Jahr auf das unver­änderte Ziel Rückgabe der geraubten Kolonien! Wenn im vorigen Jahre Bremen, die Stadt am Meer, mit dem Mick über die See, in diesem Jahre Wien, die Stadt im Südosten ntit alter Kolonisatoren-Tätiakeit als Tagungsort gewählt wurde, so hat das ferne gute Bedeutung. Binnenkolonisation, die Jahrhunderte lang von und in der Ostmark getrieben wurde, und Ueberseeko Ionisation schließen sich nicht aus, sondern ergänzen sich! Das Volk im Großdeutschen Reich erhebt einmütig seine Stimme

von seinem Besuch in Kairo nach Tripolis zurück- gekehrt. Vor seiner Abreise versicherte er der arabi­schen ZeitungAl Haram", zwischen Italien und. Aegypten bestünden keine Meinungsverschieden-' Heiken.

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Amtlich wird mitgeteilt, daß Unterstaatssekretär im Foreign Office Lord Plymouth aus Gesund­heitsgründen zurückgetreten ist. Ein ^rochsolger wird nicht ernannt werden, da der jeweilige Unter­staatssekretär den Minister in dem Hause zu ver­treten hat, in dem der Minister nicht erscheinen kann. Da Lord Halifax Mitglied des Oberhauses ist, braucht er nur einen Vertreter im Unterhaus, wo er von Butler vertreten wird.

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Die nordwestlich von Hankau im Tapieh-Ge- birge, das eine Fläche von 700 Quadratkilometer einnimmt, konzentrierten chinesischen Truppenmassen in Stärke von 150 000 Mann wurden von den Ja­panern, die unlängst am Han-Fluß die Offensive eröffneten, umzingelt und zwischen Huhotschen und der Provinzgrenze von Szetschuan völlig aufgerie­ben. Die Hauvtkämpfe spielten sich nordöstlich der Grenzstadt T j a o j a n g im Norden der Provinz Hupei ab.

und folgt seinem Führer im Kampf um Teilnahme am Raum und an den Gütern dieser Erde und um die vollkommene Wiederherstellung seiner völkischen Ehre. So begrüße ich die neuen Kämpfer der heim­gekehrten Länder in unserer machtvollen kolonialen Kampffront mit der Losung:Heraus mit un­seren Kolonien!"

Eine internationale Forstzentrale in Berlin.

In Berlin wurde in Anwesenheit von Vertretern Bulgariens, Dänemarks, Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Lettlands, Litauens, Schwedens, der Schweiz und Ungarns die Internationale Forst zentrale (Centre International de Sylvi- culture) gegründet, die als, selbständiger Teil des Internationalen Agrarinftitutes (IAI.) in Rom ihren ständigen Sitz in Berlin haben wird. Generalforst- m elfter Staatssekretär Alpers verlas ein Schrei­ben von Reichsforstmeister Generalfeldmarschall Göring, in dem es heißt: Im Westen der Reichs­hauptstadt, im Grünewald, wird für die Zwecke der Internationalen Forstzentrale ein Neubau errichtet, der in Umfang und Ausstattung des Ar­beitsbedürfnisses und der Bedeutung der Inter­nationalen Zentrale voll entsprechen wird. Vom Jahre 1940 ab wird zur Ausgestaltung des laufen­den Betriebes in Berlin ein jährlicher Zuschuß des Reiches zur Verfügung gestellt: für 1939 sind bereits ausreichende Mittel angewiesen. Die Zuschüsse des Reiches unterliegen ausschließlich der Verwendung durch die Internationale Forstzentrale seihst. Es wurden bestimmt als Präsident der Internationalen Forstzentrale Baron Waldbott (Ungarn), als Vizepräsident Generalforstmerster Staatssekretär Alpers und als Direktor der neugefchaffenen Organisation Professor Dr. Koestler von der Universität Göttingen.

Offiziere und Unteroffiziere d. B. als SA.-Führer.

Berlin, 11.Mai. (DNB.) Stabschef Lutze hat eine Anordnung erlassen, wonach Offiziere und Unteroffiziere des Beurlaubtenstandes auf Antrag

In 61 e SA. übernommen werden können. Nach dreimonatiger Dienstzeit als SA.-Mann kön­nen sie bei entsprechender Frontbeurteilung die Anwartschaft zum SA.-Führer erwer­ben und nach Erwerb des Lehr- bzw. des Prüf- cheines zum SA.-Wehrabzeichen entsprechend be­ordert werden. Ihre Einsetzung in eine Dienst- tellung richtet sich nach einer entsprechenden Quali- ' ikation durch die Führerschule der SA. in Verbin­dung mit der Frontbeurteilung. Ehemalige Berufs­soldaten, Offiziere, wie auch Angehörige des Mann­schaftsstandes, können ohne Anwärterzeit in die SA. übernommen werden.

Der Gauleiter

bei der NE.-Lolkswohlfatzrt.

NSG. Der Gauleiter besichtigte unter Füh­rung des Gauamtsleiters Haug zahlreiche Einrich­tungen der NS'V. im Gau Hessen-Nassau, so die Anlage des Ernährungshilfswerkes in Darmstadt, das NSD.-Knabenübungslager R i m d i d i m , das Knabenerholungsheim Kran­bau, das Mutter-und-Kind-Heim Lindenfels und das zuletzt eingerichtete NSV.-Müttererholungs- heim Falkenhof bei Bensheim. Gauamtsleiter Haug stellte dort dem Gauleiter die zu einer Ar­beitstagung versammelten Kreisamtsleiter vor. Die Fahrt ging bann über Bad Schmalbach im Taunus, wo die durch die NSV. käuflich erworbene Villa Lilly ebenfalls besichtigt wurde, zum NSV.» Müttererholungsheim F a l k e n st e i n im Taunus. Der Gauleiter, der für die NSV.-Einrichtungen un­seres Gaues fein größtes Interesse bekundete, brachte seine Anerkennung über das, was unter tatkräftiger pnd immer einsatzbereiter Leitung geleistet wurde, zum Ausdruck.

Aus aller Wett.

Schreckliches Ende eines Kindes.

In Brachbach (Westerwald) kam auf schreckliche Weise ein vierjähriges Kind zu Tode. Die Mutter hatte leichtsinnigerweise einen Kessel mit kochend­heißem Wasser auf den Boden gestellt. Beim Spiel lief das Kind gegen den Kessel und fiel hinein. Es trug schwere Verbrühungen davon. Nach wenigen Stunden erlöste dek Tod das Kind von seinen Qualen.

Der lob auf der Straße.

Ein tödlicher Unfall ereignete sich in Kirn (Nahe). Die schwerhörige Frau Baus ging über die Fahrbahn, ohne einen herannahenden Post­omnibus zu bemerken, wurde erfaßt und erlitt so schwere Verletzungen, daß sie nach kurzer Zeit st a r b. Die Verunglückte war Mutter von acht Kin­dern. Der Unfall ereignete sich, am Vorabend ihres 52. Geburtstages.

von einem wilden Dullen schwer verletzt.

Bei der Bullenkörung in Urbach-Kirchdorf bei Neuwied riß sich ein Bulle von seinem Nasenring los und stürzte sich auf den Landwirt, der das Tier geführt hatte. Das wildgeworbene Tier nahm den Mann auf die Hörner und fügte ihm derartige Verletzungen zu, daß er in bedenklichem Zu­stand ins Krankenhaus geschafft werden mußte. Da der Bulle nicht mehreingefangen werden konnte, tötete ihn ein Förster mit einem wohlgezielten Schuß.

Neue rumänische Briefmarken.

Aus Anlaß des 100. Geburtstages des ersten ru­mänischen Königs Carol I. hat die rumänische Post- direktion eine I u b i l ä u m s s e r i e von Brief­marken herausgegeben, die 14 verschiedene Werte umfaßt und Darstellungen aus dem Leben des Königs enthält.

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