Ausgabe 
9.11.1939
 
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Nr. 265 Erstes Matt

189. Jahrgang

Donnerstag, 9. November 1959

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Es kann hier nur einer siegen, und das sind wir!

Oer Führer spricht im historischen Bürgerbraukeller am Borabend des 9. November zur Alten Garde der Bewegung.

Gprengstoffattentat im Bürgerbräukeller in München.

Sechs Todesopfer und über 60 Verletzte unter den Alten Kämpfern.Agenten des englischen Geheimdienstes am Werk.

München, S. November. (ONB.-Junkspruch.) Der Führer traf gestern anläßlich der Erinnerungsfeier der Alten Kämpfer zu einem kurzen Besuch in München ein. An- selle des Parteigenossen Heß hielt der Führer selbst im Bürgerbräukeller d.e Ansprache. Da die «StaatSgeschäste den Führer zwangen, noch in der Nacht nach Berlin zurück­zukehren, verließ er früher als ursprünglich vorgesehen den Bürgerbräukeller und begab sich zum Bahnhof in den dort bereitstehenden Zug Kurz nach der Abfahrr des Führers ereignete sich im Bürgerbräukeller die Explosion. Don den noch im Saale anwesenden Alten Kämpfern der Bewegung wurden 6 getötet und über 60 verletzt Das Attentat, das in seinen Spuren auf ausländische Anstiftung hinweist, löste in München sofort eine fanatische Empörung aus. Zur Feststellung der Täter ist eine Belohnung von

Das Vermächtnis free 9. November.

Wir gedenken am 9. November wieder des Opfer- ganges der ersten Nationalsozialisten in München. Sie waren 1923 unter Wolf Hitler ausmarschiert in dem Glauben, das Volk für eine befreiende Tot zu gewinnen. Im Kugelregen brachen viele von ihnen tot zusammen, andere wurden verwundet uüd gefangengesetzt. Sie löschten aber durch chre Tat und ihre Bereitschaft die Schmach ab, die mit dem November des Jahres 1918 verbunden war und sie erweckten neue Hoffnungen in den Herzen der deutschen Jugend auf die Mederaufrichtung eines starken Staates.

Zehn Jahre später hat sich dieser Glaube erfüsit. Der Führer jener unbekannten und vielbefehdeten Männer des Jahres 1923 stand an der Spitze des Deutschen Reiches. Vollstrecker der deutschen ^Revo­lution, die sich am 9. November 1923 in München erstmals sichtbar vor aller Welt erhoben hatte. Er konnte bei der ersten Feier an der Feldherr nh alle seinen gefallenen Kameraden das stolze Wort zu­rufen:Und ihr habt doch aesiegt!"

Der Führer hat durch Taten ohne Beispiel be­wiesen, daß das Volk ihn mit Recht als seinen Befreier erkannt hat.Arbeit und Brot" und das anders WortFreiheit und Ehre" stan­den als Losungen am Beginn der nationalsozia­listischen Bewegung. Das Größte aber vollbrachte der Führer, als er den Feldsoldaten des Welt­krieges ihre Ehre wiedergab, indem er die ärgsten Schandtaten des Versailler Diktates beseitigte, als er darüber hinaus die großdeutschen Hoffnungen unserer Nation erfüllte und als er das stählerne Werk des Westwalls am Rhein errichtete. Das Vermächtnis der gefallenen Männer von 1923 und der andern Opfer der nationalsozialistischen Kampf­zeit konnte nicht besser erfüllt werden.

Und nun gedenken wir dieses 9. November 1923 in einem Zeitpunkt, der das deutsche Volk wieder im Kampfe um seine wohlerworbenen Rechte sieht. Es ist so gekommen, was wir immer schon wußten, daß die Freiheit kein Geschenk ist, das vom Himmel fällt. Im Geiste der Männer des Weltkrieges, mit der Hingabe der Blutzeugen von 1923, so hat das deutsche Volk den Kampf ausgenommen. Die Hel­den, die in den Schlachten des Ostens fielen, die treuen Wächter und Kämpfer im Westen und die Tapferkeit unserer Seeleute legen dafür Zeugnis ab, daß Deutschland einig und entschlossen hinter Adolf Hitler steht wie die Männer vom 9. Novem­ber 1923!

Deutschlands Erneuerung, das war nicht nur Die Umwandlung des deutschen Menschen, seine Erzie­hung zum nationalsozialistischen Denken, seine Ab­kehr von aller Ueberfremdung durch Parlamenta­rismus, Marxismus und Demokratismus. Deutsch­lands Erneuerung war auch in erster Hinsicht der Kampf gegen Versailles, der erbarmungslos barte Widerstand gegen den Feind, der Mein und Ruhr besetzt hatte, gegen Lauheit und Laschheit im eige­nen Volke. Die Tat allein entschied. Und diese Tat, die in den Sticknebel des Jahres 1923 wie ein befreiender Blitzschlag fuhr, mußte getan werden. Denn", sagte der Führer am 8. November 1934 im Rückblick auf den 9. November 1923,am Ende zwingt nur die Tat die Männer in ihren Bann." Die Tat vom 9. November 1923 aber war die Voraussetzung des späteren Sieges, des Sieges über den inneren und äußeren Feind. Die Göttin der Geschichte, als Göttin einer höheren Wahrheit und eines besseren Rechtes, die Adolf Hitler im Frühjahr 1924 vor den Richtern des bayerischen Staates anries, sie hat geurteilt, daßmit fast mathematischer Genauigkeit" das Recht und die wahre Idee bei dem Führer und den Seinen lag

Wenn Deutschland heute wieder groß geworden ist, wenn es einen Block von gewaltigster nationaler Geschlossenheit und Kratt darstellt, dann ist diese Reife undenkbar ohne die Tat des 9. November 1923, ohne den Beginn der nationalen Revolution. Die Mitmarschierenden damals wußten:Deutsch­land darf nicht untergeben, aber Deutschlands Auf­erstehen kostet eine Höllenfahrt." Sie haben mit ihrem Blut ihren Glauben besiegelt. Und chr Glaube an Deutschlands ewige Sendung ist nun Wirklichkeit geworden. Deutschland wird leben, auch wenn wir sterben müssen! Dieser Gedanke eines rheinischen Arbeiters, er stand über dem 9. November 1923. Er steht auch als Stern über der ringenden Gegenwart.

Durch Opier zum (Sieg.

Der Führer

bei seinen ältesten Kampfgenossen.

München, 8. Nov. (DNB.) Am Vorabend des denkwürdigen Erinnerungstages der national­sozialistischen Bewegung trat die Alte Garde vom 9. November 1923 zum großen Appell an der historischen Stätte, dem Bürgerbräukeller in der Msenheimer Straße an. Wie immer in den Jahren des Kampfes und auf dem Wege zur Größe des Reiches war der Führer in dieser Stunde des Gedenkens, des Erinnerns und des wagemutigen zuversichtlichen Einsatzes für die Größe

500000 Reichsmark ausgesetzt.

Lieber die Ermordeten vorwärts zum (Sieg,

Als mir am gestrigen Abend die Meldung von dem Attentatsversuch auf dem Bürgerbräukeller er­hielten, stockte uns für Sekunden der Atem. Dann aber dmchströmte uns ein Gefühl unsag­baren Dankes an die Vorsehung. Der Füh­rer lebt! Der Allmächtige, der bisher unseres Führers Weg in so sichtbarer Weise gesegnet hat, in tausend Schlachten und an jenem grauen Novem­bertag vor nunmehr genau 16 Jahren seine Hand schirmend über ihn gehalten hat, er schützte auch am gestrigen Tage unseren Führer! Wenn wir immer in unserem Innersten davon überzeugt waren, daß uns Adolf Hitler gesandt wurde, weil ihm die Erfüllung einer großen ge­schichtlichen Aufgabe gestellt und vorbehalten wurde, so sind wir fe'it dem ruchlosen Attentat des gestri­gen Tages von dem felsenfesten Bewußtsein erfüllt, daß der Führer niemals von uns gehen wird, ehe er sein Werk vollendet hat. Sein Werk aber ist Deutschlands Einheit, Macht und Größe!

In Ehrfurcht aber neigen wir uns vor den jüngsten Toten der Bewegung. Sie alle hörten soeben noch bei der Gefallenenehrung in Er­griffenheit des Führers Wort, daß keiner von uns wissen könne, ob es chn nicht auch treffe. Nun fielen auch sie nach einer Stunde der Weihe und nationaler Begeisterung. Sie starben im wahrsten Sinne des Wortes f-ür d e n Führer, denn i h m galt dieses Verbrechen! Ihn wollte man morden, weil man Deutschland damit ins Herz zu treffen glaubte. Der Führer aber lebt! Für ihn starben seine Getreuen. Möge die Welt wissen, daß im deutschen Volke Millionen und aber Millionen nicht zögern würden, ebenso wie die Ermordetern des gestrigen Tages auch ihr Herzblut für den Führer und Deutsch­land zu geben.

Wer sind die Mörder! Heute wissen wir es noch nicht im einzelnen, wie diese verbrecherische Tat vorbereitet wurde, wie sie möglich war. Eines aber wissen wir, die Anstifter, die Geldgeber,

Deutschlands zu seinen alten Kämpfern gekommen, um zu ihnen und damit zum ganzen deutschen Volk zu sprechen. Am äußern BiL des Bürgerbraukellers und am Rahmen des Appells hat sich gegenüber den Vorjahren nichts geändert. Es ist der gleiche geräumige Saal mit den zwanglos zusammenge­stellten Tischen, der als einzigen Schmuck die Frei­heitsfahnen der Bewegung trägt. Auf der Buhne hat der Gaumusikzug des Traditionsgaues Munchen- Oberbayern seinen Platz, der mit den alten Liedern aus der Kampfzeit und den zündenden Märschen der Wehrmacht der Alten Garde die Zeit verkürzt. Das Rednerpult steht an der alten Stelle in der Saalmitte. Die Säule hinter der Rednerkanzel ist mit einem Teppich aus dunkelrotem Samt ver­hängt, der das Siegeszeichen der Bewegung tragt.

Lange vor Beginn des Appells sind Saal und Galerien bis auf den lebten Platz besetzt. Im Gegensatz zu den Vorjahren aber ist das Braun überaus stark durchsetzt von dem Feldgrau des Heeres, dem Dunkelblau der Kriegsmarine und dem Taubengrau der Luftwaffe. Eine große Anzahl trägt das Eiserne Kreuz. Diele neben den Auszeich­nungen des Weltkrieges die Spange zum Enernen Kreuz. Laute Heilrufe melden jedesmal das Ein­treffen einer der bekannten Gestalten der Bewe­gung Soeben kommen Alfred Rosenberg, Hermann Esser und Franz Xaver Schwarz, Julius Stricher, Dr Frick. Mar Amann, die Kämpfer vom Stoß­truppAdolf Hitler", an chrer Spitze Karl Fieh- ler. Unter den Ehrengästen des Führers werden Dr Goebbels, Dr. Ley, Konstantin Hier! und Dr.

die eines so niederträchtigen, verabscheuenswürdigen Gedankens fähig sind, das find d ie s e lb e n , oie schon immer mit Meuchelmord in der Politik ge- arfypitet hoben: Es sind die Agentendes Se­cret Service! Hinter ihnen stehen die bri­tischen Kriegshetzer und Juda.

Wenn irgend ein Ereignis die Entschlossenheit der deutschen Staatsführung, den unerschütterlichen Siegeswillen des deutschen Volkes, die Treue eines jeden einzelnen von uns zum Führer steigern könnte, dann war es dieser Mordversuch an Adolf Hitler. Aber England soll uns kennen lernen! Auf halbem Wege bleiben wir das ist der Schwur an der Bahre der Toten nicht stehen.

In dem Kampf, der nun beginnt, tritt das deutsche Volk nach diesem Ereignis wahrlich wohl vorbereitet ein. Wenn wir bisher noch Rücksicht auf Staatsfeinde genommen haben, so dürfte es klar fein, daß man vom heutigen Tage an mit ihnen jo verfahren wird, daß von ihrer Seite Leben und Sicherheit von Nationalsozialisten nicht mehr bedroht werden können. Denen, die für englisches Gold zum Verbrechen schreiten, wird man in Zukunft anders als bisher das Handwerk legen. Wenn die Brust auf den Feind gerichtet ist, dann muß der Rücken frei sein. England möge sich gesagt fein lassen, daß wir entschlossen sind, nun­mehr den Feind nicht aus d en Augen zu lassen. Wir wissen nach dieser Tat:Es geht ums Ganze!"

Der Führer verließ München.

München. 9. Nov. (DNB.) Nach Abschluß der Erinnerungsfeiern im Vürgerbraukeller verlieh der Führer im Sonderzug die Hauptstadt der Bewegung. Runbfunf<Rei)e Rudolf Heh fällt aus.

Berlin, 8.Nov. (DNB.) Die Reichspresseftelle der NSDAP, gibt bekannt, daß die für morgen 19.30 Uhr angekündigte Rundfunkrede des Stell- Vertreters des Führers ausfällt.

Todt am Saaleingang sichtbar. Neben ihnen sieht man Kriebel, Maurice, Ritter von Epp und viele andere von der Alten Garde. Dann kommt Wilhelm Brückner, der Führer des SA.-Regiments Mün­chen. An jedem Tisch muß er vielen Kampfgefähr­ten die Hände schütteln. Mit lebhaften Zurufen wird auch Schwester Pia, die einzige Trägerin des Blutordens, an der historischen Stätte empfangen.

Christian Weber eröffnet wie immer den Appell mit einem Gedenken an die für Deutsch­land Gefallenen, zu deren Ehren sich alles von den Plätzen erhoben hat. Alles hat sich erhoben und grüßt die Blutfahne. Obersturmbannführer Grim- minger, ebenfalls hn Braunhemd, trägt das ge­heiligte Zeichen auf feinen Platz hinter dem Red­nerpult, und jetzt muß jede Minute der Führer kommen. Eine Woge des Jubels schlägt ihm ent­gegen. Durch ein Spalier erhobener Arme geht er, gefolgt von Rudolf Heß, Wilhelm Brückner, Julius Schaub und Ulrich Graf, durch die Reihen feiner alten Kampfgefährten zur Saalmitte, wo er unter ihnen feinen Platz nimmt. Christian Weber meldet dem Führer, daß die alten Kämpfer wieder zum Appell angetreten find, aus dem Willkommengruß, der chn empfing, habe er ersehen können, daß chre Herzen gesprochen hätten. Und dann begrüßt den Führer erneut ein minutenlanger Sturm der Liebe und Verehrung, der erst verklingt, als der Führer, der auf dem feldgrauen Rock das Band des Blut­ordens trägt, auf die Rednerkanzel tritt, um zu den Männern vom 9. November und zur ganzen Nation zu sprechen-

Der Führer sprich!.

Die Rede des Führers vor den Alten Kämpfern der Bewegung im Bürgerbräukeller hat folgenden Wortlaut:

Parteigenossen und Parteigenossinnen!

Meine deutschen Volksgenossen!

Auf wenige Stunden bin ich zu euch gekommen, um in eurer Mitte wieder die Erinnerung an einen Tag zu erleben, der für uns, für die Bewegung und somit für das ganze deutsche Volk von größter Bedeutung war. Es war ein schwerer Entschluß, den ich damals fassen mußte und zur Durchführung brachte. Der scheinbare Fehl­schlag ist zur Geburt der großen natio­nalsozialistischen Freiheitsbewegung geworden, denn in der Folge dieses Fehl­schlages kann jener große Prozeß, der es uns er­möglichte, zum erstenmal vor aller Deffent- lichkeit für unsere Auffassung, für unsere Ziele und für unseren Entschluß einzutreten, die Verant­wortung zu übernehmen und damit große Massen unseres Volkes mit unserem Gedankengut vertraut zu machen.

Wenn in den vier Jahren von 1919 bis 1923 die nationalsozialistische Bewegung so empor« wachsen konnte, daß es ihr gelang, zum ersten Mal immerhin in einem ausrüttelnden Ereignis die ganze Nation zu mobilisieren, dann mar dies der allgemeinen Lage zuzuschreiben, in der sich Deutschland befand. Eine furchtbare Katastrophe war über unser Volk und unser Land hereinge­brochen. Nach einem fast 45jährigen Frieden hatte man Deutschland in einen Krieg ge­trieben. Es wurde viel über die Kriegsschuld gesprochen. Wir wissen es heute genau und wuß­ten es damals schon, daß den Reichsregierungen bis zum Jahr 1914 eigentlich nut eine ein- zige Schuld beigemessen werden konnte, nähm- lich die Schuld, nicht alles getan zu haben, was im Dienste der nationalen Erstarkung getan werden mußte und konnte. Man konnte ihnen weiter die Schuld beimessen, daß sie sich erst in dem für Deutschland ungünstigsten Augen­blick zum Kriege treiben ließen. Denn es war kein Zweifel, daß, wenn Deutschland wirklich den Krieg gewollt hätte, vorher bessere Ge­legenheiten dazu vorhanden gewesen wären. Diejenigen Kräfte, die damals gegen uns standen, haben auch jetzt wieder den Krieg gegen Deutsch­land angezettelt mit den gleichen Phrasen und mit den gleichen Lügen.

Wir alle so weit wir damals Soldaten ge­wesen sind wissen, daß uns Engländer und Franzosen nicht auf dem Felde nieder gezwungen haben. Es hat einer großen Lüge bedurft, um un­serem Volk die Waffen zu stehlen. Es gibt heute vielleicht den einen oder den anderen im Ausland, der sich über mein großes Selbstvertrauen wundert. Ich kann dazu nur sagen: Dieses Selbstvertrauen habe ich im Felde gewonnen! In den vier Jahren hatte ich niemals auch nur einen Augen­blick lang die Ueberzeugung oder das drückende Be­wußtsein, daß irgendein Gegner uns überlegen sein könnte. Weder Franzosen noch Engländer hatten mehr Mut, mehr Tapferkeit und Todesverachtung aufgebracht, als der deutsche Soldat!

Was Deutschland damals zum Erliegen brachte, waren die Lügen unserer Gegner. Es waren die Lügen der gleichen Männer, die auch heute wieder lügen, weil sie ja die gleichen alten Kriegshetzer sind, denen Deutschland schon im großen Kriege gegenüber stand. Damals hat Herr Lhmrchilt zum Kriege gehetzt und in Deutschland war eine schwache Regierung, heule hetzt derselbe Herr Churchill wieder zum Kriege, aber in Deutsch­land ist nun eine andere Regierung! (Die alten Kampfgefährten des Führers jubeln ihm stürmisch zu). Denn die Regierung von heule lag damals den Engländern im Kampfe gegenüber. Sie hat daher nicht mehr Respekt vor ihnen als vor irgend jemand anderem. Sie hat nicht das geringste Gefühl einer Unter­legenheit, sondern im Gegenteil die Ueber­zeugung der Ueberlegenheit.

Die Lügen waren damals die gleichen wie heute. Für was ist England damals in den Krieg ge­zogen? Man sagte 1914 erstens: Großbritannien kämpft für d i e Freiheit der kleinen Na­tionen. (Heiterkeit). Wir haben dann später ge­sehen, wie Großbritannien mit der Freiheit dieser kleinen Nationen umgesprungen ist, wie wenig sich seine sogenannten Staatsmänner um die Freiheit dieser kleinen Nationen bekümmerten, wie sie Mino­ritäten unterdrückten, Völker mißhandelten so wie sie das ja auch heute tun, wenn es ihren Zwecken dient und in ihr Programm paßt.

Dann sagte man: England kämpft für die Gerechtigkeit! England hatte allerdings schon 300 Jahre lang für die Gerechtigkeit gekämpft (er­neute Heiterkeit) und hat daher als Lohn vom lieben Gott ungefähr 40 Millionen Quadratkilo­meter auf dieser Erde dafür bekommen (abermals stürmische Heiterkeit) und außerdem desReckt", 480 Millionen Menschen zu beherrschen. So lohnt 'Gott die Völker, dienur für die Gerechttge