Ausgabe 
7.9.1939
 
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Wo unsere Truppen kämpften

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Karpathen, ist ein Städtchen von 30 000 Einwoh­nern nahe der polnisch-slowakischen Grenze am Dunajec, nicht weit von den Schlachtfeldern von Liwanowa (Dezember 1914) und Gorlice-Tarnow (Mai 1915). Von den nordwärts Tschenstochau ge­nannten Orten ist P i o t r k o w das deutsche Petri- kau, eine Stadt von 50 000 Einwohnern an der Bahnstrecke TschenstochauWarschau. Von hier und über Sieradz am Warthefluß geht der deutsche Vormarsch auf Lodz, der bedeutendsten Industrie­stadt Polens und mit 650 000 Einwohnern der zweitgrößten Stadt des Landes, die ihre blühende Textilindustrie ganz wesentlich deutscher Initiative und deutschem Fleiß verdankt. In der Schlacht bei Lodz (16. November bis 15. Dezember 1914) kämpfte die 9. Armee Mackensens.

Die aus Ostpreußen in südlicher Richtung vor­dringenden deutschen Truppen gelangten auf Ei­ch a n o w an der Bahnstrecke MlawaWarschau, nur noch etwa 75 Kilometer von der polnischen Hauptstadt entfernt, und R o z a n , auf gleicher Höhe am unteren Narew, einem rechten Nebenfluß

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Viele deutsche Soldaten des Weltkrieges sind damals auf der Fahrt zur Front in Galizien durch Krakau gekommen, dessen Einnahme durch die deutschen Truppen am Mittwochmittag gemeldet wurde. Krakau ist mit etwa 250 000 Einwohnern die zweitgrößte Stadt Galiziens und die fünfte der polnischen Großstädte, alte polnische Krönungsstadt und im Miitelalter zwei Jahrhunderte lang sogar Polens Hauptstadt, aber eine Stadt, die ihre kul­turelle Blüte und ihre wirtschaftliche Stellung dem Fleiß deutscher Kaufleute und Handwerker ver­dankte, wie sie auch seit 1257 nach magdeburgischem Stadtrecht verwaltet wurde. Herrliche Bauten, wie die Tuchhalle und Kunstwerke wie der berühmte Altar des Veit Stoß und eine Grabplatte des Peter Vischer in der Marienkirche zeugen von dieser deut­schen Epoche der Krakauer Stadtgeschichte. Hoch über dem Weichselstrom, der hier in die Ebene tritt, erhebt sich der Wawel, das Schloß der polnischen

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Könige, mit der Kathedrale, in der die Gebeine des Marschalls Pilsudski ruhen. Krakau ist auch heute eine rege Handels- und Industriestadt, daneben herrscht seit altersher ein reges kulturelles Leben, dessen Mittelpunkt die 1364 gegründete Universi­tät ist. *

Kielce am Fuße der Lysa Gora, eines weit in die polnische Ebene sich vorschiebenden Gebirgsstocks, der im Heiligen Kreuzberg 611 Meter erreicht, ist mit fast 60 000 Einwohnern Hauptstadt der gleich­namigen Provinz, In ihrer Nähe findet sich Kupfer-, Eisen- und Bleibergbau. Hier kämpfte die Armee- Abteilung Woyrsch auf dem Vormarsch auf Iwango­rod im August 1915, von Kielce nach Lublin, wohin sich die polnische Regierung geflüchtet hat, ifirrb es. in der Luftlinie nur etwa 150 Kilometer. Das am gleichen Tage von deutschen Truppen be­setzte Neu-Sandez, am Fuße der Beskiden, einem vorn Weltkrieg her bekannten Gebirgszug der

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Fr. W. Lange.

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