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Vollstreckung von Todesurteilen

Berlin, 10. März. (DNB.) Am 10. März 1939 wurden der am 9. März 1907 in Wendelau (Ost­preußen) geborene Ernst W i e ch e r t und der am 14.8. 1907 in Groß-Pollau (Ostpreußen) geborene Karl Hindrigkeit Hingerichtete die vom Schwurgericht in Königsberg (Preußen) wegen ge­meinschaftlich verübten Mordes zum Tode ver­urteilt worden sind. Wiechert und Hindrigkeit hat­ten am 18. Mai 1938 nachts in Plibifchken (Kreis Wehlau i. Ostpr.) den Melkermeister Peter Groß­mann hinterlistig überfallen, durch Schläge betäubt und im Pregel ertränkt. Zwei weitere Mittäter, die Brüder Herbert und Bruno Schulz aus Pli- bischken, sind vom Führer zu Z u ch t h a u s st r a - f e n von 15 und 10 Jahren begnadigt worden, da sie in jugendlicher Unüberlegtheit dem Einfluß und den Drohungen des Haupttäters Wiechert erlegen waren.

Ferner wurde der am 5. November 1904 geborene Fran, Drost hingerichtet, der durch Urteil des Sondergenchts bei dem Landgericht in Königs­berg (Pr.) vom 24. Januar 1939 wegen Verbrechens gegen das Gesetz zur Gewährleistung des Rechts- friedens zum Tode verurteilt worden war. Drost, ein vielfach vorbestrafter Gewohnheitsverbrecher, hatte bei einem Ausbruchsversuch aus dem Gerichts^ gefangnis in Lr?ck den wachhabenden Gefängnis­beamten niederschießen wollen, um sich den Weg zur Freiheit zu bahnen. Seine Absicht wurde jedoch durch das entschlossene Handeln des Beamten ver­eitelt.

schien dem Untergänge geweiht. Aber jn dieser Zeit wurde dem deutschen Volke der F ü h r e r ge­schenkt. Zum erstenmal hat uns das Schicksal einen Mann gegeben, der eine Idee formte, und der als Schöpfer dieser Idee gleichzeitig ein gewaltiger Organisator ist.

Rückblickend erinnerte hierauf der Gauleiter an die Geburtsstunde der SA. in München. Gerade die SA. habe in der Vergangenheit bewie­sen und werde durch ihre vom Führer selbst ge­stellte Aufgabe noch unter Beweis stellen, daß in ihren Reihen gläubige deutsche Menschen stehen, die an'die Mission des Führers aller Deut­schen unerschütterlich glauben. Kameradschaft, Treue und Kampfbereitschaft, diese Charaktereigenschaften vereinigt, machen de» politischen Menschen aus. Zum Schluß seiner Rede rechnete Gauleiter Spren­ger mit allen inneren und äußeren Feinden ab. Es gilt das Morsche und Faule durch Starkes zu er­setzen und eine harte Auslese für die zu trefc feil, die bereit sind, deutsche Menschen über alle Hindernisse hinweg zu führen.Und ihr, meine SA.- Kameraden", so rief der Gauleiter aus,bleibt, was ihr wart: Soldaten Adolf Hitlers! Seit immer zur Stelle, wenn der Führer euch ruft und kämpft weiter um die Erhaltung' des deutschen Volkes!"

Herren der Lage sind und den Flugplatz Baraja besetzt haben. Dort scheint ihnen eine Reihe von Flugzeugen in die Hände gefallen zu sein, wodurch sich das Erscheinen zahlreicher kom­munistischer Apparate über Madrid am Freitag er­klärt. Die Kommunisten sollen auch Verstör- kungen von auswärts erhalten haben und in zahlreichen Stadtbezirken in der Uebermacht sein. Ein Teil der bisher dem Miaja-Ausschuß treuen Garnison soll zu den Kommunisten übergegangen fein und mit ihnen gemeinsame Sache machen. Der Miaja-Ausschuß hat' jedoch diese Gerüchte demen­tiert.

Nach den beim französischen Außenministerlum eingegangenen Nachrichten hegt man erneut schwere Besorgnis um das Schicksal des französischen Botschaftsgebäudes in Madrid, das sich im Mittelpunkt der Stadt befindet. Außer dem Kon­sulatspersonal halten sich dort auch die unterge­brachten n a t i o n a l s p a n i s ch e n Asplflücht- l i n ge auf. Rings um das Botschaftsgebäude tobte der Kampf am Nachmittag mit großer Heftigkeit. Rundfunkmeldungen aus Madrid hatten bereits am gekündigt, die französische Botschaft sei von den Kommunisten eingenommen, doch stellten sich diese Meldungen als. unzutreffend heraus. Bei den Kämp­fen im Stadtilmern, wo am Becerra-Platz Miaj'i- Milizen und Kommunisten mit Tanks auf­einander losgehen, wurde eine Reihe von kommunistischen'Tanks in Brand geschossen. Ebenso erging es kommunistischen Tanks, die von dem Paseo de la Castellana und dem Eibeles-Platz aus den kommunistischen Trupps auf dem Becerra-Platz

beitskräften könne aber für die Bauwirtschaft 1939 nicht in Betracht kommen. Er würde den Abzug von Arbeitern aus gleichwichtigen oder noch wichtigeren Wirtschaftszweigen, insbesondere aus . der Landwirtschaft bedeuten. Beim Arbeits­einsatz in der Bauwirtschast werde die Aufgabe 1939 darin bestehen, noch starker als bisher zwischen staatspolitisch besonders bedeutsa­men und unaufschiebbaren Arbeiten und minderwichtigen Aufgaben zu scheiden. Die Drosselung der weniger bedeutsamen Aufgaben werde besonders in jenen Gebieten zu erfolgen haben, in denen unaufschiebbare Bauten in weitem Umfange erstellt werden müssen. Sodann sei der Ansatz der einzelnen Arbeitskraft s o r a t1 o = nell ro i e möglich zu gestalten, ohne daß eine Ueberbclastung der Arbeitskraft zu einer persönlichen Schädigung und wirtschaftlichen Minderleistung führt.

gend treten in immer stärkerem Maße Gesunde heitsschädigungen auf. In Sachsen mußten von 138*1 ^-Bewerbern vom Lande 680 als untauglich aus scheiden. In einer sächsischen Landwirt­schafsschule wurde feftgeftellt, daß von 66 Schülern nur sieben körperlich gesund waren, und . von diesen stammten vier aus der Stadt. Alle übri­gen zeigten Leiden, die aus U e b e r a n ft r e n = gung Hinweisen. Behrens weist weiter darauf hin, daß nicht weniger als 500 000 über 60 Jahre alte Frauen in der Landwirtschaft als voll­wertige Arbeitskräfte tätig find. Trotzdem solle und dürfe in der Erzeugungsschlacht kein Stillstand ein­treten. Alle nur denkbaren organisatorischen und technischen Möglichkeiten müßten ausgenutzt wer­den, um die Erfolge weiterhin zu steigern.

Die Drostelung minder­wichtiger Bauvorhaben.

Berlin, 11. März. (NDZ. Funkspruch ) In einer der Rationalisierung im Straßenbau gewidmeten Ausgabe derStraße" gibt Staatssekretär Dr. S y r u p einen Ueberblick über die Arbeits­kräfte für d i e Bauwirtschaft. Der Wert der baugewerblichen Produktion, der 1932 auf rund 2,3 Milliarden Mark zurückgegangen war, dürfte 1938 d e n fünffachen Betrag erreicht haben. 1939 seien wiederum Steigerungstendenzen bei Bau- arbeiten bemerkbar. Ein verstärkter Einsatz von-Ar-

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E. F. Paris, 11. März.

Die in den Nachtstunden des Freitags in Paris eingetroffenen Nachrichten schildern die Lage in Madrid nach wie vor als äußerst v e r ro o r r en. Die Kämpfe zwischen Kommunisten und Miaja- Anhängern haben in den Abendstunden des Freitags mit großer Heftigkeit an gedauert. Den Kommunisten steht zahlreiches und modernes Kriegsmaterial zur Verfügung. Sie haben in ver­schiedenen Madrider Stadtvierteln die Mia ja - Truppen mit Tanks angegriffen. Das Hauptziel der Kommunisten ist offensichtlich, d i e M i n i st e r i e n zu besetzen, die große und solide Häuserblocks darstellen. Sie haben auch Flug­blätter aus Flugzeugen abwerfen lassen, in denen behauptet wird, Lister und Negrin seien wieder in Spanien und würden den Miaja-Ausschuß davonjagen.

Zum ersten Male sind am Freitag kommu- n i ft i f d) l Flugzeuge erschienen. Zwischen diesen und Flugzeugen des Miaja-Ausschusses ent­spann sich ein Luftkampf, in dessen Verlauf ein Flugzeug der Kommunisten abgeschossen wor­den sein soll. Genau weiß man es allerdings nicht, und es kann ebenso gut ein Miaja-Flugzeug ge­wesen sein. Die Gleichheit der Kampf­mittel und der Uniformen vergrößert

Zwetkowitsck

über die kroatische Krage.

Belgrad, 10. März. (Europapreß.) Bei Be­handlung innerpolitischer Fragen erklärte Minister­präsident Zw et ko witsch in der Skupschtina, es fei der aufrichtige und dringende Wunsch der Regierung, die kroatische Frage, die die wichtigste der jugoslawischen Innenpolitik darstelle, in möglich st kurzer Zeit zu lösen. Die Lösung könne durch Verhandlungen zwi­schen der Regierung und den verantwortlichen kroa­tischen Führern erfolgen. Zwetkswiksch erklärte:

Wenn bestimmte Gaue unseres Vaterlandes ohne ihre Schuld oder Zustimmung geographisch oder kulturell ab getrennt waren und dabei eine eigene nationale Individualität ent­wickelten, die sie auch nach 20jährigem gemeinsamen Leben weiterhin beibehalten wollen, dann muß man mit diesen Tatsachen rechnen und eine Lösung suchen, die im Rahmen die­ses Staates eine Verwirklichung ihrer Anschauungen und zugleich ein g e - mein la m es normales Leben ermöglicht. Die Lösung muß auf alle Fälle so sein, daß die Kroaten sowohl formal als auch tatsächlich gleich­berechtigt innerhalb der Grenzen dieser Staats­gemeinschaft sind, nachdem sie diese Grenzen nie in Frage gestellt haben." Anschließend verzeichnete der Ministerpräsident, daß er eine Konsolidierung des gesamten innenpolitischen Ledens herbeiführen wolle und deswegen gegenüber allen Par­teien voller Toleranz fei. Sehr scharf wandte er sich gegen bie kommunistische Gefahr. Er schilderte das Bemühen der Kommu­nisten in allen Parteien Unterschlupf zu finden, und geißelte die Tarnungsverfuche der Anhänger Moskaus, die vor allem unter der Maske des Kampfes für Demokratie auftraten. Der Minister­präsident forderte zu einem gemeinsamen Abwehr­kampf gegen die kommunistische Gefahr auf und erntete damit bei der Mehrheit des Hauses großen Beifall.

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Unter dem Einfluß des ausgedehnten Hochdruck­gebietes, das von den Azoren bis zum Nordmeer reicht, stellt sich zunehmende Wetterberuhigung ein. Die anhaltende Nordströmung, mit der kühle Luft­waffen von Skandinavien nach Deutschland ver­frachtet werden bewirkt allerdings noch eine wech­selnde Bewölkung. Die über den britischen Inseln gelegene Störung wird uns nicht wesentlich beein­flussen, sondern nordostwärts abziehen.

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Lustkampf zwischen Kommunisten und Miaja-^lugzeugen.

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All bies erfolgte bedingungslos. Selbst die anfänglich geforderte formelle Zusage, daß die ame­rikanischen Anlagen in Brasilien nicht enteignet würden, ließ man fallen, als die Verhandlungen daran zu scheitern drohten. Man mußte sich mit der Versicherung Aranhas begnügen, die brasilianische Regierung beabsichtige,iyre allgemeine Politik so zu gestalten, daß die Mitarbeit von amerikanischen Staatsangehörigen, die ihr Kapital und ihre techni­schen Erfahrungen in die Entwicklung der brasiua- nischen Wirtschaft angelegt haben oder anlegen wol­len, ermutigt werden."

Eine Erklärung des Staatsdepartements teilt wei­ter mit, daß die Zusammenarbeit in vielen anderen Gebieten in befriedigender Weise erörtert worden fei. Hierzu dürften die Kredite von Privat­banken und der Ankauf großer Mengen Mangan für die amerikanische Kriegsreserve ge­hören. Die Lieferung von Geschützen für Brasilien aus staatlichen amerikanischen Kanonen­fabriken ist noch von der Zustimmung des Kongres­ses abhängig. Ferner ist man Übereingekommen, eine brasilianische Gesellschaft zur Entwicklung der brasilianischen Bodenschätze zu gründen. Wegen der Beschränkung der Baumwoll- 'läche scheint die brasilianische Regierung erpflichtungen eingegangen zu sein.

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Die USA. kommen Brasilien entgegen.

Tas Ergebnis der Besprechungen Aranhas in Washington.

Washington, 10. März. (DNB.) Die Be­sprechungen des brasilianischen Außen­ministers A ran ha mit Außenminister Hüll und anderen Regierungsmitgliedern haben ihren Abschluß gefunden. Auf Roosevelts Wunsch ist man der Bundesregierung Basiliens weit ent- gegengefommen und gibt Kredite für die Freimachung eingefrorener Guthaben, für Lieferung von Eifenbahnmaterial und maschinellen Industrie­anlagen an Brasilien. Zur Errichtung und Stützung der neuen brasilianischen Zentralbank wurde ein Goldvorschuß von 50 Millionen D 0 l - l a r gewährt, bei dem Brasilien weder Zinsen zu zahlen, noch sich mit der Rückzahlung zu beeilen braucht.

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In der ReichsnährstandszeitschriftOdal" berichtet der Reichsvbmann des Reichsnährstandes, Gustav B ehrens, von den verheerenden Auswirkungen, die die Landflucht schon jetzt gezeitigt hat. Von den körperlichen Anforderungen, die in der Erzeu­gungsschlacht an jeden einzelnen Bauern und Land­arbeiter, insbesondere aber an die Frauen, gestellt würden, mache man sich in der Stadt auch heute noch kaum eine richtige Vorstellung. Wer in die Dörfer gehe, erkenne, welche Folgen das Fehlen der Arbeitskräfte fast auf jedem Hofe habe. Nach dem Bericht eines mecklenburgischen Kreises sei in zahlreichen Höfen das Vieh bereits bis zur Hälfte, in einigen Fällen ganz abgeschafft, lediglich wegen Mangels an Arbeitskräften. Aehnlich stehe es fast überall. Aus einer sächsischen Kreisbauernschaft werde gemeldet, daß der Milchkuhbestand infolge Landarbeitermangels an einer Stelle von 9 5 auf 65 Stück, an einer anderen von 14 auf 7 usw. vermindert wurde.

In erschreckender Zahl häuften sich auch Meldun­gen vom Lande über Fehlgeburten 0 0 n Bäuerinnen wegen Ueberarbeitung ober über Zeitmangel für Kinder. Bei der Landv 0 lkju -

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Der Führer gab wie schon gemeldet in seinem Hause einen Abendempfang, an dem der Stellvertreter des Führers, sämtliche Reichsminister und Reichsleiter, die Staatssekretäre, die Reichsstatthalter, Gauleiter und Chefs der Regierung der deutschen Länder und zahlreiche andere führende Persönlichkeiten mit ihren Damen teilnahmen. Unser Bild zeigt den Führer mit feinen Gästen beim Rundgang durch die neue Reichskanzlei.

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noch die Verworrenheit. Der Miaja-Ausschuß hat diesem Uebelstand nunmehr zum Teil dadurch ab­zuhelfen versucht, daß die Miaja-Truppen seit Frei­tag A nm binden tragen.

Alle Nachrichten stimmen darin überein, daß die Kommunisten, wenn auch nicht in der Stadt Madrid selbst, so doch in einer Reihe von Vororten, zu Hilfe kommen wollten.

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Gauleiter Sprenger sprach zum S.-A.-Führertorps in Darmstadt

NSO. Auf einem Schulungsabend der SA.-Bri- gäbe 50 ber Gruppe Kurpfa'lz sprach am Freitag- inbenb in ber Otto-Bernbt-Halle in Darrnstabt Gau­lleiter unb SA.-Obergruppenführer Sprenger zu ibem Führerkorps der Brigade. Er ging von der ; 3eit des deutschen Verfalls aus und betonte, daß das 'Deutsche Reich deshalb an den Rand des Unter­ganges gebracht wurde, weil ihm die geeignete jFührung fehlte. Diese Zeit der Führerlosigkeit aroar eine Zeit ber Verantwortungs­losigkeit. Die staatliche Mißwirtschaft schritt irimmer weiter vorwärts, und Deutschland

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