Ausgabe 
11.5.1939
 
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Ur. 109 Erstes Man

189. Jahrgang

Donnerstag, 11. Mai 1939

R. G. Rom, 11. Mai.

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politische Laufbahn der Pariser wegen Gebisses und seiner

Berlin. 11. Mai. (DBB.) 3n der Auslands­preise sind Kombinationen über die völlig pri­vate Seereise des Generalseldmarschalls G o - ring im Mittelmeer entstanden, wonach der Generalfeldmarschall angeblich beabsichtige, den in nächster Zeit staltsindenden großen Paraden in Spanien beizuwohnen. Demgegenüber wird amtlich mitgeteilt, daß Generalfeldmarschall Göring im Anschluß an seinen Aufenthalt in San Remo einer ihm seit langem von der Ham -

heutiger das wäre seine und seines Landes Chance. Wenn er aber der alte Tardieu geblie­ben ist, der skrupellose parlamentarische Kondottiere der Dreyfus und Morgan, der Rüstungsindustrie und der Elektrizitätskonzerne, dann wird auch er dasKlima" nicht ändern können. Dann wäre seine Rückkehr ins politische Leben nur der Vorbote neuer schwerer innerer Kämpfe. So oder so sie ist in jedem Falle für Frankreich ein sehr bedeutungs­volles Ereignis...

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sich und be- bei-

Markowitsch am Mittwochvormittag in der italienischen Hauptstadt ein. Den Gästen wurde ein herzlicher Empfang bereitet. Auf dem prächtig ge­schmückten Bahnhof wurde das Prinzregentenpaar vom italienischen Herrscherpaar, Mussolini, den Mitgliedern der Regierung, den Würdenträgern des Staates, sowie den Spitzen der Partei emp­fangen. Nachdem die Gäste den Zug verlassen hat­ten, schritt König Viktor Emanuel III. auf den Prinzregenten Paul zu, umarmte und küßte ihn. Mit dem gleichen Zeremoniell begrüßte die Königin die Prinzessin Olga. Besonders herzlich war auch die Begrüßung des jugoslawischen Außenministers Cincar-Markowitsch durch den Duce und den Gra­fen Ciano. Die römische Hauptstadt hat aus Anlaß des Staatsbesuches den schönsten Festschmuck ange­legt. Die Hauptstraßen der Stadt sind mit Blumen und Fahnen der beiden Nationen reich geschmückt. Vom Bahnhof aus setzte sich der Zug der Gala­kutschen mit den Gästen zum Quirinal-Palast in Bewegung. Aus der Piazza Esedra begrüßten der Gouverneur und der Stadtrat von Rom die jugo­

slawischen Gäste, die alsdann unter dem Jubel der Bevölkerung nach dem Quirinal weiterfuhren.

Die e r ft'e Besprechung zwischen dem Prinz­regenten und dem Duce, die kurz nach der. Ankunft der Gäste im Quirinal stattfand, dauerte etwas über eine halbe Stunde. Im Anschluß daran war der Prinzregent mit seiner Gattin Gast des Königs­paares bei einem Frühstück. Am Nachmittag hatte der jugoslawische Außenminister Eine ar Mar­kowitsch in Anwesenheit des italienischen Außen­ministers Graf Ciano eine längere Unterredung mit Mussolini. Eine Stunde später stattete der Prinz­regent dem Duce einen Gegenbesuch im Palazzo Venezia ab. Darauf nahm er mit der Prinzessin Olga an einem Empfang teil, den der Gouverneur von Rom, Fürst Colonna, im Conservatoren- Palast veranstaltete. Am Abend fand zu Ehren der jugoslawischen Gäste ein Festessen im Quiri- n a l statt, bei dem der König und Kaiser an Prinz­regent Paul einen Trinkspruch richtete, in dem er ausführte: Die Bande, die Jugoslawien mit Italien verbinden, sind fest im Herzen unserer beiden Völker verankert, die durch gemeinsame lebenswichtige In­teressen und einen entschlossenen Willen zur Ein­tracht, verbunden durch den Belgrader Pakt, die sichere Grundlage für einen dauerhaften Frieden und eine fruchtbare Zusammenarbeit gelegt haben. Jugoslawien und Italien, verbunden im gemein­samen Willen, die Ordnung und die Stabilität zu schützen und zu verteidigen, sorgen nicht nur für den Wohlstand ihrer Völker, sondern liefern, indem sie

Aschen Politik kennt, weiß, üb erst recht, wer sich die 'nrdieus vor Augen' hält.

'Tardieu, den« die Spottlust

Wie die Blätter ankündigen, wird demnächst der Brotpreis in Frankreich erneut erhöht werden. Das Kilogramm Brot wird dann fünf Centimes mehr kosten.

Jnterpreß-Copyright.

Paris, im Mai.

Etienfur|t 'llerdings Ak M oemberq ) 140,13,] späten gen, fest eitsmarft videnden- Mb. Von 110,59, gler mit 1 mit 98 > D. j).

Graf Ciano, bereits um 6.50 Uhr die Reife nach Neapel angetreten. Die Presse unterstreicht die be­geisterten Kundgebungen der römischen Bevölkerung und hebt hervor, daß Victor Emanuel III. und Prinzregent Paul in ihren Trinksprüchen die festen Freundschaftsbande und die enge Solidarität zwi­schen Italien und Jugoslawien bekräftigt haben.

Generaloberst von Brauchitsch in Spezia und Genua.

Rom, 10. Mai. (DNB.) Generaloberst von Brauchitsch besichtigte in Begleitung von Staatssekretär General P a r i a n i den Kriegs- Hafen Spezia, die großen Maschinenwerke von Mclara und wohnte dann Artillerieschießübungen bei. Anschließend folgte der Oberbefehlshaber einer Einladung ins Offizierskasino. Kurz nach 14 Uhr verließ Generaloberst von Brauchitsch nach herz­lichem Abschied den Kriegshafen, um sich nach G e - n u a zu begeben, wo ihm von den Behörden und der Bevölkerung ein überaus herzlicher Empfang zu­teil wurde. Nach einer Rundfahrt durch den Hafen und einer Besichtigung der Rüstungswerke sowie der Odero-Orlando-Werften setzte Generaloberst von Brauchitsch seine Reise nach Deutschland fort.

Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer vis8*/,Uhr des Vormittags

Grundpreise für 1 mm höhe

für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Brette 50Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. 93erembg.25°/0 mehr.

Ermäßigte Grundpreise:

Stellen-, Vereins-, gemein­nützige Anzeigen sowie ein. spaltige Gelegenhettsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzei. gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche AnzeigenbRpf. Mengenabschlüsse Staffel B

Das jugoslawische Prinzregentenpaar hat Donnerstagmorgen in Begleitung des Königs Kaisers Victor Emanuel III. nach Neapel geben, um dort einer großen Flottenparade zuwohnen. Der jugoslawische Außenminister Gincar Markowitsch hatte, zusammen mit Außenminister

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siegelt hat. Unsere beiden Regierungen vertreten die Grundsätze der Ordnung und Stabilität, indem sie in völliger Uebereinstimmung .an diesem nütz­lichen und dauerhaften Werk arbeiten. Bei dieser Tätigkeit haben sie immer die Vertiefung der guten Beziehungen mit den benachbarten und befreundeten Staaten im Auge, ebenso wie die Aufrechterhaltung der Ruhe und des Friedens in Europa.

Heule große Floltenparade in Neapel.

Vor der Kammererklarung Daladiers.

Paris, 11. Mai. (DNB. Funkspruch.) Die Auf­merksamkeit der Pariser Morgenpresse ist auf den Wiederzusammentritt des Parla­ments und auf die Erklärungen des Minister­präsidenten D a l a d i e r in der Kammer gerichtet. DerMatin" glaubt annehmen zu können, daß die allgemeine Aussprache eine Verstärkung der Regierungsmehrheit bringen werde, da sich anscheinend die Sozialistisch-Republikanische Ver­einigung mehr und mehr dem Regierungsblock an­schließe/ Die Opposition schrumpfe also einzig und allein auf die Sozialdemokraten und die Kommu­nisten zusammen. Ihre Stärke werde noch durch die tiefen Meinungsverschiedenheiten innerhalb der Sozialdemokratischen Partei beeinträchtigt.

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smes nicht zu übersehenden

?2gabung, nach langem, geduldigen Warten auf mmal zuzuschnappen und einen politischen Gegner . verspeisen, das ..Krokodil" getauft hat, hat sion einmal als politischer Redakteur einer Tages- zi.tung gewirkt, damals desTemps". Und dabei w ein Haar Europa in einen Weltkrieg z; stürzt . . . Das mar 1911, wo er die Jnter- oen1 einer ziemlich problematischen französischen i olonial-Gesellschaft im Kongo vertrat. Sie versuchte clit, angebliche Schäden, die sie durch die Tätigkeit bmtscher Kolonisatoren im benachbarten Kamerun fcitien hätte, sich vom französischen Staat vergüten z. lassen. Als die Kammer das ablehnte, schürte sie b - deutsch-französischen Differenzen teils durch trü- gTrische Versprechungen an deutsche Finanziers, die bi.i raffinierten Gaunern glatt auf den Leim gin- gin, teils durch eine von Tardieu dirigierte Presse- limpagne, aus der sehr schnell die Marokko-

Vom Ausland wenig bemerkt, hat sich in diesen Jagen in Paris ein Vorgang vollzogen, der für be Zukunft Frankreichs von entscheidender Bedeu- üng sein kann: die Rückkehr Andrö Tar­im e u s ins politische Leben. Er ist in ise Redaktion des großen Pariser Morgenblattes, i°s 3 o u r n a I ", eingetreten und schreibt dort kaehrmals pro Woche Kommentare zur innerpoli- ischen Lage. Das ist alles und scheint der Aufregung lacht wert zu sein. Wer aber die Gesetze der fran- was es bedeutet

urückhal« chezu gt< Publikum Neiguno : merklich )t erreich! chen war M kleine se Stahl ), hoesch Bemberg ),65). Au­ll,25), Dt- mf 124,25 etallgejell- veiter M ich Pch -haupteteu Reichsalt- 0,13 v.h. ). j). » 5, 5 o.h 100) w

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Italienische Miliz bei dem von Mussolini eingeführten Passo Romano. (Scherl-M.)

S-r i s e von 1911 hervorwuchs.

Laillauxs Mäßigung verhinderte damals e i Unglück, und die Machenschaften Tardieus wur- bn schnell aufgedeckt. Die Linke wirft ihm die Wäre heute noch vor. Seine Karriere erlitt damals tuen Bruch, und für eine Weile wurde es um den übermäßig ehrgeizigen Mann still. Außer dem flechten Ruf blieb ihm aus dieser Zeit ein kon - ijiMjuenter Deutschenhaß zurück. Er hat es Liutschland nie verziehen, daß es ihm damals das Wchäft verdarb. Dieses Gefühl trieb ihn später kju, Anschluß an Clemenceau zu suchen, indessen Schatten bann der große Aufstieg Tardieus Dr- sich ging. Er wurde schnell Abgeordneter, Mini- ftr und war in der Nachkriegszeit wiederholt lllmisterpräsident. Die Wahlen von 1928 mit ihrem Rtchtsruck machten Tardieu zum fast unumschränkten harscher über das französische Parlament. Die L cke bekämpfte ihn wütend, da sie aber in der Vmderheit blieb, hatte das keine weiteren Folgen, g| daß Tardieu seinem Haß gegen Deutschland noch le gegen alle zur Linken tendierenden Gesinnungen

Göring ans privater Seereise im Mielmeer

Eine amtliche Richtigstellung irriger Kombinationen.

burg-21 merif a-£inie übermittelten Ein­ladung gefolgt ist, an der Jungfernfahrt ihres neue st en Motorschiffeshuasca- ran im Mittelmeer teilzunehmen. Der Generalfeld­marschall befindet sich zur Zeit auf derhuascaran" auf der Fahrt längs der Küsten des westlichen Mittelmeeres. Er wird nach Abschluß der Seereise in den nächsten Tagen von einem italieni­schen Hafen aus nach Berlin zurück­kehren.

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!eilern Lande Europas ist der Typ des Ge- äöäfts Politikers so tief eingewurzelt wie in irmfreid), wo der Ausdruckpoliticien deshalb Mi ein Schimpfwort geworden ist. Nicht daß die jftfe besser wäre, aber sie ist geschickter in der Kalogischen Tarnung des Geschäftspolitikertums. Uro jo ist die Vielzahl großer und kleinster Rechts- arlteien in Wirklichkeit kaum etwas anderes als parlamentarische Vertretung der großen Ge- Oebanten, Ändustriernagnaten usw. Und wenn tt'ii bei denMaringoüins", d. h. der von Louis ihr in geführtenFederation Repubhcaine, be-- mKern bie reichlich überlebten Politiker aus der Zeit

Dreyfus-Affäre unb bes Kampfes um bte Ver- ! Mlichung ber Schule bilben, mit der (Erinnerung <nibiefe Kämpfe die ideellen Bindungen an den Äicholizismus, die religiösen Orben, zum Teil auch w'iarchistisch-aristokratische Trabitionen nachwirken, leibas Gesicht dieser Gruppe nachbrücklich bestirn- ne|t, so sinb dieMaringouins" dock in erster Lr-e. die Jnteressenvertteter der französischen Gc mer inb uftri e, bes Kanonenkönigs Schnei- brZCreusot, bes Stahlmagnaten be Wenbel unb ber ihn nahestehenden Banken, der Rothschilbs, der rai-mer Gillet, bie nebenbei in ber französischen peptilinbuftrie führenb sinb, desCredik Lyonnais

2üe anberen Gruppen ber französischen Rechten, trift eine Generation jünger, Haden sich ihre Itoftion ohne viel Rücksicht auf katholisch-konfessio- t-C' Sonderpolitik unb aristokratische Familien- iic-effen geschaffen. Die Loucheur, Laval, Flandm, Reynaud unb ihr eigentlicher Führer eben Sqt b i e u , haben nur einen Rückhalt, bie Hame- fumee, bie einheimische ober sogar die ausländische. Äe. Lazard, Dreyfus, Neuflize, Rothschild Mallet, Rimbaud so gut wie Morgan, bie englische Shell- DlMpe ober den mexikanischen ^ilberrninen-Trust.

Uninteressiertheit gegenüber ber kathollschen Sicoition unb ihre Binbung an wibersprechenbe isinnnzinteressen ist ber tiefste Grunb ber bauern- r^i. Kulissenkämpfe auf ber Rechten, Zwischen den <finppen Tardieus unb Morins. .

JT::d)t zuletzt an ihnen ist Tardieu gefchei- l>K:tt, als er als Staatsminister unter Doumergue lipim bie große Verfassungsreform auf- 3ii; gen wollte. Nach biefem Mißerfolg hat er sich b sine Villa in Menton an ber Riviera zurück- giigen, die Erneuerung seines Parlomentsmanba-

।ErfcheMi täglich, außer Sonntags und Feiertags I Beilagen: Die Illustrierte 'Gießener Familienblätter sheimat im Bild Die Scholle Monatr-vezugspreir:

Mil 4 Beilagen RM. 1.95 Vhne Illusttierte , 1.80 Zustellgebühr . . -.25 Auch bei Nichterscheinen ®on einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt

Zernsprechanschlüffe

unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach­richten: Anzeiger Sietzeu poftschecktonto:

Frankfurt am Main 11686

Tardieus Rückkehr in die Politik

Don unserem PH. L.-Korrespondenten.

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tes abgelehnt unb sich ausschließlich ber literarischen Tätigkeit gewidmet. Er schrieb jede Woche für den Gringoire" einen Artikel, dessen unveränderten Abdruck sich der vorsichtige Tardieu, der seine Pappenheimer" kannte, durch eine hohe Konven­tionalstrafe vertraglich sichern ließ. Und er schrieb eine Reihe von Büchern, die in ihrer Gesamtheit eine unerbittliche Kritik der französischen Gesellschaft, namentlich aber der politischen Sitten in Frankreich barftellten. Nur einmal tauchte er wieder in Paris auf, da sah man im dortigen Justizpalast sein langes Nankee-Gesicht, als er vor Gericht den Oberst de la Rocque eindeutig der Bestechung überführte. Da aber Tardieu selbst der Bestechende gewesen war, hatte die zynische Art, wie er den einst von ihm Subventionierten" erledigte, ihm wenig Sympathie eingebrocht. Aber es ging ihm darum, einen ge­fährlichen Konkurrenten, einen jüngeren Rivalen zu erledigen und bei solchen Anlässen ist das Krokodil" nie wählerisch in seinen Mitteln ge­wesen. *

Und jetzt ist er wieder in Paris, er schreibt und wartet auf feine Stunde. Er hat wenig Nei­gung, noch einmal Minister zu werden, aber wenn Frankreich eines Tages einen Diktator braucht, einen zähen Draufgänger vom Format eines Clemenceau, bann wird Tardieu zur Stelle fein. Schon jetzt kündigt er an, daß Frankreich fein politisches Klima" ändern müsse. Er hat in den Jahren der Zurückgezogenheit sicher vieles überdacht und eine reiche Erfahrung durchgearbeitet. Vielleicht ist "r ein anderer geworden, größer, ein-

Jugoslawisch-italienische Trinksprüche

Oer Staatsbesuch des Prinzregentenpaares in Rom.

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Aufrüstung und Wehrpflicht in England.

Wünsche und Wirtlichkeit.

Triumphierend haben die englischen und vor allem die französischen Zeitungen bie Tatsache ber britischen Wehrpflicht festgestellt unb zwar, wie bas nicht anders erwartet werben konnte, mit einem klaren Hinweis auf Deutfchlanb. Wenn man in London ober in Paris hoffen sollte, daß wir durch bie Tatsache ber britischen Wehrpflicht bis ins Mark erschüttert worben seien, so irrt man sich. Wir ha­ben sehr wohl gelernt, zu unterscheiben, was Bluff und was Wirklichkeit ist. Selbstverständlich prüfen unsere militärischen Sachverständigen mit allem Ernst die Folgerungen, die aus der britischen Wehr­pflicht gezogen werden müssen.

Um die brittsche Wehrpflicht mit ihrer Wirkung auf die britische Aufrüstung richtia zu werten, ist es notwendig, die Zahlen der britischen Wehrmacht zu kennen. Die Sollstärke ber verschiedenen Heeresteile im Haushaltsjahr 1939 betrug für bie reguläre Armee in ber Heimat unb lieber» fee ohne Jnbien 162 707 Mann. Die Zahl ber regu­lären englischen Truppen in Jnbien und Burma beziffern sich auf 46942. Die Truppen in den Kolonien betrugen 9522. Die Armeerefer - Den waren auf 144 000 Mann beziffert, dazu kamen 67 945 Mann als Ergänzungsreserve, weiter die Territorialarmee in Stärke von 249 480 Mann, schließlich noch Truppen auf Malta unb Bermuda unb die Ausbilbungsstäbe bei ben Offiziersausbilbungskorps. Damit war die gesamte Sollstärke, bie jahrelang 500 000 Mann betrug, auf nahezu 700 000 Mann heraufgesetzt worben. Die I st st ä r k e aber ist noch wesentlich niebriger. Nach den Ermittlungen beläuft sie sich gegenwärtig auf 580 000 Mann unb wirb in Kürze 600 000 Mann erreichen. Dazu können bann noch die 100 000 Mann ber Luftwaffe gerechnet werben. Ins­gesamt wird bie voraussichtliche Kriegsstärke auf etwa 2 Millionen Mann beziffert. Das ist aber eine Zahl, die auch durch die Wehrpflicht nicht heraufgesetzt wird, sondern bie sich gleich bleibt. Was bie Ausrüstung anlangt, so waren vor­handen, um nur einige Zahlen zu nennen, 1900 leichte Geschütze, 1000 schwere Geschütze, etwa 600 Kampfwagen unb 6000 Flugzeuge. Diese letzten Zah­len, bie für den Jahresbeginn galten, sind heute aber, das muß feftgefteUt werden, überholt, da auf die Erzeugung von Kriegsmaterial besonderen Wert gelegt wird.

Was nun die Verstärkung ber Wehrmacht burch

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, Ullerdings war dasKrokodil" auch auf ber H Stiften eine sehr umstrittene Persönlichkeit. Er war II hi klügster Kopf und vor seiner Autorität unb i wiem harten Willen beugten sich schließlich alle. II Ihr es fehlte nicht an Neibern unb Gegnern. Um 4 ft. zu verstehen, muß man-sich über bas Wesen l| lei französischen Rechten im Klaren sein, sie ist ^iteressenten-Käufer" par excellence. Wohl in

Gietzeim Anzeiger

General-Anzeiger für Oberhessen

Druck und Verlag: vrühlsche UniverfitSlrdruckerei R. Lange in Sietzen. Schristleitung und SeschSftrftelle: Schulftratze 7

____________ ____ ihre Beziehungen zu ben Nachbarstaaten pflegen

Prinzregent Paul von Jugoslawien traf in Be- unb vertiefen, einen weitgehenben Beitrag zum gleitung seiner Gemahlin, ber Prinzessin Olga, Frieben und zur Befriedung Europas. Der Prinz- und des jugoslawischen Außenministers C i n c a r = regent antwortete, die beiderseitigen Beweise der Markowitsch am Mittwochoorrnittag in der Sympathie und Achtung stellen das beste Unterpfand dar für bie Festigkeit bes Abkommens, das die Freundschaft zwischen Jugoslawien und Italien be-