Ausgabe 
9.2.1939
 
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Lurch Gewalt von

und Frau Ley in der deutsch, genwart des Botschafters v. Di

E. S.

len Botschaft in Ge- lirctfen und des Lan-

zuziehen versucht und i n s i ch Genüge, Kraft und Arbeitswillen genug findet. Um ein Beispiel aus der jüngsten Politik heranzuziehen: Als das verruchte Benesch-System zerbrach, hat der Führer das na­tionalsozialistische Prinzip konsequent angewandt und nur die deutschen Gebiete mit dem Reiche ver­einigt: er hat den Tschechen das Recht, als Nation weiter zu leben, nicht im geringsten beschnitten und den wenigen eingesprengten Tschechen, die inmitten einer sudetendeutschen Bevölkerung leben, nicht nur ihr Recht gewahrt, sondern sie vom vornehmsten Dienst am Volke, der Pflicht, Großdeutschland zu verteidigen, entbunden, da sie dann mit ihrem Ge­wissen in Konflikt kommen würden. Dagegen will beispielsweise das demokratische Frankreich sogar Ausländer, die in seinem Raum leben, zur Wehr­pflicht heranziehen, Hier ist also von Großdeutsch­land die ethnographische Grenze mit aller Deutlich­keit festgelegt worden. Das ist etwas Neues in der europäischen Geschichte und wie wir glauben, ein

desgruppenleiters Karlowa die deutsche Kolo» nie und die deutsche Presse Londons. Am Mittwochabend ist Dr. Ley vom Ministerpräsiden­ten Chamberlain in Privataudienz empfan­gen worden.

Freude und Arbeit" setzt sich durch.

Dr. Leys Schlußansprache in London. Nächster Kongreß in Stockholm

Noch keine Einigung der Palästina-Araber in London

auch im Nebeneinanderschaffen der Nationen das Friedensprinzip begrüßen, das die Völker aller Zungen als die Grundlage ihres Seins immer er- sehnt und erstrebt haben.

der Arbeit des Büros als auch der Zeitschrift Hemmungen begegne, die sich aus der AnhünMich- feit an die vertrauten Methoden Genfs erklären ließen. Demgegenüber aber sei als überzeugendes Erlebnis dieser Arbeitstagung festzustellen, daß sich die 'Methoden der Freude und Arbeit-Ideologie durchgesetzt hätten und ständig weiter an Bo­den gewönnen. Während aber Komitees und Ver­bände nach kürzerer oder längerer Zeit ausein­andergefallen feien, werde hier wirklich in­ternationale Arbeit geleistet. Es sei zum ersten Male gelungen, die großen und die kleinen Länder an einem Tisch zu vereinigen. Gern anerkenne er, daß das hohe menschliche Format des Präsidenten K i r b y-Neuyork zum Erfolg mit beigetraqen habe. Das Verdienst des Internationalen ZentralbürosFreude und Arbeit" und der inter­nationalen ZeitschriftFreude und Arbeit" bestehe auch darin, den Blick des einen Landes auf die Arbeit des anderen Landes zu lenken und zum Verständnis hinzuführcn.

Wir benten nicht daran, so fagie Dr. Ley, ir­gendein Land bevormunden zu wollen. Wir haben sogar den innerlichen Wunsch, daß jedes Land seine eigenen Ideen durchsetze. Aber über eins sind wir uns klar: Das Internationale Zen­tralbüroFreude und Arbeit" und seine Instru­mente müssen auf bem bisher beschritte­nen Weg bleiben. Ich werde es begrüßen, wenn in allen Ländern ein starker Ausbau der nationalen Büros erfolgen würde. Wir lassen uns hier gern durch Beweise der eigenen Erfolge in den verschiedensten Ländern überraschen. Um un­sere Front st ellung gegen den Bol­schewismus aber kommt niemand herum, der mit uns zusammenarbeiten will!"

Die Ausführungen Dr. Leys fanden stärksten Beifall. Am Nachmittag empfing der Reichsleiter

Betriebsgemeinschast sichert den Sieg

Gauleiter Sprenger spricht in den Frankfurter Adlertverken.

Auf die Frage der Arbeitszeit eingehend, betonte der Gauleiter, daß Notzeiten d u r ch Mehrarbeit überwunden werden müssen. Am Beispiel der Landwirtschaft zeigte er diese Not­wendigkeit, indem er den Arbeitskameraden klar­machte, daß wir alles, was wir nicht selbst mit unserer Hände Arbeit schaffen, vom Ausland für teures Geld kaufen müssen. Wenn von uns in den kommenden Monaten mehr Arbeit bewältigt werden muß, dann werden wir das durch größere Leistung ausgleichen. Wir schaffen uns unsere Rohstoffe selbst, ohne daß wir beim Ausland Schulden machen. In den neuen Werken, wie z. B. den Hermann- Göring-Werken machen wir uns nicht nur unab­hängig von der Einfuhr, sondern durch modernste Fabnkationsmethoden schaffen wir den besten Stahl und damit die besten Werkzeuge. So wird es dank der Leistung unserer Erfinder und Ingenieure auf

nerstag 17 Uhr will man eine Klärung geschaffen haben. Sollte die Spaltung bei der arabischen Ver­tretung bis 3u diesem Zeitpunkt nicht überbrückt sein, wird sich die englische Regierung nicht davon abhalten lassen, dreigleisige Verhandlun­gen mit den beiden arabischen Gruppen und der jüdischen Vertretung aufzunehmen. Kolonialmini- fter Macdonald hatte noch bis nach Mitternacht eine Unterredung mit den vom Großmufti von Je- rusalem entsandten arabischen Vertretern und mit denen der Nashashibi-Gruppe.

Es zeigt sich, daß die ägyptische, die ira­kische und die saudiarabische Vertretung immer stärker eingesetzt werden, um auf die beiden palä­stina-arabischen Gruppen ihren Einfluß auszuüben. Macdonald hatte mit den genannten Vertretungen Mittwochnachmittag Unterredungen und die drei Vertretungen haben daraufhin mit den Arabern in bisher allerdings ergebnisloser Verbindung gestan­den.

Das palästina-arabische Komitee hat in einem Telegramme an die arabischen Vertreter

durch einen erfolgreichen Angriff daoonzutragen. Die Erfahrung zeige, daß die angreifenbe Macht zum minbeften eine dreifache Ueberlegenheit besitzen müsse, wenn sie mehr als nur einen örtlichen und kurzfristigen Er- olg haben wolle.

Auf der anderen Seite sei aber auch die franzö« ische Armee so stark, daß auch Deutschland nit seinen zusätzlich gewonnenen Streitkräften d i e ranzösische O st grenze nicht über­rennen könne, und daher fei auch eine Verstär­kung der englischen Landarmee zu Gunsten Frank­reichs keine Notwendigkeit. Es bestehe allerdings auch die Möglichkeit, daß die französischen Streitkräfte für andere im Süden gelegene Kriegsschauplätze benötigt werden würden. Frank­reichs Grenze zu Italien fei lang, länger noch die afrikanische. Die Notwendigkeit für die britische Hilfe fei zwar damit dringlicher. Aber die Schwierigkeiten, sie zu gewähren, bieben be- tehen.

Der Leitgedanke für Großbritannien müsse die Sicherung seiner eigenen Operations­basen, die Sicherheit des Heimatlandes und die Sicherung der eigenen lebenswichtigen Seeverbin­dungen sowie die Kapazität, einen Vorsprung in der Luftoperation zu gewinnen, fein. Es wurde eine Verrücktheit fein, mehr Leute aus der Industrie fortzunehmen als das Maximum, für das man auch die nötige Kampfausrüstung Herstellen könne, und es würde unklug sein, die britischen Streitkräfte einer einzigen Stellung zuzuteilen, wie in den Jah­ren vor 1914. Die Frage der Verteidigung des Westens müsse als Ganzes betrachtet werden, und zwar unter der sorgfältigen Berücksichtigung des Ausgleschs zwischen den Zielen und den hierfür zur Verfügung stehenden Mitteln.

Oie Wahlen

in der Karpaiho-Llkraine.

Die Deutsche Partei stimmt für die Landesregierung.

Ch uft, 8. Febr. (Europapreß.) In Anwesenheit des deutschen Staatssekretärs für die Slowakei, Karmasin, wurde in Bardhaus, hundert Meter von der karpatho-ukrainisch-ungarischen Grenze ent­fernt, aus Anlaß , einer W a h l k u n d g e b u n g der Deutschen Partei zum ersten Male in der Karpatho-Ukraine die Hakenkreuzfahne gehißt. Gleichfalls zum ersten Male marschierte bei dieser Kundgebung eine ff- Abteilung bet Deutschen Partei in Uniform auf Die Deutsche Partei hat zu den bevorstehenden Wahlen zum karpatho-ukrainischen Landtag einen Auf- r u f erlassen, in dem es heißt:Durch zwanzig Jahre hat uns eine fremde Regierung daran gehin­dert, uns zum deutschen Volk zu be­kennen. Die karpatho-ukrainische Landesregierung hat uns das freie Bekenntnis zur natio- nalsozialistischen Weitaus chauung, zum deutschen Volk und zum Führer Adolf Hitler zugesichert. Wir werden deshalb am Wahltage unsere Stimme für sie in die Wahlurne legen. Die Deutschen stimmen am 12. Februar geschlossen mit Ja."

Der karpatho-ukrainische Minister R e d a » er­klärte zu den am kommenden Sonntag stattfinden' den Wahlen zum karpatho ukrainischen Landtag, nach jahrhundertelanger Unterbrechung trete hier zum ersten Male wieder ein ukrainisches Parlament zusammen. Ukrainer, Deutsche, Tschechen und Ru­mänen hätten sich vorbehaltlos zur Einheits- liste der Ukrainischen Nationalen Einheitspartei bekannt.

Rumänien« Minderheitenpolitik.

Bukarest, 8. Februar. (Europapreß.) Das in Form eines Manifestes an bas rumänische Volk per« öffentliche Programm der neuen Regie« rung Cristea enthält auch die Ankündigung der Schaffung eines Instituts für die nationa* len Mind erheiten und eines Minderhei- tenminifteriums. Hierdurch solle berviesen werden, daß die Regierung entschlossen fei, ein« folgerichtige und den Ansprüchen der einzelnen Volk-

abs. London, 8. Febr. 1939.

Nachdem die Bemühungen Macdonalds, eine Aenderung in der Haltung der palästina-arabischen Abordnung herbeizuführen, ergebnislos geblieben sind, werden die verschiedenen arabischen Gruppen unter s i ch die Verhandlungen fortsetzen. Auf eng­lischer Seite besteht dem Vernehmen nach Entschlos­senheit, eine Klärung in der einen ober anderen Richtung herbeizuführen, damit die Verhandlungen der Konferenz endlich beginnen können.

Es heißt, daß die Palästina-Delegation Macdonald gegenüber sehr präzise Vorbedingungen für die Zu­lassung von einem ober zwei Mitgliedern der ara­bischen Verteidigungspartei der Nashashibi-Gruppe dem Vernehmen nach nur in beratender Eigen­schaft gestellt hat. Sie hat ferner Fakhri N a s h a s h i b i, den sie als einen Verräter an der nationalen Sache betrachtet, als ganz unannehm, bar bezeichnet. Damit liegt es jetzt bei der Nasha- shibi-Gruppc, sich zu den Bedingungen zu äußern, die auch die Billigung der arabischen Staaten-Ab- orbnungen gefunden zu hoben scheinen. Bis Don-

Englisch-ägyptische Militärbesprechnngen.

Kairo, 8. Febr. (Europapreß.) In Anwesen­heit des englischen Generalstabschefs Lord ©ort, der auf einer Besichtigungsreise in Aegypten weilt, sanden Besprechungen zwischen englischen und ägyp­tischen Militärs statt. Lord Gort besprach dabei das ägyptische Verteidigungssystem unter Berücksichti­gung der Eindrücke, die er auf seiner Fahrt durch die westlichen Wüstenbezirke Aegyptens gewonnen hat. Auf seine Anregung sollen künftig auch die in Aegypten stationierten englischen und die ägyp- tischen Truvpen gemeinsame Manöver ab- halten. Diese svlle-i zum ersten Male Ende Februar im westlichen Wüstengebiet Unterägyptens a m Westufer des Suez-Kanals ftattfinben.

NSG. Am Mittwvchnachmittag sprach Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger m einer Be­triebsversammlung der Adlerwerke in Frank­furt a. M. über die Aufgaben, die der Führer für das Jahr 1939 gestellt hat. Die über 6000 Gefolg- schaftsangehörigen folgten der Rede mit großer Spannung und lebhafter Zustimmung Der Gau­leiter gab einen Rückblick, wie dieses Werk, wie so viele andere, vor 1933 nur mit Mühe über Wasser gehalten wurde. Bei dem heutigen gewaltigen Auf­bau vergesse man zu oft, daß diesem Ausbau e i n zäher Kampf vorausging Im betrieb­lichen Leben habe die DAF. alle bisherigen Gegen­ätze überwunden und eine wahre Betriebs- gemeinschaft geschaffen. Alles Trennende wurde überwunden, da mir wissen, daß nur die ununterbrochene Produktion dem einzelnen wie dem Volk nutzt. Die Arbeitsfront hat den Arbeits­rieden her gestellt und die stetige Produk­tion gesichert, wahrend wir ringsum in der Welt die Fieberwellen verfolgen können, die aus poli­tischen Gründen die Produktion lahmlegen. Eine Voraussetzung unserer neuen ^r^e^®9efta^ur,9 Ht daß der deutsche Mensch sich seines Wertes wieder bewußt wird, und daß er mit Zuversicht und stärk­ten! Selbstbewußtsein an die Arbeit geht. Wir wissen, daß heute noch überall Mängel bestehen, die uns alle aus der Vergangenheit anhasten. Wenn wir aber uns unseres eigenen Wertes bewußt werden, dann wird es mit jenerUnter­tanenhochachtung vor jedem Stehkragen" vorbei ein. An unseren Arbeitsstätten müssen stolz und elbstbewußt freie Deutsche ihr Werk verrichten.

Der Gauleiter wandte sich dann der Aufgabe des Betriebsführers zu, der nur durch eine höhere Verantwortung ausgezeichnet fei und die Aufgabe habe, als Treuhänder eine wirkliche nationalsozialistische Betriebsführung durchzuführen. Er habe ftemden Geist aus dem Betrieb fernzu- hatten. Vor allem müsse der Jude für immer aus- gelöscht bleiben, damit der deutsche Arbeiter nie- mals mehr Sklave irgendeiner jüdischen internatio­nalen Clique werden könne.

Der Vierjahresplan verlange eine umfassende Planung für den höchsten Nutzen bringenden (Ein- atz von Menschen, Material und Geld. Die Wirk- arnkeit des Vierjahresplanes entwickelte er klar und anschaulich an dem Beispiel des Bauwesens und zeigte, wie der Engpaß, der durch Rohstoff- und Menschenmangel entstanden sei, ziel­bewußt und Stück um Stück überwunden wird. Die Produktionssteigerung auf allen Gebieten ver­lange wegen des Mangels an Arbeitskräften eine Rationalisierung, die heute nicht mehr den schlechten Beigeschmack von ehedem habe, sondern der Ausdruck für eine vernunftgemäße Arbeits­gestaltung sei. .

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jüdischen Finanzoorherrschaft, von dem künstlichen Gegensatz zwischen Proletariern und Kapitalisten zu befreien. Sie kennen keine Arbeitslosigkeit und keine Bevorrechtigten mehr, sondern nur noch Ar­beiter im und am Staate.

Diese neuen Staaten aber .sind ganz eigentümlich. In Italien strebte der Faschismus zur Macht als Reaktion gegen die internationalen Ideen, unter denen das Land verkam. Mussolini gründete sein Programm auf zwei Jdeengruppen, die in Frankreich, Spanien und Italien verbreitet, aber in Deutschland so gut wie gar nicht vorhanden waren. Er wandelte sich vom Syndikalisten, der in der direkten Aktion gegen den Parlamentarismus lebte, zum nationalen Syndikalisten, der die Nation in den Vordergrund stellte und von diesem Standpunkt aus daran ging, das Land zu reformieren. Die Falangisten haben einen ähn­lichen Entwicklungsgang zu verzeichnen, wie denn überhaupt der Syndikalismus und feine Wandlung zum Nationalsyndikalismus tvpisch romanischer Geistesart entspricht und gar nichts mit der germa« niscyen zu tun hat. Der Nationalsozialis- m u s ist von ganz anderen und typisch deutschen Grundsätzen ausgegangen. Er baute auf das Füh­rerprinzip, also jenen altgermanischen Grund­satz, wonach Führer und Gefolgschaft zu einer Einheit zusammenwachsen und zu gegenseitiger Treue verpflichtet find. Er hatte folglich Blut und Gesinnung als charakteristische Aufbau­kräfte erkannt und stieß infolgedessen alles von sich, was diesen widersprach: die Gepflogenheiten der internationalen Demokratie, ihren Ungeist, ihre Vor­fechter, die Juden und die Bolschewisten.

Die autoritären Staaten eintstammen also ganz verschiedener Wurzeln. Sie sind nicht gleich^, aber insofern gleichgerichtet, als ihr natür­licher Feind der zersetzende jüdisch - internationa­listische Universalismus ist, der alles nivellieren möchte, genau so wie die Jakobiner der französischen Revolution forderten, daß alle Kirchtürme umgelegt werden sollten, da sie dem Prinzip der Gleichheit widersprächen. Wer gerade in der Eigenart der Nationen das Lebenschaffendtz erkannt hat, wird

gekennzeichnet.

Die Führer-BewegungHn warfen also die Ideen der französischen Revolution rücksichtslos über Bord. Sie betonen das Urrecht der Nation, sie achten da­her alle anderen Meinungen, aber nehmen für sich das Recht in Anspruch, ihren Staat, ihre Kultur, ihre Wirtschaft und ihre Lebensinteressen nur nach eigenem Ermessen zu vertreten, wobei die natürliche und gegebene Grenze z. B. darin liegt, daß ein Franzose oder Engländer ebenso wenig Faschist oder Falangist oder Nationalsozialist sein kann wie ein Faschist Nationalsozialist, und umge­kehrt. Daher liegen den autoritären Staaten Erobe­rungstendenzen gegen Europäer, die einen anderen geschichtlichen Weg gingen, vollständig fern, ja, solche Tendenzen stehen in einem direkten Widerspruch zum Wesen des autoritären Staates, der nur seine ihm abgesprengten Glieder heran- und i n s i ch Genüge, Kraft und

Fortschritt und eine Friedenssicherung.

Jeder Franzose ober Brite oder Nordamerikaner, der theoretisch wenigstens dem internationalen Gleichmachungsprinzip huldigt, sieht im Marxis­mus, im Bolschewismus und im Freimaurertum etwas Gleichgerichtetes, obgleich in der Praxis die Gegensätze stark aufeinander stoßen. Denn die These des Marx-MardochaiMögen die herrschenden Klas­sen vor einer kommunistischen Revolution zittern. Die Proletarier haben nichts zu verlieren als ihre Ketten. Arbeiter aller Länder vereinigt euch!", ist auch heute noch die maßgebende Ursache aller Zer- setzungsversuche in den demokratischen Staaten und steht im Widerspruch zum nationalen Wachstum dieser Länder. Die ©rneuerungsberoegungen aber haben das Kunststück fertig gebracht, ihre Nationen von den internationalen Schlagworten, von der

an die Stelle eines Absolutismus, eines privilegier­ten Ständestaates des Adels und der Geistlichkeit, dieGleichheit alles dessen, was Menschenant­litz trägt" setzen wollte Äeen, die eine Zeitlang internationale Bedeutung gewannen und immer wie­der mit den selbstverständlichen nationalen Belan­gen auch in Frankreich in Widerspruch gerieten, woraus sich bann bie Tendenzen bes Chauvinismus unb bes Imperialismus ergaben Haden die auto­ritären Staaten bie Lebensgesetze ihrer eigenen Nation zur Richtschnur ihrer Politik gemacht. Das will besagen: Während die Ideen der französischen Revolution, des Liberalismus unb seiner Abarten, der Demokratie und des Bolschewismus inter­national gültig fein sollten, formte das autori­täre Prinzip das Gesicht der Nation nach den Be- sonderheiten, die allein für diese maß­gebend waren unb sich im Laufe ber Jahrtausende alten europäischen Geschichte burchgesetzt hatte. Die­ser Geschichtsverlauf ist auch burch bie Nationwer­bung der einzelnen Völker im Gegensatz zum uni« versalistischen, b. h. internationalen Cäsaropapismus, wie er vom Vatikan immer roieber vertreten würbe.

London, 8. Febr. (DNB.) Am Mtttwochmit- tag fand die Arbeitstagung des Internationalen Beratungskomitees unb des Internationalen Zen- tralbürosFreude und Arbeit" ihren Abschluß. Nach der einstimmigen Annahme einer Rejolution, die die bisherige 'Tätigkeit des Internationalen ZentralbürosFreude und Arbeit" billigt, über- brachte der schwedische Gesandte in London, Björn Prytz, die Einladung der schwedischen Regierung für den Weltkongreß Freude und Arbeit 1940 i n Stockholm. Der Gesandte erklärte, daß Schwe­den auf die Wahl Stockholms stolz sei und alles tun werde, um dem Weltkongreß den würdigen Rahmen, den er verdiene, zu geben. Er sprach seine Genugtuung darüber aus, daß Dr. Ley d i e deutschen Kraft-durch-Freude-Schif- fe zu diesem Weltkongreß entsenden werde. Der Vizepräsident des Internationalen Zentralbüros Freude und Arbeit", Claus Selzner, erklärte bann, daß er den ehrenvollen Auftrag habe, im Namen aller Delegierten für die ausgezeichnete Organisation der Londoner Tagung und für den würdigen Rahmen dieser Tagung zu danken. Dann legte der Delegierte des nationalen Spaniens, Sarmen Jzaza d e M o n t o j o , die vom natio­nalen Spanien ttotz des Bürgerkrieges in Angriff genommenen unb durchgeführten sozialpolitischen Maßnahmen unter besonderer Berücksichtigung der von den nationalspanischen Frauen geleisteten Ar­beit dar. Der Delegierte Italiens, Generaldirektor Puccetti, bekundete seine Verbundenheit mit den Maßnahmen Dr. Leys und seine Bereitschaft, auch an den Vorbereitungen für Stockholm tat­kräftig mitzuarbeiten.

Nachdem noch der französische Delegierte Von- n o i f i n , der Engländer Sir Noel Curtis- kennet und der Vertreter Portugals Dr. C a - stro-Fernandez gesprochen hatten, faßte als Schlußredner der Tagung Dr. L e y die Fülle der Eindrücke und Anregungen zusammen. Dr. Ley konnte dabei auf den Tätigkeitsbericht des Inter­nationalen ZentralbürosFreude unb Arbeit" unb auf bas nachhaltige Echo ber ZeitschriftFreube unb Arbeit" Hinweisen. Er machte kein Hehl baraus, daß hier und da selbstverständlich sowohl

der Palästinakonferenz «n die britische Regierung folgende Forderungen gerichtet: Schluß mit den Greueltaten der Engländer in Palästina. Freilassung der Gefangenen, deren Zahl sich aus 8000 beläuft. Aufhören mit den Exekutionen von Arabern! Verhinderung weiterer jüdischen Ein­wanderung nach Palästina. In dem Telegramm werden dann die Hauptforderungen des arabischen Volkes von Palästina nochmals klargestellt: 1. Ab­schluß eines Vertrages ähnlich wie mit dem Irak und Aegypten; 2. Errichtung einer repräsentativen arabischen Regierung; 3. Ausweisung der Juden, die nach dem Weltkrieg von der britischen Regie­rung mit Gewalt angesiedelt worben finbbenn wir wollen sie in Palästina unter feinen Umstän- ben haben".

Die Konferenzarbeiten mit der jüdischen Abord­nung begannen am Mittwoch um 20 Uhr im Sankt-Jarnes-Palast unter dem Vorsitz von Kolo­nialminister MacDonald unb unter Teilnahme von Außenminister Lorb Halifax und des par- larnentarifchen Unterstaatssekretärs im Foreign Office, Butler. Dr. Chaim Waizmann hielt eine zweistündige Rede, in ber er die jüdischen An­sichten zur Palästinafrage umriß. Ueber seine Rede wird Stillschweigen bewahrt, das auf ein lieber- einkommen zwischen sämtlichen Tagungsteilneh­mern zurückzuführen ist. Es war jedoch in Er­fahrung zu bringen, daß Waizmann auf der jüdi­schen Haltung beharrte, wonach die 1917 gegebene Balfourerklärung von ber englischen Re­gierung erfüllt werden müsse.

Englands militärischen Ziele.

Kein ausschließlicher Einsatz auf dem

Kontingent.

London, 8. Febr. (DNB.) Der Militärkorre- fponbent berTimes" setzt seine Betrachtungen über die Frage einer englischen Armee für den Kontinent fort. Die Wiederbesetzung der Rhein- lande, ber Anschluß, die Erfüllung deutscher, unga­rischer und polnischer Forderungen an die Tschecho­slowakei hätte in dem strategischen Gleichgewicht der Mächte tiefgreifende Veränderungen hervorgerufen. Deutschland brauche nicht mehr wie früher so mächtige Streitkräfte an seiner Ost grenze zusammenzuziehen. Selbst wenn England sein gan* zes Menschenmaterial nach Frankreich werfen und es ohne Rücksicht auf seine Bedürfnisse zur See unb in ber Luft ausrüften konnte, mürbe b i d kombinierte e n g l is ch - fr a n z ö s i s ch e A r ° mee nicht annähernb an bie Ueber* le genheit ber zusammengefaßten beutschen Wehrmacht heranreichen können unb nicht in ber Lage sein, einen Sieg

allen Lebensgebieten sein. Wenn wir heute auch unsre gefaulten Gummireifen für Personenkraft­wagen schon auf Buna umstellen können, bann wis­sen wir, baß wir auf biefem Gebiet ben Engpaß schon überwunben haben.

Der Gauleiter wandte sich bann besonders der Frage der Landflucht zu und. forderte die Ar­beiter in der Stadt auf, dem Bauern, der die Grundlage des deutschen Volkes sei, die notwendige Achtung'entgegenzubringen. Abschließend behandelte der Gauleiter die großen Erfolge des Jahres 1938, die nur auf der Grundlage ber deutschen Volks­gemeinschaft möglich waren. Er forderte bie anwe­senden Arbeitskameraden auf, auch in ber Zukunft so einig und treu hinter dem Führer zu stehen, damit ber Führer mit dieser Einheit auch das große Unrecht, bas man uns in dem Raub der Kolonien zugefügt hat, vernunftgemäß losen könne.