Dienstag,W.Zanuar 1959
189. Jahrgang
bandelt sich hier um Forderungen, die im italie- ladenen Dinge vor Augen denkt man ferner an, Ken Volk von jeher also auch in Zeiten andere Themen, die direkt hie englisch-italienischen ber^inneren und äußeren Schwäche, als natio= Beziehungen
nale Notwendigkeit empfunden wur- unlängst der «Spectator andeutete als er jajr , den. aber erst öffentlich aufgestellt und mit Nach- es sei möglich daß Jta ien furchte durch G ib-
R. G. Rom, 9. Januär 1939.
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Unser Bild zeigt die neue Front der Reichskanzlei. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
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den, aber erst öffentlich aufgestellt und mit Nachdruck vertreten werden konnten, nachdem Mussolini und der Faschismus dieses Volk in einem einheitlichen nationalen Bewußtsein und Willen zusammengeschlossen und zu einer Großmachtstellung emporgeführt hatte.
r alt ar und'das Rote Meer abgeschnürt zu werden, während England befürchten könne, durch die Meerenge von Sizilien (Pantelleria!) erdrosselt zu werden, und daher seien gegenseitige Zusicherungen in dieser Hinsicht nicht ausgeschlossen, so erkennt man den gewaltigen Umfang des römischen Gesprächsstoffes, zugleich aber auch die ungeheure Tragweite, die ein erfolgreicher Ausgang dieser Ministerbesprechungen für Europa und die ganze Welt haben kann.
chrem Bauherrn für seine Worte. «
Berlin, 9. Ian. (DNB.) Ein großer Teil der am Neubau der Reichskanzlei beteiligten Arbeiter nahm das Mittagessen in den festlich geschmückten Zoo-Fe st sälen und in den Festräumen des „R h e i n g o l d" ein. Staatsrat Gauleiter-Stellvertreter Görlitzer sprach zu den Arbeitern von den tiefbegrünbeten Fundamenten des neuen Baues, die symbolisch seien für die vom Führer geschaffenen festen und soliden Grundlagen des Reiches selbst. Gaupropagandaleiter Wächter hieß die Arbeiter aus dem Reich im Auftrag des Gauleiters Reichsminister Dr. Goebbels willkommen. Zur großen Freude der Bauarbeiter erschien auch Reichsorganisationsleiter Dr. Ley, der bei seinem Rundgang durch die Säle vielen Hunderten die Hand schüttelte.
Anläßlich der Fertigstellung des Neubaues der Reichskanzlei hat der Führer und Reichskanzler auf Vorschlag des Generalbauinspektors für die Reichshauptstadt, Albert Speer, in dessen Händen Entwurf und künstlerische Oberleitung für dieses Haus lagen, sieben von dessen Mitarbeitern den Titel „Baurat" verliehen.
Kreise entnehmen konnte.
In beiden Blättern steht zwischen den Zeilen das Wort Pessimismus zu lesen, beide legen Ge-
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nehmen von einem Ausschuß verwaltet werden soll, in dem alle Regierungen nach Maßgabe ihrer Beteiligung am Kanalverkehr vertreten sein
Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags
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Daher sei es auch sein Bestreben, diesem neuen uiunutuuurcu Rc'.ch eine wurdlge H a u p l - stabt zu geben. Das bedeute nicht daß das übrige Reich dadurch vielleicht zurückgestellt werde aber seine Hauptstadt solle besonders repra I en - tativ sein und in ihrer ganzen Große die Größe des Staates zum Ausdruck bringen.
kanzlei ist eigentlich erst das Jahr 1938 abgeschlossen! In diesem Jahre habt ihr es geschafft, für die Ereignisse dieses Jahres ist der Bau hergestellt worden, und daher ist er die Bekrönung des Großdeutschen politischen Reiches!" Der Führer schloß seine immer wieder von stürmischen Beifallskundgebungen unterbrochene Ansprache mit dem alten Kampfesruf: „Unser deutsches Volk und unsere Bewegung — Sieg-Heil!" — Mit minutenlangen Rusen: „Wir danken unserem Führer!" und lang anhaltendem brausenden Jubel dankten die Arbeiter
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Der Neubau der Reichskanzlei eingeweihi.
Der Führer feiert mit 8000 Arbeitern zusammen die Fertigstellung des ersten Repräsentationsbaus der Reichshauptstadt.
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nr. 8 Erstes Blatt
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Der Kampf um den Mittelmeerraum
Zum englischen Ministerbesuch in Som.
' Eigener Bericht des Gießener Anzeigers.
Arbeiter dem Führer zu.)
Der Führer schilderte dann, wie er zu Beginn des vergangenen Jahres, als er sich entschloß, die großdeutsche Frage zu lösen, seinem genialen langen Architekten Speer den Auftrag gab, ihm für dieses Großdeutsche Reich in kürzester Frist auch einen anderen Platz zur Arbeit und zur Repräsentation zu schaffen. Zum 9. Januar 1939 habe er ihm pünktlich die Vollendung des Hauses melden können. „Das ist noch nie dagewesen! Ich bin selber v§m Bau und weiß.was das heißt! Es ist eine einmalige Leistung, und jeder einzelne, der daran teilhat, kann heute stolz daraus sein. Auch das ist ein Zeichen der Leistungsfähigkeit des deutschen Volkes! (Stürmischer Beifall.)
Der Führer sprach zum Schluß allen am Bau Beteiligten seinen herzlichen Dank aus. Das Derk spreche für sie — und jeder einzelne könne das Bewußtsein haben, mit geholfen zu haben an einem Baudenkmal, das viele Jahrhunderte überdauern und von unserer Zeit zeugen werde als das erste Bauwerk des neuen Großdeutschen Reiches Er habe sie alle eingeladen, heute hier zu- fammenzukommen, damit auch diejenigen draußen in ihren Steinbrüchen sehen könnten, was aus ihrer Hände Fleiß entstanden (ei. r alle könnt heute stolz und glücklich sein, und ich freue mich daß ich mit euch, meine deutschen Arbeiter, das FF der Vollendung und der Uebernahme der neuen Reichskanzlei erleben darf. Ich habe euch so oft bin der Arbeit gesehen, und ich weiß, daß das was fetzt so schön geworden ist, in der Zeit des Entstehens eh viel Schweiß, Arbeit, Opfer und Anstrengungen gekostet hat." hom Ban dieser neuen Reichs-
„Zch hin selch vom Bau"
Der Führer spricht.
„Als deutscher Volksgenosse", so erklärte der Führer unter dem begeisterten Jubel seiner Bauarbeiter, „bin ich heute genau das, was id) immer war, und will ich nurne mehr fein. Meine Privatwohnung ist genau die gleiche, die ich vor der Machtübernahme hatte^ und wird dieselbe bleiben, hier aber bin ich der Repräsentant des deutschen Volkes! (Erneute stürmische KundgebungSN) Und wenn ich hier jemanden in der Reichs- kanzlei empfange, dann empfängt oen oetrep fenden nicht der Privatmann Adolf Hitler, son^ dern der Führer der deutschen Ratio n! Und damit empfange nicht ich ihn, sondern durch mich empfängt ihn
Arn Mittwochnachmtttag treffen der englische Ministerpräsident Chamberlain und sein Außenminister Lord H a l i f a x zu einem mehrtägigem Besuch in Rom em. Schon die Tatsache, "aß die beiden Minister sich-von einigen der hervorragendsten Sachverständigen begleiten lassen, »eutet darauf hin, daß bei den Zusammenkünften wischen Chamberlain und Mussolini, Lord Halifax und Graf Ciano Fragen von höchster Wichtigkeit
Erörterung kommen werden. Die Weltpresse Dat sich denn' auch bereits ausgiebig mit diesen Problemen beschäftigt; wenn man trotzdem über i»ie Gegenstände und vor allem die Erfolgsaussich- <n der römischen Ministerbesprechungen noch iiemlich im Dunkeln tappt, so liegt das wohl in erster Linie daran, daß der Hauptbeteiligte, Italien, seinen Standpunkt in den wichtigsten der hrer Lösung harrenden Fragen, die keineswegs tias italienisch-englische Verhältnis allein angehen, bisher nicht klar zu erkennen gegeben hat. Vor ollem gilt dies von den „natürlichen A n -
er!in, 9. Ian. (DNB.) In Gegenwart des Führers und Reichskanzlers fand arn Montagvormittag die feierliche Einweihung des Neubaues der Reichskanzlei in Berlin statt. Im Mal 1937 wurden die umfangreichen Abbrucharbeiten an der Voß- Straße für den Erweiterungsbau der Reichskanzlei in Angriff genommen. Im April 1938 wurde dann mit den Arbeiten begonnen, bereits am 2. August 1938 konnte das Richtfest gefeiert werden. In einem gewaltigen Arbeitstempo ist nun dieses Gebäude, das dem Regierungsviertel ein völlig neues Gepräge aibt nach den Plänen von Generalbauinspek- tor Professor Speer, der den Architekten Piepenburg mit der Durchführung betraut hatte, vollendet worden. Die Feier sollte eigentlich im Ehrenhof der Reichskanzlei stattfinden, wurde aber des ungünstigen Wetters wegen noch dem Sportpalast verlegt. Hier fanden sich als Gaste des Führers rund 8000 Arbeiter ein, die auf dem Bauplatz selbst, in den auswärtigen Stelnbruchen, in den 'Muschelkalkgebieten, in den Marmorschleife- reien und Kunstwerkstätten zum Gelingen des Baues beigetragen haben. Als der Führer durch ihre Reihen den Weg zur Ehrentribüne nahm, brausten immer wieder die Heil-Rufe dem Führer entgegen.
sollen.
Wenn Londoner Blätter in den letzten Tagen allen Ernstes behaupteten, daß Chamberlain für einige dieser Probleme — etwa den Suez-Kanal oder Dschibuti — bereits fertige Lösungen mit nach Rom nehme, für die anderen erfolgversprechende Vorschläge in der Aktenmappe habe fo cheint das, vom römischen Beobachtungsposten aus gesehen, reichlich optimistisch Feststehen haftet, hiirfto immerhin hnfe man fidi in Rom eingehend Bur
Dann betrat der Führer selbst das'Rednerpodium und umriß in großen Zügen die politischen Grundsätze, deren zielbewuhter Durchführung die gewaltigen Erfolge des vergangenen Jahres zu danken l sitzd Der Führer wies habet insbesondere auf bu i 1 .. . , s..™ C l n f f it n n n P 5
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Im Auftrage der Arbeiterschaft begrüßte der Berliner Arbeiter Max Hoffmann den Führer. Er schilderte den Verlauf der Bauarbeiten und überreichte dem Führer den Schlüssel zum Hause. Der Führer nahm unter Händeklatschen der Arbeiter aus seiner Hand ein rotes Etui entgegen, in dem der Schlüssel zur Reichskanzlei befand.
Gelänge es durch Vermittlung. Chamberlains — i ob man ihm dabei die Rolle eines „Dermitttlers ! ober eines „Informators" zuteilt, ist belanglos — I eine für alle Teile annehmbare Verständi - gung zwischen Italien und Frankreich herbei- zuführen, so würde voraussichtlich auch ein an- 1 beres Problem, das jetzt noch, die Beziehungen 1 ber am Mittelmeerraum interessierten Mächte be- das Problem bes spanischen bürfte" immerhin Ta? man'sich in Rom'Eingehend Bürgerkrieges, viel von seiner Schärfe ver- unb sehr ernsthaft mit ben französisch-italienischen lieren. Auch in dieser Hinsicht liegt noch vieles im Strei fraaen' mirb befassen müssen. Ob dies mit Dunkeln. Wird sich Chamberlain zu einer Neuner ohne die französische Einwilligung geschieht,' Orientierung der englischen Politik im Sinne her Ht im aeaenmärtiaen Habium der Angelegenheit! Zuerkennung der Rechte Kriegführender an Ge- ziemlichO nebensächttch. Wenn Chamberlain, wie neral Franco, durch deren Verweigerung er lebig- BWSt tÄ tenÄÄ um
oen Fragen, vie nid)t einfach Daß Italien nach wie vor auf bem Standpunkt
London, 10. Jan. (Eurvpapreß.) Die beiden maßgeblichen konservativen Morgenblättcr, „Times" ©nn/ber und „Daily Telegraph", nehmen in ihren Leit- oinne uei Qm Dienstag mit Überaus zurückhaltenden
Formulierungen zu den Aussichten des römischen Besuches Chamberlains Stellung. Am stärksten stellt die „Times" die englisch-italienischen Gegensätze in ben Vorbergrunb. Bezeichnenb ist, baß die „Times erklärt, General Franco habe in Katalonien einen großen und möglicherweise e n t s d)-e i b e n b e n Sieg erfochten. Dies dürfte darauf hindeuten, daß Chamberlain in Rom in der spanischen Frage doch eine größere Nachgiebigkeit zeigen wird, als man bisher aus ber Haltung englischer halbamtlicher
pr üch e n" bes italienischen Volkes, bie vom Fragen, die 'zur Zeit zweifellos bie größten italienischen Freiwilligen aus Spanien einwiuigen5
Außenminister Graf Ciano in seiner großen eiten firf) bergen, nicht einfach Daß Statten na* wie
Kammerrede vom 30. November vorigen Jahres Senn darüber muß sich Chamber- beharren wird, daß nur em
...X > ®ea.ßn|Qfe w den Franzosen, bie o en- in Frage kommen kann, damit der Botscyewismus
Mchener Anzeiger
General-Anzeiger für Oberhessen
Druck und Verlag: Srühlsche UniverfilätrdruSerei «.Lange In Sietzen. Schriftleitung und Seschäftrftelle: Schulftrahe 7
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□ngemelbet worben finb unb sich in erheoliche.n ^in — ilu Umfang an bie Adresse Frankreichs nch-, ^Qr hgs^n, daß bie' ren. Es ist baher zu erwarten, baß bei bey ita- p--------- r-ruu —
Uenifch-englischen Ministerbesprechungen in Rom, ] rrotz allem Widerstreben des Quai d'Orsay, das ä t a 1 i e n i s ch - f r a n z ö s i s ch e Verhältnis 1 ein wichtiges Thema bilden wird.
Durch bie franzöMch-itnlienische Auseinander- i etzung, die sich im Anschluß an die Rede Cianos durch Kundgebungen und Pressefehden entwickelt ,j hat, sind die Hauptpunkte dieser „natürlichen An- j spräche" in die öffentliche Debatte geworfen worden: Korsika, Tunis, Dschibuti, Suez- Kanal. Aber Formen unb Ausmaße der italienischen Wünsche hinsichtlich dieser vier Punkte sind von amtlicher römischer Seite nicht einmal andeutungsweise bekanntgegeben worden, und es war in den mitunter recht heftigen Presfepolemiken ein ständig wiederkehrender Vorwurf gegen Frankreich, daß man dort künstlich eine Welle der Entrüstung und Erregung gegen Italien „aufgezogen" habe, ohne überhaupt dessen konkrete Forderungen gu kennen. So ist man vorderhand auf die mehr , eher weniger autorisierten Angaben italienischer Blätter angewiesen, wenn man Rückschlüsse auf Italiens Ansprüche ziehen will.
In Tunis hat Italien die Interessen von rund ABO 000 Volksgenossen zu verteidigen, die, wie man immer wieder betont, das Land erst erschlos- jsen und zu jenem Wohlstand gebracht haben ber i es ben Franzosen als begehrenswerte Beute habe ; erscheinen lassen. Bei der Derteibigung dieser ! Rechte kann sich die italienische Regierung auf eine Nwettellos sehr starke Rechtsopnositton stutzen: sie kann sich darauf berufen, daß die italienischen Interessen durch Verträge, bie vor bem frazosischen »Einmarsch mit bem Bey von Tunis abgescblossen mürben, gesichert finb, unb daß Tunis auf Grund internationaler Verträge keine Kolonie, sondern nur ein Schutzgebiet Frankreichs ist, meshalb die französische Verwaltung auch nicht -zur Durchführung gewisser Zwangsmaßnahmen berechtigt sei, die sich bie Naturalisierung der tune- jjischen Italiener zum Ziele fetzen
Dschibuti, dieser H°ine Landfetzen am Golf von Aden, südlich ber Meerenge Bab-el-Mandeb, der Italien von granh-etd) schon auf ber Friedenskonferenz 1919 verweigert worben ist, konnte lür die Franzosen einen gewissen Wert besitzen, solange er als Brückenkopf für ein weiteres Vordringen in bas ostafrikanifche H inter- ff a n'b hätte dienen können. Seitdem aber dieses Hinterland — Aethiopien — völlig und feit i n k.'aNe ni,ch°n Händen ist. bildeiDich.buN eigentlich nur noch einen „Stein des Anstoßes , Kenn die Italiener erblicken bann ben von einem Iremden Pförtner bewachten H au seinga n g zu ihrem Imperium. Um ben Franzosen »zu beweisen, daß das Geschick Dschibutis^ganz in üuyicl ------
ihre Hände gegeben ift^ haben $talien*r enfMeibenbe Bedeutung der Stärkung des lletzter Zeit mit dem Boykott des Hafens und der k c 'u t e n <Z e l b st b e w u ß t s e i n s auf allen Bahn begonnen, mit bem Erfolg, daß Gebieten und in allen Schichten unseres Volkes hm.
französischen Quellen - ber tägliche Umschlag von , " " r‘
400 auf nur 30 Tonnen gesunken ist. , . , großdeutschen Reich e i n
Das Problem des Suez-Kanals erschein! n h । Das bedc
von all diesen Streitfragen die am leichtesten zu lösende, wenn nur Frankreich an die daraus o- züglichen italienischen Forderungen mit einigem guten Willen heranzugehen bereit wäre. Italic beschwert sich — und befindet sich dabei in der .Gesellschaft zahlreicher anderer Länder — über die „halsabschneiderischen" Tarife der Kanalge e Ichaft, bie ben Verkehr zwischen bem Mutterland unb dem Imperium ungebührlich stark belasten Uebe die rein wirtschaftliche Forberung ber Gebuhrenfen- fung hinaus verlangt Italien aber auch aus politischen Grünben eine maßaebenbe Bete111gu n g an der Kanalverwaltung ' denn es mißtraut nach feinen Erfahrungen im ^bessimen^bzug mlt Recht der verbrieften Neutralität dieses Unter- lehmens. Eine Unterstellung des Kanals unter bie Kontrolle der Genfer Liga, bre . von englischer Seite angeregt worden ist, kann für Italien schon j)ß5halb kaum in Frage kommen, weil es dieser Liga nicht mehr angehört. Die italienischen Wunsche bewegen sich vielmehr in der Richtung daß der Kanal als gemeinnütziges Unter-


