Ausgabe 
10.6.1939
 
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Lotosblume, von grazilen tropischen Farnen, von vielfach gefiederten Palmen wächst und blüht das Edelweiß unserer Alpen, wachsen und blühen auch die alltäglichsten unserer eigenen Pflanzen, wie Schnittlauch und Boretsch, wie Korn und Weizen, wie Salat und Tomate.

Im Alpinum schwellen die Blumenkissen, breitet die Latsche, eine niedrige Kiefer, ihre langbena- delten Zweige, großblütiger roter Mohn leuchtet über den ganzen Garten hinweg, und Liliazeen stehen wie königliche Kerzen vor dem dunklen Hin­tergründe der Koniferen. Ulme und Rüster, Esche und Blutbuche, Sommerlinde und Sumpfeiche, Gingkobaum und Magnolienbäume, Ahorn und Ka­stanie und noch mancher andere Baum, dessen Na­men man kaum vom Hörensagen kennen kann, säu­men in dichtem Kranze die Beete. Ueberall auf kleinen und unverwüstlichen Porzellan-Schildern stehen die klangvollen lateinischen Namen. Und was hier in diesen wenigen Zeilen in der Form des Gegensatzes aufgezeiA worden ift, das alles bietet

sich im Botanifchen Garten in jener systematischen Ordnung dar, wie sie von dem schwedischen For­scher Linns um die Mitte des 18. Jahrhunderts im Prinzip begründet wurde und mit dem Fortschrei­ten der naturwissenschaftlichen Forschung ausgebaut wurde. , , ,

Es ist verständlich, daß zur Pflege und Unter­haltung solcher vielfältiger Pflanzen ein unge­wöhnliches Ausmaß an Wissen und praktischer Er­fahrung gehört. Jede Pflanze will ihre Lebensnot­wendigkeiten erfüllt sehen. Wohl nirgends sonst tritt aber auch dem Menschen die erfinderische Kraft der Natur mit solcher Ueberzeugungsstärke, sichtbar und fühlbar, entgegen, wie gerade in einem botanischen Garten.

Wer eine Stunde andächtiger Schau im Gießener Botanischen Garten verbringt, wer sich den Wun­dern der Schöpfung in diesem Garten nicht ver­schließt, dem wird eine eindringliche Predigt ge­halten.

öJ.Jpori

Internationales Frauensportfest in Bad-Nauheim.

Das sportliche Großereignis des Gaues Hessen in diesem Jahre wird das Internationale Frauensport­fest auf der v.-Tschammer-und-Osten-Kampfbahn in Bad-Nauheim am 3 0. Juli sein. Da der 23 er an= ftalhmg im vorolympischen Jahr die Bedeutung einer wichtigen vorenscheidenden Prüfung zukommt, wird sie weit über den Gau hinaus im Reiche und im Auslande Beachtung finden. Eine Besprechung, die jetzt in Bad-Nauheim in Anwesenheit von Gau- fachwart für Leichtathletik May (Kassel), Gau­sportlehrer B r o x (Kassel), Vertretern der Partei, des Staatsbades und der Stadt Bad-Nauheim statt-

Vorbereitung der Gommerkampfspiele der Schulen 1939.

Am Donnerstag führte Kreissvortlehrer Mohr eine Arbeitsgemeinschaft für die Leibesübungen auf dem Unioersitätssportplatz durch, zu der über 50 Lehrer und Lehrerinnen, die Turnunterricht erteilen, erschienen waren. Die Tagung hatte den Zweck, die Spielregeln für die beiden vorgefchriebenen Spiele, Grenzball für die Mädchen und die Knaben der wenig gegliederten und Fußschlagball für die Kna­ben der 48klassigen Schulen zu erläutern. Außer­dem wurde auch das Korbballspiel, das hauptsäch­lich im Mädchenturnen eingeführt werden soll, ge­zeigt und besprochen.

Hitler-Ägend im Kamps um die beste Leistung.

Aufruf des Iungbannführers.

Am kommenden Sonntag sieht Gießen im Zeichen der Bannsportwettkämpfe. Aus über 20 000 Jun­gen und Mädel des Kreises Dellerau werden die 8000 Besten um den Preis der Bannmeisterschaft in allen Disziplinen kämpfen. Es ist das erste Mal, daß die Bann- und Untergausportwettkampfe in einem derart umfassenden Rahmen durchgeführt werden. Der Höhepunkt der verschiedenen Beran- lattungen der Bannsportwettkampfe sind die leicht­athletischen Entscheidungen am Sonntagnachmittag auf dem llniversilatssportplah mit entsprechendem Rahmenprogramm. Schon oft haben unsere Eltern und Freunde mit Interesse von dem Sport der Jungen und Madel erfahren. Am Sonnfagnad)- mittag haben sie Gelegenheit, sich von dem umfang­reichen Leistungssport in der Hitler-Jugend zu überzeugen.

Der Führer des Bannes und Jungbannes Dellerau 116:

Taesler, Jungbannführer.

*

Der morgige Sonntag bringt nun auch die Heer- chau über die Leistungen der Hitler-Jugend. Es geht darum, in den verschiedensten Wettbewerben die Beften des Bannes festzustellen, die sich dann beim Gebietssportfest in Frankfurt a. M. (das am 1. und 2. Juli stattfinden wird) im Kampf mit den Besten anderer Banne um die Gebietsmeisterschasten zu bemühen haben. Die Sieger aus den Kämpfen des Gebiets nehmen an den Jugendmeisterschaften in Chemnitz teil, die unmittelbar nach dem Reichs­parteitag stattfinden.

Für die Wettkämpfe treten insgesamt etwa 800

Wettkämpfer und Wettkämpferinnen auf den Plan« denn zu gleicher Zeit trägt auch der BDM.-Unter­gau seine Wettkämpfe aus. Im Gegensatz zu de'.r grundlegenden Hebungen, die am vergangenen Sonntag von der gesamten Hitler-Jugend mit einem Drerkampf gefordert wurden, steht diesmal bei* Leistungssport im Vordergrund. Allerdings bringt der morgige Sonntag auch noch Drerfämpf-? als weitere Ausscheidungen. Die Wettkämpfe findeir bereits am heutigen Samstagabend mit den ersten Hebungen zum Siebenkampf ihren Auftakt. 2)ir? Teilnehmer haben zunächst ihre Geschicklichkeit an Geräten und ihr Können in leichtathletischen Hebun­gen zu zeigen.

Am Sonntagmorgen wird sich auf dem Hniver- sitätssportplatz wieder ein Leben und Treiben ent­falten, wie man es nun schon von mehreren Bann- sportveranstaltungen her kennt. Die Jugend setzt sich mit Begeisterung ein und auf den Terrassen werden alle jene jungen Kameraden sitzen, die mit Spannung darauf warten, ob es ihre Gefolgschaft oder chr Fähnleinmacht".

Der Nachmittag bringt bann die Entscheidungen in den Läufen, im Weitsprung, im Hochsprung, im Ku­gelstoßen, im Diskuswerfen, im Speerwerfen und auch im Hammerwerfen. Verschiedene Staffeln wer­den gelaufen. Für einen leichtathletischen Fünfkampf sind ebenfalls die Hebungen zu bestreiten.

Im Mittelpunkt der Wettkämpfe des Nachmittags steht das Spiel um die Fußball-Bannmeisterschaft, das die Mannschaften der Spielvereinigung 1900 und des Turn- und Sportvereins Butzbach im Wettbewerb sieht.

Die Auszeichnung der Sieger wird Jungbannfüh- rer Taesler vornehmen. Kreisleiter Backhaus wird eine Ansprache halten. In der unteren Kaiser­allee wird ein Vorbeimarsch vor dem Führer des Bannes und Jungbannes 116 den Tag beschließen.

fand, nahm die Vorarbeiten für die Großveran­staltung auf, die sich auf eine Reihe von Arbeits­ausschüssen verteilt. Träger des großen Sportfestes ist der NSRL.-Kreis Friedberg mit NSRL.-Kreis- führer SA.-Sturmhauptführer Dtterbein an der Spitze. Staatsbad und Stadt Bad-Nauheim unter­stützen und fördern die Vorarbeiten und die Durch­führung weitgehendst.

Freudig wurde die Mitteilung des Gaufachamtes ausgenommen, daß auf Vorschlag des Reichsfach­amtes die folgenden ausländischen Olympiakandi­datinnen für das Internationale Frauensportfest eingeladen worden sind: Koen, Doergest, der Braake, van Blocken (Holland), Testoni, Valla (Italien), Csak (Ungarn). Dazu kommen die 20 besten Frauen und Mädchen der deutschen Nationalmannschaft und einige Vertreterinnen des Gaues Hessen. Jede der Konkurrenzen (olympisches Programm, außerdem noch 200-Meter-Lauf) wird dann 6 bis 7 Bewer­berinnen am Start sehen, was sehr spannende hoch­wertige Kämpfe für den bedeutsamen vorolym­pischen Dag in der Weltbadestadt verspricht.

Auf drei Feldern wurde zu gleicher Zeit gespielt und dadurch innerhalb zwei Stunden Klarheit über die Regeln der Spiele geschaffen.

Die Wettspiele, an denen sich alle Schulen be­teiligten, werden noch vor den Sommerferien aus­getragen. Dazu ist der Kreis in sechs Unterfreife und diese wieder in vier bis sechs Bezirke eingeteilt. Jede Schule hat dabei mindestens gegen zwei be­nachbarte Schulen anzutreten.

Die Arbeitsgemeinschaften, die gern und regel­mäßig besucht werden, sollen nicht nur Hebungsstoff für den Betrieb des Schulturnens geben, sondern den Lehrern soll dabei Gelegenheit geboten werden, ihre eigne Leistung zu steigern. Aus diesem Grunde wurden in der vorigen Arbeitstagung, die auch von über 50 Lehrkräften besucht war, Sprung, Lauf, Stoß und Wurf geübt. Bezirksweise wird nun auch noch Gelegenheit zum Schwimmen gegeben, so daß als Abschluß der Sommerarbeit der Erwerb des Deutschen Sportabzeichens möglich ist.

Um die Divisionsmeisterschast im Handball.

Wie im vergangenen Jahre, so finden auch dies­mal wieder die Endspiele zur Meisterschaft der 9. Division im Handball in Gießen auf dem Sport­platz der Spielvereinigung 1900 statt. Die Spiele werden an drei Spieltagen im Pokalsystem ous- getragen und enden am Sonntagmittag. Teilnahme- berechtigt sind die siegenden Mannschaften aus den Regimentsrunden: 5./JR. 36 Butzbach; 2./JR. 116 Gießen; 2./Beob.-Abt. Marburg; 2./NA. 9 Wetzlar; 6./Kav.-Regt. 3 Göttingen.

Die Paarungen der Gegner wurden durch das Los bestimmt; die Mannschaft der 5./JR. 36 Butzbach blieb am ersten Tage spielfrei, so daß am gestrigen Freitagmittag nachstehende Kämpfe zum Austrag gelangten:

2./NA. 9 Wetzlar2./Beob.-Abt. Marburg

2./JR. 116 Gießen 6VKav.-Regt. 3 Göttingen.

Die beiden verlierenden Mannschaften, Marburg und Göttingen, scheiden somit von den weiteren Spielen aus; die anschließend an die beiden Kämpfe stattgefundene Auslosung bringt für den heutigen Samstagmittag auf dem Sportplatz der Spvgg. 1900 folgende Begegnung:

5./IR. 36 Butzbach 2./IR. 116 Gießen.

Somit kommt die Mannschaft der 2./NA. 9 Wetzlar am Sonntagvormittag in das Endspiel gegen den Sieger aus dem heutigen Spiel.

Die Spiele des gestrigen Tages.

2./NA. 9 Wetzlar2./Beob..Abt. Warburg 13:6 (9:2).

Es hatten sich eine stattliche Zahl Zuschauer ein­gefunden, die den beiden Kämpfen lebhaft folgten. Die Mannschaften bemühten sich eines anständigen und schönen Kampfes, der leider, besonders in der ersten Spielhälfte, durch eine merkliche Heberlegen. l)eit der Wetzlarer etwas einseitig durchgefuhrt wurde; ein wesentlich grundoerschiedes Bild brachte dann die zweite Spielhälste, die den Marburgern das Ergebnis zusehends verbessern ließ; allerdings war der Vorsprung der Nachrichten-Abteilung schon zu groß, als daß die Mannschaft noch hätte ent» sck>eidend eingreifen können.

Schon nach wenigen Minuten konnte Wetzlar die Führung übernehmen und in regelmäßigen Abstän­den weitere Erfolge erzielen; der Gegner, der sehr oft in die eigene Spielhälfte zurückgedrängt wurde, mußte sich zu sehr auf die Ab Mehrarbeit einstellen, und es war so mit Gegenerfolgen schwach bestellt. 9 :2 stand schon der Kamps in der Halbzeit. Nach dem Wechsel fand sich Marburg besser ins Spiel und legte mächtig los! Ja, es gelang der Mann­schaft, auf 9:5 heranzukommen, und noch waren

etwa 20 Minuten zu spielen! Aber Wetzlar ließ sich das Heft nicht aus der Hand nehmen; gut vor­getragene Gegenangriffe brachten den Wetzlarern kurz hintereinander zwei Tore. 11:5. Noch einmal konnte die 2./Beob.-Abteilung erfolgreich fein, wäh­rend die 2./NA. 9 Wetzlar bis zum Schlußpfiff auf 13:6 erhöhte. Schiedsrichter Jung war dem Spiel ein gerechter Leiter.

2./JR. 116 Gießen 6./kao.Regt. 3 Göttingen 13:5 (4:1).

Wenn schon dieser Kampf unseren Gießener Sol­daten einen sicheren Sieg brachte, so hatten dennoch beide Mannschaften gleichviel vom Spiel. Die Göt­tinger Mannschaft war noch aus dem Vorjahre bekannt, und es war ohne weiteres mit einem sehr spielstarken Gegner zu rechnen. Damals gelang es ihr, sich bis in das Endspiel durchzusetzen. Wenn trotzdem die 2.Kompanie IN. 116 den Kampf so klar entschied, dann gibt dies ein Bild über die Stärke unserer Gießener Handballer. Ausgezeichnet in der Gießener Mannschaft wirkte wieder Hufmann als Mittelläufer. Er brachte seine Mannschaft mit zwei Freiwürfen in Führung, und Dietzemann erhöhte auf 3:0. Erst dann fiel der erste und einzige Gegentreffer in dieser Halbzeit. Trotzdem Göttingen mit dem Wind spielte, gelang es der Mannschaft nicht, durch die gute Deckungsarbeit der Gießener, mehr Erfolge zu erzielen. Halbzeit 4 :1. Sofort nach dem Wechsel nützen nun die Gießener den Wind als Partner aus, und Dietzemann und Lippert erhöhen auf 6:1. Ein schönes Durchspiel brachte das 6 :2, und anschließend kann der Mittelstürmer der Göttinger auf 6:3 einsenden. Beide Mann­schaften rangen unermüdlich. Aber da verfielen die Göttinger in einen großen Fehler; während sie die Angriffe zu eng aufbauten, stellt sich zudem noch die Hintermannschaft auf zu hartes Spiel ein. Die verhängten Freiwürfe verwandelt der wurfsichere Hufmann. 8:3! Schon scheint das Spiel entschie­den. Deckungsfehler der Hintermannschaft geben dreimal hintereinander dem Halbrechten der Gieße­ner freien Schuß, und schon stand der Kampf zwei­stellig; Hufmann knallte einen Freiwurf knapp an den Pfosten, und der Ball landete zum zwölften Male im Tor. Während den letzten Spielminuten flaute der Kampf etwas ab, der Mittelstürmer der Kavallerfften konnte das Resultat noch um zwei Tore verkürzen, und Lippert stellte anschließend das Ergebnis von 13:5 her. Die 2./JR. 116 Gießen spielte mit: Sieler, Manderscheid, Götzinger, Huf- mann, Pankok, Barke, Schüßler, Hoffmann, Livpert, Dietzemann, Berschke. Kreissportwart Mohr (Gießen) leitete den Kampf.

Heimische Fußballmannschaften in Freundschaftskämvsen.

Lollar I Ounlop Hanau (Gauliga).

Mit Spannung sieht die Lollarer Sportgemeinde dem morgigen großen Fußballereignis auf dem schön gelegenen Waldsportplatz entgegen. Die Lol­larer Mannschaft hat sich mit der Verpflichtung der Elf von Dunlop Hanau eine große Aufgabe gestellt, indem sie sich einem starken Gegner aus der Gau­liga gegenüberstellt. Wie die Lollarer die Aufgabe lösen, muß man abwarten.

Den Gästen geht ein guter Ruf voraus. Sie ver­fügen über ein gutes spielerisches Können. Gelang

es doch denDunlopern" voriges Jahr, sich mit großem Elan in die Gauklasse aufzuschwingen und zu behaupten. Die Hauptstärke dürfte bei den Gästen wohl in der Funferreihe zu finden sein. Aber auch m der Verteidigung wird ein starkes Bollwerk vor- Händen sein und die Lollarer Stürmer werden alles aufbieten müssen, um dieses überwinden zu können.

Durch die neuen Kräfte verfügt Lollar ebenfalls über eine ziemlich ausgeglichene Elf. Doch können die Platzbesitzer nicht vollständig antreten, da gute Spieler wie Gabriel, Kreiling und Klinke! erseht werden müssen. In der Aufstellung K. Ziegler,

A. Ziegler, Geißler, H. Ziegler, Thielemann, Will, Anthes, Haas, Schaaf, Rudolf, Schilling wird Lol­lar den Kampf bestreiten. Wenn die Lollarer durch Eifer und letzten Einsatz eines jeden Spielers einen Teil von dem guten Können aufholen können, das die Hanauer voraus haben, dann dürfte man schönen Fußball zu sehen bekommen.

Spielvereinigung 1900 Gießen.

Lauterbach 1900.

Die Blauweißen kommen morgen einer weiteren Rückspielverpslichtuna nach, und zwar ist diesmal die Sportaemeinde Lauterbach der Gegner. Bekannt ind die Lauterbacher durch ihre vorjährige Teil­nahme an den Aufstiegspielen in der Gruppe Nord, wo sie Kurhessen Kassel einen erbitterten Kampf lieferten, der erst mit dem Spiel in Kassel ent- chjeden wurde, und zwar mit dem Siege der Tasselaner. Man könnte das moraige Spiel sozu- agen einen Vergleich stampf der beiden oberhessi- chen Vorjahrsmeister nennen, wenn auf beiden Seiten die gleichen Bedingungen vorhanden wären. Dem ift aber nicht so, denn während die Lauter­bacher in der angenehmen Lage sind, auf ihre beste Besetzung zurückgreifen zu können, die sich durch den Zusammenschluß sämtlicher Laubacher Turn- und Sportvereine unter Einbeziehung von Blitzen­rod noch hat verstärken lassen, müssen die Blau- weißen ohne die abwesenden Soldaten antreten. In der Besetzung Fischer, Schneider, Schäfer, Gün­ther, Quick, Bischoff, Koch, Rensing, Liebel, Jäger, Heuser ist zwar noch eine annehmbare Vertretung zur Stelle, die durch ein Hnentschieden gegen Ger­mania Marburg ihr Können bewies. Ob dies jedoch gegen die auf eigenem Platze besonders starken Gastgeber ausreicht, muß abgewartet werden.

LfB.-Neichsbahn Gießen.

DfB.-R. Gießen I. Sportverein Groß-Karben I.

Der DfB.-Reichsbahn hat sich für morgen den Sportverein Groß-Karben zu einem Freundschafts­spiel verpflichtet. Die Gäste, die in der Gruppe tfriedberg an dritter Stelle stehen, sind hier nicht unbekannt, denn vor mehreren Jahren war die Mannschaft unserer Gruppe zugeteilt, wo sie sehr gefürchtet war. Auch in diesem Jahre konnte die Mannschaft sich wieder in der Spitzengruppe halten. Die Grün-Weißen, die ja schon wiederholt bewiesen haben, was in ihnen steckt, werden in stärkster Auf­stellung antreten. Man erwartet einen spannenden Kampf. Der Ausgang ist nicht vorauszusagen.

DfB.-Reichsbahn II. Groh-Karben II.

Wieder einmal tritt die Reserve der GrüwWeißen auf den Plan. Die Spielstärke der Gäste ist hier nicht bekannt.

1. Jugend Germania 08 Marburg 1. Jugend.

Die 1. Jugendmannschaft der Grün-Weißen emp­fängt Gäste aus Marburg. Im Vorschiel mußten sich die Germanen auf eigenem Platze eine hohe 6:0-Niederlage gefallen lassen. Die Gießener liefer­ten damals eines ihrer besten Spiele. Die Mar­burger werden jedenfalls alles daran setzen, um die Niederlage wett zu machen. Ob es ihnen gelingen wird, ist fraglich.

Die 2. Jugend erwartet die Jugendelf von Stein­bach. Hier handelt es sich ebenfalls um ein Rück­spiel. Das Vorspiel konnten die Gießener mit 3:1 gewinnen.

Klein-Linden I Lich I.

Zum fälligen Rückspiel weilen die Rasenspieler am Sonntag in Klein-Linden. Das Vorspiel an P singst en in Lich konnten die Grünweißen für sich entscheiden, doch muß man dabei berücksichtiaen, daß die Gäste damals großes Schußpech hatten. Am Sonntag nun werden die Platzbesitzer alles daran setzen, um die Dorspielniederlage wettzumachen. Für die Rasenspieler, die leider nicht in stärkster Aufstellung antreten können, dürfte es deshalb zweckmäßig sein, das Spiel von Anfang bis Schluß mit dem nötigen Emst durchzuführen.

Teutonia Steinberg I gegen Phönix Vilbel I.

Vorletztes Spiel um den Aufstieg zur Gauklasse.

Zum letztenmal sehen die Teutonen-Anhänger morgen ihre Mannschaft im Kampf um den Auf­stieg zur höchsten Fuhballklasse. Hoffentlich verlassen wenigstens diesmal die Zuschauer befriedigt den Sportplatz an der Neumühle. In den bisher aus­getragenen Heimspielen reichte es jedesmal nur zu einem mageren Hnentschieden. Bei etwas mehr Ein­satz und Kampseseifer der Teutonen hätte jeweils ein Sieg in Aussicht gestanden. Aber es wollte nicht klappen! War die Mannschaft in den Verbands- und den nachfolgenden Gesellschaftsspielen immer Sieger geblieben, so hoffte man, dies würde auch bei den Aufstiegspielen so sein. Die große Gelegenheit ist I jedoch vorbei, und die Steinberger müssen alles

daransetzen, um wenigstens die zwei letzten Kämpfe in Ehren zu bestehen.

Die stille Hoffnung des gesamten Fußballkreises dürfte wohl dahin gehen, endlich einmal die Teu­tonia in Meisterform zu sehen. Die Voraussetzungen für diese Annahme sind denkbar günftig; denn oer Vereinsleitung ist es gelungen, die auf dem Trup­penübungsplatz befindlichen Soldaten frei zu bekom­men. Es wird also an der Mannschaft selbst liegen.

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welch ein Spielausgang zustande kommt. Findet sich die Elf endlich zu ihrer Spielweise, dann dürfte die Frage nach dem Sieger ganz offenkundig mit Steinberg beantwortet werden. Im anderen Falle jedoch wird es keine Heberraschung bedeuten, wenn Vilbel vielleicht auch einen Punkt mit nach Hause bringt. Hoffentlich bereitet die Teutonen-Mannschaft zum Abschluß ihren zahlreichen Anhängern eine Freude. Die Elf tritt mit Happel, Fett, Buß, Nau­mann, Hederich, Heinzemann, Haas, Lang, Schmidt, Däublin, Wehrum an.

leufonia ..Alle Herren" BuhbachAlle Herren".

Dor dem Liga spiel stellt sich die neuaufgestellte AH."-Mannschaft zum erstenmal vor. Spieler frü­herer Jahre stehen sich hier gegenüber und werden, wie vor Zeiten, versuchen, den Sieg an ihre Fahne zu heften.

Handball-Pokalspiele auf dem Programm.

Die Abwicklung der Pokalspiele bereitet Schwie­rigkeiten. Der Grund ist nicht zuletzt in ihrer etwas späten Ausschreibung zu suchen. Während so bei­spielsweise die Begegnung Heuchelheim Barbara auf den heutigen Samstag festgesetzt wurde dies­mal allerdings endgültig treten W.-Niedergirmes und Garbenheim am Mittwoch nächster Woche ge­geneinander an. Der Sieger aus dem Heuchelheimer Spiel empfängt am Sonntag auf eigenem Platz den TV. Lützellinden zum Spiel um die 2. Zwischen­runde. Die Vorschlußrunde kommt am 17. dieses Monats zum Austrag. Die Verlosung wird nach Ermittlung der drei Letzten vorgenommen.

Man darf gespannt fein, gegen wen Lützellinden anzutreten hat. Die Mannschaft, die in diesem Jahre etwas vom Pech verfolgt war, will nun unter allen Umftänben bei den Pokalspielen etwas er­reichen. Das wird ihr auch sicherlich möglich fein, wenn es gelingt, die komplette Einheit auf die Beine zu bringen.

Fortsetzung der Lehrgangsarbeit.

Die Lehrgangsarbeit nimmt mit dem zwetten Tag des ausgeschriebenen Hebungsleiter-Lehraanges ihren Fortgang. Auf dem MTÄ.-Platz in Gießen treffen sich am Sonntagoormittag erneut die Hebungsleiter, Schiedsrichter und Anwärter zur praktischen Arbeit.

Deutschland führt.

Massenankunft in Dient

Die Deutschlandfahrer trafen auf ihrer Freitag- Etappe in der Ostmark nicht gerade gutes Wetter an. Unmittelbar nach dem Start in Passau ging ein heftiger Gewitterregen nieder, und 100 Kilo­meter vor dem Ziel geriet das Feld in einen Land­regen, der bis dicht vor Wien ein unerwünschter Begleiter war. Im Ziel, das von Zuschauern dicht umsäumt war, hatte auch eine Radfahrer-Kompanie Aufstellung genommen. Am Schloß Schönbrunn gab es eine Massenankunft, aus der überraschend der Bielefelder Langhoss (Dürkopp) in 8:59:20 Stunden als Sieger hervorging. Auf den weiteren Plätzen folgten mit der gleichen Zeit der Belgier Spiessens, der Franzose Chocque und die Deutschen Schild, Schmidt, Wengler und Bautz sowie Lachat (Frankreich) und Jacobsen (Dänemark). Der Nürn­berger Umbenhauer hat auch nach dieser zweitläng­sten Etappe der ganzen Deutschlandfahrt mit 57:16:23 Stunden das gelbe Trikot behauptet vor Scheller und Zimmermann.

Großdeutsche Alpenfohrt gestartet.

Der Schweinfurter Heller gewann die erste Etappe der 2. Großdeutschen Alpenfahrt unserer Amateure mit Start und Ziel in Garmisch-Partenkirchen im Spurt nach einer Fahrzeit von 3:10:35 Stunden (für die 121 Kilometer) vor Meurer (Tilsit) und Richter (Chemnitz). Auf den vierten Platz wurden gemeinsam 16 Fahrer gesetzt. In der Bergwertung führt der Berliner Fischer.