Ausgabe 
9.8.1939
 
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Abendbörse schwächer.

Die Abendbörse nahm einen sehr ruhigen Ver­lauf. Am Aktienmarkt waren die Kurse noch über­wiegend etwas schwächer, wobei es sich größten­teils um Anpassungen an Berlin handelte; Umsätze erfolgten nur vereinzelt. Niedriger waren vor allem Bemberg mit 130,25 (131,50), ferner Demag mit 140 (141), AEG. mit 113,90 (114,65), Mannesmann mit 103,25 (104), Gesfürel mit 125,75 (126,50) und Rheinmetall mit 116,65 (117,25). JG.-Farben brök- feiten 0,25 v. H. ab auf 146,75, Verein. Stahl 0,13 v.H. auf 98,45. Anderseits waren Rheinstahl 0,65 v. $). erholt auf 126, Buderus 0,25 v. 5). auf 95,25 und Holzmann 0,50 v. H. höher gefragt mit 151,50. Am Rentenmarkt gingen 6 v. H. JG.-Farben mit um). 120,25 um, ferner verschiedene Serien Gold­schuldverschreibungen der Darmstädter Komm. Lan­desbank bei ebenfalls unveränderten Kursen. Im telefonischen Freiverkehr wurden Steuergutscheine I mit 98,13 bewertet.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 8. Aug. Auftrieb: 851 Kälber (gegen 749 am 1. 8.) 225 (294) Hämmel und Schafe, 3552 (4051) Schweine. Notiert wurden je 50 kg Lebendgewicht in RM.: Kälber a) 62 bis 65 (60 bis 65), b) 55 bis 59 (55 bis 59), c) 45 bis 50 (45 bis 50), d) 30 bis 40 (30 bis 40), Hämmel bl 49 bis 50 (48 bis 50), b2) 43 bis 44 (44 bis 47),

c) 40 bis 42 (40 bis 42), d) 30 bis 38 (32 bis 38),

Schafe a) 42 (40 bis 42), b) 34 bis 39 (34 bis 39)

c) 25 bis 32 (25 bis 32), Schweine a) 62 (62), bl)

61 (61), b2) 60 (60), c) 56 (56), d) 53 (53), Sauen gl) 61 (61). Marktverkauf: Kälber und Schweine zugeteilt, Hämmel und Schafe mittel.

Neues für den Bücheriifch

Heimat. Roman von Erich August M a y e r. (C. Bertelsmann, Verlag, Gütersloh. Gebd. 3,25 RM.) (101).) Ein packende Bauern-gefchichte aus dem Oberösterreichischen. Um einen Bauernhof, der seit Jahrhunderten im Besitz der Sippe der Bruckbauern war, geht das Ringen. Und damit zu­gleich der Kampf um alles, was Heimat heißt, Hei­mat im Sinne der Verwurzelung der Sippe mit dem angestammten Boden im engeren und mit der Landschaft im weiteren Rahmen. Schweres Schick­sal bricht bei diesem Kampf über zwei Familien herein, hart stoßen die Menschen aufeinander, aber um den Hof, den Edelhof der Bruckbauern, lohnt es sich für die Widersacher, bis zum letzten Einsatz ,ju ringen. Vortrefflich sind von dem Autor die Menschen gezeichnet, herrlich ist das Bild der Land­schaft, das er vor dem geistigen Auge des Lesers erstehen läßt, aber unendlich viel packender läßt er den köstlichen Zauber der Heimat, die tiefe Ver­bundenheit der Menschen mit ihrem Boden empfin­den. Die Handlung ist spannend gestaltet, die Sprache fein geschliffen. So empfängt der Leser dieses Buches eine Erzählung, die ihm schöne Stun­den bereitet.

Das Geheimnis Napoleons. Don R. B r i c e. Deutsch von Fr. Wencker-Wildberg. (Franckh'sche Verlagshandlung, Stuttgart. Gebd. 5,40 RM.) (157) Das Geheimnis Napoleons ist das Geheimnis geschichtlicher Größe überhaupt. Zwischen Zwang und Freiheit, zwischen schicksalhaf­ter Bestimmung und selbstherrlichem Willen liegt

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spürt ihm aus überschauender Kenntnis der histori­schen Tatsachen nach und sucht es mit den Mitteln psychologischer Deutung einzugrenzen. Herkunft und Erziehung, die Ausbildung des Verstandes und des Charakters, Lebensweise, Krankheiten und körper­liche Verfassung, Einflüsse der Familie und das Ver­hältnis zu Frauen werden zu dieser Untersuchung herangezogen. Aus einer Fülle vielfach wenig be­kannter, aber immer anregender Einzelheiten ent­steht ein geistiges Porträt Napoleons von über­raschender Klarheit und Lebendigkeit. Brice nähert sich als Arzt und als Franzose dem Bilde Napo­leons mit vorurteilsloser Sachlichkeit und doch auch menschlicher Wärme. Uebersichtlicher Aufbau, sprü­hend lebhafter Stil und die Fähigkeit, Personen und Vorgänge mit wenigen Strichen deutlich zu machen, geben dem Buch auch für den Kenner napoleonischer Geschichte seinen besonderen Wert. Mit starkem Interesse wird der Leser dieser Schilderung bis zum Schluß folgen, denn sie stellt eine Lektüre dar, der man seine Mußestunden gern widmet.

Lied der Freiheit. Von August G a i l i t. Aus dem Estnischen übersetzt von Erna Pergelbaum. (Wilh. Gottl. Korn Verlag, Breslau. Kart. 4,20 RM., gebd. 5,80 RM.) (72) Das Buch führt den Leser in die Zeit der Freiheitskämpfe der Esten gegen die Bolschewisten in den Jahren 1918 bis 1920, aus denen die Republik Estland erstand. August Gailit schildert mit gutem Erzählertalent diesen Krieg, der in manchen Stücken Landsknechts­leben war, mit feinen wechselvollen Ereignissen, die vielfach himmelweit von der Art der modernen

Kriegführung entfernt war, immer aber auch unter dem soldatischen Gesetz des Dernichtungskampfes stand. Neben dieser fesselnden Schilderung liegt ein weiterer Reiz dieses Buches darin, daß es dem Leser Gelegenheit bietet, prächtige Typen eines Volkes kennenzulernen, das uns bisher noch ziemlich um bekannt war. Wir verstehen durch dieses Buch die Geschehnisse im Osten besser, denn gerade das Rand, staatenproblem ist von einer latenten Aktualität. Ne- den der politischen wird es auch immer eine mensch. liche Seite haben, und diese wird durch Gailits Schilderungen ebenfalls beleuchtet. Das Buch fesselt von Anfang bis Ende durch die lebendige Darstel­lung der Ereignisse und die feine Art der Beschrei­bung von Land und Leuten.

Trude Wehe: Die kleinen Freunde der Hanna Oltmann / Ein Bienenbuch mit Tafelbildern. In Leinen gebunden 4,80 RM. Franckh'sche Verlagsbuchhandlung, Stuttgart. (83) Die kleinen Freunde der Hanna Oltmann sind die Bienen, deren seltsame und wunderbare Welt sich ihr im Hause des Großvaters erschließt. Viel ist darüber schon geschrieben worden, aber fei­ten ein Buch, das die Geheimnisse des Bienenlandes auch jungen Menschen so nahe zu bringen versteht, das wie ein Märchen sich liest, ohne irgendwo in das Märchenhafte abzugleiten, das vom ersten Früh­jahrsflug bis zur modernen Königinnenzucht Arbeit und Ordnung eines Bienenvolkes anmutig zu erzäh, len und alle Fragen der Bienenhaltung zugleich mit soviel praktischem Nutzen zu behandeln weiß. Man lernt, ohne sich belehrt zu fühlen, und nimmt mit steigender Spannung Anteil an den Erfahrungen, die aus den stachelbewehrten Bienen die kleinen Freunde der Hanna Oltmann machen.

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«Zeugnis: Im Jahre 1925 wurde ich durch schwere Arbeit bruchleidtts- Jm Jahre 1927 entschloß ich mich zur Operation im Monat März. Bis 1937 vau ich bQftr Ruhe. Im Verlaufe des Jahres 1937 mußte ich mich wieder operiere» lassen, da der Rückfall aufgetreten war. Nach der Operation trat der Bruch wenigen Monaten wieder auf, weshalb ich mich im Februar 1938 wieder»^ operieren ließ Auch diese Operation brachte mir keinen Nutzen, denn im Javl« 1939 wurde ich wieder rückfällig. Im Monat Februar 1939 bezog ich die Paten» des Herrn Danzeisen. die mir meinen außerordentlich schweren Bruch bcfeiltflit«

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Zeugnis: Sehr geehrter Herr Backhaus! Auch mir wurde daS große Glü zuteil, von meinem schweren Bruchleiden, das mir zwei Jahre lang Schmer zca und Sorgen bereitete, in ca. drei Monaten mit dem Danzeisenlm"! Patent ohne Operation geheilt zu werden. Ich fühle mich wie neugeboren«- Wei. dos Verfahren auchbillig" ist, werde ich eS jedermann empfehl^ Für Ihr sehr freundliches Entgegenkommen und Ihre Hilfe herzlichen Don» von mir und meiner Familie. Ich werde am 19. 6. 39 61 Jahre au» Ossenheim b. Friedberg, den 21. 6. 89.

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Vorführungen für Erwachsene: Bis einschließlich Freitag, den 11. August, nachm. 4.15, 6.15 und 8.15 Uhr Für Schulkinder: An den gleichen Tagen, nachm. 3 Uhr Die bereits erhaltenen Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit für jede Vorstellung!

Wegen des zu erwartenden Andranges zu den Abend- Veranstaltungen wird höflichst gebeten, möglichst die Nachmittags-Vorstellungen zu besuchen

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