Ausgabe 
10.1.1939
 
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g V n n it ff n lN

IahrestagungderGießenerAipensreun-e

Eine Bergsteiger-Abteilung der Zugendgruppe.

durch die zuständigen Behördenleiter in feierlicher Form überreicht. . .

Das goldene Treudienst-Ehrenzeichen für 40fahrige treue Dienstzeit erhielten: Oberamtsrichter Dr. Ro­bert Bernhard in Altenstadt; Justizinspektor Willi Staubad; in Butzbach, Oberverwalter Josef Guyot in Gießen.

Das silberne Treudienst-Ehrenzeichen für 25jährige treue Dienstzeit erhielten: Justizsekretär Georg Jammer in Garbenteich bei Gießen, Hauptwacht­meister Georg Jost in Gießen, Hauptwachtmeister Georg Bär in Gießen, Oberwachtmeister Karl Geiß in Gießen, Oberwachtmeister Peter Kar­dan n in Gießen.

Den Reichsbankoberzählmeistern Heinrich G e m - wer und Gottfried Schrnittdiel wurde vom , Führer und Reichskanzler das Silberne Treudienst- Ehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit verliehen. Die Ueberreichung fand durch den Behördenleiter statt.

Gaustraßensammlung am 14. und 15. Januar.

NSG, Am kommenden Samstag und Sonntag wird im Gau Hessen-Nassau die diesichrige Gau- straßensammlung durchgeführt. Zum Verkauf kom­men verschiedene Ausführungen von Kunscharz- blumen, die in den Werkstätten der Erbacher Elfen­beinschnitzer hergestellt wurden.

Die Erzeugnisse und WHM-Abzeich-n der in unserem Gau heimischen Elienbeinschmtzer fanden stets reißenden Absatz und wurden von ledermann gerne genommen, da sie durch chr hübsches Aus­sehen weit über die Zeitdauer der Sttaßenfammlung hinaus gern als Schmuckstück getragen werden konnten. Auch in diesem Jahre haben die Elfen- beinschnitzer aus dem Odenwald wieder neue und sehr ansprechende Blumenformen geschaffen.

An der Gaustraßensammlung sind folgende Ver­bände beteiligt: NSKOV. (die Oraanisation der Kriegsbeschädigten und Frontkämpfer), NS.-Reichs- krieaerbund, NS.-Marinebund, NS.-Studentenbund, Rei chslu'ftschutzbund und das Deutsche Rote Kreuz.

Theater und Winterhilfswerk.

Der Kreisbeauftragte Gießen (Wetterau) der NSV. und des Winterhilfswerkes und d-ie Inten­danz des Gießener Stadttheaters hatten es unter­nommen, auch einmal all den Volksgenossen, denen sonst wenig oder keine Möglichkeit zum Theaterbe­such gegeben ist, weil sie ihre ganzen wirtschaftlichen Mittel ihrer materiellen Sicherstellung widmen müs­sen, doch einmal die Gelegenheit zu einem Theater­besuch zu geben. So hatte das Winterhilfswerk an alle von ihm betreuten Dolksgenofsinnen und Volks­genossen ohne jegliches Entgelt Eintrittskarten ver­teilt, die zum Besuch einer Sondervorstellung des Stadttheaters am gestrigen Montagabend berech­tigten. Der Einladung wurde gerne Folge geleistet, und das Theater war fast bis auf den letzten Platz besetzt.

Der Kreisbeauftragte der NSV., Frank, hieß die Teilnehmer des Abends willkommen und sprach davon, wie es nicht nur nötig fei, durch Nahrung und Kleidung die materielle Existenz sicherzustellen, sondern auch die seelische Betreuung der Volksge­nossen eine große Aufgabe unserer Zeit fei. Stun­den einer Erheiterung und Erhebung feien not­wendig, um Kräfte zu sammeln und zu beleben, die mithelfen und stärken, um den Lebenskampf be­stehen zu können. Herzliche Worte des Dantes wid­mete der Kreisbeauftragte der Leitung des Stadt- theaters, den Mitarbeitern und den Darstellern für die geschaffene Möglichkeit zu einigen unterhalt­samen Stunden.

Sodann wurde das heitere SpielDer Maul­korb" aufgeführt, das mit größter Spannung ver­folgt und mit großer Freude aufgenommen wurde. Die Darsteller, die sich sichtlich und mit Geschick um eine vollkommene Aufführung des Stückes bemüh­ten, fanden in der Aufmerksamkeit der Zuschauer und deren starken Beifall schönen Lohn.

Fachgruppe Musik

im Neichsberufsweitkamps.

Der Umbruch ließ auch die Bedeutung unserer Großen der Musik wieder aufleben. In ihren Schöpfungen klingt unsere deutsche Seele mit. In Händel und Bach, Mozart und Beethoven, Schubert und Haydn, Richard Wagner, Brahms und anderen hören wir die Stimme der Ahnen, die Liebe und Leid, Freude und Trauer kündet. In friedlichem Wettkampf wird die Jugend an einem Nachmittag im Februar mit musikalischen Vorführungen dieser Art zu uns sprechen und zeigen, was sie leistet. Etwa 50 Anmeldungen für Gießen liegen bereits vor. Aller Voraussicht nach dürfte der Berufswett­kampf der Fachgruppe Musik öffentlich sein, zu dem in beschränktem Umfang freier Zutritt ge­stattet ist. Hd.

Abend der Gießener Polizei.

Die Ortsgruppe Gießen des Reichsbundes deut­scher Polizeibeamten hielt am Samstag imBurg­hof" einen gutbesuchten Familienabend ab. Der stell­vertretende Ortsoerbandsleiter begrüßte die Kame­raden und deren Angehörigen und hob hervor, daß der Abend dem gegenseitigen enteren Bekanntwer­den dienen soll. Vor allem begrüßte er den Leiter der Gießener Polizeidirektion, Hauptmann der Schutzpolizei Hein acker, und den eben erst aus dem Sudetenland zurückgekehrten Ortsverbands- laiter Lösch. Im Verlaufe der Veranstaltung nahm Hauptmann H e i n a ck e r die Siegerehrung für bas Preisfchießen 1938 vor. Den 1. Preis erzielte Poli- zeiobermeifter Zimmer mit 197 (90 Karabiner und 107 Pistole) Ringen, 2. wurde Polizeihaupt- wachtmeister Hohmeier mit 195 (82 Karabiner und 113 Pistole) Ringen; 3. Polizeihauptwach mei­ster Repp mit 190 (88 Karabiner und 102 Pistole) Ringen; 4. Polizeihauptwachtmeister F ran z k e mit 190 (93 Karabiner und 97 Pistole) gingen; \ Leutnant der Schutzpolizei F i f ch e r mit 190 (91 . Rabiner uflb 99 Pistole) Ringen und 6. Polizei- hauptwachtmeister Hainer mit 188 Ringen (9Z Karabiner und 96 Pistole).

Kolonial-Vortrag vor der Gießener HI.

Der Kreisverband Gießen deS Reichskolonialbun­des veranstaltete am Samstag für den Standort Gießen der HI. einen Lichtbildervortrag für den ein Mitarbeiter des Frankfurter Zoologischen Gar­tens als Redner gewonnen war.

Kreisverbandsführer Professor Dr. H u m m e l begrüßte die sehr zahlreich unter der Führung von Stammführer Dr. Schneider erschienenen Jungen und Mädel der Hitler-Jugend und hob dabei hervor, daß es zu den Zielen des Reichskolomalbundes ge­höre, nicht nur auf die Ziele Hinzuwelfen, son­dern auch mit den Umständen der Kolonialarbeit vertraut zu machen. .. .

jjcrr Sch a ck (Frankfurt a.m.) vom Frankfurter

In der stark besuchten Jahreshauptversammlung des Zweiges Gießen-Oberhessen des Deutschen Al- pcnvereins begrüßte zunächst der Zweigvereinsfüh- rer, Direktor Wrede, die Mitglieder und gedachte sodann der großen Ereignisse des abgelaufenen Jah­res, die die Eingliederung Oesterreichs und des Sudetenlandes brachten. Gerade die Vereinigung Oesterreichs mit dem Altreich ist für den Deutschen Alpenverein von außerordentlichem Interesse, da die Betätigungsgebiete in der Hauptsache dort lie­gen, insbesondere auch die Gießener Hütte, und künftig Devisen- und Paßschwierigkeiten nicht mehr hindernd im Wege stehen. Der Dank wurde dem Führer durch ein dreifaches Sieg-Heil darge- bracht.

. Im einzelnen berichtete sodann der Zweigvereins- chhrer, daß sich die Mitgliederzahl wiederum erhöht hat und heute das Doppelte vom Bestand des Jah­res 1933 ausmacht. Die der Pflege des alpinen Ge­dankens und der guten Kameradschaft unter den Zweigvereinsmitgliedern dienenden Veranstaltungen des vergangenen Jahres, wie Vorträge, Besich­tigungen, Wanderungen, Jubiläumsfeier auf der Gießener Hütte usw., wurden im einzelnen noch­mals aufgeführt, und es kann erfreulicherweise fest- gestellt werden, daß das Interesse immer größer wird und die Steigerung der Beteiligungsziffer an­hält. Der Zweigvereinsführer dankte nochmals allen denen, die anläßlich des 25jährigen Bestehens der Gießener Hütte dazu beigetragen haben, den Hüt- tenfonds finanziell in dem erfolgten Ausmaß zu stärken.

Der Hüttenwart berichtete im einzelnen über die Neuanschaffungen und Ergänzungen, die für die Gießener Hütte inzwischen bereits vorgenommen wurden, und besprach die Pläne, die für die nächste

Auf der Verbandsschau in Frankfurt a. M. konn­ten sich di-e Kaninchenzuchtvereine von Gießen, Gro- ßen-Linden, Lollar und Hungen mit ihren Vereins­sammlungen die Berechtigung erwerben, auf der Reichskleintierschau in Leipzig mit in den Wettbe­werb zu treten. Die Verbandsschau in Frankfurt am Main erbrachte den Beweis, daß im Kreisverband Gießen ausgezeichnetes Zuchtmaterial vorhanden ist, denn von den sieben ersten Preisen, die auf Hessen-Nassau entfielen, konnte sich jeder der oben­genannten beteiligten Vereine diese Auszeichnung ichern. Außerdem konnten noch zahlreiche Klasfen- preise errungen werden.

Mitglieder des Kaninchenzuchtvereins Gießen erhielten für Weiße Wiener folgende Preise: Emil Kern einen 1. und einen 2. Preis, C. Hoff­mann einen 1. und einen 3. Preis, O. Steih einen 3., Fritz Vogel einen 1. und Georg Schellhas zwei 1. und einen 3. Preis. Der Kaninchenzuchtverein Gießen erhielt für feine Vereinssammlung Weißer Wiener einen 1. Preis.

Die Angehörigen des Kaninchenzuchtvereins Großen - Linden erhielten auf Klein- Chinchilla folgende Preise: Phil. Zimmermann einen Ehrenpreis, einen 2. und einen 3. Preis, Karl Röhn zwei 1. und einen 2. Preis, Albin Hauke! zwei 3. Preise. Der Verein erhielt für die Vereins­ammlung Klein-Chinchilla einen 1. Preis.

Zukunft bestehen. Erfreulicherweise konnte man fest­stellen, daß sich die Besucherzahl im vergangenen Jahre gegen früher stark erhöht hat.

Der 'Gießener Zweig hat stets sein besonderes Interesse der Ausbildung der Jugend in bergsteige­rischer Beziehung bekundet und dahingehende Be­strebungen ideell und finanziell unterstützt. Mit be­sonderem Interesse verfolgte man die Ausführun­gen des Jugendgruppenführers in Wetzlar, die zeig­ten, daß durch tatkräftige und zielbewußte Führung die Jugendgruppe sich weiterhin ausgedehnt hat. Es würden regelmäßige Kletterübungen vorgenommen und im Sommer vorigen Jahres eine Bergfahrt in die Hochgebirgswelt unternommen. In Gießen kommt nun nach langem Bemühen auch eine Ju­gendgruppe zustande, nachdem seit dem Vorjahre eine zur Ausbildung geeignete Persönlichkeit zur Verfügung steht. In engster Fühlungnahme mit der HJ.-Führung erfolgt jetzt die Ausbildung einer Bergsteiger-Abtestung, deren Betreuung durch das vorerwähnte Mitglied des Alpenvereins erfolgt. Es ist vorgesehen, bereits in diesem Sommer eine Bergfahrt zu unternehmen.

Der Kassenbericht ergab eine gute finanzielle Situation des Zweiges Gießen. Dem Zweigoer­einsführer und feinen Mitarbeitern wurde Ent­lastung erteilt.

Zum Schluß konnte für 25jährige ununterbro­chene Mitgliedschaft an fünf Mitglieder des Zwei­ges das silberne Edelweiß verliehen und außerdem an sechs Herren besondere Wanderauszeichnungen verteilt werden.

Nach der arbeitsreichen und eindrucksvollen Jah­reshauptversammlung blieben die Mitglieder noch längere Zeit gemütlich beisammen.

Vom Kaninchenzuchtverein Lollar wurden durch die Mitglieder Wilhelm Schultheiß zwei 3. und ein 2. Preis und durch Karl Dietz ein 2. Preis für Weiße Wiener gesichert. Für die Vereins- fammlung der gleichen Raffe erhielt der Verein einen 1. Preis.

Vom Kaninchenzuchtverein Hungen wurden ebenfalls für Weiße Wiener folgende Mit­glieder mit Preisen bedacht: Fritz Ledermann einen 1. und einen 3. Preis, R. Müller zwei 2. Preise und K. Rodekurth einen Ehrenpreis, einen 2. und einen 3. Preis. Auch hier fiel ein 1. Preis an den Verein für seine Sammelschau.

hervorragende kanarienzuchlleistung.

Bei der am 7. und 8. Januar in Nürnberg aus- getragenen Deutschen Meisterschaft (Zuchtjahr 1938) der Reichsfachgruppe Kanarienzüchter e. V. im Reichsverband Deutscher Kleintierzüchter er fang sich der Stamm des Heinrich Schmidt (Gießen) drei erste Preise und einen zweiten Preis unter großer Konkurrenz, weitere 44 Stämme hinter sich zurück- lassend. Für diese Leistung wurde dem Züchter die silberne vergoldete Medaille des Reichsverbandes und der von der FachzeitungDer Kanarienzüch­ter" gestiftete Geldpreis als Ehrenpreis zuerkannt. Deutscher Zuchtmeister wurde mit seinem Stamm A. Ester (Leipzig).

Aus der engeren Heimat.

Das neue Ilsdorf.

NSG. In einem Erlaß vom 30. Dezember 1938 hat der Reichsstatthalter in Hessen, Gauleiter Sprenger, bestimmt, daß mit Wirkung vom 1. April 1939 die Gemeinden Ilsdorf und Ilsdorf (Solms) im Kreise Alsfeld zu einer Gemeinde Ilsdorf vereinigt werden. Die beiden Gemeinden, die bereits dicht zusammen­gebaut sind, besitzen nur eine kleine Einwohnerzahl, die eine getrennte Gemeindeverwaltung für die Zukunft nicht mehr zuläßt. Die Zusammenlegung konnte jetzt um so leichter erfolgen, als durch die Auslösung des Kreises Schotten auch Ilsdorf (Solms) zu dem Kreis Alsfeld gekommen war.

Alte Soldaten halten Rückschau.

Steinbach, 9. Jan. Der NS.- Reichs- kriegerbund, Kameradschaft Stein­bach, hielt am Sonntag seinen Jahresappell ab. Im Saale desEinhorn" eröffnete Kameradschafts­führer Jakob Sehrt den Appell und begrüßte zuerst die jungen Kameraden, die im Spätherbst aus dem Heeresdienst entlassen wurden, in der Kameradschaft. Er gedachte dann des Jahres 1938 und würdigte es als ein Jahr des größten Erfolges und der Errichtung von Großdeutschland. Er for­derte zur Treue für den Führer auf, dessen er mit Treugelöbnis und Sieg-Heil gedachte^ Anschließend wurden die Nationalhymnen gesungen.

Dann gab der Kameradschaftsführer zunächst den Jahresbericht bekannt, zu dem nichts zu bemerken war. Die Totenehrung gedachte der Opfer des Kampfes für Großdeutschland, in der Kamerad­schaft wurde kein Kamerad abgerufen. Das Schieß­wesen, dessen Pflege eine besondere Aufgabe der Kameradschaft von jeher war, hatte im vergangenen Jahr unter allerlei widrigen Umständen zu leiden, es konnte aber ein Kamerad, Karl Nicolaus IV., mit einer Ehrenurkunde für den 27. Sieg im Be- zirkswettfchießen bedacht werden. Nach der Ueber­reichung der Ehrenurkunde dankte der geehrte Kamerad und forderte besonders die jungen Kame­raden auf, sich fleißig am Schießsport zu beteiligen. Kassenwart Karl Balser IX. erstattete dann den Bericht über die Kameradschaftskasse. Die Mit­gliederzahl beträgt 121. Der Kassenbestand ist gün­stig. Eine besondere Empfehlung des Fechtwesens, das in der Kameradschaft besser als seither gepflegt werden muß, 'richtete der Rechner an die Kame­raden. Da die Prüfung der Rechnung keinen An­stand ergab und aus der Kameradschaft niemand etwas zu bemerken hatte, erteilte der Kamerad­schaftsführer dem Rechner Entlastung und sprach ihm den Dank für seine Tätigkeit aus. Sodann gab der Kameradschaftsführer bekannt, daß der Fami­lienabend am 4. Februar stattfinden soll. Zum Schluß sprach der Ehrenvorsitzende, Heinrich Keß - l e r VI., dem Vorstand und besonders dem Kame­radschaftsführer Dank für ihre Amtsführung aus.

Hierauf fand der traditionelle Umzug in das neue Vereinslokal für 1939, bei Kamerad August Haas, statt. Unter Vorantritt der Spielleute der Kameradschaft zog die Kameradschaft vomEin­horn" zu Kamerad Haas, wo in gewohnter Weife noch einige Stunden in echter Kameradschast ver­lebt wurden.

Landkreis Gießen.

* Klein- Linden, 9. Jan. In unserer Ge­meinde mit 2251 Einwohnern wurden im ver- lossenen Jahre 37 Kinder (gegenüber 30 im Jahre 1937) geboren. Eheschließungen wurden 15 (1937: 17) vollzogen. Die Zahl der Verstorbenen beträgt im Berichtsjahr 20 (1937: 25).

00 Klein-Linde n, 9. Jan. Im Cafe Lutz and eine Mitgliederversammlung des Geflügel­züchtervereins statt, die sich in der Haupt- ache mit der für Ende Januar geplanten örtlichen Werbefchau befaßten. Es werden nur Tiere hiesiger Geflügelzüchter ausgestellt.

£ Wieseck, 9. Jan. Der Gesan gv erein Eintracht" Wieseck hielt am Sonntag im 23er-- einslokal Wilhelm Dorfeld seine diesjährige Jahres­hauptversammlung ab. Otto Abel übernahm die Führung des Vereins. An Stelle des 2. Dorsitzen- den wurde Artur Seibert und zum Schriftführer Albert Oßwald bestimmt. Der Rechner W. H o f blieb nach 13jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit im Amt. Wie im Vorjahre so wurde auch dieses Jahr eine Reisekasse gegründet. Einige junge Sänger haben sich dem Verein angeschlossen. NMH dem Kassenbericht und der Entlastung des Rechners Hof wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlos- en. Wie alljährlich, veranstaltete der Verein üne wohlgelungene Silvesterfeier. Im Mittelpunkt des Abends stand das SingspielHab Sonne im Herzen", das reichen Beifall fand; ebenso gut gefiel ein flottgespielter Schwank. An diesem Abend konnte den Mitgliedern H. S ch n e p p , K. K r ei» ling I., K. Balser II., W. B a l s e r , K. V o l k, L. Oßwald, O. Roden hausen, L. Bocher, L. Schnabel, W. H a a s , K. K l i n g , K. Sei­bert je eine Ehrenurkunde für 25jährige treue Mitgliedschaft und K. K r e i l i n g I. für 25jahnge vorbildliche Sängertätigkeit im GesangvereinEin­tracht" überreicht werden. Am kommenden Sonn­tag gelangen die beiden Theaterstücke nochmals zu­gunsten des Winterhilfswerks zur Aufführung.

ch Staufenberg, 9. Jan. Der hiesige Tur n- v er ein hielt bei Gastwirt Zecher seine Jahres­schlußversammlung ab. Nach der Eröffnung durch den Vereinsführer Heinrich Schmuck erstatteten Vereinsrechner, Schriftführer und Zeugwart ihre Jahresberichte. Die Kaffe zeigte einen guten Stand. Der bisherige Vorstand bleibt unverändert im Amt. Der Mitgliederstand hat keine Veränderung erfah­ren. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde über die Beteiligung an künftigen Hoherodskopf- Bergfesten und über die Ausgestaltung der Feier des 40jährigen Bestehens des Vereins gesprochen.

ch Mainzlar, 9. Jan. Unter Leitung des Vereinsführers L. Fuchs hielt der hiesige Ge­sangverein seine Jahresschlußversammlung bei Gastwirt Vogel ab. Der seitherige Vorstand bleibt mit einer Ausnahme im Amt; Wilhelm 6 p a a r schied aus, an seine Stelle wurde Sangesbruder Otto Hämmerle berufen. Die Kassenlage des Vereins weist einen günstigen Stand auf. Der Rest des Abend war einer Aussprache über interne Dinge des Vereins gewidmet. ,

z Steinbach, 10,'Jan. Am 11. Januar feiert der Landwirt und frühere Zimmermann Ludwig Krämer II. feinen 76. Geburtstag. Sein Gc fundheitszustand ist erfreulicherweise gut. Unsere besten Glückwünsche.

<£ Großen-Linden, 9. Jan. Der Eisen-« bahn-DereinGroßen-Linden und Um­gegend hielt am Sonntagnachmistag s'ine 15. Hauptversammlung in ba ' n Reb­

stock" ob. Vereinsführ n- ~ - b ; c r (L ibgcstern) begrüßte die Berufskameraden. Dem von ihm vo^

Zoo berichtete dann überErlebnisse in Afrika" während einer einjährigen Reise, die er in erster Linie zur Gewinnung von seltenen Tieren für den Frankfurter Zoo und andere Institute unternom­men hatte. Seine Reife führte ihn über Hamburg nach Lobito und von dort in einem altertümlichen Auto mit Unterstützung von zwei Eingeborenen quer durch die portugiesische Besitzung Angola nach Deutsch-Südwestafrika. Der Vortragende konnte nicht nur die gewünschten Tiere erlegen, sondern auch etwa 300 lebendige Tiere mit nach Frankfurt bringen, darunter eine große Schlange mit 18 Jun­gen. Von feiner mehr als 4000 Kilometer langen, quer durch Angola und die Etoscha-Pfanne nach Windhuk führenden Reise brachte er auch eine große Anzahl ausgezeichneter Tieraufnahmen mit, darun­ter die ersten farbigen Ausnahmen von der afrika­nischen Tierwelt, die einen ausgezeichneten Einblick in die afrikanische Landschaft boten. In dem sehr interessanten Vortrag zeigte der Redner eine Reihe geglückter Tieraufnahmen, die oft nur unter großen Strapazen und durch tagelanges Verfolgen des Wildes möglich wurden. Dabei mußte er sich mel- fach mit Hilfe von Verstecken an das Wild heran­pirschen, um morgens oder beim Wildwechsel an den Wasserstellen Lichtbild- und Filmaufnahmen Her­stellen zu können. Die Ausbeute seiner geglückten Unternehmungen, Löwen, Antilopen, Gnus, Zebras, Springböcke, aber auch eine große Anzahl von Vo­gelarten, wie Schattenvögel, Reiher verschiedener Arten, Raubadler, Marabus, Geier, Enten und an­dere Wasservögel aller Art, Kraniche u. a. konnte er auf die Platte bannen. Auf seiner monatelangen Fahrt durch den Busch traf er mit mehreren Em- qeborenenftämmen zusammen, deren Eigenarten er im Bilde festhielt, u.a. den Kopfputz der öruuen, die sonderbare Art der Aufspeicherung der Hirse in selbstqeflochtenen zeltartigen Behältern wahrend der Regenzeit und die Unterschiede der Lebensgewohn- beiten der (Eingeborenen. Die Reise führte zum Schluß nach dem Kreuzkap und den vorgelagerten Inseln, die von zahlreichen Robbentieren bevölkert werden, von denen er interessante Aufnahmen oor- leiqte.

Wie in Windhuk, so traf Schack auch in Swakop- mund mit Deutschen zusammen die von dem Wunsche beseelt waren, das Deutsch-Sudwest recht bald wieder unter deutsche Oberhoheit kommen möge. Ausgezeichnete farbige Ausnahmen von Monchchein- näch'ten an der Küste beschlossen die seltene Bilder­reihe, mit der Schack seinen Vorttag schloß.

Kreisoerbandsführer Professor Dr. Hummel dankte dem Vortragenden, der in nächster Zett nach Afrika zurückkehren wird, für seinen ausgezeichneten

23 or trag.

Gießener Wochenmarktpreise.

* Gießen, 10. Jan. Aus dem heutigen Wochen­markt kosteten: Markenbutter, % kg.. 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stuck 4 bis 9, Wirsing, kg 12 dis 15, Weißkraut 9 bis 10, Rotkraut 10 bis 12, gelbe Ruben lO.bis 15, rote Rüben 10 dis 11, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 20 bis 45, Feldsalat, /io 12 bis 15, Tomaten, % kg 35 bis 45, Zwiebeln 12 bis 13, Meerrettich 35 bis 60, Schwarzwurzeln 30 bis 40 Kartoffeln, % kg 4 Pf., 5 kg 40 Tb 50 kg 3 50 bis 3,65 Mark, Aepfel, % kg 40 bis 50 Pf., ^uffe 50 Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Tauben, das

Stück 50 bis 60 Pf., Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 12, Sellerie 10 bis 35, Rettich 5 bis 15 Pf.

*

** Handtaschendieb st äh le auf dem Wochenmarkt aufgeklärt. In den ver­gangenen Wochen wurden auf dem Wochenmarkt mehrere Frauen, während sie ihre Einkäufe besorg­ten, bestohlen. Aus den Einkaufs- und den Hand­taschen wurden ihnen die Geldbörsen entroenbet. Der Kriminalpolizei ist es nunmehr gelungen, die Diebe, die sich noch in jugendlichem Alter befinden, ausfindig zu machen. In ihrem Besitz wurden noch eine bläuliche Damengeldbörse mit Reißverschluß und eine silberne Damenuhr vorgefunden.

Amtsgericht Gießen.

In der gestrigen Sitzung des Amtsgerichtes hatte sich der 18jährige K. S. aus Grüningen wegen gefährlicher Körperverletzung zu verantworten. Am 9. Oktober 1938, einem Sonntag, hielt er sich mit mehreren jungen Leuten in einem Lokal in Grü­ningen auf. Als der Angeklagte mit feinen Be­kannten abends auf dem Nachhausewege an einer anderen Gastwirtschaft vorbeikam, hörte er, daß der Schn, eine Bemerkung über ihn gemacht ljabeu sollte. Er paßte daraufhin dem Schn. auf. Als dieser die Gastwirtschaft verließ, versetzte ihm der Angeklagte zunächst einige so heftige Schläge, daß Schn, in die Gosse fiel. Dann trat er dem am Boden Liegenden noch mehrmals mit feinem be­schuhten Fuß ins Gesicht. Da die gestrige Beweis­aufnahme den Sachverhalt noch nicht restlos zu klären vermochte, wird die Verhandlung heute fort­gesetzt.

CRunbfunfprogramm

Mittwoch, 11. Januar.

6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrich­ten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Froher Klang zur Werk- pause. 9.30: Gaunachrichten. 9.40: Kleine Ratschlage für Küche und Haus. 10: Schulfunk:: ,Zch hon Lande Dir gesehen ..." Hörspiel um Walther von der Vogel- weide, den ersten Sänger des Reiches. 11.30: Ru ins Land. 12: Werkskonzert. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.15: Geschwindig­keit ist keine Hexerei! 15: Bilderbuch der Woche. 15.15: Hausgewerbe im Hotzenwald. Zur WHW.- Sammlung am 15. Januar im Gau Baden. 15.30: Frauenschaffen der Gegenwart:Arbeiterin am neuen Volksempfänger". 16: Kaffee verkehrt aus Wien-Die Wiener Mittwoch-Jaufe". 18: Ein Wort an alle. 18.10: Soll und Haben: Vom Federhalter zur Schreibmaschine. 18.30: Kammermusik. 19: Flie- aendes Deutschland: Vom Pimpf zum Jagdflieger der Luftwaffe. 19.15: Tagesspiegel. 19.30: Der froh- liehe Lautsprecher. 20: Nachrichten. 2tt15: Em Traumspiel vom Leben. Hörspiel von Josef Martin Bauer. 21.30: Unterhaltungskonzert. 22: Nachrichten. 22.30: Musik aus Wien. 24 bis 2: Nachtkonzert.

r-Lftr-A Ls ist schon stolzer, daß wir MNM Deutsche heute entschloffen unsere

(4g) Probleme selbst lösen und uns auch selbst Helsen. .

x,6 Aböls Hitler,

Beider LMnunAsseiLr des U)hw.

Veste preise für heimische Kaninchenzüchter.