besondere das Gutachten des Sachverständigen, ergab die Schuld des Angeklagten.
Der Vertreter der Anklage machte geltend, daß sich der Angeklagte auch einer Uebertretung der Straßenverkehrsordnung schuldig gemacht habe und beantragte, auf eine Gefängnisstrafe von fünf Monaten zu erkennen.
Der Verteidiger beantragte Freisprechung oder für den Fall, daß der Angeklagte schuldig erachtet
werden sollte, unter Zubilligung mildernder Umstände auf eine geringe Strafe zu erkennen.
Es erging folgendes Urteil: Der Angeklagte ist schuldig der fahrlässigen Tötung nach § 222 1 und 2 StrGB. in Tateinheit mit einer Zuwiderhandlung gegen §§ 1, 9, 49 der Reichsstraßenverkehrsord- nung und wird deshalb zu einer Gefängnisstrafe von drei Monaten verurteilt.
Aus der engeren Heimat.
Sturmbann 11/116 hat eine zweite SA.-Dienststelle geschaffen.
Nach tatkräftiger Zusammenarbeit mit Partei und Gemeinde kann nunmehr am morgigen Sonntag der Sturmbann 11/116 dem Sturm 13/116 in Watzenborn-Steinberg die neu errichtete S A. - D i e n st st e l l e übergeben. Die feierliche Uebergabe beginnt vormittags 11 Uhr bei oer auch der Führer der SA.-Gruppe Hessen, Obergruppenführer Beckerle, zugegen sein wird. Nach der Uebergabe findet ein Vorbeimarsch vor dem Obergruppenführer statt. Anschließend versammeln sich sämtliche Teilnehmer zum Eintopfessen in der Volkshalle. Mit dieser Uebergabe hat der Sturmbann 11/116 die zweite SA.-Dienststelle dieser Art im Gruppenbereich geschaffen.
Derkehrsunfälle auf eisalatten Straßen
* Eberstadt, 11. Febr. Am vergangenen Donnerstag ereigneten sich auf der Straße zwischen Lich und Eberstadt unweit dem Abzweig nach Dorf-Gill zwei Verkehrsunfälle. In den Morgenstunden verlor der Lenker eines Lastkraftzuges (Motorwagen und zwei Anhänger) die Herrschaft über die Wagen. Der Motorwagen fuhr dabei in den tiefen Straßengraben und riß einen Anhänger mit sich, der zweite Anhänger riß sich los und stürzte um. Es entstand erheblicher Materialschaden. Personen wurden nicht verletzt. Die Aufräumungsarbeiten nahmen viel Zeit in Anspruch. — In den Nachmittagsstunden fuhr außerdem ein Personenkraftwagen, dessen Lenker auf der eisglatten Straße ebenfalls die Herrschaft über das Fahrzeug verlor, etwa fünf Meter tief in den Straßengraben, wobei der Wagen erheblich beschädigt wurde. Auch hier erlitt der Fahrer glücklicherweise keine Verletzungen.
* Reinhardshain, 11. Febr. Auf der Reichsautobahn ereignete sich infolge Glatteisbildung ein Veckehrsunfall, der schwere Folgen nach sich zog. Ein L a st k r a f t w a g e n aus Frankfurt am Main, der, ins Rutschen geraten war, fuhr bafrei auf den mittleren Grünstreifen. Ein nach,algender Personenkraftwagen, dessen Lenker das Hindernis auf der Autobahn zu spät bemerkte, muhte scharf bremsen, konnte den Wagen aber nicht mehr rechtzeitig zum Stehen bringen. Durch das rasche Anziehen der Bremsen geriet der Personenkraftwagen auch ins Rutschen und stieß mit großer Wucht gegen den Anhänger des Lastwagens. Der Personenwagen wurde erheblich beschädigt. Zwei Insassen erlitten Verletzungen, die ihre Ueberführung in die Chirurgische Klinik nach Gießen notwendig machten.
Kurhaus-Maskenball in Bad-Aauheim
Ein Ereignis des Rhein-Mainischen Karnevals ist der große Bad-Nauheimer Kurhaus-Maskenball am Samstag, 18. Februar. Es wird sich auch in diesem Jahr wieder ein Leben und Treiben abwickeln, das alle Erwartungen übertrifft; sei es in dem phantastischen Silbersaal, dem Palais Selim Bassa, dem Geisha-Haus oder dem originellen „Hamburg ahoi", überall wird fröhlichste Stimmung und heiterste Laune herrschen. Fünf Tanzkapellen werden pausenlos zum Tanz spielen.
Landkreis Gießen
* Heuchelheim, 11. Febr. Am heutigen 11. Februar begeht die Kriegermutter Elisabeth Pfaff in Heuchelheim ihren 80. Geburtstag. Sie verlor durch den Weltkrieg einen Sohn, der beim Infanterie-Regiment 224 diente. Der Reichskriegsopferführer, SA.-Gruppenführer Oberlindober hat für die hochbetagte Mutter eine Ehrengabe zur Verfügung gestellt. Von Herzen wünschen wir ihr Gesundheit und alles Gute.
* Alten-Buseck, 10. Febr. Der Kegelklub „Gut Holz" veranstaltete im Gasthaus Einhäuser ein Winterhilfe-Kegeln. Dem WHW. konnte ein Betrag von 16,12 Mark abgeführt werden.
w Lollar, 10. Febr. Hier werden jetzt durch den Reichsluftschutzbund die Selbstschutz k r ä f t e ausgebildet. Schon vor Weihnach
ten fand ein Lehrgang für die Hausfeuerwehr statt. Dieser Tage nahmen zwei Lehrgänge ihr Ende, in denen etwa 80 Personen, fast nur Frauen, als Luftschutzwarte, stellvertretende Luftschutzwarte, Hausfeuerwehrleute und Melder ihre Ausbildung gefunden haben. In den nächsten Tagen beginnen zwei weitere Kurse, an denen etwa die gleiche Zahl Selbstschutzkräfte teilnehmen wird. Außerdem iß im Laufe des Winters noch ein Lehrgang für die Laienhelferinnen vorgesehen. Leiter der Kurse ist der Gemeindegruppenführer des Reichslüftschutzbundes, Luftschutzführer Eberle. Im Laufe dieses Monats wird auch in unserer Gemeinde noch eine Luftschutzübung stattfinden.
y Watzenborn-Steinberg, 10. Februar. Heute, Freitag, beging* unser Mitbürger Schmiede- meister i. R. Ludwig Schäfer III. seinen 70. G e - b u r t s t a g. Der Hochbetagte erfreut sich bester Gesundheit. (Unseren herzlichsten Glückwunsch!) — Im Saale der Gastwirtschaft „Zur Krone" fand ein Vortrag von Dr. Hahn über die Bekämpfung des Kartoffelkäfers statt. Der vorgeführte Film war sehr lehrreich und wurde auch von den oberen Schulklassen angesehen. — Eine ordentliche Generalversammlung hielt die hiesige Kameradschaft des NS.-Reichskriegerbundes bei Mitglied Gg. Philipp II. ab. Kameradschaftsführer Karl Andermann umriß in seinem Jahresbericht die Ereignisse des verflossenen Jahres.
Kreis Hrledberg.
)—( Münzenberg, 9. Febr. Dieser Tage wurde der neue Bürgermeister, Ortsgruppenleiter Metzger, auch mit dem Amt des Ortsae- r i ch t s v o r st e h e r s betraut, das seither noch Altbürgermeister Pg. Wetz verwaltete. Pg. Wetz ist damit endgültig in den Ruhestand getreten. 28 Jahre stellte er als Bürgermeister seine Kraft in den Dienst der Gemeinde. Während seiner Amtszeit wurde die Feldbereinigung durchgeführt, die Wasserleitung wurde gebaut, das Hofgut aufgeteilt und noch vieles mehr. In den langen Jahren seiner Dienstzeit war er immer ein verantwortungsbewußtes Oberhaupt seiner Gemeinde, das jedem Einwohner mit Rat und Tat zur Seite stand. Auch in der näheren und weiteren Umgebung war er bekannt und geschäht. — Der hiesige -Gesangverein „Eintracht" hielt in seinem Vereinslokal bei Georg Metzger seine Generalversammlung ab. Vereinsführer H i tz e l begrüßte die Sänger und gedachte der im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder. Sodann erstattete er den Jahresbericht. Kassenwart Otto Müller gab den Kassenbericht, der ein günstiges Ergebnis aufwies Im Namen des Vereins wurde ihm für seine mustergültige Arbeit gedankt. Sangesbruder Wilhelm G o rr 9. wurde> für 25- jährige aktive Sangestätigkeit zum Ehrenmitglied ernannt. Ihm wurde ein Diplom übermittelt. Zum Schluß verlas der Ehrenvorsitzende A. M e tz g e r die Satzungen des Vereins und ermahnte die Sängerinnen und Sänger zu eifrigem Singstundenbesuch.
= Butzbach, 9. Febr. Der Zweigverein des Vogelsberger Höhen-Clubs hielt sein diesjähriges Auszeichnungsfest ab, das sehr gut besucht war. In Verhinderung der beiden Vorsitzenden sprach der Wanderwart des Gesamt-VHC., Wilhelm Seippel, nach kurzen Grußworten über die Eingliederung der Ostmark und des Sudetenlandes und deren Bedeutung für die Wandersache. In der Vortragsfolge wechselten Musikstücke, Lieder der Gesangsabteilung des Vereins, gemeinsame Lieder, ein Kinderspiel und ein Theaterstück miteinander ab. Bei der Auszeichnung konnten acht Vereinsangehörige zum drstenmal, sieben zum zweitenmal, fünf zum drittenmal, drei zum viertenmal, zwei zum fünftenmal, vier zum sechstenmal, zwei zum siebentenmal, einer zum achtenmal, vier zum zehntenmal, einer zum elftenmal, einer zum zwölftenmal, zwei zum fünfzehntenmal und einer zum sechzehntenmal mit entsprechenden Abzeichen bedacht werden. — Der Feierabendring Butzbach derNSG. „K r a f t d u r ch Freude" veranstaltete im großen Saale des „Hessischen Hof" seine 14. Winteraufführung durch die Rhein-Mainische Landeswanderbühne. Der Saal war voll besetzt. Die Darsteller ernteten für ihre hervorragenden Leistungen reichen Beifall.
Kreis Alsfeld.
—.— Homberg, 9. Febr. Der hiesige Bahnhof, der bisher eigentlich nur als Haltestation bezeichnet werden konnte, hat einige Verbesserungen erfahren. Läute- und Signaleinrichtungen wurden geschaffen. Die Gleisanlagen wurden erweitert.
Kreis Bübingen
g Schotten, 8. Febr. Der hiesige Obst- und Gartenbauverein hatte zu seinem Winterfest, verbunden mit Preisverteilung des Blumenschmuckwettbewerbes eingeladen. Die Turnhalle war mit Blumen reichlich' geschmückt. Rektor Steinhauer als Vorsitzender begrüßte die zahlreich Erschienenen. Ein kleines Streichorchester und gemeinsame Lieder schufen eine fröhliche Stimmung. Obstbauinspekteur Metternich aus Büdingen hielt einen interessanten Lichtbildervortrag über Blumenschmuck, Anlage von Vor
gärten und gab viele Anregungen für die 23er« chönerung der Stadt. Die farbigen Bilder, be« anders die Aufnahmen aus der Reichsgartenaus» tellung in Essen, fanden lebhaften Beifall. Bürger» meister Menge! übermittelte den Dank der
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Stadt und bat um tatkräftige Unterstützung bei der kommenden Verschönerung der Stadt. Etwa 120 Preise konnten den Preisträgern des Blumenschmuckwettbewerbes ausgehändigt werden. Die Zahl hat sich gegen früher verdoppelt, sie wird weiterhin steigen. Eine Tombola und Versteige» rung von Blumenstöcken sorgte für Belebung.
Ausstellung „Nationalsozialistischer Ausbauwillen".
NSG. Im Rahmen des großen Bauern- tages in Lauterbach vom 2 4. bis 2 8. Februar veranstaltet die Kreispropagandaleitung im Lauterbacher Hohhause eine Ausstellung „N a - tionalsozialistischer Aufbauwillen". Diese Schau soll Zeugnis ablegen von dem unbändigen Gestaltungswillen und den großen Leistungen des Dritten Reiches auf den Gebieten, die für den Kreis Lauterbach von besonderer Bedeutung sind.
Die Reichsverkehrsbetriebe geben u. a. durch Bildtafeln und Modelle Einblick in den hohen Stand ihrer Arbeit. Die Kulturbauämter werden durch Uebersichtspläne von den bereits durchgeführten, oder noch geplanten Kulturplänen berichten. Die Arbeitsämter, Krankenkassen und Finanzämter werden an Hand ihrer Betriebszahlen zeigen, wie sich in unserem Gebiet die Arbeitslosigkeit radikal geändert hat. Die NS.-Frauenschaft und das Deutsche Frauenwerk werden in einem großen Raume von den verschiedensten Zweigen ihrer Tätigkeit berichten. Die NSV. bringt außer ihrem statistischen Material einen richtigen NSV.-Kindergarten mit Einrichtung
und Kindern zur Schau. Reichsarbeitsdienst, SA., NSKK., Reichsluftschutzbund und zahlreiche andere Stellen sind vertreten. Der Hitler-Jugend ist ein sehr breiter Raum Vorbehalten. Die Eltern werden Gelegenheit haben, im Vorhofe des Hohhauses ein vor» schriftsmäßiges Zeltlager besichtigen zu können. Ebenso bedeutungsvoll wird die Abteilung der Deutschen Arbeitsfront sein. Neben dem zahlreichen Material aus ihren Arbeitszweigen wird sie die Frage beantworten, wo die Lauterbacher und die Alsfelder Arbeiter ihren Urlaub verbringen. Dem Städtebau, Siedlungswefen, der Erziehung zur Volksgesundheit, dem Sport, der Fliegerei sind weitere Abteilungen gewidmet.
Es ist nicht möglich, im Rahmen dieser kurzen Uebersicht alles zu erwähnen, was für diese Ausstellung vorgesehen ist. Sie wird jedenfalls sehr interessant, da sie auch lebendig gestaltet wird. Für jeden wird es ein Erlebnis sein, in der Zeit vom 24. bis 28. Februar in Lauterbach sowohl die Große Bauernausstellung, als auch die Ausstellung „Nationalsozialistischer Aufbauwillen" zu besuchen.
Sitzung her Rateherren in Grimberg.
+ Grünberg, 11. Febr. Da Bürgermeister Craemer bis auf weiteres beurlaubt ist, leitet der -Erste Beigeordnete A l b g ch die Sitzung. Zum Punkt „Erweiterungsbau der Volks- s ch u l e" gibt Architekt Balser die nötigen Erläuterungen. Der ursprüngliche Plan, ein vollständig neues Gebäude zu errichten, wurde wegen der Höhe der Kosten fallen gelassen. Dafür soll der schon bestehende Anbau erweitert und aufgestockt werden. Dadurch ist es möglich, vier neue Schulsäle und zwei Zimmer neu zu beschaffen. Die Baukosten für diesen Plan sind mit rund 43 000 Mark, veranschlagt, wobei die Inneneinrichtung der Säle mit Schulmobilar nicht einbegriffen ist. Die alte Abortanlage im Hof soll verschwinden, die neue Anlage soll im Keller des Hauptgebäudes angebracht werden mit Zugang von außen, von der Nordostseite her. Die Finanzierung dieses Planes ist s i ch e r gestellt. In der Beratung wurde noch die Unterkellerung des jetzigen Anbaues besprochen, ebenso die Frage der zu wählenden Decken (Eisenbeton oder Holz) und die Form und Bedeckung des Daches in Verbindung mit dem Dach des Hauptgebäudes. Auch sollen die Schulleitung und die Lehrer der Berufsschule nochmals wegen' etwaiger Wünsche gehört werden. Im übrigen sind die Ratsherren mit dem Dorgetragenen Plan einverstanden.
Für die Theo-Koch-Straße wird die Herstellung des Bürgersteiges mit Plattenbelag vorgesehen. Da nämlich die hier anliegenden Gebäude des Finanzamtes und der Bezirkssparkasse schon diesen Belag haben, müße man der Einheitlichkeit wegen diesen Belag für die gesamte Straße wählen. Die Kosten sind von den Anliegern zu tragen und werden sich pro Quadratmeter auf 8 bis 8,80 Mark stellen.
Zur Errichtung einer B r a n d r e s e r v e ist die Aufstellung eines unterirdischen Bassins auf dem Marktplatze vor dem Weißschen Hause geplant. Dasselbe soll ein Fassungsvermögen von 160 Kubikmeter haben und in Verbindung mit dem aufzustellenden Marktbrunnen stehen und das Kandel- maffer der Gebäude am Marktplatz durch eine Tonröhrenleitung aufnehmen. Der Kostenooranschlag stellt sich auf 6700 Mark, wozu von der Brandversicherungskammer ein Zuschuß von 2000 Mark geleistet wird. Aus finanziellen Gründen
wünscht man eine Zurückstellung dieses Planes für nächstes Jahr, sofern der staatliche Zuschuß auch dann noch gewährt wird.
lieber die Ausgestaltung des Denkmalplatzes am Kriegerdenkmal 1870/7 1 sowie auch des Kirchenplatzes werden verschiedene Vorschläge besprochen. An ersterem sind die alten Bäume entfernt worden, an letzterem ebenfalls teilweise. Es wird auch hier die vollständige Entfernung gewünscht. Vor der endgültigen Entscheidung über die Gestaltung der beiden Plätze soll eine Ortsbesichtigung stattfinden.
Vier Anlieger an der Theo-Koch-Straße erhalten das hinter ihrem Anwesen liegende städtische Gelände zum Preise von einer Mark pro Quadratmeter zugesprochen mit der Auflage, die Entwässerung auf eigene Kosten vorzunehmen. — Dem Obst- und Gartenbauverein wird ein Zuschuß von 50 Mark gewährt.
Briefkasten her Redaktion.
(Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.)
p. P- Ein Geschäft, dessen Inhaber Mischling 1 Grades ist — zwei Großeltern jüdisch — ist als deutsches Geschäft zu bezeichnen, es »fei denn, daß der Inhaber aus einem der in § 5, Absatz II, der 1. 23.0. zum Reichsbürgergesetz angegebenen Gründe als Jude gilt.
D. M. in A.-V. Die Pflichtentziehung in dem Testament der beiden Ehegatten ist unwirksam, da ein hierzu berechtigter Grund in der letztwilligen Verfügung nicht angegeben worden ist. Bei dem Tode der Ehefrau waren also ihre Eltern, trotz der Bestimmung im Testament, pflichtteilsberechtigt, d. h. ihnen stand je die Hälfte ihres gesetzlichen Erbteils zu, während der überlebende Ehegatte V- des Nachlasses und ein weiteres '/«, das bei der Pflichtteilszuteilung an die Schwiegereltern übrigblieb, erhielt. Da der Ehemann, nachdem er sich wieder verheiratet hatte, kinderlos und ohne Testament gestorben war, wird er mit gesetzlicher Erbfolge von seiner Witwe zu Vs und seinen Eltern zu je V« beerbt; seine Geschwister kommen dagegen nicht zum Zuge, da sie von ihren noch lebenden Eltern von der Erbfolge in den Nachlaß ihres Bruders ausgeschlossen werden.
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