Ausgabe 
8.7.1939
 
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TiSV.-Volkspflegerinnen.

ist Togal ein spezifisch tvir-i kendes Heilmittel, beseitige rasch die Schmerzen u. stellt

Landsrauen sotten sich erholenI

Es ist eine bedrohliche Erscheinung, daß unsere Landfrauen heute bereits mit 40 Jahren alt und verbraucht sind. Die Urfactye davon ist, daß die Landfrau es sich kaum leisten kann, sich einmal eine gründliche Erholung zu gönnen. Daher ist die Landfrauen erholung im wesentlichen eine Frage der Vertretung der länblid>en Hausfrau und Mutter in ihrem vielseitigen Wirkungskreis. Im Sommer, in der Hauptarbeitszeit auf dem Lande, wird die Landfrau schwerlich Haus und Hof verlassen können. Auch im Winter zwar ist ihre Arbeitszeit nicht kürzer. Wohl aber ist es möglich, daß die Landfrau dann einmal für einige Zeit ver­treten w-ird. Aus diesem Grunde führt der Reichsnährstand gemeinsam mit der NSV. eine um­fassende Landfrauenerholung, und zwar zum ersten- mal in dieser Form, vom Herbst 1939 bis zum Frühjahr 1940 durch. Es soll möglich gemacht werden, daß dem größeren Teil unserer arbeitsüberlasteten Landfrauen eine vierwöchige Erholung zugute kommt. Wenn es sich irgend ein­richten läßt, soll die Landfrau die ganzen vier Wochen die Erholung ausnutzen, da bei besonders abgespannten Menschen erst nach längerer Erho-I lungszeit eine Wirkung eintreten kann. Die kosten für diese notwendige Ausspannung in den N«V.- Erholungsheimen sind außerordentlich gering. Von jeder Landfrau ist ein Unkostenbeitrag von 1 RM. pro Tag in bar oder in Lebensrnitteln zu leisten, der aber auch auf Antrag verringert oder ganz er­lassen werden kann. Das Fahrgeld braucht nur zur Hälfte von den Landfrauen getragen zu werden; und auch diese Zahlung wird von der NSV. über­nommen, wenn es die Landfrauen nicht aufbringen | können Wenn die Landfrau ein Kleinkind hat, | von dem sie sich begreiflicherweise ungern trennen möchte, so kann sie dies sogar in das Erholungs­heim mitnehmen. Als schwierigste Frage bleibt immer noch die Vertretung wahrend der Er- holunqszeit. Hier wird in erster Linie eine Fami­lien- oder Nachbarschaftshilfe angestrebt. Wenn dies nicht möglich ist, dann sollen unentgeltliche Vertre­tungen für jede Landfrau zur Verfügung gestellt werden: Arbeitsmaiden, NSV.-Haushaltshilfen oder Stadtsrauen, die von der NS.-Frauenschaft hinaus­geschickt werden.

Belgrad, 7.Juli. (DNB.) Die jugoslawische Presse bringt dem Berliner Staatsbesuch des bul­garischen Ministerpräsidenten starkes Interesse ent­gegen. Der Berliner Vertreter derVrerne" meldet, man höre in Berlin, daß Deutschland weiterhin auf dem Standpunkt des S e l b st b e st i m m u n g s- rechtes der Völker stehe und der Ansicht sei,

dadurch die Arbeitsfähigkeit bald wieder her. Keine unangc« nehmen Nebenwirkungen! Machen Sie noch heute einen Veri such - aber nehmen Sie nur Togal. In allen Apoth. M 1.24^

Propaganda berufen und mit der Erfüllung eines besonderen Auftrages auf dem Gebiete des Film-

Nach einer mehrmonatigen Krankheit starb der Marineminister der Vereinigten Staaten Glaube' Swanson im Alter von 77 Jahren. Swanson gehörte ber Regierung Roosevelt seit 1933 an. Seit 1910 war er nach seiner Amtszeit als Gouverneur von Virginien Mitglieb bes Senats, bis er 1933 ins Kabinett berufen wurde.

Für die bei der NSV. beschäftigten Volkspflege- rinnen hat das Hauptamt für Volkswohlfahrt diese neue Dien st tracht geschaffen aus einem dun­kelbraunen Jackenkleid und einem auf dem Jacken­aufschlag zu tragenden Abzeichen mit der Aufschrift Volkspflegerin der NSV.".

(Presse-Bild-Zentrale-M.)

Oie Reichsbahn verbessert die sozialen Leistungen.

Berlin, 7. Juli. (DNB.) Mit ber Betreuung ber mehr als 900 000 Gefolgschaftsmitqlieber ber Reichsbahn befaßte sich der Reichsfachgruppenbeirat des FachamtesEnergie- und Derkehrsverwaltung". Die U r l a u b s g e st a l t u n g und das System des Entgeltes wird neu überprüft werben, bamit eine zweckmäßige Gestaltung unb Einteilung bes Urlaubs ber i'm Gebinge stehenden Ar­beiter gewährleistet wird. Um die Unebenheiten in der Ortslohnstaffeleinteilung zu beseitigen, die infolge der wirtschaftlichen Strukturveränderungen entstanden sind, wird sich bas Fachamt für eine Aenberung ber Ortslohnstaffeln beim Reichstreu- hänber einfetzen. Der Fraueneinsatz wirb in ber Weise burchgeführt werben, baß Frauen nur bort zum Einsatz kommen, wo ihre Eigen­art es gesta11et. Die Leistungsfähigkeit ber Kranken- und Sterbekaffe soll gesteigert werben. Zu bem Zweck ist beabsichtigt, beide Kassen von einander zu trennen unb eine selbständige Krankenkasse sowie eine unabhängige Sterbekasse zu errichten. Die Reichsbahn hat die kostenlose Ver­waltung beider Kassen zugesichert.

49 Züge mit mehr als 400 km Reisegeschwindigkeit.

wenn der Grundsatzder Balkan den Bal­kanvölkern" bis zum Schluß durchgeführt werde. Deutschland habe auch immer die Haltung der Balkanstaaten vollauf gewürdigt, die bis un­längst in allen Streitigkeiten der Großmächte neu« tral geblieben seien. Das Blatt weist auf die Be­deutung hin, die neben der deutsch-bulgarischen Freundschaft auch die Freundschaft zwischen Jugo­slawien und Bulgarien für ben Frieben habe. Man höre in Berlin, daß Deutschland damit keinerlei neueFron t" bilden wolle, sondern nur wün­sche, die freundschaftlichen politischen und wirtschaft­lichen Beziehungen mit ben Ländern zu stärken, deren wirtschaftliche, Struktur sich natürlicherweise mit der seinen ergänze. Außerbem wolle man ver­hindern, baß die kleinen Staaten, welche neu­tral bleiben und sich aus den Jnteressenkämpfen ber Großmächte heraushalten wollten, trotzbem in ben Einkreisungsblock ein bezogen würben, was sich in erster Linie für diese kleinen Staaten selbst zum Schaden auswirken müßte.

geschieden ist, wurde vom Führer der Dienstgrad eines NSKK.-Oberführers verliehen.

Reichsminister Dr. Goebbels hat den Chef des Presse- und Propagandaamtes der Reichsjugend­führung, Hauptbannführer Dr. Karl Lapper, in das Reichsministerium für Volksaufklärung und

postwiffenschastliche Woche in Oldenburg.

Oldenburg, 8.Juli. (DNB.) Auf der von den Reichspostdirektionen Aachen, Bremen, Dortmund, Düsseldorf, Köln, Oldenburg und Munster (West­falen) beschickten P o st w i s s e n s ch a ftlich en Woche erklärte Reichspostmimster Dr.-Jng. e.h. Ohne sorge, daß die technische Entwicklung der Nachrichtenmittel, wie Fernsehen und Rundfunk, die Deutsche Reichspost vor neue Aufgaben gestellt habe. In allen Dienststellen verrichte das Personal den schweren Dienst einsatzbereit und halte so die Tra­dition der Reichspost, die modernste und gewissen-

Kunst und Wissenschaft.

Heinz Rühmann heiratete Hertha Feiler.

Der Schauspieler Heinz Rühmann und Hertha Feiler haben vor dem Standesamt in Wannsee die Ehe geschlossen. Beide spielten zuletzt gemeinsam in dem FilmLauter Lügen" und werben demnächst in einem FilmLauter Liebe" (Terra-Probuktion) auftreten, den Heinz Rühmann selbst in Szene setzt. Hertha Feiler stammt aus Wien unb rückte mit dem FilmMänner muffen so sein" zum ersten Male ins Licht ber Oefsentlich, feit.

Kleine politische Nachrichten.

Der Führer hat seinen bisherigen Adjutanten der Kriegsmarine, Korvettenkapitän Albrecht, als Nachfolger des vor einiger Zeit 3"w General­konsul in San Franzisko berufenen NsKK.-Bn- gabeführers Hauptmami a. D. Wiedemann, zu seinem persönlichen Adjutanten ernannt Korvettenkapitän Albrecht, der am 30. Juni 1939 auf Wunsch des Führers aus ber Kriegsmarine aus-

gen zu erörtern. Die Unterredungen waren von den herzlichen Gefühlen der alten Freundschaft getragen, die zwischen Deutsch­land und Bulgarien herrscht. Sie bewiesen von neuem, wie sehr die natürliche unb trabitionelle Freundschaft ber beiben ßänber untereinanber unb zu Italien bazu beiträgt, Bulgarien als Fak­tor ber Ordnung im südosteuropäi­schen Raum zu festigen. In diesem Sinne wer­den Deutschland unb Bulgarien ihre Beziehungen in politischer, wirtschaftlicher und kultureller Hin­sicht weiterhin vertiefen.

Das Echo in Selarad.

Oer bulgarische Staatsbesuch beendet

Vertiefung der traditionellen Freundschaft beider Nationen.

In Finowfurt überreichte ein Arbeitsmädel dem bulgarischen Gast einen Blumenstrauß zum Willkomm. Unser Bild zeigt links Generalarbeitsführer B o rm a nn, in der Mitte ^"^erpräslbent K j o sse - iw an off mid (etwas im Hintergrunb) Reichsarbeitsfuhrer Hier!. (Scherl-Bilberbienst-M.)

Hafteste Postverwaltung aller Kulturländer zu sein, aufrecht. Daneben habe sich aber ein neues Element ergeben, das sich auf die Begriffe Kameradschafts- treue unb Kamerabschaftsleistung aufbaue. Der Pflege biefer neuen Trabition bienten zahlreiche neue Einrichtungen, so ber Postsport, ber Postschutz, bas Sozial- und Fürsorgewesen. Diese, neue Tra­bition sei der sicherste Garant für den jederzeittgen bedingungslosen Gesamteiysatz der Gefolgschaft für Führer unb Volk.

Ministerpräsibent Kjo sse iw an off und Frau ver­ließen am Freitagnachmittag die Reichshauptstadt. Der Reichsminister des Auswärtigen von Ribben­trop und Frau begleiteten die Gäste zum Anhalter Bahnhof, wo Ministerpräsident Kjosseiwanoff in Begleitung von Reichsaußenminister von Ribben­trop und bes bulgarischen Gesandten in Berlin Draganoff die Front der Ehrenkompanie abschritten. Zur Verabschiedung hatten sich auf dem Bahnhof Mitglieder der Reichsregierung und der Reichslei­tung der NSDAP, sowie weitere führende Persön­lichkeiten von Staat, Partei und Wehrmacht, die Mitglieder der bulgarischen Gesandtschaft sowie An­gehörige der bulgarischen Kolonie in Berlin einge­funden. Der Reichsminister des Auswärtiaen über­brachte Ministerpräsident und Frau Kjosseiwanoff die Grüße des Führers.

Die Aussprachen, die anläßlich des Besuches des bulgarischen Ministerpräsidenten in Berlin ge­führt wurden, boten Gelegenheit, die allge­meine Lage ebenso wie alle die deutsch-bul----------- - - . - / -

garischen Beziehungen betreffenden Fra- es liege im Interesse des europäischen Friedens,

Vesuch beim Reichsarbeitsdienst und in Karinhall.

Werbellin-See, 7.Juli. (DNB.) Am Frei­tagvormittag besichtigte der bulgarische Minister­präsident Kjosseiwanoff unter Führung von Reichsarbeitsführer Reichsleiter Hier! die Reichs­schule Finowfurt des Reichsarbeitsdienstes für die weibliche Jugend. Auf dem Lagerplatz über dem Uedersee empfingen die Arbeitsmaiden in ihrer schmucken blauen, weißen und roten Tracht die Gäste mit frischem Gesang. Ein Gang durch bas schöne Haus, bie Aufenthalts- und Arbeitsräume, das Musik- und Lesezimmer sowie Vorführungen ber Körperschule zeigten dem bulgarischen Gast das Ziel der Erziehungsarbeit des weiblichen Arbeits­dienstes, das unter einem neuen Ideal der Pflicht, der Harmonie und der Schönheit steht. Mit herr­lichen Sträußen frischer Feldblumen fuhren Mini- Isterpräsident Kjosseiwanoff und Reichsarbeitsführer iHierl weiter über die Reichsautobahn zum Werbel- lin-See zur Reichsarbeitsschule 3/90 Schorf- Heide. Waldhornklänge empfingen den Gast, den Reichleiter Hier! durch die Abteilung und durch ihre schön im Stil märkischer Bauerndörfer gehaltenen Häuser führte. Um 13 Uhr begaben sich der bulga­rische Ministerpräsident und der Reichsarbeitsführer zu einem Frühstück beim Generalfeldmarschall Gö­ring nach K a r i n h a l l, an dem neben der Toch­ter und dem Stiefsohn des Ministerpräsidenten der bulgarische Gesandte in Berlin, Draganoff und Frau mit der Begleitung des bulgarischen Gastes teilnahmen.

Die Reichsbahn hat in der Nachkriegszeit die Ge­schwindigkeit die Geschwindigkeit der Reisezüge planmäßig gesteigert. Bereits 1914 erreichte ber schnellste Zug auf der Strecke B erlinHam­burg eine Reifegeschwinhigkeit von 88,8 Stunden­kilometer. Diese Spitzenreisegeschwindigkeit ist in­folge der Auswirkungen des Versailler Diktats erst 1929 wieder erreicht worden. Eine grundlegende Wandlung trat 1933 ein, als der erste Fern­schnelltriebwagen eingesetzt wurde. Seitdem sind die Reisegeschwindigkeiten stark gestiegen. Im Jahre 1936 wurde auf ber Strecke Hannover- Hamm 132,3 Stundenkilometer erreicht. Wie im Voraus" mitgeteilt wird, überschritten 21 weitere ?v-Triebwagenzüge und 27 Dampf- und Elektro-> zöge bie 100-Kilometer-GreNze, so daß insge­samt 4 9 Reisezüge diese Reisegeschwindigkeit aufwiesen. Der schnellste Dampfzug fuhr auf der Strecke Berlin Ham bürg mit 115,5 Stunden­kilometer. Um diese Reisegeschwindigkeit en halten zu können, muß natürlich die Höchst­geschwindigkeit, die der Zug auf der Strecke erreicht, wesentlich höher liegen. Während bie Höchstgeschwindigkeit vor dem Kriege bei 90 Stuu- bentUometer lag, steht der Rekord des Jahres 1938 auf 160 Stundenkilometer.

Oie Vahnienübung der Heeresnachrichientruppe.

Bad Wildungen, 7.Juli. (DNB.) Die Ma­növer der Heeresnachrichtentruppe wurden am Frei­tagmittag, wie beabsichtigt, abgebrochen. Am vor­letzten Tage des Manövers sind von der Nach­richtentruppe 114 Kilometer Heeressernkadel, 260 Kilometer Felddauerleitung, 2330 Kilometer Feld­fernkabel und 270 Kilometer schweres Feldkabel ver­legt worden. Insgesamt sind bei der Uebung etwa 85000 Kilometer des Postnetzes von der Nachrich­tentruppe benutzt worden. Verbindungen von etwa :250 Kilometer wurden in den letzten Tagen von den Nachrichtentrupps wieder eingezogen. A u f einem Netz von mehr als 1 1000 Kilo­meter haben somit die verschiedensten Stäbe ihre Befehle erteilt. Ein solches Nachrichtensystem zu or­ganisieren und so zu bauen, daß es allen Anforde­rungen der taktischen Leitung entspricht, das ist eine Leistung, die bisher in Friedenszeiten noch nie von einem Heer vollbracht worden ist. Sie ist um so höher zu bewerten, als diese Rahmenübungen vollkommen kriegsmäßig durchge­spielt worden sind und von der llebungsleitung alle nur erdenklichen Schwierigkeiten der Truppe gestellt wurden. Der Inspekteur der Nachrichten­truppe, Generalmajor Fellgiebel, hat sich mit größter Zufriedenheit über den Verlauf des Ma­növers geäußert.

SchlagkrafiigedeulscheLustwaffe

Generaloberst Milch

bei gefechtsmätzigen Nebungen.

Berlin, 7. Juli. (DNB.) Der Staatssekretär ber Luftfahrt unb Generalinspekteur der Luftwaffe, Generaloberft Milch, nahm an Vorführungen der Flak-Artillerieschule Rerik (Mecklen­burg) unb ber Luftwaffen-Lehrdivision teil. Auch die Chefs der Luftflotten I bis IV waren unroefenb. Die Scharfschießen ber Flakbatterien aller Kaliber zeigten einbeutig, welchen hohen Stand unsere Flakwaffe hinsichtlich ihrer Ausbildung unb Ausrüstung erreicht hat. Die Vielseitigkeit ber Flak­artillerie wurde burch ein eindrucksvolles Wir­kungsschießen gegen Erd- und See­ziele .deutlich vor Augen geführt. Bei der Luft- waffenlehrdioision wurden Tag- und Nacht­übungen durchgeführt. Die Kampf- und Jagd verbände zeigten in verschiedenen An­griffsarten und im scharfen Bombenwurf ihre fliegerische Disziplin und treffsichere Schlagkraft. Das Zusammenwirken von Fliegertruppen und Flakartillerie wurde an Ge­fechtsaufgaben, bie erschwerten Kriegsoerhältnissen Rechnung trugen, bargestellt. Die zweitägigen Vor­führungen ergaben ein anschauliches Bilb, wie bie Luftwaffe zur Steigerung ihrer Einsatzbereitschaft und Schlagkraft an ber Vervollkommnung von Per­sonal und Gerät ständig arbeitet.

Oie Durchführung des Kündigungsschutzes.

Der Reichskommissar für bie Preisbildung erließ im April bie Künbigungsschutzverorbnung, wonach ber Mieter der Kündigung von Wohn- und Ge­schäftsräumen widersprechen kann, wenn er zur Kündigung keinen Anlaß gegeben hat und diese für ihn eine nicht unerhebliche wirtschaftliche Be­lastung mit sich bringen würde. Hierzu hat der Reichskommissar für die Preisbildung jetzt die Durchführungsbestimmungen erlassen. Die Kundi-I gungsfchutzverordnung gilt u. a. nicht für Kün­digungen, die im Rahmen der städtebaulichen Maß-1 nahmen zur Neugestaltung deutscher Städte ausgesprochen werden und für Miet- Verhältnisse mit Juden. Die Kündigung eines Mietverhältnisses, für das ber Schutz gilt, kann nur burch eingeschriebenen Briet erklärt werben. Das gleiche gilt für ben Wiber- spruch bes Mieters unb bie Zurückweisung durch ben Vermieter. Es bedarf dieser Form nicht, wenn der Empfänger eine Empfangsbescheinigung aus= s^Di'e Preisbehörde prüft zunächst, ob der Mieter Anlaß zur Kündigung gegeben hat. Ein solcher liegt vor, wenn der Mieter feine Vertragspflichten derart verletzt oder die Hausgemeinschaft derart gestört hat, daß dem Vermieter die Fortsetzung des Mietoerhältnisses nicht zuzumuten ist. .Em Verhalten des Mieters, das zur fristlosen Kündi­gung berechtigt, gilt stets als Anlaß zur Kündigung. Hat der Mieter keinen Anlaß zur Kündigung ge­geben, so ist diese für unwirksam zu erklären, wenn der Vermieter die Kündigung in der Absicht ausge­sprochen hat, eine unzulässige Erhöhung des Mietzinses zu erreichen. Trifft auch die­ser Fall nicht zu, so prüft die Preisbehorde ob die Kündigung für den Mieter eine nicht unerhebliche wirtschaftliche Belastung bedeutet.^ Ist diese Voraussetzung nicht gegeben, so wird der Widerspruch des Mieters als unbegründet zuruck- geroief en. Andernfalls hat die Preisbehörde einen Vorschlag hinsichtlich der dem Mieter zu ge­währenden Entschädigung und der Dauer der Rau- mungsfrift zu machen.

Wetterbericht

Die vom Atlantik- ausgehende lebhafte Wirbel­tätigkeit setzt sich fort. Während ihrer Auswirkung trat im Süden des Reiches zeitweilige Bewölkungs­zunahme ein, im Nordwesten kam es vielfach schon zu Regen. Auch für die Folge bringt die Luftzufuhr aus West leichte Unbeständigkeit, doch wird b.er Witterungscharakter im ganzen nicht unfreundlich fein. 1 ..

Vorhersage für Sonntag: Veränder­lich mit zeitweiliger Aufheiterung, doch kommt es vereinzelt zu teilweise gewittrigen Niederschlägen: bei zeitweilig auffrischenden Winden aus Südwester! mäßig warm und etwas schwül. A

Vorhersage für Montag: Bei Luft­zufuhr aus West unbeständig, doch häufig Auf­heiterung. ___________________________________ ,

Hauptschristleiter vr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertteter des Hauptschriftleiters: Eriftt Blum­schein. Verantwortlich für Politik und die Bilder: Or. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot (beurlaubt), i. V.: Dr. Fr. W. Lange; für Stadt Gießen, Provinz und Wirtschaft: Ernst Blumschein; für Sport: Heinrich Ludwig Neuner. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt ber An­zeigen: Theobor Kümmel. D. A.Vl. 1939: über 9000. Druck und Verlag: Brühlsche Universitätsdruckerei, R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugs­preis 2,05 RM. einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufs­preis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit ber Illu­strierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 4 vom 1. September 1937 gültig.