Ausgabe 
11.8.1939
 
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Alle diese Aeußerungen, das ders betonen, haben nicht Franzosen und Engländer

Danziger la s s un g en

bis zur See ist Deutschland völlig von Ostpreußen abgeschnitten. Das ist der erste schwere Schaden,

Es liege dem Soldaten nicht, viele Worte über Kameradschaft zu machen. Er bemüht sich, kamerad­schaftlich zu leben und zu handeln. Es sei chm aber ein Bedürfnis, in dieser besonderen Stunde es doch einmal auszusprechen:In der großen Kamerad­schaft des ganzen deutschen Volkes sind Sie, die deutschen Arbeiter, und die Soldaten die nächsten und besten Kameraden."

Generaloberst von Brauchitsch gab dann seinem Wunsche Ausdruck, daß die Arbeiter der Waffenschmieden des Heeres und die Soldaten als Träger dieser Waffen in Zukunft eine noch festere und herzlichere Kameradschaft verbinden solle, und kündigte praktische Maßnahmen auf diesem Gebiet an. Eine Anzahl von Arbeitern werde in Zukunft als Gäste und Zuschauer bei Uebungen und Vor­führungen der Truppe die Leistungen der von ihnen gefertiAen Waffen persönlich kennen lernen, und umgekehrt solle auch der Soldat den Arbeiter in den Betrieben besuchen, um ihn in seiner harten Arbeit zu sehen und Einblick in die Fertigung seiner Waffen zu bekommen.

Generaloberst von Brauchitsch sprach dann über die Aufgaben der Arbeiter eines Rüstungsbetriebes i m K r i e g s f a l l und stellte dabei fest, sie lieferten für die Kameraden an der Front Waffen, Munition und all das, was sie notwendig brauchen, und in diesem Sinne sei ihr Dienst auch ein Front- bien ft.

.Stark unterstrich Generaloberst von Brauchitsch in seinen weiteren Ausführungen die Notwendigkeit einer starken Rüstung Deutschlands und bewies, daß es in Deutschland keinen vernünftigen Menschen mehr gibt, der nicht durch die bitteren Lehren der Vergangenheit von der Notwendigkeit unserer Aufrüstung überzeugt ist.

Einst, als wir wehrlos waren, hat man uns verachtet und ausgeplündert! Dies ist jetzt ein für allemal vorbei! Es ist besser, gefürchtet und damit respektiert als verachtet und rechtlos, zu fein. Das Bewußtsein unserer Stärke gibt uns aber auch selbst die Ruhe zur Arbeit. TB i r können im tiefsten vertrauen in die Z ukunft blicken! Wir haben es nicht nötig, bei anderen Völkern um Hilfsdienste hausieren zu gehen, um sie für unsere Inter­essen ins Feuer zu schicken." Deutschland

Besser könnten wir Deutsche den berechtigten deutschen Anspruch nicht interpretieren als diese Ausländer, die wir vor aller Welt als unsere Kronzeugen aurufen.

im voll st en Umfange.

möchte ich beson- Deutfche, sondern gemacht. D i r

diese A u s -

nische Zeitung hat vor einigen Wochen geschrieben: Danzig ist deutsch. Wenn Hitler Danzig will und die Danziger zu Hitler wollen, dann sehen wir nicht ein, warum ein Krieg sie daran hindern soll. Wir sehen nicht ein, warum die Jugend Englands und Frankreichs aufgepeitscht wird, für Danzig zu ster-

viele maßgebende und bekannte Männer im Aus- lande, besonders in England und in Frank- reich gibt, die die Unhaltbarkeit der aeaenroärtigen Situation im Osten Europas, insbesondere der Danzigs, seit 20 Jahren immer wieder zum Aus­druck gebracht haben.

Ein maßgebender Franzose, ein früherer Ge­sandter, schreibt in einem Buche: Diese Lösung im Osten ist eines der zahlreichen Beispiele der Heu­chelei, die bei der Ausarbeitung der Versailler Verträge vorherrschte, die dem Krieg ein Ende machen sollten.

Ein anderer bedeutender Fr a n z o s e namens Tournay schreibt in seinem Buch, als er nach einer Besichtigung des Ostens, Danzigs und Ostpreußens, an der Drei-Länder-Ecke steht und über bas Land sieht: Vor dem Kriege herrschte dort reiches Leben, heute nicht mehr. Das ist der Tod! Kein Schiff,

hinzufügte, die Abschneidung Danzigs von Deutsch­land und seine Einrichtung als Freie Stadt, die ür Polen der freie und sichere Zugang zum Meer ein sollte.

Und wieder ein anderer Franzose schreibt, leider befindet sich Polen infolge seiner geo­graphischen Lage zwischen zwei großen Nationen, Deutschland und Rußland, die mehr als 200 Mil­lionen Einwohner haben, in einer furchtbar ge- ährlichen Lage. Von allen europäischen Staaten t Polen allem im Streit mit allen seinen Nach­barn, mit Deutschland, mit der Ukraine, mit Ruß­land und mit Litauen. Man hört es krachen im polnischen Hause, schreibt dieser Franzose. Polen, o schreibt er weiter, wird morgen nur noch ein Traum sein. Dieser Franzose, ein früherer Ge­sandter, schreibt weiter: In wieviel Zeit wird sich der endgültige Zusammenbruch Polens vollziehen? Das ist schwer vorauszusehen. Sehen wir nur zu, wir Franzosen, daß wir nicht unter seinen Trüm­mern mit begraben werden. Er schreibt weiter: Eine und diesmal endgültige Teilung Polens wird zweifellos seinem Leben ein Ende bereiten. Ich be­tone ausdrücklich: Das hat kein Deutscher geschrie­ben, sondern ein Franzose. Ein weiterer französischer Senator erklärte im Jahre 1927 dem Vertreter einer deutschen Zeitung gegenüber: der Danziger Korridor ist ein Dorn im deutschen Fleisch. Alle Staatsmänner Europas sollten sich bemühen, für diese Frage eine Lösung zu finden. Sie sollten Tag und Nacht darüber Nachdenken.

Der berühmte französische Schriftsteller Naudeau erklärt: Die Engländer glauben, daß, was auch immer kommen mag, es unerträglich ist, baß Danzig und was man ben polnischen Korribor nennt, lange vom Reich getrennt bleiben barf.

Ein weiterer Franzose namens Ren 6 Märtel schreibt in seinem Buch: Haben wir ben Mut, es zu schreiben: Die Sieger haben Unrecht gehabt, den Danziger Korribor zu schaffen. Sie haben einen schweren, einen sehr schweren Fehler begangen. Sie haben gegen das Recht und gegen die Menschlichkeit gehanbelt, als sie Ostpreußen unb Danzig von Deutschland trennten. Man schneibet ein Staats­wesen nicht in zwei Teile. Man schneidet nicht den lebenbigen Körper eines großen Volkes in zwei per« schiebene Stümpfe. Das beutsche Volk ist einmütig barin, den Danziger Korridor für unmöglich unb unerträglich zu erklären.r Das schreibt wiederum ein Franzose! Derselbe Franzose schreibt über Dan­zig: Man hat ben Freistaat Danzig geschaffen. Dan­zig ist eine deutsche Stabt. (Stärkster Beifall.) Sie ist ihrer Art, ihrem Wesen nach beutsch. Die Deut­schen bilben dort 96 v. H., aber die Polen 2 v. H. der Bevölkerung. Danzig ist ein Freistaat nur dem > Namen nach; in Wirklichkeit ist Danzig mit Polen 1 zusammengekettet. Der Franzose schreibt weiter: > Polen hat auf dem schönen Strand der Westerplatte

Düsseldorf, 10. Aug. (DNB.) Der Oberbefehls­haber des Heeres, Generaloberst von Brau- chitsch, stattete am Donnerstag der Rheinmetall- Borsig-AG., Zweigwerk Düsseldorf, einen Besuch ab, um von dieser alten, für die Rüstung des Reiches bedeutsamen Waffenschmiede aus in einem großen Betriebsappell der Gefolgschaft des Werkes unb ben Arbeitern aller großdeutschen Heeresrüstungsbetnebe, bie ben Appell im Gemeinschaftsempfang mithörten, zu banken für ihre aufopfernde Tätigkeit.

Dor dem großen Betriebsappell besichtigte Gene­raloberst von Brauchitsch unter Führung von Geh. Rat Wessig bas Werk. Immer wieber verweilte Generaloberst von Brauchitsch an einzelnen Werk­plätzen unb unterhielt sich mit ben Männern, unter bereu Hänben bie Waffen entstehen, die bie beutsche Wehrmacht in ben Staub setzen, Ehre unb Freiheit bes Reiches zu schützen. Wo immer es der Gang ber Arbeit erlaubte, eilten bie Männer herbei unb entboten, erfüllt von stolzer Freube über bas Werk ihrer Häube unb über bie Anerkennung, die ihnen heute von höchster Stelle des Heeres zuteil wird, dem Oberbefehlshaber des Heeres ihren Gruß.

Punkt 13 Uhr betrat ber Oberbefehlshaber bes Heeres, herzlichst begrüßt von ber vieltaufeubköpfi- gen Werksgefolgschaft, die festlich geschmückte Appell- Halle, wo er sofort bas Wort ergriff.

Generaloberst von Brauchitsch

begrüßte zunächst die Arbeitskameradeu unb «tarne« ratrinnen aus den Heeresrüstungsbetrieben und gab einer Freude Ausdruck, daß es ihm möglich sei, an diesem Tage zu ihnen zu sprechen. Er sagte ihnen Dank und Anerkenuna für die ge­waltige Leistung, die sie vollbracht und täg­lich in rastloser Arbeit zu erfüllen hätten. Der Be­such bes Werkes habe ihm aufs neue bestätigt, daß ie ein schweres Tagewerk zu leisten haben.Sie haben nicht nur Ihre Arbeitskraft eingesetzt, sondern durch Ihre Tüchtigkeit, Ihr Geschick unb Ihren Fleiß erstklassige Waffen und Geräte geschaffen von einer technischen Vollendung unb Präzision, wie sie von der übrigen Welt nicht übertroffen werden können."

Der beste Arbeiter der Welt hat dem besten Soldaten der Welt die besten Waffen der Welt geschmiedet. Dafür dankt Ihnen das ganze deut­sche Volk, besonders aber der deutsche Soldat."

abgeschnitten. Das ist ber erste schwere Schaben, ben. Danzig ist für Englanb nicht bie Knochen eines dem man einen zweiten gleichfalls sehr schweren einzigen britischen Soldaten wert.

Garanten der Stärke Deutschlands.

Generaloberst von Brauchitsch über die Verbundenheit der Wehrmacht und der Rüstungsindustrie.

ein gewaltiges ÜRunitionsbepot angelegt (Stürmische Pfuirufe), bas eine ftänbige Gefahr für bie Stabt barstellt. Polen richtet ben Handel bes Hafens zu- grunbe. Das schreibt ein Franzose!

Derselbe Franzose schreibt weiter: Der Korribor unb Danzig finb Unmöglichkeiten, monstrehafte Miß­geburten, Sünben gegen bie Vernunft unb ben gesunben Menschenoerstanb. Diese ungerechten Machenschaften gehören zu ben politischen Fehlern, die unsere Nachkommen einmal in Erstaunen setzen werben.

Der vorhin bereits genannte bekannte französische Schriftsteller Naudeau erklärt weiter: Kurz und bündig, ich beschränke mich darauf: Danzig zeigt alle Merkmale einer alten beutschen Stabt (Beifall). Man verletzt bas Selbstbestimmungsrecht ber Völ­ker, wenn man bie Stabt Danzig, beren Seele zu­tiefst beutsch ist, vom Reiche trennt. Eine amerika-

schriften angebracht, darunter folgende:Vorwärts über die Ober!" ober:Wir fordern den Boben, woher unser Volk stammt, bis zur Breslauer Burg!" Außer Obenst Wenda hielt auch der Generalkom- missär des Bezirkes Schlesien eine Ansprache, in der er u. a. sagte: Im kommenden Krieg verliere Polen nichts von seinen bisherigen Errungen­schaften. Im Gegenteil! Dieser Krieg, ber für uns siegreich ausgehen wirb, muß uns das Oppelner Schlesien unb Ostpreußen zurückbringen.

In einem Telegramm an den Jugendführer bes polnischen Regierungslagers heißt es wörttich: Wir glauben fest daran, baß ber kommende Krieg ein Krieg um ein größeres Polen, mit einem neuen Tannenberg enden wird. In dieser Ueberzeugung hängen wir feierlich vor dem Heim unserer Orga­nisation die Landkarte des Polens von Morgen auf, dessen Grenze gegenüber Deutschland traft bes historischen Rechtes die Oder bilben wirb. Wir ver­sprechen, so Gott es will, wenn der oberste Führer ruft, mit unserem Blut diese Grenze festzusetzen.

Am 7. August 1939 schrieb der ,Llustrowany Kurjer Codzienny": Wenn Deutschland be­müht ist, zu verkünden, daß es Danzig schon ohne Krieg eingenommen hätte, so muß man feststellen, daß die Geschütze donner* würden, wenn Deutsch­land sich bemühen würbe, den Hafen über der Weichselmündung zu besetzen.

Tags daraus schrieb bie konservative Zeitung Cza s": Wenn die Behörden ber Freien Stadt Danzig Polen vor eine vollendete Tatsache zu stellen beabsichtigen, dann würben die polnischen Geschütze dröhnen trotz der Neigung, bie die pol­nische Nation für die alten Mauern Danzigs hege. (Pfuirufe.)

Und die Krone zu all diesen Aeußerungen setzt Herr Rydz-Smigly selbst auf in einer Rebe, die schon etwas länger zurückliegt. In ihr heißt es: Wir werben bald gegen ben deutschen Erzfeind marschieren, um ihm enbgültig bie Giftzähne aus« zubrechen. (Protestrufe.) Die erste Etappe auf die­sem Marsch wird bie Besetzung von Danzig sein. Wenn erst Danzig und Ostpreußen zum polnischen Mutterland zurückgekehrt finb, wirb auch Deutsch­land über ben Abschluß eines besonderen Vertrages im Osten mit sich reden lassen. Haltet Euch bereit für ben Tag ber Abrechnung mit dem arroganten Germanenblut! Die Stunde der Rache ist nahe!

Zu alledem möchte ich unb bas dürfte vor ollem für bas Ausland von Interesse sein fest­stellen, baß diese Auslassungen nur eine kleine Blütelese dessen darstellen, was in Wirklichkeit in den letzten Monates in Polen geredet unb ge­schrieben worben ist.

Danzigs Antwort an Polen.

Im einzelnen zu allebem Stellung zu nehmen, ist uns unmöglich. Die Antwort, die mir dar­auf zu geben haben, kann zusammengefaßt werben in wenigen Worten: Polen mag folgendes zur Kenntnis nehmen:

1. Kriegsdrohungen, und mögen sie noch fo her­ausfordernd fein, schrecken uns keineswegs und werden in Danzig keinerlei Anzeichen von Angst Hervorrufen.

2. Wir Nationalsozialisten haben dafür gesorgt, daß die Danziger Bevölkerung in dieser span­nungsreichen Zeit ihre Verven nicht verliert, weil sie auf Grund der bisherigen Erfahrungen das Vertrauen zur nationalsozialistischen Füh­rung hat, daß diese im gegebenen Augenblick das Richtige tut.

Z. Wir haben in Danzig in den letzten Wochen nämlich alles getan, um jeden Veberfall oder Handstreich, ganz gleich welcher Art, auf Dan­zig abzuwehren und entsprechend zu beant­worten.

4. Polen mag sich darüber im klaren fein, daß Danzig nicht allein und berlassen auf dieser Welt steht, sondern daß das Großdeutsche Reich, unser Mutterland, und unser Führer Adolf Hitler jederzeit entschlossen sind, im Falle eines Angriffes von polnischer Seite in der Abwehr desselben uns zur Seite zu stehen.

Das Verbrechen von Versailles im Urteil des Auslandes.

Uns allen unb darüber hinaus dem ganzen deut­schen Volk unb auch ben vernünftigen iluslänbern dürfte klar geworden sein, daß es angesichts derartiger sich immer wiederholender Aeußerungen durch Polen nicht so weiter gehen kann. Allen friedens­liebenden Menschen muß allmählich klar werben, welch ein Verbrechen durch bas Versailler Diktat in Bezug auf Danzig unb die Grenzziehung im Osten beaangen morden ist. Ich möchte aber besonders betonen, baß nicht nur mir Deutsche einschließlich ber Danziger biefer Ansicht finb, fonbern baß es sehr

Tatsachen in Danzig.

Wenn ich bisher nur Aeußerungen von Auslän­dern zur Danziger Frage unb ben bamit zusam­menhängenden Problemen miebergeaeben habe, so möchte ich nun noch besonders unseren eige­nen Standpunkt klarstellen. Es ist im Augen­blick, wenn man in ber Weltpresse nachliest, so, baß sich alle Völker, besonders Engländer unb Franzosen, nicht zu vergessen besonders bie Polen, mit der Danziger Zukunft beschäftigen. Sie tun ge­rade so, als ob Danzig englisch ober französisch ober polnisch märe. Wenn jemand überhaupt ein Recht hat, sich über bie Zukunft Daiyjp Gedanken zu machen, bann sind mir Danaer es selb st. Es ist in erster Linie unfere ur­eigen st e Angelegenheit, bie Gestaltung unseres Lebens unb unserer Zukunft zu bestimmen. Wir stellen dazu folgendes fest:

1. Danzig ist seit feiner Gründung, bas sind rund acht Jahrhunderte, immer eine urbeutsche Stabt gewesen.

2. In Danzig hat während seiner ganzen Ge­schichte bis zum Jahre 1919 nur Deutschland zu be­stimmen gehabt.

Die Danziger haben sogar im Jahre 1576 den polnischen König Stefan Batory mit Waffengewalt zurückgeschlagen unb zur Kapitulation gezwungen, als er versuchte, bie Rechte, besonders bie Seeherr­schaftsrechte ber alten Deutschen Hansestadt zu schmälern. Die heutige* Danziger fürchten bie Kanonen Rybz-Smiglys ebensowenig, wie ihre Väter bie Kanonen bes polnischen Königs gefürchtet haben.

3. Danzig wurde im Jahre 1919 trotz mehrfachen einmütigsten Protestes seiner Bevölkerung vom Mutterlande abaetrennt. Das vom amerikanischen Präsidenten Wilson in feinen 14 Punkten angekün­digte Selbstbestimmungsrecht der Völker wurde durch diese willkürliche Handlung auf bas rücksichts­loseste mit Füßen getreten.

4. Die feit ber Abtrennung vergangenen Jahre haben ben unwiderleglichen Beweis erbracht, baß Danzig unb seine Bevölkerung wirtschaftliche und kulturelle Schädigungen aller Art erlitten haben. Allein bie Tatsache, daß dem Danziger Hafen, ber Polens einziger Zugang zum Meere sein sollte und dessentwegen man Danzig vom Reich ab getrennt hatte, immer mehr mit einer grausamen Plan­mäßigkeit bie Lebensrechte entzogen worden sind, so baß ber Danziger Hafen schon heute gegenüber Gdingen an zweiter Stelle lieat, beweist, baß Dan» zig von Polen nur wirtschaftliche Nachteile und keine Vorteile hat. Die Ehrverletzungen, bie in den letzten 20 Jahren ben Deutschen in Danzig durch besondere polnische Maßnahmen zugefügt mürben, stehen auf einem besonderen Blatt.

5. Diese fortwährenden Schikanierungen der Dan' Ziger durch Polen auf allen Gebieten des ässen?' lichen Lebens und ber Umstand, daß Danzig op Befragen seiner Bevölkerung vom Reich abgetrero» mürbe, ist seit 20 Jahren für alle Danziger Del' anlaffung zu dem Ruf:Wir wollen zurück zM Reich!"

Geschloffen

hinter dem Führer Adolf Hitler.

6. Die Danziger Bevölkerung ist sich heule vollständig darüber im klaren und glaubt selsen- fest, daß die Stunde der Befreiung kommt, d.h- daß Danzig wieder zum Deutschen Reich zurück- kehrt.

I. Die Danziger fchauen in seltener Ge­schlossenheit und mit besonderer Liebe und Ver­ehrung auf ihren Führer Adolf Hitler, von dem sie überzeugt sind, daß er ihren Wunsch nach Heimkehr ins Reich erfüllt, und damit dem Selbstbestimmungsrecht der Danziger wieder Geltung verschafft, welches man ihnen im Jahre 1919 verweigerte.

In dieser seierlichen Stunde, glaube >ch, können wir nichts Besseres tun, als zu geloben,

kein Schleppkahn, nicht einmal eine Barke! Nichts, soweit der Blick reicht. Von ber Höhe meines Be­obachtungspostens übersehe ich ben Flußlauf: Kein Schiff am Horizont, wo früher Flachkähne, Schlepp- 3Üge, ja sogar große Schiffe ftromauf, stromab fuhren und Reichtum und Ueberfluß mit sich führten.

Lloyd George, der berühmte Engländer, er­klärte in einer Rebe vor dem Unterhaus:Polen ist das allerletzte Land, welches ein Recht hat, sich über den Versailler Vertrag zu beklagen, da es ihn nicht erkämpft hat. Polen hat seine Freiheit nicht erobert, und mehr als jedes andere Land muß es daher jedes Komma dieses Vertrages beachten. Es verdankt seine Freiheit Frankreich und England."

Ein weiterer Franzose schreibt in einem Buch: Die Frage bes freien unb sicheren Zuganges zur See ist in einer Weise entschieden worden, die man nur als ungerecht bezeichnen kann. In Wirklichkeit hat man Polen zwei Zugänge zum Meer gegeben anstelle bes einen und noch dazu in einer Farm, baß sie Deutschland einen doppelten unb sehr schwe­ren Schaden zufügte. Durch bie Ausdehnung Palens

Ein bekannter englischer Schriftsteller, Lyon, schreibt: Außerdem hat Polen seitdem selbst ben Se­meis geliefert, baß für sein wirtschaftliches Wohl­ergehen der Danziger Hafen nicht notwendig war, denn es hat in einer Entfernung von wenigen Kilo­meter einen anderen Hafen gebaut, ber mit Danzig in direkten Wettbewerb getreten ist. Die Staats­männer von Versailles, bie Danzig wieber bie Stel­lung verschaffen wollten, bie es zwischen der Mitte bes 15. unb dem Enbe des 18. Jahrhunderts ein­genommen hatte, haben bie Geschichte nicht ganz ver­standen. Die Stellung Danzigs ist von ber damaligen recht abweichend, denn heute ist die Freie Stadt Danzig nur dem Namen nach frei.

Der berühmte Engländer Churchill, einer der größten Deutschenhasser, erklärte im englischen Unter­haus vor einem Jahre: Wenn die englische Regierung wirklich etwas zur Förderung des Friedens tun wolle, dann solle sie für Revision der Friedensver­träge sorgen. England solle die Führung übernehmen unb bie Frage Danzigs unb bes polnischen Korridors aufrollen. Solange diese Fragen nicht gelöst werden würden, bestünde keine Hoffnung auf einen dauern­den Frieden. Das sagt der Engländer Churchill.

In einer französischen Zeitung stand 1933 geschrieben: Seit fünf Jahren treten mir für bie Vertragsrevision ein unb vor allem für bie Beseiti­gung bes Danziger Korribors, ber einen unhaltbaren Zustand in Europa geschaffen hat. Während ich an­fangs auf Protest und Verständnislosigkeit stieß, stimmen mir heute die Zuhörer rückhaltlos bei. Man solle ben Deutschen Danzia unb ben Korridor zurückgeben. Der Franzose scyreibt roeiter: Wenn ich ein Deutscher märe, gäbe es für mich keine andere Frage als die der Beseitigung des Danziger Korridors. Frankreich hätte sich niemals einen Kor­ridor von Nancy nach Le Havre gefallen lassen.

Lloyd George erklärte bereits kurz nach ber Niederlegung des Versailler Diktats: Der Vorschlag ber polnischen Kommission, 2,1 Millionen Deutsche ber Aufsicht eines Volkes von anderer Religion zu unterstellen, das noch niemals im Laufe seiner Ge­schichte die Fähigkeit zur Selbstregierung bewiesen hat, muß meiner Beurteilung nach früher ober später zu einer neuen Auseinandersetzung in Osteuropa führen.

In einer englischen Zeitung schreibt ein (Eng­länder am 10. Juli 1939: Man braucht nur bie Freie Stabt Danzig zu besuchen, um die Tragödie zu begreifen, in bie bie Einmohner, bie für immer deutsch sind, durch die Regelung nach dem Kriege gebracht morden sind. Weil mir Engländer teil daran hatten, sind mir verantmortlich für die teil» roeife Ruinierung dieser alten schönen Hansestadt, und die Pflicht Großbritanniens ist es, bie Schmie­rigkeiten aus dem Wege zu räumen und sie nicht zu vergrößern durch Ministerreden.

Ein meiterer Engländer schreibt in einer englischen Zeitung am 14. Juni dieses Jahres: War­um sollen mir Schutzmann spielen? Diejenigen, die einen Krieg roegen Danzig mit seiner deutschen Bevölkerung anfangen wollten, müßte man als kriminelle Irre betrachten. Wir Engländer haben genug gefährliche Probleme zu Hause, ohne anber» roärts ben Schutzmann zu spielen.

Wieder ein anderer Engländer schreibt in einer Zeitung im Juni: Warum sollten junge Briten und Franzosen getötet unb verstümmelt merben, um eine beutsche Stabt daran zu hindern, nach Deutsch­land zurückzukehren, um Polen zu erhalten, eine Nation von ungebildeten, meist analphabetischen Menschen, die von feudalen Großgrundbesitzern aus- gebeutet und von einer militärischen Diktatur be­herrscht merben? . Das schreibt ein Engländer, kein Deutscher, das möchte ich ausdrücklich betont haben.

habe es auch nicht nötig, bie Welt mit Drohungen ei n z u s ch ü ch t e rn, lasse sich aber auch selbst nicht einschüchtern, am wenigsten durch irrsinnige Drohungen gewisser ausländischer Generale, die schon bie siegreiche Schlacht vor Berlin unb einen neuen Frieden von Versailles ankünbigen.

Generaloberst von Brauchitsch wies bann auf eine andere wesentliche Stärke des deutschen Volkes hin, die es bank ber nationalsozialistischen Revolution besitzt. Es ist dies die innere nationale unb soziale G e s ch l o s s e n h e i t, wie sie außer dem faschistischen Italien fein anderes Volk ber Welt aufweist.Diese Geschlossenheit wirb, auch wenn schwere Tage kommen sollten, ihre Prüfung erfolg­reich bestehen. Eine heilige Versicherung kann ich euch als Oberbefehlshaber bes Heeres unb als einer der engeren Mitarbeiter unseres Führers hier geben:

Niembls wirb ber Führer bas Leben bes beut­schen Menschen leichtfertig aufs Spiel sehen. Wenn aber ber Führer einmal ben letzten unb höchsten Einsatz von uns fordert, bann können wir sicher sein, bah es keinen anderen weg gibt, sondern daß dies zur Erhaltung unseres Volkes eine unabänderliche Notwendigkeit ist." Zum Schluß seiner Ansprache wies ber Ober­befehlshaber auf bas Beispiel des Führers und Obersten Befehlshabers hin. Seme Person sei das Sinnbild ber Gemeinschaft zwischen Arbeiter und Soldat. Er selbst sei der erste Soldat und ber erste Arbeiter seines Volkes.

Mit dem Siegheil auf Führer und Vaterland schloß Generaloberst von Brauchitsch seine An­sprache.

Immer wieder unterstreichen begeisterte Zusttm- mungsfimbgebungen ber Arbeiter die Ausführungen bes Generalobersten. Nach dem Appell gingen bie Arbeiter wieber an ihre Werkplätze, gestärkt in ber Ueberzeugung, baß Wehrmacht und RüstungsinbU' ftrie vereint eine ewige Gewähr für ein unüber­windliches Deutsches Reich sind. Allen Teilnehmern gab der Appell die beglückende Gewißheit, daß ber deutsche Arbeiter, ber deutsche Soldat und ber deutsche Bauer eine einzige eiserne Front bilben, an der jeder Feind sich den Schädel einrennen wirt).