Ausgabe 
10.10.1939
 
Einzelbild herunterladen

m 5

Xt urt'fomttin Wr Ägrupp'e eine sich bei der Umstellung der englischen Wirtschaft chwere Arbeitslosigkeit hervorgerufen.In schon ergeben haben, kommen jeßt noch ganz erheb- Hull sind von 210 Fischerfahrzeugen 186 beschlag- liche T r a n s p o r t s ch wi e r i g k e i t e n. Bei den nahmt worden, in Grimsby ist die Fischerflotte Hal- Eisenbahngesellschaften Haufen sich die Frachtgüter, biert. 15 OOO Menschen leben irgendwie von der die nicht befördert werden können. Um eme Ent- Fischerei. Sie verdienen heute wöchentlich, wie der lastung zu erreichen, war die Arbettszett der Fracht- y 1 ' ... - .... . r 111 J. L t- - - -1fl-ff mni-h «rin? (1 El tl rt'htTI P

eigen

annahmestellen verkürzt worden. Diese Maßnahme

Düchertisch.

grübe", von dem meine Mutter uns später oft er­

den Wagen und langsam, im Wasser mahlend und , Aale aber fing er so groß wie die Riesenschlangen ron, Konstantinopel zum Balkan, nach Frankreich plätschernd rollten die Räder weiter die Landzunge und schickte einen meiner Mutter, der feine guten unb Italien, nach Deutschland und schließlich nach

10 Pfund wog.

Ein Pfälzer wehrt sich.

'N

liche Geschichte eines seltsamen Lebens.

Heinz Schwieger: Kleine Papier" f i b e l. Verlag Rütten und Loening in Potsdam. Die kleine Papierfibel ist ein Jnformattonsbüchleii^

Lleberall Hemmungen in -er englischen Wirtschaft

ich nur so kreischte. Kamen wir heraus aus dem klaren, lauen, stillen Wiekwasser, dann wurde im Galopp hinuntergerast zur anderen Seite der Halb­insel, wo die See schäumend auf den Sand lief. Es war nur eine Entfernung von knapp einem Kilo­meter, aber hier war eine andere Welt. Das Wasser war so kalt, daß man blau anlief, wenn man darin badete, der Grund fiel schnell in die Tiefe ab und das gab der Stimmung an diesem Ufer etwas

dere die Bestimmung, daß alle Holzkäufe, falls |ie nicht nationalen Zwecken dienen, verboten sind, es sei denn in ganz bescheidenen Mengen, hat der Daily Mail" zufolge die britische Möbelindustrie vor eine außerordentliche Lage gestellt. Die Tatsache, daß man Holz frei nur bis zu einem Betrage von 20 Pfund kaufen kann, hat zu einer Verknappung des Rohstoffes Holz und damit zu einer Preissteige- rung bei Möbeln von 12 bis 15 v. H. und noch mehr geführt. Die Holzhändler selbst beschweren sich über das Durcheinander, das in der gesamten Holz- kontrolle herrscht. Zu den vielen Schwierigkeiten, die

Regierungen Englands und Frankreichs für die Fortsetzung des Kneges gegen Deutschland besitzen. DieJswestija" schließt mit den Worten:Der Versuch, das Friedensprogramm Deutschlands zu ignorieren, heißt die Verantwortung für die wei­tere Entfesselung des Krieges auf sich nehmen und infolgedessen auch die Verantwortung für die kolos­salen Opfer und Zerstörungen, die mit dem Kriege

hinauf, dem Endpunkt, dem Dörfchen Hela zu.

In Hela angekommen, empfing uns die versam­melte Äugend, jubelnd und schreiendPeerde, Peerdel" Unsere Pferde erregten die Bewunderung und das Entzücken der Dorfkinder, denn auf der Halbinsel gab es keine Pferde, kaum irgendwo eine Kuh. Schweine, ein paar Ziegen und Hühner be­völkerten die Höfe, auf denen es nach Fischen ftant. Alles glitzerte von Fischschuppen, alles schmeckte nach Fischen, die Eier, der Schweine­braten, dos Brathuhn, denn es gab ja kein anderes

befreiten Gebieten sind mit den bisher bekanntge­wordenen Verbrechen noch längst nicht alle aufgedeckt. Bei Aufräumungsarbeiten in b er Nähe von Kutno fand man dieser Tage auf einem Acker wiederum 21 bis zur Untennt- lichkeit verstümmelte Leichen von Volks­deutschen, die den polnischen Henkern in der ersten Septemberhälftt zum Opfer gefallen sind. Bei den Ermordeten, denen größtenteilt der Schädel gespal­ten und der Leib aufgeschlitzt worden war, handelt es sich in der Mehrzcchl um verschleppte deutsche Volksgenossen aus dem Po­sener Gebiet und aus der Gegend von Neu- tomischel. Diel« von ihnen konnten infolge ihrer un­vorstellbaren Verstümmelungen gar nicht mehr identifiziert werden, so daß die Bevölkerung durch Anschlag auf gefordert worden ist, zur Fest- stellung der Opfer des polnischen Terrors beizu- tragen. Ihre Beisetzung findet am Mittwoch in Pchen statt.

Unheimliches.

Müde und echitzt kletterten wir dann wieder auf

und Tausende von Technikern seien arbeitslos.

Die Konttolle der H o l z w i r t f ch a f t, insbeson-

Damals hatten wir noch wenig Sinn für Origi­nale wie den alten Dörks, den Wirt derLöwen-

Aufrechterhaltung der Weltherrschaft das wahre Kriegsriel Englands.

M o s k a u, 9. Oktober. (DNB.) Unter der Über­schriftFrieden oder Krieg" bringt die osfi- ziöseJswestija" heute einen bedeutungsvollen Leitartikel, der sich einerseits mit dem Friedenspro- gramm des Führers befaßt und andererseits die wahren Absichten der Kriegshetzer in den sogenann­ten Demokratien schonungslos brandmarkt.

Das Blatt geht davon aus, daß der Krietz in Polen, wie niemand mehr bestreiten könne, j e tz t z u E n d e s e i : Die polnische Armee ist zer- niert oder in Gefangenschaft, die Regierung Polens ist nach ihrem vollständigen Bankrott gefluchtet und es gibt in Polen mit Ausnahme vielleicht einer dünnen feudalen Oberschicht auch keinen sozialen Faktor mehr, der das alte künstlich geschaffene

>W

LV1

,-S

'S n*

heut itint i SINUS. i heim Men 15, di M In ihrer i Front gingen > 3i k Schrö uw ödes i ift sein. 33i nat "M ü Kinach hi Plis rtenhei ; Frieds illrmch Litern -fderR ntbil ch iin s i NF.

N be < in gl( h erforb f1 hiir [ Heimo ' Front

L«, d l$in wbiiin

0i(

Schnitts Mrcn di-hstag tchsbau Wir st * ' D an .

Futter als eben nur Fische. Uns war das ganz gleich, unter den großen Linden vor derLowen- grube", wie der Dorfkrug hieß, saß es sich äußerst gemütlich, und voller Hast schlangen wir das Essen hinunter, um uns ins Dorf selbst zu begeben.

In Begleitung des Dutzends Kinder, die uns voll Neugierde nicht verließen, bellend verkündet durch die beiden Hunde, ging es zuerst zu einer der vielen klei­nen Räuchereien, die die alten Fischer betrieben. Wir durften helfen: Sprotten auf lange Drähte nadeln und oben über ein offenes Faß hängen: bann unten schwelendes Feu-r von Säaesoänen und Torf anmachen, in dessen Rauch dann die kleinen Fische bald gar wurden. Selbstgeräucherte, heiße, fetttropfende Fische schmecken unvergleichlich! Die 5mnde bekamen den Abfall. Weiter führte der Weg zum Leuchtturm, auf dem Vater amtlich zu tun hatte. Wir mußten natürlich mit hinauf und hörten gruselnd den Wärter von herbstlichen Stür­men erzählen, bei denen oft genug ein Schiff den Weg nicht um die Landsvitze gewinnen konnte: mir durften die mächtigen Laternenscheiben putzen und durchs Fernrohr sehen.

Es brauchte schon die endlos langen Tage, um noch vor Einbruch völliger Dunkelheit den Weg wieder zurück zu machen, den mein Bruder und ich allerdings zum guten Teil verschliefen, auf un­seren schmalen Rücksitzen aneinander gelehnt, die Schuhe voll Sand, weit um uns einen Duft von Fischen, leer und sonstigen Erinnerungen verbrei­tend.

®6»ii PNif ", »< Hm. pW

MN

ä1" Hl raH C'h

tifltl

hW> kerli lüsfr MPP i Ausbi initeni) ! W niiitätii tztchtz wer de

Regierungssystem" betrifft, so meint der Brief- chreiber derTimes",' wie die Dinge in Deutsch­land liegen,lediglich zu einer weiteren Stärkung des gegenwärtigen deutschen Regierunassystems", also desHitlerismus" führen könne. Wie kommt Saul unter die Propheten? Wie kommt Vernunft in dieTimes"? Nun wir wissen, daß eine Schwalbe noch keinen Sommer machte. Aber es lohnt sich doch wohl, nebenher zu notieren, daß die Rotations­maschinen derTimes" nicht gestreikt haben, als ie das drucken mußten.

Polens Blutschuld.

Wertere 21 Lerchen ermordeter Volks­deutscher in der Nähe von Kutno gefunden.

Posen, 9. Oktober. (DNB.) Die abscheulichen Greuettaten poluischen Mordgesindels gegenüber der wehrlosen deutschen Bevölkerung in den heute

Fischerei. Sie verdienen , Gewerkschaftsführer Bevin feststellte,, nicht mehr als früher an einem Tage. Was für die für die Er­nährung Englands so wichtige Fischerei gilt, trifft, wenn auch in anderem Zusammenhang, auch für die englische Geflügelzucht zu. Hier hat sich nämlich bereits jetzt eine Futterknappheit bemerkbar gemacht, die es als fraglich erscheinen läßt, ob die große Geflügelzucht im bisherigen Umfange wird erhalten werden können.

Einer ebenso unsicheren Zukunft geht die brittsche Filmindustrie entgegen. Die Unsicherheiten hinsichtlich der Absichten des Handelsministeriums töte, so schreibt derDaily Telegraph", die gesamte englische Filmindustrie. An zwei bescheidenen Filmen, die vor dem Kriege begonnen worden feien, arbeite man zur Zeit noch. Sonst aber seien Studios, die man für Millionen von Pfunden gebaut habe, tot,

Reglosigkeit und Unterdrückung aller seiner Völker, darunter auch des polnischen Volkes, aufgdbaut war. Die Re­gierungen Deutschlands und der, Sowjetunion stehen nunmehr vor der Aufgabe, Frieden und Ord­nung auf dem Gebiet des früheren Polens wie« derherzustellen und der Bevölkerung eine friedliche, ihren nationalen Besonderheiten angemessene Exi­stenz zu sichern.

Der unerhört rasche Zerfall Polens, der am besten beweise, daß dessen staatlicher Organismus nicht lebensfähig war, hebe auch die Gründe für eine Fortsetzung des Krie­ges in Westeuropa auf.Sogar Blinde kön­nen jetzt sehen, daß der polnische Staat in seiner früheren Gestalt und auf dem früheren Territorium

Amsterdam, 9. Okt. (DNB.) Es vergeht kein Tag, an dem nicht irgendwelche englische Wirt- chastsgruppen oder Berufe bittere Klagen über die schweren Rückwirkungen des Krieges äußern. Diese Klagen sind nur zum Teil nur zu berechtigt, denn man hat in Eng­land vielfach ohne Rücksichtnahme auf wirtschaftliche Notwendigkeiten K r i e g s m a ß n ah m e n i n den Vordergrund gestellt. So hat die Admi­ralität, wie auf einer Sondersitzung der Fischer­gewerkschaften erklärt wurde, von 1303 Fischerfahr­zeugen 887 für Kriegszwecke beschlag-

fc' hS

Jugend auf Hela.

Von Eva Schauwecker.

Die Halbinsel Hela mit dem Fischerdorf gleichen Namens, die vor kurzem von den Polen aufgegeben und geräumt wurde ,spielt in meinen Jugenderin- nerungen eine heiter idyllische Rolle besonderer Art.

Wir fahren heute nach Hela!" das war ein Tagesprogramm, geladen mit Ereignissen, die Kin­dern wie mein Bruder und ich es waren, eine Fülle von Freiheit, abenteuerlichen Begebenheiten und Lachen zusicherten.

Von der kleinen Stadt Putzig aus, in der wir damals, es war noch vor dem Weltkriege, wohnten, fuhren wir mit Wagen und Pferden durch herr­lichen Laubwald, saftige Wiesen und sommerliche Felder hin zur Halbinsel, die schmal unö langge­streckt die freie See vom Putziger Wiek trennt. Machte der Weg die Schwenkung nach Hela zu, dann galt es erstmal den Widerstand unserer bei­den Fuchse zu überwinden, die den sandigen, sonni­gen Weg innig haßten. Aber dann bogen sie schließ­lich doch einsichtsvoll und ergeben auf das weglose, tiefe Gelände ein. Von der See her wehte frisch der Salzwind, und das Brausen der Brandung summte in der Luft. Dor dem Wagen rasten die Hunde her, ab und zu an den Pferden emporspringend, und dann gab es wieder eine Auseinandersetzung mit unserer beiden PS, wenn meine Mutter den brennenden Sonnenschein nicht mehr ertrug und ihren Sonnenschirm aufspannt«. Kein Pferd mag einen Schirm leiden. Manchmal gab meine Mutter nach, stieg ab und ging ein Stückchen zu Fuß, was auch uns endlich Gelegenheit brachte, den Wagen zu verlassen und das Stillsitzen aufzugeben. Herun­ter mit Schuhen und Strümpfen, fort mit dem Hut und so weit wie möglich ins Waste hinein, wäh­rend der Wagen nun auch das trockene Dasein auf­gab, langsam ins flache Wasser lenkte und voran- fuhr. Vater, der nicht recht einfah, warum man zu Fuß laufen sollte, wenn man einen Wagen unter sich haben konnte, blieb sitzen und hielt die Würde der Familie hoch.

Hatten wir die Hälfte des Weges zurückgelegt, meist kurz vor dem Dörfchen Heisternest, dann wurde Mittagsraft gemacht, der Freßkober herunter geholt, Schatten unter einem der kleinen, knorzigen Nadelbäumchen gesucht und geschmaust. Zwischen­durch wurde bas übliche Bad genommen. Vater schwamm weit hinaus, ich durfte, da ich noch nicht schwimmen konnte, auf feinem Rücken reiten, mein Bruder schwamm vor uns her, tauchte unter uns weg und zog mich ab und zu an den Zehen, daß

verbunden sind".

Flugzeusexport wie im Frieden.

Berlin, 9. Oktober. (DNB.) Auf dem Werks- flugplatz der Firma Junkers in Dessau startete bas erste der beiden von der estnischen Verkehrsgese^lschaft Ago bei Junkers be­stellten Verkehrsflugzeuge des bekannten breimoto- rigen TypsJu 52" zum Ueberführungsflug nach Estland. Hier wird es zusammen mit dem zweiten Flugzeug^as noch in diesem Monat folgen wird, auf den Linien RevalStockholm und RevalHel­sinki eingesetzt werben. Kurze Zeit später starteten drei für d i e schweizerische Luftwass« bestimmte Hörsaalflugzeuge des glei­chen Typs, die für Funk- und Blindflug- s ch u I u n g eingerichtet sind, zum Ueberführungs- flug nach der Schweiz.

das aus den Erfahrungen der praktischen Arbeit! eines Papierfachmannes entstanden ist und wieben der Erfahrung dienen will. Der Verfasser hat bemüht, nach Möglichkeit keinerlei Vorkenntmsstt beim Leser vorauszusetzen. In einer gedrängten Uebersicht teilt er alles Wissenswerte und Wissens- notwendige über die Geschichte, die moderne Erzeu­gung und die Verwendung des Papiers mit Schilderung wird ergänzt durch ein Kosten-Rech­nungs-Beispiel für die Buchherstellung, zahlreich«« Bilder, die den Produktionsprozeß veranschaulichen.' und einen Anhang von Papierproben.

Felix Riemkasten: Ein ft r ei t* bares Mädchen. Roman. Preis in Gcmzle'ne^ gebunden 4,50 RM. Verlag H. Wigankow, Beruir N 65 (183) Dieser Roman will erfreuen. Un» er tut es, wenn wir lesen von dem kratzbürstiges ftreitbaren Mädchen Dita Bogener, das in Obern­dorf im schönen Allgäu einerseits Schifahren lerne möchte, anderseits sich endlich zur Verlobung schließen soll. Sie entschließt sich ja auch, nur ebw daß sie einen anderen nimmt. Und ist nun gar mar mehr streitbar. Der Winter in den Bergen, Treiben der Menschen, die bchiwiese, der sturm in den Höhen und manches Stück Menschs jchicksal, bas gibt einen Roman, besten Humor y* Sonne gleicht, die alles Leben wärmend überftray«-

tätig der Neutralität unter Wahrung seiner lebenswichtigen Interessen. Dazu gehörte besonders die möglichst ungestörte Fortsetzung der wirtschaftlichen Be- Ziehungen mit den europäischen Ländern, un­ter denen Deutschland als Abnehmer be­trächtlicher Mengen argenttnischer Produkte eine nicht unwensentliche Rolle zufalle.

Warum nicht zuerst den Ehurchillismus vernichten?^

Bernhard Shaw kritisiert.

London, 9. Okt. (DNB.)Statesman and Nation" veröffentlicht einen Artikel Vernarb Shaws, der zunächst in seiner bekannten sar­kastischen Art die Beschlagnahme von Häusern und Wohnungen, die Schließung der Theater und Hotels usw. in England geißelt. Beschwere man sich aber darüber, so sagt Shaw, dann werde einem gesagt, alle müßten Opfer bringen, daß man überall Gas­masken trage und höchst unpraktische Vorsichts­maßnahmen gegen Explosivgeschosse und Giftgas ergreife.Ihr sagt uns, entschlossen und fest zu fein, aber wir können nicht entschlossen und fest f ü r nichts fein. Wofür leiden wir? Worin sollen wir entschlossen und fest sein? Worum in des Teufels Namen geht es jetzt, wo wir Polen haben teilen lasten?"

Shaw sagt sodann, Chamberlain und Churchill hätten als Kriegsziel angegeben, den Hitle­rismus mit Stumpf und Stiel auszurotten. Aber warum nicht mit der Vernichtung des Churchillismus beginnen? Dieser Vorschlag ist weniger unsinnig und für uns leichter zu erreichen. Aber man sagt uns, daß, wenn wir Hiller nicht nach St. Helena schicken, er demnächst die Schweiz, Holland, Belgien, England, Schottland, Irland, Australien, Neuseeland, Kanada, Afrika und schließlich die ganze Welt annektieren werde und daß Stalin chm dabei helfen werde. Ich muß hierauf erwidern, daß Leute, die derartiges reden, sich vor ihrem eigenen Verstand fürchten. Stalin wird daraus achten, daß nie­mand, nicht einmal wir Hochwohlgeborenen, etwas dieser Art tun. Und Roosevelt wird erstaunt sein, daß er in dieser Angelegenheit gänzlich Stalins Meinung ist. Sollten wir nicht besser warten, dis Hitler diesen Versuch macht und ihm dann mit Unterstützung Stalins und Roosevelts Einhalt ge­bieten? Unsere Aufgabe ist es jetzt, mit Hitler Frieden zu schließen und mit der ganzen Welt, statt noch mehr Unheil anzunchten und unser eigenes Volk in dessen Verlauf zu ruinieren."

Einoffener Vries" an die Times.

der Pfälzer niemals auf? Gewiß! Ein Pfälzer kann , heiter sein, er kann auch weinfroh gestimmt fein. Aber so gut es sich der Sachse verbittet, nur als der gemietliche Sachse mit eenem Schälchen Bliem- chcnkaffee" durch die Weltgeschichte zu schaukeln, haben es die Pfälzer satt, alsheiteres, weinfroh gestimmtes Völkchen" schablonenhaft abgestempelt zu bleiben.Völkchen!" Hört sich dies nicht schon verdammt kitschig an! Huch nein, wie neckisck! Das kichert und bechert von morgens früh bis spat in die Nacht. Dann schnarcht's ein paar Stunden und morgens -fängt der lachende, pokulierende Kreislauf wieder von vorne an. Den Seinen gibt's der Herr schlafend.Das Völkchen" braucht immer nurwein­sroh gestimmt" zu sein, dann fliegen ihm di« ge­bratenen Tauben in die lachend geöffnete Gusche. Der angeborene Pfälzer Humor hat aber mitWein­seligkeit" gar nichts zu tun. Er ist eine Wesensform des Pfälzers auch im weinarmen Westrich. Und daß auch der landschaftlich herbe Westrich zur Pfalz ge­hört und die Kernart des P'älzers mitgeftaltet hat, wird gern alsbelanglos" übergangen, damit die Schablone desweinfrohen Völkchens" heil bleibt. Selbstverständlich läßt sich der Pfälzer die Weine, die seine Heimat hervorbringt, wohlschmecken; des­halb hat er aber doch nicht jeden Tag Kerwe. Er ist von Natur aus oyne Eigenlob mehr arbeitsfroh" alsweinfroh" gestimmt.

blieb jedoch erfolglos.

Wie mangelhaft trotz all der monatelangen Kriegsvorbereitungen die Organisation in England auch heute noch ist, beleuchtet die Tatsache, daß i n - folge zu wenig Zahlmeistern bis heute noch viele Offiziere der Armee und Luft­waffe, die sofort bei Kriegsausbruch eingetreten sind, kein Gehalt bezogen haben bzw. sich mit lächerlich geringen Abschlagszahlungen begnügen mußten. In vielen Wehrmachtsteilen ist es heute noch so, daß diejenigen, die wenigstens Teilzahlun­gen erhalten haben, ihren Kameraden Geld leihen müssen, die bisher nichts erhielten. Auch Mitglieder des Freiwilligen Frauenhilfsfliegerkorps

nicht mehr wlederhergestellt »erttetf wird". Deshalb könne, fo folgert das Matt, eine Fortsetzung des Krieges in keiner Weise gerechtfertigt werden und fei nur als sinnloses Blutvergießen zu bezeichn neu während die Beendigung des Krieges den Interessen aller Völker entspräche.

In diesem Zusammenhang komme dem Frie. densprogramm, das der Führer in der Reichstaqsrede vom 6. Oktober vorbrachte, eine hohe Bedeutung zu. Das Blatt schreibt darüben Die Vorschläge Hillers können angenommen, ab- gelehnt oder der einen oder anderen Abänderung unterzogen werden. Aber es ist unmöglich, nicht an­zuerkennen, daß sie auf jeden Fall eine reale und praktische Grundlage darstellen für Verhandlungen, die auf eine rascheste Beendigung des Krieges binauslaufen würden.

DieJswestija" meint, das bisherige Echo, das die Rede des Führers in England und Frankreich hervorgerufen habe, lasse nicht dar­auf schließen, daß die Regierungen der Westmachte dem Friedensprogramm des Führers mit Verständ­nis begegnen wollten. Dort hätte man vielmehr ein neues Kriegsziel aufgebracht: die söge- nannteVernichtung des Hitlerismus", Diese Absicht werde sogar als hauptsach. liches und einziges Ziel des gegenwärtigen Krieges angegeben, demgegenüber die ursprüng­liche Forderung der Wiederherstellung Polens sogarbescheidenerweise in den Hintergrund qerückt" worden sei! Mit bemerkenswerter Schärfe entlarvt das Moskauer Blatt dieses angebliche Kriegsziel der Demokratien". Es wäre eine sinnlose und törichte Grausamkeit, Menschen deshalb zu vernichten, weil irgend jemand deren Weltanschauung nicht paßt. Nur im finster­sten Mittelalter hätte man Häretiker und Anders- gläubige deshalb ausgerottet, und selbst damals ohne Erfolg, denn, so betont dieJswestija",mit Feuer und'Schwert lassen sich keine Jdeo- logien und keine Weltanschauungen ausrotten. Man kann denHitlerismus" lieben ober hassen, wie jedes andere politische System. Aber für dieVernichtung des Hlllerismus" Krieg führen, das heißt in der Politik eine verbreche­rische Dummheit begehen."

Das Blatt folgert dann weiter, die Losung von derVernichtung des Hitlerismus" für die Demo­krallen im weiten Umfang könne nur als Aus­hängeschild und Maske für andere Ziele dienen. Sie herrschenden Kreise Englands und Frankreichs hätten auch früher niemals befonbere Begeisterung dafür gezeigt, für ideale Ziele Blut zu vergießen oder, was für sie noch wichtiger sei, Geld auszugeben. Diese Staaten würden vielmehr auch heute ein ideologisches Ziel, nämlichdie 23er- nichtung des Hitlerismus" nur zum Vorwand nehmen, um die bisherige Form ihrer Weltherrschaft aufrecht zu erhalten, um ihren riesigen Kolonialbesitz ungeteilt ____a_____ v---------v ... ~ . i und ohne Berücksichllgung der deutschen Ansprüche warten nach fünfwöchigem Dienst noch auf ihren im Interesse ihrer herrschenden Klasse auszubeuten. Sold. Schwestern haben bisher ihre Ausstattung!hierin lägen die wahren Motive, welche di« aus eigenen Mitteln bezahlen müssen. fcnfnnhfl ffir w#

grübe", von dem meine Mutter un« später oft er- Georg« Sava: Das heilende Mes« zählte. Abends ging dieser Gut« früh schlafen, setzte rr Schicksal eines Heimatlosen. Uebertragung ans aber vorher einen Kasten mit Bierflaschen auf denEnglischen durch Ria Obler, Wien. (Verlas Schankllsch mit dem Bemerken:Legt das Geld Neues Volk, Berlin SW 68). Leinen geb. 5,80 RM !man hin, das ihr vertrunken habt!" Morgens mußte _ (222) Weltkrieg und Revolution reißen den jun- ' er vor Sonnenaufgang raus auf den Aalfang. gen russischen Prinzen aus Glück und Glanz einer Dann füllte er sich mit Köm an, damit er die Kälte umfriedeten Jugend. Mit dem blutigen Zusammen- der See besser vertrug, und wenn er wrederkam, bru^ Ör weißrussischen Armee beginnt die ab- | begann er gerade langsam nüchtern zu werden, sonderliche Flucht des Heimatlosen, die über Tche-

tzig un

i kW!'s kernen rttnJ

Berlin, 9. Okt. (DNB.) In einemoffenen Bri ef" an dieTime s", den diese gewiß nicht abdrucken würde, wenn sie es noch für möglich hielte, die in ihm zum Ausdruck gebrachte Stim­mung großer englischer Kreise einfath weiter totzu- schweigen, wird rund heraus gesagt, daß die erste Ausgabe eines jeden englischen Staatsmannes die fei, vor allen anderen bie~ Interessen Großbritanniens zu berücksichtigen. Das erste und letzte Ziel Großbritanniens aber sei stets ber Friede". Fast mit Erstaunen liest man ausgerechnet in derTimes",weil England im Jahre 1919 trotz des Sieges sich nicht fähig er­wies, ein sicheres System b e r_ fried­lichen Zusammenarbeit ber Völker schaffen, müsse das englische Volk jetzt von neuem , in den Krieg ziehen." Nie ist von deutscher Seite die geschichtliche Schuld Englands in Versailles un­umwundener festgestellt worden. Und der Kernsatz der Führerrede kann nicht stärker bestätigt werden als durch die Feststellung in berTimes", baß jebes weitere Kämpfen überflüssig sei, ba England es nicht für notroenbig befunben hat, bem Einmarsch Rußlands in Polen entgegenzutreten. England könne danach unmöglich noch behaupten, daß es für die Wiederherstellung Po­lens kämpfe, abgesehen davon, baß für eine solche Wieberherstellung gar keine Möglichkeit mehr bestehe." Was aber den faulen Trick von M----- ------ ..

bem englischenKampf für ein anderes deutsches Staatsgebilde zu erhalten wünsche, das auf der

London führt. Wunsch und Wille, Arzt zu werden,, beherrschen den Flüchtling seit einer glücklichen. Operation, die er mit seinem Taschenmesser aus' dem Schlachtfelde vornahm. Die ärztliche Berustm-i w läßt ihn die widrigsten Enttäuschungen, bie tiefften:

Nach einer weit verbreiteten Gebankenlosigkeit Mgrünbe seelischer und körperlicher Not im»' leben gewisse deutsche Stämme in ewiger ungetrüb- menschlicher Niedrigkeit überwinden. Mit 35 Ach­ter, vom Wein beschwingter Heiterkeit. Muß man ren ,jt er am Ziel seiner Wünsche, ist Chirurg «i ausdrücklich betonen, daß hinter solchen kitschigen London. Seinen Weg dorchin erzählt er hier mitt Vorstellungen überhaupt keine Wirklichkeit steht? erschütternder Nüchternheit. Es ist bie abenteE' Don ben Pfälzern schreibt Ebuard Koelwel im -' ------ Septemberheft berWestmar k" aus einem ge­gebenen Anlaß:Das heitere, weinfroh gestimmte Völkchen!" Hört denn diese kitschige Verniedlichung