Ausgabe 
11.11.1939
 
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Unermüdlich am

erk

Aus der Arbeit des Deutschen Frauenwerkes

man

SJl.-'fpOTt

Kämpfe der Iußball-Mnde

OA

bei Grippe, Katarrh, Nervenschmerzen

zu

Ich möchte in den Luftschutz eintreten!"

Das freut uns."

.Kann es sofort geschehen?"

Sofort. Sie brauchen nur dieft Erklärung

Fips verwünschte sich, daß es eine Art hatte. Awei Posten hatte er jetzt, aber ganz anders, als er sie erwartet hatte. Wo war fern Wagen? Wo blieben feine Ausflüge mit Helene? Gab es denn gar keinen Weg? Dor einem Plakat blieb er stehen.

Die Zeit verging wie im Fluge. Montags hob Fips Laufgräben aus, dienstags verteilte er Lebens« mittelkarten, an drei Nachmittagen fuhr mit dem Fcchrrad auf ein Landgut und an den zwei übrigen Tagen blieb genug zu tun übrig. Fips gestand sich, daß ihm das abwechslungsreiche Leben recht be- hagte. Neue Menschen lernte er kennen, der Sinn der Gemeinschaft ging ihm auf. neue Interessen traten in sein Leben. Er hatte schon ganz ver­gessen, daß er einen Wagen daheim hatte, xta, sogar Helenes Schönheit begann zu verblassen. Oder war es die blonde Maria, eine Pflegerin, die er beim Landdienst kennengelernt hatte und die mit ihm wöchentlich zweimal auf dem Rad in die Stadt hineinfuhr? So groß dünkte ihn der Unterschied auch nicht, ob man nun nebeneinander im Auto saß oder auf zwei Rädern nebeneinander durch di« Gegend fuhr.

Eines war so schön wie das andere.

Sie haben doch einen Wagen?" begann Maria eines Tages.

unterschreiben."

Frps unterschrieb.

Jetzt war Otto abgemeldet, wo er angemeldet war! m

Ich stelle auch gern meinen Wagen zur Ver­fügung", sagte er.

Ihren Wagen?

Ja. Ich habe einen Wagen. Sie brauchen mir nur zu bestätigen, daß ich ihn fteibekonnne."

Der Mann hinter dem Schreibtisch schüttelte den Kopf.

Wagen haben wir mehr als genug", sagte er, wir brauchen auch niemanden mehr für den Außendienst. Jetzt sind die Aushebungen von Lauf- gräben wichtiger. Sie haben doch nichts dagegen, wenn Sie jede Woche einmal schippen helfen? Em Dienst ist so gut wie der andere."

Gewiß", antwortete Fips kleinlaut.

Dann verschwand er.

Ja. Nur darf ich ihn nicht fahren."

Wenn Sie ihn für uns fahren, bekommen Sie ihn frei."

Wozu?"

Wir fahren Stadtkinder aufs Land. Wenn Sie also Lust haben?" M

Fips fyatte Lust. Er bekam sofort feinen Wagen

frei.

Ein rotes Dreieck leuchtete am Nummernschild.

Am nächsten Sonntag fuhr er acht Stadtkinder aufs Land. Sie waren schmal und blaß, aber ihre Augen leuchteten, als sie die Reise antraten. Auch Fips freute sich, die kleine aufgeregte Schar in seinen Wagen zu verstauen. Fast dünkte es ihm, selten eine so schöne Fahrt gemacht zu haben. Als Maria ihm die Kinder abnahm, fragte er:

Fahren Sie abends mit mir zurück?"

Ich nicht. Sie bekommen dafür eine andere Fracht wieder Kinder, die schon eine Woche hier draußen waren."

Und Sie?"

Mr radeln übermorgen wieder zusammen!

Minuten für 200 Meter einen neuen Weltrekord auf. Die alte Bestleistung hatte feit 1937 die Hol­länderin Waalberg mit 2:56,9 Minuten inne.

Mit einem Sch auturnen in Linz (Do­nau) beschlossen die italienischen Turner ihre Deutschlandreise. Auch die Linzer Veranstaltung, an der auch die Deutschlandriege teilnahm, gestaltet« sich in jeder Hinsicht zu einem großen Erfolg.

*

Die Prager Eisbahn war am Mittwoch­abend der Schauplatz des ersten Eissportfeftes. Im Eishockeytampf siegte der LTC. Prag mit 3:0 (1:0, 0:0, 2:0) über di« Wiener EG. An den Kunstlauf­vorführungen war auch der deutsche Meister Horst Faber beteiligt.

vierzig Jahre lang arbeitete er von frühester Jugend an tn auswärtigen Betrieben, um sich später ledig­lich seiner Landwirtschaft zu widmen. Seit Jahr­zehnten ist er Leser desGießener Anzeigers". Dem alten Herrn gilt auch unser herzlicher Glückwunsch zum Geburtstag.

(D Gleiberg, 11.Nov. Die bereits genehmig­ten U m b a u p l ä n e im Nassauer Bau unserer Burg Gleiberg zur Verbesserung des Gast­wirtschaftsbetriebes sollen erst nach Kriegsende in die Tat umgesetzt werden.

Eines Tages erschien Helene.

Sie hatte sich bisher nie' mehr anschauen lassen. Heute aber kam sie voller Zärtlichkeiten.

Mein süßer, goldiger Fips!" rief sie,unten steht ja dein Wagen! Du darfft wieder fahren? Wie glücklich bin ich! Stell dir vor, ich war schon zwei Sonntage nicht in Gottes herrlicher Natur! Otto hat man nämlich den Wagen einfach wea- aenommen, weil er Vergnügungsfahrten gemacht hat! Wegen den paar Kilometern! Was sagst du dazu? Aber du haft ja jetzt wieder deinen Wagen! Wieviel tausendmal lieber fahre ich mit dir als mit dem langweiligen Otto! Nicht wahr, wir fahren nächsten Sonntag, liebster Fips?"

Fips traute seinen Ohren nicht.

Freust du dich nicht über dein heimgefundenes Helenchen?" fragte Helene und schmiegte sich zärt­lich an ihn.

Fips schob sie von sich. .

Danke", sagte er,das war einmal! Du wirst schon noch einen anderen Wagen finden."

Eben nicht!" rief Helene.

Umso besser!"

Da zerplatzte Helene wie nichts in eine Seifen­blase. Es war kein Wunder. Denn sie war weiter nichts als ein« schillernde bunte Oberschicht und innen war sie hohl gewesen.

Trockenschikurse - die Vorbereitung für den Schilauf.

Die in den früheren Jahren bereits mit großem Erfolg durchgeführten Trockenschikurse des Schi- klub Gießen werden auch in diesem Jahr in der alten Reichalle am Brandplatz durchgeführt. Durch ausgesuchte Uebunaen werden bereits jetzt dis Muskelpartien geschult, die beim Schiläufen die Hauptarbeit zu leisten haben. Außerdem wird jedem Teilnehmer erklärt, wie er feine Schiaus­rüstung zu pflegen und für den Winter vorzu­bereiten hat.

«kurze Sportnotizen.

Maria Lenk, die deutsch-brasilianische Brust­schwimmerin, stellte in Rio de Janeiro mit 2:56

Die Blau-Weißen haben für morgen einen Gang vor, der nicht gerade zu den leichten zählen wird. In Leihgestern zu gewinnen ist nicht leicht, denn auf eigenem Platze haben die Gastgeber schon häufig ihre Gefährlichkeit erwiesen. Dor allem haben sie immer reichlich Zuschauer um sich, die begeistert ihre Mannschaft unterstützen. Außerdem kommt hinzu, daß die Leihgesterner noch ihre nahezu komplette Mannschaft zur Stelle haben und deshalb zu einer einheitlichen Leistung fähig sein sollten. Ein 11 nent*

,Zch verteile die Lebensmittelkarten."

Der. Beamte klappte das große Buch zu.

Nein, mein Lieber", sagte er,dazu können mir wirklich kein Benzin geben! Das können Sie alles per pedes apolostorum erledigen, außerdem steht 9f)nen ja die Straßenbahn zur Verfügung."

*

Fips verließ zornig die Wachstube. Was hatte er sich da eingebrockt! Jetzt konnte er in seiner Freizeit die Karten verteilen und der Wagen stand nach wie vor im Stall. Zum Uebersluß und zum Verdruß kam noch sein Freund Petermann tm eigenen Wagen daher.

Hallo, Petermann! Wieso fährst Du noch deinen Wagen?"

Ich bin im Luftschutz."

Da wird der Wagen freigegeben?"

Gewiß. Für Dienstfahrten.

Gut xu wissen!" rief Fips.

Er lief, was er konnte, zur Luftschutzbehorde.

Sagd nach Benzin.

Von 3o Hann-r Rösler.

Wie schön ist das Leben! Wie schön ist die Liebe! Wie schön ist das Leben, wenn es eine Helene gibt, die uns liebt! Eine Helene, die so schön ist, daß man vor Entzücken schier vergeht, wenn man (le nur ansieht! Aber wie grau wird die Welt, wenn--

Lieber Fips!" hatte sie geschrieben,ich kann Kommenden Sonntag nicht mit Dir ausgehen. Du mußt das verstehen, Fips, ich sitze die ganze Woche in der Stadt, sonntags muß ich einfach tn die Natur hinaus. Ich muß!!! Otto hat mich ein- yetaben. Wir fahren schon früh mit dem Auto weg, er hat ja noch seinen Wagen und darf sichren. Sei überzeugt, daß ich vieltausendmal lieber mit Dir führe! Aber Du warst ja so ungeschickt und hast Deinen Wagen nicht freibekommen. Bist Du mir sehr böse? Tausend zärtliche Küsse! Deine Helen«. PS. Ich werde Dir von unterwegs eine Karte schreiben!"

Fips zersprang vor Wut. Otto und Helene! Einen ganzen langen Sonntag in Ottos Wagen! Er weiß doch, wie das geht mit Helene. Wenn Helene glück­lich ist, denkt sie sich gar nichts dabei, auch andere glücklick zu machen. Helene ist nicht allein so. Viele Mädchen sind so. Warum hatte auch Otto seinen Wagen frei bekäme! Wie, wenn er sich einer Be­hörde zur Verfügung stellte? Natürlich, viel Zeit Dürfte es ihm nicht in Anspruch nehmen, sein Feier- tag war ihm heilig und der freie Sonntag zu lieb. Wo aber gibt es so ein Pöstchen, gerade groß genug, ihn nicht zu sehr zu belasten, und wieder groß genug, feinen Wagen freizubekommen? Er fand ihn bald. Mtt offenen Armen nahm ihn der Bürgermeister auf, als er bat, die Verteilung der Lebensmittelkarten zu übernehmen. Er bekam auch 'ogleich seinen Ausweis und eilte damit auf die Polizei. p .

Ich möchte meinen Wagen freibekommen . sagte er.

Haben Sie einen triftigen Grund?" Ja. Ich bin im staatlichen Hilfsdienst." Der Beamte nickte freundlich.

Das ist selbstverständlich etwas anderes. Dann werde ich Ihnen sicher Ihren Wagen zu Dienst- r^rten freistellen können. Was für eine Aufgabe haben ©ie übernommen?"

Rundfunkprogramm

Sonntag, 12. November:

6 Uhr: Hafenkonzert. 1 bis 7.15: Nachrichten. 8: Wir fingen den Sonntag ein! Soldatenchor eines Jnf.-Regts. 8.45: Dichter unserer Zeit! Otto Brues. Worte eines Vaters von heute an feinen Sohn". 9: O wie schön ist so ein Feiertag! 10: Gläubiges deutsches Herz. Eine Stunde der Besinnung am Feiertag. 11: Konzert. 12: Mittagskonzert. 12.30 bis 12.40: Nachrichten. 14: Nachrichten. 14.15: Uns gehört der Sonntag! Ein Reigen sorgloser Melo­dien. 15: Für unsere Kinder: ,Lie zertanzten Schuhe". Ein Märchenspiel. 15.25: Volkstum und Heimat:Bauernland am Westwall". 15.50: Sport des Sonntags. 16: Großes Wunschkonzert der Wehrmacht. Dazwischen: 17 bis 17.10: Nachrichten. 20: Nachrichten. 20.15: Uebertragung vom Deutsch- landsender. Dazwischen: 22 bis 22.15: Nachrichten.

Montag, 13. November.

6 Uhr: Landvolk, merk auf! 6.10: Morgengynv' nastik. 6.30: Frühkonzert. Orchester Hermann Hage- stedt. 7 bis 7.15: Nachrichten. 8: Gymnastik. 9.10: Kleine Ratschläge für den Garten. 9.30: Schulfunk (Grundstufe). Der Posener Rathausturm und der Krähenkönig. Märchen und Lieder aus Posen und Westpreußen. 10: Frohe Weisen. 11: Kammermusik. 12: Stadt und Land Hand in Hand. 12.10: Schloßkonzert Hannover. 12.30 bis 12.40: Nach­richten. 14: Nachrichten. 14.15: Das Stündchen nach Tisch ... 15: Nachmittagskonzert. Ausführung: Das große Orchester des Reichssenders Frankfurt. 15.45 bis 16:Vom Rhein zur Saar". Gedichte und Er­zählungen aus der faarpfälzifchen Heimat.' 17: Nachrichten. 17.10: Musikalische Kurzweil. 18: Klingende Liebesgaben. Eine fröhliche Sendung des Reichssenders Frankfurt für die Kameraden am Westwall. 19.10: Musik am Feierabend. Dazwischen: Berichte. 20: Nachrichten. 20.15: Übertragung vom Deutschlandsender, 22 bis 22.15: Nachrichten.

Gfs. Im Monat Oktober ging die reguläre Ar­beit der einzelnen Abteilungen des Deutschen Frauenwerkes neben dem Sondereinsatz der Kriegs- ze'tt unentwegt weiter.

Die Abteilung Volkswirtfchaft-Haue- wirtschaft setzt« sich in Kursen ein, vor allem aber in Aufklärungs- und Rezeptarbeit, die den jetzigen Zsitumständen angepaht sind. Die Bera- tungsstunden am Lindenplatz gehen vielbesucht wei­ter und geben allen Ratbedürftigen ausreichenden Aufschluß. Ein sehr nettes Rezeptblatt:Was fange ich mit meinen Tomaten an? , konnte dort auch er­worben werden.

Von der derzeitigen Arbeit der Mteilung Grenz- lond-Ausland wurde schon öfters an dieser Stelle berichtet. Hoffentlich können wir einmal einen der hübschen Säuglingskörbe, die dort gearbeitet werben, wenn sie ferfriggestellt sind, im Bild stü­tz alten, bevor sie ihrer Bestimmuna zugehen.

Außerordentlich erfolgreich arbeitet die Abteilung Hilfsdienst, die im Augenblick vielleicht wich­tigste Abteilung. Am Bahnhof, beim Luftschutz, vor allem aber im täglichen Leben greift der Hilfsdienst seinem Namen entsprechendhilfreich" Än. So ist es jeder Ortsgruppe in Gießen und zum Teil auch auf dem Lande gelungen, mehrer« Frauen jeder- zeit für die Nachbarschaftshilfe bereitzuhalten. Ge­rade dies ist in der jetzigen Zett eine ungeheuer wohltättge Einrichtung.

Die Abteilung Mütterdienst warb für »er- schieden« Kurse mtt dem Erfolg, daß am Diens­tag nächster Woche zwei Kurse bereits beginnen können. So wird der Kurs, Kinderbeschäftigung

Vfv.-Reichsbahn Londorf Steinberg Grohen-Vuseck Leihgestern 1900 Krofdorf Steinbach.

Sofern sich das Wetter bessert, ist mit sehr span­nenden Kämpfen zu rechnen. Auf dem Waldfport­platz dürfte Londorf nicht um eine Niederlage herumkommen. In Steinberg wird der Meister Mühe haben, sich der gut aufgelegten Großen- Busecker zu erwehren. Auch 1900 hat tn Leihgestern noch Nicht gewonnen und muß alles aufbieten, da­mit eine Schlappe vermieden wird. In Krofdorf

feinen Vordermännern dafür sorgen wird, baß nicht allzu viele Tore fallen. Die Grünweißen stellen di« gleiche Mannschaft wie am Dorsonntag. Em Sieg sollte sicher sein, er ist auch unbedingt notig, damit das Tor- und Punktvechältnis verbessert wird.

FC. Teutonia FE. Großen-Vuseck.

Zum fälligen Rundenspiel empfängt am morgigen Sonntag die 1. Mannschaft des 5®- Teuttmi11 Watzenborn-Steinberg die gleiche des FE. Großen* Buseck. Dieses Tressen, das zweifellos eine Vor­entscheidung in der Spitzengruppe bringt, wird seine Anziehungskraft nicht verfehlen. Wahrend dis Einheimischen, wie überhaupt in den letzten Spie, len, den größten Teil der etatsmäßigen Später ersetzen muß, hat der Gegner bis dahin noch das» Glück, fast seine komplette Elf zur Stelle zu haben. Die Schlagkraft dieser Mannschaft dürfte noch aus den vorjährigen Meisterschaftsspielen der 1. Kreis« klasse bekannt sein, bei denen Großen-Buseck ledig­lich durch ungünstige Umstände der Endsieg versagt blieb. Zweifellos zählen die Gäste in den beseitigen Rundenspielen zu den Favoriten. Die Teutonen werden jedoch darum bemüht fein, einen weiteren Erfolg an ihre Fahne zu heften, und damit in der Tabelle weiter nach vorn« zu rücken. Erst beim Schlußpfiff dürste der Sieger dieses Treffens fest- stehen.

Spielvgg. Leihgestern Spielogg. 1900.

tritt Steinbach an und hat Aussichten, das Spiel knapp für sich zu entscheiden.

VfB.-Reichsbahn I. Turnverein Londorf I.

Die Grünweißen empfangen auf dem Waldsport­platz die Mannschaft des Tum-vereins Londorf zum fälligen Rundenspiel. Wenngleich di« Gäste bisher schlecht abgeschnitten haben, so darf das für die Grün weißen doch kein Grund fein, den Gegner zu unterschätzen. Schon der hohe Sieg der Londorfer gegen Großen-Linden hat bewiesen, daß die Mann­schaft unberechenbar ist. Die Gäste haben vor allem einen hervorragenden Torwart, der im Verein mit

und Erziehung jungen Frauen und Mädels Gele- genbeit geben, sich ausreichende Kenntnisse für die Beschäftigung und Erziehung der Kinder in Grup­pen auszubilden. Auch ein Kurs für Gesundheits­und häusliche Krankenpflege wird abgehalten. Wie wichtig ist es gerade jetzt für jede Frau, über das Nötigste hierin Bescheid zu wissen, ist es doch un­möglich bei der vielen anfoerm eifrigen Beschäftigung der Aerzt«, immer gleich einen Arzt zu holen. Und noch viel wichtiger ist die vorbeugende Behandlung der anvertrauten Menschen.

Die Abteilung für Erb - und Rassenpflege arbeitet durch aufklärende Vorträge weiter.

Es sei auch einmal der im Sttllen so viel Gutes sttftenden Abteilung Schlichtung gedacht. Es ist keine leichte Aufgabe, in allen Fällen von Mißver­ständnissen die Wichtige Lösung zu finden, oder an die maßgebende Stelle zu verweisen.

Eine weitgestellte Aufgabe haben auch die O r t s- frauenschaftsleiterinnen, die sowohl im persönlichen Leben als auch an den Gemeinschafts­abenden ihren Frauen Stütze und Aufmunterung sein müssen. Tatkräftig stehen Urnen Zell- und Vlockfrauen zur Seite.

Der Sprelkreis der Mteilung Kultur, Er­ziehung, Schulung gibt durch musikalische Darbietungen allen Veranstaltungen oft die richtige Weihe.

So wird tm Deutschen Frauenwerk unermüdlich geschafft und mitgeholfen am großen Aufbauwerk unseres Führers, und immer ist der Einsatz da, wo er clm wichtigsten ist, am größten.

Meldet euch zum Landdionst!" las er. Als Fips dies las, wußte er sofort, was er tun mußte.

Ich möchte gern in den Landdienst eintreten", begann er, als die Reche an chm war,ich muß jedoch bemerken, daß ich in der Stadt leben muß, da ich hier meinen Beruf habe und außerdem im Luftschutz und in der Lebensmittelverteilung tätig bin. Ich müßt« also jedesmal zum Landdienst hin­aus und herein fahren."

Das läßt sich machen."

Wirklich?"

3a. Sie können fahren."

Wunderbar! Tragen Sie mich sofort ein. Für drei Nachmittage."

Fips frohlockte. Jetzt konnte chm nicht mehr viel geschehen.

Wollen Sie das Fahrgeld vergütet?" fragte der Beamte.

Nein. Ich fahre meinen eigenen Wagen.

3ft er freigegeben?"

Bis jetzt nicht", gestand Fips,aber wo ich nun­mehr zum Landienst fahren muß, wird er «s be­stimmt!"

Der Beamte schüttelt« den Kopf.

Machen Sie sich keine falschen Hoffnungen, Kamerad! Da ist schon manch einer enttäuscht wor­den. Fahren Sie mit der Eisenbahn oder mit dem Fcchhrad. Sie kommen genau so schnell hin."

den Liedern der Natton aus. Wildschweine treiben in der Gemarkung wieder ihr Unwesen und haben verschiedentlich Schaden angerichtet. Mehrere Treibjagden sind gegen sie angesetzt.

Kreis Dehiar.

(D Krofdorf, 11. Nov. Am heutigen Tage be­geht Georg Krombach, Hauptstraße 57, feinen 3 0. Geburtstag. Der Jubilar, der feinen Le- bensabend in der Familie feiner einzigen Tochter »erbringt, kann dank guter Gesundheit noch leichter landwirtschaftlicher Beschäftigung nachgehen. Fast

Bertha Volk, geb. Weber, Frankfurter Straße 1 126. Im Weltkrieg stellte sie dem Vaterland fünf Söhne, vier im Felde und einen in der Heimat, von denen einer apf dem Felde der Ehre fiel. Sie ist Trägerin des Goldenen Ehrenkreuzes der deut­schen Mütter, sowie des Ehrenkreuzes für Krieger- Hinterbliebene. Der Jubilarin bringen wir. unsere herzlichen Glückwünsche dar.

Trauerfeier für Fabrikant Derkenhoff.

Am geftrigen Freitag wurde auf dem hiesigen Friedhof der Fabrikant^Karl B e r k e n h o f f, der Mitbegründer und Pionier der heimischen Draht- industrie. unter großer Beteiligung zu Grabe ge­tragen. In der Frieohofskapelle sprach der Pfarrer, ein Freund des Hauses Berkenhofs, zu den Hinter­bliebenen. Er würdigte den aufrechten und gottes­fürchtigen Mann. In ihm ist ein Leben der Erfül­lung dahingegangen, das nach harter Lebensarbeit von reichen Erfolgen gekrönt war. Nach der Trauer­feier gaben die Abordnungen der einzelnen Werke dem Verstorbenen das letzte Gelett und legten mit Worten dankbarer Erinnerung Kränze an seinem Grabe nieder. Sie alle rühmten die vorzüglichen Eigenschaften dieses Mannes, der das Werk seines Vaters erfolgreich fortgeführt und ein Unterneh­men der Drahtindustrie gefdjaffen hatte, das sich über mehrere Orte der heimischen Landschaft ver­teilt und durch fein« weltweiten Beziehungen inter­nationalen Rus erlangt hat. So wie er feinen Mit­arbeitern und Gefojgschaftsmitgliedern stets Be­rater und Freund war, so hat er auch seinen fach­männischen Rat all denen erteilt, die ihn darum baten.

Gießener Dochenmarktpreiie

* Gießen, 11. Nov. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, 7» kg 1,60 RM., Matte 25 bis 50 Rpf., Käse, das Stück 5 bis 10, deutsche Eier, Klasse S 13, A 12^, B 12, C 11K D 10ausländische KühlhauseierlO, Wirsing, Vi kg 6 bis 7 Rpf., 50 kg 6 RM., Weißkraut, kg 5 Rpf., 50 kg 4 RM., Rotkraut. kg 8 Rpf., 50 kg 7 RM., gelbe Rüben, % kg 8 bis 9 Rpf., rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 20 bis 40, Feldsalat, 1ho 10 bis 15, Zwiebeln, % kg 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 60, Kürbis 6 bis 8, Kartoffeln, kg 4 Rpf., 5 kg 40 Rpf., 50 kg 3,15 bis 3,45 RM., Aepfel, N kg 15 dis 25 Rpf., Birnen 10 bis 18, Blumenkohl, das Stück 10 bis 60, Salat 8 bis 12, Endivien 8 bis 10, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 15, Sellerie 10 bis 35 Rpf.

"* * Ein Zweiundsiebzigjähriger. Der Glasermeister Heinrich Baum, Bleichstraße 2, kann am morgigen Sonntag, 12. November in aller geisttgen und körperlichen Usche, seinen 72. Geburtstag feiern. Der betagte Mann arbeitet noch heute unermüdlich in der Werkstatt. (Wir be­glückwünschen den treuen Leser zum Geburtstag!)

** Der Ortsv er ein Gießen der Deut­sch em Stenographenschaft gibt bekannt, baß demnächst bei entsprechender Teilnehmerzahl Kurse für Kurzschrift (Anfänger-Kursus, Fortbil- dungs- und Diktatkurse) beginnen werden.

Aus der engeren Heimai.

Landkreis Gießen.

5 Steinbach, 10.Nov. Am heuttgen 10.No- Dembtr feierte Iah. Karl Horn in erträglicher Gesundheit feinen 76. Geburtstag, am 13. November kann Karl Halfer V. in guter Gesundheit feinen 76. Geburtstag begehen.

kreis Büdingen.

j Schotten, 10.Nov. Einen interessanten Dor- trag über den Westwall hielt in der gut besetzten Turnhalle Kreisgeschäftsführer Bull- mann von der Kreisleitung Büdingen. Die guten Lichtbildaufnahmen gaben einen Einblick über die ausgedehnten, starken Befesttgungsanlagen, in denen unsere tapfere Wehrmacht eben die Wache gegen Westen hält. Zur freudigen Ueberrvschung der Zu­hörer wurde die Führer-Rede aus dem Bürger- vräukeller München übertragen. Gestern abend fand Lio Feier zu Ehren der Gefallenen des 9. No­vember in der stimmungsvoll geschmückten Turn­halle statt. Nach einleitender Weihemusik und Vor- sprüchen der SA. und der HI. wurden die Toten des 9. November geehrt. Nach einer Ansprache und dem Sieg-Heil auf den^FMrer^klang^dieLei^^Nlt,

chieden oder ein knapper Sieg der Gießener wäre chon ein Erfolg. Die Spielvereinigung 1900 schickt olgende Mannschaft ins Treffen: Dinges; Schnei- )er, Goß; Günther, Jäger, Hain; Bonarius, Kraft, Karsten, Theiß und Feuser. Auf das Ergebnis wird -----mtt einigem Recht gespannt sein dürfen.