schlichten Arbeitsdreß die stillen -elfer der Segel- flieger, die Start- und die Transportmannschaften vor dem „Grönhoffhaus" auf, während sich das ganze Bild vor den Zuschauern nur in Grau und yülchigem Weiß darbot.
Gruppenführer Krüqer überbrachte die Grüße Les Korpsführer Christiansen und des Generalobersten M i l ch. Er gab dann in kürzester und Ifarfter Zusammenfassung einen Ueberblick über die Aufgaben des NS.-Fliegerkorps und kennzeichnete gleichzeitig an Hand eindrucksvoller Zahlen die Entwicklung des Segelflugsports im Laufe der vergangenen zwei Jahrzehnte. Worte dankbaren Gedenkens galten jenen Männern, die vor 20 Jahren die Jugend zum Segelflugsport führten und die grandiose Entwicklung einleiteten.
Anschließend wurden die Sieger des Wettbewerbs mit den goldenen, silbernen und bronzenen Medaillen ausgezeichnet, die diesmal erstmalig auch an die Transportmannschaften vergeben wurden. Die Transportmannschasten haben insgesamt 320 000 Kilometer in Tag- und Nachtfahrten zurückgelegt und es ihren Piloten auf diese Weise ermöglicht, jeden Morgen wieder auf der Wasserkuppe neu in den Wettbewerb eingreifen zu können. Unter den Siegern des Wettbewerbs befand sich auch der bekannte Weltrekordsegelflieger Kurt Schmidt, der mit dem zweiten Preis der Klasse Ä des Wettbewerbs ausgezeichnet wurde. Sein Vater, Waffenmeister Schmidt, war am gestrigen Sonntag mit dem Schiklub zur Wasserkuppe gefahren, um seinen Sohn zu seinem Erfolg persönlich beglückwünschen zu können. Kurz vor der Abfahrt hatten die Gießener Teilnehmer die Freude, den Weltrekordsegel- slieger bei sich im Omnibus zu sehen.
Gegen 16 Uhr traten die Gießener die Heimfahrt wieder an. Im Omnibus herrschte bald jene lustige Stimmung, die beim Schiklub auf solchen Heim- sährten von jeher Tradition ist. Gegen 21 Uhr traf man wieder auf dem Ludwigsplatz ein.
Das Ergebnis der „20. Rhön^.
Klasse A, Einsitzer: 1. Sturmführer Kraft (Gruppe 15 Schwaben), 2550,2 Punkte; _ 2. Obersturmführer Schmidt (Gruppe 16 Südwest), 2533,7 Punkte; 3. Sturmführer Treuter (Gruppe 8 Mitte- Eschwege), 2332,2 Punkte (die drei Ersten erhielten die Goldene Hermann-Göring-Plakette des NSFK.); 4. Sturmführer Haase (Gruppe 4 Berlin-Kurmark), 2295 Punkte; 5. Hauptsturmführer Bräutigam (Gruppe 7 Elbe-Saale), 2256,7 Punkte; 6. Sturm» führer Hofmann (Gruppe 4 Berlin-Kurmark), 2185 Punkte; 7. Jörg Schuchard (DDL. Berlin), 2175,5 Punkte; 8. NSFK.-Mann von Treuberg (Gruppe
Mdig-Vergsest mit
Die „frohen Höhen" des Schrenzers bei Butzbach mit dem herrlichen Blick ins hessische Land hatten auch beim 3. Weidig-Bergfest, das am Sonntag durchgeführt wurde, eine starke Anziehungskraft ausgeübt. Mit 738 Wettkämpfern, erstmals auch solchen aus dem Nachbargau Südweft, hielt das Bergfest die Linie des Aufstiegs. Dabei waren mehr als 100 der Gemeldeten nicht angetreten. Die schlechte Wetterlage am Samstag mag wohl manchen Verein veranlaßt haben, vom Besuch des Festes noch im letzten Augenblick Abstand zu nehmen. Abv alle, die gekommen waren, hatten es nicht zu bereuen. Der regenschweren Nacht war ein Sonntag gefolgt, der günstiges Wetter bescherte mit frischer Berglust, zum Wettstreite wie geschaffen.
NSRL.-Kreisführer SA.-Obersturmführer Otterbein (Friedberg) gestaltete die einstimmende Morgenfeier, die eindrucksvoll den kampffrohen Tag auf der herrlichen Heimathöhe einleitete. Die von Lied und Spruch umrahmte Ansprache des Kreisführers würdigte kurz das Lebenswerk Fr. L. Weidigs, diesem Vorkämpfer des Gedankens der deutschen Einheit, der vor 125 Jahren auf dem durch geschichtliche Erinnerungen aus der germanischen Kampfzeit geweihten Schrenzer den ersten hessischen Turnplatz einrichtete. Nach dem begeisterten Gruß, der unserem Führer galt, wurde unter Leitung von Kreisfachwart Langsdorf (Bad-Nauheim) in die Wettkampfarbeit eingetreten, die eine flotte und reibungslose Abwicklung fand. Hart wurde in allen Klassen um den Sieg gerungen.
Besonders erfreulich war die starke Beteiligung unserer Jugend. Zahlreich war sie dem Rufe ihres Bannführers T a e s 1 e r gefolgt: „Die Jugend Adolf Hitlers beweist durch die Teilnahme am Weidig-Bergfest in Zahl und Haltung, daß sie weiß, was Jahn mit dem Turnplatz auf der Hafenheide wollte. Sie sieht in der Kampsttätte des Berges diesen Turnplatz der Wehrkraft und Volksgemeinschaft." Unter der Aufsicht des I^-Stellenleiters beim Banne 116, Gefolgschaftsführer Weerth, fügten sich die Jugendkämpfe kameradschaftlich in die große Gemeinschaftsveranstaltung ein.
Zur großen Freude aller Festteilnehmer sand sich «auch Kreisleiter Backhaus gegen Mittag auf dem Berge ein, von Kreisführer Otterbein herzlichst begrüßt.
Kamerad S t a h 1 h u t vom Tv. Heuchelheim, der vorjährige Weidig-Bergfest--Sieger, dem es nicht schwer gefallen wäre, seinen Titel erfolgreich zu verteidigen, konnte eines freudigen Familienereig- nisses wegen nicht anwesend sein. So wurde im Dierkampf der Oberstufe Bruno Deppner, Turn- und Sportgemeinde Wölfersheim, Weidig-Bergfest- Sieger 1939 vor Berger (Tv. Grebenhain, NSKK.) und Jehner (Tgm. Friedberg).
An guten Einzellei st ungen für ein Bergfest mit seinen natürlichen Wettkampfanlagen sind u. a. zu verzeichnen: Hochspruna: Deppner (Wölfersheim), 1,85 Meter, Schmidt (Tuspo. Butzvach) 1,75 Meter, Berger (Tv. Grebenhain) 1,75 Meter; Weitspruna: Höchstem (Großen-Buseck) 7,30 Meter, Pfaff (Jahngemeinschaft Oberursel) 6,90 Meter; Kugel st oßen: Jehner (Tgm. Friedberg), 12,25 Meter; Schorge (To. Großen-Linden) 12 Meter; 100-Meter-Lauf: Glas und Zeig- ner (Oberursel) sowie Zerndt, VfB.-R. Gießen (Altersklasse 1) 12,1 Sekunden. Hochsprung- Frauen: Margret Seim (Mtv. Gießen), Hede Langlouis (Tuspo. Butzbach 1,35 Meter; Kugel- stoßen-Frauen: Gertrud Muhl (DfB.-R. Gießen) 10,20 Meter; Weitsprung-Frauen: Elfriede Krack (Tgm. Bad-Nauheim) 5,10 Meter, Else Engel (Tv. Oberstedten) 5 Meter, Margret Seim (Mtv. Gießen), Hede Langlouis (Tuspo Butzbach) 4,90 Meter; Vollballweitwurf: Ottilie Stoll (To. Langgöns) 27 Meter, Emmi Kröck (Tv. Heuchelheim) 26,50 Meter.
Harte und spannende Kämpfe gab es am Nachmittag bei den Staffelläufen, bei denen es nur in der 4X 100-Meter-Pendelstaffel um den Weidig- Wanderpreis dem vorjährigen Sieger, Jahngem. Oberurjel, gelang, den Sieg zu wiederholen. Im 4X100-Meter-Pendelstaffellauf der Frauen um den Albert-Wamfer-Wanderpreis wechselte der Dertei-
14 Bayern-Süd), 2168,2 Punkte (alle fünf erhielten die Silberne Hermann-Göring-Plakette); 9. Wolfgang Späte (DFS. Darmstadt), 2094,5 Punkte, 10. Flinsch (DVL. Darmstadt), 2057 Punkte (bronzene Plakette des Korpsführers des NsFK.); 11. Obersturmführer Opitz (Gruppe 11 Hessen - West- mark), 2037,2 Punkte; 12. Obersturmführer Huth (Gruppe 3 Nordwest), 1983 Punkte; 13. Hauptsturmführer Ludwig (Gruppe 7 Elbe-Saale), 1941,7 Punkte; 14. Obersturmführer Beck (Gruppe 15 Schwaben), 1781,5 Punkte; 15. Truppführer Bauer (Gruppe 15 Schwaben), 1745 Punkte.
Klaffe 8, Doppelsitzer: 1. Sturmführer Kühnold-Rottenführer Schröder (Gruppe 7 Elbe- Saale), 1105 Punkte; 2. Sturmführer Römers- Truppführer Prestele (Gruppe 14 Bayern-Süd), 995 Punkte (Goldene Hermann-Göring-Plakette des NSFK.); 3. Obergefreiter Mudin - Obergefreiter Deleurant (Luftwaffe), 705 Punkte; 4. Hauptsturm- mhrer Bergens - NSFK.-Mann Malchow (Gruppe 4 Berlin-Kurmark), 639,5 Punkte (Silberne Hermann- Göring-Plakette des NSFK.).
Klaffe C, Nachwuchs: 1. Rottenführer Päfold (Gruppe 13 Main - Donau), 527 Pünkte (Goldene Hermann-Göring-Plakette des NSFK.);
2. NSFK.-Mann Urban (Gruppe 12 Niederrhein), 445 Punkte (Silberne Hermann-Göring-Plakette);
3 Oberscharführer Hannoschöck (Gruppe 3 Nordwest), 434 Punkte (Goldene Plakette des Korpsführers).
Die Goldene Plakette des Korpsführers für die größte Höhe erhielt Obertruppführer Fick (Gruppe 2 Nord), die Silberne Plakette NSFK.-Sturmfuhrer Treuter (Gruppe 8 Mitte-Efchwege). Die größte Gesamt-Zielflugstrecke mit 1272 Kilometer erreichte Sturmführer Haase (Gruppe 4 Berlin-Kurmark), der als einziger die geforderte Mindestleistung erfüllte und dafür die Goldene Plakette des Korpsführers bekam.
Der Nehring-preis vom Sauleiter verliehen.
NSG. Am Sonntag, am letzten Tag des diesjährigen Segelflugwettbewerbs auf der Rhön, ließ Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenge r^ dem NSFK.-Obersturmführer Zitier von der NSFK.- Gruppe Schlesien als Anerkennung für seine hervorragenden fegelfliegerischen Leistungen den von ihm gestifteten Nehring - Wanderpreis überreichen. NSFK.-Obersturmführer Ziller hatte am 21. Noo. 1938 bei einem Höhen-Segelslug, der als Höhen- Weltrekord anerkannt wurde, eine Höhe von 8600 über Normal-Null erreicht.
738 Wettkämpfern.
diger, Mtv. Gießen, vom ersten auf den dritten Platz. Die Jugendstaffel um den Moritz-Kuhl- Wanderpreis gewann sicher die HI. Gießen.
Nach der Siegerehrung am Nachmittag sprach Ortsgruppenleiter Bürgermeister Dr. Mörschel, der am Dormittage selbst sich tätig um die Durchführung des Festes bemühte — er nahm in den nicht weniger als 14 Riegen die völkische Aussprache ab — das Schlußwort, das ausklang in einem eindrucksvollen Führergedenken.
Die Ergebnisse.
Vierkampf-Männer-Oberstufe (12 Bewerber, 12 Sieger): 1. B. Deppner, Tuspogem. Wölfersheim, 82 Punkte; 2. Hch. Berger, Tv. Grebenhain (NSKK.), 81; 3. Konrad Jehner, Tgm. Friedberg, 76 Punkte.
Dreikampf-Männer-Unter stufe (164 Bewerber, 157 Sieger): 1. Erich Hochstein, Spvg. Großen-Buseck, 79 Punkte; 2. K. Pfaff, Jahngemeinschaft Oberursel, 75; 3. Kurt Mohr, Tgm. Bad-Nau- heim, 73 Punkte.
Vierkampf-Jugend-Ober st ufe (HJ.- Klasse A: 114 Bewerber, 111 Sieger): 1. Fritz Karl Jughardt, Mtv. Gießen, 117 Punkte; 2. Leo Grimm, Tuspo. Massenheim, 113; 3. Alfred Sedier, Tuspo. Friedrichsdorf, 102 Punkte.
Dreikampf-Jugend-Unter st ufe (HJ- Klasse B: 238 Bewerber, 191 Sieger): 1. Reinhard Scheuermann, Tv. Wetzlar, Hermann Kirch, Jahngem. Oberursel, 80 Punkte; 2. Adolf Armbrust, Tv. Vilbel, 75; 3. Emil Stieh, Tuspo. Friedrichsdorf, 72 Punkte.
D r e i k a m p f - A l t e r s k l a s s e 1 (32 bis 40 Jahre, 38 Bewerber, 35 Sieger): 1. Fritz Schalter, Tv. Oberstedten, 81 Punkte; 2. Adolf Pfeffer, Tv. Nieder-Eschbach (SA.), 68; 3. Walter Berndt, VfB.- Reichsbahn Gießen), 65 Punkte.
Dreikampf-Altersklasse 2 (40 bis 50 Jahre, 18 Bewerber, 18 Sieger): 1. Heß, Tv. Braunfels, 62 Punkte; 2. Adam Popp, Tgm. Friedberg, Robert Schepp, Tuspo. Griedel, 61; 3. Anton Weide, Spv. Ober-Mörlen, 58 Punkte.
Dreikampf-Altersklaffe C (über 50 Jahre, 7 Bewerber, 7 Sieger): 1. Wilhelm Markgraf, Spg. Dortelweil, 58 Punkte; 2. Philipp Götz, Postfpv. Gießen, 55,3; 3. Adolf Neurath, Tuspo. Massenheim, 53 Punkte.
Vierkampf-Frauen (18 Bewerberinnen, 18 Siegerinnen): 1. Hede Langlouis, Tuspo. Butzbach, 77 Punkte; 2. Anneliese Volk, Jahngem. Oberursel, Margret Seim, Mtv. Gießen, 74; 3. Gertrud Greger, Spg. Dortelweil, Elfrede Krack, Tgm. Bad-Nauheim, 73 Punkte.
Dreikampf-Weibliche Jugend (BDM- Klasfe A: 37 Bewerberinnen, 23 Siegerinnen): 1. Hedwig Clarius, Mtv. Gießen, 54 Punkte; 2. Elfriede Schneider, Tv. Oberstedten, 52; 3. Elisabeth Mag, Jahngem. Oberursel, Lotte Bayer, Tuspo. Butzbach, 47 Punkte.
Dreikampf-Weibliche Jugend (BDM.- Klasse B: 93 Bewerberinnen, 86 Siegerinnen): 1. Emmi Kröck, Tv. Heuchelheim, 78 Punkte; 2. Marie Wolf, Tv. Oberstedten, 71; 3. Irmhild Schmidt, Mtv. Gießen, 70 Punkte.
Staffeln.
4Xl00-m-Staffel, Männer: Jahngem. Oberursel, 49,5 Sek.; 2. VfB.-Reichsbahn Gießen, 50; 3. Tuspogem. Wölfersheim 51,4 Sek.
10X 10 O-m-Staffel,Jugend: 1. HI. Gießen, 2:09,8 Min.; 2. Tuspogem. Wölfersheim, 2:13,1; 3. Tv. Heuchelheim, 2:15 Min.
grauen: 4X100-m-Staffel: 1. Jahn- gememschaft Oberursel. 1 Min.; 2. Sportgem. Dortelweil, 1:01,8; 3. Mtv. Gießen, 1:03,4 Min.
Turze Sportnotizen.
Zwer schöne Erfolge errang die SA- «ruppe Pommern bei den Reichswettkämpfen der Manne-SA. in Kiel. Im Segeln kamen die Pommern m 2:24:2,48 zum Siege und im Wettrudern in o:44,5.
■ Bmh2IrbCILt5[19au 23 Thüringen schnitt im ffiebrrnannidjaftstampf mit 521.6 Punkten om b-l -n Ob vor dem Arbeüsqou 7 Schleswig-ch°,stein. Hessen-Nord und Hessen-Suü belegten den vierten und fünften Platz.
Hessische HeimWri des ASM.
400 Teilnehmer. — 296 am Ziel.
Die Hessische Heimatfahrt, die von der Motorgruppe Hessen am Sonntag zum ersten Male durchgeführt wurde, hatte mit rund 400 Teilnehmern einen erfreulich starken Zuspruch gefunden. Nicht nur die Gruppe Hessen, sondern auch die benachbarten Gruppen und Motorsportschulen entsandten ihre Männer, die sich die Gelegenheit, weitere Punkte für das Deutsche Motorsportabzeichen zu sammeln, natürlich nicht entgehen ließen.
Die Fahrt diente der Schulung und Prüfung der Fahrer für Orientierungs- auf gaben. Sie war vor allem als Prüfung für die Nachwuchsfahrer gedacht, die ja für künftige größere Aufgaben vorbereitet werden müssen. Selbstverständlich sah man auch manchen befanden Fahrer.
Start und Ziel der Prüfung befanden sich in Friedberg, von wo aus eine etwa 220 Kilometer lange Strecke durch den nördlichen Taunus zurückzulegen war. Die Orientierungsaufgaben bestanden im wesentlichen im Aufsuchen einer Anzahl von Kontrollstellen, die diesmal aber vor Antritt der Fahrt mit dem Planzeiger feftgeftellt werden mußten. Die Hauptkontrollen mußten angefahren werden. Ein Auslassen bedeutete Ausschluß. Das An- ahren der Nebenkontrollen war freigestellt, jedes Auslassen wurde jedoch mit 5 Strafpunkten geahndet. Nach Beendigung der Fahrt wurde noch eine Fahrzeug-Zu st andsprüfung vorgenommen, die ein sehr günstiges Ergebnis brachte. Die eng begrenzten Sollzeiten zwangen auf den teilweise verschlammten Wegen und glitschigen Stra- zen die Fahrer zu restlosem Einsatz. Nur wenigen gelang es, die geforderten hohen Ge- chwindigkeiten einzuha'lten.
So entschloß sich die Fahrtleitung, Fahrern mit 20 Strafpunkten noch die Goldene, mit 40 Strafpunkten noch die Silberne und mit 60 Strafpunkten nach die Eiserne Plakette zu geben. Trotz aller Schwierigkeiten (auch das Feststellen der Kontrollen mit dem Planzeiger war keineswegs leicht) erreichten von den 390 Gestarteten noch 296 das Ziel — ein Ergebnis, das sich sehen lassen kann.
Hessenfahrer passieren Gießen.
In der Mittagsstunde trafen die Hessenfahrer in Gießen ein. Sie kamen vom Oswaldsgarten her, den Horft-Weffel-Wall entlang und mußten beim Cafe Hettler in die Kurve gehen. Die etappenweise dicht aufeinanderfolgenden Fahrzeuge erregten viel Aufsehen. Am Selterstor standen zahlreiche Zu- chauer, die mit regem Interesse den durchfahrenden Wagen nachfahen. Trotzdem die Zuschauermafsen die Fahrtrichtung kennzeichneten, gab es manche Ableitung vom Wege. Die Wagen oder Krafträder fuhren den Hindenburgwall weiter, und nach einiger Zeit ah man sie sachte wieder auf die Hauptstrecke zurückkehren. Es war interessant zuzusehen, wie die einzelnen Fahrer (außer NSKK.-Männern sah man auch Soldaten und Zivilisten), die in großem Tempo am Selterstor anlangten, hier die Kurve, die oft durch die haltenden oder gerade durchfahrenden Straßenbahnen eingeengt war, nahmen. In der Frankfurter Straße gab es am Bahnübergang
gleiche Hemmungen, so daß sich die Wagen mehr» mals stauten. Auch hier und bis zur Wilhelmstraße standen viele Zuschauer, die sich die bunte Reihe der Wagentypen und der Fahrer betrachteten.
Die Gewinner der Goldplaketten.
Da die Fahrtleitung infolge der großen Schwie» rigfeiten die strenge Ausschreibung etwas aufae- lockert hatte, konnten bei der Hessischen Hemiatfahrt der NSKK.-Motorgruppe Hessen am Sonntag an Einzelfahrer und Mannschaften nicht weniger als 104 Plaketten verliehen werden. 23 tarnen in den Besitz der Goldplakette, 36 erhielten die silberne und 45 die eiserne Plakette. Die Gewinner der Goldplaketten in den einzelnen Wertungsgruppen:
Wertungsgruppe 2 (Krafträder bis 250 ccm) NSKK.-Mann H. Bause (4/M 46) 17 P.; Scharf. Fritz Warncke (14/M 146) 18 P. Wertungsgruppe 3 (bis 350 ccm) Stuf. Schmiedel (Motorfp.-Schule Achern) 15 P.; Heller (21/M 46) 20 P. Wertungsgruppe 4 (Krafträder mit Seitenwagen): Hptwm. Thiel (Sch. Gend. Suhl) 7 P.; Koltermann (Sch. Gend. Suhl) 7 P.; Hptwm. Helbig (Sch. Gend. Suhl) 7 P. (als Mannschaft); Einzelfahrer: Lübeck (DDAC. Frankfurt a. M.) 0 P.; Truf. Hertsch (25/M 147) 0 P.; ff--Ofcfjarf. Siegfried (Wiesbaden) 1 P.; Dftuf. Prinz (M 48 Marburg) 3 P.; Oscharf. Vesper (M- HI. Kassel) 14 P.; Feick (DDAC. Frankfurt a. M.) 4 P. Wertungsgruppe 5, Einzelfahrer: Scharf. Nax (1/M 46) 10 P.; Truf. Jung (1/M 147) 12 P.; Stuf. Boller (2/M 146) 15 P.; ff-Oscharf. Troedler (ff 2/K 2) 17 P.; Truf. Krein (M 48) 17 P.; Oscharf. Mehl (22/M 49) 19 P.; Sturmmann Schlabach (12/M 147) 20 P.; Stuf. Freund (1/M 147) 20 P. Wertungsgruppe 6, Einzelfahrer: Rof. Schm feie (3/M 148) 16 P.; Lt. Deichmann (6. PR. 2) 19 P.
Sturm 1/M 147 hervorragend abgeschnitten.
In der Reihe der vielen Konkurrenten bei dieser Heimfahrt konnte sich der Sturm 1/M 147 Gießen wieder einige beachtliche Erfolge sichern. Sturmführer Freund mit Oberscharf. B 1 ackert er. rang auf BMW. eine goldene Medaille, Truppführer Jung mit Rottenführer Wahl sicherte sich eben« falls auf BMW. die gleiche Auszeichnung. Rotten- führer Vogt auf Ford „Eifel" errang mit Sturm» mann Keiner als Beifahrer eine silberne Medaille.
Den Erringern der goldenen Medaillen gelang es, die sämtlichen drei Haupt- und die acht Neben- kontrollen anzufahren. Lediglich durch Zeitüberschreitungen kamen sie zu einigen Strafpunkten. Die Bedingungen, unter denen die Fahrt durchgefühtt wurde, stellte an die Kraftfahrer die höchsten Anforderungen. Die Wege waren zum Teil außerordentlich weich und schlecht und gestatteten kaum, die Sollzeiten einzuhalten. Die Fahrt selbst führte von Friedberg über Michelbach, Maulhof, Mohn- ftabt, Dieffenbach, Daubshausen, Biebertal, Wei- boldshausen, Fordbach, Kinzenbach, Oberwetz, Hausen (bei Butzbach) über eine Gesamtstrecke von 246 Kilometern nach Friedberg zurück.
Fest der Schwerathletik.
Die neuen deutschen Meister im Ringen,
Die Entscheidungskämpfe im Ringen wurden zum Höhepunkt der Nürnberger Schwerathletik-Tage. Drei Meister konnten ihre Titel erfolgreich verteidigen, und zwar Nettesheim (Köln) im Leicht-, Schäfer (Ludwigshafen) im Welter- und Schweickert (Berlin) im Mittelgewicht. Der Kölner Schmitz, der im Vorjahr in der Bantamgewichtsklasse siegte, kam diesmal im Federgewicht zu Meisterehren, während fein Landsmann Pulheim im Bantamgewicht erfolgreich war. Eine Sensation gab es im Halbschwergewicht, wo der junge Frankfurter Max Leichter im entscheidenden Kampf den alten Kämpen Ehret (Ludwigshafen) einstimmig nach Punkten besiegte und damit deutscher Meister wurde. Im Schwergewicht endlich wurde Ex- Europameister Kurt Hornfischer (Nürnberg) überlegener Sieger und Meister. Den Ehren-Wan- derpreis für den besten deutschen Schwerathletik-Verein, der von Frankenführer Gauleiter Julius Strei
cher gestiftet wurde, bekam der TSV. 18 6 0 M ün» chen zugesprochen.
— und im Gewichtheben.
Am Samstagnachmittag fielen im Gewichtheben die Entscheidungen in allen Gewichtsklassen. Wie stark die deutsche Spitzenklasse ist, geht aus der jy, fache hervor, daß zwei Weltmeister, der Düsseldorfer Liebsch im Federgewicht und der Essener Wagner im Mittelgewicht, in Nürnberg keinen Meisterschaftslorbeer ernten konnten. Die neuen Meister in diesen Gewichtsklassen sind der Wiener Toni Richter, der im beidarmigen Reißen mit 100 Kilogramm eine neue Welthöchstleistung aufstellte (bisher Terry- USA. mit 97,5 Kilogramm),, und Olympiasieger Rudi I s m a y r (Freising), dem es also gelang, feinen Titel nach längerer Pause zurückzuerobern. In den übrigen Gewichtsklassen siegten Schuster (München) im Bantam-, Jansen (Essen) im Leicht-, Haller (Wien) im Halbschwer- und Manger (Freising) im Schwergewicht, wobei der Letztgenannte im beidarmigen Drücken mit 145 Kilogramm seinen eigenen Weltrekord einstellte.
Aus der engeren Heimat.
Ehrung alter Soldaten.
* Staufenberg. 6. August. Am Samstagabend hielt die Kriegerkameradschaft Staufenberg bei Kamerad Zecher ihren Monatsappell ab. Kameradschaftsführer G r ö l z gab öen letzten Kreisbefehl des Kreiskriegerführers bekannt. Die Neuanlage eines Kleinkaliberschießstandes gemeinsam mit der SA. auf der Burg wurde erörtert und dabei festgelegt, daß möglichst noch im September der Schießbetrieb beginnen kann. Ein Wettkampfschießen mit der SA. und ein Preisschießen soll im Herbst stattfinden. Ein Ausflug ist ebenfalls im September geplant. Wegen Verhinderung des Kreiskriegerführers überreichte der stellvertretende Kreiskriegerführer, Kamerad T ä u b e r t, öen beiden altoerbienten Vorstandsmitgliedern Heinrich Fey und Heinrich Stephan das Kyffhäufer-Ehren- zeichen 2. Klaffe. Weiter wurden ein Kamerad mit der Kyffhäufer-Ehrennadel für 50jährige treue Mitgliedschaft und sieben Kameraden für 25jährige treue Mitgliedschaft ausgezeichnet. Mit dem Gruß an den Führer wurde der offizielle Teil des Appells geschloffen, worauf die Kameraden beim Gesang alter Soldaten- und Volkslieder noch gemütlich beisammenblieben.
Kreis Büdingen.
)—( Ruppertsburg, 5. August. Bei einem Wortwechsel zwischen jungen Leuten auf unserem Kirchenplatz versetzte ein hiesiger, nahezu 18 Jahre alter Bursche einem zu Besuch hier weilenden 15jährigen einen Schlag, worauf dieser zum Messer griff und dem Angreifer einen Stich in d i e Seite versetzte. Der herbeigerufene Arzt ordnete die Verbringung des Verletzten in die Klinik nach Gießen an. Wie verlautet, soll die Lunge verletzt sein. Die Gendarmerie nahm den Fremden i n Hast.
Schweinemarkt in Alsfeld.
~ * Alsfeld, 7. August. Auf dem heutigen S>chweinemarkt standen 190 Ferkel zum Perkauf. Es kosteten sechs bis acht Wochen alte Ferkel 21 bis 25 Mark, acht bis zehn Wochen alte Tiere
25. bis 30 Mark. Bei schleppendem Geschäftsgang verblieb Ueberstand.
Rhein-Mainische Börse.
Frankfurt a. M., 5. Aug. Die Börse war zum Wochenende an den Aktienmärkten etwas fester. Neben kleinen Kaufaufträgen beob* achtete man mäßige Meinungskäufe der Berufs- kreise. Das Geschäft erfuhr allerdings keine nennenswerte Belebung, während die Kurse durchschnittlich um 0,50 v. H. anzogen. Rheinstahl gewannen bei 6,3 v.H. Netto-Dioidendenabschlag mit 127 rund 1 v. H., Mannesmann und Verein. Stahl mit 103,50 bzw. 99 je 0,50 v. H. IG.-Farben befestigten sich auf 145,90 (145,40), ferner Adlerwerke auf pari (99,50), Daimler auf 120 (119,50), Rheinmetall auf 117,75 (117), AEG. auf 114,50 (144), Conti Gummi auf 217,25 (216,50) und Bernberg verwandelten ihren Briefkurs von 132 in einen Geldkurs. An den übrigen Monatsgebieten fehlte es vorerst an No' tierungen. Sehr fest nannte man indessen Schiff' fahrtsaktien, und zwar Hapag mit 48 (45) un) Nordd. Lloyd mit 50 (48).
Der Rentenmarkt lag auf der ganzen FrMi weiter sehr still und wies kaum Abweichungen auf. Reichsaltbesitz unv. 132 Geld, dagegen Reichsbahn» VA. 122,75 (122,90) und Dekofama II 155,65 (156). Liquidationspfandbriefe zogen teilweise 0,50 v.h. an, während Industrie-Obligationen im gleichen Ausmaß schwankten. Stadtanleihen notierten eben» so wie Pfandbriefe und Staatspapiere unoer» ändert. Steuergutscheine blieben behauptet.
Am Verlaufe erhiett sich die festere Tendenz, das Geschäft kam frühzeitig zum Erliegen. Bemerkenswert fest lagen am Elektromarkt Bekula mit 162,50 bis 163 (161) und Gesfürel mit 127,50 (126), auch sonst wiesen die erst später notierten Papiere Besse- rungen von 0,50 bis 1 v. H. auf, nur Klöckner 1,50 v.H. ermäßigt auf 114. IG.-Farben verbesserten sich auf 146 nach 145,90, im übrigen kamen kaum Zweite Notierungen vor.
Der F r e i v e r k e h r lag ruhig, Katz & Klumpp 1 v. H fester mit 92 bis 94. Tagesgeld unv. 2,50 vom Hundert. ,


