mal eine Urkunde mehr ausgefertigt Die Heber« lieferung verlangt also, daß das Amt des Camer- Icngo sich im strengsten Sinne auf die Erledigung unaufschiebbarer „laufender Geschäfte" ohne grundsätzliche Bedeutung beschränkt.
Vertreter 0er Rhein-Jllaimschen Wirtschaft beim Gauleiter.
NSG. Auf Einladung des Gauleiters und Reichsstatthalters versammelten sich am Freitagabend die führenden Männer der Rhein-Mainischen Wirtschaft im kurfürstlichen Schloß u Mainz. Im Mittelpunkt des festlichen Abends standen die Ausführungen des Gauleiters über Fragen der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik. Er zeigte dabei den nationalsozialistischen Wirtschaftsführern die Richtigkeit der nationalsozialistischen Denkungs- metfe, die von Anbeginn erklärt habe, daß die Vor- auss^ung für das Leben des Volkes und damit der Wirtschaft einzig und allein die politische Macht sei. Die Partei habe nach der Erreichung dieses Zieles der Wirtschaft immer helfend beim weiteren Aufbau zur Seite gestanden Sie habe die Fabriktore geöffnet und den Aufschwung des wirtschaftlichen Lebens gefördert, wie sie nur konnte. Nunmehr sei es wieder die Partei, die die Wege zeige, durch welche die zur Zeit bestehenden Fragen z. B. des Arbeiter- und besonders des Facharbeitermangels behoben werden sollen Der Gauleiter verwies hierbei auf die Forderung der Rationalisierung, die der Führer bereits im Jahre 1932 vor versammelten Wirtschaftsführern des Rhein-Ruhr-Gebietes ausgesprochen habe, indem er damals einen vernunftgemäßen Arbeitseinsatz verlangte. Weiterhin zeigte der Gauleiter die vielfältigen Möglichkeiten der Umschulung. Im Großen gesehen werden viele Zweige der Wirtschaft auch eine P r o - duktionsumstelluna auf die dringend st en Bedürfnisse unseres Volkes vornehmen müssen. Die Partei habe in all diesen Fragen eine hervorragende Aufgabe. Die Gauleiter sind verantworllich für die Generallinie der Wirtschaftspolitik in ihren Gauen. Sie stehen durch ihre Gallwirtschaftsberater in dauernder Fühlung mit dem Reichswirtschaftsministerium. Unter dem dankbaren Beifall der Versammelten schloß der Gauleiter seine Ausführungen mit einem Hinweis darauf, daß er auch bei der Durchführung der kommenden Aufgaben alle Möglichkeiten der Partei zur Verfügung stellen werde. — Der Rede des Gauleiters schloß sich ein kameradschaftliches Beisammensein an.
Kommandeure des Heeres beim Bührer.
Berlin. 10. Febr. (DJIB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht sprach am Freitag im großen Sitzungssaal der Krolloper zu den Truppenkommandeuren des Heeres über Aufgaben und Pflichten des Offiziers im nationalsozialistischen Staat. 3m Anschluß an die Rede waren die Offiziere Gäste des Führers in der neuen Reichskanzlei.
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Zum erstenmal stattete der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst von Brauchitsch, am Donnerstag Braunschweig einen Besuch ab, um die Truppen des Standortes zu besichtigen und eine Reihe von Kasernen in Augenschein zu nehmen.
Intelligenz und Intellektualismus.
Ein Aufsatz von Reichspropagandaminister Dr. Goebbels.
Berlin, 11. Febr. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels veröffentlicht im „Völkischen Beobachter" einen Aufsatz, in dem er sich mit dem Begriff des Intellektualismus auseinanderfetzt. Er schreibt dazu u. a
Auf unsere letzte Auseinandersetzung mit dem politischen Witzemacher sind uns eine Unmenge von Zuschriften zugegangen, die fast ausnahmslos bejahenden und zustimmenden Inhalts waken. Bet dieser Gelegenheit ist auch sehr häufig der Wunsch an uns herangetragen worden, doch einmal eine nähere Charakterisierung des Typs des Intellektuellen vornehmen zu wollen, da unsere Angriffe gegen den Intellektualismus, soweit sie ohne klare Begründung vorgenommen würden, Anlaß zu vielfachen Mißver- st ä n d n i s s e n und Verstimmungen böten. Dieser Bitte kommen wir hiermit nach und führen den von uns gemeinten und mit Recht angeprangerten Intellektuellen in Freiheit dressiert vor.
Es sei gleich vorweg betont, daß mit dieser Charakterisierung nicht etwa der brave und anständige geistige Arbeiter gemeint ist, der sein Wissen, seine Erfahrung und fein Können in den Dienst seines Volkes und feiner Nation stellt. Er verkörpert in feiner Gesamtheit die deutsche Intelligenz, zu der auch wir uns rechnen. 'Es besteht ein scharfer Unterschied zwischen dieser Intelligenz und dem sogenannten Intellektualismus. Nicht jeder, der etwas gelernt hat und etwas kann, ist ein Intellektueller. Ein Intellektueller ist jener sogenannte Mensch, bei dem der zivile Mut im umgekehrten Verhältnis zum angelernten Wissen steht. Er ist meistens das Ergebnis unserer früheren gänzlich falschen und fehlgeleiteten Schulbildung und Erziehung. In Wirklichkeit ist dieser Intellektuelle eine durch geistigen Drill künstlich hochgezüchtete Wissensansammlung. Er ist in seiner Auswirkung gefährlicher als der ungebildete Nichtskönner, da er nicht so leicht durchschaut werden kann.
Kein Wort gegen den intelligenten gebildeten Menschen, der für das Leben und für die Freiheit seines Volkes arbeitet und kämpft, aber so weit er das tut, steht er heute in den Reihen des Nationalfozialis- mus oder ist ein begeisterter Anhänger der Bewegung, und wenn nicht schon aus Idealismus, dann doch wenigstens aus Klugheit und aus höherer Vernunft. Der hier charakterisierte Intellektuelle jedoch ist weder idealistisch noch klug noch vernünftig. Er ist, so schlau er sich auch geben mag, in Wirklichkeit maßlos kurzsichtig und vor allem maßlos feige. Darum wirkt er manchmal so aufreizend. Nach seiner Ansicht kann auch Wissen, Bildung und Stellung nur auf dem dafür vorgeschriebenen Wege erworben werden, genau so wie er das getan hat. Wagt es einer, das auf andere Weife zu versuchen, so ist er ein Außenseiter und wird deshalb abgelehnt, kritisiert, benörgelt und bekämpft. Diese Menschen in ihrer Gesamtheit, stellen einen großen Teil jenes einen Prozent dar, der bei allen Wahlen, selbst bei denen, die geradezu geschichtliche Entwicklungen abschlossen, immer noch zum Nationalsozialismus und zum Werk des Führers nein sagte und vermutlich in aller Zukunft nein sagen wird. Wir haben nicht die Absicht, ihn zu gewinnen, nicht nur deshalb nicht, weil wir ihn nicht gewinnen
könnten, sgndern deshalb auch, weil wir ihn nicht gewinnen wollen. Er würde für.uns nur eine unnötige Belastung darstellen.
Im übrigen können wir uns mit der Tatsache trösten, daß sie durchaus nicht etwa eine typische Erscheinung nur unserer Zeit darstellen. Sie sind seit jeher dagewesen und werden vermutlich in Ewigkeit nicht aussterben. Sie umflatterten die großen Figuren der Weltgeschichte, die Männer, die vom Schicksal berufen wurden, historische Entwicklungen einzuleiten und durchzuführen. Man kann schon verstehen, daß diese manchmal Menschenoerächter wurden, wenn sie nicht die Gelegenheit oder die Möglichkeit besaßen, sich einen gewissen Ausgleich gegen» gegenüber diesen sogenannten Intellektuellen im Verkehr mit dem Volke selbst zu verschaffen. Die Intellektuellen sind zahlreich in der sogenannten besseren Gesellschaft zu finden. Dort verbinden sie sich immer mit jenen Parasiten, die auf einen schaffenden Menschen wie ein Brechmittel wirken. Es gibt unter ihnen welche, die noch niemals in ihrem Leben eine Hand zur Arbeit gerührt haben. Morgens schon, wenn sie erwachen, telephonieren sie sich gegenseitig an. Mittags treffen sie ficfTbeim gemeinsamen Frühstück. Nachmittags sind sie bei der Cocktail-Party vereint und abends sehen sie sich beim Diner wieder. Es sind das immer dieselben Menschen. Es handelt sich dabei in einer großen Stadt wie Berlin höchstens um tausend Vertreter dieser edlen Kategorie von Zeitgenossen. Aber sie führen das große Wort. Wie Männer durch gemeinsamen Mut und durch gemeinsame Gefahr zusammengehalten werden, so werden sie zusammengehalten durch gemeinsame Angst. Sie wissen nichts, sie können nichts und haben auch nichts gelernt. Sie ernähren f i ch nur von Gerüchten: wird Geschichte gemacht, dann verspüren sie plötzlich den unwiderstehlichen Drang in sich, ihre warnende Stimme zu erheben. Sie sind viel zu klug, um offen herauszusagen: Wir haben Angst! Deshalb geben sie ihren Mangel an Zioilkourage als höhere Einsicht aus. Sie sind gar nichts als nur ein Rudel von schwatzenden, faulenzenden, parasitären Gesellschaftstypen.
Wie herrlich ist demgegenüber unser deutsches Volk und unsere nationalsozialistische Bewegung. Wenn man manchmal gezwungen ist, mit solchen Menschen umzugehen, und man tritt dann plötzlich wieder unter das Volk, so möchte man jedem einfachen Menschen eine besondere Freude antun, so nahe und so verbunden fühlt man sich mit ihm. Wie widerwärtig erscheinen einem dann diese übergescheiten Hohlkopfe. Genau so, wie sie das Empfinden haben, daß sie nicht zu uns gehören, haben wir, Gott sei Dank, das Empfinden, daß wir nicht zu ihnen gehören.
Das mußte einmal zur Steuer der Wahrheit gesagt werden. Wir ziehen unseren Hut ab o o r dem ehrlichen geistigen Arbeiter. Unsere Hochachtung gilt den braven deutschen Lehrern, Beamten, Aerzten, Rechtsanwälten, Ingenieuren und Künstlern, die den Schatz ihrer Erfahrung und ihrer Klugheit und die reife Bildung ihres Herzens* in den Dienst unseres deutschen Volkes stellen. Die echte deutsche Intelligenz findet unsere höchste Bewunderung. Ihr haben wir Großtaten des deutschen Wiederaufbaues zu verdanken. Diese Intelligenz marschiert gottlob in unseren
Reihen. Der Intellektuelle der besseren Gesellschaft aber steht abseits. Wir können ihn nicht gewinnen und wollen ihn nicht gewinnen. Er wird ewig nein sagen, weil er auf Grund seines Charakters und feiner inneren Veranlagung tatsächlich nicht zu uns gehört. Man soll sich auch gar nicht mehr über ihn ärgern. Man täte ihm zu viel Ehre an, wollte man ihn bekämpfen, hassen oder gar verfolgen. Man muß ihn sich selbst überlassen und ihn im übrigen mit souveräner Verachtung strafen.
Kleine politische Nachrichten.
Der Führer hat dem Präsidenten der Staatlichen Akademie der Tonkunst in München, Professor Richard Trunk in München, anläßlich der Vollendung des 60. Lebensjahres in Anerkennung seiner Verdienste um das deutsche Musikleben die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft verliehen.
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Der Reichsminister des Auswärtigen, von Ribbentrop, gab zu Ehren des von Berlin scheidenden Königlich Jugoslawischen Gesandten und neuernannten jugoslawischen Außenministers, Alexander Cincar-Markowitsch, und dessen Gattin ein Frühstück im Hotel Kaiserhof, an dem auch Legationsrat Covacevic von der jugoslawischen Gesandtschaft teilnahm.
Ministerpräsident Daladier empfing am Freitag- oormittag den französischen Botschafter in Berlin Coulondre, der auch eine Besprechung mit Außenminister Bonnet hatte.
Wetterbericht
In der über Europa bestehenden Westströmung werden weiter ziemlich viel milde Luftmassen herangeführt, so daß unbeständiges Wetter mit den für die Jahreszeit zu hoch liegenden Temperaturen erhalten bleibt.
Vorhersage für Sonntag: Meist stärker bewölkt und zeitweise auch leichter Regen, unverändert mild, Westwinde.
Lufttemperaturen am 10. Februar: mittags 8,2 Grad, abends 7,7 Grad: am 11. Februar: morgens 7 Grad. Maximum 9,3 Grad, Minimum heute nacht 6,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. Februar: abends 0,6 Grad: am 11. Februar: morgens 2,4 Grad. — Niederschläge 0,7 mm.
Hauptschristleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Gange; für Feuilleton: Dr, Hans Thyriot; fürden übrigenTeil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. 1.39: 10 896. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei R Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.
6000 kg Fahrgestell-Tragfähigkeit • 100 PS Sechszylinder-Dieselmotor • Fünfgang-Getriebe • Schnellgang • Schubübertragung durch Schubrohr und Druckkugel • Doppelt untersetzte Hinterachse • Abwälzfederung mit Zusatzfedern über der Hinterachse • Kombinierte Druckluft- Oldruck-Vierradbremse • Unfallsichere selbsttätige Anhängerkupplung
Adam Kircher, Gießen, Bleichstraße 15, Ruf 3338 =


