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Rückreise im Flugzeug über Stockholm und Kopenhagen zurückgelegt. Englischerseits erklärt man, daß seine Anwesenheit in Moskau für die weiteren Verhandlungen nicht mehr notwendig sei, und daß dringende Arbeit in London auf ihn warte.
Kommunistische Generalstreikhetze in Frankreich.
Paris, 9. Aug. (Europapreß.) In den Blättern der marxistischen Linken wixd der Sturmlau gegen die Notverordnungen Daladiers und die Vertagung der Kammerwahlen fortgesetzt. Als weiteres Blatt wendet sich der „Jour" gegen die schwere Gefahr der von den Kommunisten betriebenen G e n e r a l st r e i k h e tz e für den Oktober dieses Jahres. Das Blatt bezeichnet „die Sowjets und alles, was in Frankreich bolschewistisch ist" als die treibenden Kräfte dieser Bewegung, für die die Notverordnungen Daladiers nur ein Vorwand seien, um ihre revolutionäre Agitation zu begründen. Das Blatt verweist warnend auf die dunklen ausländischen Geldquellen sowjetrussischer Herkunft, aus denen solche revolutionäre Bewegungen gespeist würden.
ver- des ge-
Bilanz der italienischen Manöver. Vie Leistungsfähigkeit der Armee bewiesen.
polnische Jagdflieger von dem Seedienstdampfer „Hansestadt Danzig" gerettet.
Auf der höhe der Insel Hela hatte — wie gestern von uns berichtet — ein polnisches Jagdflugzeug mehrmals den Seedienstdampfer „Hansestadt Danzig" umflogen und photographische Aufnahmen gemacht. Kurz darauf stürzte das Flugzeug hinter dem deutschen Dampfer ins Meer. Der Dampfer ließ sofort ein Rettungsboot aus, dem es gelang, die beiden Insassen des Militärflugzeugs zu retten. Unser Bild zeigt die polnischen Flieger in Zoppot, wo sie von dem Dampfer an Land gesetzt wurden. — (Scherl-Bilderdienst-M.)
Heringsfang bei Windstärke 9.
3m Kampf mit den Elementen. — Fangdampfer folgen den Heringsschwärmen.
zu genau Bescheid wußten und von denen er hoffte, daß er sie über die polnische Grenze würde locken tonnen. Als er jedoch dahinter kam, daß die SA- Manner ihn durchschauten und ihm insbesondere auf feine Versuche hin, militärische Geheimnisse zu er- künden, sehr deutliche Antworten gaben, erging er jid) in muften Beschimpfungen über den Führer und Relchsminlster Dr. Goebbels. Der Alkohol der die SA.-Manner in die Falle führen sollte, hatte sich gegen Lipinski gewandt, der in seiner Derärgerunq alle Vorsicht vergaß. Nunmehr griffen die SA.- Manner zu und stellten fest, daß es sich bei dem angeblichen deutschen Oberleutnant um einen pol- nt)djen Zollinspektor handelte, der damit einen schlagenden Beweis dafür gab, was sein eigentliches Auf» gabengebiet m Danzig ist, nämlich für Polen Spionage zu treiben. Lipinski wurde zunächst flüchtig, konnte dann ledoch von der Polizei feftgenom» men werden.
Strang wieder in London.
London, 8. August. (Europapreß.) William Strang, der Leiter der Abteilung Mitteleuropa im Forelgn Office, ist am Dienstagnachmittag nach feinem mehrmonatigen Aufenthalt inMoskau wie. der in London eingetroffen. Er hatte die
Japan und Europa.
Wichtige Beratungen des inneren japanischen Kabinetts.
'Tokio, 8.August. (Europapreß.) Das innere spanische Kabinett trat am Dienstag zu ancr Sitzung zusammen, die fünf Stunden dauerte, jtc amtliche Nachrichtenagentur Domei teilt mit, die Atzung sei auf Veranlassung des Kriegsministers .Jagaki einberufen worden, der dem Minister- pafibenten Hiranuma wichtige Vorschläge unter- heitet habe. Zweck der Sitzung fei gewesen, bie spanische Politik zu den europäischen r'ragen festzulegen. Beschlüsse sind, einer uwr Die Sitzung ausgegebenen Verlautbarung zu- fiigc, vorläufig nicht gefaßt worden.
wer Chef des General st abes, Prinz Ka ° J mYr^e DOn Kriegsminister Itagaki über | [85 Ergebnis der Armeebesprechungen und über die I ^spräche zwischen Jtagaki und Marineminister
®«ai unterrichtet. Anschließend begab sich der M ef des Generalstabes nach Hayama, dem Sommer- B des Kai ers, zur Audienz. Prinz Kanin hat, wie !vimei meldet, dem Kaiser „über eine wichtige ickenC9en^elt feinC5 Befehlsbereichs" Vortrag ge-
Der englische Botschafter in Tokio, Sir Rodert ! aigie, hat seine neuen Weisungen [irmer noch nicht erhalten. Die Domei- Menhir teilt hierzu mit, in Japan gewinne die An- fdi an Boden, daß eine weitere Verzögerung durch (rgland ungünstige Entwicklungen beschleunigen Knute.
Em „Zollinspektor" polens.
Ranzig, 8. Aug. (DNB.) Die Große Straf- !ir?mer in Danzig verurteilte am Montag nach gehender Beweisaufnahme den polnischen Zoll- Rektor Jan Henryk Lipinski wegen St 5- ;iun g b e 5 öffentlichen Friedens zu einer <Mfangnisftrafe von einem Jahr sechs n a t e n.
Aie erinnerlich, hat sich der polnische Zollinspek- ?r Lipinski in der Nacht zum 10. Juni, während Danzig die Gruppenwettkämpfe der SA. ftatt- phen, einigen SA.-Männern genähert, indem er fh als ein deutscher Oberleutnant vorstellte. Li- }nSi versuchte, die SA.-Männer dazu zu über- mit ihm Ausflüge zu unternehmen und so- über die polnische Grenze nach Gdingen rnitzu- kimien. Lipinski hatte gehofft, die Bedenken der k!l-Männer dadurch zum Schweigen zu bringen, er sie in ausgiebiger Weise sreihielt und im L'gen reichlich von seinen Heldentaten als angeb- W'" deutscher Offizier schwadronierte. Dem pol- •flf^n Zollinspektor war es jedoch nicht gelungen, SA.-Känner zu täuschen. Augenscheinlich hatte
Ein Mitarbeiter hatte kürzlich Gelegenheit, die Fahrt einesFischdampfers zum Heringsfang mitzumachen. Die Schilderung seiner Eindrücke, die unser Mitarbeiter in nachfolgendem Aufsatz roi eher gibt, zeigt, wie groß die Schwierigkeiten sind, die Mensch und Material zu überwinden haben, um dem Meer seinen Reichtum abzugewinnen.
Cuxhaven, Anfang August.
„Hiev op, hol fast, zuuu—gleich" — heiser klingen diese an die Mannschaft gerichteten Anfeuerungen aus der Kehle des ersten Steuermannes-, denn es ist schon der zweite Tag, daß wir bei Windstärke 7 bis 8 fischen. Bei ruhiger See ist der Herings- fang für die Besatzung eine Erholung. Anders ist^ das jetzt, denn die Arbeit geht nicht so schnell von- ftatten. Das Schlingern des Schiffes ist die Ursache dafür, daß mancher Handgriff mehrmals getan werden muß. Das Schiff bewegt sich nämlich um feine Längsachse um ungefähr 80 Grad, das heißt nach jeder Seite um nicht ganz den halben rechten Winkel. Dazu kommen dann noch die Bewegungen, die Bug und Heck machen. Die Maschine arbeitet bei solchem Wetter nur mit halber Kraft. Das Hieven (Einholen) des Netzes ist sehr schwierig, aber es geht gerade noch. In der Hoffnung, daß sich das Wetter bald bessern wird, wurde das Netz wieder ausgesetzt.
Das Wetter hatte sich etwas aufgebessert, doch es war nur für kurze Zeit; Ruhe vor dem Sturm. Der Wind frischt auf bis Wind stärke 9, und nun toben die Elemente mit unverminderter Kraft. Eisig weht der Wind und treibt die niederprasselnden Regenmassen vor sich her. Noch liegt das Netz draußen. Hart ist die Arbeit, die die Mannschaft nun leisten muß. Fest entschlossen stehen sie und warten auf das Auftauchen der Netzflügel. Die große Dampswinde arbeitet ächzend und rollt die 350 Meter langen Kurrleinen auf. Unaufhörlich neigt sich das Schiff und bäumt sich wieder hoch, o daß der Bug manchmal gen Himmel zeigt. Es will schier endlos dauern, bis die großen Scherbretter aus dem Wasser tauchen. Feste Hände haben
Jleue Glanzleistung unserer Gebirgsjäger.
Die Serie der großartigen, alpin wie militärisch gleich hervorragend n lerer jungen Wehr
ras für die zarte Klangwelt Mozarts war die musikalische Leitung Karl Böhms getragen, dessen temperamentvolle Auslegung der Partttur auch den seelisch-vertieften Zügen der Musik gerecht wurde. Seine stilkundige Führung stimmte den bestrickenden Wohllaut der Sänger dezent auf die mittleren Stärkegrade ab, die das Spiel und die Akustik des Kleinen Hauses verlangen. An der Spitze der Solisten stand Helge R o s m a e n g e, der den Bel- Monte mit vorbildlich gepflegtem Belcanto gab, Maria Cebotari war mit gesanglicher Virtuosität und ergreifendem Ausdruck die Constanze, das Buffopaar wurde von dem munteren Richard Salla b a (Pedrillo) und Irma B e i l k e (Blanche) dargestellt, deren glockenklarer Koloratursopran bezauberte. Große Heiterkeit löste der italienische Bassist Salvatore B a c c a l o n i aus, der durch betonte Körperfülle und drollige deutsche Textaussprache dem Wesen Osmins viele gutmütige und komische Züge gab. Für die Sprechrolle des Selim Bassa mar ein Schauspieler vom Rang Albin Skodas eingesetzt. Die Bühnenbilder Robert K a u tz k y s, die besonders im dritten Akt dem Stil der Türkenoper entsprachen, und die schmucken Kostüme von Ulrich Roller rundeten die wahrhaft sestspielmäßige Aufführung ab.
Aus aller Wett.
Maschen des Netzes zerreißen. Die Maschine hat 1 längst aufgehört zu arbeiten.
Der Kapitän hat den Fischdampfer quer zum Wellengang gelegt und läßt ihn treiben. Wellenberge wälzen ihre unendlichen Wassermassen heran. Plötzlich tanzt das Schiff auf dem Kamm der hohen Woge, hin- und hergeworfen wie eine Nußschale. Dann wieder befindet es sich unten im Wellental, bedroht von den hohen Wellen, die sich chm drohend nähern. Manchmal sieht es so aus, als ob die Wellen das Schiff unter sich begraben »vollen. Niemand kommt jetzt zur Ruhe. Kaum ist das Netz entleert, wird es nach hinten gezogen, denn die erforderlichen Reparaturen werden sofort Dorgenommen. Selbst der Kapitän steigt von der Brücke und legt in besonders schwierigen Fällen mit Hand an. Dazwischen heult der Wind sein schauriges Lied. Oelzeug und Südwester triefen die Männer selbst stehen manchmal bis zu den Knien im Wasser, die bis zu beri Hüften reichenden Gummistiefel schützen sie. Nichts' kann die Männer in ihrem Arbeitseifer stören. Sie alle wissen, daß das Netz in kürzester Zeit repariert sein muß, damit es bei Ablaufen des Sturmes wieder weggefiert werden kann. Manchmal fetzt das Toben der Elemente für einige Sekunden aus, dann hört man hin und wieder Bruchstücke eines seemännischen Fluches, sonst kann man sein eigenes Wort nicht verstehen. Oft hat man Mühe urtb Not, sich senkrecht auf den Beinen zu halten. Das Schausviel wird zeitweise von herrlichem Sonnenschein über» strahlt, nämlich dann, wenn der Wind die Wolken auseinander betrieben hat und der Sonne Raum für ihre Strahlen verschaffte, die dann die Hoffnung erwecken, daß sich der Sturm auch bald legen wird.
Einige Stunden später flaut der Wind etwas ab. Wir atmen alle auf; denn nun können wir wenigstens so lange ruhen, bis sich der Wind soweit gelegt hat, daß das Netz wieder ausgelegt werden kann. Hat sich die See dann beruhigt, wird auch keine Minute länger gezögert, das Netz wegzufieren. Bedeutet doch die Zeit, wo sich das Netz an Bord befindet, einen nicht wiederaufzuholenden Verlust in Bezug auf das Fangergebnis. Die Länge der Fangreise ist begrenzt dadurch, daß sich die Heringe, auch bei noch so guter Vereisung, nicht über eine gewisse Zeit hinaus frischhälten lassen. Das Be- ftreben jedes Kapitäns ist es, daß die am ersten Tage gefangenen Heringe qualitativ noch so gut sind, daß sie vorn Markt ausgenommen werden. Da An- und Abreise zum und vom Fangplatz sich nicht verkürzen lassen, weil die Fischdampfer dem Heringsschwarm folgen müssen, so muß die dazwischenliegende Zeit zum Fischen so gut wie nur irgend möglich ausgenutzt werden. Ka.
Kunst und Wissenschaft.
Mozarts „Entführung" in Salzburg.
Salzburg, 8.Aug. (DKK.) Als erste Mozart- Aufführung der Salzburger Fe st spiele ist die „Entführung aus dem Serail" neu inszeniert worden. Die Premiere wurde im , Stadttheater mit begeistertem Beifall ausgenommen. ■ 3um ersten Male ist das kleine, auf Kammerspiel- ’ Wirkungen gestimmte Theater in die Festspielstätten | aufgenommen worden. Es stand ein hervorragendes i Ensemble zur Verfügung, das von dem Oberspiel» | (eiter der Berliner Staatsoper, Wolf Voelker, | diszipliniert geführt wurde. Don feinstem Verständ-i
gleich hervorragenden Leistungen von Soldaten unserer jungen Wehrmacht, wie die Besteigung des Großglockners über die Pallaoicini-Rinne, der Roß- kuppe im Gesäus über die Nordwand und der Fleischbank-Ostwand im Wilden Kaiser mit voller militärischer Ausrüstung, wurde um eine neue Höchstleistung bereichert. Der Granatwerfertrupp der 13. Kompanie des Gebirgsjägerregiments 138, Führer Oberjäger Schalter mit Gefreiten Weiglhofer und Jäger Wieser, hat am 5. und 6. August in 21stündiger Kletterarbeit die Dachl-Nordwand (Gesäus) mit voller Waffen- und Munitionsausrüstung befliegen. Die Dachl-Nord- raand ist die schwierigste Wand der ganzen Enns- toter Alpen. Das Dachl ist eine eigentümliche Kammbrldung in der Hochtorgruppe und muß bei der Besteigung des Hochtors über den Peter-Pfad und die Roßkuppe durchquert werden. Die Erkletterung dieser Wand gehört zu dem Schwierigsten, was die nördlichen Kalkalpen bieten. Sie erfordert große Ausdauer und ist überaus mühsam und anstrengend.
Die Rundfunkgenehmigungen am (.August.
Arn 1. August 1939 betrug die Gesamtzahl der Rundfunkgenehmigunaen in den Reichspostdirekttonsbezirken des Großdeutfchen Reichsgebietes 12 5 9 9 478. Im Laufe des Monats Juli ist eine Zunahme von 7 772 Rundfunkteilnehmern (0,1 o. H.) eingetreten. Unter der Gesamtzahl am 1. August befanden sich 837 622 gebührenfreie Anlagen.
Vollstreckung eines Todesurteils.
Berlin, 8. August. (DNB.) Am 8. August 1939 ist der am 15. August 1911 geborene Leopold M a - r i k aus Thallern (Niederdonau) hingerichtet worden, der durch Urteil des Schwurgerichts Krems vom 6. Juni 1939 zum Tode verurteilt worden war. Marik hat am 10. August 1938 in Gföhleramt (Niederdonau) den 58jährigen Altsitzer Johann Lem - m e r h o f e r heimtückisch erschlagen.
3m Aula erschossen aufgefunden.
LPD. Auf einem Feldweg beim Schloß Solitude (Württemberg) fand ein Forstbeamter in einem : Kraftwagen die Leichen eines 19jährigen Mädchens und eines 28 Jahre alten Mannes auf. Beide 1 hatten je einen Schuß in den Kopf. Das Mädchen, ' das am Steuer faß, stammt aus Mainz; der Mann war in Pirmasens wohnhaft. Die Leichen wurden von der Behörde beschlagnahmt.
Hlittionenbeule bei einem Gangsterüberfall in paris.
Ein dreister Raubüberfall, der an die Methoden der USA.-@angfter erinnert, wurde im Börsenviertel von Paris ausgeführt. Zwei Angestellte eines Wechselbüros kehrten von einer Bank zurück, wo sie den Tagesbedarf im Betrage von 220 000 Franken Papiergeld und einer Million Franken in Gold abgeholt hatten. Im Treppenhaus der Wechselstube wurden die Angestellten von drei Banditen überfallen, die sie durch mehrere Schläge mit dem Gummiknüppel betäubten und ihnen die Koffer mit dem Geld abnahmen. Die Banditen konnten ungehindert die Straße erreichen, wo sie in ein bereitstehendes Auto sprangen und davon- brausten. Die Ueberfallenen, deren Betäubung nur kurze Zeit anhielt, alarmierten die Polizei, die sofort die Verfolgung aufnahm. Es gelang aber nicht, den Kraftwagen der Verbrecher noch zu erreichen. Die Kennummer des Wagens ist bekannt. Es handelt sich um ein in der letzten Nacht gestohlenes Auto. Die Polizei leitete die Untersuchung ein.
Schweres Eisenbahnunglück in Mexiko.
Bei einem Zugzusammenstoß in der Nähe von Matamoros im Staate Puebla (Mexiko) kamen acht Personen ums Leben, während achtzehn weitere Fahrgäste schwere Verletzungen davon- trugen. Sechs der Schwerverletzten schweben in Lebensgefahr. Von dem Unglück wurde in erster Linie ein stark besetzter Zug betroffen, der Arbeiter zu einer politischen Veranstaltung nach Matamoros brinnen sollte. Der Zusammenstoß soll auf zu große Geschwindigkeit zurückzuführen sein.
Dreister Raubüberfall in Reuyork.
In Neuyork überfielen drei mit Revolvern bewaffnete Männer das Geschäftslvkal der Photo- graveur-Gewerkschaft und erbeuteten 10 000 Dollar. Der Ueberfall geschah unter den Augen einer ganzen Reihe von Polizisten, die vor dem Rathaus Dienst taten.
Explosion in türkischem Munitionslager.
In einem Munitionslager der Artillerieschießschule in Metris, 20 Kilometer westlich von Istanbul, erfolgte eine E x p l o s i o n. Die Detonationen dauerten eine halbe Stunde. Menschen sind nicht zu Schaden gekommen. Die Ursache der Explosion ist noch nicht bekannt.
Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertreter des Hauptschriftleiters: Emst Blumschein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Dr. Fr. W. Lange (beurlaubt), i. D.: Ernst Blum- chein; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für Stadt gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; ür Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VII. 1939: 8855. Druck und Verlag: Brühlsche Unioersitätsdruckerei, R. Lange, K.°G., sämtlich in Gießen. Monatsbezuas- preis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs- preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr.s
vom 1. September 1937 gültig.
Politische Kreise heben die Bedeutung der 11m- aestaltung der Regierung hervor, die namentlich in der Stärkung des Einflusses des Staats chefs liege. Durch den Umstand, daß er «Gesetze erlassen kann, ohne vorherige Befragung des Ministerrats, sei schnelles Handeln in Fällen der Gefahr gewährleistet.
Besondere Beachtung verdiene weiter, daß der ineugegründete Große General st ab den drei W e h r m i n i st e r i e n übergeordnet ist. Somit sei auch hier der unmittelbare Einfluß des Generalissimus gesichert. Ebenso werde der V er- keidigungsausschuß als permanente Einrichtung direkt dem Caudillo unterstehen. Ihm werde namentlich die Kontrolle über die Aufrüstung und die Reorganisation des Heeres zukommen. Alle Maßnahmen ließen erkennen, welch hohe Bedeu- üuna den Fragen der Landesverteidigung beigemessen werde, worüber der Caudillo, wie bisher, »ntscheidenden Einfluß beibehalte.
Die Abzweigi^a der syndikalen Angelegenheiten »am Arbeitsministerium und ihre direkte Unter- Stellung unter die Falange beweise den steigenden Einfluß der Partei in allen Fragen des praktischen Sozialismus. Der Aufgabenkreis der Falange fei hierdurch wesentlich erweitert, ihr direkter Einfluß auf die soziale Entwicklung gewährleistet. Die den Ministerien unterstellten sog. Nationalen Dienste werden übrigens in Generaldirektionen umbenannt Damit wird ein Vorkriegsbrauch wieder auf- : enommen.
Die gesamte Presse würdigt die Bedeutung des tuen Gesetzes und begrüßt vor allem die Befrei- • ng des Caudillo von der Notwendigkeit der vorherigen Befragung des Ministerrats beim Erlaß üon Gesetzen. Es sei dies der Ausdruck des grenzenlosen Vertrauens Spaniens z u ieine m Retter, dem hiermit der Weg für »en tatkräftigen Aufbau des Landes geebnet fei.
sie dann aber außenbords feftgemacht und gleich- zeittg von den Kurrleinen losgehakt. Man merkt kaum, daß die Winde für kurze Zeit mit Arbeiten ausgesetzt hat, da das Getöse des Windes die Geräusche übertönt hatte.
Jetzt haben die Netzflügel die Bordwand erreicht. Was bis hierher die Winde vollbringen konnte, muß von den Männerfäusten fortgesetzt werden. Trotz des Oelzeuges, das die Bewegung hindert, assen sie schnell und sicher zu und holen, angespornt durch die nie aussetzenden Zurufe des ersten Steuermannes, der dafür verantwortlich ist, daß und wie das Netz übergehievt wird, ein Stück nach dem andern an Bord. Hoffentlich bekommen wir das Netz heil an Bord, denkt jeder von uns, dann hat ich diese Arbeit doch wenigstens noch gelohnt. Wenn vielleicht das Netz zerreißt, ist es meistens leer, da durch die aufgerissenen Löcher die gefangenen Fische wieder entkommen sind. Einige große Brecher peitschen gegen die Bordwand, das Netz haut hart baaegen, die überkommenden Wassermassen über» schütten die arbeitenden Männer. Sie müssen fest war es jedoch nicht gelungen, zufassen, sonst nimmt ihnen eine abrollende Woge T ______ v- täuschen. Augenscheinlich hatte das Netz, das sie gerade mühsam eingeholt haben,
iüangenommen, ostpreußische SA.-Männer vor sich wieder mit fort. Doch sie können es nicht ver- il»haben, die mit den Grenzverhältnissen nicht all hindern, daß hier oder dort eine Leine oder gar
nalen Revolution und des Wiedererstarkens des Landes erforderlich ist. Hierzu war es ratsam, den persönlichen Einfluß des Staatschefs auf die R e g i e r u n g s g e f d) ä f t e un- mittelb ar z u gestalten.
An weiteren Neuerungen sieht das Gesetz u. a. vor, daß die Generaldirektion für Marokko und die Kolonien, die bisher zum Geschäftsbereich des Vizepräsidenten gehörten, nunmehr dem Außenmini st erium unterstellt wird. Die drei Wehrmachtsmini st erien erhalten eine einheitliche Leitung durch einen dem Generalissimus unterstellten Großen General- st ab. Außerdem wird ein Ausschuß für Landes- Verteidigung geschaffen. Das neugestaltete Arbeits- mmiftenum übernimmt einen Teil der Aufgaben des bisherigen Syndikalministers. Die syndikalen Angelegenheiten werden abgezweigt und direkt der Parteileitung der Falange unterstellt.
R o m, 8. August. (Europapreß.) Mit Befriedigung :«rd in der italienischen Presse die Bilanz der j>roßen Sommermanöver gezogen. Diese jebungen hätten ihren Zweck erfüllt, so wird feft- !«stellt, nämlich die rasche Bewegungsfähigkeit einer noforifierten, einer autobeförderten und gepanzerten lirmee von 50000 Mann zu beweisen. Es wird Mont, daß die Truppen'Hunderte von Kilometer M ungünstiger Witterung in Eilmärschen zurück- I -legt und so ihre Leistungsfähigkeit b e • t iefen haben. Auch der hohe Grad der Ausbil- iung der Truppen und ihre Vertrautheit mit der neuen mechanischen Ausrüstung wird rühmend Tierft. Besonders eindrucksvoll habe sich trotz mgünftigen Wetters der Einsatz der Luftwaffe faltet.


