Ausgabe 
8.7.1939
 
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Forderungen -er Verkehrsgemeinschast

Haupfftraße fährst!

3. Vor dem Einbiegen noch links die eningen- kommenden Fahrzeuge vorbei lassen! Recht-

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olungsübung nicht angerechnet werden darf.

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Hitler-Jugend Bann 116.

halten!

Radfahrer.

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ver­

loren.

bisher

Geschichten aus aller Welt

Was ist die Lehrlingsrolle und was bezweckt sie?

können!

Obstreste und andere Gegenstände nicht auf Geh­weg oder Fahrbahn werfen!

Bei Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel wäh­rend der Fahrt weder auf- noch abspringen!

Die Fahrbahn nicht kurz vor oder hinter einem Fahrzeug, besonders einer Straßenbahn, über­schreiten!

An Straßenkreuzungen nur die gekennzeichneten Uebergänge benutzen!

Verkehrszeichen und Verkehrsregelung genau beachten!

Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!

Der Trauring im Kuhmagen.

Ndz. Oslo.

14 Kilometer südlich von Mitau im 100-Kilometer- Tempo mit einem Fleischerfuhrwerk zusammen­gestoßen. Dabei wurden der Fleischer und sein Pferd getötet. Der Wagen wurde völlig zertrüm­mert und das Auto stark beschädigt. Die Insassen wurden zum Teil schwer verletzt, und auch Melderis mußte in das Mitauer Krankenhaus gebracht wer­den. Es ist eine strenge Untersuchung dieses Vor- alls'eingeleitet worden.

Ein Geist stellt Gemälde aus.

Ndz. Wellington.

7. An Straßenecken nicht stehenbleiben!

8. Nicht vergessen, daß Fahrzeuge bei nassen und glatten Straßen nicht immer sofort halten

1. Benutze die Gehwege!

2. Die Fahrbahn gehört dem Fahrzeug! Daher Vorsicht vor dem Betreten der Fahrbahn!

3. Die Fahrbahn stets auf kürzestem Wege und nur dann überschreiten, wenn sie wirklich frei ist!

Kraftfahrer.

1. Vorfahrt achten und beachten! Besonders vor Hauptstraßen, die gekennzeichnet sind!

2. Stets rechts fahren, nach links in weitem und nach rechts in engem Bogen einbieyen!

3. Dor dem Einbiegen nach links die entgegen­kommenden Fahrzeuge vorbeilassen! Rechtzeitig abwinken!

zeitig abwinken!

Nach links in weitem und nach rechts in engem Bogen einbiegen!

Dich überzeugen, ehe du aus einem Grundstück herausfährst, ob du auch den Straßenverkehr nicht gefährdest!

Bei Dunkelheit oder Nebel an deinem Fuhr­werk links und rechts je eine hellbrennende La­terne führen!

Dafür sorgen, daß die Ladung deines Fuhr­werks seitlich nicht herausragt!

Das äußere Ende deiner Ladung, wenn ste über dein Gefährt herausragt, durch eine große rote Flagge und bei Dunkelheit oder Nebel durch eine rote Laterne kennzeichnen!

Ein unbespanntes Fahrzeug bei Dunkelheit oder Nebel grundsätzlich von der Straße fernhalten! Benn Verlassen des Fuhrwerks die Bremse an­ziehen, die Leine kurz anbinden und die Tiere innen absträngen!

Fußgänger.

darmeriestelle oder Ortspolizeibehörde zu benach richtigen.

Pferd und Hitzschlaggefahr.

und die Geschwindigkeit nicht erhöhen!

6. Nicht halten und auch nicht parken in Kurven oder an unübersichtlichen Straßenstellen!

nehmen!

10. Dein Fahrrad stets in verkehrssicherem Zustand halten!

7. Rechtzeitig abblenden!

Bist du angetrunken oder übermüdet, bleib weg

Im Reichtum verkommen.

Ndz. Buenos Aires.

Ein ungewöhnliche Fall von Geiz ist in Buenos Aires bekanntgewordm. Eine 80jährige Witwe, die ihr ganzes Leben lang im tiefsten Elend zugebracht hat, ist gestorben. Ihre Nachbarn hatten errechnet,

Die Gefahr des Hitzschlages bedroht nicht nur den Menschen, sondern auch einen seiner treuesten Ge­hilfen, das Pferd. Man gebe daher den Pferden mährend der heißen Jahreszeit vor allem öfter und genügend frisches Wasser, nchme die Tränkeimer mit, lasse die Pferde bei starker Anstrengung öfter an schattigen Stellen einige Zeit ausrühen und ver­meide es möglichst, die Tiere während der heißesten Tagesstunden 'zur Arbeit zu verwenden. Der Be­ginn der Erkrankuna des Tieres an Hitzschlag zeigt sich an einer rasch zunehmenden Ermattung, Schwanken, ängstlichem Blick und angestrengter At­mung. Bei dem ersten Auftreten solcher Anzeichen spanne man sofort aus, bringe das Tier an einen schattigen Platz, begieße seinen Kopf und die Beine mit frischem Wasser und rufe eiligst einen Tierarzt herbei. Pferde, die in dieser Lage nicht sofort aus dem Dienst gestellt werden, sind in der Regel

Verhängnisvolle Wettfahrt mit dem v-Zug

Ndz. Riga.

Ein trauriges Ende nahm der Versuch des be­kannten lettischen Basketspielers und führenden Mit­glieds der lettischen Nationalmannschaft, Melderis, den Berliner v-Zug mit einem Personenkraftwagen einzuholen. Melderis hatte sich in Riga um wenige Minuten zum Zuge verspätet. Er reiste mit anderen lettischen Basketspielern zusammen, die eine Stu­dienreise nach Amerika antraten, um die dortigen Basketballspielverhältnisse kennen zu lernen. Er mußte den v-Zug erreichen, wenn er nicht den Dampferanschluß in Gdingen verpassen wollte. Daher versuchte er, im Auto in rasender Fahrt auf der Landstraße, die von Riga nach Mitau zur letti­schen Grenze führt, den Berliner v-Zug zu er­reichen. Die Bahnverwaltung hatte sich bereit er­klärt, auf dem Grenzbahnhof den Zug 10 Minuten aufzuhalten, doch verstrichen die kostbaren zehn Minuten, ohne daß M. eintraf, und der Zug ging ohne ihn ab. Wie es sich herausstellte, war M.

Kutscher.

1. Scharf rechts am Rand der Fahrbahn fahren!

2. Kraftfahrzeuge und Straßenbahnen vorfahren lassen, wenn du nicht auf gekennzeichneter

Wie wir schon berichteten, tritt am 1. August der Lehrer Otto Reich, der von einer 46jährigen Dienstzeit 40 Jahre an der Schule in Gießen tätig rar, in den Ruhestand. Am gestrigen letzten Schul- :cg war in der Neuen Pestalozzischule die feier» iche Verabschiedung. Im Anschluß an die Flaggen- inziehung, bei der sich die Schüler, wie üblich, aus c»em Platz vor dem Skagerrak-Denkmal aufstellten, ' d) zunächst Abschied von der Ge- Dabei wurde ihm von einer

daß sie im Monat kaum 20 Pesos, knapp 12 Mark nach deutschem Wert, für ihre Lebenshaltung aus­gab. Immer wieder fanden sich gute Seelen, die der armen Bettlerin halfen, obwohl es auch Leute gab, die ihr nicht ganz trauten. Diese Skeptiker hoben recht behalten. Nachdem die denkbar ärmliche Be­stattung vollzogen war, wurde bei der Regelung eventueller Erbschaftsansprüche ermittelt, daß die Alte in ihrem Haus Bargeld, Wertpapiere und Schmucksachen im Gesamtwerte von einer halben Million Pesos, fast 300 000 Mark, verborgen hatte. In Löchern in den Wänden, unter den Bildern, unter dem Fußboden und anderen Verstecken kamen diese ungeheuren Werte zum Vorschein. Weiter konnte die Polizei ermitteln, daß die Geiztante nach ihrem Tode um 50 000 Pesos bestohlen wor- den ist. Einer ihrer Nachbarn, der offenbar mehr als eine Ahnung von dem Reichtum hatte, benutzte die Leichenfeier, um ihr Haus gründlich zu unter­suchen. Er war aber von Nachbarn beobachtet wor­den, als er mit einem gefüllten Sock das Haus ver­ließ. Bei einer Haussuchung fand man bei ihm über 5000 Pesos in bar und Schmucksachen im Werte von über 40 000 Pesos.

Die Nadel im Heuhaufen.

Ndz. Neuyork.

Mr. Moran, ein amerikanischer Staatsbürger, der im vergangenen Jahr von sich reden machte, als er auszog, um den Eskimos Kühlschränke zu ver­kaufen hat jetzt eine neue Heldentat vollbracht. Er hatte es sich in den Kopf gesetzt, einmal festzustellen, wie lange es dauern würde, um die sprichwörtliche Nadel in einem Heuhaufen zu finden. Er besorgte sich also Heu im Gewichte von zwei Tonnen, ließ es aus seinem Grundstück ausbreiten und bat einen Bekannten, eine Nadel in diesem Heuhaufen zu ver­stecken. Feierlich wurde die Zeit feftgeftellt, und der Wißbegierige begann seine Suche. Nach 82 Stunden und 35 Minuten war die Nadel gefunden. Mr. Moran schickte die Nadel einem Neuyorker raufen, schaftlichen Institut mit einer ausführlichen Dar­stellung seines Experimentes. Die Tat eines Ver­rückten? Durchaus nicht! Mr. Moran ist em tuch- tiger Geschäftsmann. Er hat ein paar hundert Mark dadurch verdient, daß er die Heubündel qn An- denkenfäger verkaufte, die bei feiner Suche zu­gesehen hallen.

nahm Lehrer Rei -amffchülerschaft. Schülerin ein Blumenkorb überreicht.

Später versammelten sich die Lehrer in dem nut Grün und Blumen geschmückten Konferenzzimmer. .Der Rektor der Schule führte in seiner Ab- Ichiedsansprache an Lehrer Reich u. a. folgendes aus: Weite Kreise der Bevölkerung Gießens neh­men Anteil an diesem Abschied von der aktiven Schularbeit; denn es haben mehr denn zwei Ge­nerationen als Schüler vor ihm als Lehrer gesessen. Den Berufskameraden aber sei es ein herzliches Bedürfnis, mit ihm in dieser Stunde, die einmalig im Leben eines Menschen sei, zusammen zu sein. t)err Reich könne in seiner Berufsarbeit auf Er­folge zurückblicken, die nicht alltäglich seien. Darauf könne er stolz sein, wie auch die Schule stolz darauf sei. Der Redner hob dann die Begabung des Schei­denden hervor, immer freundlich und verständnis­voll dem andern zu begegnen, als Mensch unter Menschen, als Freund seiner Kameraden. Mit Herz- lichen Worten des Dankes verband er die Bitte, Herr Reich möge auch in der Zukunft die ihm lieb und wert gewordene Verbindung mit der Schule wahren. Zum Schluß brachte der Rektor noch die besten Wünsche der Schule und der Be-

Die diesjährige Herbstausstellung der Akademie der schönen Künste des Staates Neuseeland in Wel- lington weist eine Besonderheit auf, die bisher, trotz Ben Akiba, wohl noch nicht da war. Unter den Aus­stellern befindet sich nämlich auch eine Künstlerin aus der Geisterwelt. Es handelt sich bei den Werken aus dem Jenseits um vier ungewöhnliche Feder- Zeichnungen, die von der Akademie zur Ausstellung angenommen wurden. Sie wurden eingereicht durch eine Mrs. Berta Sinclair Burns, die jedoch erklärte, daß sie niemals Unterricht im Malen gehabt oder sich auch nur der Mühe von Uebungen unterzogen habe. Sie will ihre Zeichnungen vielmehr nur nach den Anweisungen und als ausführende Hand eines ihr er dnenenen GeistesZara" ausgeführt haben. Der GeistZara" sei eine vor vielen Jahrhunderten verstorbene Aegypterin, die der Drang nach künst­lerischer Betätigung offenbar nicht ruhen läßt. Die Zeichnungen selbst stellen abftrafte Wiedergaben dar die Blättern und Früchten ähneln. Sie zeichnen sich durch eine hervorragende Technik und künstlerischen Rhythmus aus Deshalb hat die Akademie ste an­genommen, nicht aber, wie die Ausstellungsleitung erklärt, wegen ihrer geisterhaften Herkunft...

fahren!

3. Immer die Radwege benutzen!

4. Die Lenkstange stets fesch alten und die Füße auf den Pedalen lassen!

5. Nur dann überholen, wenn genügend Platz ist und keine Gefahr besteht; nach links in weitem und nach rechts in engem Dogen einbiegen!

Vor dem Einbiegen nach links die entgegen- kommenden Fahrzeuge vorbeilassen! Rechtzeitig abrointen; vergiß nicht, daß deine Zeichen bei Dunkelheit ober Nebel schwer zu erkennen sind! Kraftfahrzeuge und Straßenbahnen vorfahren lassen, wenn du nicht auf gekennzeichneter Hauptstraße fährst!

8. Dich nicht anhängen, kein Vieh führen und andere Fahrzeuge nur dann ziehen, wenn sie mit deinem Rade fest verbunden sind!

9. Nur ein Erwachsener darf ein Kind bis zu sieben Jahren auf einem besonderen Sitz mit«

vom Steuer!

Besonders vorsichtig fahren, wenn die Fahr­bahn durch Regen, Schnee oder Eis glatt ist oder Nebel die Sicht behindert!

Dein Kraftfahrzeug immer in verkehrssicherem Zustand, vor allen Dinaen Steuerung, Bremsen, Bereifung und Beleuchtung stets in Ordnung

glicht eines jeden Aufgerufenen ist, die Antrog ?llung sofort vorzunehmen. Irgendwelche Kosten ntstehen nicht. Die Ausfüllung der Anträge muß ergfältig erfolgen, insbesondere muß die Hand- ihrift deutlich lesbar sein.

Weitere Auskünfte erteilt das Arbeitsamt und (tue Nebenstellen.

Achtung! SA.-Wehrabzeichenträger.

Die Standarte 116 gibt bekannt, daß der zweite ermin für die erste Wiederholungsübung 1939 auf »onntag, 9. Juli, festgesetzt wurde.

Allen Wehrabzeichenträgern, die am 25. Juni an der Teilnahme verhindert waren, ist damit Gelegen­heit gegeben, ihre Uebungen abzuleisten.

21 n t r e t e n am Sonntag, 9. Juli, vormittags Uhr, auf dem Schießstand an der Hardt in ließen.

Mitzubringen sind Sportzeug, SA.-Wehr- bzeichenurkunde, Leistungsbuch und Besitzzeugnis.

kartei vorgesehen. Für jede Innung ist eine beson­dere Jnnungsbestandskartei auf dem laufenden zu halten; aus ihr muß die Zahl der Lehrlinge und deren Ausbildungsstand sowie die Zahl der gesam­ten Lehrbetriebe und der Lehrbetriebe hervorgehen, die tatsächlich Lehrlinge halten. Zweck der Lehr- lingsrolle ist die Ermittlung des Nachwuchsbedarfs. Durch sie wird es möglich, die Heranbildung und Verteilung des Nachwuchses den volkswirtschaftlichen Erfordernissen anzupassen.

(Biefoener lvochenmarktpreffe

* Gießen, 8. Juli. Auf dem heutigen Wochen­markt kosteten Markenbutter, Vi kg 1,60 Mark, Matte 25 bis 50 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Eier, Klasse S 13, A 12/4, B 12, C 11/4, D 10S, Wirsing, S kg 14 bis 16, Weißkraut 14 bis 18, gelbe Rüben 25, das Bündel 12 bis 14, rote Rüben 10 bis 15, Römischkohl 10 bis 15, Erbsen 20 bis 25, Tomaten 25 bis 35, Zwiebeln 15 bis 18, das Bündel 10 bis 15, Rhabarber 12 bis 16, Pilze 50, Kartoffeln, neue, % kg 10 bis 13 Pf., alte, S kg 5 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,40 bis 4 Mark, Pfirsiche, S kg 40 bis 42, Himbeeren 40 bis 50, Kirschen 30 bis 44, Heidelbeeren 45, Stachel- beeren 20 bis 40, Johannisbeeren 20 bis 25, Erd­beeren 30 bis 58 Pf., Hähne 1 bis 1,20 Mark, Suppenhühner 90 Pf. bis 1 Mark, Dauben, das Stück 50 bis 65 Pf., Blumenkohl 20 bis 50, Salat 5 bis 12, Salatgurken 20 bis 40, Oberkohlrabi 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel

Links überholen und nur bann, wenn dadurch der übrige, insbesondere der entgegenkommende Verkehr, nicht gefährdet wird! Sonderregelung bei der Straßenbahn beachten!

Wenn du überholt wirst, stets rechts bleiben

>as SA.-Wehrabzeichen ist anzulegen.

Es wird darauf hingewiesen, daß das Wieder- olungsjahr 1939 beim Fehlen einer Wieder-

1. Scharf rechts am Rand der Fahrbahn fahren!

2. Grundsätzlich nicht neben anderen Radfahrern

Wo bleibt der Schilling?

Ndz. London.

Eine Denk-Aufgabe, die ein Polizeibeamter bei­läufig in einem Vortrag stellte, den er vor den Mitgliedern einer englischen Mädchen^Organisation in Chelsea hielt, geriet durch einen Zufall in eine Zeitung. Mit Windeseile machte die Aufgabe die Runde, und bald zerbrach sich ganz England den Kopf darüber, wo der Schilling geblieben war. Der Sachverhalt, der der Rechenaufgabe zugrunde liegt, ist äußerst einfach. Drei Männer essen in einem Restaurant ein Menü. Das Essen kostet zehn Schilling pro Person. Jeder zahlt für sich. Der Kellner bringt 30 Schillinge dem Kassierer, der ihm erklärt, er habe fünf Schillinge zuviel berechnet, und hinzufügt:Sie müssen deshalb den Herren fünf Schillinge zurückzahlen." Aber der Kellner ist un­ehrlich. Er steckt zwei Schillinge in seine eigene Tasche und erklärt den Gästen, das Essen se: um einen Schilling billiger, so daß jeder nur neun Schillinge zu zahlen hätte. Dreimal Essen zu neun Schillinge macht nach Adam Riese 27 Schillinge. Zwei Schillinge sind in der Tasche des unehrlichen Kellners. Was ist aber mit dem 30. Schilling passiert?

Die Rache der weißen Mäuse.

AS. Warschau.

In einem Straßenbahnwagen in Warschau, der vollbesetzt durch die Stadtmitte fuhr, sprana mit einem Schmerzensschrei plötzlich ein gut gekleide­ter junger Mann von seinem Sitz auf. Gleichzeitig huschte ein Schar weißer Mäuse durch den Wagen. Unter den Fahrgästen brach eine Panik aus, so daß die Straßenbahn zum Stehen gebracht werden mußte. Was war geschehen? Der gut aussehende junge Mann war ein Taschendieb. Bei einer Durch­suchung der Taschen seines Nachbarn fand er einen Beutel, den er seelenruhig an sich nahm und in aller Heimlichkeit öffnete. Plötzlich aber wurde er kräftig in den Finger gebissen. In dem Beutel befanden sich nämlich weiße Mäuse, die von ihrem Herrn, einem Züchter, in ein Seruminstitut geschafft ©er­ben sollten. Der so vom Pech verfolgte Taschendieb würbe verhaftet.

rufstameraben zum Ausdruck und überreichte bem Scheidenden ein Bild, eine Häusergruppe Alt-Gie­ßens, die Arbeit eines Gießener Malers, barste!- lend.

Sichtlich bewegt brachte Lehrer Reich feinen herzlichen Dank für diese Ehrung und die schöne Feier zum Ausdruck.

Ehrung bei der Reichsbank.

Dem Reichsbankkassier Max C r e u tz b u r g wurde vom Führer das silberne Treudienst-Ehrenzeichen für 25jährige Dienstzeit verliehen. Die Überreichung sand in würdiger Form durch den Behördenleiter statt.

Borsicht! Einbrecher mit Schußwaffe.

Lpd. Anfang dieses Jahres wurden in den Dör­fern der Landkreise Hersfeld, Marburg, Fritzlar, Frankenberg, Eder, Kreis des Effenbergs, Ziegen­hain und Korbach Einbrüche am laufenden Band ausgeführt. Die polizeilichen Ermittlungen haben ergeben, daß als Täter die zwei nachstehend be­schriebenen Personen in Frage kommen:

- 1. Der Zigeuner August Weiß, geboren am 19.2.1912 in Ober-Rodenbach (Kreis Hanau) der auch unter dem Namen Matthias Polvoni, geboren am 23.3.1910 in Niedermendid, auftritt. Weiß ist etwa 1,70 Meter groß, hat dunkles Haar, dunkle Augen, trägt dunklen Anzug und blaue Schlapp­mütze.

2. Eine männliche Person, die den Spitznamen Andres" führt. Andres ist 1,65 Meter groß, hat hellblonde Haare, blaue Augen, schielt auf dem linken Auge und trägt hellgrauen Anzuy.

Beide Täter führen Fahrräder bei sich. Andres ist im Besitz einer Pfftole. Beim Auftreten der vor­stehend ' Genannten wird gebeten, die nächste Gen-

Es ist schon häufig vorgekommen, daß auf dem I Felde verlorene Ringe nach vielen Jahren wieder ans Tageslicht kamen. Ganz ungewöhnlich aber liegt ein Fall, der sich in Norwegen ereignete. Dort hatte vor 30 Jahren eine junge Bauersfrau auf dem Acker bei Skollerod ihren Trauring verloren. Nach mehreren Jahren wurde die Wirtschaft in ein anderes zwei Meilen entferntes Dorf verlegt. Jetzt fand der Sohn der Bäuerin beim Pflügen den Ring, der vor 30 Jahren auf dem früheren Hofe verloren wurde. Diese Ortsveränderung des Schmuckstückes läßt sich nur so erklären, daß eine Kuh beim Wei­den den Ring mitgefressen und daß sie ihn noch im Magen hatte, als der Umzug nach dem anderen Hof vorgenommen wurde. Dort ist dann wohl der Ring den Weg allen Kuhfutters gegangen und zugleich mit dem Naturdünger in den Acker gekommen.

8 bis 12 Pf.

** Ehrenkreuz der deutschen Mutter, Der Oberbürgermeister fordert heute zu weiteren Anträgen auf Verleihung des Ehrenkreuzes der deutschen Mutter auf. Insbesondere können jetzt auch die Mütter unter 60 Jahren das Ehrenkreuz beantragen. Um Beachtung der Bekanntmachung werden alle in Frage kommenden Mütter und ihre Angehörigen besonders gebeten.

** Anmeldung zu Lehrabschlußprü­fungen. Die Anmeldung zur industriellen Fach­arbeiter-Lehrabschluß- und Kausmannsgehilfenpru. fung im Herbst 1939 hat für alle Facharbeiter- und Kaufmannslehrlinge, die ihre Lehre bis zum 30.6.1940 beenden, in der Zeit vom 17.7. bis 31. 7.1939 zu erfolgen. An den Prüfungen nehmen sämtliche in Frage kommenden Lehrlinge der Kreise Gießen, Alsfeld und Lauterbach teil.

** Jnstandsetzungsarbeiten im Volksbad. Vom kommenden Montag ab sind bie Schwimmhalle und das Römisch-Irische Bad im Volksbad wegen Jnstandsetzungsarbeiten bis auf weiteres geschlossen. Alle übrigen Abteilungen des Volksbades sind in der üblichen Zeit geöffnet.

** Don b e r Gießener Hütte. Den Mit- gliebern und Freunden des Deuffchen Alpenvereins, Sektion Gießen-Oberhessen, wird die 65. ordentliche Hauptversammlung des Deutschen Alpenvereins, die am 29. und 30. Juli in Graz stattfindet, eine an­genehme Ueberraschung bringen. Der Dereinsführer des Gesamtvereins beabsichtigte nämlich, aus den haushaltsplanmäßig für 1939 bereitstehenden Mit­teln der Sektion Gießen-Oberhessen eine Beihilfe von 1000 Mark zu gewähren. Der Betrag soll zur Ueberholung und zur Schaffung einer Wasserleitung für bie Gießener Hütte Verwendung finden.

Sprechstunden Der '.neoaktron.

11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach» i mittag geschlossen.

Dienstbefehl.

Best.: Hesen-Nassau-Fahrt.

Der Sonderzug des Bannes 116 geht am Diens- ag, 11. Juli, um 17.22 Uhr m Gießen ab. Alle ' Teilnehmer haben bis 15.15 Uhr auf dem Hof der Llten Klinik, Liebigstraße, e.nzutref en. Damit bie Zufahrt nach Gießen mit verbillig en Karten er- Dlqen kann, haben die Gefolgschaftsfuhrer dafür u sorgen, daß sofort alle Fahrkarten bei ber Ver- valtungsstelle des Bannes abgeholt werben. Des­gleichen müssen alle Teilnehmer im Besitz ihres Irahrtausweises sein. Die Fahrtstrecken gehen den Ibteilungsführern zu, die sie dann an bie Grup­penführer weiterverteilen. Um 15.30 Uhr erfolgt Meldung der Fahrtabteilungsführer an den Adju- anten Des Bannes, Gefolgschaftsführer Krech- e r g e r. Die Aufstellung erfolgt im offenen Vier- ck nach der Liebigstraße. Don hier aus rucken die sahrtabteilungen zum Bahnhof.

Fliegergefolgfchaft 1/116, Gießen.

Sonntag, 9.7., treten sämtliche Jg. am Heim in Inisorm an, die 1. auf Hessen-Nassau-Fahrt, 2. bie yliegerlager Platte unb Gras-Ellenbach vom 23.7. äs 5.8.1939 besuchen. Mitzubringen ist: ber Säger« teitrag von 12 RM. sowie der Einberufungsschein. 2er Dienst beginnt um 9.30 Uhr.

Ein verdienter, langjähriger Lehrer Gießens tritt in den Ruhestand.

Für bie Lehrlinge im Handwerk wurde eine Lehrlingsrolle in der Haupffache von den Innungen oder Kreishandwerkerschaften geführt. Nach einer Anordnung des Reichswirtschaftsmini­sters war nun bis zum 1. April 1939 eine einheit­liche Lehrlingsrolle zu schaffen, die von den Hand­werkskammern geführt werden muß. Diese Lehr­lingsrolle erfaßt alle Lehrlinge unb Lehrbetriebe auf befonberen Karteikarten.

Die Lehrlingskarte enthält alle Angaben, die sich

auf bie Person,'Schulbildung unb Ausbilbung be« ziehen, ferner Angaben über bie abgelegten Pru* jungen, Anerkennungen für hervorragende Leistun­gen in' ben Prüfungen sowie über bie weitere For­derung ber beruflichen Ausbildung nach Abschluß der Lehre. Die Lehrbetriebskarte enthalt neben ben persönlichen Angaben und dem Nachweis der Be­rechtigung des Lehrmeisters zur Lehrlingshaltung auch Aufzeichnungen über bie Eignung bes Lehr­betriebs zur Lehrlingshaltung, über bie Zahl ber Lehrlinge unb der durchschnittlich beschäftigten Ge­sellen, ferner über bie Prüsungsergebnisse bei ben Lehrlingen, über Ehrungen des Lehrmeisters für besondere Leistungen, insbesondere in ber Ausbil­dung von Lehrlingen und über Ehrungen ber von ihm ausgebildeten Lehrlinge und Gesellen. Um die Zahl der Lehrlinge unb Lehrbetriebe in den ein­zelnen Handwerkszweigen jederzeit feststellen zu können, ist die Führung einer besonderen Bestands-

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