Ausgabe 
10.6.1939
 
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Aus aller Welt

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tfnfere Forderung nach Taten ist sehr unbequem ^Times^ sagt: Nur eine Gegenaktion.

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rl der' SnproDifation seien, sondern einem wohlberechne- ??ackes übel' lei entsprangen. Es sei nur natürlich, daß Sen A auch Italien seine Berechnungen anstelle. Halifax hcbc erst in dieser Weise gesprochen, nachdem das '5*e ( n P r p i f 11 n a 5 f n ft e m von der U n f t n »

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d und Eng- schende uni t zu diese, selbst wenn könnte, das isang April sekunde ge> tik, wie sie

des Gespräch des Tages, so schreibt die Tunner Stampa", Italien bewahre chr gegenüber kühle Ruhe, um so mehr, als die Erklärungen bis britischen Außenmnisters nicht die Frucht einer

das Uebergewicht bekam.

Kunst und Wissenschaft.

Das Internationale Musikfest in Frankfurt.

Riga, 9. Juni. (DNB.) Der lettische Außen» Minister M u n L e r s kehrte Freitagnachmittag nach

Entspannung zu dienen.

Lord Halifax vertröstet die Welt auf konstruk- oe englische Vorschläge, wenn die So-

Hilfsmaschinist. Man nimmt an, daß ihre Leichen sich noch unter den Trümmern befinden.

Sechs rumänische Bauern bei einem Fährunglück ertrunken.

Auf der Borcea, einem Nebenfluß der Donau, südöstlich von Bukarest, ereignete sich ein Unglück. Eine Fähre, die 30 Bauern beförderte und außer» dem mit zahlreichen Kühen besetzt war, kippte bei der Gemeinde Rosetti-Ialomitza .mitten auf dem Fluß um. 24 Bauern konnten sich aus den Fluten retten, während sechs Personen und das Vieh ertranken. Das Unglück ist darauf zurück­zuführen, daß die meisten Insassen der Fähre sich in einer Ecke zusammendrängten, wodurch das Fahr-

Oer polnische Gernegroß.

Danzig, 9.Juni. (DNB.) Bei der Einweihung einer Pilsudski-Gedenktafel in Ciechocinek in der Nähe von Thorn hielt der polnische Minister Koscialkowski, wie derDanziger Vorposten" meldet, eine Rede, in der er erklärte, daß Polen nicht nur für die Verteidigung seiner heutigen Gren­zen kämpfen werde, sondernum den vollen Sieg", derin seinem endgültigen Ergebnis die Rück­kehr der urpolnischen Gebiete in die Republik Polen" bedeute. Leider verschwieg der kriegerische Minister, um welcheurpolnischen Gebiete" es sich eigentlich handelt.

polnische Ritterlichkeit".

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Legion,

Niilel- Verdacht

fallen gelassen worben.

Deutschland wünscht den Frieden

Der lettische Außenminister über seine Eindrücke.

f 8 eih n Katern ?U5 den, Cln0flcitet 7 Wort 'lung her.

'London, 10. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die Londoner Blätter verfolgen mit großem Interesse deutsche Reaktion auf die letzten Reden von jhamberlain und Lord Halifax. Sämt­liche Zeitungen bringen am Samstag Berliner Be­ichte, in denen zum Teil ausführlich die Haltung bir deutschen Presse geschildert wird. Die Tatsache, hiß deutscherseits von England erst Taten ver- lmgt werden, ehe man an den britischen Friedens- L llen glaubt, wird dabei von der Londoner Presse i^zeichnenderweise als Ablehnung des angeb- I <hen britischen Angebots ausgelegt.

So heißt es in einem Berliner Bericht derTi- e s" unter der UeberschristDeutschland antwor- t( negativ. Taten und Worte", in amtlichen deut- fm en Kreisen hätten die beiden Reden eine nega- 1 >e Aufnahme gefunden. Deutscherseits erkläre man, |r& die britischen Handlungen seit München i a5 deutsche Vertrauen in Englands 'erständigungswillen zerstört hätten, i rib daß, solange Englands Taten nicht eine Sm- ki Säuberung bewiesen, Deutschland nichts anderes irrig bleibe, als der Einkreisungspolitik gegenüber then entschlossenen Widerstand aufzubauen.

Auch die Rede Chamberlains in Birming­ham, die eine ähnliche Tendenz hatte, wie die darlamentserklärungen am Donnerstag, wird von dm Londoner Blättern in ihren Überschriften als encversöhnliche Rede" des Ministerpräsidenten ^gestellt. So schreibtDaily Expreß, Minister-

Kursänderung oder taktisches Manöver?

Rettungsversuch vor den Moskauer Forderungen?

ütelt. Die !n Tchärsr n Gemein« iabno ent. oirb.

inschaft er< rden Ifdje, Jäters bei. hreibt, be- 1 srieblicher Deutschem vom tschk. !chen gegen

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Posen, 10. Juni. (DNB.) An der Posener Universität herrschen seit Monaten Zustände, die auf die Disziplin an polnischen Bildungsinstitu­ten ein bezeichnendes Licht werden. Nachdem die polnischen Studenten bereits am 24. Februar zu einemBoykott" der deutschen Studenten aufgefor- enagnacymlnag nacy dert haben, ist bis setzt den deutschen Stüde n- der Unterzeichnung des de'utsch - lettischen ten jeder normale Besuch der Vor- Nichtangriffspaktes aus Berlin nach Riga'le fun ge n unmöglich gemacht worden.

£ über g«8* Tages erM $r gi"«2 der vA. enU ®* ä m PIe L. gelte es Wj arbeit Men Sol, n IKeich^

fielet °tt. Ober- rraQenben 1 des Er. 1 ^gte im er Wacht- einen

zurück. Auf dem Rigaer Bahnhof hatten sich zahl­reiche Personen eingefunden, um den Außenminister nach dem Abschluß dieses so bedeutungsvollen Ver­trages zu begrüßen. In zwangloser Unterhaltung äußerte sich der Außenminister über die Eindrücke auf seiner Berliner Reise. Der Minister ging dabei auf die außerordentlich große Gastfreundschaft, die herzliche Aufnahme hin, die er in Berlin gefunden habe. Die nunmehr erfolgte Unterzeichnung des deutsch-lettischen Nichtangriffspaktes erfülle ihn mit allergrößter Genugtuung. Aus feinem Gespräch mit dem Führer habe er den starken Eindruck gewonnen, daß Deutschland den Frieden nicht nur mit den baltischen Staaten, son­dern überhaupt in der Welt wünsche.

ist niemals honoriert worden. Der gleiche Wider­spruch auf wirtschaftlichem Gebiet: Halifax versichert uns des englischen Verständnisses für deutschen Handel und wirtschaftliche Bedürfnisse. Sein Kol­lege vom Handelsministerium hingegen erklärte es vor zwei Tagen als eine für England erfreu­liche Nachricht, daß der deutsche Ex­port ins Ausland wegen . angeblicher schlechter Lieferung und schlechter Qualität der deutschen Waren rückgängig sei. In Polen hat als un­mittelbares Ergebnis des englischen Beistandsoer­trages ein geradezu widernatürlicher Boykott der deutsch-polnischen Handelsbeziehungen eingesetzt. Im übrigen läßt England an der Handelssront überall die silbernen Kugeln rollen, nur um den deutschen Sektor zu stören. Wir können daher beim besten Willen wenig von dem ständigen Be­mühen Englands entdecken, sich mit Deutschland zu verständigen. Wenn dieser Wunsch auch heute noch vorhanden ist, wird ihn jedermann begrüßen. Er muß sich aber »auf andere Weise äußern als bisher. Denn im Grunde geht es auch heute noch um eine einzige entscheidende Sache:

Ist England bereit, auf den überheb­lichen Anspruch einer weltpolitischen Allgegenwart und darauf zu verzich­ten, die Entwicklungswege und Entwicklungs- Notwendigkeiten der deutschen Weltmacht zu kontrollieren und abzuriegeln, so wie D e u t s ch- land entschlossen ist, die riesigen Lebensinteressen Englands in sei­nen Raumen zu respektieren und ihnen aus dem Wege zu gehen. Ist es bereit, den Anspruch fallen zu lassen, daß die Welt nach den von England ausgestellten und dann als Recht und Gesetz für alle deklarierten Spiel­regeln leben muh, sondern sich noch anderer be­dienen kann?

Zu diesen gingen hat Lord Halifax nichts gesagt. Die englische Außenpolitik spricht dafür um so eindeutiger. Die Reihe der deutschen Verträge mit fernen Nachbarn, die Besuche, die das Reich empfängt, die wirtschaftlichen und politischen Be­ziehungen, die es vertiefen konnte, umschließen heute nahezu lückenlos den ganzen Kreis ferner un­mittelbaren und mittelbaren Nachbarn mit einer

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Mailand, 10. Juni. (DNB. Funkspruch.) Die ittlienifche Presse begegnet den Reden des britischen Premierministers und des brittschen Außenministers m-t berechtigter Skepsis. Allgemein wird betont, e< sei noch nicht zu übersehen, ab diesen Ausführun- }<n tatsächlich eine Kursänderung Eng- ! c nd s zugrunde liege, oder ob es sich nur um ®erei>e aus taktischen Motiven handle. Lvr allem müsse man ab warten, ob den Worten

Präsident Chamberlain habe die ersten Schritte zu­rück zur Befriedung gemacht. Die öffentliche Mei­nung habe ihn von diesem Wege vertrieben. Cham­berlain wünsche aber, auf ihn zurückzukommen, und er versuche jetzt, die Möglichkeit zu prüfen. Dem könne man nur zustimmen. England verliere nichts, wenn es sich mit Deutschland ausspreche, vorausgesetzt, daß man auf Enttäuschungen vorberei­tet sei. England beabsichtige nicht, der deutschen Na­tion ihre wirtschaftlichen Notwendigkeiten streitig zu machen. Ein wohlhabendes Deutschland würde der ganzen Welt Wohlstartt) bringen.

In Oppofitionskreifen finden die letzten Erklärungen Chamberlains und die Rede von Lord Halifax wenig Anklang. Berichten der Londoner Blätter zufolge kritisiert man weniger die Tatsache, daß die britischen Ministerversöhnliche Worte ge­funden haben", sondern man befürchtet vielmehr eine Rückkehr zurverhaßten Friedenspolitik von München" und hält vor allem in Anbetracht der Verhandlungen mit Sowjetrußland den Zeitpunkt für derartige Reden für ungeeignet. Wie ehrlich im übrigen diese friedlichen Töne gemeint sind, geht aus einer Bemerkung des politischen Korresponden­ten derTimes" hervor, der u. a. erklärt, viele Um terhausnritglieder schienen der vernünftigen Ansicht zu fein, daß die Halifax-Rede nur als eine Gegenaktion der Auswirkungen derNazipro­paganda bezüglich der Einkreisung" angesehen würde. (!)

Einkreisungssystem von der Unsin- n gfeit der Moskauer Forderungen bldräht sei. Man müsse die Frage stellen, warum ftQ der Lord der Turiner Rede des Duce nicht iriher erinnert habe.

Weiter fragt das Blatt, wie man Verhandlungen m-t Aussicht auf gerechte Lösungen führen könne, v-nn Frankreich sich in die Psychose - nes Präventivkrieges verrannt habe wenn sich Polen z u abenteuerlichem ll ahnfinn angetrieben fühle. Chamberlain We es wohl für die beste Politik, sich des Regen- ö irms und des Rolandfchwertes gleichzeitig zu ?'dienen. Dies fei aber eine Illusion, denn das Ro- ondsfchwert schüchtere die Achsenmächte keineswegs in und der Regenschirm schütze Großbritannien

Gesteigerte WHD.Leistung der Jägerschaft.

Das soeben bekanntgegebene Ergebnis des Winter, hilfwerks der Deutschen Jägerschaft 1938/39 umfaßt 180 292 Stück Wild im Gesamtwert von über 886 000 RM. Darunter befinden sich rund 20 000 Stuck Rehwild, 77 000 Stück Hasen, 69 000 Stück Kaninchen und 7800 Fasanen. Einschließlich der darüber hinaus aufgebrachten Barspenden und Sachwerte beträgt die Leistung der Jägerschaft im letzten Winterhilfswerk über 1,3 Millionen RM. Das gespendete Wild hatte ein Gesamtgewicht von etwa 857 000 Kilo. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Gesamtergebnis um 308 000 RM. höher. Dieses Mehrergebnis ist nicht nur dadurch erzielt, daß sich die Jägerschaft der Ostmark am Winterhilfwerk be­teiligt hat, sondern es sind auch Mehrspenden aus dem Altreich in Höhe von 132 000 RM. aufgebracht worden. Der Reichsjägermeister hat den deutschen Jägern für das hervorragende Ergebnis seinen Dank ausgesprochen.

Ein deutscher ttolonialsilw.

Unter dem Protektorat des Reichsleiters des Ko­lonialpolitischen Amtes der NSDAP, und des Bun­desführers des Reichskolonialbundes, Generals Rit­ter v o n Epp, ist ein Kifo-Film der DFG. heraus- Sebracht worden, der den TitelDeutsches and in Afrika" trägt. Anhand eindringlicher Bilder werden in diesem Afrika-Expedittonsfilm der Aufbau und die Kolonisation gezeigt, die deut- che Menschen in den Gebieten von Deutsch-Ost- und Deutsch-Sudwestafrika vorgenommen haben. Die Be- arbeitung und Gestaltung Des Films lag in den Hän­den von Dr. Scheunemann und Karl M o h r i, der auch die Aufnahmen machte. Das Manuskript stammt von Dr. Friedr. Stock und Herbert Kuhl­mann, die Musik von Bernd Scholz. Der Film wird in den nächsten Wochen überall im Gau Hessen- Nassau gezeigt.

huttenfestspiele auf der Stecfclburg.

Die in den vergangenen Jahren mit gutem Er­folg durchgeführten Huttenfe st spiele auf der Steckeldurg bei Schlüchtern beginnen in diesem Jahr am 25. Juni. Zur Aufführung gelangt in etwas veränderter Form Erich Bauers Schau­spielLaßt Hutten nicht verderben".

10 Jahre Zuchthaus wegen Totschlags.

Das Saarbrücker Schwurgericht verurteilte den 34- jährigen Alois Stutz, der nicht weniger als zwölf- mal vorbestraft ist, wegen Totschlags zu zehn Jahren Zuchthaus und Aberkennung der bür­gerlichen Ehrenrechte auf die gleiche Zeit. Stutz hatte am 25. April d. I. den Hausierer Adolf Braun in dessen Wohnung durch Messerstiche getötet, weil ihm dieser die 22jährige A. M., mit der Stutz seit Jahren ein Verhältnis hatte, abspenstig gemacht und bei sich ausgenommen hatte.

Schweizer Flugzeug in den Bodensee gestürzt.

Ein von Oberleutnant Suter gelenktes Schwei­zer Militärflugzeug, das vom Flugplatz Altrhein nach Dübendorf fliegen wollte, stürzte bei dem Versuch, im Gleitflug niederzugehen, etwa 50 Meter vom Ufer entfernt in den Bodensee. Der Pilot kam ums Leben.

Folgenschweres Brandunglück in einer bretonischen Druckerei.

In dem bretonischen Ort St. Brieuc brach in einer Druckerei eine Feuersbrunst aus. Die Feuer­wehr war gerade dabei, das an und für sich nicht sehr heftige Feuer zu bekämpfen, als mehrere mit Stick­stoff gefüllte Flaschen von den Flammen erfaßt mür­ben und explodierten. Die sich sofort verbrei- tenben Giftgase hatten eine verheerende Wirkung. Sechs Personen, ber Feuerwehrkommanbant, vier Feuerwehrleute und der Druckereibesitzer fanden durch das Einatmen der Giftgase den T o d. Vier weitere Personen liegen so schwer darnieder, daß an ihrem Auskommen gezweifelt wird. Zehn weitere Personen leiden an Dergiftungserscheinungen.

Jteun Todesopfer des Eisenbahnunglücks bei Warschau.

Don den bei dem Eisenbahnunglück von Pruschkow bei Warschau schwer verletzten Personen sind noch zwei im Krankenhaus gestorben. Die Zahl der Todesopfer beträgt somit setzt neun. Ueber dreißig Personen sind nach den neuen Feststellungen mehr oder weniger schwer verletzt roorben. Vermißt werden noch der Zugführer und der

Das Programm1 desInternationalen Mufikfeftes" desStändigen Rates für die internationale Zusammenarbeit der Komponisten", das vom 15. bis 24. Juni in Frankfurt ftattfinbet, steht nunmehr fest. In drei Orchesterkonzerten, drei Kammermusikkonzerten,einemChorkonzert und einem Opernabend werden 38 Kompositiopen von Ion» schöpsern aus 18 Ländern ausgeführt. In die Aus- führuna der Orchesterkonzerte teilen sich bas Städ­tische Orchester Frankfurt und das Orchester des Reichsfenders Frankfurt unter Leitung von Franz Konwitfchny, dem Musikdirektor der Stadt Frankfurt, sowie der Kapellmeister Otto Frick- h o e f f e r und Bertil Wetzelsberger. Von deutschen und ausländischen Solisten wurden ver­pflichtet: Martha Schillings (Sopran), Edith Laugs (Sopran), Gunthild Weber (Sopran), Elisabeth Höngen (Alt), Heinz Marten (Te­nor), Günther Baum (Bariton), Felix Löffel (Schweiz, Bariton). Als Instrumentalisten sind ver­pflichtet die französische Pianistin Poonne Lev 6 - bure, der bekannte ungarische Pianist Ernst von D o h n a n y i, der polnische Pianist Czeslaw Ma- r e f und die deutschen Pianisten Dr. Georg Kuhl­mann, Heinz Schroter, Casimir von P a s z - thory, Grete von Zieritz, der Geiger Helmulh Zer nick und der Cellist Ludwig Hoelscher. Außer den genannten Dirigenten werden Georg Schumann (Berlin), Petto P e 1 r i d i s (Grie­chenland), Adriano Lualdi (Italien), Antiochus Evangelatos (Griechenland) und Jon Leifs (Island) ihre Werke selbst dirigieren.

Europa zu beherrschen, erhaben. Wer aber Himmel und Hölle in Bewegung fehl, wer bis zur Selbsterniedrigung die Bedin- Igungen der Sowjetunion hinunter- schluckt, nur um den Ring um die Achse zu schließen, der kann nur noch durch Talen den erschöpften Refervefond von Vertrauen wieder auffüllen. Der weg zu neuen Gelegenheiten wäre, was die Achsenmächte betrifft, in der Tat offen. Er ist und wird aber blockiert durch die eng­lische Einkrel'sungspotitik, in der es übrigens heute schon die Frage zu stellen gilt, ob England überhaupt noch Herr feiner Entschlüsse ift und die Führung der sogenanntenFriedenspolitik" nicht bereits an Moskau hat abgeben müssen.

vielleicht hat die daraus sich ergebende Besorgnis gleichfalls zu der Rede des Lord Halifax beigetragen. San braucht nur die friedensgefährliche Entwicklung dcr Begriffe provozierter und nichtprooozierter, direkter und indirekter Angriffe, des Zustandes an= Üblicher Bedrohung angeblicher Lebensintereffen bis jii der Leichtfertigkeit zu verfolgen, mit der sie in dm letzten englisch-russischen Verhandlungen dehan- Mt werden, man braucht nur die wachsende Aengst- lichkeit der bündnisfreien Staaten zu beobachten, mit der sie sich gegen direkte und indirekte Folgen dieser Politik zur Wehr setzen, um die Forderung zu unterstreichen, daß wir uns lieber durch eng­lische Taten als Worte überzeugen ließen.

Bisher aber hat die englische Politik nur zu einer Versteifung der Lage, einer Ermunterung gewisser Abenteurer, zu einer Lähmung der Geschäfte geführt, ohne irgendeine europäische Frage zu lösen oder einer

Wetterberlcht

Jrn Bereich des durch die eingedrungene Kaltlust aufgebauten Hochdruckgebietes hat sich in Deutsch­land fast allgemein wieder Aufheiterung eingestellt. Ueber Nordeuropa setzt sich jedoch die lebhafte Wir- beltätigteit fort, die immer weiter südwärts greift und mehr und mehr Einfluß auf die Witterung Deutschlands nehmen wird. Eine nachhaltige Ver­schlechterung ist jedoch damit vorerst noch keineswegs verbunden.

Vorhersage für Sonntag: Heiter bis wolkia, Neigung zu vereinzelten teilweise gewittri­gen Niederschlägen, Mittagstemperaturen etwa über 20 Grad, Winde meist um Nord.

Vorhersage für Montag: Leicht unbe­ständig, aber doch im wesentlichen noch freund­liches Wetter.

Hauptfchriftteiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Ernst Blum­schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lanae (verreist), i. 23.: Ernst Blumschein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. V. 1939: 9133. Druck und Verlag: Brühlsche Universitäts­druckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preis- liste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.

nicht vor den 23erantwortlichkeiten der Vergangen­heit, der Gegenwart und der Zukunft.

DerPopolo d'Jtalia" betont, daß Drohun­gen und Schmeicheleien von englischer Seite das Reich vollkommen gleichgültig ließen. Im gegenwärtigen Augenblick ginge bei den großen Demokratien nichts nach Wunsch. Die 23er- handlungen mit Moskau machten keine Fortschritte, und die balttschen Staaten hätten mit Deutschland Abkommen getroffen. Nun nähmen die europäischen Einkreisunaspolitiker zu einem Versuch der Recht­fertigung Zuflucht. Nachdem man gestern noch ge­droht habe, versuche man es jetzt mit honigsüßen Redensarten.,

Beklemmung in Paris.

Paris, 9. Juni. (DNB.) Jrn Zusammenhang mit denenglisch-sowjetrussifchenDerhand- lungen tauchen in Paris jetzt plötzlich Beden- k e n auf, die auch in den Abendblättern ihren Nie­derschlag finden. So schreibtParis Soir", London scheine, um die endlosen Verhandlungen mit Moskau endlich zum Abschluß zu bringen, bereit zu fein, hinsichtlich der Zugeständnisse sehr weit zu gehen. Paris frage sich jedoch, ob darin nicht eine Gefahr liege, denn eine Erklärung, daß man einer direkt oder indirekt bedrohten Sowjet­union zu Hilfe kommen werde, könne neuen sowjetrussischen Forderungen Tür und Tor öffnen. Das Blatt nennt als Beispiel die Möglichkeit einer Einbeziehung des Fernen Ostens in die französisch-englische Garantie. Dies würde jedoch, so sagtParis Soir", die Gefahr mit

sich bringen, Frankreich und England etwas zu weit mitzureißen.

Gamelin aus London zürück.

Paris, 10. Juni. (DNB. Funkspruch.) Gene­ralissimus Gamelin ist Freitagabend von London kommend wieder in Paris eingetroffen. Gamelin hat bei feiner Ankunft keinerlei Erklärungen ab­gegeben.

Erst am Montag nach Moskau.

-lbändcrungsvorschläge aus Paris.

London, 10. Juni. (Europapreß.) Der Leiter der Mitteleuropa-Abteilung im Foreign Office, Sir William Strang, der sich im Auftrag der eng­lischen Regierung am Samstag nach Moskau be­geben sollte, roiro seine Reise erst am Montag an­trete n können. Dem 23ernehmen nach erfordern die aus Paris in London eingetroffenen Abände­rungsvorschläge zu dem geplanten englisch- franzosifch-sowjetrusstschen Dreierabkommen neue Beratungen zwischen den englischen Ministern einerseits ulÄ zwischen Paris und London anderer­seits.News Chronicle" weist auf den Wunsch ge­wisser englischer Regierunasmitglieder hin, ein Mit­glied des Kabinetts nach Moskau zu entsenden. In diesem Zusammenhang spricht das Blatt auch von der Erwägung, den früheren Außenminister Eden mit der Mission zu betrauen. Dieser Plan sei aber

Atmosphäre der Freundschaft und friedlicher Ent­wicklung. Für die noch vorhandene Lücke ist nicht Deutschland, sondern jene englische Politik verant­wortlich ist, die von Fried en spricht und einen Kriegsmechanismus von ge- ., ..ui- « ......... w -v______radezu totaler Gefährlichkeit zu

<B im Falle Polens geradezu verhin-lschaffen im Begriff ist, ein Mechamsmus, ert, bescheideneElemente einer gebietsmäßigen dessen Kontrolle schon heute den englischen Händen Bereinigung" auf dem vor geschlagenen Derhand- entglitten ist.

'ngsmege durchzusetzen. Der Flottenvertragl

1»rt auf gäbe beendet sei. Er g-steht die Not- enbigfeit positiver Pläne, der Beseitigung tnter» ijitionaler Meinungsverschiedenheiten auf fried- if)em Wege und der Wiederherstellung eines Euro- pis ein, das unter den heutigen Umständen fein Gleichgewicht findet, weil es in feindliche Gruppen ifgeteUt und von einer wirtschaftlichen Lähmung «griffen sei. Er redet sogar von dem brittschen Verständnisfür Elemente einer gebietsmäßigen Bereinigung, vorausgesetzt, daß alles durch Ver- inblung und nicht durch Gewalt" bereinigt werde.

Wirklichkeit hat es die britische Politik

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